Luisa Miller - welche Aufnahme?

  • Hallo zusammen,
    da ich bald zum ersten Mal Luisa Miller live sehen werde, möchte ich mir vorher noch eine CD zulegen.
    Daher meine Frage an euch: Welche Aufnahme könnt ihr empfehlen? Ich mache mal die Einschränkung, dass ich keine Aufnahme möchte, die vor 1960 produziert wurde.








    Ich habe mal hier ein paar auf den ersten Blick interessante Aufnahmen eingefügt. Vielleicht sagt ja jemand sofort, die ein oder andere sei ideal. Ganz besonders interessant hört sich die vorletzte an (aus der Met mit Scotto und Domingo). Kennt jemand die?

  • Die weitaus beste Aufnahme ist meiner Meinung nach diese: Anna Moffo, Carlo Bergonzi, Cornell MacNeil, Shirley Verrett, Gorgio Tozzi,


    Dirigent Fausto Cleva.


    Anna Moffo, Carlo Bergonzi und alle anderen Mitwirkenden sind wohl kaum zu übertreffen.


    Leider ist die Aufnahme zur Zeit gar nicht, oder nur sehr teuer zu bekommen.


    :hello: Herbert

  • Lieber WotanCB,


    leider kenne ich die Aufnahme mit Scotto/Domingo nicht und kann Dir dazu nichts sagen. Ansonsten kenne ich die Domingo/Ricciarelli - Aufnahme und die Domingo/Milo -Aufnahme. Im direkten Vergleich gefiel mir damals immer die erstgenannte Aufnahme besser.


    :hello:


    Jolanthe

  • Die weitaus beste Aufnahme ist meiner Meinung nach diese: Anna Moffo, Carlo Bergonzi, Cornell MacNeil, Shirley Verrett, Gorgio Tozzi,


    Dirigent Fausto Cleva.


    Anna Moffo, Carlo Bergonzi und alle anderen Mitwirkenden sind wohl kaum zu übertreffen.


    Da kann ich nur beipflichten! Diese Qualität der Besetzung ist in keiner anderen Aufnahme je erreicht worde. Leider ist allerdings Cleva nicht gerade ein inspirierter Verdi-Dirigent. Aber das machen die Sänger doch mehr als wett!


    Ich glaube, dass die Aufnahme gegenwärtig auch sehr günstig gehandelt wird!


  • Da kann ich nur beipflichten! Diese Qualität der Besetzung ist in keiner anderen Aufnahme je erreicht worde. Leider ist allerdings Cleva nicht gerade ein inspirierter Verdi-Dirigent. Aber das machen die Sänger doch mehr als wett!

    Auch ich würde uneingeschränkt nur diese Aufnahme empfehlen.


    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano


  • Nach drei Empfehlungen habe ich schon mal anchgeschaut und die Aufnahme nur bei Amazon gefunden. Da kostet sie 30,00 Euro, das ist mir ehrlich gesagt zu viel....
    Ich schau mich mal weiter um. Vielen Dank - auch weiterhin - für eure Empfehlungen! Bitte mehr davon

  • Guten Abend!


    Hier werde ich mich sehr schwer tun. Von "Luisa Miller" habe ich mindestens sechs hervorragende Aufnahmen. Die unter Fausto Cleva mit Moffo und Bergonzi ist wirklich Spitze! Aber alternativ würde ich die Aufnahme, die ich zuletzt hörte, als gleichwertig bezeichnen. Es ist die unter Lorin Maazel mit Katia Ricciarelli, Placido Domingo, Elena Obraztsova, Renato Bruson und Gwynne Howell. Da gibt es für mich auch keinen schwachen Punkt. Vor Allem die Aufnahmequalität der DG ist excellent!



    Gruß Wolfgang

  • Hier werde ich mich sehr schwer tun. Von "Luisa Miller" habe ich mindestens sechs hervorragende Aufnahmen. Die unter Fausto Cleva mit Moffo und Bergonzi ist wirklich Spitze! Aber alternativ würde ich die Aufnahme, die ich zuletzt hörte, als gleichwertig bezeichnen. Es ist die unter Lorin Maazel mit Katia Ricciarelli, Placido Domingo, Elena Obraztsova, Renato Bruson und Gwynne Howell. Da gibt es für mich auch keinen schwachen Punkt. Vor Allem die Aufnahmequalität der DG ist excellent!




    Die Aufnahme find ich durchaus akzeptabel. Maazel gibt den lyrischen Passagen allerdings leider zu wenig Raum. Das fängt zumindest Bruson teilweise auf. Er singt wunderbar und seine Gestaltung ist erschütternd - wenn ich auch McNeill noch eindrucksvoller finde. Freunde von Domingo werden ihn mögen. Er ist in guter Verfassung. Ich finde ihn hier eher auch angebracht als in manch anderen Gesamtaufnahmen, kann mich aber grundsätzlich mit seiner Art, jeder Figur das gleiche Profil zu geben, nicht recht anfreunden. Da ist Bergonzi einfach differnzierter und darum auch aufregender! Die Stimme der Ricciarelli zeigt leider doch schon einige Gebrauchsspuren und in den Koloraturen fehlen ihre Lockerheit und - was die Luisa schon braucht - Reinheit. Ein wirklicher Schwachpunkt ist aus meiner Sicht allerdings die Obraszowa. Tut mir leid, aber das, was sie beisteuert, geht gar nicht.


    Ach ja, dann wird ja auch noch auf die Aufnahme unter Maag mit Caballé und Pavarotti hingewiesen. Das ist auch meiner Meinung nach eine gute Aufnahme. Alle Protagonisten sind in bester Verfassung und singen engagiert. Und doch kommt ´diese Einspielung meiner Meinung nach nicht in Betracht, wenn man sich erst mal nur eine Aufnahme des Werkes zulegen will. Ich finde, dass die Caballé für die Luisa nicht genügend jugendlich und unschuldig-naiv klingt. Anders ausgedrückt: sie klingt mir in der Partie zu reif und erfahren. Das ist für die Glaubhaftigkeit der Geschichte schon ein Handicap! Ein größeres Handicap ist allerdings meiner Meinung nach Milnes, dem ich manchens abnehme aber bestimmt keinen Vater Miller. Da fehlt mir die Wärme! Da vermisse ich Anteilnahme, Mitgefühl und Mitleid. Keine Frage: die gesangliche Leistung ist OK, und Milnes singt auch engagiert. Aber McNeill oder Bruson sind in der Partie einfach passender und erschütternder!


    Also mein Rat: lieber nach der Moffo/Bergonzi/McNeill-Aufnahme fahnden!

  • Unter den offiziellen Aufnahmen, vielleicht die mit Moffo, Bergonzi & Co. Ansosten würde ich die Live-Aufnahmen mit der Caballe raten, besonders den mit Tucker und Schippers (1968 )


    Vor 1960 hast du, lieber Wotan, auch nicht viel Auswahl. Es gibt, meines Wissens, nur eine Aufnahme aus dem Jahre 1951 mit Lauri-Volpi. :)

  • Die Luisa Miller gehört nicht gerade zu den von mir gesammelten Opern. Zwar habe ich die Aufnahmen unter Mario Rossi und unter Lorin Maazel, aber sonst nur noch eine alte deutschsprachige Aufnahme:



    Giuseppe Verdi (1813-1901)
    Luisa Miller (in dt. Spr.)


    Aufnahme: 1944, Studio
    Dirigent: Karl Elmendorff
    Staatskapelle Dresden
    Chor der Dresdener Staatsoper
    deutsche Fassung: Georg Göhler


    Federica: Helena Rott
    Il Conte di Walter: Kurt Böhme
    Laura: Elfriede Trötschel
    Luisa Miller: Maria Cebotari
    Miller: Josef Herrmann
    Rodolfo: Hans Hopf
    Wurm: Georg Hann


    LG


    :hello:

  • Hallo, Harald1


    Diese Aufnahme habe ich auch und finde sie sehr empfehlenswert. Bei der Tonqualität muß man natürlich Abstriche machen. Aber dafür entschädigen einen die Interpreten, von denen Georg Hann als finsterer WURM überragt. Meine z.Zt. häufigst gespielte "Luisa Miller" ist die von der DG unter Maazel.



    Gruß Wolfgang

  • Oh, die Aufnahme aus Dresden 1944 kannte ich gar nicht! Danke für den Hinweis!
    Von der Cebotari darf man schon einiges erwarten.

    Keine schlechte Aufnahme, Cebotari blühend und intensiv, wie fast immer, aber nicht gerade sehr idiomatisch. Und Hopf - strahlende Höhe, aber - naja, hör selbst.