Beethovens Klavierkonzerte

  • Liebe Forianer,


    Obwohl Beethoven nur fünf Werke dieses Genres geschaffen hat, (ein sechstes wurde begonnen),
    so zählen so doch sowohl zum bedeutendsten, was Beethoven je geschaffen hat (hier beziehe ich mich speziell auf die Nummern 4 und 5), ja zum Bedeutendsten des Themas Klavierkonzert überhaupt.



    Die ersten beiden Werke stehen noch in der Tradition Mozarts und Haydns wenngleich schon den zeitgenössichen Kritikern die "eigenwillige" Tonsprache Beethovens auffiel.


    Die Klavierkonzerte Nr 1 und 2 zwie sind übrigens
    falsch numeriert, die Nummer 2 entstand früher.
    Beethoven schätzte dieses Werk nicht sehr, was schriftlich überliefert ist. (" eine ältere Komposition, folglich nicht zu meinen besten gehörend ")




    Nummer drei schätzte er persönlixh höher ein, er behielt sich das Konzert vorerst für eine Konzertreise. Die Uraufführung fand am 5. April 1803 in Wien statt mit dem Komponisten am Flügel, der fast das gesamte Konzert "improvisierte"



    Die Klavierkonzerte Nr 4 und 5 (beide Erzherzog Rudolf von Österreich gewidmet)sind hingegen "Beethoven pur". Schumann nannte das vierte "Beethovens vielleicht grösstes Klavierkonzert".



    Das Fünfte erlebte bei seiner Uraufführung am 28. November 1811 in Leipzig einen triumphalen Erfolg, in Wien fiel es jedoch (Cerny spielte den Solopart) durch.


    Ich weiß, daß es in fast jedem Forum einen oder mehrerer Threads über diese Werke gibt, aber das ist auch wichtig, weil es erstens immer wieder dazu verführt diese Werke in verschiedenen Interpretationen zu hören, andererseits auch Einsteiger anlockt, weil es ja doch ein eher populäres Thema ist. Und vor allem ein schier uns erschöpfliches. Weil ja hier kein "absolutes Wissen" abgehandelt wird, sondern auch persönliche Eindrücke und Emotionen, die ja dauernd wechseln.
    Und so möcht ich diesen Thread einmal anders gestalten als üblich. Heute frage ich nicht: Welche Einspielung haltet Ihr für die Beste? (Wer will, kann das trotzdem behandeln) sondern:
    Welches von Beethovens Klavierkonzerten war das erste, das Ihr bewusst gehört habt. Welche Interpretation war das damals und wie beuteilt Ihr diese Aufnahme aus heutiger Sicht. Es ist natürlich auch möglich, daß Ihr schon zu Beginn euerer "Sammlerleidenschaft" eine Gesamtaufnahme erworben habt. Weiters wären interessant , Aufnahmen, die euch enttäuschten, und (das ist IMO besonders wichtig) Neuaufnahmen (eventuell auch von "Aussenseitern" die Euch positiv oder negativ aufgefallen sind.


    Freundliche Grüße aus Wien
    Alfred

  • Liebe Taminoianer,


    Beethoven Klavierkonzert - das ist für mich Synonym zu "Nummer 5". Einer der nicht sooo häufigen Fälle, daß meine Frau und ich ein Werk zu ihren absoluten Lieblingen zählen. Kennen gelernt mit Brendel und den Wiener Symphonikern unter Mehta. Ansonsten findet sich noch ein zweiter Brendel mit den Chicagoern unter Levine und Ashkenazy mit ebenfalls Chicago Symphony Orchestra unter Solti. (Gebe zu noch nie bewußt Vergleich gehört...).
    Wenn ich da gerade so in meine Datenbank schaue, findet sich auch noch das 2., 3. und 4., ich glaube ich muß mal einen Beethoven-Klavierkonzerte-Tag einlegen.


    Herzliche Grüße
    Reinhard

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Ein freundliches Hallo an alle,


    die Klavierkonzerte von Beethoven, insbesondere die Nr. 3 und die Nr. 5 gehören zu meinen Lieblingswerken. Sie gehörten mit zu den ersten LPs, die ich mir überhaupt zugelegt habe, denn als ich Klavier lernte, war zunächst Beethoven mein absoluter Favorit.
    Ich habe intensiv nachgegrübelt, aber ich bin mir nicht ganz sicher, welches das zuerst gekaufte Klavierkonzert war. Zur Auswahl stehen Nr.5 von Emil Gilels mit Georg Szell und dem Cleveland Orchestra sowie das Konzert Nr. 3 von Alfred Brendel mit Bernhard Haitink und dem London Philharmonic Orchestra, die ich mir in sehr kurzem Abstand zugelegt habe. Ich glaube, Nr.5 war etwas eher, wenn ich auch anfangs das Konzert Nr. 3 lieber hörte. Später gesellte sich dazu noch die LP des Konzertes Nr.1 von Wilhelm Kempff mit Ferdinand Leitner und den Berliner Philharmonikern, allerdings ist mir dieses Konzert nicht so ans Herz gewachsen, was aber weniger an Kempff liegt, sondern am Konzert selber.

    Kleine Anmerkung: Die Kaufentscheidung für eine Aufnahme fiel damals übrigens nur unter den Gesichtspunkten "Verfügbarkeit in einer Kleinstadt" und "Was kann sich ein Schüler leisten".


    An neueren Aufnahmen zum Vergleich habe ich nur noch die Live-Gesamteinspielung von Brendel unter Levine mit den Chicagoer Sinfonikern.



    Beim Vergleich von Nr. 5 mit der Einspielung von Gilels tue ich mich schwer, ich mag beide. Was das Konzert Nr.3 betrifft, gefällt mir die Interprätation des späten Brendel etwas besser als seine frühere Einspielung, sie klingt irgendwie reifer, nach tieferer Einsicht in das Werk. Ausserdem finde ich, dass ein klein wenig von der Live-Konzertatmosphäre dieser Aufnahme auch in den heimischen Hörraum schwappt, was sicher auch einen Reiz dieser Aufnahme ausmacht.


    Übrigens: Hat jemand mal gezählt, wie oft Brendel eigentlich die Klavierkonzerte eingespielt hat? Auf der Suche nach Bildern bin ich über einige Aufnahmen gestolpert ...


    Viele Grüße
    Marcus

  • @Finglas


    Leider hab ich Deine Frage erst jetzt gesehen.



    Meines Wissens hat Brendel die Beethoven.Klavierkonzerte 3 mal
    eingespielt:


    [list=1]
    [*]unter Bernhard Haitink (in den 60ern)
    [*]unter James Levine (live) Mitte der Achziger
    [*]unter Simin Rattle (live?) ca 2000
    [/list=1]


    Dirch die Umverpackungsmentalität der Majors gibt es natürlich viele Coverbilder.


    Gruß aus Wien


    Alfred

  • Kann man die Hauptunterschiede der 3 Aufnahmen beschreiben? Ich konnte kürzlich mal in die neuste reinhören, machte auf mich einen sehr guten Eindruck sowohl in Bezug auf Orchester als auch auf den Solisten.


    Liebe Grüße,


    Spatz.


  • Nein, Brendel hat die Konzerte viermal eingespielt. Es gibt noch eine frühe Aufnahme, die mal bei Vox Classics erhältlich war.


    Orchester und Dirigent(en, ich meine, es waren mehrere) weiß ich nicht mehr, und auf die Schnelle habe ich im Internet nichts finden können...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Im Gegensatz zu vielen anderen Einspielungen des klassischen "Standardrepertoires" hat im Falle der beethovenschen Klavierkonzerte
    die Vergangenheit deutlich mehr zu bieten als die Gegenwart, und das trotz Brendel oder Grrimaud...


    Einer der ganz großen Beethoven-Interpreten soll hier zuerst genannt werden, Wilhelm Backhaus, dessen Spiel mich auch bei Beethovens Sonaten immer aufs neue begeistert:



    hier ist mein Lieblingskonzert, Nr. 4, in gutem Mono unter Schuricht zu hören.


    Sozusagen der "letze Enkel-Schlüler" Franz Liszsts (über seinen Lehrer
    Martin Krause) war der große Claudio Arrau, den im Konzert zu erleben ich einigemale die große Freude hatte. Arrau, dessen Spiel am besten mit einer von Elgar gerne benutzten Satzbezeichnung "Nobilemente" zu beschreiben ist, hatte einerseits die analytische Einfühlungsgabe in die Werke und zum anderen hinreichend "Romantik" und Weltbürgertum und beides machte ihn für die Interpretation der Beethovenschen Konzerte geradezu prädestiniert. Natürlich war er mit über 80 nicht mehr im Vollbesitz seiner manuellen Fertigkeiten, aber sein ganz persönlicher Charme und die immer noch beenidruckende Kultur des Anschlags von der heutige Interpreten nur träumen können:


    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Zitat

    Original von Klassikliebhaber
    ich glaube nicht,dass brendel es 4x gespielt hat.
    Schock mich bloss nicht!


    Hach, wie ungerne ich doch hier widersprechen muß... 8o
    Es gibt in der Tat 4 kommerzielle Gesamteinspielungen:
    1961/66/67 mit diversen Orchestern unter Wallberg, Böttcher, Mehta (inkl. Choral-Fantasie)
    1975-1977 London Philharmonic, Haitink (inkl. Choral-Fantasie)
    06/1983 Chicago Symphony, Levin - Livemitschnitte
    1997/98 Wiener Philharmoniker, Rattle


    Dazu kommen noch diverse (mehr oder weniger) authorisierte Mitschnitte, die teils auch auf CD vorliegen. Mit den Wienern/Rattle gibt es die Livemitschnitte nur über den Rundfunk.


    Warum er u.a. die Konzerte so oft spielt und auch auf Tonträger verewigt haben will, siehe (etwas später heute) unter Alfred spielt sie alle an die Wand (?)


    Mit aufklärerischen Grüßen
    Jürgen

    Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen. [frei nach George Orwell]

  • Um jetzt noch auf Alfreds eingehende Frage zurück zu kommen....


    So genau weiß ich das nicht mehr, aber es muß Anfang der 70er Jahre gewesen sein, als ich erstmalig ein Konzert hörte. Es war das 2. und Backhaus spielte (damals empfunden) zwar fürchterlich, aber auf einem sehr wohlklingenden Bechstein Flügel.


    Die erste Gesamteinspielung war dann die LP-Box mit Brendel (Turnabout/Vox), bei der ich jedoch u.a. das 5. Konzert unter Mehta als recht grauenhaft empfand, dafür das "Supplement" - die Choralfantasy - sehr erbaulich, insbesonders der unbekannte Sopran aus dem Stuttgarter Lehrergesangsverein und Brendel wegen der Kadenz im 3. Konzert eine Geschmacksverirrung zugestand.


    Auf Brendel's gesamte Einspielungen gesehen, kann ich mich auch heute nicht für die Aufnahmen mit Haitink oder Levine (live) entscheiden, wobei ich wiederum der mit Haitink den Vorzug gebe, weil dort erneut der Platz auf der 3. CD mit der Choralfantsie gefüllt wurde.
    Warum man diese inzwischen nicht auch im Livemitschnitt präsentiert hat, bleibt ein Rätsel (wahrscheinlich hat irgendjemand zu laut gehustet oder so...). Er liegt jedoch zumindest filmisch vor in gleicher Besetzung zum 100jährigen Jubiläum der Carnegie Hall.


    Inzwischen besitze ich unzählige Gesamteinspielungen, von denen ich jedoch mit keiner einzigen wirklich zufrieden bin.
    Folgend die Reihenfolge der Lieblingskonzerte mit den favorisierten Interpreten:


    3. Stefan Vladar (CD) und Andrew Wilde (Radiomitschnitt)
    1. Idil Biret (CD, live)
    4. Mewton-Wood/Goehr (CD)
    5. E. Fischer/Böhm (CD)
    2. Brendel/Haitink und Levine (CD)


    Sicherlich sollte man auch Kempff gehört haben, er "enttäuscht" mich jedoch - wie einige der "Alten" - mit eigenen Kadenzen, die irgendwie nicht zum Werk passen wollen.
    Schnabel empfinde ich aufgrund der enorm schnellen Tempi (Schellack-Platten gemäß) als Huddler.
    Arrau (Galiera, einige unter Colin Davies) ist mir ausnahmsweise zu schwer.
    Stefan Vladar, damals der jüngste Gewinner des Beethoven-Wettbewerbes, wurde von Naxos auf einem Bösendorfer verpflichtet und hat in der Tat eine hervorragende "Arbeit" präsentiert. Heute scheint er sich aber von seinen damaligen Interpretationen distanziert zu haben.
    Andras Schiff hat mich total enttäuscht, hier erkenne ich überhaupt nicht DEN Beethoven sondern mehr den Stiefbruder Mozarts.
    Ähnlich bei Christian Zacharias, der jedoch eher der Enkel Pinocchios ist, alles recht hölzern.
    Uchida präsentiert mit Sanderling sen. einen recht erfrischenden und direkten Beethoven, vergißt dabei nicht Hohn und Schalk.
    Von dem oben erwähnten Andrew Wilde hätte ich gerne mehr Konzerte, aber leider kann er sie nicht einspielen mangels Vertrag.


    Es gibt sicherlich noch mehr Interpreten anzumerken, aber mein Gedächtnis läßt mich zeitweise im Stich und daher müßte ich erst ins Archiv...


    Gruß,
    Jürgen

    Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen. [frei nach George Orwell]

  • Zitat

    Original von jpsa



    Hach, wie ungerne ich doch hier widersprechen muß... 8o
    Es gibt in der Tat 4 kommerzielle Gesamteinspielungen:
    1961/66/67 mit diversen Orchestern unter Wallberg, Böttcher, Mehta (inkl. Choral-Fantasie)


    Genau die Aufnahmen meinte ich.


    Danke Jürgen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Spatz   Norbert



    Norbert hat natürlich recht, es gab da die Aufnahmen bei Vox,
    Brendel-Freunde reden aber nicht gern drüber, sie sollen, soweit
    ich weiß, nicht das Gelbe vom Ei sein.... :yes:



    Wenn spatz die 3. Aufnahme gefällt, ich sag das jetzt so aus dr Erinnerung heraus, dann wird ihr die erste und 2. weniger gefallen.
    Wenn ich mit meiner Errinnerung richtig liege, dann ist die Aufnahme uinter Rattle sehr rhytmisch,ein wenig agressiv, und von weiter Dynamik. Als ich sie das erste Mal hörte empand ich sie als aufdringlich und ordinär, so gar nicht "Wiener Philharmoniker"
    Inzwischen empfinde ich es nicht mehr so.
    Die beiden ersten Einspielungen sind eher "konventionell, auf höchstem Niveau, versteht sich.


    Gruß aus Wien


    Alfred

  • ja...deshalb hab ich das wohl verdrängt. :rolleyes:


    Aber mal ehrlich...ich hab nicht gewusst,dass er die Konzerte schon so oft eingespielt hat.
    Ich lese grad von ihm das Buch Nachdenken über Musik durch.
    Direkt am Anfang des Kapitels spricht er über Beethoven.
    Erklärt,wie damals die Flügel waren. und wieso die pianisten damals den bass (b.c.) mitgespielt haben mit dem orchester.
    tja....da frage ich mich, wieso hat er nicht wenigstens EINE aufnahme mit originalinstrument gemacht? Auch wenn sie schlecht bzw. klanglich schlecht wäre,historisch wäre das doch mal ganz nett.
    er selber gibt zu,dass er bei seinen aufnahmen selbstverständlich einen Konzertflügel heutiger Zeit genommen hat.

  • Zitat

    Original von Klassikliebhaber


    tja....da frage ich mich, wieso hat er nicht wenigstens EINE aufnahme mit originalinstrument gemacht? Auch wenn sie schlecht bzw. klanglich schlecht wäre,historisch wäre das doch mal ganz nett.


    Du kannst Dich freuen, aber auch das erklärt er in seinem Buch.
    Bin mir jetzt nur nicht sicher, ob in diesem oder in "Musik beim Wort genommen"


    Gruß,
    Jürgen

    Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen. [frei nach George Orwell]

  • Hallo,


    Das Buch, auf welches JPSA anspielt, hab ich leider (noch) nicht gelesen, allerdings ist mir ein Interview mit Andreas Staier in Erinnerung, wo dieser eine Begegnung mit Brendel schildert.


    Brendel soll gemeint haben, er könne nicht verstehen, saß so ein guter Pianist, wie Staier es sei, den modernen Fügel meide, zudem könne man mit einem modernen Flügel grüßere Säle füllen....


    An sich bin ich ein Befürworter von "Originalinstrumenten" ---
    Allerdings nicht ausschließlich. Es gibt Werke denen tut das gut, anderen wieder nicht. Bei Schuberts Klaviersonaten merkt man, daß einige von ihnen speziell für die Klangfarben eines Broadwood u.a.
    geschrieben wurden, hier verändert das Werk auf modernem Flügel seinen Charakter, teilweise sogar zu seinen Ungunsten.


    Bei Beethoven liegt die Sache IMO völlig anders.
    Wir alle wissen, daß Beethoven zeitleben auf der Suche nach Instrumenten war, deren Tonumfang größer war, als das bisher gebotene, Er wollte mehr Dynamik, mehr Fülle ,mehr Präsision, mehr Robustheit (Beethovens Broadwood war, so berichten Zeitzeugen, ziemlich ungepflegt.)
    Genau das bietet ein heutiger Konzerflügel. Beethoven hätte seine Freude daran gehabt.
    Natürlich ist es interessant, Beethovens Klavierkonzerte, oder zumindest eines davon einmal auf einem Pianoforte der Beethovenzeit gehört zu haben, das wars aber dann für die meisten auch schon.


    Anders ist die Sache gelegen, wenn man, wie ich, sich auch für die historischen Aspekte klassischer Musik interessiert.
    Hier hat die Gariner-Aufnahme mit dem (IMO) weit unterschätzten Robert Levin einiges zu bieten. Jedes Konzert wurde wird mit einem anderen Instrument instrument eingespielt, teilweise mit solchen, die sonst üblicherweise vergessen sind. So spielt Levin beispielsweise das Klavierkonzert Nr 5 auf einem Pianoforte von Salvatore Lagrassa aus dem Jahre 1812. Ferner ist zu erwähnen, daß er im gesamten Zyklus die Kadenzen selbst improvisiert, d.h. sie sind einmalig und entstehen erst während der Aufnahme, weil sie ja nirgends aufgeschrieben sind.


    Hier schlägt das Herz des dilletierenden "Hobby-Musikhistorikers" höher.


    Aber in Grunde gehört meine Liebe schon den interpretationen von
    Backhaus, Arrau und Brendel.


    Nein ich habe Kempff nicht vergessen. Er nimmt IMO eine Sonderstellung ein, und zwar durch seine eigenen Kadenzen, die, als er sie einspielte, "modern" waren, zumindest glaubte Kempff dies.
    Heute sind sie ebenso verstaubt und ein Fremdkörper im Werk, wie Schnittkes Kadenzen fürs Beethoven-Violinkonzert op 61 dereinst sein werden.


    Beethovens Klavierkonzerte sind als Thema an sich ja ein Fass ohne Boden


    Gruß
    aus Wien


    Alfred

  • Tag,


    nur zum Moment der Kadenzen von Alfred Schnittke zum Violinkonzert von Beethoven. - Mir leuchtete der zugrundeliegende Einfall unmittelbar, noch im Hören, ein: Expansion - Kontraktion, Kontraktion unter Steigerung der Intensität. Wie Beethoven die Expansion der Komposition aus der Pauke vorführt, so Schnittke die Kontraktion der Komposition in die Pauke. Auch nur eine Variante des Beethoven'schen "Aus Dunkelheit zum Licht" - ganz passend, fand ich, dachte ich mir dazu. Die Zeitdauer, die Proportionen, schärfen zusätzlich die Ökonomie der Aufmerksamkeit an. Wann kommt das Überkommene wieder zur Darstellung, in der werdenden Folge (des musikalischen Flusses), wie hält sich das Bekannte angesichts des hier plötzlich auftauchenden Unbekannten? Das Werk tritt schärfer ins Bewußtsein als eh und je. Dank dem Komponisten Alfred Schnittke.


    Aha, dachte unsereiner. Und, es kam so, dass Dirigent und Solist erkennbar Freude an der Demonstration des Musikalisch-Gedanklichen hatten. So ist das also, da ist was dran.


    Ich hörte die erste Aufführung mit Gideon Kremer, NDR-Sinfonieorchester, Leitung Klaus Tennstedt.


    MfG
    Albus

  • hab mir jetzt mal die DVD The golden age of piano angeschaut.
    Da gibts ein extra wo arrau mit dem philadelphia orchester unter riccardo aus dem jahre 1983 das 4.beethoven kk spielt. Besonders der 3.Satz hat mir gefallen.


    Ich glaub ich hol mir jetzt mal die Aufnahme mit Arrau/Davis.
    Für 4,99 Euro kann man ja für die Philips CD nichts falsch machen,hoffe ich.


    Beethoven hatte einen Broadwood? Im welchen Jahr war denn das?

  • Die Beethoven-Klavierkonzerte gehören zu den wenigen "Standard-Werken", wo ich noch keine mich befriedigende Aufnahme gefunden habe.
    Kennengelernt hab ich die meisten "live" in der Kombination Perahia-Abbado und Pollini-Abbado. Keine dieser Deutungen konnte mich langfristig überzeugen. Dann erwarb ich die Aufnahme mit Zimerman-Bernstein, welche ich gut aber nicht überragend finde. Weiterhin hörte ich noch live Brendel mit dem 4. Konzert und Argerich mit dem zweiten. Auch hier alles andere als zufrieden. Werde mich als nächstes mal an Arrau versuchen.


    Gruß
    Anti

  • Klassikliebhaber fragte:


    Zitat

    Beethoven hatte einen Broadwood? Im welchen Jahr war denn das?


    Beethoven hatte mehrere Klaviere und stand mit den führenden Klavierherstellern seiner Zeit in Kontakt, immer mit Bitten um Sonderausführungen, die lauter sein sollten als damal üblich Flügel...


    Beethoven spielte teilweise Klaviere von Stein.
    Der Broadwood wurde ihm 1818 aus London, "von Freunden" gesandt (andere Quellen sprechen von einem Geschenk der Firma Broadwood)


    Das Instrument ging nach Beethovens Tod an Franz Liszt und steht heute im Nationalmuseum in Budapest.


    1825 wurde ein Flügel bei der Firma Graf in Wien hergestellt und an Beethoven geliefert.



    ----------------------------------------------------------------------


    Antracis schrieb:


    Zitat

    Die Beethoven-Klavierkonzerte gehören zu den wenigen "Standard-Werken", wo ich noch keine mich befriedigende Aufnahme gefunden habe.


    Es gibt einige Werke, bei denen das zutrifft. Die Urache dürfte sein, daß es wahrscheinlich unmöglich ist, dieses IDEAL zu realisieren.



    Gruß aus Wien


    Alfred

  • Nach Rückkehr aus meinem Archiv... :wacky: möchte ich doch meinen obigen Beitrag mit einer der sog. HIP-Aufnahmen ergänzen:



    Steven Lubin spielt hier mit der von mir sehr geschätzten Academy of Ancient Music unter dem genauso geschätzten Christopher Hogwood.
    Es werden hier ausschließlich authentische Instrumente benutzt, selbst unterschiedliche Forte-Pianos:
    1+2 = Anton Walter, 1795
    3 = Johann Fritz, c. 1818
    4+5 = Conrad Graf, 1824


    Hier zumindest ist, insbesonders bei den ersten beiden Konzerten, sehr gut der Unterschied zur heute geläufigen Aufführungspraxis erkennbar, da - ganz besonders beim Walter-Instrument - natürlich auch nicht das Spektrum eines modernen Konzertflügels abgedeckt werden kann. Es fehlt die Präsenz, die "Wuchtigkeit" der Bässe - und genau das ist es im umgekehrten Fall, was mich bei den Aufnahmen mit heutigen Konzertflügeln derart stört.
    Gerade die ersten beiden Konzerte muten ja von der Komposition an, daß eigentlich die Kraft vom Orchester kommt und (noch) nicht vom Instrument - also mehr ein Konzert mit obligatem Klavier. Und das wird durch diese HIP-Einspielung sehr deutlich aufgezeigt.


    Kraftvoll hingegen dann die beiden letzten Konzerte auf dem himmlischen Graf-Instrument, das - wie ich finde - diese Kompositionen Beethovens noch am deutlichsten, mit allen Feinheiten - aufzeigen kann.


    Vielleicht hat jemand von Euch das Glück, diese Aufnahme preiswert zu erwerben - es dürfte auf jedenfall eine Entdeckung wert sein wie auch bestimmt zu einem einmaligen Erlebnis und Hörgenuß werden.


    Gruß,
    Jürgen

    Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen. [frei nach George Orwell]

  • Die Klavierkonzerte, und das ist keine gewagte Aussage, sind für mich die größten.
    Von meinen Aufnahmen möchte ich keine missen, sondern viele andere ergänzen.


    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 opus 15 C-Dur
    Backhaus/Schmidt-Isserstedt/Wiener Philharmoniker
    Benedetti-Michelangeli/Giulini/Wiener SymphonikerBernstein/Bernstein/New York Philharmonic
    Brendel/Haitink/Philharmonia Orchestra Londo
    Brendel/Rattle/Wiener Philharmoniker
    Pollini/Jochum/Wiener Philharmoniker

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 opus 19 B-Dur
    Pierre-Laurent Aimard/Nikolaus Harnoncourt/Chamber Orchestra of Europe
    Backhaus/Schmidt-Isserstedt/Wiener PhilharmonikerBrendel/Rattle/Wiener Philharmoniker

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 opus 37 c-moll
    Backhaus/Böhm/Wiener Philharmoniker
    Backhaus/Schmidt-Isserstedt/Wiener Philharmoniker
    Benedetti-Michelangeli/Giulini/Wiener SymphonikerBrendel/Rattle/Wiener Philharmoniker
    Pollini/Böhm/Wiener Philharmoniker


    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 opus 58 G-Dur
    Backhaus/Böhm/Wiener Symphoniker
    Backhaus/Knappertsbusch/Wiener PhilharmonikerBackhaus/Schmidt-Isserstedt/Wiener Philharmoniker
    Brendel/Rattle/Wiener Philharmoniker
    Gulda/Gulda/Wiener Symphoniker
    Gulda/Stein/Wiener Philharmoniker
    Pollini/Böhm/Wiener Philharmoniker


    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 opus 73 Es-Dur
    Backhaus/Krauss/Wiener Philharmoniker
    Backhaus/Schmidt-Isserstedt/Wiener Philharmoniker
    Benedetti-Michelangeli/Freccia/Sinfonieorchester der RAI ROM
    Brendel/Rattle/Wiener Philharmoniker
    Fischer/Böhm/Sächsische Staatskapelle Dresden
    Gulda/Stein/Wiener Philharmoniker 1971
    Pollini/Böhm/Wiener Philharmoniker 1978

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • und weil das Thema ja eines der ergiebigsten, und wies scheint auch beliebtesten ist:


    Ich hatte in meiner Jugend anfangs Wilhelm Backhaus unter Schmidt-Isserstedt und Kempff unter Ferdinand Leitner, jeweils 3 LPs, wobei sich (ich fand das schon damals reizvoll) einige Überschneidungen ergaben.
    Als die Serie Böhm/Pollini begonnen wurde hab ich mir hier natürlich Platte um Platte besorgt. Leider erlebte Böhm die Fertigstellung des Zyklus nicht und so wurde Eugen Jochum als "Einspringer" mit der Fortführung beauftragt. Soweit ich mich erinnerere hat Böhm die Klavierkonzerte Nr 3-5 dirigiert, Jochum die Nr 1 und 2.


    Die Deutsche Grammophon sah sich aber aus verschiedenen Gründen veranlasst eine weitere Serie mit Pollini als Solisten zu starten, erstens weil ein fliegender Dirigentenwechsel in einer Serie als störend empfunfden wird, aber wahrscheinlich eher, weil die von Böhm eingespielten Folgen noch nicht DIGITAL waren, ein Manko ohnegleichen in der Anfangszeit der Digitaltechnik. Hatte doch erst kurz vorher ein österreichischer adeliger Dirigent laut verkündet:" Digital - Alles andere ist Gaslicht " :D


    Wie die Abbado/Pollini Einspielung gelungen ist weiß ich nicht. Sie wurde jedenfalls nie besonders herausgestellt.


    Auch um die Aufnahmen von Harnoncourt/Aimard ist es relativ still geworden. Kennt die jemand ?


    Ebenso frage ich ich was die Aufnahme mit Helene Grimaud zu bieten hat(hatte ?)


    Zum Ausgleich für die vielen Fragen hier eine Empfehlung:


    Der junge Wiener Pianist Till Fellner spielte für Erato die Beethoven Klavierkonzerte Nr 2 und 3 ein , nicht mit Löwenpranke, sondern sehr klar, silbrig, mit einem Hauch Mozart, was speziell dem Konzert Nr 2 sehr got zu Gesicht steht. Naville Marriner dirigiert the Academy of St. Martin in the Fields.


    Grüße aus Wien


    Alfred

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Auch um die Aufnahmen von Harnoncourt/Aimard ist es relativ still geworden. Kennt die jemand ?


    Ja, aber nicht in der Gesamtheit; sie ist ja auch recht schnell nach Erscheinen "verschleudert" worden.
    Vielerorts ist diese Aufnahme hoch gelobt worden, als ob Gott Vater und Sohn zusammen ein Konzert gegeben haben :wacky: - ich kann das bis heute leider nicht nachvollziehen, auch nach nochmaligem Hören eines weiteren Konzertes (dem 5.) in der Besetzung.


    Da ich zu faul bin ;) habe ich untenstehend mein Posting aus dem Jahre 2000 verwendet, zu dem ich aber auch heute noch stehe jedoch ergänzen muß, daß ich Airmard inzwischen u.a. auch die Appassionata habe spielen gehört und zu dem Entschluß (für mich) gekommen bin, er solle Beethoven lieben sein lassen oder man möge mich - wie unten aufgeführt - während eines Konzertes mit ihm und diesem Repertoire gleich erschießen.


    ------------------------------


    Mit Interesse habe ich die entsprechenden Kommentare gelesen und
    mir heute das besagte Konzert im Radio angehört.
    Zuerst war ich mehr als angenehm überrascht, eine gelungene
    Aufführung der relativ unscheinbaren Mozart-Sinfonie zu hören und
    gleichzeitig die ausgezeichnete Akustik im Saal zu genießen.
    Schlimmer jedoch als ein Eimer eiskaltes Wasser traf mich dann die
    "Sichtweise" Harnoncourts in Bezug auf das 3. Beethoven-Konzert.



    Ein recht kraftloser Beginn, zähe Übergänge und irgendwie in "einem
    Guß" präsentierte er ein Werk, das mir in dieser Art gänzlich
    unbekannt erschien, obwohl ich es sehr oft gespielt und noch öfter
    gehört habe.
    Der Einsatz der Bläser kam schleppend und manchmal etwas zu spät und
    hörte sich dann auch dementsprechend "schräg" an.
    Von Taktarten scheint Harnoncourt (in Bezug auf Beethoven) noch
    nichts gehört zu haben und die Partitur, die er wohl zur Hand hatte,
    muß außer "molto molto legato" keine weiteren Einträge gehabt haben.
    Es erweckte den Eindruck, als ob er hier ein frühes Mozart-Werk
    spielen läßt, nicht aber Beethoven.
    Entweder hatte Harnoncourt eine Partitur zur Hand, die bislang noch
    keiner der bekannten Verlage veröffentlicht hat oder er war bei den
    Proben und dem Konzert derart betrunken und keiner hat es gemerkt.. :-)



    Der 2. Satz entschädigte zuerst durch die Ausgeglichenheit zwischen
    Orchester und Klavierpart, ging aber dann in einen großen zähen Brei
    aus Klängen, unpassenden Akzenten, äußerst gedehnten Tempi und Pausen
    über, der sich bis zum Schlußakkord des letzten Satzes noch weiter
    verklebte.
    Die Ausdruckslosigkeit des Orchesters ging spätestens im 2. Satz dann
    wohl auch auf den Pianisten über.
    Ich schätze Aimard sehr, insbesonders wenn er zeitgenössische Werke
    spielt wie z.B. Messiaen oder Kurtág, aber selbst im klassischen
    Standard-Repertoire ist mir bei ihm bisher kein derart "unreifes"
    Spiel untergekommen.



    Ich kann nur hoffen, daß einer seiner Kollegen und Freunde, vielleicht
    Alfred Brendel ??, über seinen Schatten springt und ihm, sollte dies
    tatsächlich geplant sein, von einer Gesamtaufnahme in dieser
    Konstellation dringend abrät.



    Aber die Geschmäcker sind ja grundverschieden und vielleicht ist es
    in der Tat so, daß man Harnoncourt entweder nur schätzen oder total
    verachten kann, obwohl ich einige Sinfonien von Mozart und Haydn bereits
    gehört hatte, die mir wiederum recht gut gefallen haben.



    Ich wäre während des Konzertes froh gewesen, wenn entweder jemand mir
    oder dem Dirigenten den Gnadenschuß verpaßt hätte.
    Da war es sogar eine Erholung, um 20.05 Uhr auf WDR 3 umzuschalten und
    zu verfolgen, wie R. Buchbinder den neuesten Schnelligkeitsrekord im
    2. Brahmskonzert aufgestellt hat... !

    Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen. [frei nach George Orwell]

  • Sagitt meint:


    Das fünfte Beethoven-Konzert war meine allererste Platte mit Kempff und Paul van Kempen. Ich habe dann dieses und die anderen Konzerte in vierzig Jahren oft gehört, oft gekauft. Kmepff gehört nicht mehr zu meinen Favoriten. Wenn ich nun einen jeweils nennen dürfte, würde ungeheuer schwer, aber ich versuche es.



    das erste Konzert mit- oh ist das schwierig- Michelangeli
    das zweite Konzert mit Brendel und Rattle
    das dritte Konzert ( obwohl die Konkurrenz ungeheuer hart ist) mit Zimerman und Bernstein
    das vierte Konzert mit Brendel und Levine
    das fünfte Konzert mit Michelangeli und Guilini.


    Nur unter dem striktesten Zwang, sich für eines zu entscheiden.
    Michelangeli war ein großartiger Beethovenspieler, weil er soviel Pathos hat, ich hatte einmal eine Beethovensonate op. 7 von ihm, der er beim beethovenfest 1970 in Bonn gespielt hat. In seinen Interpretationen ist eine Ansammlung von Konzentration und Kraft vorhanden,zugleich ist er ein Anschlagskünstler von höchsten Gnaden ( zweiter Satz von op. 73).
    Das zweite schätze ich von Brendel, weil er mit Rattle zusammen eine ironische Note hineinbringt, die dem zweiten Konzert sehr gut tut.
    Zimermann mit Bernstein zusammen bringt das Dunkle-Herrische des Werkes unglaublich gut zur Geltung und Brendel hat einen überragenden Anschlag beim G-Dur konzert.
    Aber zu jedem Vorschlag wüsste ich mindestens eine zweite und dritte und vierte..............

  • Hallo allerseits,


    ich meine, dass Szell mit seinem Cleveland Orchestra und Fleisher hier Wunderbares vollbracht haben; deshalb sind diese Aufnahmen meine Favoriten bei den Konzerten 1-4.


    Das 5. gefällt mir ausgesprochen gut mit dem Pianisten Josef Bulva, begleitet von dem Orchestre de la Suisse Romande unter Armin Jordan (1999).


    Und als Richter-Fan fühle ich mich genötigt zu erwähnen ;), dass selbiger nicht zu unterschlagen ist. In meinem Besitz befindet sich das 3. KK mit dem Philharmonic Orchestra unter Muti, welches ich wieder mal als gelungen bezeichnen kann.


    Gruß, Cosima

  • Einer meiner Favoriten für das "Fünfte" Fischer und Furtwängler. Bei dem zweiten Satz denkt man wirklich an die Chöre frommer Pilger! :jubel: :jubel: :jubel:




    Grüße, :hello: :hello:


    Christian

  • Lieber Christian ,
    Deine Wahl ist die eines kongenialenn Zusammentreffens zweier überragender Beethoven-Interpretn . Kompliment , dass Du einzelne Aufnahmen auswählst und nicht direkt alle fünf Konzerte durch ein Interpreten-Team . Denn : Niemand interprtiert alles Konzerte gleich gut oder "richtig" !
    M e i n e Lieblingseinspielungen :
    C-Dur : Argerich ; Ania Dorfman / Toscanini ; Weissenberg / Karajan
    B-Dur : Argerich/Abbado ; Brendel / Rattle ;Gilels / Szell
    c-Moll: Haskil ; Arrau (frühe Aufnahme) ;Rubsinstein (späte Aufn.)
    G-Dur: Weissenberg / Karajan ( Refernzaufnahme! ) ; Gilels - liove ( nicht erhältlich )
    Es-Dur : Edwin Fischer / Furtw.; Michelangeli (in der Praga-Serie ) ; Weisssenberg / Karajan und live Anfabng 1980er Jahre mit Eugen Jochum ( das war eine Klangwelt !!! )
    Herzliche Grüsse nach Heidelberg !
    Frank :jubel: :jubel: :jubel: :hello: :hello:

  • Zitat

    Original von Frank Georg Bechyna
    Lieber Christian ,
    Deine Wahl ist die eines kongenialenn Zusammentreffens zweier überragender Beethoven-Interpretn . Kompliment , dass Du einzelne Aufnahmen auswählst und nicht direkt alle fünf Konzerte durch ein Interpreten-Team . Denn : Niemand interprtiert alles Konzerte gleich gut oder "richtig" !


    Lieber Frank,


    danke für die Blumen! :yes: :yes: Du hast recht völlig recht. Das ist auch der Grund warum ich gegenüber Gesamteinspielungen immer gewisse Vorbehalte habe, auch wenn sie in Einzelfällen unberechtigt sein mögen. Aber an dem Satz: Die Ausnahme bestätigt die Regel ist definitiv etwas dran und die gilt auch in diesem Fall.


    Übrigens einer meiner Favoriten für Nummer Drei: (tauchte hier noch nicht auf, wenn ich nichts übersehen habe):




    Verglichen mit Fellner sieht mancher arrivierte Interpret vergleichsweise alt aus!


    Herzliche Grüße, :hello: :hello:


    Christian