Die musikalischen Zentren der Welt und ihre Orchester

  • Die Frage zu Anfang wäre natürlich: Was sind überhaupt die musikalischen Zentren der Welt? Das wird man vermutlich kaum abschließend und definitiv beantworten können. Allerdings gibt es doch einige (Haupt-)Städte, die man wohl auf jeden Fall nennen muss. Eine Recherche ergab, dass diese Großstädte teilweis an Unmengen an Orchestern verfügen. Hier eine erste Auswahl:


    WIEN:


    Wiener Philharmoniker/Orchester der Wiener Staatsoper
    Wiener Symphoniker
    Radio-Symphonieorchester Wien
    Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
    Das Wiener KammerOrchester
    Wiener Hofburg Orchester
    Wiener Mozart Orchester
    Wiener Johann Strauss Orchester
    Klangforum Wien


    BERLIN:


    Berliner Philharmoniker
    Staatskapelle Berlin
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Kozerthausorchester Berlin
    Berliner Symphoniker


    MÜNCHEN:


    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
    Bayerisches Staatsorchester
    Münchner Philharmoniker
    Münchner Symphoniker
    Münchner Rundfunkorchester
    Münchener Kammerorchester
    Akademisches Sinfonieorchester München
    Münchener Bach-Orchester


    PARIS:


    Orchestre de Paris
    Orchestre National de France
    Orchestre Philharmonique de Radio France
    Orchestre de l'Opéra National de Paris
    Ensemble InterContemporain


    LONDON:


    London Symphony Orchestra
    London Philharmonic Orchestra
    Philharmonia Orchestra
    Royal Philharmonic Orchestra
    BBC Symphony Orchestra
    BBC Concert Orchestra
    Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden
    Orchestra of the English National Opera
    Academy of St Martin in the Fields
    City of London Sinfonia
    English Chamber Orchestra
    Academy of Ancient Music
    The English Concert
    London Sinfonietta
    Orchestra of the Age of Enlightenment
    Orchestre Révolutionnaire et Romantique
    London Chamber Orchestra
    London Mozart Players


    NEW YORK:


    New York Philharmonic
    Orchestra of the Metropolitan Opera
    New York Youth Symphony
    American Composers Orchestra
    Orpheus Chamber Orchestra
    Orchestra of St. Luke's
    Astoria Symphony
    American Classical Orchestra


    MOSKAU:


    State Academic Symphony Orchestra of the Russian Federation
    State Symphony Capella of Russia
    Russian National Orchestra
    Moscow Philharmonic Orchestra
    Moscow State Symphony Orchestra
    Moscow City Symphony Orchestra
    Moscow Chamber Orchestra
    Tchaikovsky Symphony Orchestra of Moscow Radio
    National Philharmonic of Russia


    TOKIO:


    NHK Symphony Orchestra
    Tokyo Philharmonic Orchestra
    Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra
    Tokyo Symphony Orchestra
    New Japan Philharmonic
    Japan Philharmonic Orchestra
    Yomiuri Nippon Symphony Orchestra
    Bach Collegium Japan


    Spitzenreiter scheint London zu sein, das nicht nur die wohl größte Dichte international renomierter Orchester vorzuweisen hat, sondern auch sehr viele Spezialensembles, gerade auch der Alten-Musik-Szene.

  • Frage, lieber Joseph:


    Sind die Engllish Baroque Solists, eines der besten Kammerorchester der Welt, die 1978 von Sir John Eliot Gardiner gegründet wurden, nicht auch in London beheimatet? Ich frage deshalb, weil du das Orchestre Révolutionnaire et Romantique, das auch von Gardiner gegründet wurde, auch als in London ansässig aufgeführt hast.
    Zweite Frage:
    Existieren die London Classical Players noch, die Sir Roger Norrington gegründet hat und die den English Baroque Soloists kaum nachstehen, ebenso wie Norringtons "The Schütz Choir of London" von ähnlichem Weltspitzenkaliber ist wie Gardiners "Monteverdi Choir". Übrigens wird Sir Roger im nächsten Jahr am 16. März 80 Jahre alt und Sir John wird in diesem Jahr am 20. April 70 Jahre.
    Dritte Frage:
    Ist nicht auch das Orchester Deutschen Oper Berlin ein eigenständiges Orchester? Es feierte letztes Jahr sein hundertjähriges Bestehen und wurde vor dem zweiter Weltkrieg unter anderem von Bruno Walter, Leo Blech und Wilhelm Furtwängler dirigiert. Auch die Namen der Dirigenten nach dem Krieg lesen sich wie ein Who is Who des Dirigentenstandes ( u.a. Karajan, Abbado, Stein, Mehta, Jochum und Maazel). 2003 erlebte ich in der Deutschen Oper anlässlich einer mehrtägigen Klassenfahrt, die ich leitete, eine großartige Aufführung von Haydns Schöpfung unter dem damaligen GMD Christian Thielemann. Seit 2009 ist Donald Runnicles GMD.


    Liebe Grüße


    Willi :)?(

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Lieber Willi,


    das sollte natürlich nur eine Auswahl sein.


    Du hast recht, die English Baroque Solists sind auch in London beheimatet, wie ich gerade herausfand (offizielle Homepage). Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique in der Tat auch, wie auch das englische Wikipedia schreibt. Ich dachte früher, es handle sich um eine französisches Orchester ...


    Zu den London Classical Players schreibt das englische Wikipedia folgendes: "In 1997, the LCP formally dissolved as an organization, and its work was absorbed into the Orchestra of the Age of Enlightenment."


    Insofern hattest Du Recht, sie gibt es wohl nicht mehr.


    Liebe Grüße
    Joseph
    :hello:


    P.S.: Ergänzungen sind gerne gesehen!

  • Werter Felix,


    weil der Threadtitel lautet "Die musikalischen Zentren der Welt und ihre Orchester" und nicht "Die musikalischen Zentren der Welt und ihre Opernaufführungen". ;)


    Zudem sind ja etliche Opernorchester mit vertreten.


    LG
    Joseph

  • Werter Felix,


    weil der Threadtitel lautet "Die musikalischen Zentren der Welt und ihre Orchester" und nicht "Die musikalischen Zentren der Welt und ihre Opernaufführungen". ;)


    Zudem sind ja etliche Opernorchester mit vertreten.

    Ok, gut und schön, aber dann harre ich noch der Beantwortung der eingangs gestellten Frage:


    Die Frage zu Anfang wäre natürlich: Was sind überhaupt die musikalischen Zentren der Welt? Das wird man vermutlich kaum abschließend und definitiv beantworten können. Allerdings gibt es doch einige (Haupt-)Städte, die man wohl auf jeden Fall nennen muss. Eine Recherche ergab, dass diese Großstädte teilweis an Unmengen an Orchestern verfügen.

    Ist jetzt London die Supermusikhauptstadt der Welt, weil es die meisten Orchester hat? Was macht eine Stadt zur "Musikhauptstadt"?

  • Dass London viel mehr Orchester hat als Berlin, ist angesichts der ca. drei mal so vielen Einwohner naheliegend, aber da England nicht so ein Überangebot an wletweit geschätzten Komponisten hatte wie Deutschland, Österreich und Italien, wollte man vielleicht auf dem Gebiet der reproduzierenden Musiker eine führende Rolle spielen, was auch daran ersichtlich ist, dass London so viel mehr Orchester hat als die übrigen Städte mit achtstelliger Einwohnerzahl, New York, Paris, Moskau und Tokio, und was möglicherweise auch daran liegen mag, dass es in England eine effektivere musikalische Grundausbildung gibt als in anderen Ländern.
    Wie dem auch sei, lieber Felix, wird sicherlich nicht an der Bedeutung von Wien, Berlin oder New York gerüttelt.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ist jetzt London die Supermusikhauptstadt der Welt, weil es die meisten Orchester hat? Was macht eine Stadt zur "Musikhauptstadt"?


    London ist wohl der größte musikalische Nabel auf diesem Planeten. Dazu gehören mehrere Faktoren: die meisten Musiker (die Anzahl der Orchester mag täuschen - diese sind mehrheitlich nicht so fixe Ensembles wie in Mitteleuropa), die meisten Aufführungsstätten, das am breitesten gefächerte und umfangreichste Musikangebot, die größte Dichte an Musikeragenturen, wichtige in London ansäßige Musikverlage und die größte Ansammlung von Plattenfirmen, die entweder in London zu Hause sind oder wenigstens wichtige Niederlassungen haben. In dieser Kombination kann niemand London das Wasser reichen.

  • Der Großraum London hat übrigens auch etwa so viele Einwohner wie Österreich...
    Allerdings muss man gerade bei den Barockorchestern etwas aufpassen. Das sind in vielen Fällen keine distinkten ständigen Orchester. Sondern es gibt einen "Pool" von Musikern, aus denen sich dann die unterschiedlichen Emsembles für die Projekte rekrutieren. Besonders bei Bläsern wird man in Besetzungslisten von Aufnahmen unterschiedlicher Ensembles häufig dieselben Namen finden. Jedenfalls war das in den 1980ern und 90ern so, wie man an zahllosen Aufnahmen nachprüfen kann.
    Fraglos dürfte London aber nach wie vor mit Abstand die dichteste und beste Barockmusikszene haben, obwohl inzwischen sicher viele andere aufgeholt haben.


    Die Opernhausdichte in der Breite ist in Deutschland (Österreich, Schweiz) weit höher als irgendwo anders in der Welt. Ich glaube auch nicht, dass es anderswo so viele gute Orchester außerhalb der großen Zentren gibt wie etwa die deutschen Rundfunkorchester, Staatsorchester usw. zeigen. Allerdings ist hier Großbritannien auch gar nicht so schlecht aufgestellt, wenn man das aus den bei Labeln wie Naxos, Hyperion, Chandos, ASV vertretenen Orchestern schließen darf.
    In der Qualität, besonders in der Breite von Chören ist in Großbritannien ohnehin dem Kontinent überlegen.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)


  • London ist wohl der größte musikalische Nabel auf diesem Planeten. Dazu gehören mehrere Faktoren: die meisten Musiker (die Anzahl der Orchester mag täuschen - diese sind mehrheitlich nicht so fixe Ensembles wie in Mitteleuropa), die meisten Aufführungsstätten, das am breitesten gefächerte und umfangreichste Musikangebot, die größte Dichte an Musikeragenturen, wichtige in London ansäßige Musikverlage und die größte Ansammlung von Plattenfirmen, die entweder in London zu Hause sind oder wenigstens wichtige Niederlassungen haben. In dieser Kombination kann niemand London das Wasser reichen.

    Das ist natürlich richtig! Wenn man die Musikindustrie mit ins Kalkül zieht, dann hängt London jede andere Stadt, inklusive New York, locker ab.

  • Also vor allem im Verhältnis zur Größe des Landes hat Großbritannien eigentlich sehr viele Orchester (wenn wohl auch nicht die Dichte von Deutschland).


    Allein der BBC unterhält folgende Orchester:


    BBC Symphony Orchestra
    BBC Concert Orchestra
    BBC Philharmonic (BBC Northern Symphony Orchestra)
    BBC National Orchestra of Wales
    BBC Scottish Symphony Orchestra


    Früher zudem:


    BBC Radio Orchestra
    BBC Northern Ireland Orchestra (aufgegangen im Ulster Orchestra)
    BBC Scottish Radio Orchestra


    Weitere bedeutende britische Orchester:


    The Hallé
    Bournemouth Symphony Orchestra
    City of Birmingham Symphony Orchestra
    Royal Liverpool Philharmonic
    Leeds Symphony Orchestra
    Royal Scottish National Orchestra
    Orchestra of Welsh National Opera
    Ulster Orchestra
    Hanover Band
    The King's Consort
    Bath Philharmonia


    Die großen Städte neben London — Manchester (Hallé), Birmingham und Liverpool — haben international durchaus renommierte Klangkörper. Und das Bournemouth SO ist wohl auch vielen ein Begriff (hervorragendes Orchester!). Einen relativen Bekanntheitsgrad erlangte auch das Orchestra of Welsh National Opera unter Sir Reginald Goodall, mit dem er seinen Parsifal aufnahm. Zwar wird vom BBC allenfalls das BBC SO als "Spitzenorchester" geführt, aber auch die anderen brauchen sich nicht zu verstecken.

  • Also - Ich würde ein "musikalisches Zentrum nicht danach beurteilen, wie viele untereinander austauschbare Orchester es anzubieten hat, die man gar nicht zuordnen kann - und will - wenn sie auf einer Tonträgerhülle erwähnt werden.
    Für mich waren das LSO, Philharmonia Orchester (oder hiess es London Philharmonia Orchester ?) sowie das NEW Philharmonia Orchester schwer auseinanderzuhalten - und es hat mich eigentlich gar nicht wirklich interessiert.
    Ich meine, daß Salzburg und Bayreuth, Wien, Berlin und New York die tatsächlichen "Musikzentren" der Welt sind.
    Wer kann denn bitte sehr diese vielen BBC-Orchester auseinanderhalten?
    Irgendwie ist es so, als würde man behaupten Elgar wäre ein bedeutender Komponist.
    Österreich hat ja - gemessen an seiner Größe - doch einige Orchester - darunter sogar gute.
    Für die internationale Reputation genügt aber EINES . Die Wiener Philharmoniker.
    Dieses und die Wiener Staatsoper sind IMO Garant dafür der Nabel der musikalischen Welt zu sein.
    Wie man weiss ist ja auch in der Anatomie der Nabel nicht besonders groß......


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Ich meine, daß Salzburg und Bayreuth, Wien, Berlin und New York die tatsächlichen "Musikzentren" der Welt sind.

    Wenn man die Fakten ignoriert und sich nach seinem persönlichen Wunschdenken orientiert, kann man natürlich dieser Meinung sein.



    Wer kann denn bitte sehr diese vielen BBC-Orchester auseinanderhalten?

    Jemand, der auch die deutschen Rundfunkorchester auseinanderhalten kann. War das überhaupt eine sinnvolle Frage? Die Anzahl von Orchestern lässt lediglich einen Rückschluss auf das musikalische Angebot zu, und das ist auf dem Sektor klassische Musik im weitesten Sinne eben in London unübertroffen reichhaltig. Aber das ist eben nur ein Aspekt. In London sitzen mehr Entscheidungsträger als anderswo, die für die weltweite Verbreitung von Musik zuständig sind, sowie viele der wichtigsten Künstleragenturen dieses Planeten. Alfred Brendel hat übrigens seinen eigenen Worten zufolge genau deswegen in den 60ern seinen Wohnsitz nach London verlegt, weil dies von allen organisatorischen Gesichtspunkten her der ideale Standort ist, um eine musikalische Weltkarriere zu starten und zu unterhalten.


    :hello:

  • Ich will jetzt keine Wetten wagen, wer hier im Forum zuverlässig im Blindtest Wiener Philharmoniker von den Symphonikern auseinanderhalten könnte....
    Salzburg und Bayreuth sind von den paar Wochen Festival abgesehen Provinz bzw. tiefste Provinz (Bayreuth)...
    New York hat meinem Eindruck nach doch einiges von seinem Glanz verloren. Das New York Philharmonic scheint mir sehr chefdirigentenabhängig gewesen zu sein und in den letzten 50 Jahren nicht insgesamt nicht durchweg so hochklassig wie Boston, Cleveland, Chicago und Philadelphia. Die Met hat m.E. auch von ihrem Glanz verloren, zumal sie für alle, die nicht Regietheater verabscheuen, theater/inszenierungsmäßig weitgehend uninteressant ist.
    Dennoch ist New York wohl noch die größte amerikanische Musikmetropole, selbst wenn sie einem bei *klassischer* Musik vielleicht nicht spontan einfällt.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Zur Klärung:


    In London sitzen mindestens drei Spitzenorchester, nämlich das London Symphony Orchestra (LSO), das London Philharmonic Orchestra (LPO) und das Philharmonia Orchestra (PO). Letzteres hieß zwischen 1964 und 1977 New Philharmonia Orchestra (NPO), ging dann aber wieder zum ursprünglichen Namen über. Das heute wohl als renommierteste geltende LSO hatte in den 40ern und 50ern auch eine Schwächephase, wie ich nachlesen konnte. Damals trumpften das neugegründete Philharmonia Orchestra von Legge und das neue Royal Philharmonic Orchestra (RPO) von Beecham auf. Desweiteren gibt es an hochkarätigen "klassischen" Orchestern noch das BBC Symphony Orchestra (BBC SO), welches das Hauptorchester des BBC darstellt.


    Ein Blick auf die Chefdirigenten verrät zweifelsohne, dass hier mit die größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts in London konzentriert waren/sind:


    LSO:


    Hans Richter (1904–1911)
    Sir Edward Elgar (1911–1912)
    Arthur Nikisch (1912–1914)
    Sir Thomas Beecham (1915–1917)
    Albert Coates (1919–1922)
    Willem Mengelberg (1930–1931)
    Sir Hamilton Harty (1932–1935)
    Josef Krips (1951–1954)
    Pierre Monteux (1960–1964)
    István Kertész (1965–1968)
    André Previn (1968–1979)
    Claudio Abbado (1979–1988)
    Michael Tilson Thomas (1988–1995)
    Sir Colin Davis (1995–2007)
    Valery Gergiev (2007–2015)


    LPO:


    Sir Thomas Beecham (1932–1939)
    Eduard van Beinum (1947–1950)
    Sir Adrian Boult (1950–1957)
    William Steinberg (1958–1960)
    Sir John Pritchard (1962–1966)
    Bernard Haitink (1967–1979)
    Sir Georg Solti (1979–1983)
    Klaus Tennstedt (1983–1987)
    Franz Welser-Möst (1990–1996)
    Kurt Masur (2000–2007)
    Vladimir Jurowski (seit 2007)


    (N)PO:


    Herbert von Karajan (1948–1954)
    Otto Klemperer (1959–1973)
    Riccardo Muti (1973–1982)
    Giuseppe Sinopoli (1984–1994)
    Christoph von Dohnányi (1997–2008)
    Esa-Pekka Salonen (seit 2008)


    RPO:


    Sir Thomas Beecham (1946–1961, Music Director)
    Rudolf Kempe (1961–1962, Principal Conductor; 1963–1975, Music Director)
    Antal Doráti (1975–1978, Principal Conductor)
    Walter Weller (1980–1985, Principal Conductor)
    André Previn (1985–1988, Music Director; 1988–1992, Principal Conductor)
    Vladimir Ashkenazy (1987–1994, Music Director)
    Yuri Temirkanov (1992–1998, Principal Conductor)
    Daniele Gatti (1996–2009, Music Director)
    Charles Dutoit (seit 2009, Principal Conductor)


    BBC SO:


    Sir Adrian Boult (1930–1950)
    Sir Malcolm Sargent (1950–1957)
    Rudolf Schwarz (1957–1963)
    Antal Doráti (1962–1966)
    Sir Colin Davis (1967–1971)
    Pierre Boulez (1971–1975)
    Rudolf Kempe (1976)
    Gennadij Roschdestwenskij (1978–1981)
    Sir John Pritchard (1982–1989)
    Sir Andrew Davis (1989–2000)
    Leonard Slatkin (2000–2004)
    Jiří Bělohlávek (2006–2012)

  • Eine besondere Perle, sozusagen eine Urmutter der Orchester mit historischen Instrumenten und (ent)sprechender Spielweise hat die Musikmetropole Wien noch zu bieten: Ich spreche vom weltberühmten


    CONCENTUS MUSICUS WIEN,


    der hier nicht erwähnt wurde, aber in dieser Liste gewiss nicht fehlen darf.


    Gruss
    Glockenton

  • Zitat

    Johannes Roehl: Das New York Philharmonic scheint mir sehr chefdirigentenabhängig gewesen zu sein....

    Dem wage ich mal sanft zu widersprechen, lieber Johannes. Meiner Ansicht nach sind alle Big Five entscheidend von langjährigen Chefdirigenten geprägt worden, nicht nur das New York Philharmonic, sondern alle Big Five. Ich habe in meiner nachfolgenden Übersicht mal die bedeutendsten Chefdirigenten der Big Five, hauptsächlich nach dem Krieg, aufgelistet:


    Boston Symphony: Charles Münch 13 Jahre, Erich Leinsdorf 7 Jahre, Seji Ozawa 29 Jahre, (49 Jahre);


    Chikago Symphony: Fritz Reiner 10 Jahre, Sir Georg Solti 22 Jahre, Daniel Barenoim 15 Jahre, (47 Jahre);


    Cleveland Orchestra: George Szell 24 Jahre, Lorin Maazel 10 Jahre, Christoph von Dohnany 18 Jahre, (52 Jahre);


    New York Philharmonic: Dimitri Mitropoulos 9 Jahre, Leonard Bernstein 11 Jahre, Zubin Mehta 13 Jahre, Kurt Masur 11 Jahre, Lorin Maazel 7 Jahre,
    (51 Jahre);


    Philadelphia Orchestra: Eugene Ormandy 42 Jahre, Riccardo Muti 12 Jahre, Wolfgang Sawallisch 10 Jahre, (64 Jahre);


    Wenn chefdirigentenabhängig Kontinuität bedeuten soll, dann ist in erster Linie das Philadelphia Orchestra zu nennen, wo, dank Eugene Ormandy eine zeit von 64 Jahren von nur drei Chefdirigtenten abgedeckt wurde. Solltest du, lieber Johannes, aber gemeint haben, dass es einen erhöhten "Dirigentenverbrauch" bedeutet, dann träfe das in der Tat auf New York zu.
    In der Tat hielt es Eugene Ormandy mit 42 Jahren am längsten aus, gefolgt von Seji Ozawa mit 29 Jahren , George Szell mit 24 Jahren und Sir Georg Solti mit 22 Jahren.
    Lorin Maazel taucht in meiner Übersicht als Einziger zwei Mal auf.
    Was Kontinuität betrifft, so schneiden die Berliner Philharmoniker in dem Vergleich gar nicht so schlecht ab:


    Herbert von Karajan: 35 Jahre, Claudio Abbado 13 Jahre, Sir Simon Rattle 12 Jahre (bis jetzt) (60 Jahre);


    Interessant ist, dass unter den von mir aufgelisteten Dirigenten nur drei Deutsche sind: Christoph von Dohnany, Kurt Masur und Wolfgang Sawallisch. Das hat doch auch was.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Zitat

    Glockenton: Eine besonder Perle, sozusagen eine Urmutter der Orchester mit historischen Instrumenten und (ent)sprechender Spielweise hat die Musikmetropole Wien noch zu bieten: Ich spreche vom weltberühmten
    CONCENTUS MUSICUS WIEN,
    der hier nicht erwähnt wurde, aber in dieser Liste gewiss nicht fehlen darf.


    Vielleicht liegt das daran, lieber Glockenton, dass hier im Forum mal von maßgeblicher Stelle gesagt wurde, der Concentus sei eigentlich gar kein richtiges (Sinfonie)-orchester.


    Liebe Grüße


    Willi :D

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • In der Aufzählung vermisse ich Leipzig (schon auf Grund der Historie, wo weder London noch New York mithalten können - Wagner, Mendelssohn, Schumann, Bach......), dann aus dem gleichen Grund Dresden (nicht in der Gegenwart - obwohl mind. 2 Weltklasseorchester angesiedelt sind, sondern aus historischen Gründen. Die Staatskapelle gehört zu den ältesten Orchestern der Welt. Weber, Wagner .....).


    Auf Platz 1 steht bei mir aber - ohne daß ich mich bei den Einwohnern der Stadt einschmeicheln wollte - eindeutig Wien.


    La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Lieber Willi,


    ...nun ja, der Concentus musicus Wien spielt(e) ja auf jeden Fall mehr Symphonien von Mozart, Haydn oder sogar Schubert (glaube ich irgendwo gelesen zu haben...) als z.B. das ehrenwerte und in der Liste erwähnte Bach Collegium Japan, das ja streng genommen ein Gesamtensemble aus Chor und Orchester ist, jedoch kaum als Symphonieorchester gesehen werden kann.


    Nichtsdestotrotz sind beide Orchester/Ensembles ja hervorragende und bekannte Kulturbotschafter ihrer schon im Namen enthaltenen Musikmetropolen. Beim Concentus kann man von der eigenen, europäischen Kultur sprechen, während das BCJ im eigenen Land Japan auf allerhöchstem Niveau ein Botschafter für eine dort eigentlich fremde Kultur ist, unsere nämlich, aus Deutschland und Europa kommend.


    Das BCJ hat nebenbei erwähnt vor einigen Tagen über Facebook bekanntgegeben, dass die Gesamteinspielung der Bachkantaten nun vollendet sei- eine gewaltige Leistung, eine kulturpolitische Grosstat und eine Wohltat für die Menschheit - jedenfalls für die Minderheit, die dafür offene Ohren hat.



    LG


    Glockenton

  • Den Concentus musicus Wien habe ich nicht mit Absicht nicht genannt. Er wurde bei Wikipedia schlichtweg nicht aufgelistet bei den in Wien ansässigen Orchestern.


    Mir dünkt, dass wir oft aus deutscher/österreichischer Perspektive urteilen (was ja auch normal ist). Natürlich war London schon um 1800 eine musikalische Weltstadt, wieso ging Haydn sonst dorthin und feierte glänzende Erfolge? Nur dort konnte ein freischaffender Komponist bereits Ende des 18. Jahrhunderts überleben, in Wien nicht, siehe Mozart. Im gesamten 19. Jahrhundert war London die größte Stadt der Welt und politisch zudem führend, es war ja nicht nur die britische Hauptstadt, sondern die Hauptstadt des größten Reiches in der Menschheitsgeschichte. Das alles muss mit bedacht werden.


    Wien propagierte das Image von der musikalisch-kulturellen Hauptstadt besonders ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Österreich politisch immer mehr auf die Ränge verwiesen wurde (Niederlagen 1859 und 1866). Es war als Kompensation gedacht und funktionierte ja auch blendend. Die Selbsthistorisierung Wiens als musikalischer Mittelpunkt wäre ein Thema für sich. Fakt ist, dass Wien im 18. und frühen 19. Jahrhundert keine eindeutige musikalische Hegemonie innehatte, auch wenn man das heute gerne so darstellt. Die ganzen Komponistendenkmäler entstanden etwa erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (Grabverlegungen Beethovens und Schuberts 1888), die musikalische Weltausstellung fand erst 1892 statt. Das ist insofern ein Produkt der späteren franzisko-josephinischen Ära, das mit Erfolg bis in die Jetztzeit fortgesetzt wurde.

  • Und Köln? Wo bitte ist hier Köln?


    Gürzenich-Orchester (Sinfonie- und Opernorchester)
    WDR-Sinfonieorchester
    WDR Rundfunkorchester
    WDR Rundfunkchor
    Junge Philharmonie Köln
    Klölner Kammerorchester
    Collegium Musicum des WDR
    Concerto Köln
    Capella Coloniensis
    Johann Sebastian Bach Akademie, heute Concerto con Anima
    Musca Antiqua Köln


    Langjähriger Chefdirigent des Gürzenichorchesters: Günter Wand (28 Jahre, witzigerweise als Stadtbeamter), ferner Marek Janowski, Hermann Abendroth, Yuri Ahronowitsch, seit 2003 Markus Stenz. Uraufführunmgsorchester von Mahler 3, Mahler 5, Straussens "Till Eulenspiegel" und Brahms' Doppelkonzert. Beim WDR-Orchester erwähne ich Semyon Bychkov und Jukka-Pekka Saraste.


    Besondere Stärke der Kölner Musikszene: zeitgenössische Musik, besonders durch den WDR gefördert mit seinem Studio Neue Musik. Widmungskompositionen von Henze, Zimmermann oder Berio und Kagel.


    Mit der Capella Coloniensis hat Köln seit 1954 eines der ersten Orcherster, das sich ausschließlich mit historischer Aufführungspraxis befasste.


    Also bitteschön, da möchte der Kölner doch in aller Bescheidenheit anklopfen und sagen: Uns jittet och!


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Werter Joseph, da bringst Du schon einiges durcheinander, finde ich. Zunächst einmal kenne ich außer Händel keinen namhaften Komponisten zwischen Purcell und Elgar, der sich dauerhaft in England behauptet hätte. Klarerweise hat Haydn in London kurzfristig eine Menge Geld verdient, für Mozart hat sich aber in London absolut niemand interessiert - trotz Haydns Bemühungen das zu ändern. Viel mehr haben sich die Engländer weltberühmte Topkomponisten für teures Geld für einige Zeit ausgeliehen (z.B. auch Pleyel). Mozart ging es finanziell die meiste Zeit über gar nicht so schlecht, Haydn war durchaus wohlhabend und Beethoven bezog eine stattliche Appanage vom Erzherzog, und wurde generell von der Aristokratie sehr gefördert. In Wien residierten zahllose Hochadlige mit Massen an Geld und Liebe zur Musik - das machte es möglich, dass die Musik in Wien so florierte. Alleine Fürst Esterhazy hatte ein Orchester, das mit den besten der Welt mithalten konnte. Wäre Wien nicht so ein lohnendes Pflaster gewesen, hätten sich Salieri, Mozart, Beethoven, Kozeluch, und, und, und.. kaum in Wien niedergelassen, oder? Eine vergleichsweise wenig ergiebige Zeit war jene zwischen Beethovens Tod und Brahsmens Ankunft in wien. Danach lebten in Wien: eben Brahms, Mahler, Bruckner, Schönberg, Berg, Webern, Wolf, etc..Wohl nicht ohne Grund. Wien war übrigens keine unbedeutende Stadt, sondern mit einigem Respektabstand hinter London und Paris eine der größten Städte Europas. In 1890 schon mehr als 1,5 Mio. Einwohner, in 1910 mehr als heute, nähmlich 2,1 Mio.

  • Außerdem gibt's in Wien noch die WIENER AKADEMIE unter Martin Haselböck, mein Lieblings-Barockorchester aus Österreich, das z.B. in den letzten Jahren viel Liszt auf Originalinstrumenten gespielt hat.
    Natürlich ist das Klangforum nicht das einzige Ensemble Neuer Musik, aber die meisten anderen sind meistens schon recht klein, und hier gilt auch, dass dieselben Musiker in allen möglichen Ensembles mitspielen.
    :hello:

  • Lieber Felix,


    ich zitierte hier in der Grundaussage weitgehend einen meiner geschätzten Professoren (es war eine Musikgeschichte-Vorlesung zur Habsburgermonarchie). Der Grundtenor war, dass vor Beethoven kein freischaffender Komponist in Wien wirklich allein davon leben konnte. Mozart bemühte sich m. W. doch auch zeitlebens um eine feste Anstellung bei Hofe, was ihm bekanntlich misslang, denn die begehrte Hofkapellmeisterstelle wurde nach Giuseppe Bonnos Tod 1788 an Salieri vergeben.


    Ich wollte die musikalische Bedeutung Wiens bestimmt nicht kleinreden. Es ist in der Tat richtig, dass viele große Komponisten dort ansässig waren. Und in dem Zusammenhang wundert es einen angesichts der unleugbaren Stellung Londons wirklich, dass dort relativ wenige "weltberühmte" Tondichter heimisch wurden.

  • Lieber Felix,


    ich zitierte hier in der Grundaussage weitgehend einen meiner geschätzten Professoren (es war eine Musikgeschichte-Vorlesung zur Habsburgermonarchie). Der Grundtenor war, dass vor Beethoven kein freischaffender Komponist in Wien wirklich allein davon leben konnte. Mozart bemühte sich m. W. doch auch zeitlebens um eine feste Anstellung bei Hofe, was ihm bekanntlich misslang, denn die begehrte Hofkapellmeisterstelle wurde nach Giuseppe Bonnos Tod 1788 an Salieri vergeben.


    Ich wollte die musikalische Bedeutung Wiens bestimmt nicht kleinreden. Es ist in der Tat richtig, dass viele große Komponisten dort ansässig waren. Und in dem Zusammenhang wundert es einen angesichts der unleugbaren Stellung Londons wirklich, dass dort relativ wenige "weltberühmte" Tondichter heimisch wurden.


    Ich habe unlängst gelesen, in den besseren Jahren habe Mozart umgerechnet soviel verdient wie ein Primararzt in einem Spital heute. So wie ich diese Herrschaften kenne, kann es um Mozart also nicht so schlecht bestellt gewesen sein. Mozart war ein Spieler, hatte immer mehrere Angestellte, etc..Aber natürlich, man konnte damals unmöglich so viel Geld mit Musik machen wie heutzutage, selbst im 19.ten Jahrhundert wurde man nicht steinreich sondern maximal wohlhabend, wie bspw. Brahms. Es ist aber so, dass fast alle großen Komponisten aus Musikerfamilien kamen, und wo viele Musiker eine Anstellung finden - also z.B. im Mitteleuropa des 18.ten Jahrhunderts - da wachsen auch viele Kinder als Musiker auf. Wien, wiederum, war die Metropole Mitteleuropas bis in die zweite Hälfte des 19.ten Jahrhunderts (als Berlin gleichzog), wo sich besonders viele Betätigungsfelder boten. In jedem Palais, das Du in Wien siehst, saß ein reicher Adeliger, der Geld für Musik ausgab. In England gab es dieses soziale Substrat einfach nicht. Wenn den Engländern Musik so wichtig gewesen wäre, gäbe es doch viel mehr bedeutende Komponisten von dort. Im Bereich der Literatur oder der Wissenschaft hapert es ja beileibe nicht bei den Briten.

  • Vielleicht ist ein Grund, warum sich in London nicht so viele Komponisten anhäuften, der, dass der britische Adel eben auch im 19. Jahrhundert noch zu großen Teilen auf seinen eigenen Gütern saß. Mir liegen keine Zahlen vor, ob und welche Komponisten diese Landadligen dann beschäftigten, das wäre allerdings ein spannendes Thema. Gar so wenige britische Komponisten gab es wohl kaum, wie ein Blick auf Wikipedia nahelegt. Allerdings eben weitgehend unbekannte Namen wie Samuel Coleridge-Taylor, der "afrikanische Mahler". Da könnte man gewiss so einiges entdecken.

  • Vielleicht ist ein Grund, warum sich in London nicht so viele Komponisten anhäuften, der, dass der britische Adel eben auch im 19. Jahrhundert noch zu großen Teilen auf seinen eigenen Gütern saß. Mir liegen keine Zahlen vor, ob und welche Komponisten diese Landadligen dann beschäftigten, das wäre allerdings ein spannendes Thema. Gar so wenige britische Komponisten gab es wohl kaum, wie ein Blick auf Wikipedia nahelegt. Allerdings eben weitgehend unbekannte Namen wie Samuel Coleridge-Taylor, der "afrikanische Mahler". Da könnte man gewiss so einiges entdecken.


    Der Hauptunterschied dürfte vor allem der sein, dass die englischen Adeligen, im Gegensatz zu ihren kontinentalen Pendants, hart arbeitende Menschen waren. Entweder sie waren als Soldaten oder Verwalter in Übersee im Einsatz oder sie betätigten sich als Politiker und Wirtschaftstreibende (Firmen, Fabriken, etc..). Weiters waren große Teile Großbritanniens, vor allem Schottland, sehr puritanisch geprägt. Da bekammen "Fiddler" (Swift über Händel) keinen Fuß auf den Boden.

  • Zitat

    Thomas Pape: Und Köln? Wo bitte ist hier Köln?

    Ich gebe dir völlig Recht in deiner Fragestellung, lieber Thomas, nur dächte ich dann, dass das Neue Orchester mit dem Chorus Musicus Köln unbedingt mit in deine AQufzählung gehörte. Ein hervorragendes Orchester, das ich in den letzten Jahren in zahlreichen Konzerten erlebt habe nebst dem ausgezeichneten Chor.


    iebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).