• Hallo tamino-fans,


    ich darf heute mal den Vorschlag unterbreiten, zu versuchen, die Häufigkeit der Tippfehler in Beiträgen zu reduzieren. Tippfehler sind Rechtschreibfehler bei maschinen(computer) geschriebenen Texten. Vor dem Einstellen könnte vielleicht einmal Korrektur gelesen werden. Auch ich hab es im Schreibmaschinenunterricht in der Schule vor fast 50 Jahren nicht geschafft, 360 Anschläge pro Minute fehlerfrei abzuliefern. Aber, man kann sich ja Zeit nehmen und allzu schwer ist das Deutsch in der Musikbranche (bis auf Fachausdrücke) ja auch nicht. Bei Beiträgen in Medizinfachzeitschriften würde ich mich da auch sehr viel schwerer tun. Ein Versuch, sehr viele Tippfehler zu vermeiden, lohnt sich und hilft dem interessierten Leser. Danke.



    Liebe Grüße, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Lieber Bernward,


    gegen Deinen Vorschlag gibt es kaum Argumente. Nur manche User - wahrscheinlich die jungen Nutzer - sehen das Internet als sehr schnelles, zeitsparendes Medium an. Manche verweigern die Interpunktion oder schreiben grundsätzlich alles klein.
    Sollte dies wieder der bereits diskutierte Generationenkonflikt im Forum sein? Ich will nicht dramatisieren. Mir ist allerdings ein schneller Beitrag lieber, als wenn dieser aus Zeitgründen ganz unterbleibt.
    Ein ausgesprochenes Hindernis und Ärgernis ist das mit alten Augen kaum zu lesende und zu bearbeitende Schriftbild, wenn man die Taste ändern angeklickt hat. Das ist so kompliziert, dass Korrekturwiderstände ausgelöst werden oder die Verbesserung unterbleibt.
    Trotzdem - hoffentlich regt Dein überhaupt nicht schulmeisterlicher Appell zum Nachdenken und zur Verbesserung an.
    Herzlichst
    Operus
    :hello:

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Halo zusammmen!


    Meine Güte, isr doch niht so wichtug, wen man sich mal vetipppt. Hauüptsahe ist doh, das mann es noch lesn kan. Da tun sich wihl wieder so ein par Oberleher pbelst heovor.


    Ich safe nur: Mit zur Löcke!


    Ncah enier Utenrshuucng eeinr armeikhsiancen Uinrevtisät sepilt die Rheeinfgloe der Bcuhsbaten onehihn kiene Rlole, slnaoge der etsre und der ltezte Bcuhsbate am rtihcgien Ptlaz stheen. Was slol aslo die Afurugeng?


    :hello:
    ---------------------------------


    So, nachdem der satirische Spieltrieb zu seinem Recht gekommen ist, möchte ich meinen Vorrednern vollinhaltlich zustimmen: Mancher Beitrag ist tatsächlich an der Lesbarkeitsgrenze.

  • Es war zu vermuten, daß Bernwards guter Vorschlag gleich wieder ins Lächerliche gezogen wird.


    Mir geht es auch auf den Geist, ständig über Tipp- und andere Rechtschreibfehler stolpern zu müssen. Sicher auch ein generationsübergreifendes Thema, wie Operus richtig vermutet.


    Da der Rechtschreibung in der Schule nur noch ein geringer Stellenwert eingeräumt wird, müssen wir uns über die Auswirkungen nicht wundern.


    Wer weiß heute noch, wann das oder daß geschrieben wird? Viele Zeitungsschreiberlinge haben sich auch schon einen Primitiv-Schriftstil angewöhnt. Es wollen ja alle Schichten bedient werden. Basta!


    :angry:

  • Hallo Siegfried,


    danke für Deinen konstruktiven Beitrag.


    Für mich wäre es beim Lesen eine Entlastung, wenn Du "dass" statt des veralteten "daß" schriebest. Schließlich lesen auch Schulkinder die Beiträge dieses Forums, da wäre es doch pädagogisch sinnvoll, alle Texte in aktueller Rechtschreibung zu veröffentlichen.


    :hello: Hey! Wir sind hier in "Feuilleton und Satire"!

  • Ich gehe meistens so vor, dass ich längere Texte nicht direkt ins TAMINO-Feld eintrage, sondern zuvor in einer WORD-Datei 'vorkaue'. Danach schalte ich die automatische Rechtschreibprüfung ein, welche aber auch nicht hundertprozentig funktioniert.


    In älteren Vorlagen und Büchern findet man noch die alte Rechtschreib-Methode. Ich sehe es als großen Schwachsinn an, in der Rechtschreibung eine Reform, sprich Veränderung, durchzuführen und unterstelle böswilliges Interesse der Schulbuch-Druckereien.


    Ausgemerzt gehört allerdings das Sonderzeichen 'ß' und ersetzt durch 'ss' weil eine ausländische Typographie damit nichts anfangen kann. Allerdings alle Sonderzeichen aus allen Sprachen auszusmerzen, würde zur Versimpelung der Sprache führen - das geht auch nicht.


    Fehler, die ich gern mache, fallen in die Groß- und Kleinschreibung, die Getrennt- und Zusammenschreibung und in die Satzzeichenauswahl. Manchmal ist es auch schlichtes NICHTWISSEN oder VERGESSEN, wie ein Wort geschrieben wird. ?(


    Wenn man ein längeres Manuskript wiederholt liest, sieht man zum Schluss keine Fehler mehr! Das nennt man dann Tippfehler. :]


    Neue Fehler entstehen häufig auch beim Korrigieren einer Phrase: Man schaut auf die Tastatur und das System löscht unbemerkt und automatisch, was eigentlich stehen bleiben soll. 8o
    So ist das, wenn man nicht anständig Maschinenschreiben gelernt hat! Nicht jeder ist eine Typse.


    Alle Entschuldigungen helfen und nützen nichts.
    'Der Satz oder das Wort muss richtig geschrieben sein!' :P


    Ich bin in dem Punkt nicht sensibel, wenn man meine Orthographie (Ortografie) korrigieren will? Bitteschön - gern gesehen! Man kann dazu meine Mail-Adresse, die sich im Impressum meiner HP befindet, benutzen.


    DANKE
    :angel:
    Engelbert

  • Ich habe mich mit der neuen Rechtschreibung nie anfreunden können, und das, obwohl ich jüngeren Semesters wäre. Wir haben damals in der Grundschule noch die alte gelernt (ich glaube, als letzter Jahrgang). Ich werd' ihr treu bleiben.

  • Liebe Grossmeister der deutschen Sschrift ! ( Nicht Sprache )



    AcomA = Siamak hat in allen Foren fast alles klein geschrieben .
    Dennoch ist er in Neurochirurgie 1994 habilitiert worden ( in Deutschland übrigens ) .


    Ein " ß " gibt es ausser in der teutonischen Schrift nirgendwo auf dieser Welt . Seit mehreren jahrzehnten schreiben gerade auch die Bildungsschichten statt das eben international üblich dass .


    Wer ein Notebook ( warum eigentlich nicht ' Notibuch' ? ) besitzt , der wird sehr schnel, feststellen , welch enormen Unterschiede da von Land zu Land auf der Tastatur zu finden sind . Man denke nur an das Amerikanische ( ich habe solch ein Nootebook von " hp " ) . Dann die Besonderheiten im Französischen und den weiteren Weltsprachen Spanisch oder Portugiesisch mit den sprachentypischen Normalitäten .


    Wer die wissenschaftliche Literatur aufmerksam durchforstet ( gerade auch die deutsche ) , der wird kaum eine Publikation in deutscher Sprache finden !


    Und zur erinnerung : Der oberste deutsche Europäer Helmut Kohl aus dem Znetrum der deutschen Sprache stammend hat n i e etwas dafür getan, das im Rahmen des EU - Planes Deutsch auch nur wichtig werden sollte .


    Grüsse sowohl an die Fans des " Duden " ( deutsche Version ) , des " Grossen Wahrig " ( bestes Nachschlagewerk ) oder die Freidenker ( die die Starrheit der Sprache schon immer zu sprengen vermochten ) !


    Frank

  • Was jetzt kommt ist fast ohne Ironie. Bernward gibt eine vernünftige Anregung. Ich weise auf den Missstand hin (fast hätte ich wieder mit ß geschrieben), dass dieses kleine verdammt kleine Schriftbild nur schwer zu lesen und kaum zu korrigieren ist. Dazu kommen keine Reaktionen. Wir Taminos gehen gleich ins Grundsätzliche und philosophieren über die Rechtschreibfähigkeit der Nation und die Richtigkeit der neuen und der alten Schreibweise. Bravo, Ihr Tiefdenker!
    Bei musikfachlichen Diskussionen ist dieser Tiefgang eine unserer Stärken. Bei Alltagsproblemen sind konkrete Hinweise oft hilfreicher.
    Herzlichst
    Operus
    ;)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Hallo operus,


    sieh es locker - wir sind hier im Forum "Feuilleton und Satire". Wer weiß, vielleicht war ja Bernwald Vorschlag bereits ironisch/satirisch gemeint, wenn er schon in diesem Forum postet.


    Im Übrigen stimme ich ja dem von mir hochgeschätzten Bernwald vollinhaltlich zu und habe das sowohl im "satirischen" Teil (der letztlich eine ironische Verunglimpfung der in puncto Orthografie nachlässigen Schreiber ist) als auch im nicht-satirischen Teil meines ersten Beitrags deutlich gemacht.


    Vielleicht war ja Siegfrieds Beitrag auch ironisch gemeint. Angesichts von so viel vordergründigem Ernst und der Häufung generalisierender Aussagen ("gleich wieder", "ständig", "wir müssen uns nicht wundern", "es wollen ja alle Schichten bedient werden") spricht m. E. mehr für die Annahme die Ironie als für die Annahme des Gegenteils.


    Zu Frank: Louis Armstrong konnte keine Noten lesen. Nun, wer so genial ist wie er, braucht das auch nicht. Für die, die da nicht ganz heranreichen, ist das Erlernen der Notenschrift der sinnvollere Weg.


    Ähnlich (und doch wieder anders) ist es mit Helmut Kohl ... :hahahaha:


    Aber vielleicht war ja auch Dein Beitrag ironisch gemeint?! Dafür spricht jedenfalls Deine nachlässige Orthografie ... :yes:

  • Liebe Freunde :


    ( so ich denn hier wie in der Partei welche habe ) .


    Also : Meine regierungsverklärungen hat meine laibaigene Segräterin geschribben .


    Wenn meine mündlichen verführungen von niemandem so recht verbbabelt worden sind , dann ist das nicht meine Schuldlosigkeit .
    Ihr habt mich schliesslich 4 fach zu Eurem Bundeskanzler gewählt . Ohne Walmchinen wie in Flodida .


    Dann habbt ihr mich nicht mehr geliebt . Und was ihr davon habbt , das seht ihr jetzt . Selbst Dir Nr. 1 im Staat ist geflohen .


    Daß gab es zu mainer Zeidt jedenfalls nicht . Da härrschte ordnung . und die Landschaften blühten .


    Also daraus schließen wir : ehret Eure meister !


    Euch noch alles Gute !


    Frank


    " Nur wer die Form beherrscht, darf sie verletzen !"


    PS.: Wenigstens Wolfram ( von Eschenbach ) hat mich noch nicht vergessen . Danke Dir , Wolfram !

  • Ich bekenne mich zum andauernden Vertippen.


    Und jetzt kommt das Eigenartige:
    Ich kann am Monitor DREIMAL Korrektur lesen, und überlese die Fehler stets - scheinbar lese ich zu schnell. Ich lese Texte nicht wirklich- ich überfliege sie lediglich.


    Texte formuliere ich korrekturlos in Sekundenschnelle.
    Aber dann kommts. Ich diktire mir den fertigen Text phonetisch - und dann bin ich wie eine Maschine, die sich kaum mehr damit befasst, welchen Sinn denn das Geschriebene hat - so könnte beispiesweise ein "Behtfofen" entstehen.... ;)


    Es genügt aber, wenn ich den Text EINMAL auf Papier gedruckt sehe, dann fallen mir die Fehle sofort auf- Aber dazu reicht die Zeit oft nicht...


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Einige Forenmitglieder beanstanden den Gebrauch des "ß". Ich gebe zu, daß auch ich mich von dieser schulmäßig erlernten Version nicht getrennt habe - als Rentner muß ich das auch nicht mehr. Ich bleibe dabei. Und ich kenne auch aus der Schulzeit den Unterschied zwischen das und daß! Ebenso habe ich keine Schwierigkeiten mit der Interpunktion.

  • Durch einen falschen "Klick" ist mein Beitrag zu früh gesendet worden - deshalb hier noch der Nachtrag:


    Mir erscheint das "ß" zum Lesen besser als das "ss". Zumal es ja genügend Wörter gibt, die durch eine falsche Betonung Lachkrämpfe hervorrufen können. Wenn ich beispielsweise "Füsse" lese, denke ich immer, da fehlt ein "l" - und bei "Missstand" denke ich ans Stottern...


    Ansonsten habe ich das Korrekturlesen noch gelernt und kenne sogar, wenn auch nicht alle, aber doch einige der Korrekturzeichen immer noch. Ich versuche, jeden Beitrag nach Fertigstellung zu korrigieren - nur wenn's mal auf die Zeit "schießt", geht es auch mal daneben.


    Also bitte: Man sehe mir meine althergebrachte Schreibweise nach. Ich moniere auch nicht die neue deutsche Rechtschreibung, gönne "an jedn" seine Vorgehensweise.

  • ...auch unterscheidet man weiterhin, ob Bier in Maßen oder in Massen getrunken wird... ;)

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Auch die Kommasetzung ist wichtig !
    Man schreibt


    ENTWEDER


    Sophia Loren hat den schönsten Mund weit und breit.


    ODER


    Sophia Loren hat den schönsten Mund, weit und breit.


    Die Aussage ist jedesmal eine andere. :P


    :angel:
    Engelbert

  • Schade, dann ist der Gag jetzt weg ... es hatte so schön zum Thread gepasst, dass einmal "Sophia Loren" und einmal "Sopiha Loren" da stand.


    Natürlich sind Kommata wichtig:
    "Den Hof erbt Fritz nicht, aber Karl" - "Den Hof erbt Fritz, nicht aber Karl".


    Wehe, das Komma fehlt. Dann gehts vor Gericht. Weitere Beispiele gibt es natürlich zuhauf. ("Wir empfehlen ihm, nichts zu sagen" - "Wir empfehlen, ihm nichts zu sagen").

  • Hallo forianer,


    wenn ich gewusst hätte, dass Tippfehler soviel Spaß machen, hätte ich den Beitrag viel früher gepostet.


    Hallo Wolfram, die beiden Sätze mit "Fritz" kannte ich noch nicht, sie eignen sich aber sehr gut für den Deutschunterricht.


    Liebe Grüße, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Lieber Bernward,
    liebe Taminos,


    manchmal trifft ein Beitrag, von dem man es kaum vermutet, mitten in die Stimmung der User. Dann löst er so zahlreiche Beiträge mit Ausflügen ins Grundsätzliche und bemerkenswerte Assoziationen aus.
    Weiter so und zur Nachahmung empfohlen!
    Herzlichst
    Operus
    :hello: :jubel:

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Es wird ja keinen wundern, dass ich als Dr. Pingel ein Befürworter eines sorgfältigen Textes bin, und damit unbedingt für gute Rechtschreibung und auch für Zeichensetzung. Die Regel für ß und ss ist übrigens sehr einfach: nach kurzen Vokalen ss, nach langen ß (wobei zusammengesetzte Buchstaben wie ei, au, oi usw. immer als lange gelten).
    Im Englischen gibt es eine schöne Geschichte über fehlende Kommata:
    Ein Pandabär sitzt in einem Lokal. Dann passiert es: nach der Mahlzeit steht er auf, gibt einen Schuss ab und verlässt (ss!) das Lokal.
    Auf Englisch: "The panda bear eats, shoots, and leaves." Richtig muss es natürlich heißen (ei=ß): "The panda bear eats shoots and leaves" (der Pandabär frisst Sprossen und Blätter).

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Ich muss jetzt hier mal auf einen Missstand aufmerksam machen, der mich schon seit längerem aufregt: Der "Deppenapostroph" ist mittlerweile abgelöst durch das sogenannte "Deppenleerzeichen". Dies bezeichnet den Missstand, dass kaum noch jemand in der Lage ist, zwischen Wörtern Bindestriche zu setzen (die fast überall hin gehören). Ich möchte ein paar Beispiele bringen ohne Nennung der Quellen; die jeweiligen Autoren werden eh meinen, dass sie gemeint sind, möchten sich aber bitte nicht beleidigt fühlen:


    - La Boheme Vorstellung
    - Verdi Opern
    - Rienzi Neuproduktion
    - Studio Produktion
    - Osmin Interpreten
    - Anna Bolena Vorstellungen
    - Anna Bolena Wahn
    - Romy Schneider Film


    etc. pp.


    Bei all diesen Beispielen gehört zwischen JEDES Wort ein Bindestrich. Wie so oft handelt es sich bei der Unsitte, dort keinen zu setzen, um einen Anglizismus - in der englischen Zeichensetzung existieren Bindestriche nur unter bestimmten Vorraussetzungen, in der deutschen sind sie zwingend erforderlich.
    Das Deppenleerzeichen greift sowieso überall um sich: So bekommt man zum Beispiel Joghurt angeboten - und unter der Anzeige steht "125 g Becher". Das bedeutet also, dass man 125g kleingeschredderten Pappbecher in einem Gefäß bekommt. Gleiches gilt für Marmelade ("350 g Glas") oder Saft ("2l Packung").
    Eines der lustigsten Deppenleerzeichen, die ich bisher sah, war jenes:



    Die arme Frau...



    Man mag mir jetzt Korinthenkackerei vorwerfen; ich wollte aber einfach mal meinem Ärger Luft machen (der genauso groß ist wie der darüber, dass kaum noch jemand vernünftige Nebensätze mit "weil" bilden kann). Und das Traurige ist, dass wahrscheinlich alle Schreiber der oben genannten Wörter diese früher mit Bindestrich geschrieben haben - und das jetzt nur nicht mehr tun, weil sie denken, die Schreibung ohne Strich wäre richtig. Aber: DAS IST SIE NICHT!



    :hello:

  • Ein kleiner Hinweis dazu: Der sinnhaft gesetzte Bindestrich ist eine Hilfe für Auge und Verstand. Aber überall gehört er auch nicht hin. Die Oper heißt nicht La-Boheme, und die Schauspielerin heißt nicht Romy-Schneider, daher müsste es korrekt (eigentlich) heißen:


    La Boheme-Vorstellung und Romy Schneider-Film.


    Das soll aber noch weniger Korinthenkackerei sein und soll dem Anliegen von Bastian nichts abtragen ...


    Oder stimmt das nicht? Ich lern gern dazu. Wirklich. :yes:


    Freundliche Grüße, Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Ich glaube, es heißt "La bohème", aber "La-bohème-Vorstellung". Oder "Helmut Kohl", aber "Helmut-Kohl-Straße".


    Wenn möglich, vermeide ich solche Begriffsungetüme und schreibe "Eine Vorstellung der 'Bohème'" o. ä.

  • Andrew hat Recht, Basti auch. Es geht beides. Aber das sind Finessen.


    Ansonsten geht mir diese Getrenntschreiberei genauso auf den Geist, und ich glaube ebenso, dass Leute, die nicht gerade professionell mit Sprache umgehen, sich hier einer geschmacklosen Mode anpassen, weil sie zunehmend verunsichert werden.


    Die neue Rechtschreibung - die, wohl gemerkt, mit diesem Phänomen nichts zu schaffen hat - hat einige Erleichterungen gebracht, auch viele jetzt zulässige Doppelformen. Für manch abgeschafftes Unsinnige hat sie neuen Unsinn geschaffen. Aber das nennt man eben lebendige Sprache, selbst wenn wir Deutschlehrer früher vielleicht so gut wie nie einen aktuellen DUDEN benötigt haben und jetzt plötzlich schon.


    Letzten Endes gilt: Alles im Fluss! :P


    :hello: (Wie lange hält sich dieser Hase?) Wolfgang