Pultstar mit großer Zukunft: FABIO LUISI

  • Folgendes melden die Agenturen heute aus New York:


    Metropolitan Opera verpflichtet Fabio Luisi als Ersten Gastdirigenten

    Fabio Luisi, der 2012 das Amt des Generalmusikdirektors des Zürcher Opernhauses antreten wird, verstärkt seine Bindungen zur New Yorker Metropolitan Opera, wo er z.Zt. die "Tosca" dirigiert..


    Zitat

    Die Met verpflichtet Luisi für drei Jahre als Ersten Gastdirigenten - nicht zuletzt mit Blick auf die gesundheitlichen Probleme des gegenwärtigen künstlerischen Direktors James Levine.


    Luisi wird zwei bis drei Monate pro Saison in New York verbringen. Er wird neben Levine für das Haus faktisch eine künstlerisch strategische Rolle übernehmen. Laut «New York Times» hatte Met-Direktor Peter Gelb bereits seit mehreren Jahren «ein Auge auf den Dirigenten».


    Auf Luisi als möglichen Nachfolger Levines im Amt des künstlerischen Direktors angesprochen meinte Gelb, der Italiener sei absolut ein geeigneter Kandidat. Allerdings stehe der Posten zur Zeit nicht zur Diskussion. (cf)


    LG


    :hello:


  • Fabio Luisi (* 17. Januar 1959 in Genua, Italien) ist ein italienischer Dirigent. Er begann im Alter von vier Jahren mit einer Klavierausbildung. Am Konservatorium in Genua erhielt er sein Klavierdiplom als Privatschüler von Prof. Memi Schiavina. Im gleichen Jahr lernte er in Orange (Frankreich) den italienischen Pianisten Aldo Ciccolini kennen, der ihn für weitere Klavierstudien nach Paris einlud. Bei ihm vertiefte Luisi u.a. das französische Repertoire.
    Angeblich wurde er von Leyla Gencer angeregt, Dirigent zu werden. Er erlente das Handwerk an der Grazer Musikschule. 1983 erhielt er das Kapellmeisterdiplom mit Auszeichnung und er trat sein erstes Engagement als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Grazer Oper an. Dort erwarb er die Basis für sein heute sehr breit gefächertes Repertoire.


    1987 begann seine internationale Karriere, die ihn als Gast in die wichtigsten Opernhäusern und zu den wichtigsten Sinfonieorchestern brachte, u. a. Staatstheater Stuttgart (ab 1987), Nationaltheater Mannheim (ab 1987 ), hr-Sinfonieorchester in Frankfurt (1988 ), Deutsche Oper Berlin (ab 1988 ), Opéra Bordeaux (1988 ), Rundfunkorchester München (ab 1989), Gewandhausorchester Leipzig (1989).


    2007 wurde er GMD der Sächsischen Staatsoper Dresden und Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, im Februar 2010 beendete Luisi sein Engagement dort vorzeitig.


    LG


    :hello:

  • Nicht vergessen werden sollte Luisis Tätigkeit als Cefdirigent des MDR Sinfonieorchesters in Leipzig (1999–2007).


    In dieser Zeit entstanden einige - wie ich meine - sehr interesssante Aufnahmen bei Label querstand in Zusammenarbeit mit dem MDR.

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Bei Fabio Luisi, den ich übrigens sehr schätze, zeigt sich wieder einmal mehr, das Undank oft der welten Lohn ist ( um nicht schon wieder den Propheten zu bemühen ).
    In Dresden erweckt die Presse nach meinem Verständnis ( ich habe es natürlich nicht, ich meine Verständnis ) den Eindruck, das sich alle freuen, das er nun endlich geht, während er in New York zu recht mit offenen Armen empfangen wird.
    Ich weiß jetzt nicht, ob mich mein Erinnerungsvermögen trügt, aber war Herr Luisi nicht einmal für einen Chefposten vorgesehen gewesen, was daran scheiterte, weil der Kretin von Kulturminister den Namen dieses Dirigenten nicht kannte?

  • Fabio Luisi ist ein Blender.


    Ich habe mich schon immer gewundert, welcher Teufel die Staatskapelle Dresden geritten hat, so einem zweitklassigen Dirigenten den Chefposten anzubieten. Wie damals Bernard Haitink unschön verdrängt worden ist, so geschah es jetzt auch mit Luisi.


    Dennoch besteht ein entscheidender Unterschied zwischen beiden: Haitink ist der letzte große Koloss, während Luisi gern ein Koloss wäre.


    Luisi bedient einen in neuester Zeit von großen Massen gewollten rieu-haften Orchesterklang: laut, auf effekt zielend und undifferenziert.


    Seine mit der Staatskapelle eingespielten Werke haben sich schlecht verkauft.


    Die Staatskapelle kann froh sein, dass er weg ist !



    :hello: LT

  • Lieber Liebestraum,


    ich finde, du gehst mit ihm etwas hart ins Gericht, aber tendenziell gebe ich dir absolut recht. Ich höre in seinen Aufnahmen keine "eigene Stimme". Absoluter Negativhöhepunkt war für mich sein "Rigoletto"-Dirigat. Da hatte man wirklich mal große Sänger und eine ordentliche Inszenierung, nur der Dirigent verhindert einen außergewöhnlichen Abend!


    Auf der anderen Seite muss man sagen, dass Luisi einem Dirigententypus angehört, den der Markt offenbar verlangt: Macht alles, was man verlangt, fällt nie wesentlich negativ auf. Andere Beispiele sind Bertrand de Billy (der das m.E. mit etwas mehr Geschick und Profil macht) und (den finde ich ganz schlimm) Daniel Harding.
    Früher gab es solide Kapellmeister, die an einem Haus arbeiteten und hier und da gastierten. Die kannten "ihr" Repertoire aus dem Effeff. Vor allem hatten sie eins und haben nicht alles dirigiert, was nicht weglaufen kann!
    Anders gefragt: Welcher Dirigent konnte tatsächlich "Rigoletto" und "Alpensinfonie" auf gleichem, hohen Niveau? Geht das überhaupt?

  • Neues Engagement in Dänemark


    Fabio Luisi, Generalmusikdirektor der Züricher Oper und Principal Conductor der Metropolitan Opera New York, übernimmt ab 2017 den Posten des Chefdirigenten des Danish National Symphony Orchestra. Das gab am Montag sein Management bekannt.


    Fabio Luisi unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag beim Danish National Symphony Orchestra, der 2017 beginnen soll.
    Es hieß, er möchte aber auch schon vorher mit dem Orchester auftreten.


    Sein Vorgänger bei den Dänen war Rafael Frühbeck de Burgos, der seinen Posten kurz vor seinem Tod im Juni aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Hoffentlich fällt der begnadete Dirigent bei so vielen internationalen Verpflichtungen demnächst nicht dem Jetlag anheim!
    Ich schätze ihn und seine Leistung umso mehr, je öfter ich ihn schon erleben durfte (Zürich, Verona, MET).


    Als James Levine krankheitsbedingt pausieren musste, sprang Luisi für ihn ein und hat seine Aufgabe als Principal Conductor der MET glänzend bewältigt. Deshalb kann ich LT's harsche Kritik (6) nicht nachvollziehen.

  • Vor allem in einigen älteren Beiträgen zu diesem Thread äußerte man sich ja ziemlich negativ über Luisi. Zu negativ, wie ich meine. Zugegeben - ich kenne nur wenige Aufnahmen von ihm, aber die sind gut! Zum Beispiel diese Franz-Schmidt-CD, die Fabio Luisi mit dem MDR Sinfonieorchester Leipzig für das sendereigene Label aufnahm - der Mann hat Gespür für Schmidts wuchtige Spät(est)romantik.




    Die oben von Harald Kral bereits vor vier Jahren gezeigte GA der Schumann-Sinfonien für das ORFEO-Label mit den Wiener Symphonikern halte ich übrigens für sehr gelungen. Die verdiente mehr der allgemeinen Aufmerksamkeit.


    Grüße
    Garaguly

  • Heute hat Fabio Luisi und haben seine Anhänger jedenfalls Grund sich zu freuen:


    Er feiert seinen 56. Geubrtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ich habe auch eine sehr schöne Aufnahme von der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche, die ich gleich zur Feier des Tages noch einmal auflegen werde:


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).


  • Gerade zu Ende gehört und gesehen, eine wirklich dem Anlass, der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche, mehr als angemessene Aufführung, in der es, vom großartigen Staatsopernchor, über die Staatskapelle, die inspirierten Solisten bis zu dem begeisternden Dirigenten nicht den geringsten Schwachpunkt gab, außer vielleicht dem etwas schwerfälligen Publikum, dem man zurufen möchte: Was wollt ihr denn noch?

    Beethoven: Missa Solemnis D-dur op. 123
    Camilla Nylund, Sopran
    Birgit Remmert, Alt
    Christian Elsner, Tenor
    René Pape, Bass
    Chor der Sächischen Staatsoper Dresden
    Sächsische Staatskapelle Dresden,
    Dirigent: Fabio Luisi
    AD: 4./5. November 2005


    Liebe Grüße


    Willi :thumbsup:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).