Kulturelle Ausflugstipps

  • Zitat


    Das Museum Insel Hombroich ist immer ein guter Tipp für einen Tagesausflug. Eine einzigartige Mischung aus junger und (ur-)alter Kunst dargeboten inmitten eines genial konstruierten Park. In diesem Park, de immer wieder mit Wasser, Skulpturen oder landschaftsparktypischen Ecken überrascht, stehen monolithische Gebäude, teilweise labyrinthisch wie das ganze Gelände. In den Gebäuden findet sich neben modernen Gemälden, Skulpturen und Installationen allerlei geschichtliches, Ausgraben, Khmer-Statuen, aber auch Rembrandt-Zeichnungen, sehr viel von Lovis Corinth. Manche sind aber auch leer, bieten aber spektakuläre Aussichten oder laden dazu ein, zu summen und zu brummen. Es ist einfach unheimlich abwechslungsreich.
    Besonders schön ist die Cafeteria, wobei der Verzehr hier im Preis inbegriffen ist. Es gibt sehr einfaches, aber gutes Essen und Trinken. So etwa heute Pellkartoffeln mit Schmalz und einen Reissalat. Wie gesagt sehr einfach, aber genau dadurch auch sehr reizvoll.


    Alles ohne jede Erklärung, ohne Wächter oder Sicherheitsmaßnahmen. Jeder Besucher ist völlig frei und auf sich selbst gestellt.


    Prädikat: Sehr empfehlenswert und durch die inclusive Bewirtung auch für eine längere Fahrt dorthin geeignet.


    P.S. : Soviel ich weiß, gibt es ab und zu auch Kammerkonzerte dort.

  • Mit dem Besuch der Insel Hombroich sollte man unbedingt einen Besuch des Museums in der Alten Raketenstation verbinden, einige Kilometer entfernt. Es befindet sich dort eine ausgezeichnete Gemäldesammlung eines Ehepaares (Namen habe ich leider vergessen). Man kann auch Eintrittskarten kombiniert erwerben.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Dann wird es meiner Meinung nach etwas viel. Denn man sollte auf der INsel auch immer die Bereitschaft mitbringen, zur Ruhe zu kommen, all das auf sich wirken zu lassen. Wer nur die Kunstwerke abläuft, verpasst hier eine Menge!
    Also lieber zweimal kommen.


    Tschö
    Klaus

  • Von Wien aus nenne ich mal das Stift Heiligenkreuz mit einem der bedeutendsten österreichischen Chorräume der Gotik. Sehr schön der Kontrast zwischen dem romanischen Schiff und dem weiten gotischen Chor - ähnlich dann später in der Salzburger Franziskanerkirche. Leider muss man eine Führung machen und kann sich nicht frei bewegen. Unter den barocken Beiträgen zum Stift sind besonders die Skulpturen von Giuliani hervorzuheben. Dennoch empfehle ich auch hier, Ruhe zu suchen, und insbesondere die Mönche bei ihrer Gregorianik zu belauschen. Auch im Wald zu spazieren, ist sehr empfehlenswert.

  • ... oder als Alternative zum Stift Heiligenkreuz:


    Gegenüber von Krems, dem Tor zur Wachau, die ja von vielen Touristen besucht wird, liegt auf einem Hügel das Stift Göttweig. In dem naheliegenden Ort Paudorf liegt die Wiege des "Evangelimann". Da können Opernfreunde einen Originalschauplatz besuchen.

  • Ein Erinnerungsbeitrag ist, wie ich glaube, an dieser Stelle richtig untergebracht:


    München ist wirklich mehrere Reisen wert, bei einem Besuch wird man nicht alles sehen können, was diese Stadt und auch sein Umland zu bieten hat. Allein jenes Gebäude, das heute vor 90 Jahren eingeweiht wurde, folglich am 7. Mai 1925, muss man mehrmals besuchen, um das riesige Angebot nutzen zu können: Das Deutsche Museum (offizieller Name: Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik).


    Das Museum ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, als Forschungseinrichtung Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und beherbergt rund 28.000 Objekte aus ca. 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik. Es wird im Jahr von etwa 1,5 Millionen Menschen besucht. Das Deutsche Museum liegt auf der Museumsinsel, einer ehemaligen Kiesbank in der Isar. Neben diesem so genannten Stammhaus gibt es noch Außenstellen, so das Verkehrszentrum in München, die Flugwerft in Oberschleißheim und das Deutsche Museum Bonn. Außerdem wird in der Stadt Freilassing die Lokwelt Freilassing betrieben.


    Die Geschichte des Museums ist undenkbar, ohne seines Gründers Oskar von Miller zu gedenken, denn seine Ideen und Vorstellungen bestimmten damals wie heute die Konzeption und Gestaltung der Sammlungen. Leider lässt sich nicht mehr feststellen, wann sich Miller erstmals mit den Museumsplänen befasst hat, denn sein Privathaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, und damit auch der größte Teil seiner Korrespondenz. Stützen konnte sich Miller aber auf Erfahrungen, die er bei zwei elektrotechnischen Ausstellungen in München (1881) und Frankfurt (1891) gemacht hatte. Er verstand es auch, einflussreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft einzubinden.


    Millers Wort „In diesem Haus darf jeder machen, was ich will“ ist im Eingangsbereich des Museums zu lesen.


    :hello:

  • Die Sammlung Oskar Reinhart « Am Römerholz » in Winterthur in der Schweiz ist eine Reise wert. Hochkarätige Werke kann man bestaunen.


    Aus der Homepage: "Die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» enthält europäische Meisterwerke von der Antike bis ins frühe 20. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt auf der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts und ist durch bedeutende Beispiele älterer Kunst ergänzt. Die Sammlung wird im Privatdomizil von Oskar Reinhart aufbewahrt und ist ein typisches Beispiel für Privatsammlungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in Deutschland und den USA mit ähnlicher Ausrichtung zusammengetragen wurden. Oskar Reinhart vermachte 1958 die Villa und die Sammlung testamentarisch der Schweizer Eidgenossenschaft. Nach seinem Tod 1965 wurde das Anwesen geringfügig umgebaut und 1970 der Öffentlichkeit übergeben."



    Künstler leben davon, dass ihre Werke gekauft werden und sie Anerkennung erhalten. Zur Zeit ist eine Ausstellung, die Victor Chocquet gewidmet ist. Er war Freund und Sammler der Impressionisten Renoir, Cézanne, Monet, Manet.


    Da die Sammlung auf einem Hügel über der Stadt liegt, bietet das Museum den besonderen Service eines Busbetriebes.


    Ab Bahnhof SBB, Sektor G : jeweils 15 Minuten vor der vollen Stunde, von 9.45 bis 16.45 Uhr
    Ab «Römerholz»: jeweils zur vollen Stunde von 10 bis 17 Uhr, später nach Vereinbarung
    Sonntags: Zusätzlicher Halt auf der Rückfahrt an der Villa Flora, am Fotomuseum und an der Fotostiftung Schweiz


    Fahrpreis: CHF 5.- für Hin- und Rückfahrt
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    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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  • Zwischen den landschftlich traumhaften Ausflugszielen Hochschwab und Grundlsee findet sich einiges Kulturelles, beim Hochschwab vor allem die gotische Kirche in Eisenerz mit ihrer ausgesprochen ungewöhnlich gestalteten Orgelempore, dann Richtung Westen das Stift Admont mit der imposanten Bibliothek mit den lebendigen Schnitzwerken Stammels, eventuell die üppig dekorierte Frauenberger Kirche, dann aber als Höhepunkt einen weiteren Schritt weiter nach Westen die in diesen Gegenden Seltenheitswert habenden romanischen Fresken in der kleinen Johanneskapelle in Pürgg und diejenigen des 16. Jahrhunderts im Schloss Trautenfels, die erst vor ein paar Jahren entdeckt wurden und Landschaften mit kleinen Menschen bei der Arbeit oder auf der Jagd darstellen (die barocken stuckierten Räume mit den Fresken Tencallas sind natürlich auch schön). Direkt ums Eck ist da auch die St.-Ruprecht-Kirche in Niederhofen mit ihrem spätgotisch ausgemalten Chorraum.


    Auf den letzten Kilometern zum Grundlsee gibt's dann auch noch etwas, aber für einen "Ausflug" ist das jetzt ohnehin schon zu viel.
    :S