Beethoven: Diabelli-Variationen

  • Hallo,
    ich möchte mir gerne eine Einspielung der Diabelli-Variationen zulegen.


    Ich hatte heute Gelegenheit, kurz bei Scherbakov (Naxos) und Perl (Oehms) reinzuhören, die mir recht unterschiedliche zu sein schienen. Während Perl mehr klassisch schwungvoll mit feierlich-erhabenem Gestus spielt, wirkte Scherbakov pfiffiger, verschmitzter und origineller und an den entsprechenden Stellen dennoch energisch kraftvoll.


    Welche anderen Empfehlungen gibt es? Brendel und "die üblichen Verdächtigen", oder gibt es vielleicht eine klare Empfehlung?

  • Hallo, Achim!
    Ich habe die Diabelli-Variationen durch die von Dir erwähnte Perl-Aufnahme kennengelernt.
    Ein noch interessanteres Hörerlebnis ist hier aber Alfred Brendel. Ich hatte ihn mal live dieses Werk spielen hören und war beeindruckt. Brendel hat sich sehr intensiv mit dieser Komposition auseinandergesetzt und daher (sein pianistisches Können ist ja unumstritten) ist diese hier ganz sicher Referenzaufnahme:

    Ich besitze sie seit gestern (es gibt sie jetzt bei Zweitausendeins) und habe sie auch schon gehört. Ich kann sie sehr empfehlen!
    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo


    Die Diabelli-Variationen habe ich nur in der Einspielung von Scherbakov, mit der ich recht zufrieden bin (ohne Vergleichsmöglichkeit und nochmaliges zielgerichtetes hören)


    Hübsch für das monarchistische Herz sind auch die "Beiwerke": Fünf "Rule Britannia"-Variationen und Sieben "God save the King"-Variationen.



    Rudolf Buchbinder hat übrigens "sämtliche" Diabelli-Variationen eingespielt. nämlich nicht nur die von Beethoven sondern von allen Dutzenden Komponisten, die sich am ausgeschriebenen Variationsauftrag beteiligt haben.


    Gruß, Markus

  • Ich besitze neben Brendel und Sokolov noch folgende Aufnahme, die ich für mich neben beiden zumindest besteht (Brendel trotzdem mein Favorit). Vielleicht auch wegen des schönen Covers :stumm: :D




    Liebe Grüsse, Moritz

  • Tag,


    hängengeblieben sind bei mir vier LPs, eine CD.


    Die LPs: Alfred Brendel, Turnabout, aus den Anfängen der internationalen Karriere, etwas für Brendel-Verehrer. Dann, von Alfred Brendel, Philips, aus der Aufnahmeserie der 70er Jahre, weicher Klavierton, kräftiger Gestaltungszug. Weitere LP, von Friedrich Gulda, Amadeo, im Charakter von Nuancen, Geschwindigkeit und Konturen vortrefflich. Und die vierte LP, mit Rudolf Serkin, CBS, wild, unruhig in Harmonien und Akkorden, viele gebrochene Akkorde, rauher Klavierton.


    Die CD: Claudio Arrau, Philips, aus der Serie der letzten Aufnahmen. Beethoven, dargestellt, man braucht viel mitgebrachte Ruhe für die Rezeption. Saubere Ohren sind empfohlen (d.h. lange nichts Lautes gehört).


    Je nach Einstellung wähle ich die Aufnahme aus. Gulda, wenn ich Material für meine erschlaffte Phantasie möchte. Arrau, wenn ich nachdenklich sein möchte. Serkin, wenn ich ungeduldig bin. Brendel, die aus der Frühe der Karriere, höre ich gern dann, wenn ich einen Eindruck von fruchtbarem Anfang möchte.


    MfG
    Albus

  • Hallo,
    nur zur Vervollständigung des von mir angezettelten Threads:
    Nach Vergleichshören (wie üblich bei Saturn) von Brendel, Anderszewski, Perl, Pollini und Sokolov habe ich mich letztlich doch für Scherbakov (Naxos) entschieden, und das nicht wegen des Preises.
    Brendel war mir etwas zu verspielt und manchmal nicht energisch genug, Pollini dagegen zu akademisch und humorlos, Perl (den ich sonst auch schätze) ein wenig zu steif und erhaben. Sokolovs Einspielung gefiel mir gut, nicht aber so sehr der Klavierton, der mir - bei den bekannten Einschränkungen der bei Saturn möglichen Hörbedingungen - zu hell und flach erschien. Anderszewski schließlich gefiel mir ebenfalls recht gut, war ausgewogen und „gefällig“.
    Scherbakov ist’s schließlich geworden, weil sein Spiel wie schon erwähnt pfiffig und schwungvoll ist, das Rhythmische betont und da, wo erforderlich, auch mal richtig „powert“. Außerdem finde ich den Klavierklang angenehm rund und warm.


    P.S.: Gulda behalte ich im Hinterkopf...!

  • hallo Achim,


    ich besitze aufnahmen des werks mit perl, scherbakov, gulda und barenboim. von allen gefällt mir der scherbakov am wenigsten. sein spiel ist vornehmlich an der lösung klaviertechnischer probleme und der körperhaltung orientiert. ich konnte mich davon auch zweimal bei live-recitals davon überzeugen. von seinem spiel geht eine ganz erhebliche gefühlskälte aus. hinzu kommt, das scherbakovs spiel nicht recht kantabel ist. er beherrscht nicht die kunst der großen melodiebögen. am liebsten höre ich eine studio-einspielung des frühen daniel barenboim aus mitte der sechziger jahre, beim ital. label ermitage herausgegeben. wirklich großartiges beethovenspiel, erfüllen der großen linien und kompromisslos ! schade, dass barenboim pianistisch heute nur noch ein schatten seiner damaligen kunst ist. die brendel- und serkin-aufnahmen hatte ich in der schulzeit auf mc, auch großartige darstellungen !


    gruß, siamak

  • Zitat

    schade, dass barenboim pianistisch heute nur noch ein schatten seiner damaligen kunst ist.


    so schlimm ist es schon?


    wieder ein Beweis meiner Theorie, daß man nur eine Sache gut machen kann . klavierspielen oder Dirigieren.

    Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
    (frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

  • Hallo siamak,
    es ist wirklich interessant, wie verschieden man ein und dieselbe Aufnahme doch beurteilen kann. Ich habe meine Neuerwerbung gestern noch komplett gehört und bin wirklich sehr angetan davon. Ich werde allerdings auch bei diesem Werk nach Alternativen weiter Ausschau halten.

  • Hallo Achim,


    Wie recht Du doch hast.


    Ich persönlich hätte Brendel empfohlen - hab diesen Thread aber erst jetzt entdeckt (Langsam beschränkt sich meine Funktion hier nur mehr aufs "Verwalten" - Ich bin nicht mehr in der Lage alle Postings zu lesen - Sie kommen zu schnell rein.


    Aber glücklicherweise sind gerade die Diabelli-Variationen ein Werk, das man in etlicher Versionen immer wieder neu erleben kann.
    Die Scherbakov-Aufnahme besitze ich noch nicht - ich erinnere mich aber an eine sehr gute Kritik (Fono-Forum oder Klassik-heute ?)


    Olli Mustonen, auch in meiner Sammlung - wird von mir aber nicht empfohlen - originell um jeden Preis - auch um den, daß die Aufnahme nach einiger Zeit zu nerven beginnt....


    Kempff - da müsst ich mal wieder hineinhören.


    Aber - wenn es dIese Aufnahme noch irgendwo gibt - die ist ein MUSS



    Wobei ich nicht wegen des Pianisten meine, Buchbinder ist Geschmackssache - ich mag ihn allerdings - sondern diese Doppel-CD ist deshalb so interessant, weil sie zusätzlich zu den Beethovenschen-Diabelli Variationen die EIGENTLICHEN Diabelli-Variationen enthält - So wie sie Diabelli sich eigentlich vorgestellt hat: Von jedem Komponisten EINE Variation. Darunter sind bekannte Namen wie : Franz Liszt, Franz Xaver Mozrt,Franz Schubert, Simon Sechter, Carl Czerny, Johann Nepomuk Hummel, Anselm Hüttenbrenner, Ignaz Moscheles und viele andere...


    Da diese Doppel- CD (es gibt sie in mehreren Verpackungen) von Teldec ist (Ultima) muß man sich die Frage stellen, wie lange sie noch am Markt sein wird - Also rasch zugreifen.


    Liebe Grüße aus Wien


    Alfred

  • Hallo Alfred,
    vielen Dank für den Tipp - ich schätze Buchbinder auch (sah und hörte ihn letzte Woche in Düsseldorf mit dem 1. Brahms-Konzert), sodass ich mich um diese Aufnahme in der Tat mal kümmern werde.


    Übrigens: Die Kritik zu Scherbakov in Rondo lautete:


    "Wie weit wird unser Bild eines Komponisten eigentlich durch die Abkonterfeiungen, die von ihnen geläufig sind, geprägt? Was Beethoven angeht, hat das romantische 19. Jahrhundert da jedenfalls nicht segensreich gewirkt: Die Vielzahl zauseliger Gips-Büsten auf Omas Flügel spricht Bände. Das Beethoven-Bild Konstantin Scherbakows wirkt auf den unbedarften Hörer so, als ob sich Andy Warhol die Diabelli-Variationen marilyn-bunt, quasi im Siebdruck, vorgenommen hätte.
    Natürlich ist dieses Werk für sich genommen schon ein Monster: unbegreiflich, unausdeutbar, zugleich hermetisch und von immenser Vielfalt der Stimmungen. Konstantin Scherbakow aber nimmt Beethovens Fehdehandschuh mit Wonne auf. Das muß man nicht gut finden, aber wenigstens kneift er nicht. Wer Friedrich Guldas zierliche Walzerseligkeit im Ohr hat, muß sich erst einige Zeit einhören. Aber dann kann er sich gegen Scherbakows animalische Wucht nicht mehr recht wehren.
    Stefan Heßbrüggen, RONDO 5/98"


    Sehr positiv auch diese in "stereoplay":


    "A. Csampai in stereoplay 11 / 98: "Jetzt hat der 36jährige Perfektionist mit den abgründigen Diabelli-Variationen erstmals ein Standardwerk vorgelegt und gleich die Sensation geschafft. Er liefert nicht nur eine penibel ausgehörte, technisch perfekte Wiedergabe des teilweise schwierigen Notentextes, sondern er trifft bereits in den ersten Takten den spezifischen, einerseits schroff abweisenden, andererseits grimmig-humorvollen Ton Beethovens so genau, daß man den Atem anhält und sich an die Glanzzeiten des zornigen, jungen Svatoslav Richter erinnert. Geradezu sensationell auch das ungemein plastische und kernige Klangbild, das die Scheibe mühelos in den Qualitätsbereich "audiophil" hebt."

  • hallo Achim,


    also dem herrn csampai muss ich doch entschieden widersprechen, das spiel von scherbakov hat nun mit dem s. richters garnichts gemein. und dann auch solche phrasen wie 'sensationell' etc.. wenn es darum geht, die schroffheiten des werkes herauszuarbeiten, dann würde ich die aufnahme friedrich guldas empfehlen. die vorletzte variation mit der fuge spielt keiner so vehement und mit soviel motorischem drive. scherbakovs spiel ist ein durchund durch gekünsteltes. die totale kalkulation. perls einspielung z.b., die auch im low-price liegt, ist viel freier. man merkt takt für takt, dass hier ein beethoven-kenner interpretiert. die musik atmet in großen spannungsbögen, die anschlagsvarianten sind vielfältiger als bei scherbakov. ich will den scherbakov nicht schlecht machen, doch eine sensation ist diese interpretation meiner meinung nach nicht. ich habe die cd im schrank stehen, und ich greife seit fast zwei jahren nicht mehr danach.


    olli mustonen nun ist hier ein paradebeispiel, dass er sich selbst spielt und nicht beethoven. seine akzentuieren sind maniriert und gleichförmig. und wie alfred schon sagte, absolut nervend.


    gruß, siamak

  • Hallo siamak,
    ich will gar keine Endlos-Diskussion anzetteln, aber die von Dir beschriebenen Unterschiede zwischen Scherbakov und Perl (den ich als Beethoven-Interpreten durchaus schätze, ich habe mehrere seiner CDs) empfinde ich genau umgekehrt - siehe auch meine bisherigen Beschreibungen meiner Eindrücke.
    Merkwürdig, wie unterschiedlich man ein und dieselbe Interpretation manchmal wahrnimmt - zugleich aber auch spannend!

  • Zitat

    Original von AcomA


    olli mustonen nun ist hier ein paradebeispiel, dass er sich selbst spielt und nicht beethoven. seine akzentuieren sind maniriert und gleichförmig. und wie alfred schon sagte, absolut nervend.


    gruß, siamak


    @Siamak,


    das Wort "absolut" kann ich bei Alfred aber nicht finden.

  • hallo Achim,


    da hast du recht. letztlich behaupte ich ja nicht, dass scherbakovs interpretation schlecht oder gar mittelmäßig sei. pianistisch betrachtet ist sie auf hohem niveau. vielleicht greife ich sie mir doch noch mal und höre sie erneut.


    gruß, siamak

  • Hallo


    Wir müssen uns alle (mich einbezogen) immer wieder vorAugen halten, daß Interpretation ja nichts Absolutes ist, daher auch nicht meßbar. (nicht mal die Nähe zum Notentext ist hier ein Kriterium, sagt über dei WIRKUNG einer Interpretation gar nichts aus)


    All unsere Aussagen lassen höchstens eine Aussage darüber zu, inwieweit der Geschmack (das technische setze ich mal als gegeben voraus) der Ausführenden mit unserm kompatibel ist :D


    Daher habe ich es mir auch immer zu Angewohnheit gemacht, die geschmackliche Tendenz von Kritikern einbeziehen - ihre mir bekannten Vorlieben und Abneigungen mit einzubeziehen, wenn ich mir ein Bild machen will.


    Erst die Einführung des


    MS -EuroRezenzent 1.0
    aus dem Haus Winzigweich
    könnte dereinst die so lange ersehnte Standard-Norm
    erbringen, an der jeder Interpret gemessen werden wird. :baeh01:


    :angel:
    Alfred, der hiemit ein neues Smiley einweiht,
    gewidmet einem neuen Mitglied das es an anderer
    Stelle gern und oft verwendet hat, und es vielleicht
    hier vermißt hätte

  • hallo Alfred, hallo Richard,


    danke für die widmung :yes:.
    es stimmt, alfred sprach nicht von 'absolut' nervend. aber bei mustonens spiel, so finde ich, besteht dann auch kein signifikanter unterschied zwischen auf die dauer nervend und absolut nervend :D.
    ich hörte ihn ende letzten jahres in düsseldorf live mit scarlatti, hindemith und prokofiev. sie klangen alle gleich und nervend.


    gruß, siamak

  • hallo,


    ich habe mir nun bei 2001 die auf die hälfte vergünstigte aufnahme von 1988 mit brendel besorgt und mehrfach gehört.



    Pius hatte diese interpretation als referenz bezeichnet. während meiner schulzeit besaß ich auf mc einen live mitschnitt dieses werkes mit brendel von anfang der 80er jahre (philips). die war schon sehr überzeugend. aber diese aktuelle einspielung ist nicht nur pianistisch perfekt, sie lotet alle ausdrucksmöglichkeiten dieses werkes voll aus. da stimmt jeder seufzer, die verinnerlichten stellen werden genauso schlicht und ergreifend formuliert (var. 24) wie das grotesk-humoristische (nach brendel das 'umgekehrt erhabene'). ich habe bis dato noch nie so deutlich jemanden auf dem klavier lachen oder kichern gehört (var. 16, 17, 23). die finale fuge (var. 32) hat durchschlagskraft und zielstrebigkeit, wie sie nur noch von gulda getoppt wird (dafür ist die palette an klangfarben und anschlagsdifferenz viel ärmer). ich muss Pius recht geben.


    gruß, siamak :angel:

  • hallo,


    habe nun 'meine' versionen der diabelli-variationen wiederholt gehört. am langweiligsten empfand ich k. scherbakov (starre phrasierung, schon das thema klingt lahm und öde). friedrich gulda überzeugt lediglich in der finalen fuge, hat dort jedoch die größte vehemenz aller. top of the top: brendel, gefolgt vom frühen daniel barenboim und serkin. alfredo perl nimmt eine moderate stellung ein, klanglich sehr delikat.


    gruß, siamak

  • Hallo!


    Hier wurde noch so gut wie gar nichts über das Werk selbst geschrieben, dabei ist das in diesem Fall sicher sinnvoll.
    Nun denn:


    1819 hat der Wiener Musik-Verleger Anton Diabelli einen selbstkomponierten Walzer an 50 Komponisten geschickt mit der Bitte, eine Variation über den Walzer zu komponieren.
    Das Ergebnis sollte quasi als Panoptikum die aktuelle Wiener "Komponisten-Landschaft" wiederspiegeln.


    Beethoven, der den an ihn gesandten Walzer zunächst (wahrscheinlich auch später) nicht leiden konnte, nahm sich viel Zeit für seine Variation - insgesamt waren es dann sogar 23 Variationen, die er über das Walzerthema schrieb.
    Im Jahre 1823 fügte er nochmals 10 Variationen hinzu (die Variationen 1,2,15,23-26,28,29,31) und kam dann auf die stattliche Anzahl von "33 Veränderungen".


    Diabelli erkannte die kompositorische Bedeutsamkeit des Beethoven-Werkes, und Beethovens Variationen wurden (als dessen op. 120) separat zu den Variationen der anderen Komponisten veröffentlicht.


    Der Kauf der von mir gepriesenen Brendel-Aufnahme bei Philips lohnt sich u.a. auch wegen Brendels Essay "Kompendium Musikalischer Komik" über die Variationen im booklet der CD.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Also ich besitze nur die Gulda Aufnahme, bin aber recht zufrieden mit ihr.

    "Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

  • Sehr empfehlenswert und zwar einschränkungslos ist auch die nachfolgende Transkription des Wunderwerkes für Kammerorchester und Pianoforte:





    Erschienen bei dem Edellabel Winter & Winter bieten das Crossovergenie Uri Caine und Concerto Köln eine äußerst klangprächtige Gänsehaut verursachende, bisweilen auch jazzige, Lesart.

  • Liebe Forianer,
    bisher noch nicht erwähnt (ist es eine Rarität?):
    ich habe auf einem kleinen Label (wenn jemand mehr wissen möchte, bin ich gerne bereit in meinem Wust zu suchen) Friedrich Gulda. Ich persönlich habe den Eindruck, als ob Gulda die Variationen als geistvollen Scherz begreift.


    An den Variationen allgemein rührt mich übrigens Beethovens -kann man, darf man so sagen?- Mozart-Referenz. Ich meine die Variation, in der sehr deutlich auf Mozarts "Notte e giorno faticar" verweist oder es zitiert. Ob wohl ich nicht weiß, ob Beethoven das wirklich so gemeint hat. Wenn jemand mehr weiß als ich wäre ich für Hinweise dankbar. Ich bin auch hier um zu lernen.


    Viele liebe Grüße
    Bernd Hemmersbach (hemmi)

  • Hallo, Bernd!


    Zitat

    Original von hemmi
    Ich persönlich habe den Eindruck, als ob Gulda die Variationen als geistvollen Scherz begreift.


    Nicht nur er. Sollte ich mal zu viel Zeit haben, schreibe ich hier ein paar Schmankerl aus oben erwähntem Brendel-Essay hier ab.


    Zitat

    An den Variationen allgemein rührt mich übrigens Beethovens -kann man, darf man so sagen?- Mozart-Referenz. Ich meine die Variation, in der sehr deutlich auf Mozarts "Notte e giorno faticar" verweist oder es zitiert. Ob wohl ich nicht weiß, ob Beethoven das wirklich so gemeint hat. Wenn jemand mehr weiß als ich wäre ich für Hinweise dankbar. Ich bin auch hier um zu lernen.


    Beethoven hat das so gemeint, sonst hätte er zu Variation 22 (allegro molto) nicht notiert: "alla 'Notte e giorno faticar' di Mozart".


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo Pius,
    danke für Deine Hinweise, werde mir den Brendel aber auf jeden Fall schon mal vormerken. Dank für den Hinweis auf den Text im Notentext; ich weiß, ist immer hilfreich. (Isch haben gar keine Notentext :O)


    Liebe Grüße
    Bernd Hemmersbach (hemmi)