TMOO - Die Heimkehr aus der Fremde (Mendelssohn)


  • cpo 999 555-2


    Münchner Rundfunkorchester; Heinz WALLBERG 5


    Die Mutter: Hanna SCHWARZ 4,5
    Lisbeth: Helen DONATH 5
    Hermann: Peter SCHREIER 5
    Kauz: Dietrich FISCHER-DIESKAU 4,5


    Chor des Bayerischen Rundfunks


    1977 wurde dieses relativ unbekannte Juwel von Felix Mendelssohn-Bartholdy in dieser prominent besetzten Studioaufnahme eingespielt. Ein melancholisches und heiter-romantisches Werk mit wunderschönen Melodien.

  • Ich habe diese Oper schon oft gehört und kann die Empfehlung von Cartman nur bestätigen. Ich war sehr erstaunt, als ich das Werk zum ersten Mal hörte, und wollte gar nicht glauben, dass der sehr junge Mendelssohn (da war er noch keine 20) das geschrieben hat. Es gehört in die Reihe der von unseren Intendanten so sträflich vernachlässigten kostbaren deutschen Spielopern.


    Eine Kritik muss ich allerdings noch anbringen: die Dialoge sind oft unfreiwillig komisch. Die Sprecher sind offensichtlich auch mit den Sängern besetzt worden, und da zeigt sich, dass gute Sänger oft keine guten Sprecher sind, was leider besonders für Peter Schreier, aber auch für Fischer - Dieskau gilt. Gesungen wird allerdings hervorragend, da kann ich die Bewertungen von Cartman nur unterstützen, da gibt es keinen Ausfall!

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)


  • Radio-Sinfonieorchester Stuttgart; Helmuth RILLING 4
    (schön und mit Liebe zum geradezu tänzerischen Detail gespielt, aber Meister Rilling scheint sich das ein oder andere Nickerchen am Pult zu gönnen)


    Die Mutter: Iris VERMILLION 3,5
    Lisbeth: Juliane BANSE 3,5 (klingt leider nicht so jugendlich, wie sie sein müsste)
    Hermann: Carsten SÜSS 3,5
    Kauz: Christian GERHAHER 4,5 (ein – im Sinne des Stücks – unangenehmer Geselle)


    Gächinger Kantorei Stuttgart


    Bei diesem Live-Mitschnitt (2006?) entschied man sich dafür einen Erzähler einzusetzen, statt das Stück szenisch aufzuführen. Mir ist die Dialogfassung der Wallberg-Aufnahme lieber, zumal der Erzähltext recht überartikuliert vorgetragen wird und für wenige Szenen auch kurze Sprechtexte der Sänger beinhaltet. Irgendwie ist diese Fassung nicht Fisch, nicht Fleisch.

  • Lieber Cartman, danke für diesen Hinweis. Das scheint sich ja nicht zu lohnen, denn warum soll ich eine nicht so gute Aufnahme kaufen, wenn ich eine perfekte habe. Und über das unfreiwillig Komische der Dialogtexte kann man in der Wallbergaufnahme ja doch auch schmunzeln.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)