Pilar Lorengar - Eine Stimme die verzaubert

  • Pilar Lorengar, (d.i.P. Lorenza Garcia), span. Sopran; geb. 16.1.1928 in Saragossa, gest. 2.6.1996 in Berlin. Begann 1949 als Zarzuela-Sängerin und debutierte 1955 als Cherubino in Aix-en-Provence. Carl Ebert engagierte sie ab dem folgenden Jahr für Glydebourne und verpflichtete sie ab 1958 auch nach Berlin, wo sie selbst an der Dt. Oper ein vielseitiges Repertoire von Mozarts Gräfin Almaviva, Fiordilige, über die großen italienischen Partien bis zu Agathe, Elsa, Eva gesungen hat, zuletzt 1987 Valentine in LES HUGUENOTS. Bei den Salzburger Festspielen war sie 1961 die Illia, am Govent Garden debutierte sie 1963 als Donna Elvira (1955 hatte sie dort schon die Violetta in engl. Sprache gesungen), und an der MET trat sie 1966 als Donna Anna auf; gastierte daneben häufig an der Wiener Staatsoper (Suor Angelica, Alice Ford).


    Von dieser herrlichen Stimme besitze ich einige Aufnahmen. Beeindruckend für mich ist sie u. A. als Mignon, Violetta und als Marie (mit Fritz Wunderlich) in der VERKAUFTEN BRAUT.

  • Hallo Wolfgang,


    meine erste Platte von ihr war die "Bohème" mit Sándor Kónya v. 1961. Die von Harald in der Rubrik "Die tägliche Gedenkminute" eingestellte Doppel-CD besitze ich auch. Sie bringt ihre wunderschöne Stimme voll zur Geltung.



    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Hallo Jolanthe,


    sind das nicht Liveaufnahmen? Ich muss mal stöbern, habe die - glaube ich - als Schallplatte.


    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Diese Recital-Platte gab es seinerzeit auf Vinyl und ist auch als CD erschienen:



    Anspieltipp: "Glück, das mir verblieb" aus "Die tote Stadt" (Korngold).


    LG


    :hello:

  • Verzaubert bis heute, sie wirkt bei 20 verschiedenen Aufnahmen mit, die im Regal stehen, darunter:
    Traviata, Don Giovanni, La Boheme, Schön ist die Welt und Lehar Gala mit Krenn und Holm, Betthoven 9. Sinfonie (Solti), Zauberflöte, Verkaufte Braut, Krönungs/Spatzenmesse, Butterfley, Hoffmanns Erzählungen, Orpheus und Eurydike, Mignon u.a.


    Eine Stimme, die man nicht vergisst.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Sie gehörte zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin, wo ich sie sehr oft gehört habe!
    Ein treues Ensemblemitglied stand sie wohl auch im Schatten von Elisabeth Grümmer.
    Direktor Seefehlner holte sie dann auch an die Wiener Staatsoper
    Pilar Lorengar war ein wunderbarer Mensch ohne Starallüren und war mit einem Berliner Zahnarzt verheiratet und eine Büste von dieser wirklich
    großartigen Sängerin steht im 1.Rang Foyer der Deutschen Oper Berlin !


    :) :) :)

  • Ich habe vor Kurzem wieder Pilar Lorengar als Mignon gehört. Selten höre ich eine schönere Stimme in ihren Partien. Leider besitze ich noch kein Portrait mit Arien von ihr. Vor dem Kauf bin ich hin- und hergerissen zwischen der von Harald eigestellten CD und dieser:


  • Diese Doppel-CD kann ich auch nur dringend empfehlen. Bei Amazon-Marketplace für ca. € 20,00 erhältlich:


    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Ihre Butterfly ist ein Gedicht. So innig, so gefühlvoll, so stark war selbst Mirella Freni in dieser Rolle nicht! Eine der ganz Großen!


    La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Lieber La Roche!


    Du sagst

    Ihre Butterfly ist ein Gedicht. So innig, so gefühlvoll, so stark war selbst Mirella Freni in dieser Rolle nicht! Eine der ganz Großen!


    Wie recht Du hast! Wie recht Du hast!!!!


    Lorengar ist meine absolute Lieblingssängerin. Deshalb habe ich auch den Beitrag über sie bei Wikipedia sehr gründlich überarbeitet. Er war mir einfach zu mager! Schon seit einiger Zeit habe ich vor, hier im Forum mal eine etwas eingehendere Würdigung dieser Künstlerin zu schreiben. Aber für soetwas brauche ich Zeit. Da ich nicht so flott schreiben kann wie andere, wird es wohl noch ein bisschen dauern.
    Einstweilen ein Tipp:


    Auf YOUTUBE gibt es drei tolle Lorengar-Perlen
    Hoffentlich gelingt es mir, sie richtig einzustellen!


    Das Valentine/Raul-Duett aus Les Huguenots
    Die Aufnahme muss ganz kurz vor ihrem Abschied von der Bühne entstanden sein!
    Unglaublich!!!!
    http://www.youtube.com/watch?v=wQLWbkDxp28



    Das Butterfly-Liebesduett mit Gedda in zwei Teilen:
    http://www.youtube.com/watch?v=69E2CyAhLvA
    http://www.youtube.com/watch?v=DPrMUACjuFc



    Die Elsa-Traum-Erzählung aus Lohengrin (übrigens in einer ganz tollen Inszenierung!!!!):
    http://www.youtube.com/watch?v=YfzZVLTY7w0



    Beste Grüße


    Caruso41

  • Meine erstes Hörerlebnis mit Pilar Lorengar war dieser Querschnitt von "La Boheme"



    mit Sandor Konya. Diese LP gab es in der damaligen DDR. Später in dieser Besetzung auch die GA.
    Dann kam auch noch die "Butterfly" mit Fritz Wunderlich dazu. Die Platten habe ich selbstverständlich.

    Auf YOUTUBE gibt es drei tolle Lorengar-Perlen

    Es gibt auf Youtube noch einen weiteren Live- Mitschnitt. Und zwar Butterfly vom 23. Febr. 1976 aus der Deutschen Oper Berlin /West. Ihr Partner war der ital. Tenor "Ruggiero Orofino".


    CHRISSY

  • Hallo,


    ich habe gestern mal wieder die Zauberflöten-Einspielung von Georg Solti gehört. Da singt PilarLorengr die Pamina. Eine reine Freude. Sie gehörte auch in dieser Rolle zu den ganz Großen


    Schöne Grüße
    wega

  • im Rahmen der neuen DECCA-Serie "Most Wanted" gibt es auch ein Portrait der Sängerin Pilar Lorengar:



    Pilar Lorengar - Portrait of Pilar
    Arien & Lieder von Dvorak, Falla, Granados, Mozart, Puccini, Verdi, Wagner
    Künstler:
    Pilar Lorengar, Neil Jenkins,
    Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia,
    London Philharmonic Orchestra,
    Giuseppe Patane, Jesus Lopez Cobos
    Label: Decca, ADD

    Erscheinungstermin: 4.4.2014
    Serie: Decca Most Wanted Recitals


    LG

  • Hier noich die Titelliste der obigen Recital-CD:


    Portrait of Pilar
    Decca Most Wanted Recitals Vol. 27


    Dvorak:Mesícku na nebi hlubokém 'Song to the Moon' (from Rusalka)
    Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Roma, Giuseppe Patanè


    Falla: La vida breve: ‘Vivan los que rien!'
    Neil Jenkins (tenor)
    London Philharmonic Orchestra, Ambrosian Singers, Jesús López-Cobos
    Alli está! Riyendo (from La vida breve)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos


    Granados: Goyescas: Quejas ó La Maja y el Ruiseñor
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos


    Mozart: Don Ottavio, son morta!...Or sai chi l'onore (from Don Giovanni)
    Ian Caley (tenor)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos


    Puccini: Vissi d'arte (from Tosca)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos
    Sola, perduta, abbandonata (from Manon Lescaut)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos
    Senza mamma, o bimbo (from Suor Angelica)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos
    Tu? Tu? Piccolo iddio (from Madama Butterfly)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos
    Si, mi chiamano Mimi (from La Bohème)
    Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Roma, Giuseppe Patanè
    Chi il bel sogno di Doretta (from La Rondine)
    Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Roma, Giuseppe Patanè
    Un bel di vedremo (from Madama Butterfly)
    Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Roma, Giuseppe Patanè
    Tu che di gel sei cinta (from Turandot)
    Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Roma, Giuseppe Patanè
    O mio babbino caro (from Gianni Schicchi)
    Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Roma, Giuseppe Patanè


    Verdi: Tu che la vanità (from Don Carlo)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos


    Wagner: Einsam in trüben Tagen (from Lohengrin)
    London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos


    Pilar Lorengar (soprano)


    LG

  • Hallo,
    ich möchte noch auf drei Emi-Aufnahmen mit Pilar Lorengar hinweisen, die ich im Schrank habe.


    Die Aufnahme von Smetanas "Verkaufter Braut", vielleicht eine ihrer Referenzaufnahmen, an der Seite von Fritz Wunderlich und Gottlob Frick singt sie hier die Marie.


    Offenbachs "Hoffmann", hier singt sie mit Rudolf Schock zur Seite die Antonia, leider nur ein Querschnitt


    Thomas'Mignon: Sie singt die Titelpartie, an der Seite von Wunderlich, Frick und Ruth-Margret Pütz.#


    Ich besitze auch 2 alte DVDs mit ihr aus der Deutschen Oper: Sie ist die Elvira im "Don Giovanni" und die Elisabeth im "Don Carlos".


    Es gibt sicher noch viel mehr.....
    Schöne Grüße
    wega

  • Liebe Freunde und Verehrer der wunderbaren Pilar Lorengar!


    Inzwischen gibt es endlch auch einen großen Teil der Aufnahmen, die Pilar Lorengar für den RIAS gemacht hat in mustergültigen Überspielungen:





    Das sind alles Aufnahmen aus den frühen Berliner Jahren! Auch wer schon viel von Lorengar in seiner Sammlung hat, sollte an der Box nicht vorbei gehen! Einfach hinreißend natürlich die spanischen Canzonen, Madrigale und Lieder!


    Allein die "Cuatro Madrigales amatorias" von Joaquin Rodrigo (Mit dem RIAS_Orchester unter Fried Walter) hauen einen richtig um!!! Und die von Joachim Behrend begleiteten Aufnahmen kaum weniger!


    Aber auch die Opernaufnahmen lohnen!


    Die Mimi-Arie aus dem ersten Akt der Boheme wird wohl in keiner anderen Aufnahmen so wundervoll natürlich und dabei mit entwaffnender Naivität und scheuer Zutraulichkeit gesungen - und zugleich mit einem unüberhörbaren Ton der Sehnsucht!!


    Und die Aufnahmen der "Norma"-Arie und der „Ernani“-Arie - beide Partien hat sie nie gesungen - geben dem Hörer eine Vorstellung davon, was sie im Belcanto-Fach hätte leisten können, wenn sie sich dem auch noch gewidmet hätte! Schade, dass es davon nicht mehr gibt, denn die jugendliche Leuchtkraft ihrer Stimme und der schier endlose Atem, mit dem sie weite Bögen zu formen verstand, hätten sie dafür eigentlich besonders prädestiniert.
    Aber sein wir nicht undankbar!
    Freuen wir uns an den Portraits, die sie von Frauengestalten im lyrischen Fach gestaltet hat! Die Liu oder die Pamina etwa singt sie hier mit einer heute kaum mehr erlebbaren Innigkeit und dabei ungemein zart und verletzlich! Irgend ein Kritiker hat mal gesagt, sie klänge wei eine 'Nachtigal mit einem Dorn im Herzen'! Wer diese Aufnahmen hört, versteht das Bild sofort!!


    Die Arien-Aufnahmen aus den RIAS-Archiven könnten restlos beglücken, wären auch die begleitenden Orchester auf dem Niveau der Lorengar!! Aber das sind sie leider nicht - zumal nicht unter Arthur Rothers Stabführung! - Man muss halt damit leben! Und Lorengar lässt es einen schließlich fast vergessen...


    Es ließe sich noch mehr von diesen drei CDs schwärmen! Ich höre jetzt erst mal auf. Vielleicht komme ich noch mal auf die Lieder und Canzonen eingehender zurück!!!


    Beste Grüße


    Caruso41

  • Caruso41 hat bereits sehr teffend die wunderbaren Attribute der Stimme von PILAR LORENGAR charakterisiert, und von der Leuchtkraft ihrer Stimme und "den schier endlosen Atem, über den sie verfügt, um weite Bögen zu formen", zeugen auch ihre Aufnahme von ROSSINIs Stabat Mater im Verein mit den ebenfalls ausgezeichnet disponierten Gesangssolisten BETTY ALLEN,
    JOSEF TRAXEL
    und JOSEF GREINDL, den BERLINER SYMPHONIKERN und dem CHOR DER ST. HEDWIGSKATHEDRALE unter KARL FORSTER.
    youtube.com/watch?v=M5CUXn0s_vI


    Ein weiteres wertvolles Tondokument mit ihr ist auch die Aufnahme von MOZART's Krönungsmesse Nr. 14 KV 317, ebenfalls mit den BERLINER SYMPHONIKERN und dem CHOR DER ST. HEDWIGSKATHEDRALE unter KARL FORSTER und den kongenialen Stimmen von AGNES GIEBEL, MARGA HÖFFGEN, JOSEF TRAXEL und KARL CHRISTIAN KOHN.


    Gruß
    wok

  • Caruso41 hat bereits sehr teffend die wunderbaren Attribute der Stimme von PILAR LORENGAR charakterisiert, und von der Leuchtkraft ihrer Stimme und "den schier endlosen Atem, über den sie verfügt, um weite Bögen zu formen", zeugen auch ihre Aufnahme von ROSSINIs Stabat Mater im Verein mit den ebenfalls ausgezeichnet disponierten Gesangssolisten BETTY ALLEN,
    JOSEF TRAXEL und JOSEF GREINDL, den BERLINER SYMPHONIKERN und dem CHOR DER ST. HEDWIGSKATHEDRALE unter KARL FORSTER.





    Sehr schön, lieber WOK, dass Du auf diese Aufnahme hinweist. Sie ist in jeder Beziehung besser als die spätere Lorengar-Aufnahme des Werkes, in der Pavarotti den Tenorpart singt. Im Inflammatus singt Lorengar hier mit einer solchen technischen Souveränität und stimmlichen Prägnanz, dass dagegen fast alle anderen Soprane, die das Werk aufgenommen haben, dagegen deutlich abfallen - einschliesslich der heute so hochgejubelten Starsoprane Netrebko und Stoyanova! Vor allem singt sie mit einer schier unglaublichen Vehemenz und sie krönt die Arie mit einem hohen C von einer sehrende Helle, die so ungemein klar ausdrückt, worum es hier eigentlich geht! Einfach unvergleichlich!!


    Sehr ärgerlich, dass es die Aufnahme nicht auf CD gibt!
    Oder irre ich?




    Beste Grüße




    Caruso41




    .

  • Hallo Caruso41,


    Deinen Elogen für diese fantastische stimmliche Leistung von PILAR LORENGAR habe ich nichts hinzuzufügen. Ist auch ein sehr interessantes Werk und eine durchweg gelungene Einspielung.


    Diese Aufnahme gibt es nur in einer Doppel-CD mit anderen Werken von VERDI, POULENC, und SZYMANOWSKI, und dies nur in gebraucht zu € 29,99 (noch 2 Exemplarre vorhanden). Siehe nachstehend.
    Ich weiß nicht, ob dies dann für Dich in Frage kommt.


    Viele Grüße
    wok




  • Danke, lieber WOK, für den Hinweis!


    Ich denke nicht, dass ich diese Zusammenstellung anschaffen werde. Ich habe die Aufnahmen alle - allerdings teilweise eben nur als LP, aber damit komme ich bestens zurecht!
    Sonderbar, dass die Forster-Ausnahme mit Lorengar nicht auch mal einzeln erscheint, und zwar zu einem vernünftigen Preis!
    Man könnte da ja nach dem 'Stabat mater' einige Lorengar-Aufnahmen aus dem EMI-Archiv anfügen, um auf eine gute Ausnutzungder CD zu kommen. Ich denke an die Arie des Pilpatoe aus Grauns Montezuma oder an die Arie der Ilia aus Mozarts Idomeneo. Und da könnten auch die Arie der Pamina aus Mozarts Zauberflöte und die Arie der Agathe aus Webers Freischütz - beide unter Horst Stein eingespielt - wieder veröffentlicht werden.
    Ich habe die noch auf dieser alten 25cmLP:




    Oder wüsstest Du, dass es die schon auf CD gibt???


    Beste Grüße


    Caruso41


    Als Zugabe noch ein Bild von Lorengar aus den frühen Jahren:


  • Eine Recitalplatte von Pilar Lorengar besitze ich zwar nicht, habe aber ihr Können in div. LP-Aufnahmen dokumentiert (gezeigt sind die entsprechenden CD Cover).




    Auf der Einkaufsliste steht noch die Cosi fan tutte unter Solti, habe ich als Vinylversion gerade für € 10 gesehen

  • Lieber Lutgra,


    wenn Du Dich doch einmal entscheidest, eine Recitalplatte von Pilar Lorengar anzuschaffen, rate ich Dir zu der oben von Manfred eingestellten Doppel-CD.
    Für den Melomanen, der ein besonderes Interesse an Lorengar hat, ist zudem die von mir eingestellte Audite-Box unverzichtbar!


    Von ihren Gesamtaufnahmen ist ja hier im Thread verschiedentlich schon die Rede gewesen. Ob ich die Cosi von Solti empfehlen würde, weiss ich eher nicht. Natürlich habe ich sie als eingefleischter Verehrer von Lorengar, aber die Aufnahme ist insgesamt nicht wirklich befriedigend. Aber das wäre ein Thema für einen Cosi-Thread. Nur soviel: mir scheinen die sechs Solisten überhaupt kein Ensemble zu bilden und Solti ist in seiner Tempowahl und seiner Neigung, die Partitur "aufzuheizen" recht problematisch. Da überzeugt mich seine zweite Cosi-Aufnahme schon eher.


    Lorengar singt hier natürlich eine vorzügliche Fiordiligi, aber live war sie eigentlich immer wesentlich überzeugender. Und: in den Berliner Aufführungen der 60er Jahre klang sie mit Christa Ludwig ganz hinreißend zusammen. Hier auf der Aufnahme von Solti will ihre Stimme nicht so recht mit der von Berganza zusammenklingen. Das ist überraschend, da beide in zig verschiedenen Zarzuela-Aufnahmen wundervoll harmonieren.
    Also: solte es Dir primär um Lorengar gehen, überlege doch noch mal, ob Du nicht eher eine andere ihrer Gesamtaufnahmen anschaffen willst. Vielleicht die Traviata (Maazel) oder Don Carlos (Sawallisch auf s/w-DVD in deutscher Sprache)? Nach wie vor empfehlenswert: die La Bohème (Erede mit Konya in deutschr Sprache)
    Oder die Zauberflöte, in der Solti mich durchaus überzeugt. Da hat man dann auch mit Stuart Burrows einen vorzüglichen Tamino. Allein sein ebenso zärtliches wie tief ergriffenes "Pamina mein! Oh welch ein Glück!" , das Lorengar mit ihrem wirklich magischen "Tamino mein! Oh welch ein Glück!" beantwortet, lohnt fast den ganzen Anschaffungspreis!


    Beste Grüße




    Caruso41




    . :angel: .

  • Lieber Caruso 41,


    Ja, es ist wirklich nicht zu verstehen, daß diese Stabat Mater-Aufnahme unter KARL FORSTER, die m. E. sicher zu den besten zählen dürfte, nicht als Einzel-CD zu bekommen ist. Man hätte diese in der Ta z. B. t mit den von Dir genannten Aufnahmen kombinieren können. GRAUN's Montezuma ist m. W. derzeit nicht mit PILAR LORENGAR zu bekommen, auch nicht die Freischütz- Aufnahme. Idomeneo gibt es zwar in der FRISCAY-Aufnahme und Die Zauberflöte unter SOLTI mit ihr, aber wohl nicht unter HORST STEIN.


    Nun möchte ich mich bei Dir aber noch ganz herzlich für das wunderschöne Bild von PILAR LORENGAR aus früheren Jahren bedanken. Ich kannte dieses noch nicht und werde dieses in meine Diskotheken-Kartei einbringen!


    Viele Grüße
    wok

  • Ja, es ist wirklich nicht zu verstehen, daß diese Stabat Mater-Aufnahme unter KARL FORSTER, die m. E. sicher zu den besten zählen dürfte, nicht als Einzel-CD zu bekommen ist. Man hätte diese in der Ta z. B. t mit den von Dir genannten Aufnahmen kombinieren können. GRAUN's Montezuma ist m. W. derzeit nicht mit PILAR LORENGAR zu bekommen, auch nicht die Freischütz- Aufnahme. Idomeneo gibt es zwar in der FRISCAY-Aufnahme und Die Zauberflöte unter SOLTI mit ihr, aber wohl nicht unter HORST STEIN.


    Ist es nicht oft so, dass wir die Abwesenheit ganz bestimmter Aufnahmen, die uns wichtig sind, beklagen müssen? Das setzt aber den Sammlerinstinkt erst richtig in Gang. Ich fände es langweilig, wenn alles immer zur Verfügung wäre. Bitte nicht! Am Ende bekommt man es doch. Es braucht nur Geduld. Dann ist auch die Freude um so größer.


    Der FREISCHÜTZ war ja keine offizielle Aufnahme sondern ein Mitschnitt aus der Met. Das Label Gala, wo er herausgekommen ist, macht so gut wie nie weitere Auflagen. Was durch ist, ist durch.