Die skurrilsten, merkwürdigsten CD-Cover

  • Hallo!


    ...schon wieder so ein "Sommerthema"!
    Angeregt dazu wurde ich durch folgendes CD-Cover, das ich im Saturn erstaunt erblickte:

    Den Designern von DHM sind hier einige Ideen gekommen, die mir - wenn überhaupt - erst nach einigen Flaschen Bier kämen. Leider sieht man hier nicht jedes skurrile Detail, daher werde ich es beschreiben:


    Oberhalb des roten Mittelstreifens sind vier Spalten für die ersten vier Tage der Schöpfung (unterhalb entsprechend Tag 5-7). Es ist eine Art "things to do"-Liste mit Einträgen, denen ein "ist erledigt"-Häkchen folgt. Am ersten Tag beispielswiese steht da "light", "earth", "heaven", am zweiten Tag "water" usw.
    Am ersten Tag sieht man noch den Entwurf eines kubischen Welt-Würfels, der durchgestrichen ist (Gott sei Dank!), am zweiten Tag unter "water" eine Eintragung "inhabitants", worunter zwei Fische abgebildet sind mit dem Vermerk "to be created on day 6". Am vierten Tag sieht man einen durchgestrichenen Dinosaurier mit dem Vermerk "too ugly to survive", am fünften Tag schließlich eine Henne mit einem Ei und der Frage "who first ?" (leider ohne Antwort) usw.
    Ich hoffe, ich bin durch mein nicht zu unterdrückendes Lachen im Saturn nicht allzu unangenehm aufgefallen...
    Was haltet Ihr davon? Als Comic-Strip ist es ziemlich witzig, aber als CD-Cover finde ich es unangemessen.


    Nun aus meiner eigenen CD-Sammlung zwei Cover zum Thema:

    Links Brendel als Columbo-Double, im Garten eine Katze streichelnd... wäre nicht meine erste Assoziation zu den Mozart-Sonaten... :D
    Rechts dieses Gebilde erinnert mich ein wenig an Rene Magrittes Bild "Hegels Ferien"... :D ...und was soll eigentlich die Geige hier auf dem Bild ? (Quintett für Klavier und Bläser!)


    Alfred, ich hoffe, dieses Thema ist o.k.; wenn ich nicht hin und wieder was Anspruchsvolles posten würde, hätte ich mich nicht getraut... Dieser thread ist übrigens nicht deckungsgleich mit dem über häßliche CD-Cover, den es bereits gibt. Denn häßlich finde ich die obigen Cover nicht.


    So, ich hoffe, man kriegt hier noch mehr merkwürdige Cover zu sehen!


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Salut,


    "merkwürdig" ist auch wieder so ein Wort...


    Sind die Cover nun bemerkenswert, also würdig, dass sie bemerkt werden oder abstrus, befremdend, bizarr, beispiellos oder einfach nur kurios?


    Ich finde daheim bestimmt auch einiges, was diesbezüglich hierher passen würde.


    bien cordialement
    Ulli

  • Zitat

    Was haltet Ihr davon? Als Comic-Strip ist es ziemlich witzig, aber als CD-Cover finde ich es unangemessen.


    Also das Cover finde ich interessant. Aber sicherlich unpassend für eine CD.
    Natürlich ein sehr kreativer Einfall, aber ich denke, er gehört nicht wirklich auf ein CD-Cover, sondern wie du schon sagtest, ist es doch eher ein Mini-Comic...


    Persönlich habe ich kein Cover, welches hierher passen würde, aber ich habe bei Was hört ihr gerade jetzt vor geraumer Zeit ein recht abstraktes Cover gesehen...ich werde mich mal bemühen, es zu finden...


    Gruß, Maik

  • Hallo zusammen,


    Zitat

    Original von Pius
    Was haltet Ihr davon? Als Comic-Strip ist es ziemlich witzig, aber als CD-Cover finde ich es unangemessen.


    und


    Zitat

    Original von Maik
    Also das Cover finde ich interessant. Aber sicherlich unpassend für eine CD.


    Warum eigentlich unpassend bzw unangemessen? Ich fand diese subtil humorvolle - das Cover offenbart seinen Witz ja doch erst beim zweiten Hinschauen - Cover eigentlich gerade für Haydn ausgesprochen passend. Warum nicht auch einmal beim Anschauen eines Covers ein Lachen? Das Werk ist ja auch nicht immer bierernst. Ähnlich BTW das Cover von Harnoncourts Einspielung der Pariser Sinfonien:



    Beste Grüsse,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Ich hab es!





    C.Huth
    Ich denke, weil es 1. zu füllig an mehreren Motiven ist und ich 2. finde, dass diese vielen unterschiedlichen "Themen" nicht wirklich zueinander passen. Themen ist vielleicht falsch ausgedrückt, aber eben diese Motive. In meinen Augen beißen sie sich.


    Bei dem von dir angeführten Cover ist dies nicht so!
    1. weil es nicht so überfüllt ist und
    2. weil die Motive in meinen Augen zueinander passen.


    Gruß, Maik

  • Auch nicht schlecht:



    Aschenputtel und ihr Prinz, der ihr mit einem etwas dünnem Blumenstrauß (der aber ausgezeichnet zu ihrer Frisur passt! :D) ihren Schuh wiedergibt. Dieser ist auch direkt auf der CD in Großaufnahme abgebildet.



    Das Haydn-Schöpfungscover finde ich sehr gelungen und denke auch nicht, dass es auf einem CD-Cover unpassend wäre. Ganz im Gegenteil. Da sich ja viele Konsumenten auch von Covern leiten lassen, könnte es sogar kaufanregend sein.
    Auf alle Fälle besser, als ein Riesenporträtfoto von Nikolaus Harnoncourt abzubilden. :wacky:



    Gruß, Peter.

  • Also das gefällt mir jetzt nicht. Das zählt doch mehr zu den verhauten als zu den bizarren Cover, oder? Was sich der Designer dabei gedacht hat? (Es wäre irgendwie schon ohne Schriftzug schlimm genug, aber wenigstens ist Karajan angeschnallt! :P)

  • Hallo,


    nicht schlecht ist auch dieses alte Cover (LP, nicht CD):






    Leicht montypythonesk, diese Papageienbeerdigung zu den Klängen von Alkans Trauermarsch.


    Grüße


    GiselherHH



    Ich habe mir erlaubt, das Image mal durch ein kleineres zu ersetzen, das es im wörtliche Sinne den Rahmen sprengte :]
    Reinhard

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Zitat

    Original von Philhellene
    Also das gefällt mir jetzt nicht. Das zählt doch mehr zu den verhauten als zu den bizarren Cover, oder?


    Nö, ich denke nicht, dass hier einfach etwas danebengegangen ist, der zuständige Designer im Vollrausch war oder ähnliches. Das ist Absicht, wie der Rest dieser seltsamen HvK-Serie beweist:


    Nach dem Motto: Mein Auto, mein Pferd, meine Segelyacht…



    … mein Flugzeug:



    … meine Freundin:



    HvK, der Naturfreund:



    Was soll uns dieser verwehte Blick die Straße entlang sagen?



    On the road again, born to be wild:




    Nun ja, ich finde das reichlich skurril ;)


    Gruß, Cosima

  • Hallo


    Hier Muß zur Ehre von Herbert von Karajan gesagt werden, daß dies Cover alle erst nach seinem Tod erschienen sind - er hätte ihnen mit Sicherheit nicht zugestimmt.


    Wozu dann also die Bilder ?


    In den späten siebziger Jahren bzw 80ern gab es schon einemal so was Ähnliches wie die heutige Zeitschrift "KLASSIKAKZENTE", bzw mehrere solcher Werbeblätter. Wenn ich mich nicht irre hieß eines davon "Salzburger Festpielmagazin" oder so ähnlich jedenfalls.
    An sich Werbung eines Schallplattenlabels, war man doch gezwungen die potentiellen Kunden zum Lesen des Blattes zu bringen. Das versuchte man zu erreichen, indem man Interviews und Bilder aus der " Privatsphäre" einiger Stars veröffentlichte. Wenn heute eine Pianistin vor lauifender Kamera ihre Wölfe streichelt, so ist das genausowenig "Privat" wie Herr von Karajan am Steuer seines Privatflugzeugs.


    Das ist halt der Fluch des Ruhms. Sollte das Forum (und somit zwangsläufig auch ich) weiter so in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses rücken, und dereinst von der Werbung entdeckt und okkupiert werden, so wird es auch mir wahrscheinlich nicht erspart bleiben, im Ballettröckchen, oder beim Holzfällen, an einem Flügel mit heroischer Miene, oder in ein BigDreck beissend, photographiert zu werden, oder nasenbohrend im Konzert - was halt gefragt ist im Moment und uhrkuhl wirkt. Business hat Priorität.
    Irokesenschnitt oder Vollglatze (ist leichter realisierbar), Nasenring , Piercing oder Tatoo - das entscheiden dann allein die Experten und die Werbeberater.



    :baeh01:


    Aber glücklicherweise ist es noch nicht so weit


    Alfred :hello:

  • Hallo,


    die "Freundin" dürfte wohl, soweit der Eindruck nicht täuscht, HvKs zweite Frau Eliette von Karajan sein (die beiden stehen vor ihrem winterlich verschneiten Haus in Anif).


    Noch eines dieser verunglückten HvK-Covers (allerdings sehr klein):




    Zu diesem Cover (und zu einem weiteren,"leider" nicht realisierten Cover) weiß Richard Osborne Folgendes zu berichten ("Herbert von Karajan - Leben und Musik", S. 759 f.):


    "Zwei Jahre später holte man (sc. den Fotografen) Steiner wieder. Bei dieser zweiten Aufnahmereihe wurde ein Foto gemacht, auf dem Karajan eine schwarze Lederjacke (sehr in Mode damals) und einen roten Rollkragenpullover trägt, auf seine Gestalt fallen dünne Lichtstreifen aus dem Innern der halbdunklen Philharmonie. Wollte man schmeicheln, würde man es für das Foto eines pensionierten Bikers halten, wenn auch eines sehr gut erhaltenen. Aber diese Analogie kam einem nicht unmittelbar in den Sinn, als das Foto auf dem Cover von Karajans neuer EMI-Schallplatte mit Ein Heldenleben von Strauss erschien. Die Riefenstahl-Lichteffekte, die schwarz-rote Farbzusammenstellung, die entschieden preußische Haltung, all das ließ Karajan wie einen Nazi-Kommandanten aussehen. Es hätte nur noch ein Panzer gefehlt.


    Seltsam, daß niemand daran gedacht hat, Karajan auf die Albernheit des Ganzen aufmerksam zu machen, wie das die Deutsche Grammophon nur wenige Monate vorher getan hatte, als er mit einer undurchführbaren Idee für das Cover seines wunderhübschen Albums mit preußischen und österreichischen Märschen gekommen war.


    Karajan hatte argumentiert, daß man die zündenden Märsche nur noch als Teil eines längeren und drohenden Marsches in das Gemetzel des Ersten Weltkrieges und in die Feuersbrunst hören könne, die schließlich 1945 das deutsche Reich in Schutt und Asche gelegt hätte. Deshalb meinte er, die Gestaltung der Plattenhülle solle eine leere Wüstenlandschaft zeigen, in deren Sand sich die Fußstapfen einer Armee eingedrückt haben, welche sich auf einen fernen Horizont zubewegt, an dem ein Marmorhakenkreuz in Flammen steht.


    Als die Idee auf dem Schreibtisch des Chefdesigners der Deutschen Grammophon,Pali Meller Marcovicz, landete, war dieser resigniert und entsetzt zugleich. Resigniert, weil Karajan immer mit Ideen kam, die besser zu einem Film als zum statischen Design gepaßt hätten; entsetzt, weil undenkbar war, daß die Deutsche Grammophon eine Platte herausbrachte, auf der ein Hakenkreuz zu sehen war. ´Schlimmer noch´, fügte Markovicz hinzu, ´ein Marmorhakenkreuz. Marmor brennt doch gar nicht. Was würden die einfallsreicheren unter Karajans Kritikern damit gemacht haben? Ein heroisches Bild von der Widerstandsfähigkeit des Nazi-Ideals gegen Zeit und Elemente? Ich durfte gar nicht daran denken.´


    Schließlich gestaltete ein Hamburger Studio ein eher mattes Design, auf dem man Fahnen und Schwerter in gepanzerten Händen vor dem Hintergrund züngelnder Flammen sehen konnte (Karajan hatte darauf bestanden, daß man die Idee mit der Feuersbrunst beibehielt). Es war wirksam und im Grunde harmlos, jene Art Bild, das man sich auf dem Umschlag eines Kinderbuches vorstellen könnte."


    Hier das Cover des Marschalbums:



    Grüße


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Aber der Umstand, dass der Name Karajan größer geschrieben ist als diejenigen der Komponisten, besagt doch eh schon alles, oder?
    Und das "Heldenleben"-Cover finde ich noch aus ganz anderen Gründen unerträglich: Karajan posiert da in einer arroganten Haltung, als ob das Werk, das er da dirigiert, sein Leben porträtierte. Dabei dachte Strauss ganz sicher nicht an ihn! :rolleyes:
    Diese Covergeschichten bestärken mich jedenfalls wieder in meiner Karajan-Abneigung...

  • Ich will mich ja jetz nicht zum "Verteidiger" Herbert von Karajans aufspielen, aber die überlieferte Covergeschichte klingt IMO doch reichlich abstrus und konstruiert. Auch das Cover das letzlich entworfen wurde ist aus meiner Sicht eine "geschmackliche Verfehlung ersten Ranges"


    Wenn man aber Karajan EINES NICHT vorwerfen konnte, dann war das schlechter Geschmack.


    @Pilhellene


    Ich muß an dieser Stelle sagen, daß die "Nachgeboren" ein verzerrtes Bild von Herbert von Karajan überliefert bekommen haben (wofür sie nichts können)
    Karajan war ein harter Arbeiter, Perfektionist und anerkannter Dirigent.
    Er war eigentlich schüchtern und eher introvertiert, erkannte aber sehr bald, welche Rolle er zu spielen hatte, um seine künstlerischen Vorstellungen durchsetzen zu können - Alles andere war ihm gleichgültig.


    Den Dirigenten grüßer auf ein Cover zu setzen als den Komponisten - das war eine Modeerscheinung - das passierte mit Solti, Böhm ,Bernstein und all den anderern der "ersten Reihe" auch.


    Karajan nimmt nur aus jenem Grund eine Ausnahmeposition ein, weil es so etwas wie eine Karajan.-Glaubensgemeinschaft unter den Höreren gab- noch immer gibt - und wahrscheinlich immer geben wird.
    Daher ist "der Maestro" noch immer der bestverkaufte Dirigent der Deutschen Grammophon-Gesellschaft und die Herren dort beten wahrscheinlich täglich, daß dieser Zustand möglichst noch viele Jahre andauern möge.....
    ER wurde immer in "charismatischen" Posen fotografiert - weil sen Management und das Publikum (man sprach einst von den Karajanianern - Die Berliner Philharmonie (weiß das noch wer ?) wurde hiter vorgehaltener Hand "Zirkus Karajani" genannt)
    Der heutige "schlechte Ruf" Karajans ist eine verspätete "Abrechnung" all jener Kleingeister, die zu Lebzeiten dem Maestro nichts am Zeug flicken konnten, weil sie zu unbedeutend waren) -Aber das ist eigentlich schon Stoff für unseren Karajan Thread .......


    Liebe Grüße aus Wien


    Alfred

  • Hallo Alfred,


    Richard Osborne ist, wie Du sicher weißt, langjähriger renommierter Kritiker des "Gramophone"-Magazins und als solcher bekennender Karajan-Fan und (größtenteils) Verteidiger seines Klangideals. Wenn ein anderer Journalist, etwa vom Schlage Klaus Umbachs, diese nette Anekdote zum Besten gegeben hätte, dann hätte ich mir auch meinen Teil gedacht. Da Osborne aber durch und durch seriös ist und in seiner umfassende Karajan-Biographie den "Generalmusikdirektor Europas" immer fair behandelt, ohne dessen negative Charaktereigenschaften (oder eher überhaupt dessen Mangel an Charakter) zu verschweigen, schenke ich dem Ganzen durchaus Glauben. Auf ein Karajan-Debunking legt es Osborne durchaus nicht an.


    Grüße


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Gerade eingefallen (von der Richter-"Enigma"-DVD entnommen):


    Es gibt eine schöne Episode bzgl. Sviatoslav Richter und HvK: Bei der Einspielung des Tripelkonzertes von Beethoven herrschte wohl Uneinigkeit unter den Herren. Richter war nicht ganz glücklich mit der Aufnahme und wollte eine Wiederholung, HvK lehnte ab und vermerkte, dass nun etwas sehr Wichtiges anstünde: Die Aufnahme der Fotos für das Cover.


    Sehr humorig auch, wie Richter anmerkt, wie HvK sich dabei in Pose setzte und die anderen Künstler quasi zu grinsenden Statisten degradierte.


    Gruß, Cosima ;)

  • Das finde ich auch seltsam:



    Soll eine Wüste darstellen. Rechts oben der Dirigent Walter Boudreau, allerdings ohne Brust, da scheinbar durch Blue-Screen-Verfahren (oder wie auch immer) wegretuschiert, und mit Chucks und Lederjacke. Und in der Wüse versinken die Soloinstrumente zu den drei Konzerten auf der CD: Klavier, Posaune und Violine. Farblich ziemlich grell und von der Aufmachung irgendwie billig. Mit CoralDraw oder so, hätte ich das auch noch so hinstümpern können.


    Inhaltlich passt es ja, aber das Design... :stumm:


    Gruß,

  • Guten Morgen allerseits,



    Il Giardino Armonico - La Casa del Diavolo
    Gluck: Tanz der Furien aus "Don Juan"
    +Boccherini: Symphonie op. 12, 4 "La casa del diavolo"
    +CPE Bach: Symphonie Wq. 182, 5
    +Locatelli: Concerto grosso op. 7, 6 "Il pianto d'Arianna"
    +Wilhelm Friedemann Bach: Cembalokonzert f-moll
    Onofri, Dantone, Il Giardino Armonico, Antonini



    Nicht nur ein einladendes, bizarres Cover – nein, ein kurzes Reinhören in die Musik eingespielt vom Originalklangensemble "Il Giardino Armonico" verspricht zudem temperamentvolle, interessante Interpretationen, eben direkt aus dem Haus des Teufels. Da die CD an einigen Stellen sehr positiv besprochen wurde, habe ich sie bereits geordert.


    Schönen Sonntag wünscht
    Cosima


  • Mozart für Managar, Yeah, super, so muß das sein. Mozart hätte sich gefreut... Im Haifischbecken sitzen, Massenkündigungen unterschreiben, Mozart hören. Passt doch alles prima zusammen. Die freigestellten Mitarbeiter haben dann bald noch mehr Zeit für Mozart.


    Wieviele Selbsternannte Manager, die sich einen Mozart speziell für ihresgleichen kaufen wollen, tummeln sich denn auf dem Markt?

  • Hallo, Markus!
    Was ist denn da außer der "Freimaurer"-Musik noch drauf? :D
    Ich glaube, es handelt sich um eine ganze Reihe: Mozart für Hausfrauen, Mozart für Kinder, Mozart für Tiefseetaucher... :stumm:
    Den Sinn darin sehe ich auch nicht. Ich frage mich auch, ob sich das gut verkaufen läßt.
    Übrigens ist es nicht die Aufgabe von Managern, Personal zu entlassen.
    Viele Grüße,
    Pius.

  • Ich kenne die Reihe auch - die Cover sind vielleicht gar nicht mal so besonders skurril (eher langweilig bis nichtssagend) - aber die Titel!


    Mir fallen jetzt spontan noch "Mozart für Mütter", "Bach zum Bügeln" und "Bach beim Backen" ein (oder war es Brahms???)


    Egal, jedenfalls ist mir der Sinn dieser CD-Titel und vor allem dann auch die jeweilige musikalische Auswahl völlig rätselhaft. Wobei kann man denn bitteschön besonders gut Bach bügeln? Die "Kunst der Bügel-Fuge"?
    Oder backen mit Bach und bester Butter für die gemütliche "Kaffee-Kantaten-Runde".... au weia!
    Wahrscheinlich wollte da Jemand mal wieder gaaanz originell sein.. :wacky: :wacky:

    "Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
    (Georg Christoph Lichtenberg, 1773)

  • Ich hatte überlegt, ob ich dieses Cover zu den Hässlichen oder zu den Skurrilen zähle. Ich habe mich für das Skurrile entschieden, denn Frau Argerich ist ja an sich nicht wirklich hässlich.
    Aber auf diesem Bild...naja, ich weiß nicht. :wacky:




    Gruß, Peter.

  • Zitat

    Original von MarcCologne
    Ich kenne die Reihe auch - die Cover sind vielleicht gar nicht mal so besonders skurril (eher langweilig bis nichtssagend) - aber die Titel!


    Mir fallen jetzt spontan noch "Mozart für Mütter", "Bach zum Bügeln" und "Bach beim Backen" ein (oder war es Brahms???)


    Egal, jedenfalls ist mir der Sinn dieser CD-Titel und vor allem dann auch die jeweilige musikalische Auswahl völlig rätselhaft. Wobei kann man denn bitteschön besonders gut Bach bügeln? Die "Kunst der Bügel-Fuge"?
    Oder backen mit Bach und bester Butter für die gemütliche "Kaffee-Kantaten-Runde".... au weia!
    Wahrscheinlich wollte da Jemand mal wieder gaaanz originell sein.. :wacky: :wacky:


    Hier noch so ein grandioses Exemplar:



    BADEWANNEN-BELCANTO!
    Ich lach mich tot! :kotz:

  • AAAARGH!


    :wacky: Das ist ja echt die Krönung! :wacky:


    Wer um alles in der Welt denkt sich solche Cover und Titel aus???


    Die glauben doch nicht allen Ernstes, damit neue Zielgruppen erschließen zu können?
    Und unsereins (als Zielgruppe) greift sich bei solchen CDs nur an den Kopf...


    Was also mag der Sinn hierbei sein? Die Verkaufszahlen von solchen "Machwerken" würde ich echt gern mal sehen.


    Eins hätte ich auch noch:



    Hat etwas was vom "Kaninchen aus dem Zylinder" - sehr skurril, das auf den Nachwuchs übertragen zu wollen :wacky:


    Ganz abgesehen von der "Krankheit", klassische Musik im "Spieluhren-Format" darzubieten und damit den Nachwuchs zu quälen!
    So zieht man bestimmt keinen potentiellen Klassik-Liebhaber heran :D


    Versucht's einfach mit den Originalen, liebe hoffnungsvolle Eltern - das wirkt bestimmt eher ;)

    "Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
    (Georg Christoph Lichtenberg, 1773)