Radio(hörer)

  • Hallo Taminos,


    anlässlich des Antrittskonzertes (Berg-Violinkonzert/ Mahler 1) von Christoph von Dohnanyi als Chef-Dirigent des NDR-SO, das im Radio übertragen wird (NDR Kultur), frage ich mich, bzw. natürlich euch, welche Rolle das Radio bei euren Hörgewohnheiten spielt?
    Hört ihr, außerhalb des Autos, Klassiksendungen und wenn welche? Oder schneidet ihr gar, wie es in meiner Jugend üblich war, Sendungen mit? Oder hört ihr nur noch per Konserve (CD/LP/MP3)?
    Und seid ihr auch so erschüttert über den Verfall der Klassik-/Kultursender wie hier in Hamburg zu erleben? Gibts Alternativen?


    Gruß aus Hamburg
    Uwe

  • Hallo,


    Ich höre kaum Radio.
    Eigentlich überhaupt nicht. Die Tonqualität ist mir nicht ausreichend, mit der Antenne dürfte es auch ein Problem geben.
    An meinem Fernseh-Kabelanschluss, der einige Zeit einen recht guten Radiompfang ermöglichte, funktioniert jetzt auch nichts mehr, angeblich wurde (chello) dieser Anschluß für Internet umfunktioniert.


    An sich hatten wir auch einen "Niedergang " der Klassik.
    In den 70erJahren war ich jeden Sonntag um 16 Uhr, wenn immer ich es einrichten konnte, bei mir oder bei einem damaligen Freund, um Karl Löbs Sendung (Lieben sie Klassik?) zuzuhören.
    Löbl brachte Vergleichstaufnahmen zu einem Thema, ähnlich wie hier unsere Threads. Die Sendung lief unverändert über 20 Jahre, bis sie eines Tages eingestellt wurde.


    An sich gibt es jetzt den "Klassiksender" Radio Stephansdom.
    Eigentlich handelt es sich um den Sender der Katholischen Kirche in Wien. Ich erinnere mich, als dies in der Zeitung angekündigt wurde .
    Kardinal Schönborn, stolz lächelnd vor "seinem" Sender. Man sah ihm an, daß er ihn auch sich selbst geschenkt hatte. Als Leitllinie war gegeben:
    Klassische Musik bis ca 1920 !!! :D. Gebracht werden lediglich Häppchen, aber das ist es doch was Klassikliebhaber brauchen, um Entscheidungen zum CD-Kauf fällen zu können. Anfangs wurde der Sender offenbar von Laien moderiert (Geistliche Inhalte wurden nur in Häppchen verabreicht, beispielsweise in Form von Aphorismen zwischen den Musikstücken, Kardinal Schönborn ist IMO nicht nur Geistlicher, sondern auch ein realitätsnaher Philosoph der die Menschkeit kennt ;) )


    Anfangs lachte die "Wiener Klassiksene" über den Sender, dessen "Moderatoren" die Namen von berühmten Interpreten falsch aussprachen und einen unfreiwilligen "Sager" nach dem anderen ablieferten.,jedoch ist ihnen das Lachen bald vergangen.
    Wenn man heute in ein Wiener Schallplattengeschäft der City kommt, dann kannes passieren, daß ein Kunde sagt: "Radio Stephansdom" hat diese CD aber ausdrücklich empfohlen", oder aber ein Kleinlabe präsentiert sein Programm "in Zusammenarbeit mit Radio Stephansdom"


    So ist der Sender allmählich zu einer Wiener Institution geworden, die mehrheitlich geschätzt wird, vielleicht auch deshalb, weil er einen "Modernen Konservativismus" pflegt.l :D


    http://www.radiostephansdom.at



    Gruß aus Wien


    Alfred

  • So pessimistisch wie Alfred sehe ich die Radio-Landschaft, was Klassik betrifft, nicht. Dazu muß ich sagen, daß ich ein "Radioast" bin.
    Über das Radio Stephansdom sind wir einer Meinung. Dieser ist eine Bereicherung der Landschaft. Was ich dabei fürchte, das gilt ebenso für Österreich 1, wielange sich die Eigentümer diesen "Luxus" leisten werden.
    Ö1 - die Wortsendungen muß ich mir ja nicht anhören - gefällt mir mit seinen Live-Übertragungen, seinen "historischen" Aufnahmen, seiner Zusammenstellung der Klassiksendungen sehr gut. Als Ö1-Mitglied erhalte ich vorab detaillierte Informationen und stelle ich auf Grund des detaillierten Programms so die Sendungen zusammen, die ich im Folgemonat hören bzw. aufnehmen will.
    Daß man die Sendung "Lieben Sie Klassik" eingestellt hat, ist ein Verbrechen. Auch wenn mir Löbl mit seiner Karajan-Lastigkeit nicht immer gefiel, so regte die Sendung an und des öfteren auch auf.


    Des weiteren genieße ich Bayern4, der auf Kabel empfangbar ist.
    Auf Kabel sind auch Bremen 2, HR etc. zu empfangen. Bei diesen Sendern habe ich das Problem, deren Programm nicht zu kennen bzw. zu faul zu sein, um mir Informationen darüber zu verschaffen.


    Summary: Eine Lanze fürs Radio!!!!!!!!!!!!!!!

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • Tag,


    die allgemeine Radioschelte teile ich nicht. - Täglich greife ich abends zur (liederlich gemachten Rundfunkbeilage einer Zeitschrift mit dem sinnigen Titel 'HÖR ZU') Programmübersicht, fasse die Sender Deutschlandfunk, DeutschlandRadio, NDR Kultur ins Auge und finde annähernd täglich eine Übertragung, Aufzeichnung, die in meinen Horizont fällt. Die Festspiel-Saison hat reichlich Stoff gehabt und im Radio geboten; Europa war in großem Stil zu Gehör gebracht worden. Das Klangbild ist immer wieder beeindruckend, nur gelegentlich verwunderlich mißglückt. Man muß seine Höreinstellung variieren.


    Was die programmverantwortlichen Figuren allerdings für tagsüber anrichten, darüber schweigt man besser, das elende Geschwätz in Magazin-Manier beginnt schon um 6.05 Uhr, das Gefizzel mit den immer identischen Werk-Schnibseln (Ansage: "Ihr Programm von Ihren Gebühren!") findet die Dame Mirow (Programmverantwortliche in Hamburg, NDR Kultur, Gattin des zuletzt gescheiterten Bürgermeisterkandidaten der SPD) "wunderbar".


    Hamburg ist die Umgebung des Kontorkapitalismus, Kultur ist nicht wesentlich, so ist der NDR Kultur. Die Manierismen der Kampagne "Wachsende Stadt" schliessen die Kultur aus. Die neue Elbphilharmonie ist ohne Orgel geplant, eine Orgel kostet richtig Geld. Hamburg ist und bleibt Provinz.


    Musik allerdings, Musik ist immerdar - auch im Rundfunk, auch Musik mit reichlich Nährwert.


    MfG
    Albus

  • Hallo Albus und ihr Anderen in diesem Thread,


    Allgemeine Radioschelte? Kann ich hier gar nicht finden. Aber einzelne Sender muß ich auch kritisieren. Das sog. "Klassik-Radio" ist m.E. so albern, daß ich kaum etwas vernünftiges darüber sagen kann. Dieser Sender bramabarsiert die "klassische Musik". Ich ignoriere dieses Produkt des hansestädtischen "Kontorkapitalismus".
    Deine Kritik, Albus, an NDR Kultur (ex NDR III) teile ich, Musik häppchenweise, bloß nichts komplettes, das länger als wenige Minuten ist. Wenn ich soetwas will, könnte ich auch gleich das Original, nämlich K-Radio (s.o), einschalten. Informationsgehalt gleich null. Kaum zu fassende Probleme mit Fremdsprachen. Und das beim NDR, der für Unprofessionalität ja nicht gerade bekannt ist.
    Die Wochenden beim NDR III sind noch schlimmer. Das Motto scheint zu heißen: Bloß keine ganzen Werke, nichts, was nach Information aussieht, stattdessen eine völlige Zersplitterung des gesamten Programms.
    Besonders Deutschlandradio (hr, WDR 3, Bayern 4... kann ich nicht einmal per Kabel empfangen) zeigt, daß es möglich ist, fast jeden Tag Aufzeichnungen oder Live-Übertragungen von meistens für mich sehr interessanten Konzerten zu senden. NDR III ignoriert die meisten Uraufführungen, interessante Sachen wie den "Heidekönig" von Siegfried Wagner kriegt man bestimmt nicht beim NDR, wohl aber beim DLR zu hören. Hans Werner Henze wird vom NDR geradezu boykottiert, die Ausnahmen spielen kaum eine Rolle. Dafür gibt es zwar eine historische Erlärung, die mit der gescheiterten Uraufführung vom "Floß der Medusa" zusammenhängt (einem Auftragswerk des NDR, mit seinem damaligen berühmten Intendanten Ernst Schnabel), allerdings ist diese Spießigkeit und Ignoranz eines öffentlich-rechtlichen Senders nicht würdig.
    Frau Mirow scheint mir in der Tat in gar keiner Weise geeignet, die Chefredaktion dieses Senders zu führen - und das schon seit langer Zeit.
    Hamburg und Kultur scheinen in der Tat zwei getrennte Welten zu sein. Dieses Thema ließe sich bis in die Unendlichkeit fortsetzen, wie mir scheint.
    Übrigens, Albus, die einzige Alternative zu HörWeg von Axel Cäsar, ist m.W. die TV-bei-der-einem-Hören-und-Sehen vergeht, alle anderen haben gar kein Radioprogramm mehr oder nur ein rudimentäres mit LaLa-Sendern. Also auf! Von Springer zu Bauer, vom Regen in die Traufe!


    Bleibt tapfer, Leute
    yarpel

  • Leider hab ich mich bislang nur mit WDR 3 beschäftigt.
    Ich muss sagen,es ist ein vielfältiges Programm,was die da haben.


    Insbesondere legen sie Wert auf wenig gespielte Sachen.
    Historische Aufnahmen gibt es auch sehr oft. und natürlich viele interessante live-konzerte oder mitschnitte(zu einem anderen Zeitpunkt gesendet).


    Historische Aufnahmen aufzunehmen wollte ich schon immer...aber als ich dann einen cd-recorder hatte und es probieren wollte,war das Rauschen viel zu stark und die Tonqualität litt mächtig drunter.
    Die Antenne ein weiterer Faktor.
    Und im Radio kommen die Bässe schlecht rüber.
    Alle Sachen,die im Radio laufen,gibt es ja wohl auf irgendeinem Medium.
    Von daher versuche ich dann,den Namen der Stücke zu merken und mir die Originalplatte (oder 2.Pressung oder Neuveröffentlichung)zu kaufen.

  • Über -zig Jahre war mir der NDR3 Kultur- und (daher) Kraftquelle den ganzen Tag
    hindurch. Erste Einbrüche - man hätte den Anfängen wehren sollen, ja müssen! -
    waren dann Versuche, einzelne Sätze statt kompletter Werke zu bringen;
    irritierend, ärgerlich; aber ahnte man nicht doch vielleicht, welches Desaster
    sich da anbahnte? Jedenfalls stand der Name Knauer (zusammen mit einer gewissen mitziehenden Mannschaft) dann noch eine ganze Zeit für Niveau, ja Tiefe. Mit Knauers Weggang zerbarst offenbar das letzte Bollwerk gegen geradezu
    kindisch-trivialisierendes Machertum. Längst muß sich der gute alte NDR3
    inzwischen "NDR Kultur" nennen, wohl da er von der Programmleistung her nicht
    mehr als Kultursender erkannt würde?! Da kann man etwa folgende "bunte
    Programmfolge" erleben:


    Bach, Air aus der D-Dur-Suite - irgendetwas mit Pavarotti - 3. Satz aus Mozarts
    Klavierkonzert A-Dur KV 488 - 2. Satz aus Bruchs Violinkonzert - An der schönen
    blauen Donau und Kaiserwalzer - letzter Satz aus Tschaikowskys 6. Symphonie -
    Haydns Cellokonzert C-Dur, natürlich nur der letzte Satz und natürlich immer
    nur mit du Pre - ein Satz aus einer Streichersymphonie von Mendelssohn -
    Mozart: Exsultate Jubilate (vielleicht aber auch statt dessen Lacrimosa aus
    dem Requiem) - 2. Satz aus Bruchs Violinkonzert, usw. usw.


    Ungelogen, so sieht das hier in Norddeutschland aus. Man kann so einen Sender,
    der mit dem Seelenleben seiner treuesten und intensivsten Hörer nur mehr
    Schindluder treibt, nur noch abstellen, jedenfalls tagsüber.


    Ich bin aber ein ausgesprochener Radiofreund und habe mir zu Gegenwehr eine
    Digital-Satellitenanlage zum Empfang von Astra und Eutelsat angeschafft. Die
    Tonqualität ist hervorragend, und endlich gibt es eine stattliche Auswahl an
    Klassiksendern des In- und Auslands! Ein Mitschnitt direkt auf eine Festplatte
    (also ohne irgendeinen Qualitätsverlust) ist ebenfalls möglich. Interessant sind
    häufig die Sender "Catalunya Musica", das slowenische 3. Radioprogramm, "France
    Musiques", "Hector", "Radio Classique", von all denen ich ohne Sat-Anlage keine
    Ahnung hätte. Gesprochen wird wenig, aber verstehe könnte ich es ohnehin wohl nicht. Von den deutschen Sendern dagegen gefällt mir meist der WDR3 am besten,
    aber natürlich haben auch Bayern4, hr2, DLR, DLF etwas zu bieten, wenn auch
    überall die fatale Einzelsatz-Spielerei Einzug genommen hat - für mich, nach den Erfahrungen mit dem NDR, der Anfang vom Ende!


    Was natürlich fehlt, sind gedruckte Programmübersichten. Man erfährt nur etwas
    über deutsche Sender, und auch dies nur völlig unzureichend. Ich kaufe die
    billige "Funk-Uhr", denn ich finde nicht, daß die anderen besser sind... Seit einzelne Sätze gespielt werden, ist es natürlich zu platzaufwendig, diese alle genau bezeichnet anzugeben; die Peinlichkeit einer solchen Auflistung dagegen wäre nach meiner Einschätzung nicht verspürt worden und daher auch kein Argument für das Verschweigen. Man zieht sich mit der Angabe "u.a. ..." aus der Affäre, wonach dann einige wenige ausgewählte Stücke aus dem Programm erscheinen.


    Vom Radio Stephansdom hatte ich noch nie gehört, bin nun mal kein Österreicher
    und selten so weit im Süden. Leider scheint es den Sender nicht per Satellit zu
    geben?! Liebe Österreicher, die Verzweiflung mit deutschen Klassiksendern ist
    schon weit gediehen. Euer "Österreich 1" kann ich empfangen und stufe es als
    recht bemerkenswert ein! Möge es erhalten bleiben!


    Bis zum nächsten


    Lagenwechsel

  • Hallo,


    früher..... da habe ich viel Radio gehört, entdeckt und oftmals auch mitgeschnitten. Ich gehöre zu denjenigen, die Radio 3 sehr mochten und mit NDR Kultur nicht mehr so viel anfangen können. Über Klassik-Radio soll mal hier keine Rede sein, aber der NDR scheint sich Mühe zu geben, auf das gleiche Niveau zu sinken. Dies liegt meines Erachtens auch zu einem gewissen Teil an den Hörern. Wenn ich versuche, am Samstag das Wunschkonzert zu hören, halte ich es schnell nicht mehr aus, weil zu viel "Mainstream-Klassik" geboten wird. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Werk (wenn auch nur ein Satz), ist zwar noch vorhanden, nimmt aber stark ab. Dies wurde früher häufiger in der Form gewünscht: "Ich habe da vor ein paar Tagen das und das gehört...". Also Fehler des Radiosenders und eine allgemeine Verflachung der Kultur reichen sich die Hand. Da bin ich denn doch mal ganz dankbar über einen Live-Mitschnitt im DLR.


    Nubar

  • Jaja, die regionale Verfügbarkeit der allermeisten UKW-Sender ist schon ein tragisches Problem. Zum Glück kann man etliche auch über Satellit empfangen...


    Aber auf ein relativ einfaches und vergleichsweise kostengünstiges Verfahren, weltweit (!) Radio zu hören, möchte ich hier ausdrücklich aufmerksam machen: Internetradio.


    Die meisten ÖR oder P Sender bieten ein oder zwei ihrer Programme als sog. Livestream an, den man mit dem windowseigenen "Media Player" oder auch mit dem "Real One Player" wiedergeben kann. (Vorausgesetzt, man hat eine einigermaßen schnelle Internetverbindung und natürlich die Möglichkeit, über den PC Sound wiederzugeben...)


    Noch interessanter, als die jeweiligen Homepages aufzurufen und mühsam nach dem Link zum Livestream zu angeln, ist eine integrierende Software, die ich sehr empfehlen kann:


    http://www.phonostar.de


    Sie ist leicht und logisch zu bedienen, hat keinen überflüssigen Schnickschnack, dafür enthält sie eine Datenbank mit (angeblich) allen Radio-Streams weltweit - sogar ein antarktischer "Sender" ist zu empfangen! Ausserdem ist sogar eine ganz brauchbare Aufnahmefunktion vorhanden, so dass man den gerade gehörten Livestream auch auf Festplatte (als Wave, alternativ MP3 mit optionalem Encoder) mitschneiden kann. Und das Beste: Die ganze Sache ist auch noch gratis!


    Einziges Manquo: Die Bitraten der (datenreduzierten) Livestreams sind unterschiedlich, zwischen 16 kbit/s und 256 kbit/s. Das Gros der Sender verbreitet Livestreams unterhalb von 64 kbit/s, einfach um ihren Server nicht zu überlasten. Leider ist unterhalb dieser Grenze die Tonqualität eher suboptimal: Zum mal-eben-neben-der-Computerarbeit-Radio-hören geht es gerade noch, aber High-End-Qualitätsansprüchen wird die Wiedergabe nicht gerecht.


    Aber damit ist es ein Leichtes, Radio Stephansdom zu hören....


    Gruss,


    Hendrik

  • versuche mich grad mit Phonostar.
    Hat zwar einige Schwächen,aber man kann zum Glück auch Sender hinzufügen.


    Das sogenannte Klassikradio ist was für famous Favourites Liebhaber,Einsteiger, und "leichte"-Klassikhörer (zum Entspannen).
    Ich finde es nicht schlecht,dass es so einen Sender gibt.
    Zu WDR 3 natürlich das absolute Gegenstück.
    Die spielen ja,wie ich in meinem vorigen Posting erwähnt habe,weniger gespielte Sachen.


    Ist doch schön,wenn es so viele verschiedene Klassiksender gibt!
    NDR - hab mir das Programm mal angeschaut.
    Etwas (aber wirklich nur etwas) besser als "Klassikradio",die auch berühmte Soundtracks auflegen.


    Aber so "bunte Programmfolgen" wie Lagenwechsel sie beschreibt,habe ich im Internet nicht sehen können. :rolleyes:




    WDR 3 versucht übrigens seit August die Ausstrahlung über DVB-S.
    Weiss jemand,wieso die nicht auch über DVB-T ausstrahlen?

  • @ Klassikliebhaber


    Zitat

    Aber so "bunte Programmfolgen" wie Lagenwechsel sie beschreibt,habe ich im Internet nicht sehen können.


    Dann versuche mal ab und zu, die täglich (außer Sa) von 9 Uhr an den ganzen Vormittag füllende "Matinee" anzuhören, wenn Du es aushältst! Viel Spaß!! :(

  • @ RealHendrik


    Vielen Dank für den interessanten Hinweis! Davon hatte ich tatsächlich noch nichts gehört. Leider wendet sich der Download nur an Bill Gates-Kunden, zu denen ich nicht zähle. (Mein Betriebssystem heißt nämlich Linux.) Aber dafür kannst Du nun wirklich nichts...


    Gruß :) ,


    Lagenwechsel

  • Zitat

    Original von Klassikliebhaber
    versuche mich grad mit Phonostar.
    Hat zwar einige Schwächen,aber man kann zum Glück auch Sender hinzufügen.


    Ein vielleicht nicht umfassendes Programm, aber ich erwähnte es: Kein Schnickschnack, dafür beinahe intuitiv zu bedienen. Die Sender-hinzufügen-Geschichte ist beinahe nicht nötig: Die hauseigene Datenbank wird gut gepflegt. (UNd falls Du doch etwas findest, was noch nicht eingetragen ist: Meldung an Phonostar - einfach, um auch Deinen Mitmenschen etwas Gutes zu gönnen


    Zitat

    Original von Klassikliebhaber
    Das sogenannte Klassikradio ist was für famous Favourites Liebhaber,Einsteiger, und "leichte"-Klassikhörer (zum Entspannen).
    Ich finde es nicht schlecht,dass es so einen Sender gibt.
    Zu WDR 3 natürlich das absolute Gegenstück.


    Stimmt. Klassikradio - bei uns auch im Kabel zu empfangen - ist mehr "Klassik zum Weghören", wie mein Vater immer sagte. (D.h. vor acht oder zehn Jahren war der Sender im Vgl. zu heute richtig gut... Und was WDR3 angeht, muss ich Dir recht geben: Sehr "individuell", vielleicht schon ein bisschen "zu wenig Mainstream". Dafür lebe ich im Einzugsgebiet: Ich kann den Mitarbeitern der größten WDR-Sendeanlage (Langenberg) beinahe in die Kaffeetasse spucken. Andererseits: Manchmal hätte ich schon gerne Bayern 4 oder Ö1 hier zu hören... Naja, es gibt ja INternetradio...


    Übrigens: WDR 3 bietet keinen Livestream an! Leider...


    Und noch übrigens: Es steht zwar auf der Seite von Phonostar, aber ich erwähne es trotzdem nochmal: Der Empfang von Livestreams erzeugt natürlich "Traffic" auf dem internetzugang. Bei volumentarifierten Accounts kostet Euch jede Sekunde Geld! Fein raus sind hingegen die Leute, die "zeittarifiert" im Internet surfen und so quasi nebenbei Radio hören. Und noch besser sind die Leute mit Flatrates...


    Und jetzt speziell für Dich, Lagenwechsel: Dass Phonostar nur auf Windowsmaschinen läuft, dafür kann ich wirklich nichts.... Aber vielleicht schreibst Du ihnen mal 'ne Mail? Nach meinem Dafürhalten ist es keine schwierige Übung, das auf Linuxplattformen zu konvertieren.


    Gruss,


    Hendrik

  • @ RealHendrik


    Den Vorschlag habe ich sofort aufgenommen und in einer höflichen Mail bescheiden angefragt. Ob's etwas nutzt, wird man abwarten müssen. Wieviel Arbeit es ist, weiß ich nicht. Daß man sich zunächst mal an die Mehrheit wendet, kann ich ja (bei aller Distanz zur Fa. Winzigweich) auch verstehen. Aber vielleicht erbarmt sich ja jemand eines Tages der Linux-Freunde; wäre schön.


    Nochmals danke für den Hinweis! Bis zum nächsten


    Lagenwechsel

  • Lieber Hendrik,


    könnte es sein, daß Du Dich bei volumen-/zeittarifierten Accounts vielleicht vertan hast, und in Wirklichkeit meintest, daß volumenbasierte Tarife nicht zeitabhängig sind, sondern allein vom in beide Richtungen übertragenen Volumen abhängen?. Ich habe nämlich so einen Tarif, weil mich eben nicht jede Sekunde etwas kosten soll. Und das ist auch der Effekt. Wohlgemerkt rede ich hier nicht über eine Flatrate.


    Viele Grüße
    yarpel

  • Daniel fragte völlig naiv: :D


    Zitat

    wieso werden eigentlich in Zeitschriften die radioprogramme besser und detaillierter gezeigt als auf den Homepages der Sender???


    Genz einfach, weil die Homepages der seiner ein kostenloser Service sind, und da ist es egal wie gut die sind, weil da ist nix zu holen.


    Die Zeitschriften, die im Prinzip dasselbe bieten aber gegen Bezahlung, müssen das so komfortabel gestalten, damit Du was dafür bezahlst. Sonst würde die ja kein Mensch kaufen....


    Freundliche Grüße


    Alfred

  • Zitat

    Original von yarpel
    könnte es sein, daß Du Dich bei volumen-/zeittarifierten Accounts vielleicht vertan hast, und in Wirklichkeit meintest, daß volumenbasierte Tarife nicht zeitabhängig sind, sondern allein vom in beide Richtungen übertragenen Volumen abhängen?. Ich habe nämlich so einen Tarif, weil mich eben nicht jede Sekunde etwas kosten soll. Und das ist auch der Effekt. Wohlgemerkt rede ich hier nicht über eine Flatrate.


    Nein. Es klingt zwar im ersten Moment etwas grotesk, aber ich rede hier tatsächlich von volumentarifierten Zugängen. Da der Livestream kontinuierlich (!!) Datenverkehr verursacht, kostet hier wirklich jede Sekunde Geld. Vielleicht war mein Ausdruck etwas unklar: Natürlich würde auch ein zeittarifierter Zugang jede Sekunde Geld kosten, hier allerdings unabhängig von der Menge des Traffics.


    Ich hoffe, die Unklarheit ist beseitigt und der Sachverhalt verstanden?


    Gruss,


    Hendrik

  • Nochmal konkrete Rechenbeispiele (von http://www.phonostar.de/pages/faq.php#25):


    Zitat

    Ein Radiosender sendet immer mit einer bestimmten Bitrate (die kannst du im Hauptfenster des phonostar-Players ablesen, wenn der Sender abgespielt wird). Die Bitrate wird in der Einheit KBit/s angeben. Hörst du einen Sender, der mit 128 KBit/s sendet, werden pro gehörter SEKUNDE 128 KBit an dich übertragen. Teilst du 128 KBit durch 8, erhältst du die Angaben in Kilobyte (das wird bei deinem Provider abgerechnet), das sind dann also 16 Kilobyte, die pro Sekunde an dich gesendet werden. Teilst du das wieder durch 1024, hast du in Megabyte umgerechnet usw.


    Ein kurzes Beispiel:
    Hörst du einen Sender mit 128 KBit/s eine Stunde lang, werden Daten im Volumen von 57.600 Kilobyte bzw. 56,25 Megabyte an dich übertragen. Bei einem Sender, der in 32 KBit/s sendet, werden in einer Stunde 14.400 Kilobyte bzw. 14,06 Megabyte an dich übermittelt.


    Ob es jetzt dabei um Tarife mit festem Volumen oder nicht geht, ist dabei eigentlich egal: "Verbraucht" wird immer Datentransfer... Und bei zeittarifierten wird immer Zeit verbraúcht...


    Gruss,


    Hendrik

  • Liebe Forianer,


    für alle Radiofans möchte ich noch einen Sender empfehlen, der hier noch nicht genannt wurde, gleichwohl aber hohes Niveau hat:


    BBC 3.


    Ich habe den Sender bei Freunden in Löndon kennen und schätzen gelernt. Man kann sich über das Programm im Internet gut informieren.
    Es gibt u.a. eingehende Besprechungen mit Vergleichseinspielungen. Wer mal etwas anderes hören möchte - vier Mal die Woche gibt es eine nette crossover-Sendung "Late night junction" sowas wie früher insalada musica bei NDR 3. Was bei uns schon alles ausgestorben ist.


    Der Sender ist leider bei uns nur über Internet oder Satellit erreichbar.


    Aber mit unseren speziellen Inbteressen werden wir ohnehin in ein Nischendasein gedrängt werden. Da müssen wir alle neuen Kommunikrionsmöglichkeiten nutzen - wie auch dieses Forum.


    Liebe Grüße


    Matthias

  • Hallo, ich bin neu hier,
    habe diese Seite erst heute entdeckt.


    Da ich zur Zeit eine Art Gärtnerjob mache, wo ich so ziemlich alleine bin,
    höre ich das RBB-kulturradio.
    Die wurden jetzt am 1.12. ein Jahr alt.


    Das Tagesprogramm ist abwechselnd aus 2 kurzen Stücken Musik und einem kulturellen Beitrag (Literatur, Politik, Weltgeschehen) unterteilt.
    Das kann einem ziemlich auf die ... gehen irgendwann.


    Aber das ist alles besser als Klassikradio.
    Und da ich nicht so viele CD's besitze, kann ich mir auch nicht jede Stunde eine andere CD einschieben.


    Nur manchmal, wenn gerade eine Leseprobe oder so was ist, dann mach ich meinen CD-Player an.

  • Wenn ich dann zu Hause bin, höre ich grundsätztlich nur über PC Radio.
    Habe seit vorgestern mir den Real-One-Player zugelegt mit einigen neuen Klassiksendern.


    Ich habe vorher immer beethoven.com über Windows-Media-Player gehört, die spielten fast nur Wunschmusik.
    Jetzt teste ich gerade ein werbefreies Programm namens Essential Classics.


    Mal sehen, wie das Urteil ausfällt.
    Bis jetzt bin ich zufrieden, da das Programm sehr abwechslungsreich ist.
    (z.B.: Villa-Lobos: Bachianas Brasileiras; Desprez: irgendein Chanson; Grieg: Morgestimmung; Castelnuovo-Tedesco: Gitarrenkonzert Nr. 1)


    Ich mag eher einzelne Sätze, als durchgehend ganze Stücke.
    Ist mal sicher auch notwendig, aber nicht nur... ;)

  • Also:
    Bereits nach zwei Tagen hat mich auch dieser Klassiksender nicht überzeugen können.


    1. Es werden keine Interpreten angezeigt (es läuft ja Clip an Clip ohne Ansage, nur knappe Titel- und Abuminfos).
    2. Am 2. Tag kamen schon wieder Stücke aus bekannten Alben des Vortags zum Vorschein. Also auch hier wenig Abwechslung.


    Mal sehen, was sich noch so findet an Sendern.

  • Zitat

    Original von petemonova


    Hallo, ich bin neu hier,
    habe diese Seite erst heute entdeckt.


    [...]


    Ja ja, der Thread ist schon etwas älter und unterdes tief und fest eingeschlummert — mal schau’n, ob ein Erweckungsversuch fruchtet ... ;)



    - - - - - - - - - -



    Tja, das gute alte Radio — ich gehöre auch zu den mehr oder weniger begeisterten Nutzern dieses Mediums. Über UKW kann ich hier in Berlin insgesamt drei potentiell interessante Sender empfangen. Neben dem „Deutschlandfunk“ und „Deutschlandradio-Kultur“ sendet der ebenfalls öffentlich-rechtliche „Rundfunk Berlin-Brandenburg“ (RBB) eines seiner diversen Programme mit dem Anspuch „Kulturradio“ in die Welt hinaus.


    Über Satellit kann ich zu meinem großen Bedauern mangels freiem Südhorizont leider gar nichts empfangen - ein echtes Manko. Über DVB-T kann man im Verbreitungsgebiet Berlin-Brandenburg zwar auch Radio empfangen, allerdings (neben RBB-Kultur) nur einige grauenhafte Dumpfdudelsender sowie Klassikradio und Konsorten — jedenfalls nichts, was mich dazu hinreißen könnte mir so einen DVB-T-Empfänger anzuschaffen - zumal ich auch keinen Fernseher besitze.


    Während das Tagesprogramm des Deutschlandfunks nahezu ausschließlich aus Wortbeiträgen zu Politik und Gesellschaft besteht, werden abends oft Konzerte und Opern, oft in Direktübertragungen, gesendet. Nachts zwischen 2 und 5 Uhr kann man dann das DLF-Nachtkonzert hören. Wenn mich Schlaflosigkeit umtreibt oder ich am darauffolgenden Morgen ausschlafen kann, zählt das Belauschen dieser Sendung zu meinen liebsten Hörvergnügen. Hier wird oft selten Gespieltes sowie Nischenrepertoir zu Gehör gebracht.


    Deutschlandradio-Kultur sendet nahezu jeden Abend eine Konzertübertragung oder vergleichbare Inhalte; leider wird das Programm im Berliner Raum nur über den etwas schwachbrüstigen UKW-Sender Britz ausgestrahlt und ist bei mir nur mit beträchtlichem Rauschen zu empfangen. Aus diesem Grunde schalte ich DR-Kultur nur für Sendungen ein, die mir inhaltlich so wichtig sind, daß ich die qualitativen Nachteile in Kauf nehme.


    Mein Fazit bezüglich des Kulturradios vom RBB fällt etwas zwiespältig aus. Leider hat sich auch der RBB in seinem Tagesprogramm von der, beim NDR in Hamburg ausgebrüteten, Häppchenseuche anstecken lassen und sendet musikalische Werke fast nurmehr zerstückelt und verstümmelt. Wenigstens ist die Auswahl der gesendeten Musiktrümmer relativ breit gefächert, so daß man doch bisweilen noch auf interessante Neuentdeckungen stößt.


    Mir ist aufgefallen, daß einige der Moderatorinnen und Moderatoren des RBB-Tagesprogrammes enorme Schwierigkeiten mit der korrekten Aussprache von Komponisten- bzw. Künstlernamen haben. Ihnen unbekannte Namen werden scheinbar prinzipiell englisch ausgesprochen (so passiert bei „Äntl Doräyti“ und dem „Häygn Kwortet“).
    Bisweilen verwechselt man schon mal „Klavierkonzert“ und „Klaviersonate“, aber das mögen durchaus auch nur Flüchtigkeitsfehler sein. Massiv stört mich hingegen die penetrant einseitige politische Tendenz der Wortbeiträge zwischen den Musikschnipseln. Aber es wird wohl an mir liegen, daß ich Straßengangs „mit Migrationshintergrund“ und afrikanische Dealer vor meiner Haustür partout nicht als „prickelnde kulturelle Bereicherung“ zu empfinden vermag ...


    Die musikalisch-fachlichen Dokumentationen und Magazine zählen wiederum zu den aboluten Höhepunkten des RBB-Programms. Zumeist kompetent recherchiert und mit fundierter Sachkenntnis angelegt, kann man hier viel Interessantes über die Musik und ihre Schöpfer erfahren. Speziell das Abendprogramm zwischen 18 und 24 Uhr birgt bisweilen einige echte Kleinodien. Ab 20 Uhr werden häufig Veranstaltungen aus der Philharmonie oder anderen Konzerthäusern übertragen, sowie auf bestimmte Werke, Formen oder Künstler fokussierte Betrachtungen angeboten.


    Sehr zu empfehlen ist auch die, jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr gesendete Reihe „125 Jahre Berliner Philharmoniker“ welche leider am kommenden Sonntag zu Ende geht. Das ARD-Nachtkonzert zwischen 0 und 6 Uhr rundet schließlich das Angebot des RBB-Kulturradios ab.


    Bezüglich der Unsitte, Werke der klassischen Musik im Tagesprogramm nur noch zerstückelt zu senden, möchte ich Euch die (wie ich soeben sah, auch vom ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker unterstützte) Webseite http://www.dasganzewerk.de nahelegen.


    Radiofreunde, welche mit den gängigen Programmzeitschriften unzufrieden sind, finden im wöchentlich erscheinenden „Dampfradio“ für 2,50 Euro eine vorzügliche Alternative ohne störendes Fernsehprogramm als Ballast. Im „Dampfradio“ sind übrigens auch österreichische und schweizerische Rundfunkprogramme abgedruckt.


    Radio mag, hinsichtlich der (derzeitigen) Sendequalität, der CD (noch) nicht das Wasser reichen können; zum Kennenlernen neuer Werke ist es aus meiner Sicht jedoch das beste und günstigste derzeit zur Verfügung stehende Medium — Deshalb: Nutzt es!



    Mit sommerlichen Grüßen:


    Laurenz
    :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
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  • Hallo Laurenz,


    Zitat

    Original von Sonnensucher
    zum Kennenlernen neuer Werke ist es aus meiner Sicht jedoch das beste und günstigste derzeit zur Verfügung stehende Medium — Deshalb: Nutzt es!


    da kann ich Dir voll und ganz zustimmen! Durch das Radio hat meine Liebe zur Klassischen Musik erst so richtig begonnen. Als ich in den frühen 80-ern zufällig Mahlers VI. hörte, war's um mich geschehen. :wacky: :D Nachfolgend lernte ich viele weitere meiner heutigen Lieblinge kennen: Strawinskys 'Feuervogel', Strauss' 'Elektra', Ravels 'Daphnis et Chloé' usw. Außerdem erfreuten sich mit der Zeit auch immer mehr verschiedene Features - insbesondere Komponisten-Portraits - wachsender Beliebtheit, die ich allesamt auf Kassette mitschnitt. Für mich war und ist es nach wie vor ein hervorragendes Medium, vor allem auch, um unbekannte, in Konzert und Oper selten gespielte Komponisten und Werke kennenzulernen. Und natürlich bin ich sehr glücklich über den Umstand, in meiner Umgebung die noch immer sehr qualitätvollen Programme von Bayern 4, Bayern 2 und SWR 2 empfangen zu können. (HR 2 ist im Vergleich zu früher leider deutlich schlechter geworden.)


    :hello:
    Johannes

  • Ich möchte dem auch zustimmen: das Radio drängt sich nicht auf, und es lässt einem die freie Wahl, ob man etwas hören möchte oder nicht.
    Ich selbst bin durch das Tonband zu einer besseren musikalischen Reife gekommen, als Bub, indem ich Werke, die mich gefangen genommen habe, immer wieder gehört habe, meist im Dunkeln, damit mich nichts ablenkt.


    LG Micha

  • Hallo,


    Da ich das "aktive" Radiohören von Zuhause einfach nicht gewohnt bin, freue ich mich manchmal regelrecht auf Autofahrten :D. (Nur) da höre ich (fast) immer WDR3 - Meines erachtens ein grandioser Sender mit einem unglaubliche toleranten, offenen und vielseitigen Programm!


    Das MUSS ich eingestehen und loben - auch wenn mich gelegentlich "Klangkunst", Folklore (besonders Balkan/nah-/ und fernöstliche), Jazz und die teils fürchterlichen, stundenlangen "Collagen" Samstags und Sonntags nerven.


    Ich denke, dass es für einen "Kultursender" wichtig ist, möglichst viele Bereiche abzudecken und sich nicht z.B. nur auf Klassik zu konzentrieren. Ein reiner Klassiksender hätte zwar immense Vorteile, mir wären aber auch schon so einige hochinteressante Dinge ausserhalb von Klassik "durch die Lappen" gegangen!


    Mich fasziniert immer wider die gigantomanische Größre, welche wohl die Plattenarchive solcher Sender haben müssen - neben wohl fast allen erhältlichen Aufnhamen der Musikgeschichte sind ja auch noch viele Aufnahmen und Mitschnitte der eigenen Orchester vorhanden... :faint:...sagenhaft!


    LG
    Raphael