Claude Debussy (1862-1918) - der "Impressionist" der Musik (?)

  • 22. August 1862 – Der Komponist Claude Debussy (Prélude à l’après-midi d’un faune) wird geboren.
    Seine Musik gilt als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne.


    Geboren heute vor 150 Jahren, am 22. August 1862, als erstes von fünf Kindern, wurde Claude Debussy als Sohn von Manuel-Achille Debussy und seiner Frau Victorine eingetragen. Getauft wurde er erst zwei Jahre später, was für die damalige Zeit außergewöhnlich spät war. Seine Taufpaten waren der Bankier Achille Arosa und Debussys Tante Octavie de La Ferronière.Debussy wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, Musik spielte im Hause Debussy keine besondere Rolle.
    Debussy studierte 1873-84 am Pariser Conservatoire Klavier bei Lavignac, Durand und Marmontel sowie Komposition bei Guiraud (vorübergehend auch bei C. Franck). 1884 erhielt er für seine Kantate L'enfant prodigue den Rompreis.
    Er schrieb Lieder, Kammermusiken, zahlreiche Klavierstücke und Orchesterwerke, darunter »Prélude à l'après-midi d'un faune«, »La mer« und »Images«, »Das Martyrium des heiligen Sebastian« und die Oper »Pelléas und Mélisande«.



    LG


    :hello:

  • Heute ist sein Todestag:


    Achille-Claude Debussy (* 22. August 1862 in Saint-Germain-en-Laye; † 25. März 1918 in Paris) war ein französischer Komponist des Impressionismus, seine Musik gilt als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne.



    Im Jahre 1909 wurde bei Debussy eine Krebserkrankung (Darmkrebs) festgestellt. 1915 war sie so weit fortgeschritten, dass er sich im Dezember zu einer Operation entschloss, die keine Besserung brachte und sein Leiden nur verlängerte. Am 25. März 1918 - heute vor 95 Jahren - starb er an seiner Krankheit. Er wurde auf dem Cimetière de Passy in Paris beigesetzt.

    LG

  • Heute hat Claude Debussy wieder Geburtstag. Dazu habe ich diese Aufnahme ausgesucht:



    Heute ist Claude Debussys 153. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Lieber Willi,


    im April 2016 schrieb ich diesen Kolumnenartikel über Debussy als Ausdruck meiner "lebenslangen" Liebe zu Debussys Musik - heute ist er wieder aktuell:


    Doctor Gradus ad Parnassum. Philosophische Brocken zur Ästhetik (I) Hommage à Debussy


    Äußern dazu kann man sich hier (oder an dieser Stelle natürlich ;) ) :


    Kolloquium zu meinem Kolumnen-Thread "Doctor Gradus ad Parnassum"


    :hello:


    Herzlich grüßend
    Holger

  • ... am Freitag, 15.06.2018 im Konzertsaal des Folkwangmuseums Essen



    Der Abend begann um 18 Uhr mit einem Beamer- unterstützten Vortrag des Musikwissenschaftlers Ulrich Mosch in der Aula bzw. Konzertsaal des Folkwangs. Mosch erzählte uns in weitgehend anschaulichen Worten von den Zusammenhängen um den Begriff Impressionismus, über dessen Anwendung durch die Kritiker sich Debussy skeptisch und spöttisch äusserte. Konkret ging es um ein Bild von William Turner (s.u.), das dummerweise als "impressionistisch" bezeichnet werde anstatt dem "geheimnisvollsten" aller Maler doch passender Reverenz und Etikett zu geben als mit so leeren Begriffen wie Im- oder Expressionismus. Neben weiteren Zitaten zur Malerei kam er auf die Bilderserie des Portals der Kathedrale von Rouen von Claude Monet (s.u., 2.) zu sprechen, einer Serie von über 30 ähnlichen Bildern, gemalt zu verschiedenen Tageszeiten, Bewölkung, Temperatur usw., von denen das Folkwang ein Original im Besitz hat, das wir später (zusammen mit anderen Werken von Monet, Courbet, Bonnard u.a.) (auch gab es noch mehrere Bilder nach der abstrahierenden Art von Turner zu sehen, auf die uns unsere Gruppenbetreuerin sorgsam hinwies) eingehend betrachten konnten, als wir in Gruppen zu je 10 Personen durchs Museum geführt worden sind. Herr Mosch erklärte uns wichtige Arbeitsprinzipien des Komponisten, darunter die Übereinanderschichtung von grossen Terzen und die Ganztonleitern. Zusätzlich spiele ein wichtiger franz. Komponist eine Rolle, nämlich Francois Couperin. Natürlich gab es dann noch die Ausnahme von diesen Regeln: eine fast detaillierte Analyse der "Cathedrale engloutie". Auch Doctor Gradus ad parnassum ist eine "Ausnahme von der Regel".









    Vortag und Rundgang betrugen etwa 60 und 30 Min., am Schluss - wieder in der Aula - war das Konzert des jungen franz. Pianisten Lorenzo Soulès, welcher sieben Stücke aus den Preludes Heft 1 spielte. Er zeigte, dass man Debussy nicht mit romantischer Empfindung spielen sollte, sondern dass es auf den Klang des Klaviers, den Zusammenklang der Töne, den genau definierten Rhythmus, Lautstärke und Schnelligkeit bzw- Langsamkeit der Passagen ankam.


    Eine ausserordentlich aufschlussreiche, erhellende Lektion in Sachen Debussy- Interpretation. Ich hatte erneut das Gefühl, dass man hierzulande den Impressionismus in der Musik üblicherweise in die Nähe der musikalischen Romantik rückt. Dagegen läge eine Verbindung zwischen impressionistischer Malerei (die Namen der Maler s.o.) und den Kompositionen Debussys deutlicher auf der Hand. In der franz. Interpretation der Musikgeschichte scheint man eine grössere Distanz zwischen Debussy und Ravel wahrzunehmen als bei uns. Schluss war ca. 20 Uhr 55.


    Wir waren ziemlich beeindruckt und liessen den lauen Abend in der nahegelegenen Rüttenscheider Strasse bei einem Glas Weisswein nochmals Revue passieren.


    MlG
    D. :thumbup: :)