Wir basteln uns ein Konzertprogramm

  • Liebe Taminoianer,


    in diesem neuen Thread möchte ich Euch fragen, ob Ihr Euch in Gedanken schon mal ein oder gar mehrere eigene Konzertprogramme zurechtphantasiert habt, die Ihr in einem realen Konzert gerne erleben würdet.


    Eine Anregung für dieses Thema gab mir ein schon einige Jahre zurückliegender Wettbewerb, den ein Frankfurter Konzertveranstalter durchgeführt hat, der das Publikum innerhalb dieser Aktion aufforderte, (unter bestimmten Vorgaben) Konzertprogramme zu entwerfen. Die eingesandten Entwürfe wurden von einer Jury auf Ihre Originalität und Realisierbarkeit eigehend geprüft, woraufhin das Programm des Gewinners in einem regulären Abonnementskonzert in der Alten Oper Ffm. tatsächlich zur Aufführung kam. Eine wunderschöne Idee, finde ich.


    Nun meine Frage: Welche Werke würdet Ihr gerne auf ein von Euch selbst zusammengesponnenes Konzertprogramm setzen, sei es, daß es sich um ansonsten selten oder nie gespielte Stücke handelt oder um bestimmte Werkkombinationen innerhalb eines Konzertabends, die Ihr so noch nie gehört habt.
    Gerne könnt Ihr Konzertprogramme für alle möglichen Gattungen entwerfen (Orchester-, Chor-, Kammerkonzert, Melodramen-/ Liederabend oder Oper konzertant).
    Bei dieser Frage geht es mir zwar hauptsächlich um das aufzuführende Repertoire, trotzdem könnt Ihr natürlich auch mögliche Interpreten nennen, die Ihr für gewisse Werke favorisieren würdet.


    Dann mal viel Spaß beim Basteln!
    Johannes

  • Salut,


    schöner Thread. Natürlich würde ich [und tue es auch] überwiegend unbekannte kleine Meisterwerke aufs Programm setzen, denn die bekannten Werke braucht man m. E. nicht mehr unbedingt mehr als notwendig aufführen. Natürlich ist jedesmal auch ein Werk von mir dabei.


    Viel mehr schreibe ich dazu schon gar nicht; mache soetwas ja öfter. Bin aber SEHR gespannt, was sich hier tun wird.


    Liebe Grüße
    Ulli


  • Wenn Du unter Punkt 4 den Cliburn streichst, komme ich auch sofort in Dein Konzert! :)


    Gruß, Cosima

  • Hallo Klassikliebhaber,


    bezüglich der Dauer dachte ich eigentlich an eine heutzutage übliche Konzertlänge von 2 Stunden mit Pause. Aber sicher wäre es auch einmal interessant, dieses Experiment zu machen, 4 Stunden Musikmarathon im Konzert zu erleben.
    Was wäre(n) denn Dein(e) Wunschprogramm(e) mit den 4 Stunden?


    Johannes

  • Zitat

    Original von Cosima


    Wenn Du unter Punkt 4 den Cliburn streichst, komme ich auch sofort in Dein Konzert! :)


    Gruß, Cosima


    Ach Cosima,
    Du solltest doch offen für den Gegensatz sein!
    Wundert mich schon, daß Du sein Spiel so gar nicht magst.....

  • Hallo,


    in früheren Zeiten waren die Live-Klassik-Konzerte länger als heute üblich, wenn man sich die damaligen Konzertprogramme ansieht.
    Sind die Hörer heute nicht mehr so belastbar ? Oder habe die Orchester keine Lust so lange zu spielen ?


    Mir sind die Konzertprogramme heute, die oft nur von 20-22Uhr (mit Pause) dauern einfach zu kurz. Angesichts des Preis- Leistungsverhältnisses sind da heute Wucherpreise fällig, für die man die Werke auf CD bekommt.
    Ich gehe eigendlich gerne ins Konzert, um mal wieder Live - Athmosphäre zu schnuppern, aber die Preispolitik verleidet es einem oft. Von den 80er bis Anfang der 90er Jahre war ich jahrelang im Abo beim Orchester der Beethovenhalle Bonn; heute besuche ich nur noch Einzelkonzerte.


    ;) Zu Hause kann man sich wenigstens sein eigenes 4Stunden Konzertprogramm zusammenstellen und bei der heutigen technischen Qualität der Anlage ist das "eigene Konzert" erste Sahne !

  • Hallo


    Ich stehe selber öfter als Leiter eines Laienstreichorchesters und -Chores vor der Aufgabe ein programm zusammenzustellen. Dieses orientiert sich aber oft leider mehr an der Spielbarkeit als an meinen künstlerischen Vorstellungen.


    Falls ich jemals die Gelegenheit hätte, ein Konzert mit einem echten Orchester zu dirigieren, würde ich folgende Werke aufs Programm setzen:


    Haydn: Symphonie Nr. 48, Maria Theresia
    Bartok: Violinkonzert Nr 2
    Brahms: Haydn-Variationen


    PAUSE


    Schostakowitsch: Klavierkonzert Nr 1
    Beethoven: Symphonie Nr. 2 bzw. 4


    Würde zwar auch den Rahmen eines heutzutage üblichen Konzertprogramms sprengen, allerdings wäre es für mich der absolute Wahnsinn.
    Naja, träumen muss halt ab und zu mal sein


    Gruß, flo

  • Hallo allerseits,


    Dem Wunsch nach ausgedehnteren Konzertabenden, wie sie in den bisherigen Beiträgen geäußert wurden, kann ich mich nur anschließen. Bei dem in meinem Startbeitrag erwähnten Konzerterstellungs-Wettbewerb, bei dem ich damals auch teilgenommen habe, wurde mir in einer späteren Rückmeldung des Veranstalters zu meinen zwölf eingereichten Programmvorschlägen gesagt, daß die meisten davon eine zu lange Dauer hätten und dieses für das Publikum zu langwierig und ermüdend wäre.
    Eine Haltung, die ich als begeisterter Musikliebhaber und häufiger Konzertbesucher nur als absurd bezeichnen konnte.
    Was aber wahrscheinlich noch ausschlaggebender für ein Nichtinbetrachtziehen von bestimmten Werkzusammenstellungen bei Konzertveranstaltern ist: daß sowohl bei einer längeren Konzertdauer als auch bei Programmen mit ausgefallenem Repertoire, sich zwangsläufig auch die Probenzeiten verlängern, die für ein vielbeschäftigtes Konzert- und Opernorchester heutzutage kaum mehr realisierbar sind.



    Hallo pianoflo,


    schöne Konzertzusammenstellung, und vor allem richtig vielseitig! Und, na ja, vielleicht wird Dir Dein Wunsch / Traum doch später mal erfüllt. Wer weiß? ;)


    Schöne Grüße
    Johannes

  • und hier mal ein programm für dauerdepressive und selbstmörder, oder alle, die es werden wollen (habe es tatsächlich mal gehört und bin in rabenschwärzeste stimmung verfallen 8o):
    karl amadeus hartmann: symphonie nr. 4
    schostakowitsch: symphonie nr. 14


    viel spaß dabei :D

  • Lieber Klingsor,


    na, da kann Dir das Publikum ja richtig dankbar sein für Deine Gnade, daß Du ihm zwischen dem Mahler- und dem Vaughan Williams-Block eine Pause gönnst. :D
    Aber im Ernst, dieses Konzert würde ich liebend gerne mal erleben!!! Wäre einfach gigantisch!


    Grüße
    Johannes

  • Wie wäre es denn mit diesen beiden Programmen zum Thema 'Das Meer'?:



    1. Programm:


    Sir Arnold Bax (1883-1953):
    Tintagel - Symphonische Dichtung für Orchester 1917-19 15:00


    Frank Bridge (1879-1941):
    The Sea - Suite für Orchester 1910/11 21:00
    1. Seascape
    2. Sea-Foam
    3. Moonlight
    4. Storm


    - Pause -


    Ralph Vaughan Williams (1872-1958 ):
    Symphonie Nr. 1 "A Sea Symphony" für Sopran, Bariton, gemischten Chor, Orgel und Orchester 1903-09 1:10:00
    (Text: Walt Whitman)
    1. A Song for All Seas, All Ships - Andante maestoso
    2. On the Beach at Night, Alone - Largo sostenuto
    3. Scherzo: The Waves - Allegro brillante
    4. The Explorers - Grave e molto adagio



    2. Programm:


    Benjamin Britten (1913-1976):
    Four Sea Interludes - Suite für Orch., opus 33 a 1945 16:00
    1. Dawn
    2. Sunday Morning
    3. Moonlight
    4. Storm


    Alexander Glasunow (1865-1936):
    Morye (Das Meer) - Fantasie E-dur für Orchester, opus 28 1889 16:00


    Ernest Chausson (1855-1899):
    Poème de l' Amour et de la Mer für Singstimme und Orchester, opus 19 1882-90 28:00
    (Text: Maurice Bouchor)
    1. La Fleur des Eaux
    2. Interlude (Orchester)
    3. La Mort de l' Amour


    - Pause -


    Sir Granville Bantock (1868-1946):
    Hebridean Symphony für Orchester 1913 35:00




    Werke, in denen man sich hemmungslos treiben lassen :], aber vielleicht sogar auch ertrinken kann in den gewaltigen Fluten. :rolleyes:


    Johannes



  • der kleine Unterschied zwischen 4 Stunden Hören und 4 Stunden Musizieren möge Berücksichtigung finden!
    die auftretenden Konzentrationsmängel und Fehlleistungen würden solche Monsterkonzerte wohl kaum bereichern...(Vom adäquaten Honorar ganz zu schweigen - weiß nicht, ob die 3 Stunden Regelung im Opernbetrieb allgemein üblich ist - ein Orchesterdienst wird mit 3 Stunden limitiert - alles, was darüber hinausgeht, muß als zweiter Dienst berechnet werden...) - von wegen Lust, länger zu spielen X(
    Orchestermusik ist ein teures Vergnügen - wenn man z.B: liest, wie der junge Richard Strauß mit seinem Hofopernorchester (oje, war das Meiningen??) geprobt hat - damals waren Musiker noch Sklaven


    Heutzutage wird generell zu wenig geprobt - vielleicht sind daher die interpretatorischen Unterschiede so wenig ausgeprägt...und die Dirigenten müssen zu "Radikalinterpretationen" greifen, um noch wahrgenommen zu werden.


    Busoni soll sein Publikum mit überlangen Konzerten gequält haben...
    Wagner Opern sind auch nur IMo durch die Handlung bzw. die Erfrischungen in den Pausen erträglich...


    Bin absolut dagegen, halte auch euer Durchhaltevermögen für überzogen. Wie soll man denn nach 3 Stunden noch die Eindrücke verschiedenster Kompositionen verarbeiten können?


    Bitte um sorgfältige Unterscheidung zwischem meditativem Geniessen und aktivem Zuhören!


    was mich betrifft, für mich ist Hören Arbeit, daher bin ich meistens froh, wenn ein Konzert nicht zu lang dauert, Zugaben hasse ich - wann darf ich endlich gehen? :evil:


    Ich will niemandem unterstellen, sich - auf hohem Niveau- nur berieseln zu lassen!


    Hingegen kann ich mir vorstellen, Barockopern "authentisch" aufzuführen - als "Happening" kombiniert mit Gastronomie und gesellschaftlicher (Society) Bedeutung.



    Euer überforderter tastenwolf



    zum Thema Preispolitik möchte ich mich nicht äußern müssen...

    Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
    (frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

  • Lieber Johamnnes ,
    eigentlich gehören Frank Bridge und Benjamin Britten sehr eng zusammen .
    Daher wäre es sinnvoll diese beiden von Dir genannten Werke und eventuell Brittens opus 10 in einem Programm zusammenzufessen .
    Viele Grüsse
    Frank

  • Lieber Johannes ,
    das habe ich ( auch mit Freunden ) schon häufiger getan .
    Wir müssen uns nur im klaren sein , ob es sich um Soloabende handelt oder nur Symphonien oder ein Konzert mit einem z.B. Klavier- oder Violinkonzert .
    Bei letterem finde ich , dass der Solist eigentlich den Schluss des Konzertes bestreiten sollte .
    M e i n e Konzert e nach Werken :
    S o l o Klavier
    Schumann : C-Dur-Fantasie , op. 17 ( Werke 1 - 4 gespielt von
    Liszt : h-Moll-Sonate Alexis Weissenberg )


    Chopin . b-Moll-Sonate
    Rachmaninov : d-Moll-Sonate


    Beethoven : Waldstein-Sonate
    Beethoven : Appassionata
    Beethoven : Sonate opus 110 und als Zugabe
    Beethoven : Lebewohl-Sonate , op. 81 a
    ( Werke 5 - 8 gespielt von
    Emil Gilels )


    V i o l i n - Konzerte :
    Tschaikowsky : Christian Ferras ; Karajan
    Mendelssohn : e-Moll-K. : Szeryng / Dorati


    K l a v i e r - Konzerte :
    Tschaikowsky : b-Moll-K.: Argerich / Kondrashin
    Rachmaninov : d-Moll-Konzert : Weissenberg / Ozawa


    G e i g e Solo :
    2 Abden
    J S Bach
    Sonaten und Partiten
    Sonaten : Nathan Milstein
    Partiten : H. Szeryng


    Beste Grüsse
    Frank
    PS.: In Wirklichkeit - wäre ich ein adäquater Pianist - würde ich sehr gerne ein reines Scriabin-Recital spielen ! F.

  • Hallo


    Dann will ich auch mal ein Lieblings-"Konzertprogramm" beisteuern:


    erster Programmpunkt:


    Gustav Mahler: Die Neunte Sinfonie.


    Ende der Veranstaltung.


    Die Gemeinde zieht anschliessend in eine gemütliche Lokalität.


    Geeignete Interpreten: das LSO unter MTT


    :D :D :D

  • Hallo,


    lieber Klingsor,


    den borzynski kenn' ich leider noch nicht. Kannst Du mir aber gerne bei unserem nächsten Musiktreffen vorstellen - vielleicht sogar persönlich?



    lieber Frank Georg,


    vielen Dank für den guten Hinweis zu Bridge und Britten! Brittens 'Variations on a Theme of Frank Bridge' habe ich noch nicht kennengelernt, werde dies aber bei nächster Gelegenheit nachholen.



    liebe Taminoianer,


    mittlerweile habe ich noch ein paar schöne Zusammenstellungen mit selten oder nie gespielten Werken fabriziert, die ich soooo gerne mal im Konzert erleben würde:



    Ralph Vaughan Williams (1872-1958):
    The Lark Ascending - Eine Romanze für Violine und Orchester 1914 15:00


    Sergej Prokofiew (1891-1953):
    Violinkonzert Nr. 1 D-dur, opus 19 1916/17 22:00
    1. Andantino
    2. Scherzo: Vivacissimo
    3. Moderato


    - Pause -


    Rued Langgaard (1893-1952):
    Symphonie Nr. 1 für Orchester "Klippepastoraler" ("Klippenpastorale") 1908/09, rev. 1909-11 1:07:00
    1. Brandung und Sonnenschimmer. Maestoso
    2. Gebirgsblumen. Lento
    3. Legende. Lento misterioso
    4. Bergbesteigung. Marcato - Andante e con espressione - Tempo I
    5. Lebensmut. Maestoso allargando



    Alternative: (falls kein Geiger zur Verfügung steht)



    Paul Dukas (1865-1935):
    L' Apprenti Sorcier (Der Zauberlehrling) - Symphonisches Scherzo für Orchester 1897 11:00


    Peter Tschaikowsky (1840-1893):
    Francesca da Rimini - Symphonische Fantasie e-moll für Orchester, opus 32 1876 23:00


    - Pause -


    Rued Langgaard (1893-1952):
    Symphonie Nr. 1 für Orchester "Klippepastoraler" ("Klippenpastorale") 1908/09, rev. 1909-11 1:07:00
    1. Brandung und Sonnenschimmer. Maestoso
    2. Gebirgsblumen. Lento
    3. Legende. Lento misterioso
    4. Bergbesteigung. Marcato - Andante e con espressione - Tempo I
    5. Lebensmut. Maestoso allargando


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    Und hier ein Ballett-Konzertprogramm:


    Sergej Prokofiew (1891-1953):
    Skythische Suite für Orchester, opus 20 1915 21:00 (Arr. aus: Ala und Lolly - Ballett, opus 20 1914/15)
    1. L' Adoration de Vélèss et de Ala - Allegro feroce
    2. Le Dieu Ennemi et la Danse des Esprits Noirs - Allegro sostenuto
    3. La Nuit - Andantino
    4. Le Départ Glorieux de Lolly et le Cortège du Soleil - Tempestoso - Allegro - Andante sostenuto


    Ottorino Respighi (1879-1936):
    Belkis, Regina di Saba (Belkis, Königin von Saba) - Suite in 4 Sätzen für Orchester 1934 22:00
    (aus gleichnamigem Ballett 1930/31)
    1. Il Sogno di Salomone (Der Traum von Salomon)
    2. Danza Guerresca (Kriegstanz)
    3. La Danza di Belkis all' Aurora (Tanz von Belkis zur Morgendämmerung)
    4. Danza Orgiastica (Orgiastischer Tanz)


    - Pause -


    Sir Arthur Bliss (1891-1975):
    Adam Zero - Ballett in 1 Bild für Orchester, opus 67 1946 42:00
    1. Fanfare Overture
    2. The Stage
    3. Birth of Adam
    4. Adam' s Fates
    5. Dance of Spring
    6. Love Dance (Awakening of Love)
    7. Bridal Ceremony
    8. Adam Achieves Power
    9. Re-entry of Adam' s Fates
    10. Dance of Summer
    11. Approach of Autumn
    12. Night Club Scene
    13. Destruction of Adam' s World
    14. Approach of Winter
    15. Dance with Death
    16. Finale: The Stage Is Set Again
    17. Fanfare Coda


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    Germaine Tailleferre (1892-1983):
    Ballade für Klavier und Orchester 1920 15:00


    Karol Szymanowski (1882-1937):
    Symphonie Nr. 4 "Symphonie Concertante" für Klavier und Orchester, opus 60 1932 24:00
    1. Moderato - tempo comodo
    2. Andante molto sostenuto
    3. Allegro non troppo, ma agitato ed ansioso


    - Pause -


    Dmitri Schostakowitsch (1906-1975):
    Symphonie Nr. 11 g-moll "1905 God" ("Das Jahr 1905") für Orchester, opus 103 1957 1:00:00
    1. Platz vor dem Palast - Adagio
    2. 9. Januar - Allegro
    3. Ewiges Gedenken - Adagio
    4. Sturmgeläut - Allegro non troppo


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    Und hier ein Komponisten-Portrait-Konzert:


    Lili Boulanger (1893-1918):


    Psaume 24 für gemischten Chor, Blechbläser, Orgel, Harfe und Pauken 1916 3:30


    Psaume 129 für Bariton, Männerchor und Orchester 1916 6:00


    Vieille Prière Bouddhique für Tenor, gemischten Chor und Orchester 1917 7:00


    Faust et Hélène - Kantate für Sopran, Tenor, Baß und Orchester 1913 30:00 (Text: Eugène Adénis)


    - Pause -


    D' un Matin de Printemps für Orchester 1917 5:00


    D' un Soir Triste für Orchester 1918 10:00


    Psaume 130: 'Du Fond de l' Abime' für Alt, Tenor, gemischten Chor, Orgel und Orchester 1914-17 24:00


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    Erich Wolfgang Korngold (1897-1957):
    Sursum Corda - Symphonische Ouvertüre für Orchester, opus 13 1919 20:00
    Stürmendes, aber kraftvoll gestrafftes Hauptzeitmaß


    Franz Schreker (1878-1934):
    Vorspiel zu einem Drama für Orchester 1914 18:00 (Erweiterte Konzertfassung des Vorspiels aus: Die Gezeichneten - Oper 1913-15)


    Rudi Stephan (1887-1915):
    Musik für Orchester 1912 17:00


    - Pause -


    Alexander von Zemlinsky (1871-1942):
    Lyrische Symphonie in 7 Gesängen für Sopran, Bariton und Orchester, opus 18 1922 45:00 (Text nach: Rabindranath Tagore)
    1. Langsam - mit ernst-leidenschaftlichem Ausdruck. - 'Ich bin friedlos, ich bin durstig nach fernen Dingen'
    2. Lebhaft. - 'Mutter, der junge Prinz muß an unserer Türe vorbeikommen'
    3. Sehr ruhig und mit innigem, ernstem Ausdruck - Adagio. - 'Du bist die Abendwolke, die am Himmel meiner Träume hinzieht'
    4. Langsam - schwebend, sehr ruhig. - 'Sprich zu mir Geliebter! Sag mir mit Worten, was du sangest'
    5. Feurig und kraftvoll. - 'Befrei mich von den Banden deiner Süße, Lieb!'
    6. Sehr mäßige Viertel - Andante. - 'Vollende denn das letzte Lied und laß uns auseinandergehn'
    7. Molto Adagio. - 'Friede, mein Herz, laß die Zeit für das Scheiden süß sein'



    Herzliche Grüße
    Johannes

  • Lieber Johannes ,
    besten Dank für den längst fälligen Hinweis auf L. Boulanger . Ergänzen möchte ich noch ihre Interpretation von Faurés Requiem .
    Da Du Dich offensichtlich mit britischer Musik / britischen Komponisten gut auskennst : Es wird in Bälde eine 10-CD-Box mit Benjamin Britten als Dirigent erscheinen ( Universal-Group ) . Die Gefahr ist natürlich , dass man dann wahrscheinlich vieles doppelt hat .Frank Bridge hat tatsächlich eine gewisse Seelenverwandtschaft zu Britten . Es ist spannend zu lesen .
    Viele Grüsse
    Frank

  • W.A. Mozart: Eine kleine Nachtmusik
    L.v.Beethoven: Sinfonie Nr. 5
    Dirigent: Karl Böhm
    Orchester: Wiener Philharmoniker


    Dürfte daran liegen, daß ich dieses Konzert so hundred years ago hörte.

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • Lieber Frank,


    bei dem Boulanger-Portrait-Konzert meinte ich die leider so früh verstorbene französische Komponistin Lili Boulanger (1893-1918).
    Die berühmte Musikpädagogin, Komponistin und Dirigentin, auf die Du mit der Einspielung des Fauré-Requiems hingewiesen hast, ist jedoch ihre Schwester Nadia Boulanger (1887-1979). Aber trotzdem vielen Dank für die Empfehlung, auch in bezug auf die Britten-Edition!


    Schöne Grüße
    Johannes

  • Hallo, ein Beispiel, aus der Praxis:


    Vor kurzem gebastelt, ein Konzert mit dem Streichorchester Veitshöchheim:


    Placidus von Camerloher: Sinfonie C-Dur
    Alessandro Marcello: Oboenkonzert d-moll
    Franz Xaver Richter: Sinfonie G-Dur
    Mikhail Glinka: Drei Arrangements aus Russland und Ludmilla
    Antonio Vivaldi: Cellokonzert a-moll


    Letztes Wochenende mit Erfolg aufgeführt das ganze


    Fürs nächste Konzert stehen unter anderem an:


    Telemann: Don Quichote-Suite
    Mendelssohn: Streichersinfonie Nr. 6 Es-dur


    Gute Nacht, flo

  • Zwischen März und Juli mit einem Laienorchester in 13 Kirchen in Westsachsen gegeben:



    Introitus:
    Heinrich Ignaz Franz Biber "A Due" Nr. 1 für zwei Trompeten


    Hauptwerk:
    W. A. Mozart Serenade D-Dur ("Antretter") KV 185


    Schmankerl:
    J. Haydn Parthia D-Dur für sechs Bläser und Kontrabass


    Publikumsrenner:
    G. F. Händel Suite Nr. 2 aus der "Wassermusik"


    Programmdauer: 80 Minuten (ohne Pause)


    Viele Grüße,
    Normann

  • Die gesamten Chôros von Heitor Villa-Lobos an einem Abend aufgeführt wäre auch einmal schön. Könnte man auch mit den Bachianas Brasileiras machen.


    Ansonsten... in puncto Programmgestaltung habe ich bislang immer mehr mit Opern fantasiert, wobei ich von wunderbaren Saisonen, die aber wahrscheinlich ein sehr kleines Publikum anlocken würden, mittlerweile zum Versuch einer halbwegs realisierbaren Saison übergegangen bin. Da wären die Premieren:


    R. Strauss: Capriccio (aufgrund des Sujets großartig als Auftakt geeignet!)
    G. Verdi: Othello
    S. Paliaschwili: Abessalom und Eteri
    W. A. Mozart: La nozze di Figaro
    M. de Falla: La vida breve / M. Ravel: L'heure espagnole
    L. Janácek: Jenufa
    B. Britten: The turn of the screw
    J. Massenet: Thais

  • Salut,


    unser letztes Konzert [ein absolutes Wunschprogramm...] mit lauter musikalischen Köstlichkeiten aus dem Hause "Mozartwirt":



    Wolfgang Amadé Mozart [1756-1791]
    Divertimento F-Dur KV 138


    * * *


    „Mozarttaler“
    Mozzarella umhüllt mit Räucherlachs
    im Corneflakesmantel auf Ruccola


    * * *


    Franz Joseph Haydn [1732-1809]
    Streichquartett C-Dur op. 9 Nr. 1


    * * *


    Salat „Haydn“
    Auberginenröllchen gefüllt mit Streifen
    von der Rinderlende und buntem Gemüse
    auf feinem Friseesalat


    * * *


    Juan Crisóstomo de Arriaga [1806-1826]
    Steichquartett d-moll


    * * *


    Muschelcremesüppchen „Arriaga“


    * * *


    Rico Blesetti [1774-?]
    Streichquartett e-moll


    * * *


    Frikadelle vom Fjord - Lachs „Trazom“
    an Safransauce auf Blattspinat


    * * *


    Wolfgang Amadé Mozart [1756-1791]
    Streichquartett D-Dur KV 575


    * * *


    Kalbslende „Wolferl`s Geburtstag“
    mit Avocadoragout und Kräuterkartoffeln


    * * *


    Wolfgang Amadé Mozart [1756-1791]
    Streichquartett C-Dur KV 465


    * * *


    Eisstollen „Osmin“
    an Ananasgrütze



    Schade, dass es nur bis 1/2 2 Uhr in der Frühe ging...


    bien cordialement
    Ulli