Lieblingspianisten - Voting - Edition 2010

  • Im Sommer 2004 schrieb ich in einem der ersten Tamino-Threads (Nr 53 ) folgendes





    Sechs Jahre hat dieser Thread gehalten - und natürlich hat er ein wenig unter seinem Alter gelitten, es gibt Statements von Mitgliedern, an die sich heute keiner mehr erinnert, und auch die eigen Meinung könnte sich geändert haben, neue Stars sind am Pianistenhimmel aufgetaucht, andere sind wiederum verblasst - und sei es auch nur in der eigenen Erinnerung


    Daher habe ich mich entschlossen, diesen Thread neu zu starten - und zwar lediglich für ein Jahr, also 2010. Dann wird er abgeschlossen und durch die Edition 2011 ersetzt.


    Auf diese Weise hat man Gelegenheit frühere Urteile zu revidieren und eine Momentaufnahme des eigenen Geschmacks hier im Forum zu hinterlassen. Und vor allen: Man kann erneut mitmachen. Die Neulinge im Forum jedoch werden nicht durch einen Wust von "Altlasten" verschreckt - und können unbelastet mitmachen...


    Die Regeln haben sich nicht geändert : Sechs Lieblingpianisten in beliebiger Reihenfolge, davon mindestens 2 lebende wären gern gesehen....


    Ich bitte zuerst die Kandidaten oben als Tabelle zu posten, darunter, dann optional allfällige Erläuterungen und Begründungen.


    Dies ist wichtig, da es die Auswertung wesentlich vereinfacht....


    Es ist alles nur Spiel....



    Viel Spaß


    wünscht Alfred

  • Liebe "Mitspieler"


    Hier bereits der erste Zwischenstand.



    Pianist <-> Stimmen
    _______________



    GRIMAUD Helene 2
    GULDA Friedrich 2
    POLLINI Maurizio 2
    ARGERICH 1
    ARRAU Claudio 1
    BACKHAUS Wilhelm 1
    BADURA-SKODA Paul 1
    BRENDEL Alfred 1
    CURZON Clifford 1
    GIESEKING Walter 1
    GOULD Glenn 1
    HENCK Herbert 1
    NEY Ellie 1
    PIRES Maria Joao 1



    Auffallend ist einerseits die geringe Bereitschaft über die Vorzüge der gewählten Interpreten unterhalb der Liste ein paar Zeilen zu schreiben, andrerseits die noch immer "rückwärtsgewandet Auswahl.


    Das soll keine Kritik sein - nur eine Analyse.


    Wer weniger als sechs Künstler nominiert hat, dr kann im Laufe des Jahres sein Votung noch ergänzen- Weitere Korrekturen sind leider nicht möglich - Modifikationen des eigenen Geschmacks sind dann erst wieder im 2011 er Thread möglich


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Lieber Alfred :



    Sechs Pianisten sind zwar sehr wenig , aber angesichts der grossen konstanz bei mir im Laufe vieler Jahre also die Liste ( ohne jeden Anspruch auf absolute Richtigkeit ) :



    ALEXIS WEISSENBERG .


    J S Bach , Schumann , Chopin , Rachmaninov , Scriabin , Brahms


    JOSEF HOFMANN :


    Chopin , Liszt , Beethoven , Rachmaninov


    CLAUDIO ARRAU :


    Brahms , Beethoven , Schumann , Albeniz , Schumann


    EMIL GILELS :


    Beethoven , Liszt , J S Bach , Chopin , Tschaikowsky , Brahms


    VLADIMIR HOROWITZ :


    Liszt , Chopin , Schumann , Scriabin , Rachmaninov ,


    RADU LUPU :


    Schubert , Schumann , Brahms , Beeethoven .



    " Ersatz " : Duchable , Orozco , Malikova , Richter , Friedman ,


    Godowsky , de Larrocha , Annie fischer , Martha Argerich , Rubinstein , Paderewsky , Novaes , Lipatti , Michelangeli , Kempff , Backhaus , Schnabel , Pogorelich ,
    Cherkassky , Francois , Magaloff , Erdmann , Berman ,Youra Guller , Haskil , Nina Milkiina , Maria Grinberg , Maria Yudina und Aldo Ciccoloni ( Brahms , Schumann , Chopin ) .


    Viele Grüsse


    Frank

  • Glenn Gould


    Dubravka Tomsic


    Alexis Weissenberg


    Grigory Sokolov


    die letzten beiden laß ich erstmal noch offen, es gibt über Argerich, Grimaud, Pollini, Gelber u.a. reichlich Kandidaten.


    Zur Begründung:
    Gould braucht eigentlich keine Begründung, er war genial und exzentrisch, ich fand ihn auch in den Interviews immer sehr liebenswert. Seine Interpretation des Wohltemperierten Klaviers ist unübertroffen.


    Von Tomsic habe ich früher viel gehört, ich mag ihren eher nüchternen Stil und ihre sehr exakte Anschlagtechnik.


    Weissenberg ist ein wunderbarer Virtuose (oder besser: war es) mit sehr eigenständiger Spielweise


    von Sokolov habe ich erst seit kurzem zwei CDs (Chopin) und 2 mit der Kunst der Fuge - gewöhnungsbedürftig aber guuuuuuuuut.

  • Da ich mich im alten Thread gerade erst vor knapp 4 Monaten geäußert habe, hat sich bei mir natürlich nicht so wahnsinnig viel geändert:


    1. Platz: Swjatoslaw Richter
    2. Platz: Vladimir Horowitz
    3. Platz: Emil Gilels
    4. Platz: Shura Cherkassky
    5. Platz: William Kapell
    6. Platz: Yefim Bronfman
    (weil ich zumindest einen lebenden Pianisten nennen möchte. An sich gebührt der 6. Patz Rudolf Serkin)

  • Dann will ich doch auch mal meine Stimme abgeben. Meine 6 Lieblingspianisten sind, in alphabetischer Reihenfolge:


    1) Martha Argerich
    2) Alfred Brendel
    3) Glenn Gould
    4) Friedrich Gulda
    5) Julius Katchen
    6) Maurizio Pollini


    Argerich wegen ihrer technischen und musikalischen Souveränität und Vielseitigkeit, sowie ihres Engagements für die Kammermusik und ihres Einsatzes für den "Nachwuchs"


    Brendel wegen Schubert, Liszt und Schönberg (Klavierkonzert!)


    Gould natürlich wegen Bach, aber auch wegen des Engagements für Werke, die andere "Tastenlöwen" verächtlich links liegen lassen, z.B. Strauss oder Sibelius (seine berühmt-berüchtigte Äußerung zu Mozert ist natürlich indiskutabel)


    Gulda natürlich wegen Beethoven


    Katchen wegen seiner überragenden (und bisher nicht übertroffenen) Brahms-Interpretationen


    Pollini natürlich wegen Chopin, aber auch der späten Beethoven-Sonaten sowie seines Engagements für die "Moderne" von Schönberg bis Boulez.


    Viele liebe Tasten-Grüße,
    harry

  • Es hat beinahe schon Tradition, daß ich vergesse mich an den von mir eröffneten Threads zu beteiligen. Diese Tradition will ich brechen.


    Daher hier meine ersten 4 Kandidtaten, 2 weitere lasse ich mir noch offen


    Wilhelm BACKHAUS


    Er war eine meiner ersten Eindrücke in Sachen Beethoven


    Paul BADURA-SKODA


    Maßstäbliche Interpretationen der Wiener Klassik
    Eigentlich nie unter dem Schutze eines Major-Labels war er jedoch lange Zeit der Pianist mit den meisten Aufnahmen....


    Alfred BRENDEL


    Sensibler Feingeist.
    Ob zu Recht oder zu Unrecht.
    Ergilt als DER Interpret der Wiener Klassik.
    Sicher nicht "besser" als Badura-Skoda" wurde er doch von Philips besser vermarktet.


    Markus SCHIRMER


    Seinem Fazioli entlockt er feinste Klangnuancen, aber, wo es angebracht ist, kann er schon auch mall "donnern"
    Leider sind von ihm nur relativ wenige Aufnahmen am Markt, immerhin soll heuer seine dritte CD mit Beethoben-Sonaten erscheinen,,,


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Nachdem bereits viele Namen bedeutender Pianisten genannt wurden möchte ich noch GERHARD OPPITZ hinzufügen.
    Der "stille Meister" hat sich besonders durch seine bedeutenden Gesamteinspielungen aller 32 Beethoven-Sonaten, dem Brahmschen und dem Schubertschem Klavierwerk bleibende Verdienste erworben.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Murray Perahia (Mozart, Bach)
    Marc-André Hamelin (Alkan, Szymanowski, Medner, Chopin)
    Rafal Blechacz (Chopin)
    Angela Hewitt (Bach)
    Arthur Rubinstein (Chopin)
    Mitsuko Uchida (Mozart, Schubert)


    Viele Grüße, Bernd


    P.S.: Wieso wurde eigentlich Lang-Lang noch nicht erwähnt :untertauch:

  • Ich gebe jetzt auch meine zum Besten. Ich habe aber diesmal darauf geachtet, nur lebende zu nennen:


    Nach wie vor auf Platz eins:


    Aldo Ciccolini.


    Warum solte sich daran was ändern? Ciccolini erschließt Repertoire. Ergänzt Bekanntes um bislang nicht gehörtes und bringt vieles zu Gehör, was sonst nicht gespilet würde.


    Abdel Rahman El Bacha.


    Der Mann ist grandios. Er spielt sehr fließend und bewegt mich ungemein mit seinem Chopin.


    Brigitte Engerer:


    Die Seele des Anschlages. Keine CD von ihr, die nicht begeisternd wäre, nichts von ihr, was nicht in den Bann zöge.


    Rafael Blechaz:


    Hat ein exzellente Einspielung der Preludes von Chopin vorgelegt. Wird mal ein ganz Großer. Geht in die Richtung Rubinstein.


    Tzimon Barto:


    Von dem würde ich mir mehr CD's wünschen. Die "Preludes" von Chopin gerne revisited. Und nebenbei noch weitere Auseinadersetzungen wie die mit Rameau.


    Boris Berezowski:


    Sein Beethoven ist schon fabelhaft. KK4 und die Transkription des Violinkonzertes: eine tolle CD


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • @ zatopek: Ich glaube, weil man Lang Lang vor lauter Hype gar nicht als guten Pianisten wahrnimmt und weil sein Repertoire noch eher an der Oberfläche schwimmt. Die CDs mit der chinesischen Musik sind für unseren Musikgeschmack außerdem weniger anziehend und so sind Lang Langs Einspielungen bisher noch nicht umfangreich genug, um ihn zu bewerten.
    Hinzu kommt, dass im Forum eine ganze Reihe Mitglieder den frühen Werkaufnahmen den Vorzug geben, egal ob aus Gründen des Alters, des Interesses oder der Liebe zur LP.
    Eine ganze Reihe hervorragender jüngerer bzw zeitgenössischer Pianisten ist noch gar nicht genannt, obwohl die alle sehr gut bis herausragend sind:
    Kissin, Demidenko, Zimmerman, Andsnes, Kovacevich, Lugansky, Schiff.

  • Merkwürdig: Auch bei mir sind die bereits verstorbenen Pianisten in der Überzahl (liegt das am Alter?):


    Wilhelm Backhaus, Wilhelm Kempf
    mit beiden bin ich sozusagen groß geworden, ihre Beethoven-Einspielungen waren die ersten Platten, die ich hatte und diese Interpretationen habe sich bis heute im Ohr festgesetzt!


    Glenn Gould
    obwohl ich mir lange Zeit Bach-Werke nur auf dem Cembalo vorstellen konnte (und das eigentlich immer noch für "sachgerecht" erachte - wobei mir viele hier im Forum nicht zustimmen werden), war es der "singende" oder besser: "brummende" Gould, der mir Bach mit modernem Flügel nahebrachte.


    Emil Gilels
    seine Brahms-Konzerte (mit den Berliner Philharmonikern unter Jochum) haben mir für die Musik des Norddeutschen die Ohren geöffnet.


    Alfred Brendel
    seine Mozart-Aufnahmen sind für mich immer noch "erste Sahne".


    Idil Biret
    diese türkische Pianistin hat mir Chopin nahe gebracht und ich halte sie, gerade auf diesem Gebiet, für sehr kompetent.

  • Meine Lieblingspianistien/innen:


    Alfred Brendel: Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert, Brahms Klavierkonzerte


    Friedrich Gulda: Beethoven, Mozart, Bach, Gulda


    Mitsuko Uchida: Mozart, Beethoven, Debussy


    Angela Hewitt. Bach, Beethoven


    Ragna Schirmer: Mendelssohn, Händel



    Radu Lupu: Brahms, Beethoven



    Natürlich sind 6 Namen nicht genug. So fehlen noch der eine oder andere Bach von Gould und auch jüngere Namen wie Jonathan Gilad oder Martin Helmchen mag ich sehr - aber wenn ich mich auf 6 Leute beschränken muss, dann sind es wohl die oben genannten.


    :hello:


    Glockenton

  • Dann wage ich es auch einmal:


    1) Yevgeni Sudbin
    Rachmaninov Klavierkonzerte, Liszt sowie Klaviersonaten von Rachmaninov + Scarlatti


    2) Emil Gilels
    Beethoven-Sonaten


    3) Christian Zacharias
    Beethoven + Mozarts Klavierkonzerte

    4) Ragna Schirmer

    vorzüglicher Chopin sowie Haydn!

    5) Gerhard Oppitz
    Beethoven + Schubert-Sonaten


    6) Ronald Brautigam
    Haydn-Sonaten – Beethoven-Konzerte

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Liebe Taminos,


    Obwohl ich seit über 2 Jahre als Gast eifrig bei Euch im Tamino mitgelesen habe, bin ich heute offiziell das erste Mal als Neuling mit einem Beitrag dabei :hello:


    Die 6 Pianisten, welche ich seit geraumer Zeit am meisten schätzte sind:



    • Sviatoslav Richter (hat meine Ohren und mein Gefühlswelt zu Komponisten und Stücken geöffnet, wo ich für lange Zeit keinen Zugang gefunden habe...)
    • Radu Lupu (vor allem wegen seinem lyrischen Schubert und für mich transparenten leuchtenden Brahms! Aber auch, weil ich ihn vor wenigen Monaten das erste Mal live im Konzert mit der alles ergreifenden finalen Schubertsonate D960 erleben durfte)
    • Emil Giles (dank Beethoven, welcher für mich immer noch einer der grossen Benchmarks ist. Leider hat es nicht für alle Sonaten gereicht)
    • Grigory Sokolov (seine wenigen Live Aufnahmen sind für mich ein besonderer Genuss. Mit ihm hatte ich in Basel im Nov 09 bis jetzt mein schönstes Konzert Hörerlebnis als er Schubert D850 "Gasteiner" und die 3. Sonate im f-Moll spielte)
    • Glenn Gould (obwohl er mir vielmals Rätsel aufgibt, haben seine Interpretationen und Klangwelt eine prägende Wirkung auf mich. Seine Kunst à la Gould lässt mich fast nie kalt und ich werde noch Jahre brauchen, um diesen Künstler zu verstehen)
    • Friedrich Gulda (der Künstler, welcher mich als einziger die Mozarts Klaviersonaten wirklich nahe bringt und als Mensch und Querdenker einfach genial ist und war)


    Schönen Abend und Grüsse
    Pianomania

    "Die Welt ward ihm Klavier. In Terzen, Quinten, Oktaven sprang sein Denken, Dur und Moll spannte sein Herz."
    Carl Sternheim

  • Meine sechs Favoriten sind


    1. Sviatoslav Richter,


    2. Artur Rubinstein,


    3. Vladimir Horowitz,


    4. Emil Gilels,


    5. Alfred Brendel,


    6. Wilhelm Kempff;


    Liebe Grüße


    Willi :thumbsup:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).