zum Tod von Mercedes Sosa

  • Die argentinische Volkssängerin Mercedes Sosa (* 9. Juli 1935) ist vor einigen Tagen, am 4. Oktober 2009, im Alter von 74 Jahren einem Nierenversagen erlegen.


    Der Leichnam der populären und streitbaren Künstlerin, die die Zeit der Militärdiktatur in ihrem Heimatland im Ausland verbracht hat, wurde im argentinischen Parlament aufgebahrt.


    Die Bewegung «Nuevo Cancionero», die sie mitbegründete, vitalisierte und politisierte die südamerikanische Folklore. Unterstützt wurde sie von berühmten Kolleginnen wie Joan Baez.


    Mit ihrer hochexpressiven Stimme und poetischen Liedern wie «Gracias a la vida» sang sich die Argentinierin in die Herzen der Latinos in der ganzen Welt. Mit den politischen Aussagen ihrer Texte wurde sie aber auch zu einer Ikone der Linken.


    Mercedes Sosa war Vertreterin der Bewegung «Nuevo Cancionero», welche die Folklore des spanischen Kulturkreises am Leben erhält, sowie eine engagierte Bürgerrechtlerin. Die Zeit der argentinischen Militärdiktatur verbrachte sie im europäischen Exil, u.a. in Spanien.



    R.I.P.

  • M e r c e d e s S o s a war nach meiner Wahrnehmung wichtiger für diesen hochexplosiven Subkontinent als dieseses ganze Gerede über wirtschaftliche und vor allem soziale Aufschwünge , die nie stattfanden .


    Für die Bevölkerung war sie Vermittlerin , Hilfe und auch Hoffnung in einem .


    Es gab und gibt in Süd- und Mittelamerika nicht viele , die ihre Bedeutung erlangt haben und auch behalten werden .


    Die Menschen haben eine herausragende Freundin und hochengagierte Kämpferin für die Sache einer Sozialen gerechtigkeit , Menschlichkeit und ein liebendes Miteinander in Mercedes Sosa verloren .


    Ihre Musik , ihre Stimme wird uns erhalten bleiben .


    Frank

  • Eine ganz große Persönlichkeit ist von uns gegangen - ich habe sie - gemeinsam mit Joan Baez und Konstantin Wecker - in den 80ern live in Wien gesehen - von dieser Tour gab es auch eine VHS (weiß nicht, ob sie als DVD wieder aufgelegt wurde). Sosa hatte eine tolle Stimme, eine enorme Ausstrahlung.


    Ihr "Gracias a la vida" ist eine Hymne ans Leben und ans positive Denken.
    Sie hat vielen Menschen Hoffnung gegeben und daher gebührt ihr höchste Ehre und Andenken.

  • "Gracias a la vida" - das ist das wohl bekannteste Lied der verstorbenen Sängerin - "Dem Leben sei Dank" (frei übersetzt). Viele andere Sänger / Sängerinnen haben es übernommen (z.B. Joan Baez):



    Mercedes Sosa
    Gracias A La Vida

    Label: Phonogram, 1982-86
    Hörproben gibt es bei jpc.

    LG


    :hello:

  • Zitat

    Original von Dreamhunter
    Eine ganz große Persönlichkeit ist von uns gegangen - ich habe sie - gemeinsam mit Joan Baez und Konstantin Wecker - in den 80ern live in Wien gesehen - von dieser Tour gab es auch eine VHS (weiß nicht, ob sie als DVD wieder aufgelegt wurde). Sosa hatte eine tolle Stimme, eine enorme Ausstrahlung.


    Gestern kam der Weihnachts-Prospekt von 2**1 - ein ehemaliger Platten-Ramschladen, jetzt im Besitz einer Filmfirma - was man daran ersehen kann, dass immer mehr Filme (= DVDs) im Angebot sind.
    So auch die von Kurt erwähnte DVD:



    Three Voices - Live In Concert
    Konstantin Wecker, Mercedes Sosa & Joan Baez

    LG

  • Drei Jahre ist es schon her, dass ich hier den Tod der beliebten Sängerin melden mußte.



    Haydée Mercedes Sosa, von ihrem Publikum liebevoll La Negra („die Schwarze“) genannt (* 9. Juli 1935 in San Miguel de Tucumán, Argentinien; † 4. Oktober 2009 in Buenos Aires), war eine Sängerin südamerikanischer Folklore und politischer Protestlieder.

    LG


  • Mich hat die Aufnahme der Misa criolla sehr beeindruckt. Und ich höre sie sehr oft. Meistens in der Weihnachtszeit. Ich hatte sie im ICE von Berlin nach Erlangen gehört auf dem Weg zu einem Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern. Und mich hat die Musik und Mercedes Stimme so sehr berührt, dass ich dann sofort als ich wieder in Berlin war, zu Dussmann gerannt bin, um mir diese CD zu kaufen.


    Und jetzt ist es schon wieder drei Jahre her, dass sie gestorben ist. Als ich damals von ihrem Tod hörte war ich etwas traurig. Keine Chance mehr diese große Sängerin mal live zu erleben.


    Bartolifan