Die Protagonisten der Alten Musik (IX) - Akademie für Alte Musik Berlin

  • Höchste Zeit dass Das Tamino-Klassikforum einem der bedeutendsten Orchester für „Alte Musik einen Thread widmet, dies umso mehr, als es mein deutsches HIP- Lieblingsorchester ist. Es handelt sich um die „Akademie für Alte Musik, Berlin“ , einem Spezialensemble mit etwa 30 Musikern von Freunden auch liebevoll mit dem Kurznamen AKAMUS bedacht. Das Orchester arbeitetr zumeist ohne Dirigenten, gelegentlich, wenn die Umstände es erfordern wird ein Gastdirigent eingeladen (z.B. Rene Jacobs)


    Das erste was mir vor Jahren auffiel war, dass sie Spritzigkeit, Durchsichtigkeit mit Wärme verbinden können, und dass – bei allem Biß, den das Orchester bei Bedarf einbringt, der Klang niemals ruppig oder spröde, unmusikalisch oder aufgesetzt wirkt.
    Inzwischen hat die Formation bereits ihr 30 jähriges Jubiläum hinter sich – und hat auch Musik anderer Epochen, vorzugsweise Frühklassik und Klassik in ihr Programm aufgenommen.
    Seit 1994 nimmt das Orchester exklusiv für Harmonia mundi France auf.


    Mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred



    Weitere Threads aus dieser Serie:


    Die Protagonisten der Alten Musik (I) - Das Huelgas Ensemble
    Die Protagonisten der Alten Musik (II) - Roland Wilson und seine Ensembles
    Die Protagonisten der Alten Musik (III) - Das Ensemble Weser-Renaissance Bremen
    Die Protagonisten der Alten Musik (IV) - Concentus Musicus Wien
    Die Protagonisten der Alten Musik (V) - Il Giardino Armonico
    Die Protagonisten der Alten Musik (VI) - Europa Galante
    Die Protagonisten der Alten Musik (VII) - Musica Amphion
    Die Protagonisten der Alten Musik (VIII) L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg

  • Das erste was mir vor Jahren auffiel war, dass sie Spritzigkeit, Durchsichtigkeit mit Wärme verbinden können, und dass – bei allem Biß, den das Orchester bei Bedarf einbringt, der Klang niemals ruppig oder spröde, unmusikalisch oder aufgesetzt wirkt.


    Ich bin sicher, dass diese Einschätzung auch durch diese beiden Neueinspielungen bestätigt wird (erhältlich ab 14.Juni 2013). Das erste Stück auf der Telemann-Doppel-CD (die Suite TWV 55 : D18) habe ich 2007 mal im Radio gehört. Das war der Beginn meiner Karriere als Telemann-Fan. ;)


  • Lieber Alfred, lieber seicento, wie schön, dass wir uns hier einig sind. Ich möchte darauf hinweisen, dass dieser thread ein Parallel - thread zu meinem Thema "Alte Musik - Neue Consorts" ist, der die Vocalensembles bespricht, während hier die Instrumentalisten im Vordergrund stehen. Es gibt natürlich Überschneidungen, wie etwa das Huelgas-Ensemble.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Seid Ihr sicher, dass die Bach´schen Orchestersuiten Neueinspielungen sind ?


    Ich habe die Suiten mit der Akademie für Alte Musik bereits im Plattenschrank stehen und zwar in dieser Einspielung (nebst Katalog):



    Meine Frage gilt natürlich sinngemäß auch für die Telemann-Suiten.....

  • Ich bin sicher, dass beides nur Wiederveröffentlichungen/Neuverpackungen sind.
    Zu den für mich interessantesten Einspielungen des Ensembles gehören die zwei oder drei CDs mit Orchesterwerken von CPE Bach; da gibt es, anders als beim Vater, nämlich nicht zwei Dutzend Alternativen.


    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Sorry, hier sind die zwei alten CDs mit den Telemann-Stücken. Die zweite CD mit dem fast identischen Cover ist bei unsern Werbepartnern nicht mehr erhältlich. Der Preis für die Doppel-CD liegt allerdings 6 € unter dem Preis der linken Einzel-CD! Vielleicht hätte ich das in dem Thread "Aktuelle Klassik-Sonderangebote" posten sollen.


  • Nun aber zu eier veritablen Neueinspielung. Es handelt sich um Händels Wassermusik, die in zahlreichen Aufnahmen existiert, dennoch bestätigt der Rezensent von Stereoplay dieser Aufnahme eine besondere Frische und Prägnanz. Vielleicht kann das jemand bestätigen oder widerspechen. Die Aufnahme wurde 2015 gemacht und heuer veröffentlicht.
    Ein Beweis dafür, daß die "Akademie für Alte Musik Berlin" noch immer hochaktiv ist und ganz vorne mitspielt.
    Gleichzeitig wollte ich hier wieder ein wenig Händel in den Blickpunkt des Interesses stellen, noch dazu mit einem oft eingespielten "Dauerbrenner", da vermutlich im Barockbereich im nächsten Jahr sich alles auf Telemann konzentrieren wird.

    mfg aus Wien
    Alfred

  • Die Hörbeispiele kommen tatsächlich zum Teil sehr erfrischend daher, die Sätze mit Blechbläsern allerdings werden mir sehr "scheppernd" aufgespielt. Ich weiß nicht, ob das eventuell an meinen Boxen liegt. Kritikwürdig ist für mich aber in jedem Fall das Festhalten an der Suiten-Aufteilung, die schon seit Jahren als überholt zu gelten hat. Siehe auch diesen Thread (Beitrag 72):
    http://tamino-klassikforum.at/…ead&threadID=492&pageNo=3


    :hello: