Big P - der große Pavarotti


  • Für die, die es interessiert: Die Veranstaltung ist auf 9. September verschoben, und und es sind jetzt wieder Karten der Preiskategorie 2, 3 und 4 erhältlich, Preiskategorie 1 ist ausverkauft.


    http://konzerthaus.at




    Was mich interessieren würde: Was für eine tolle Sache soll das sein, für die die schlechtesten Karten 210 Euro kosten? Und was sind das für Leute, die dort hingehen? Im Konzerthaus kosten Karten normalerweise von 12 bis 60 Euro (und im teuersten Fall - wenn etwa die Wiener Philharmoniker spielen - 12 Euro bis etwas über 100 Euro).

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Hallo,
    wer interessiert sich denn heute noch dafür,Pavarotti Live zu hören?


    Herbert.


    Pavarotti ist ja geradezu ein Mythos, bzw. dazu stilisiert worden. Neben den Adabeis werden halt viele, denen es weniger auf sängerische Qualität als auf ein "event" ankommt diese - evtl. letzte - Chance wahrnehmen, den "Meister" leibhaftig zu erleben. Einige gehen vielleicht auch aus Sentimentalität hin. Ich erinnere, daß man für ein Konzert in Köln (?) mit Big P gegen horrenden Aufpreis Karten kaufen konnte, die anschliessend zu einem Dinner in Anwesenheit von P berechtigten.
    Ich gestehe, daß ich meinen Überzeugungen auch 2x untreu geworden bin: Auf Bitte meiner Herzensdame habe ich in den 80ern P in der Westfalenhalle und vor einigen Jahren Domingo in Aschaffenburg gehört. War ganz unterhaltsam, hatte mit Kunst aber nicht viel zu tun.

  • Zitat

    Original von Misha
    War ganz unterhaltsam, hatte mit Kunst aber nicht viel zu tun.


    Dies ist ja eine glänzende Formulierung. :jubel:
    Hoffentlich ist hiermit das Ära der 3 Tenöre für dieses Forum abgeschlossen. :rolleyes: :stumm:


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von Christoph_Glaus
    Es ist nur so, wenn ein Sänger die richtige Technik hat, die auch zu seinem Körper, zu seinem Instrument passt und er genug auf dieses Instrument acht gibt und nicht zuviel Mist singt, dann kann er bis ins hohe Alter problemlos singen ... Eine Gesangstechnik ist dann die Richtige, wenn man nach mehreren Stunden des Singens (inkl. vieler hohen Töne) nur körperlich aber nicht stimmlich ermüdet ist.


    Ich zitiere hier und übersetze, anläßlich eine Fernsehsendung, die ich voriges Jahr sah:


    Zitat

    John van Kesteren woont momenteel in Palm Beach, Florida en is daar gehuwd met een Amerikaanse. Hij is - ondanks zijn leeftijd - nog steeds actief als zanger. Zo zong hij nog in Carl Orff's Carmina Burana in 2000 te Barcelona en op 80-jarige leeftijd in 2001 te Ottawa.


    John van Kesteren (nicht unbekannt was?) wohnt momentan in Palm Beach, Florida und ist da (?? - soweit ich weiß bereits viel eher) verheiratet mit einer Amerikanische. Er betätigt sich - trotz seinem Alter - noch immer aktiv als Sänger. So sang er noch 2000 Carl Orff's Carmina Burana in Barcelona und 2001, als er 80 war, in Ottawa.


    Er erklärte, warum er noch immer "gut" singen konnte und ließ eine Probe hören. Ich war einfach paff vor Staunen. Die DREI können von ihm was lernen. Kurz zusammengefaßt sagte er: Schone Deine Stimme und überansprüche sie nie. Und übe täglich.


    LG, Paul

  • Mag alle sein, aber warum soll ich meine Meinung nicht sagen dürfen ?
    Aber kein Forumuser hat es nötig, sich von einem Besserwisser belehren zu lassen (ich kann mit solchen Leuten, die zu sachlicher Kritik nicht fähig sind, nicht diskutieren-du bist nicht gemeint).


    Gruß Guido

  • [quote]Original von Melot1967



    Ich sah/hörte Mr. P gerade im Fernsehen. "After these 40 ?( concerts I stop payed singing, but continue free singing". :rolleyes:


    Vermutlich kassiert er jetzt das Geld für das "free singing". :D


    LG, Paul

  • Hallo Heldenbariton,


    da wir beide wissen,wen du mit dem Besserwisser meinst,darf ich dich an einen deiner threads bei Klassik-Akzente erinnern.Damals ging es um die Violetta von Anna Netrebko.


    Beginn des Zitats:


    14.Januar 2006 15:03, geschrieben von Guido Bathe


    "Kannst du keine Kritik vertragen,Martello,oder warum so böse?
    Ich (ausgebildeter Opernsänger) verstehe nicht,was 99% der Klassikhörer an der Netrebko so toll finden; ihre Attraktivität in Ehren,zum Singen gehört aber mehr..."


    Ende des Zitats.


    Wer selbst im Glashaus sitzt,sollte nicht ständig nach Anderen mit Steinen werfen.

  • Meine Herren Siegfried und Heldenbariton,


    seid doch bitte so gut und tragt Eure Differenzen per PN oder Mail aus. Danke.


    Zitate aus Fremdforen sind für die Allgemeinheit mäßig interessant. Das gleiche gilt für ständige Anspielungen auf die Kritikfähigkeit anderer.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • I c h werfe nicht mit mit Steinen, sondern sage nur meine Meinung; wenn jemand damit ein Problem hat, ist das nicht mein Problem (sind wir hier im Kindergarten, oder was ?).
    Als erwachsene Menschen sollten wir, auch wenn die Meinungen nicht konform gehen, einen sachlichen Ton wahren. Das KA-Forum scheint mir zu 100 % von Leuten geprägt zu sein, die unfähig sind, Kritik zu akzeptieren, aber andere Leute kritisieren.

  • Hallo Norbert,
    ich kann doch nichts dafür, das der werte Herr meine Meinung über Herrn P. und Frau N. nicht akzeptieren will, resp. kann.
    Ein Forum lebt ja auch von Meinungsverschiedenheiten, ich bemühe mich immer um Sachlichkeit, sehe aber nicht ein mich von jemandem belehren zu lassen (das hat keiner nötig).


    Gruß Heldenbariton

  • Hallo Guido,


    gegen Meinungsverschiedenheiten an sich ist nicht einzuwenden, im Gegenteil.


    Aber, wie so oft im Leben, macht der Ton die Musik. Wenn Zitate aus Fremdforen für irgend etwas herhalten müssen oder zum x-ten Mal ein Belehrungsvorwurf kommt, dann ist in der Regel ein Zeitpunkt erreicht, an dem die Kontrahenten unter sich Ungereimtheiten klären sollten/müßten oder was auch immer.


    Deswegen mein freundlicher Appell an den Austausch per Mail oder PN.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Hallo Norbert,
    ich bin ganz deiner Meinung, vielleicht war das Zitat aus dem KA-Forum, das sich nicht auf Pavarotti bezieht nur dazu gedacht, mich mies zu machen ?


    Um es mit Brünnhilde zu sagen: Ruhe, Ruhe, o Gott.."


    LG, Guido :hello:

  • Zitat

    Original von heldenbariton


    Um es mit Brünnhilde zu sagen: Ruhe, Ruhe, o Gott.."


    LG, Guido :hello:


    Ruhe, ruhe, du Gott! -
    Sie winkt den Mannen, Siegfrieds Leiche auf den Scheiterhaufen zu tragen; zugleich zieht sie von Siegfrieds Finger den Ring ab und betrachtet ihn sinnend.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Wie immer man auch zu Luciano Pavarotti und seiner Stimme steht, so sollte doch Einigkeit darin bestehen, daß er einer der Größten unter den Tenören des 20sten Jahrhunderts überhaupt war.


    Schon jetzt sollte man ihm ein ehrendendes Andenken bereiten, da er ja mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf die Bühne zurückkehren wird. Sein Bauchspeicheldrüsenkrebs wird ihm vermutlich auch bald die Bühne des Lebens nehmen.


    Übrigens, die Bravourarie mit den 9 hohen C ist die des Tonio aus der Oper "Die Regimentstochter". In den 60er Jahren trat L. P. gemeinsam mit Joan Sutherland in dieser Rolle auf - und war grandios. Alle da kurz aufeinanderfolgenden neun C's wurden bravourös und ohne hörbaren Ansatz (im Gegensatz zu Alfredo Kraus) genommen. Das bringt aktuell nur J. D. Flòrez zustande, der eine etwa gleiche stimmliche Intention hat. Gedda hatte es auch akzeptabel geschafft, Domingo aber nie, Carreras schon gar nicht, ebenso Calleja, Cura, Alvares oder sonstige Vertreter der Tenor-Zunft. Selbst der vielgelobte Villazon ist dazu wohl (noch?) nicht in der Lage. Anscheinend gelingt diese Höhe nur den stark Oberklang-orientierten Tenören.


    Dafür gelingt den Höhen-Könnern aber i. d. R. auch kein überzeugender Florestan oder die Wagner-Arien.


    Leider hat Luciano Pavarotti nicht den passenden Zeitpunkt für das Ende seiner Bühnenkarriere erkannt. Dennoch sehe ich mir immer wieder gerne seine Konzert- und Opern-DVD's an; ebenso gern höre ich seine CD's, die ich vor allem in Vorbereitungsphasen meiner Konzerte benutze, aber auch zum Studienvergleich mit anderen Sängern.


    Gönnen wir ihm noch eine gute, schmerzfreie Zeit auf Erden.



    Ciao :yes: Principe

  • Hallo Principe,
    ich glaube nicht,daß es der Sinn des Lebens ist,neun "hohe Cs"
    zu singen,vielleicht ist es ein tenorales Problem.
    Florez hat übrigens eine ganz andere stimmliche Veranlagung
    als Pavarotti und Gedda .Florez hat eine extrem
    hoch gelagerte und hell timbrierte Stimme.Pavarotti hat
    ja das ganze Spintofach bis zum Helden Otello gesungen.
    Das wird Florez wohl hoffedlich nie machen.Aber das
    weißt Du als Tenor ja sowieso alles viel besser.
    Ich war nie ein Pavarotti-Verehrer.Meine Tenor-Favoriten
    im 20sten Jahrhundert waren:Caruso,Björling,Tucker
    und Bergonzi,um nur einige zu nennen,in deren Fußstapfen
    sich Pavarotti wähnte.


    (Vor Pavarotti kommen meiner Meinung nach, noch
    mindestens 50 andere Tenöre.)


    :hello:Herbert.

  • Zitat

    Pavarotti hat ja das ganze Spintofach bis zum Helden Otello gesungen.


    Das kann man so einfach nicht stehen lassen. Pavarotti hat sich immer auf das lyrische Fach konzentriert und echte Spinto-Partien nur sehr sparsam (aber natürlich sehr wirkungsvoll) auf der Bühne gesungen. Den Othello hatte er überhaupt nicht im Repertoire und hat ihn gegen Ende seiner Bühnenkarriere ein einziges Mal konzertant gesungen. Diese Ökonomie bewahrte ihm viel länger sein charakteristisches Timbre und die Qualität seiner Stimme als es seinen beiden Hauptkonkurrenten vergönnt war (Carreras ruinierte seine Stimme, Domingos Organ veränderte sich stark, war aber sehr robust).



    Zitat

    ...ich glaube nicht,daß es der Sinn des Lebens ist,neun "hohe Cs"
    zu singen,vielleicht ist es ein tenorales Problem.


    Wohl nicht der Sinn des Lebens, aber vielleicht doch der Sinn eines lyrischen Tenors.




    Zitat

    Vor Pavarotti kommen meiner Meinung nach, noch
    mindestens 50 andere Tenöre.


    Ich hätte gute Lust, diese Liste von dir einzufordern. :D
    Selbst wenn man berücksichtigt, dass Geschmäcker verschieden sind, war Pavarotti zu gut, um in der Liste der Top-Tenöre des 20. Jahrhunderts erst ab der 51. Position geführt zu werden.



    :hello:

  • Zitat

    Original von Principe
    Übrigens, die Bravourarie mit den 9 hohen C ist die des Tonio aus der Oper "Die Regimentstochter". In den 60er Jahren trat L. P. gemeinsam mit Joan Sutherland in dieser Rolle auf - und war grandios. Alle da kurz aufeinanderfolgenden neun C's wurden bravourös und ohne hörbaren Ansatz (im Gegensatz zu Alfredo Kraus) genommen.


    Hallo Principe,


    hat er die Partie auch bravourös auf CD eingespielt?


    :hello:
    Stefan


    PS: Hoffentlich muss er nicht zu sehr leiden, Bauchspeichelkrebs ist unheilbar ;(
    Und ich will ihn auch als fülligen Menschen in Erinnerung haben, also hoffentlich erspart uns die Bildzeitung Fotos der letzten Krankheitsphase (die haben eh schon viel berichtet, als die Krankheit bekannt wurde) :no:

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Ja natürlich, die Aufnahme ist derart legendär, dass sich die Decca nach fast 40 Jahren noch immer den Vollpreis zu verlangen getrauen kann.



    @ Theophilus: Vielen Dank!!!
    @ Decca: :motz: :no: :angry:
    Ich werde warten. Hab ja auch jetzt gerade den Emerson-Schostakowitsch erfolgreich ausgesessen (nochmal der Tip: kommt in ner guten Woche viel günstiger in neuer Aufmachung auf den Markt), dann schaff ich das auch :baeh01:


    :hello:
    Stefan

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Hallo Barezzi,


    wie ich gerade sehe, hat JPC sie zur Zeit im Angebot (um versönliche 27,99)!


    :hello:


    Hallo Theophilus,


    molto grazie!
    Hab grade gesehen, dass auch amazon ein Angebot hat (25,97). Bedeutet das normalerweise, dass da bald eine neue Ausgabe herauskommt oder unterbieten die sich nur einfach so als Jux? ?(
    Wundere mich auch gerade, dass Donizetti diese Oper en Français geschrieben hat...


    :hello:
    Stefan

  • Hallo Barezzi,


    nein, zu dieser Jahreszeit gibt es regelmäßig derartige Großaktionen (vor allem bei Amazon). Von dieser Aufnahme erwarte ich mir keine Neuauflage, es sei denn, sie kommt einmal bei den Originals heraus. Das kann man bei diesem Label nicht vorhersagen.


    Die Regimentstochter war ein Auftragswerk der Opéra Comique in Paris, daher das französische Libretto.


    :hello:


  • Das meinte ich ja: in einer der (Opern-)Serien. Leider kann man sich auf die Ankündigungen der Labels gar nicht mehr verlassen Universal ist da ganz furchterbar): einiges kommt einfach und wird vorher nicht angekündigt :motz: oder wird eingestellt und vorher nicht angekündigt bzw. eben der Nachfolger [wieder :motz: ]
    Heuer sollen doch auch noch einige Collectors Edition Boxen mit Mozart herauskommen - offiziell angekündigt ist bisher nirgendwo etwas ?(
    also wehe ich kauf mir die jetzt und dann is es Weihnachts-Original :angry:


    Vielen Dank für die Informationen Theophilus!
    :hello:
    Stefan

  • Bitte keine Aufregung.
    Die 50 Tenöre, die vor P.kommen,das bezieht sich auf
    "20tes Jahrhundert".Maskenball ,Macht des Schicksals,
    Aida Tosca,Turandot,das sind für mich Spinto-Partien.
    In seiner Glanzzeit war P natürlich einer der Besten.


    (Otello,wie auch die anderen Aufnahmen kenne ich
    nur vom Tonträger.Live habe ich P nie gehört.)


    :hello:Herbert.

  • Und nun würde mich die Aufzählung dieser 50 Namen brennend interessieren. Ich wette, mindestens 50 Prozent dieser 50 würden heute aufgrund ihrer Vortragstechnik auf keiner Bühne der Welt akzeptiert werden.
    Wieder einmal sind wir bei dem Thema, ob das Material den Ausschlag gibt oder der Umgang mit der Stimme.