Was haltet ihr von Downloads?

  • hallo Freunde,


    Ich möchte mal ein Thema aufwerfen, dass in den letzten Jahren stark aufgekommen ist, und - nachdem es ursprünglich nur die Popmusik betraf - nun auch immer mehr auf dem Sektor der Klassischen Musik zu beobachten ist. Nämlich das Downloaden von Musik aus dem Internet (unabhängig davon jetzt ob legal gegen Bezahlung oder grenzlegal gratis über Filesharingtools). Mittlerweile gibt es fast alles! Wer etwa Beethoveninterpretationen vergleichen will, hat überhaupt kein Problem binnen kurzer Zeit Aufnahmen von Schnabel, Backhaus, Kempff, Gulda oder Richter etc. zu erhalten.


    Also was haltet ihr davon?
    Zu diskutieren sind zB die Qualität (mp3's können stark komprimiert sein, müssen aber nicht), der moralische Anspruch (legal, grenzlegal, illegal), der Preis bei legalen Angeboten, das fehlende Material (keine Platte oder CD, kein Cover oder Booklet, sondern eben einfach Files) und - was mich besonders interessiert - ob daraus ein neues Hörverhalten folgt...


    lg
    Hyperion

  • Hallo hyperion,


    ich habe dieses Angebot noch nicht genutzt, habe auch gar keinen Überblick, wie umfangreich es ist. Was mir aber fehlen würde, sind booklet und cover. Ich mag´s halt bunt und informativ. Eine CD zu brennen mit dem heruntergeladenen Material sollte ja kein Problem sein.


    Ich habe ein sehr großes Archiv mit mp3-Dateien, die ich aus Radiomitschnitten erstelle, des Platzes wegen. Die Qualität ist von vorn herein nicht so optimal, weil immer ein kleines Rauschen mit dabei ist. Das macht die Komprimierung dann auch nicht mehr so viel schlechter. Wie dem auch sei, die so erstellten mp3-CDs höre ich höchst selten, weil ich entweder dazu den Rechner laufen lassen muß und damit den Lüfter des Rechners mit hören muß, oder ich lege die Scheibe in meinen Diskman, der auch an den Verstärker anschließbar ist. Da ist aber die Navigation auf der CD äußerst umständlich. Es fehlt also ein adäquates Gerät. Zudem bin ich grundsätzlich eher faul. Ich möchte eine CD einlegen und nur noch auf play drücken müssen.


    Deswegen glaube ich, dass das Runterladen von Musikstücken nicht meinen Hörgewohnheiten entspricht und nur zu einer überdimensionalen Anhäufung von Musik führen würde, die ich im Leben nicht "abarbeiten" könnte.


    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Was haltet ihr von Downloads?


    Nichts!!!




    Hallo,


    was mich an komprimierten Dateitypen (mp3 oder Minidisc etc) allgemein stört ist die schlechte Tonqualität. Auch wenn das menschliche Ohr nur bestimmte Frequenzen wahrnehmen kann, so ist das Weglassen der vermeintlich nicht hörbaren Geräusche und Klänge doch ein enormer Qualitätsverlust.
    Ich habe einmal Im Übungsstudio zur Überprüfung eine Aufnahme mit MD und eine mit DAT gemacht (DAT wird zwar nur noch von Profis genutzt, aber wenn man schon ein DAT-Gerät hat, brauch auch ich es ab und zu) und der Unterschied beim anschliessenden anhören war gewaltig! Die Klangqualität bei der MD ist so gut als wenn ich im Live-Konzert Watte in die Ohren stopfe und ich nur gerade die Musik nicht aber den Hall etc hören kann.


    Zum anderen finde ich: wenn Downloads, dann nur absolut legal, denn als Musiker weiss ich wieviel es braucht, um endlich etwas Vernünftiges auf den Markt bringen zu können und jeder das Recht auf angemessenen Lohn hat.



    Gruss
    Christoph



    PS
    falls ich durch meine Vorurteile mp3 gegenüber etwas vertauscht haben sollte oder falsch informiert bin, könnt ihr mich durchaus aufklären - nur - einen mp3 Player werde ich deswegen trotzdem kaum anschaffen. Oder nur wenn ich den gesamten Frequenzbereich mit aufnehmen kann und ich CD-Qualität haben kann!

  • als es vor ein paar jahren bei den mp3-files immer geheissen hat, das sei aus qualitätsgründen nur für popmusik interessant, hab ich mich nicht weiter um die entwicklung gekümmert und auf ein klassikformat gewartet. allein, es ist keines gekommen und irgendwie scheint der zug in richtung festplattenspeicher abgefahren zu sein. es ist ja auch verlockend (für mich, -andere werden jetzt aufschreien...), statt 1000 cds an der wand sein repertoire in einem kleinen 100 gigabyte kastel (+ eventuell noch einem zur sicherung) gespeichert zu haben, das man an die schöne anlage andockt, bzw. von dem man ein mobilgerät wie diesen ipod o.ä. auftankt. das entscheidende wäre ja nur die qualität aus den boxen und nicht im kopfhörer unterwegs!
    die cd wird genauso (fast) aussterben wie die lp, und die industrie wird sich schnell umstellen.

  • Nichts!!!


    Der Kunde soll die Kosten eines Brenners tragen, soll sich die Mühe des Brennens machen, soll das Risiko eines schlechten Rohlings tragen, bzw eines Errors beim Brennen, er soll die schlechtere Klangqualität akzeptieren, das Booklet selbst verfassen oder zumindest ausdrucken, wobei die Haltbarkeit von Drucken über Tintenstrahldrucker heute mit >10 Jahre angegeben wird. Das mag im Popbereich zufriedenstellen - im Klassikkbereich jedoch nicht. Ach ja, daß Mattglanz-Papiere die jenen heute bei CD-Covern verwendeten qualitativ entsprechen in etwa 1 Euro pro Blatt kosten sollte man auch noch erwähnen. Die Vorgefertigten matten sind erstens vonder Oberfläche her hässlich, zweitens fransen sie aus, wenn man die gestanzte Vorlage entnimmt, dritten sind sie nicht passgenau.....


    Zu den einzelnen Punkten.


    mp3 IST Datenreduktion, sie wird von einigen stärker, von anderen weniger stark wahrgenommen.


    Eine Studie hat ergeben, daß gerade junge Leute, die an sich besser hören , die Unterschiede als nicht existent empfinden, weil der Mangel durch Verdeckungseffekte - verursacht in Frequenzbereichen die von Menschen mittleren und höheren Alters schon weniger ausgeprägt hören - kaschiert wird.



    Es ist ziemlich sicher, daß die Lebenserwartung von selbstgebrannten CDs signifikant unter jener von fabriksmäßigen liegt.



    Günstige Abverkäufe wird es nie geben, weil ja naturgemäß nichts übrigbleibt - unbeliebte Dateien mit zu wenig Aufrufen werden einfach nicht mehr angeboten und von Server gelöscht.


    Auch wenn es jetzt anders versprochen wird - die Realtät ist so.


    Ich erinnere mich an ein Kaufhaus, wo ich gelegentlich mein Frühstück einnahm - weil ich mir keines selber machen wollte.


    Eines Tage - nach einem Umbau - stand da eine Kaffe-Filtermaschine - wo man nach Einwurf einer Münze Filterkaffe dubioser Qualtät selbst zubereiten durfte.
    Ich errinnere mich meines ätzenden Kommentars als man mir erklären wollte was ich zu tun hätte: "Selber Kaffekochen - das kann ich daheim auch - und billiger"


    Ich bin einer jener Deppen, die CDs ausschließlich im Original kaufen
    Sollte ich aber je gezwungen sein downzuloaden und selber zu brennen-dann werde ich mit Sicherheit keinen Cent dafür ausgeben.


    Von Musik auf Chips halte ich nichts, vo welcher auf Festplatten genauso wenig, sie sind mir zu "virtuell". Allein der Gedanke, ein Virus oder ein Fehler anderer Art könnte mir meine lebenslang zusammengetragene Sammlung mit einem Schlag zerstören, würde mir jede Freude rauben...


    Dieses Forum beispielsweise ist mehrfach abgesichert - Es gibt Kopien an mehreren Plätzen - Trotzdem macht es mich irgendwie unfroh, daß es nur "virtuell " vorhanden ist....


    Bei Tonträgern würde ich "unsichere " Formate nicht akzeptieren - ich würde einfach zu sammeln aufhören.
    Seit etwa 5-6 Jahren wird der CD eine Ablöse vorausgesagt. Jedes Jahr wird suggeriert, es wäre jetzt Zeit für die DVD, die DVD-A - die SACD oder mp3. Den Bossen der Musikmafia ist es ganz gleichgültig WAS kommt - hauptsache wir müssen das Alte wegwerfen. Gäbe es keine Vergleiche mehr, wüssten die nächste Generation gar nich mehr wir mittelmäßg manch heutigen Künstler (durchaus nicht alle) gemessen an ihren Vorgängern sind.


    Hier heißt es wachsam sein.


    Das Videoband wurde selbstverständlich durch DVD abgelöst, war es doch ein sehr verschleißanfälliger Tonträger , sowohl von der Softwarseite als auch von der Hardware (Kopfverschmutzung,Kopfabnützung, Dejustierung etc)




    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred



    PS. Der Thread wird von mir in den HIFI-Bereich für Klassikfreaks verschoben.

  • Hallo observator


    Zitat

    ..., statt 1000 cds an der wand sein repertoire in einem kleinen 100 gigabyte kastel...


    1000 Klassik-CDs benötigen unkomprimiert aber jenseits der 500GB!

  • Zitat

    {sollte man das nicht eher im thread "hifi für klassikhörer" diskutieren?}

    Tun wir bereits!


    Observator

    Zitat

    statt 1000 cds an der wand sein repertoire in einem kleinen 100 gigabyte kastel (+ eventuell noch einem zur sicherung) gespeichert zu haben,

    Das klingt tatsächlich sehr verlockend. Gibts den ein 100 GB schon? ich hab nur einen mit 60GB gefunden.
    Und ist denn so ein Teil wirklich so Bedienungsfreundlich, dass ich bei meinen ca 600 Opern-Gesamt-Aufnahmen noch einen Überblick haben kann und von Titel zu Titel herum springen kann ohne die Übersicht zu verlieren. Wieviel Stunden Musik gehen den bei bester Musikqualität auf so ein Teil drauf.
    Und wie lange dauert es bis ich das auf diesem iPod drauf habe und wie ist es mit einer Fernbedienung für das Hören ab Stereoanlage und ist eine Kopfhörer-Buchse wirklich so gut, wie ein digital-Ausgang?


    Fragen über ungelöste Fragen!


    Ich müsste sehr wahrscheinlich mit meinen über 3000 CD's (anhand der Berechnung von Theophilus) 15 - 17 100GB iPods [welche es noch gar nicht gibt - und wenn doch, sind sie sauteuer] kaufen und wochenlang bespielen bis ich meine CD-Sammlung im Keller archivieren könnte...
    Alleine diese Berechnung zeigt, dass wir noch weit davon entfernt sind, dass die CD verschwinden wird und HDD's und Downloads diese Rolle übernehmen werden. :yes:
    Und selbst wenn dies möglich wäre und mit vernünftig wenig Geld so ein wenig Strom verbrauchendes nicht zu schweres bzw tragbares Teil auf den Markt käme, wo lese ich dann nach wer in welcher Aufnahme singt bzw von wo nehme ich die Daten, die ich bisher von der CD-Hülle und Booklet entnehmen konnte?


    Gruss
    Christoph

  • Hallo Allerseits


    Folgende digitale Lösung ist heutzutage mit relativ erträglichem finanziellem Aufwand möglich:


    In irgendeiner Ecke des trauten Heimes steht ein Rechner mit 3x300GB Festplatten als RAID-Array und dient als Musik-Server (kann natürlich parallel auch alle anderen Funktionen als Netzwerkserver bedienen, bis hin zum Internetserver für alle Heim-PCs). Das ergibt rund 600GB redundanten Platz für Musik - also etwa 1000 CDs. Geht eine Platte kaputt, kann sie ohne Datenverlust gegen eine neue getauscht werden. Braucht man mehr Platz, müssen eben entsprechend mehr Platten eingesetzt werden (das wird aber jenseits von 1TeraByte dann doch etwas teurer!).


    Im Musikzimmer steht ein spezieller, leistungsschwacher, Lüfter- und damit lautloser Pc mit einem TFT-Schirm. Er besitzt einen digitalen Tonausgang und ist mit einem hochwertigen, in der Musikanlage eingebauten Digital-Analog-Wandler verbunden. Man braucht nur mehr eine geeignete Datenbankoberfläche im PC und wählt ein beliebiges Musikstück am Bildschirm aus und macht Musik in CD-Qualität, ohne jemals eine in die Hand zu nehmen.


    Das Netzwerk kann auf Kabel- oder Funkbasis beruhen. Das einzige echte Problem ist der Zeitaufwand für das Einspielen vieler CDs in den Netzwerkserver und eine bedienungsmäßig glückliche Organisation, so dass die Auswahl rasch vonstatten geht.


    Wenn das System einmal läuft, sind Neuanschaffungen kein Problem. Eine CD ist dann in fünf Minuten im System eingelesen. Viele CDs haben ein Inhaltsverzeichnis gespeichert, das automatisch ausgelesen werden könnte, ansonsten ist Tippen angesagt. Tatsächlich wäre es ein ungemein komfortables System, die Originale können an einem sicheren Ort weggesperrt werden.


    Wenn ich mir das recht überlege, könnte es für so ein Projekt - Musiktruhe 3000 - eigentlich viele Interessenten geben....

  • Hallo Theophilus,


    also mich begeistert wie schon weit oben beschrieben keine dieser Möglichkeiten.
    Nach Deinem Modell (nachdem ich für Hardware viel Geld ausgegeben hätte) müsste ich demnach um im Wohnzimmer eine CD hören zu können, zuerst ins Büro gehen -> dann PC und Programme starten und dann wieder zurück ins Wohnszimmer zu gehen um die Musik anzuhören. Was mach ich nun wenn ich einen Titel überspringen will? wieder ins Büro zum anlicken?


    Ich behaupte es noch einmal (auch wenn wir total vom Hauptthema abgekommen sind), Computer als Musik-Daten Speicher für Zuhause ist technisch noch viel zu aufwendig und nur was für Millionäre!



    Gruss
    Christoph

  • Hallo Christoph


    Weit gefehlt! Du bedienst dein gesamtes Musikimperium vom Hörplatz aus! Du kannst alles hören, ohne ein einzigesmal aufstehen zu müssen. Der Bedien-PC steht neben dem Hörsessel auf einem Tischchen, oder du verwendest auch ein Notebook. Es lässt sich auch eine Lösung denken, wo der PC im Hörraum unauffällig postiert ist und z.B. mit einem PDA ferngesteuert wird.


    Aber denke einmal an die Vorteile. Keine CD-Regale, die die Aussicht verschandeln, das Musikzimmer kann endlich mehr nach optischen und akustischen Gesichtspunkten gestaltet werden (ein toller Grund, die Investition beim heimischen Finanzminister durchzubringen, dem die Aussicht auf eine CD-lose Wohnung sicher einiges Wert ist). Keine Überlegungen mehr, wie man das Scheppern der CD-Hüllen bei tiefen Frequenzen unterbindet!


    Komfort wird immer etwas kosten, aber ich glaube, dass jemand, der ein derartiges System gut funktionierend am Laufen hat, keine Sekunde mehr daran denkt, wieder seine Dienste als Diskjockey aufzunehmen (man braucht sich auch nie mehr Gedanken darüber zu machen, welchen CD-Player man als nächsten zu kaufen gedenkt).


    Und das mit dem Millionär ist Unsinn. Meine Lösung ist wesentlich billiger und besser als die aufwendigen Multiroom-Systeme. Man müsste lediglich für die entsprechende Software sorgen!

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Wenn das System einmal läuft, sind Neuanschaffungen kein Problem. Eine CD ist dann in zwei Minuten im System eingelesen. Viele CDs haben ein Ihnhaltsverzeichnis gespeichert, das automatisch ausgelesen werden könnte, ansonsten ist Tippen angesagt. Tatsächlich wäre es ein ungemein komfortables System, die Originale können an einem sicheren Ort weggesperrt werden.


    ich denke natürlich ("thema download"), dass in nicht allzuferner zukunft die majors die musik im netz anbieten, inkl. texten u. zusatzinfos, und wahrscheinlich ist bis dahin christoph glausens büro/wohnzimmerproblem durch avancierte funktechnik auch gelöst.

  • Hallo observator,


    ich denke dabei nicht an die Zukunft, mein System kann innerhalb einer Woche laufen (allerdings nur mit einer provisorischen Softwarelösung; das ordentlich zu programmieren dürfte allerdings ein paar Monate kosten). Wir müssen nicht darauf warten, bis die Industrie sich zu einer praktikablen Lösung durchgerungen hat. Und auch die wird es nicht umsonst geben, im Gegenteil, da man dann völlig abhängig sein wird, und die vorgeschriebenen Kosten wie bei der Fernsehgebühr schlucken müssen wird, ist meine Lösung auch in Zukunft nicht zu verachten.

  • Lieber Theophilus,


    klar, wenn es irgend einmal ein gutes, brauchbares, einfach zu bedienendes System geben sollte, dass ähnlich wie eine B&O Stereoanlage von jedem Zimmer aus bedient werden kann und es dazu die Möglichkeit gibt in jedem Zimmer etwas anderes hören zu können. Dazu höchste Klangqualität!
    Und dies alles in einem schönen, die Wohnung nicht verschandelnden Gehäuse versteckt, dass man vom Sessel aus evtl auch DVD's auf seinen Breitwand TV mit Home-Cinema und top Lautsprecher. Und ich einen Menschen finden kann, der mir alle meine unregistrierten live CD's eintippen würde (weil von denen keine Daten im Web vorhanden sind, dann aber erst dann, würde ich mir auch so ein Teil beschaffen.
    Ich gebs gerne zu, ich bin auch einer der, wenn er mal im Sofa sitzt keine Lust hat als eigener DJ immer wieder aufstehen zu müssen und ich würde es auch geniessen, wenn ich mich quer durch meine Sammlung hören könnte und dabei nur mit meinen Fingern zucken müsste


    Und Salisburgensis hat schon recht - grauenvolle Vorstellung!!!



    Aber um ehrlich zu sein, bevor ich mir so etwas kompliziertes anschaffen würde, hängt in meiner Wohnung ein 155cm Plasma TV an der Wand und meine Hi-Fi Komponenten sind nur vom Feinsten... :D :D :D


    gruss
    Christoph

  • Für die Navigation duch die Musiktruhe 3000 böte sich ein Browser an. Man baut sich z.B. eine html-Seite, und klickt sich dann durch bis zum gewünschten Stück. Dort gibt es dann einen link auf die entsprechenden Dateien im Archiv. Den noch anklicken und schon öffnet sich automatisch ein winamp oder was auch immer. Wie weit man das durch designt oder nur einfache Auflistungen verwendet, ist dann Sache des Nutzers. Da könnte man sich dann auch alle Informationen zu den Mitwirkenden und das CD-Cover einblenden lassen.


    Also so aufwändig ist die Realisation dieser Vision gar nicht.


    Und wenn man doch mal eine CD in der Hand haben möchte, kann man ja in den Keller gehen, wo alle nicht mehr direkt gebrauchen Scheiben eingelagert sind. :D


    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Du zeigst im Prinzip in eine mögliche Richtung. Aber ich warne vor allzu lockeren Vereinfachungen. 1000 CDs sind wenigstens 4000 verschiedene Titel, und die zeigst du mir nicht mehr auf einer HTML-Seite an. Außerdem willst du deinen Musikbestand auch in verschiedenster Hinsicht durchsuchen und sortieren können, da bist du mit HTML sehr schnell am Ende. Denkbar wäre aber eine Datenbank mit HTML-Ausgabe (dann brauchst du nur mehr eine fixe IP-Adresse und kannst überall mit deinem Musikarchiv angeben :D )..



    Außerdem will ich nicht am PC abspielen, WinAmp kommt also primär nicht in Frage (könnte man aber als Subsystem verwenden, wenn ich einige Titel auf ein Notebook kopiere und damit unterwegs Musik höre). Der PC gibt die digitalen Daten an die Stereo-Anlage weiter, wo sie mit höchstmöglicher Qualität gewandelt und wiedergegeben werden. Wir wollen uns ja keinen Qualitätsverlust einhandeln...

  • hmm wie willst du es denn haben? als live-stream oder einfach als netzwerk-zugriff, wie es am einfachsten und häufigsten gemacht wird.


    einige kleinigkeiten, die mir noch so eingefallen sind:


    z.b. cddb ... die meisten klassik-cds braucht man wirklich nicht abtippen


    die softwarefrage ist heutzutage wohl doch schon gelöst... entweder mittels GNU-Software... also gentoo mit samba und einer netten Oberfläche oder halt auf Windows-Netzwerksfreigabebasis (winamp ließe sich trotzdem wunderbar verwenden...- wohl geschmackssache)...


    hmm was die raid-bestückung angeht denke ich in die gleiche richtung 4x 400gb ibms im raid 5 sind äußerst ausfallsichere 1,2 tb oder falls das nicht ausrecht eben raid 10 und 800gb...


    achja, es gibt schon verlustfreie kodierungsalgorythmen die auf 1/4 der üblichen 700 MB kommen (wobei auf klassik-cds meistens weniger drauf ist)... die sind auch mit wenig aufwand wieder abzuspielen - nochdazu wo mir 360 kbit kodiertes mp3/ogg meistens ausreicht.


    utopische preise verschlingt dies nicht und zukunftsgedanken sind dies sicherlich nicht.


    ein solches system ließe sich mit rund 1500€ für den server und vielleicht rund 300 bis 400 € pro abspielendem embedded-pc realisieren und das ist sicherlich nicht zu viel für die "wunderdinge" die es vollbringen mag: nicht nur musik abspielen kann dies... auch videos, filme, "dia"-shows usw. bei brauchbarem beamer oder plasma-fernseher sogar internet-surfen usw.


    das cd-chaos ließe sich über ein ausgeklügeltes media-management mittels playlists organisieren.


    einziger wehmutstropfen ist vielleicht das kabel, dass die geräte verbinden sollte (ich bin bei solch "sicheren" dingen kein fan von wlan und co.)

  • Salut,


    tja - ich bin ein Bewunderer und Nichtkapierer der modernen Technik und begrüsse jede neue Errungenschaft, sofern sie definitiv sinnvoll - also von Nutzen - ist. Wenn die Qualität stimmt und der Preis an die Qualität angepasst ist, so könnte ich mir durchaus vorstellen, mit einem USB-Stick, welcher Mozarts Gesamtwerk in allen bisherigen Einspielungen berücksichtigt, herumzulaufen. Diesen bei Bedarf einfach in die nächste Anlage einstöpseln und per Mobiltelefon die KV-Nr. eintippen...


    Cordialement,
    Ulli

  • Diesen bei Bedarf einfach in die nächste Anlage einstöpseln und eines Tages die Meldung erhalten :



    Fatal Error 6754 - No Header Track uns ths Equipment - please join the Customer Support.



    Was dann der Support sagt, wenn das Teil mal 5 Jahre alt ist, das überlasse ich Eurer Fantasie



    Gruß aus Wien



    Alfred

  • hallo,


    das sind ja bei weitem mehr antworten, als ich mir erwartet hätte (wenn auch die diskussionsrichtung eine eher unerwartete ist. ich hätte mir hier nicht so viele technikexperten vermutet.


    hier meine anmerkungen:
    mein ziel wäre es nicht unbedingt, alles auf einer zentralen speicherstation zu haben. mir würde es völlig ausreichen, wenn ich mir zb den gesamten wagner (inkl. mehrerer interpretationen) auf eine dvd brenne und über den dvd-player (der ja mp3 lesen kann) abspiele. dazu brauche ich auch überhaupt keine zusätzliche software.


    zum thema sicherung: wenn einige leute hier von systemen mit raid 5 oder gar raid 10 sprechen, komme ich echt ins staunen. hier sollen ja weder streng vertrauliche daten, noch solche, die um alle umstände jede minute abrufbar sein müssen, gesichert werden sondern musikdateien, die sich jedermann besorgen kann!


    aber wofür soll den überhaupt das alles gesichert werden? es gibt doch für alle dateien eine 100%ige sicherung - und das ist das allzeit verfügbare internet!!! darum muss ich mich also eigentlich überhaupt nicht selber kümmern.
    aber bitte: wer wirklich angst hat, seine dvd könnte einmal nicht mehr lesbar sein, der soll sich halt ein duplikat machen und diese im keller lagern.


    dazu noch die frage: wie sichert ihr eigentlich eure cd's die ihr in den letzten jahren gekauft habt?


    hyperion

  • Zitat

    dazu noch die frage: wie sichert ihr eigentlich eure cd's die ihr in den letzten jahren gekauft habt?


    Salut,


    also ich stelle sie möglichst hoch, so dass sie für meinen vierjähringen Sohn nicht erreichbar sind... :D


    Vor 10 Jahren hieß es noch, CD's seien unkaputtbar... neuerdings hört man immer öfter, dass einige CD's "bereits" nach 20 Jahren mürbe werden, dass also offensichtlich das Material spröde wird... Wenn also meine Complete Mozart Edition im Jahre 2011 zerstört ist, dann erhalte ich wohl eine neue von Philips, sonst wäre es ja eine Anschaffung unter Vortäuschung falscher Tatsachen gewesen...??


    Grüße,
    Ulli

  • Die Fehlpressungen die PDO (Philips-Dupont UK) für Hyperion deinerzeit angefertigt hat, wurden mir im Jahre 2002, nach 12 Jahren kostenfrei ausgetauscht, auch jene, die lediglich im Verdacht standen, sie könnte sich zersetzen, wel sie nämlich zur betroffenen Serie gehörten.


    Solche ein Verhalten macht es mir leicht für den Kauf von Original CDs zu plädieren....


    Diejenigen, die heute aus Kostengründen (hier m eine ich die Lieferantenseite !!) für Downloads sich stark machen, werden noch den Zeitpunk verfluchen, da ihnen der Teufel diese Idee eingegeben hat.


    Kein Hinweis ist dann mehr auf der CD, ob sie Original ist oder nicht ,-)
    Der Beweis von Raubkopien ist dann de facto nicht mehr möglich.


    Dieverse "Schutzmechanismen" sind heute schon überholt wenn sie rauskommen, überall sitzen junge unterbezahlte Programmierer, die überhaupt keine Bindung mehr zu den Firman haben, für die sie arbeiten. Von dort fließen die Informationen, wie man diverse Schutzverfahren aushebeln kann , wie ein reißender Gebirgsbach ,-))


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred.



    BTW:


    Soll ich zusätzlich zu meiner CD-Sammlung nicht gleich meine Bibliothek auch auf den Müll werfen? Ist doch toll wenn man seine komplette Bibliothek in einem taschenfeuerzeuggroßen Teil mit sich tragen kann.

  • Um nochmal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen:


    Bevor ich angefangen habe, CDs zu sammeln, habe ich das Angebot von iTunes kennengelernt und einige Male auch in Anspruch genommen. Heute kommt das eigentlich nicht mehr vor.
    Der Vorteil ist aber, dass man bei einigen CDs gut sparen kann.
    So lud ich mir z.B. Elgars Violinkonzert mit H. Hahn runter und habe 10 EUR gespart, weil sie im Fachhandel das Doppelte gekostet hätte.
    Natürlich werden vereinzelt auch Naxos-Aufnahmen für den Fixpreis von 9,99 EUR verscherbelt, dann ist es natürlich ziemlich sinnlos, sich da was zu holen.


    Aber eine fertige CD in der Hand zu haben ist doch schöner. :yes:



    Gruß, Peter.

  • Zitat

    Ist doch toll wenn man seine komplette Bibliothek in einem taschenfeuerzeuggroßen Teil mit sich tragen kann.


    Salut,


    das könnte schon für so manch Einen hilfreich sein... :D Doch, ich fände das nicht übel, allerdings fehlt mir dann natürlich auch das Flair daheim, die vielen Bücher, Noten, Platten, CDs... irgendwie würde schon die ganze Welt irgendwann nur noch virtuell da sein. Dann könnte man eigentlich auch gleich uns Menschen virtuell in den PC programmieren und alles wäre wieder beisammen...


    Da fällt mir doch glatt aus dem Kopf ein Zitat aus dem Buch "Mein Freund Joschele" von Ephraim Kishon ein:


    Der nämlich hatte sich einen zweiten PC gekauft. Nun können die beiden PCs Schach spielen und er hätte seine Ruhe...


    Cordialement,
    Ulli

  • Hallo Alfred


    Zitat

    Sollich zusätzlich zu meiner CD-Sammlung nicht gleich meine Bibliothek auch auf den Müll werfen ? Ist doch toll wenn man seine komplette Bibliothek in einem taschenfeuerzeuggroßen Teil mit sich tragen kann.


    Das ist Unsinn! Das Buch liest du, du hast keinen Ersatz dafür, du kannst es also nicht wegwerfen.
    Die CD ist nicht die Musik, sondern nur einer von vielen möglichen Zwischenspeichern, die eigentlich primär nur eines tun, nämlich Platz wegnehmen. Ich glaube, du hast einmal geschrieben, dass du deine CD-Sammlung auf drei Räume verteilt hast. Rechne deinen aktuellen CD-Konsum auf fünf Jahre hoch, überlege wieviel zusätzliche Regalfläche du dafür bereitstellen musst, und überlege dir als Kontrast die Tatsache, dass überhaupt keine CD mehr sichtbar herumstehen müsste, und du dennoch schnellen Zugriff auf alle deine Schätze hast.



    (In vielen Jahren wird die Display-Technik einmal soweit sein, dass sie fürs Auge von gedrucktem Material nicht mehr zu unterscheiden sein wird. Dann wird für das Buch eine harte Zeit angebrochen sein, da in einem dünnen A4-Tablett wahrscheinlich eine ganze Bibliothek gespeichert sein wird können und man locker einhändig lesen kann, da man nicht mehr umblättern, sondern nur mehr ein Touchpad bedienen muss; bis dahin wird es Entwicklungsstufen geben, aber es wird auf jeden Fall noch dauern.)

  • Hallo Hyperion


    Zitat

    zum thema sicherung: wenn einige leute hier von systemen mit raid 5 oder gar raid 10 sprechen, komme ich echt ins staunen. hier sollen ja weder streng vertrauliche daten, noch solche, die um alle umstände jede minute abrufbar sein müssen, gesichert werden sondern musikdateien, die sich jedermann besorgen kann!


    Es geht ja nicht ums streng Vertrauliche, sondern um die Tatsache, dass es schon ein ganz netter Aufwand ist, einige hundert CDs in dein Musikarchiv einzuspielen. Wenn sich dieses auf mehrere Platten verteilt, dann geht statistisch alle zwei bis drei Jahre eine kaputt. Und du willst dann doch nicht denn ganzen zerstörten Bestand neu einspielen, oder doch?
    Das RAID-System hat eben den immensen Vorteil, dass du die defekte Platte gegen eine neue ersetzt, und der RAID-Kontroller sorgt in ein bis zwei Stunden dafür, dass alle Daten der kaputten Platte wieder hergestellt sind.



    Zitat

    aber wofür soll den überhaupt das alles gesichert werden? es gibt doch für alle dateien eine 100%ige sicherung - und das ist das allzeit verfügbare internet!!!


    Wie bitte willst du ein paar hundert GB im Internet sichern???

  • hallo Theophilus


    Zitat

    Wie bitte willst du ein paar hundert GB im Internet sichern???


    so hab ich das natürlich nicht gemeint, sondern:


    angenommen, du liebst deine beethoven symphonien von harnoncourt und hast sie dir irgendwo gekauft (im geschäft oder im internet). sollte nun aus irgendeinem grund ein malheur passieren und ein oder mehrere files auf deiner festplatte hinüber sein (oder auf der original-cd) dann gibt es zwei möglichkeiten:
    a) du warst sorgsam und hast vorbildhaft gesichert; dann holst du dir die sicherung und ersetzt so das korrupte file.


    b) du warst klug und hast deine zeit anstatt mit (überflüssigen) sicherungen anlegen viel nützlicher verbracht (zb mit musikhören); dann startest du dein internet und saugst dir dieselbe aufnahme einfach aus dem netz.
    mit anderen worten: es gibt mehr als genug möglichkeiten, deine lieblingsmusik jederzeit aus dem netz wiederzubeleben weil sie dort eben ohnehin schon von tausenden leuten gelagert wird. wieso solltest du dich auch noch darum kümmern?
    einzige voraussetzung: eine jederzeit verfügbare internetanbindung.
    und von den aufnahmen, die schwer zu erhalten sind (zB mitschnitte aus konzerten) machst du dir halt doch eine klassische duplikatsicherung.


    also: spart euch ein völlig überflüssiges raid-system!


    lg
    hyperion


    ps: mir ist in den letzten 10 jahren keine einzige platte kaputt gegangen!

  • Hallo Hyperion,


    ganz offensichtlich schreiben wir aneinander vorbei. Bei 1000 CDs im System sind mehr als 500GB belegt. Dies muss auf mehreren Platten verteilt sein. Und wenn eine kaputt geht, sind 200GB oder mehr über den Jordan. Die holst du nicht so einfach aus dem Internet herunter! Wenn du das manuell rekonstruieren musst, hast du deine Freizeit auf lange Sicht ausgebucht, während dir der RAID-Kontroller das ohne dein Zutun automatisch erledigt.



    Zitat

    ...mir ist in den letzten 10 jahren keine einzige platte kaputt gegangen!

    Meinen herzlichen Glückwunsch! Falls du ein intensiver Computer-Benutzer bist, bist du der erste, den ich kenne, der das von sich behaupten kann. Aber vermutlich hast du keinen Rechner mit drei oder mehr Festplatten, der die letzten 10 Jahre rund um die Uhr durchgelaufen ist... ;)

  • hallo Theophilus,


    ok, wenn du alles auf festplatte hast, und dir eine kaputt geht, hast du natürlich ein problem; seh ich ein. obwohl, in ein, zwei jahren bekommst du 500 GB festplatten billig zu kaufen, dann könntest du dir regelmäßig eine einfache duplikatsicherung machen.


    ich spreche aber eigentlich nicht von solchen mammutspeichern sondern tendiere mehr dazu, eine dvd-sammlung anzulegen mit schubert-gesamt, beethoven gesamt, wagner gesamt etc. und über den dvd-player abzuspielen und nicht über den pc (von dem will ich nämlich immer mehr wegkommen).


    hyperion