• Der grosse LOROIT ist gestorben, soeben ereilte mich
    die Meldung von seinem Tod in den Nachrichten!
    DIE SZ schreibt online
    DER DEUTSCHE HUMOR VERLIERT SEINEN GROESSTEN KÜNSTLER!!!!!!!!
    Unvergessen sei hier unter anderem LORIOT als Moderator zahlreicher AIDS GALAS an
    der DEUTSCHEN OPER BERLIN und seine Konzerte in der Berliner Philharmonie.

  • Ich habe es heute Mittag erfahren.
    Ein schmerzlicher Verlust.
    Loriot, das war, als Humor noch Niveau hatte.




    R. I. P.
    Hon.-Prof. Dr. h. c. Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow
    12. XI. 1923–22. VIII. 2011

  • Loriot, alias Vicco von Bülow, korrekt und mit vollem Namen Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, war ein entfernter Verwandter des zweiten Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, des Pianisten, Komponisten und Dirigenten Hans von Bülow.


    Die Ehefrau von Hans von Bülow war übrigens Frau Cosima geb. Flavigny, eine Tochter Franz Liszts, die zu Richard Wagners zweiter Ehefrau wurde.


    Mein erster Gedanke beim Lesen der traurigen Nachricht war: Der Tod von Vicco von Bülow hinterlässt eine größere Lücke in der Gesellschaft als der Tod von zehn bedeutenden Politikern hinterlassen würde. - Man möge mir diesen makabren Vergleich verzeihen.


    R. I. P.

  • ...........
    Mein erster Gedanke beim Lesen der traurigen Nachricht war: Der Tod von Vicco von Bülow hinterlässt eine größere Lücke in der Gesellschaft als der Tod von zehn bedeutenden Politikern hinterlassen würde. - Man möge mir diesen makabren Vergleich verzeihen.


    R. I. P.

    Nur 10? Und wieso makaber?

  • Er war ja auch ein großer Musikkenner. Unvergesslich, wie er die Berliner Philharmoniker "dirigiert" hat. Gibt es eigentlich seine Inszenierung von "Martha" irgendwo auf DVD?

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Er hat mich seit meiner Kindheit durch alle Medien begleitet. Als Junge wartete ich immer auf den neuen "Stern" mit einer weiteren "Nick Knatterton" Folge. Später kamen dann "Wahre Geschichten - erlogen von Loriot" und unzählige andere. Für die deutsche Kultur ein unersetzlicher Verlust !!!


    R. I. P.

  • Nach dem Tod des Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot zeigten sich Politiker, Kollegen und Weggefährten betroffen.
    Bundespräsident Christian Wulf sagte, Loriot habe den Deutschen das Lachen beigebracht.
    Die Berliner Akademie der Künste würdigte ihn als "großen Satiriker". Er sei der "Klassiker des intelligenten und zugleich volksnahen Humors" gewesen. Dieter Hildebrandt sagte, er habe Loriot "verehrt und geliebt".
    Vicco von Bülow war in der vergangenen Nacht im Alter von 87 Jahren in seinem Haus am Starnberger See gestorben. Die Bestattung findet im engsten Familienkreis statt.

    (Quelle: WDR)


    Zitat

    Bundespräsident Christian Wulf sagte, Loriot habe den Deutschen das Lachen beigebracht.


    Meine pers. Anmerkung: Bei aller Wertschätzung für Loriot und unseren "Bundeswulfi" - das ist Quatsch, das konnten die "Deutschen" schon vorher!


    LG

  • Ich dachte da auch an ältere wie Wilhelm Busch oder Joachim Ringelnatz....


    Aber für die Opernfreunde hier im Forum noch eine Empfehlung:



    LG

  • Der deutsche Sprachraum hat schon immer Künstler hervorgebracht, die Humor auf einem hohen Niveau ins Volk gebracht haben (verschiedene Namen wurden schon genannt), doch was mich so traurig stimmt, ist, dass ich auf weiter Flur keinen Nachfolger sehe.



    Viele Grüße an alle mitschwitzenden Taminos sendet


    Erich Ruthner

  • Hallo Erich,
    ein kleine Korrektur am Rande:

    Zitat

    Nick Knatterton war eine zwischen 1950 und 1959 in der deutschen Illustrierten „Quick“ erscheinende Comicserie mit der Hauptfigur eines Meisterdetektivs des gleichen Namens. Autor und Zeichner der Serie war Manfred Schmidt, der mit Knatterton nach eigener Aussage eigentlich die amerikanischen Superman-Comics parodieren wollte.

    (Quelle: Wikipedia)


    LG

  • Lieber Harald,


    danke für die Korrektur. Aus den hinteren Reihen im Langzeitspeicher fällt dann und wann doch etwas heraus, und man merkt es leider zu spät.


    Liebe Grüße -


    Erich

  • Der Humorist Vicco von Bülow, alias Loriot, ist in Berlin beigesetzt worden. Die Bestattung auf dem Waldfriedhof Heerstraße fand im engsten Familienkreis statt.
    Öffentliche Trauerfeiern sind für den 17. September in Loriots Geburtsstadt Brandenburg an der Havel sowie Ende September in seiner Heimatgemeinde Münsing am Starnberger See geplant.
    Vicco von Bülow war vor einer Woche im Alter von 87 Jahren verstorben.

    (Quelle: WDR)


    LG

  • Loriot war nicht nur ein großer Humorist, er war praktisch ein künstlerisches Universalgenie. Unvergesslich ist seine Arbeit als Opernregisseur wo ihm mit der Inszenierung der Oper "Martha" in Stuttgart ein ganz großer Wurf gelang. Von Bülow hinterläßt eine große Lücke.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ich liebe Loriot! Pappa ante Portas und Ödipussi habe ich schon dutzende Male gesehen, genau wie etliche seiner Sketche. Von denen sind meine liebsten "Pneumatische Plastologie", "Weihnachten bei Hoppenstedts", "Schmeckt's?" und bestimmt noch einige mehr, die mir gerade nicht einfallen :-). Ich mag diesen Humor, der geistreich ist, voller Details und Wahrheiten und mich gleichzeitig wunderbar unterhält.


    Sein Tod ist sehr schade und hinterlässt wirklich eine große Lücke, da kann ich mich den Vorschreibern nur anschließen. Eine ähnlichen Komiker gab es vor ihm nicht und wird es wohl auch nicht mehr geben, er war einzigartig. Das war schon bei Heinz Erhardt so (ebenfalls einer meiner Lieblingskomiker und -schauspieler), dem ähnelt niemand auch nur im Entferntesten.

  • Heute vor einem Jahr ist der große Humorist gestorben.




    Loriot,
    bürgerlich Bernhard-Victor Christoph Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow (* 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel; † 22. August 2011 in Ammerland am Starnberger See)


    Das erste Programm der ARD erinnert heute nacht mehr als drei Stunden lang an den Künstler - mit einer Auswahl seiner besten Trickfilme, Sketche und Szenen bis hin zum Weihnachtsfest bei Familie Hoppenstedt.


    ARD - Das Erste
    00:35 - Zum 1. Todestag von Vicco von Bülow
    Wiedersehen mit Loriot (1)
    Alles über das Fliegen


    01:00 - Wiedersehen mit Loriot (2)
    Von Mensch und Musik, Bett, Bratfett und Geselligkeit


    01:25 - Wiedersehen mit Loriot (3)
    "Ruhe bitte" - Intime Blicke in die Fernsehstudios


    01:50 - Wiedersehen mit Loriot (4)
    Ungewöhnliches aus dem Konzertsaal,
    Pech im Studio und eine Wohnzimmerkatastrophe


    02:15 - Wiedersehen mit Loriot (5)
    Fernsehwahn und -wirklichkeit


    02:40 - Wiedersehen mit Loriot (6)
    Von Autos, Pferden, Polizei und Feuerspritzen


    03:05 - Wiedersehen mit Loriot (7)
    Der einsame König,
    andere kulturelle Intimbereiche und eine Skatrunde


    03:30 - Wiedersehen mit Loriot (8)
    Weihnachten bei Hoppenstedts


    LG


    :hello:

  • Die ARD übertrifft sich also wieder selbst und plaziert das Gedenken an einen der größten Künstler auf die Nachtstunden, damit auch ja keiner es schaut (schauen kann von der arbeitenden Bevölkerung).


    Dazu sage ich nur: "Armes Deutschland"


    Ich war im letzten Jahr auch sehr traurig über den Tod des großen Loriot. Kurz vorher hatte ich von Kollegen zum 10jährigen Dienstjubiläum einen Gutschein von mydays bekommen und ein erster Impuls war: ich mache das Jodeldiplom, das dort angeboten wurde. Als dann die Todesanzeige kam, fand ich jetzt erst recht. Habe dann doch etwas gezögert und kurz vor Ablauf des Gutscheins dann doch dem ersten Impuls nachgegeben und werde im November mein Jodeldiplom ablegen.


    Mein Lieblingssketch ist der Feierabend. Das ist in unserer Familie wirklich das geflügelte Wort. "Ich will hier nur sitzen".

  • Vor Allem hat Loriot - im Gegensatz zu den heutigen "Comedians" - eines nicht gemacht: Sich auf KOsten anderer profiliert. Niemals hat er in seinen Sketchen jemanden persönlich angegriffen. Er war ein Meister der Verallgemeinerung, und trotzdem saß jede Pointe. Einer der größten Humoristen, die wir je hatten.


    Unvergessen "Der Ring an einem Abend" den ich mit ihm in Chemnitz erleben durfte.


    La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Heute wird allenthalben des 90. Geburtstages von Vicco von Bülow gedacht!


    Loriot, bürgerlich Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow (* 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel; † 22. August 2011 in Ammerland am Starnberger See) etablierte sich von den 1950er Jahren an bis zu seinem Tod in Literatur, Fernsehen, Theater und Film als einer der vielseitigsten deutschen Humoristen.
    Loriot betätigte sich auch als Karikaturist, Regisseur, Schauspieler, Bühnen- und Kostümbildner und wurde 2003 von der Universität der Künste Berlin zum Professor für Theaterkunst ernannt.


    Das ist meine Lieblings-DVD-Box:


    Fast alles, was Loriot mit der klassischen Musik gemacht hat, und das zu einem Preis, für den man manchmal nur eine einzige DVD bekommt.
    Besonders gefällt mir seine "Martha"-Inszenierung, die auf einer DVD enthalten ist. Aber auch "Der Freischütz" oder "Wagners Ring an einem Abend" sind immer wieder sehenswert.
    Insgesamt sind hier auf fünf DVDs über 10 Stunden Unterhaltung vom Feinsten versammelt.


    LG

  • Kein "rundes" Datum, aber einer kurzen Würdigung wert:


    Zitat

    Im Jahr 2011, heute vor drei Jahren, also am 22. August, starb Loriot, geboren am 12. November 1923. Er war einer der bekanntesten deutschen Humoristen der Nachkriegszeit, Karikaturist, Regisseur und Schauspieler (u. a. Ödipussi 1988, Pappa ante Portas 1991).

  • Ich erinnere mich, dass er auf die Frage "Welche sportliche Leistung bewundern Sie am meisten?" antwortete: "Den Walkürenritt!" Der fehlt übrigens auf den beiden CDs "Loriots Ring an einem Abend!"

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)