Tancredi Pasero - Führender Baß der Mailänder Scala

  • Tancredi Pasero, ital. Baß; geb. 11.1.1893 in Turin, gest. 17.2.1983 in Mailand. Er debütierte 1917 als König in AIDA. Es schlossen sich Verpflichtungen an in Malta (1921/22), Triest (Tannhäuser, Götterdämmerung), schließlich in Rom am E. Constanzi und am Theater Colón in Buenos Aires (1925/30) an. 1926 begann seine Verbindung zur Mailänder Scala, die ein Vierteljahrhundert währte. Er debütierte dort in Toscaninis berühmter 5-aktiger Aufführung des DON CARLOS, sang dort u. A. Mefistofele, Moses, da Silva, Basilio, Leoporello, Don Pasquale. 1929/33 war er Mitglied der MET, sang auch in der UA der LUISA MILLER. Da Pinza vornehmlich in Amerika auftrat, war Pasero zwischen den beiden Weltkriegen der bedeutendste Baß in Italien in der Nachfolge von de Angelis. Er glänzte mit einer sonoren, machtvollen Stimme, bewährte sich dabei in ernsten wie in tragischen Partien. Eine seiner großen Rollen war der BORIS GODUNOW. Wegen seines großen Stimmumfangs konnte er auch Rollen wie den Escamillo übernehmen.


    Ich besitze von ihm Aufnahmen aus "Der Barbier von Sevilla", "Die Nachtwandlerin", "Norma", "Mefistofele", "La Gioconda", "Ernani", "Der Troubadour", "Don Carlos", "Die Macht des Schicksals", "Nabucco", "Luisa Miller" und "Rigoletto".


  • Hallo Wolfgang,


    schön, dass Du an diesen großen Sänger erinnerst.


    Vielleicht kennst Du auch die "Aida" von 1928? Hier setzt Tancredi Pasero als "Ramfis" Maßstäbe - ebenso glänzend: Giannina Arangi-Lombardi als "Aida"!



    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Das stimmt absolut! Pasero ist großartig - wie auch alle anderen! Eine äußerst homogen besetzte Aufnahme von Verdis "Forza"!

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Grossartig auch Gino Marinuzzi!

    Der ist wirklich großartig!! Karl Löbl schrieb hierzu: "... dazu noch Marinuzzis sensitive, pointierte Gestaltung der Partitur - hörbar trotz akustischer Mängel."


    Eine "Forza" für die berühmte "einsame Insel".

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • heute vor 30 Jahren ist Tancredi Pasero gestorben.



    Pasero, Tancredi, italienischr Bass, * 11.1.1893 Turin, † 17.2.1983 Mailand.
    Er debütierte 1917 in Turin als König in Aida.
    1926 begann seine Verbindung mit der Mailänder Scala, die ein Vierteljahrhundert währte.
    Er debütierte dort in Toscaninis berühmter fünfaktiger Aufführung des Don Carlo, sang dann u.a. Mefistofele, Moses, Silva, Basilio, Leporello, Don Pasquale.
    1929–33 war er Mitglied der New Yorker Metropolitan Opera, sang auch in der Erstaufführung der Luisa Miller.
    Tancredi Pasero glänzte mit einer sonoren, machtvollen Stimme, bewährte sich dabei in ernsten wie in tragischen Partien.
    Eine seiner großen Rollen war Boris Godunow; konnte auch Baritonpartien wie Escamillo übernehmen.

    [Reclams Opernlexikon, S. 5893 (c) 2001 Philipp Reclam jun.]


    LG

  • Tascredi Pasero war ein ganz großer Bass mit stupender Technik und einer glänzenden Technik. Irgendwie wirkt der Sänger auf mich wie ein DEnkmal aus vergangener Zeit.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lange nichts mehr voneinander gehört. Und wo trifft man sich dann? Bei Frick und Co!


    Und wenn es auch bei den Bässen wieser schönen Nachwuchs gibt, es sind meist die noblen Fasolts - die schweren, dunklen Hundinge, Fafner und Hagen sind selten geworden, seit das alte Urgestein von Frick und Greindl in mythische Ferne entschwindet. Sogar die schwarzen Finnen machen sich rar. Und um den edlen Scandiuzzi, der den dämonischen Neri lange ersetzt hat, ist es inzwischen auch still geworden.


    Es wird also Zeit, dass dein unermüdlicher pädagogischer Elan einschreitet. Du weißt ja: Bässe sind meistens Spätzünder, die erst mit über dreißig in Erscheinung treten. Flieg doch mal nach Bulgarien oder Russland - und schürfe nach Gjaurovs und Petrows! Das ist ja wohl das Mindeste, was man von einem rüstigen Ehrenpräsidenten erwarten kann!


    In diesem Sinne herzlche Grüße vom wider den Stachel löckenden Sixtus