Trailer zur neuen Serie: Aktive Pianisten unserer Tage

  • Der Thread:
    2013 - 60 Große Pianisten unserer Zeit - Tamino Voting
    ist zwar noch nicht völlig abgeschlossen und die Auswertung wird nicht ganz leicht sein, da es zahlreiche Mißverständnisse und Doppelnennungen gibt. Aber im Prinzip wurde das Ziel erreicht, das da eigentlich - obwohl ich das nicht laut gesagt habe - nicht war, die 60 oder 100 "besten" Pianisten zusammenzubekommen, sondern zu zeigen wie schwer sowas in einer Gruppe ist, und wie verfälschend hier persönliche Vorlieben auf das Ergebnis wirken können. Das liegt daran, dass natürlich (fast) jeder versucht "seinen" Lieblingspianisten unterzubringen, gleichgültig welchen tatsächlichen Rang er einnimmt. Aber auch solch ein Ergebnis ist durchaus aussagekräftig - Es erklärt das Kaufverhalten innerhalb einer Gruppe.
    Noch BEVOR ich das dortige Ergebnis zu ermitteln versuche beginne ich hier mit einer neuen Threadserie:


    Aktive Pianisten unserer Tage


    Jeder kann beliebig viele Threads eröffnen - jedoch sind einige Punkte zu beachten.
    Der Threaderöffner sollte den Pianisten biographisch mit eigenen Worten vorstellen und darf auch persönliches mit einbringen, beispielsweise daß er den Pianisten live erlebt hat - oder welches die Gründe sind, daß dieser Pianist hier erwähnt wird.
    Dann können ein oder 2 Lieblingsaufnahmen gezegit werden - idealerweise mit Begründung


    Angestrebt ist ein Mini-Verzeichnis von Pianisten, die zum Zeitpunkt der Threaderöffnung noch aktiv sind - es sollen auch nur solche genannt werden die dieser Regel entsprechen. Auf diese Weise kommt beispielsweise Alfred Brendel nicht mehr mit ins Boot -ausgenommen die bereits existierenden Threads


    Auf diese Weise ist ein gerechter Schnitt möglich. Die gegenwärtige Generation wird nicht durch Pianisten der Vergangenheit (die wir ja sehr lieben - vielleicht sogar viel zu sehr) verdeckt - sondern wir machen den Blick frei für die Gegenwart - was ein völlig anderes Bild vermittelt. Es ist genau das, was Joachim Kaiser anstrebte als er in den 60er Jahren an der erste Auflage seines später so berühmt gewordenen Buches schrieb. Dieses Buch wird als Klassiker seiner Zeit immer Referenz bleiben - jedoch es ist nicht mehr UNSERE Zeit.


    Es gibt heute Bücher von anderen Autoren über dieses Thema - aber bislang hat noch keines Kultcharakter . Das ist aber auch nicht notwendig - vermutlich entspricht es nicht unserer Zeit. Wir machen mit unserem kleinen Projekt keinem Buch, das von einem professionellen Kritiker geschrieben wurde Konkurrenz. Zudem ist der Markt recht groß - gäbe es 10 Bücher, wie jenes von Kaiser - ich würde sie vermutlich alle kaufen. Eine Projekt wie unseres - von Liebhabern gestaltet - ist natürlich anders zu lesen als ein wirkliches Kompendium. Allzuviele persönliche Vorlieben und Abneigungen werden hier einfliessen - und es werden sich auch Fehler einschleichen. Das Niveau wird schwanken - der Wissensstand einer Gruppe ist selten homogen. - Seis drum


    Nach dem Einführungsbeitrag können dann die anderen Mitglieder Statements und Empfehlungen abgeben oder über persönliche Erlebnisse, Konzerte und Aufnahmen (bitte maximal 2) empfehlen.


    DIESER Thread ist ein Trailer - Kritik und Anregungen können hier noch angebracht werden.
    Mir ist klar, daß zahlreiche Pianisten nun doppelt im Forum vertreten sein werden - aber das ist für mich kein Problem: So bleiben sie im Gedächtnis - und zudem verläuft jeder Thread ein wenig anders.
    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred


    APUT

  • Die Spielregeln gefallen mir: mein Idol Ciccolini kommt da immer noch sehr gut zum Zuge, indes auch die jüngst verstorbene Brigitte Engerer. Mit diesen beiden genannten haben wir allerdings auch bereits zwei unterschiedliche Pinaistengeneratonen, die ins 21. Jh. hineinragen. Und die abzugrenzen sind gegen eine Amandine Savary, einen Lang Lang, einen Francesco Tristano, einen Rafel Blechaz und so fort. Ein Oppitz ist noch sehr aktiv und ghört auch in diesen Thread (oder diese Threadserie). Pianist des 21. Jh.: da müsste man wohl am besten eine Zäsur über das Geburtsjahr bestimmen. Ob das wirklich hilfreich ist? Elly Ney und Wilhelm Backhaus sind ziemlich gleich alt. Und vertreten dennoch völlig ander Schulen resp. Generationen. Wie sieht die Bewertung vor dem Hintergrund der geographischen Erweiterung des Pianistenangebotes aus? Können Lang Lang und Yundi Li glaubhaft Beethoven oder Chopin spielen? Haben sie gar zu diesen Komponisten eine Idee, die ihre Rezeption verändert (wie seinerzeit etwa Cortot oder Nat)?


    Ich bin gespannt auf diese Bestandsaufnahme, die sich zwangsläufig von Ciccolini über Oppitz bis Andsnes, Barto, Pogorelich Li, Lang, Blechaz, Tristano et altri zu ertrecken hat.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Hallo Thomas,
    ich freue mich dass hier schon Resonanz kommt. Die gleichen probleme, die wir hier haben, hat Joachim Kaiser - ohne daß ich unser Projekt mit seinem von der Kompetenz her vergleichen möchte - in den 60er Jahren auch schon gehabt. Nur daß eben ein Buch anders zu gestalten ist als ein interaktives Internetforum. Er hat im ersten Kapitel einen Rückblick auf die Vergangenheit gemacht - ja machen müssen. Wir müssen das nicht, denn wir haben ja (unter anderem ) sein Buch, bzw zahlreiche Threads über die Pianisten der Vergangenheit. Wer in diese Threadserie aufgenommen wird, das bestimmt gewissermaßen jeder einzelne von uns - eingeschränkt nur durch die zeitliche Begrenzung. Und selbstverständlich dürfen die Pianisten aus verschiedenen Generationen mit verschiedenen Auffassungen kommen. Das entspricht ja auch der Realität des Konzertalltags. Wir aber haben etwas mehr Spielraum, dadurch, daß wir den Konzertalltag grösstenteils durch Tonaufnahmen substituieren. Das hat Vorteile und Nachteile zugleich. Ein VORTEIL ist in diesem Zusammenhang, daß Statements von Mitarbeitern an diesem Thread jederzeit überprüfbar sind, oder freundlicher und neutraler formuliert, jederzeit gegen die eigenen Einschätzung verglichen werden kann.
    Den Nachteil, daß auch verflossenes mit Gegenwärtigem verglichen werden kann (durchaus legitim - aber mit der Aufgabenstellung dieses Threads eher schwer vereinbar) wird durch das vorgesehene Zeitfenster (derzeit sind es 13 Jahre - sollte aber nicht viel länger als 20 Jahre dauern) limitiert. Alle hier zugelassenen Pianisten haben in diesem Zeitraum Aufnahmen gemacht - andernfalls erfüllen sie die Kriterien dieses Threadprojekts nicht und werden nicht erwähnt. Da ich im Titel auf "berühmte", "beste" oder "grösste" als Attribute verzichtet habe, ist auch von hier keine Einschränkung vorgesehen. Peinlich wäre es nur, wenn hier gerade die wirklich "Großen" keinerlei Erwähnung fänden.


    Ich würde übrigens Vorschlagen, daß jeder , der einen Thread dieser Serie zu starten plant dies 2 Stunden zuvor hier in diesem Thread bekannt gibt , damit Doppelstarts vermieden werden. Es können auch 2 oder Drei Threas gleichzeitig vorgemerkt werden . die müssen dann allerdings auch binnen 24 Stunden erscheinen - eine länger Vormerkzeit ist nicht zulässig, weil ansonst andere Schreibwillige abgeschreckt würden.
    Es ist meines Dafürhaltens auch kein Unglück, wenn einem der persönliche Lieblingpianist von einem anderen Mitglied vor der Nase "weggeschnappt" wird, weil man dann im Folgebeitrag natürlich sein Spezialwissen unterbringen kann - es muß nicht alles im Eröffnungsthread stegen. Eine kurze Biographie ist allerdings obligatorisch. Sie kann - sollte sie nach Meinung eines anderen "Mitspielers" zu karg ausgefallen sein - im eigenen Beitrag ergänzt werden.


    Mal sehen was draus wird.
    Beste Grüße aus Wien
    Alfred

  • Ich hatte ein bisschen Zeit, um über die Organisation nachzudenken, Es ist nicht nötig den geplanten Beitrag 24 Stunden vorher anzumelden. Es genügt ja, wenn ein Schreibwilliger hier nachschaut ob schon jemand eine Reservierung vorgenommen hat. Ich will lediglich vermeiden, daß -der Teufel schläft nicht - ZWEI Mitglieder durch einen Zufall jeweils den gleichen Pianisten für einen Thread auswählen - und wir dann entscheiden müssen - welchen wir nehmen....
    Es ist auch nicht notwendig, daß zu Beginn der Serie speziell "berühmte" Pianisten gewählt werden, jeder Pianist der bereits durch einige CDs auf sich aufmerksam gemacht hat - ist ein willkommener Kanditat. Und natürlich kann auch Kritik an den Eigenarten eines Pianisten geäussert werden - der dann aber auch widersprochen werden darf.
    Es ist mir bewusst, daß solch ein komplexes Projekt sehr Lange braucht bis es in Schuß kommt - und noch länger bis eingermaßen Material vorhanden ist - ich erinnere mich in diesem Zusammenhand an den Opernführer, der jedoch im Laufe der Jahre zu so etwas wie einer "Klassikinstanz" geworden ist.


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

  • Wie einige schon bemerkt haben werden zögere ich noch mit dem Start der Serie (daß jemand anderer damit beginnt ist eher nicht anzunehmen :P )
    Ich frage mich nämlich wie klug es wäre beispielsweise den noch immer konzertierenden und vor allem Platten aufnehmenden Paul Badura Skoda nur mit den Einspielungen der letzren 13 Jahre zu erwähnen, bzw auch Alfred Brendel, der zwas schon aufgehört hat, aber im 21. Jahrhundert noch aktkiv war. In diesem Zusammenhang inst mar dann noch eingefallen, daß dies auch auf durchaus Jüngere Kollegen zutrift, so hat Stefan Vladar - ein guter Kandidat für diesen Thread - vor allen wegen seiner in den letzten Jahren gemachten Aufnahmen für Preiser Records Vienna - seine Karriere schon im 20. Jahrhundert gestartet. Sollen wir das weglassen ? Nur einige sehr junge Pianisten haben ausschlisslich im 21. Jahrhundert konzertiert und aufgenommen, letzteres aber in meist in äusserst geringem Ausmaße....
    Ich vermute daher, daß es sich nicht umgehen lassen wird, jenen im 21. Jahrhundert noch aktiven Pianisten die Aufnahmen ihrer Lebensleistung hier im Thread vorzustellen (?)


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Die Serie ist nun (zögernd) angelaufen - und ich habe bereits die ersten Schwachpunkte entdeckt, welche ich beseitigen werde.


    Dazu ein paar Anmerkungen zum Titel - den ich ändern werde.


    Er klang ein wenig gekünstelt. Das lag daran, daß ich weder die Formulierung


    Große Pianisten der Gegenwart oder Große Pianisten unserer Zeit verwenden wollte, da einer von Kaiser, der andere von Otte verwendet wird.
    So kam ich auf: Pianisten des 21. Jahrhunderts.
    Dabei bedachte ich einige Feinheiten nicht. Ich müsste entweder alle Aufnahmen des ausgehenden 20. Jahrhunderts negieren oder den Titel Lügen strafen. Zudem würde ich Probleme mit jenen Pianisten haben, die zwar mehrheitlich im 20. Jahrhundert aufgenommen hatten - aber immer noch aktiv sind.
    Ein weiteres Problem ist die Definition "große" bei Pisanisten, die schon bei den Büchern zu unterschiedlichen Auffassungen geführt hat.
    Das nächste Problem war, daß ursprünglich jeder Pianist, den Threadseriennamen "Pianisten des 21. Jahrhunderts" angehängt bekommen sollte. Dr Kaletha war der erste der meine Anregung aufgriff und einen jungen aktiven Pianisten vorstellte -ohne allerdings den Seriennamen zu verwenden. Wärend ich noch drüber nachdachte ob ich das ändern sollte oder Rücksprache halten sollte - kam ich zur überzeugeung, daß individuelle Charakterisierungen ohnehin der bessere Weg seien.
    Wie Schaut das aber nun mit der Serie aus - und wie erkenne ich sie ?


    1) der Neue Name der Serie ist "Aktive Pianisten unserer Tage" = APUT


    2) Dieser Name ist allgemeiner, es muß eine AKTIVER Pianist mit ausreichend verfügbaren Tonaufnahmen sein und einen Thread am Laufen zu halten, "Grösse" ist genausowenig gefragt wie das Alter.


    3) Zieht sich ein Pianist während der Laufzeit der Serie aus dem Konzertleben zurück wird er NICHT aussortiert.
    4)Im Foreninhaltsverzeichnis gibt es ein Kapitel wo diese Pianisten ZUSÄTZLICH zum normalen Eintrag verzeichnet sind
    5) Der Serientitel wird im Threadnamen NICHT berücksichtigt - er ist frei
    6) JEDER Threadstartartikel (also der erste eines Threads) bekommt unterhalb des letzten Satze das Kürzel APUT
    angefügt. Der Sinn ist jener, daß - wenn es so funktioniert wie geplant - bei Verwendung der Suchfunktion ALLE bisherigen Threads dieser Serie aufscheinen - auch dann wenn das Foreninhaltsverzeichnis nicht auf dem Laufenden ist, was in der Regel der Fall sein wird....


    Auch dieser Thread wird in den nächsten Tagen mit dem Neuen Titel versehen .


    mfg aus Wien
    Alfred


    Trailer zur neuen Serie: Pianisten des 21. Jahrhunderts wurde umbenannt in:
    Trailer zur neuen Serie: Aktive Pianisten unserer Tage

  • Auch wenn dieser Thread ein Monolog ist, so halte ich ihn dennoch für wichtig.
    Ein Projekt wie dieses ist relativ komplex. Wird es auch noch dazu spontan gestartet (was eigentlich nicht meine Art ist) dann sind noch nicht alle Aspekte überdacht, sodaß stets kleiner Korrekturen des Layouts und der Straegie nötig sind.
    Oder aber - fast noch wahrscheinlicher - beides war schon in groben Zügen festgesetzt, aber nicht korrekt ausformuliert.
    Irgendwie Stand ja der Papst der Klavierspielrezension, Joachim Kaiser Pate zu diesem Projekt, aber auch Jürgen Otten seinem quasi Nachfolger. Wir können und wollen und mit beiden nicht messen, und es stellt sich die Frage ob das überhaupt nötig ist.
    Aus bescheidenen Anfängen wird ein umfangreicheres Projekt entstehen, welches zahlreiche Pianisten und ihre Aufnahmen in den Focus stellen soll. Und hier kommt schon einer der gravierenden Unterschiede zu den beiden Büchern zum Vorschein.
    Während beide Autoren bestrebt waren, bzw. sind, die jeweils GRÖSSTEN Pianisten zu nominieren - also wie Otten schreibt, im Sinne von AUSSERGEWÖHNLICH, weit über "perfektes Klavierspiel" hinaus, erheben wir mit unserer Auswahl den Anspruch NICHT ! SElbstverständlich ist auch und daran gelegen, sehr gute oder sehr markante, sehr eigenwillige Pianisten hier zu nominieren, aber wir sehen die Palette breiter und weniger streng gefasst. Wir möchten aber auch jene Interpreten ins Bewusstsein des Klassikhöreres rufen, die sich mit "undankbaren" Werken, mit Nischenrepertoire einen Namen gemacht gaben, wohl wissend, daß der Weg zur (vermeintlichen) Spitze über die "großen" Werke führt.
    Dann spielt oft der Zufall eine Rolle: Sowohl David Fray als auch Paul Badura Skoda starteten ihre Karriere als Einspringer.
    Ein Internetforum unterliegt natürlich auch anderen Regeln als ein Buch. Wir können aktuelle Plattencover in unsere Beiträge einfügen und die alten an Ort und Stelle belassen, haben also die Möglichkeit immer am laufenden zu sein - und gleichzeitig die Vergangenheit zu zeigen. Wir können auf Youtube Videoclips verlinken und dem Leser ein plastischeres Bild eines Künstlers vermitteln als die der gescheiteste Text vermöchte.
    Inzwischen sind ja schon einige bisher hier nicht genannte Pianisten erwähnt worden - es sollen mehr werden. Natürlich sind auch uns Grenzen gesetzt - aber ich halte es für realistisch gegen Jahresende hier 30-50 neue Namen im Index zu haben, wo für jeden etwas dabei ist.


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred


    clck 166

  • Erst jetzt werde ich auf den thread aufmerksam (es gibt halt so viel hier): ich dachte, Nelson Freire würde hierher passen, oder?
    Könnte man dazu nicht vielleicht den Freire thread hierher verschieben? Er ist auf jeden Fall noch aktiv (z. B. im nächsten Jahr in Leipzig)


    Danke und herzlichen Gruß aus Leipzig
    JLang

  • Es muß nichts verschoben werden.
    Es wird lediglich der Serientitel angehängt
    UND (besonders wichtig)
    das Wort APUT
    ganz unten an den ersten Beitrag angehängt.
    Das habe ich für Dich soeben erledigt.


    Was bewirkt das ?
    Wenn die Suchfunktion benutzt wird und zwar im Bereich "Erweiterte Optionen" - dann werden ALLE Threads die zu dieser Serie gehören angezeigt - in der umgekehrten zeitlichen Reihenfolge ihres Erscheinens.


    APUT ist lediglich das Kürzel für den Serientitel


    Da die Serie ursprünglich anders benannt war, werden einige Titel angezeigt, die noch nicht auf den neuen Namen umgestellt sind - probiers mal aus....


    Beste GRüße aus Wien
    Alfred

  • Lieber Alfred Schmidt,


    könnte auch für GAVRILOV der Titel angehängt werden, er ist ja auch noch (bzw. wieder) aktiv?
    Ich werde mich bemühen, immer einmal wieder auf Pianisten hinzuweisen, die mir auffallen, ich halte eine Sammlung, in der einfach ohne Wertung (die ich mir gar nicht zutraue) die Bandbreite entfaltet wird, für eine sehr schöne Idee. An Potenzial mangelt es m. E. im Klavierbereich nicht.


    Mit bestem Dank und Gruß
    JLang


    DONE - Mod 001 Alfred

  • Rund einendhalb Jahre ruht nun dieser Thread - und eigentlich auch seine "Satelliten" - Es wurden nur wenige neue Threads zum Thema gestartet und irgendwie habe ich das Gefühl, daß man mit aktiven Interpreten keinen Blumentopf gewinnen kann - Niemand interessiert sich wirklich für sie. Das mag vielleicht im Bereich der Konzertgeher ein wenig anders sein, aber die Klientel eines Klassikforums sind wahrscheinlich vorzugsweise die CD-Hörer und -Sammler. Meine hier geschilderte Erfahrung dürften auch die Tonträgerkonzerne geamcht haben, denn wohl taucht der eine oder andere neue Name auf, er verschwindet indes nach 1 oder 2 Veröffentlichungen meist wieder im Nirwanana. Wohl gibt es aktive Pianisten, die mehrere Einspielungen gemacht haben - und immer noch machen, aber es handelt sich dabei doch mehrheitlich um "Nischenrepertoire". Und dessen Klientel kauft Werke vorzugsweise ihrer selbst willen - Interpreten interessieren sie nur am Rande - oder überhaupt nicht. Denn bei Nischenrepertoire hat man ohnedies meist keine Auswahl . Es existiert oft nur EINE einzige Einspieluing eines Bestimmten Werkes - und das nicht auf ewig. Interpretationsvergleiche sind da nicht drin.
    Wen aber interessiert beispielweise schon ein neuer Schubert-Pianist, wenn man die Klaviersonaten schon mit Brendel, Badura-Skoda, Kempf uind Kovacevich (etc.) im Schrank stehen hat ?
    Die Frage die sich daraus ergibt ist: Lohnt es sich überhaupt, derzeit lebende Pianisten zu promoten ? Die Frequenz der bereits bestehenden Threads sagt tendenziell eher: nein. Was allerdings nicht besagt, daß ich dieses Projekt völlig aufgebe....


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Zitat Alfred Schmidt

    Zitat

    Rund einendhalb Jahre ruht nun dieser Thread - und eigentlich auch seine "Satelliten" - Es wurden nur wenige neue Threads zum Thema gestartet und irgendwie habe ich das Gefühl, daß man mit aktiven Interpreten keinen Blumentopf gewinnen kann - Niemand interessiert sich wirklich für sie.


    Da spricht einmal wieder der geborene Pessimist, auch wen ich Dir hier kaum widersprechen kann. Es ist sehr schwierig, überhaupt für Klavier solo zu begeistern, was aber nicht heißt, dass man es nicht weiter versuchen sollte. Selbst wenn kaum oder keine Reaktionen kommen, dann entsteht mit der Zeit ein Archiv von Namen und Aufnahmen, die an sich bereits einen Wert haben.


    Zitat

    Wen aber interessiert beispielweise schon ein neuer Schubert-Pianist, wenn man die Klaviersonaten schon mit Brendel, Badura-Skoda, Kempf uind Kovacevich (etc.) im Schrank stehen hat ?


    Mich zum Beispiel sehr, vor allem weil ich im Vergleich zu den großen Archiven anderer Forianer eine kleine Sammlung besitze und sie gern um neue Interpreten bereichere. Momentan arbeite ich mich aber Stück für Stück noch an den arrivierten aktiven Pianisten ab. Aber auch für diese ist der Zuspruch nicht gerade sehr groß. Insofern sind die Pianisten deren "Vernachlässigung" Tamino wok nicht zu Unrecht beklagt immerhin in Gesellschaft ...


    Zitat

    Die Frage die sich daraus ergibt ist: Lohnt es sich überhaupt, derzeit lebende Pianisten zu promoten ? Die Frequenz der bereits bestehenden Threads sagt tendenziell eher: nein. Was allerdings nicht besagt, daß ich dieses Projekt völlig aufgebe....


    Das wäre auch schade, ich will auf jeden versuchen, immer einmal wieder auf aktive Pianisten hinzuweisen.

  • Ich verstehe das Desinteresse nicht ganz - wenngleich teilweise
    Ich verstehe es dehalb nicht, weil gerade auf dem Gebiet der Pianisten hervorragender und interessanter Nachwuchs mit teilweise erheblichem Eigenprofil und auch technischen Können vorhanden ist.


    Ich verstehe es aber andrerseits schon, weil viele meinen, um einen Pianisten euinschätzen zu können, müsse man über ein sehr spezielles Hintergrundwissen verfügen. Das ist richtig - und auch wieder nicht. Man muß IMO nicht in der Lage sein, den Techniker zu beurteilen, die Sauberkeit des Spiels etc. weid dies aud meiner Sicht nur EIN Aspekt ist. Viele berühmte und beliebte, mit dem Prädikat "hervorragend" ausgezeichnete Pianisten der Vergangenheit, waren eher mittelmäßige Techniker - aber ihre Musikalität wurde so geschätz und bewundert, daß man über manche Unzulänglichkeit hinwegsah. Und den Gesamteindruck - oder noch freie - den PERSÖNLICHEN Gesamteindruck kann man auch in kurzen Sätzen beschreiben, wenn man KEIN Spezialist ist. Ja es ergibt sich sogar die Frage, inwieweit "Fachkenntnisse" nützlich sind, wenn es um die Beurteilung eines Pianisten geht. Zahlreiche Competitions, wo kompetente Juroren sassen, haben erste Preise an hervorragende Techniker verliehen, die dann in Folge das Publikum indes nicht überzeugen konnten....


    Ich werde mich daher auch in Zukunft bemühen, Pianisten der Gegenwart vorzustellen, wobei es nicht unbedingt die (vermeintliche) Spitze der Pyramide sein muß. Wie viel Nischenrepertoire wirsd uns in gediegenen Interpretationen geliefer, wo wir uns undankbarerweise nicht mal die Namen der Interpreten merken.....


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Wieder eine Bestandaufnahme:
    Das Desinteresse an lebenden Komponisten, so sie nicht schón seeehhr lange im Geschäft sind oder seeehr von der Tonträgerindustrie oder den internationalen Medien "gepusht" werden (und auch dann nur teilweise) hält sich in Grenzen. Das betrifft nicht nur die Mitglieder des Forums, sondern dürfte ein allgemeines Phänomen sein, wie die Seitenaufrufe der Threads dieser Serie eindrucksvoll beweisen. Kaum einer ist bislang auf über 250 Seitenaufrufe gekommen.....


    Ungeachtet dessen, freue ich mich, daß ich durch andere Forianer nun auch Unterstützung bei der Vorstellung neuer Namen bekommen habe - und ich werde das Projekt - meinem Pessimismus zum Trotz - und dank meines Beharrungsvermögens - in den nächsten Wochen durch einige Namen erweitern.


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred