Prunk, Bombast und Pomp ... Festmusik im Lauf der Jahrhunderte

  • ...manchmal muß es einfach mal laut, bombastisch, zeremoniell und gravitätisch, kurz gesagt mit 'pauken und trompeten' sein ...


    daß dabei die lautsprecher zum platzen gebracht und die nachbarn in den wahnsinn getrieben werden können ist natürlich eine andere frage .... :D


    also, liebe forianer/-innen, welche werke schätzt ihr in toto und/oder bei welchen einzelstellen richten sich euch die nackenhaare auf?


    gefragt ist hier nach RICHTIG gewaltiger musik ... :D


  • [Marquise de Pomp-A-Dur]


    Salut,


    da fällt mir spontan neben G. F. Händels Halleluja aus dem Messias das Jauchzet, Frohlocket! aus dem ersten Teil Joh. Seb. Bachs Weihnachtsoratorium ein, nicht zu vergessen das Prelude zu Marc Antoine Charpentiers Te Deum und das Finale der Oper Le Nozze di Figaro von Wolfgango Amadeo Mozart.


    Nebenbei bemerkt fiel mir heute folgende Aria aus Antonio Vivaldis Oper Teuzzone zu Gehör:


    Di trombe guerriere
    Al fiero fragore
    Si mostri, mie schiere,
    L'usato valore


    Das ist wirklich herzerhüpfende Musik, welche um die Einstellung "Dauerwiederholung" nicht herumkommt. Festliche, eigentlich kriegerische Trompeten und Pauken und dazu die geläufige Gurgel der La Baroli. Hier drauf:



    Das ist jedoch sicher alles nichts gegen das, was in Kürze der Lullist hier posten wird. :D


    Liebe Grüße
    Ulli

  • Na, das ist doch mal nach meinem Geschmack...händereib!


    Fürs erste mal zwei Beispiele: instrumental geht nichts über Händels Feuerwerksmusik in Originalbesetzung von 1749 mit 24 Oboen, 12 Fagotten, 9 Hörnern, 9 Trompeten, Kontrafagott, 9 Pauken und 3 Kettle- Drums.Dafür "ohne Fiedeln"! Kenn ich in zwei Varianten, die beide sehr, sehr gut sind:








    Im Bereich der geistlichen Musik muß ich Thomas jetzt einfach vorgreifen - denn nichts geht ohne Bibers " Missa salisburgensis"- da tanzt die Gegenreformation auf dem Tisch!



    Bin auf Eure Favoriten seeeehr gespannt!


    Gruß
    Stefan

  • Also gut, und diesmal erbarmungslos alles was mir einfällt :D


    meine liebsten Werke stammen natürlich aus der Feder von Lully, denn wer sonst hat sich dem Pomp der Zeremonie mehr verschrieben zu Ehren seiner Majestät:



    Louis XIV als Beschützer der Künste



    Als da sind seine "Combat Szenen" die in ettlichen Opern und Balletten auftauchen und ähnlich aufgebaut sind wie das berühmte "Rondeau" für Charpentiers Te Deum, (Puken und Trompeten in Abwechslung mit dem Streicherorchester):


    Le Ballet d'Alcidiane 1658
    - Le Combat


    Le Ballet Royal de Xerxes 1660
    - Ballet des Matelots & Air pour les enclaves

    Le Ballet Royal de Flore 1669
    - Grande Musique & Marche pour le quattre parties du Monde


    Alceste 1674:
    - Rondeau pour la Gloire
    - Marche pour le Combat
    - Marche des assiègants


    Thésée 1675
    - Marche pour le Sacrifice


    Isis 1677
    - Szene des Prologs (Pauken, Trompeten und Chor)


    Amadis 1684
    - Marche pour le Combat de la Barrière
    - Premier et deuxième Air des Combattans



    seine sakrale Musik, hier ganz besonders das Te Deum von 1679:



    Ich bevorzuge allerdings die ältere Einspielung von Paillard
    Das Cover ist mehr als abschreckend, aber die CD ist Großartig!


    Neben Bibers Pomp Messen ist das Te Deum von Lully vielleicht die prunkvollste Kirchenmusik des Hochbarock, daneben verblaßt sogar das Te Deum Von Charpentier - welches ich aber sehr gerne mag:



    Auch in einer älteren Einspielung unter Malgoire
    Die Einspielungen von Christie, Niquet, Minkowski usw. sind zwar alle sehr gut, aber diese ist mir dennoch die Liebste.


    Dann seine rein zeremonielle Musik, Militärmärsche, Fanfaren und das berühmte Carroussel für die Grande Ecurie



    Diese CD ist eigentlich die beste wenn es um zeremonielle Musik am frz. Hof gehen soll. Hier ist allerdings sein Kollege Philidor hauptsächlich vertreten.



    Johann Heinrich Schmelzer



    La Magarita - die beste Schmelzer Einspielung!


    Balletto a Cavallo 1667



    Michel Richard Delalande:


    Le Concert de Trompettes sur les Festes de la Canal de Versailles


    Caprice de Villers Cottêrets


    (Simphonies pour les Soupers du Roi)




    La Simphonie du Marais machte die absolut beste Einspielung!
    Leider ist die Gesamtaufnahme (4 CD's) nicht mehr Lieferbar :angry:
    Glücklicherweise habe ich sie sofort gekauft als sie damals veröffentlicht wurde. Nunmehr ist nur noch diese Kompilation erhältlich.


    Und auch er hat ein pompöses Te Deum verfasst:



    Les Arts Florissants / Christie


    Jean Joseph Mouret


    Premier et Deuxième Suite des Symphonies 1729


    Die erste Suiten ist mit Pauken und Trompeten, die zweite mit Pauken und Hörnern besetzt (natürlich mit Orchester).



    Agostino Steffani (komponierte seine Orchestermusik für seine Opern im Stile Lullys)



    Theatersuiten


    Enrico Leone: Marche


    I Trionfi del Fato: Marche Grave




    Jean Philippe Rameau


    La Princesse de Navarre : Entrée des Guerriers


    Nais: Ouvertüre


    Le Temple de la Gloire: Ouvertüre


    Les Indes Galantes: Chaconne



    Georg Friedrich Händel


    Die Feuerwerksmusik
    allerdings sollte man beide Fassungen haben, die erste ist nur für Bläser gesetzt, erst bei der zweiten Fassung treten noch Streicher hinzu.
    Meine beiden Lieblingseinspielungen:



    Tafelmusik / Lamon



    The King's Consort / King (original Version)



    Jean Francois Francoeur


    Unverzichtbar!



    Symphonies pour le Festin Royal du Comte d'Artois 1773
    La Simphonie du Marais




    Christoph Willibald Gluck



    Le Ballet Royal de Alessandro
    Musica Antiqua Köln ( Goebel)


    Glucks unbekanntestes Ballet, dafür aber das prächtigste (Hochzeitsballett für Marie Antoinette)

  • nun, dann fange auch ich mal gaaaaanz langsam an:


    händel und biber sowie lully wurden ja schon genannt,
    nun aber zwei gewaltige chöre, mit denen ich meine geburtstage um mitternacht einzuleiten pflege :D


    j.s. bach: 'das lamm, das erwürget ist', schlußchor aus bwv 21


    j.s. bach: 'nun ist das heil und die kraft' kantatenfragment bwv 50


    und dann evtl. noch: 'ein feste burg ist unser gott' (fassung mit pauken und trompeten' ...


    und dann gibts noch soooo viel mehr .... :jubel:


    :hello:

  • noch mehr Händel:
    -Coronation anthems, besonders "Zadok the Priest" (bis heute in Großbritannien zu diesem Zweck verwendet) und "The king shall rejoice", die anderen sind lyrischer aber auch wunderbar ("My heart is inditing")
    -die zweite Hälfte (bzw. der Schlußteil) von Israel in Egypt, "I will sing unto the lord"
    -das spätere (IIRC Dettingen) Te Deum, massiver Trompeten/Pauken Einsatz
    -die Trompetenstücke aus der Wassermusik (oft als "D-Dur-Suite" arrangiert


    -Beethovens Hommage an Händel: Ouverture "Zur Weihe des Hauses"


    spätere Prunk- und Festmusik hat oft einen etwas hohlen Charakter, berüchtig z.B. Brahms Triumphlied (zum preussischen Sieg 1871), der "Kaiser-Franz-Joseph-Rettungs- und Jubel-marsch" von Strauß ist eine eher witzige und charmante Ausnahme.
    Britten hat Musik zur Krönung von Elizabeth II. geschrieben, die kenne ich aber nicht


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • hallo, johannes,
    dem, was du geschrieben hast, kann ich nur beipflichten ...


    die britten-musik ist eben richtiger 'britten'..ein wenig verschroben .... und seine oper gloriana gefiel sowenig, daß sie von königlichen zeremonienmeister glaub ich abgesetzt werden sollte, da sie zuwenig dem anlaß entsprechend war ... (oder wurde sie sogar tatsächlich abgesetzt? weiß ich jetzt gar nicht genau ...)


    eher dem anlaß entsprechend: die william-walton-krönungsmärsche sowie die von edward elgar


    wo du brahms erwähnst:


    bombastischer als in bruckners 'helgoland-kantate' gehts kaum zu ... geschrieben zum helgoland-sansibar-vertrag zwischen deutschem reich und großbritannien ...
    empfehelnswert die alte!! barenboim-aufnahme

  • Hallo Klingsor


    Eine Fest/Huldigungs-musicke, wie sie im Buche steht ist BWV 207a "Auf, schmetternde Töne der muntren Trompeten". Der Titel an sich dürfte schon jeglöchen weiteren Kommentar dazu ersparen. Der Spaß beginnt mit einem schmissigen Eingangsmarsch und prunkvolle Chöre sind natürlich auch enthalten.


    Man höre Koopmans Einspielung.



    Viele andere weltliche Kantaten sind natürlich auch prunkvolle Huldigungsmusiken (ich verweise nur auf die Vorlage des ersten Weihnachtsoratoriumssatzes: "Tönet ihr Pauken, erschallet Trompeten" BWV 214).


    Von den geistlichen Werken Bachs gar nicht zu reden....

  • Zitat

    Im Bereich der geistlichen Musik muß ich Thomas jetzt einfach vorgreifen - denn nichts geht ohne Bibers " Missa salisburgensis"


    Mein lieber Stefan (Oolong), das gibt Haue!!! :angry: Aber, Recht hast du mit Sicherheit. Diese Messe ist der absolute Bombast-Höhepunkt. Biber, aber auch z.B. Muffat, Schmelzer oder Kerll haben weitere stark besetzte Messen geschrieben, aber keine reicht an die Salisburgensis heran.



    Weitere prächtige und bombastische Stücke:


    Michael Praetorius
    aus Solennische Friedt- und Freuden-Concert (Polyhymnia Caduceatrix et Panegyrica)
    das 5-chörige In dulci jubilo



    Johann Schelle, Vor-vorgänger von Bach als Thomaskantor
    einige sehr prächtige Psalmvertonungen, die sich durch reichlichen Gebrauch von Pauken und Trompeten auszeichnen, finden sich auf dieser CD:



    Musica fiata & Capella ducale unter Roland Wilson



    Eine weitere Prunkmusik sind die Intermedien der Hochzeitsmusik für die Verbindung von Ferdinando de' Medici und Christine de Lorraine im Jahre 1589 mit dem Übertitel La Pellegrina. Diese Feier wurde wohl nur durch die Festivitäten des Sonnenkönigs übertroffen (siehe den herrlichen Beitrag des Lullisten dazu). Schon 6 Monate vorher waren mehrere hundert Menschen mit der Vorbereitung beschäftigt waren. Über einen ganzen Monat zogen sich die Feierlichkeiten hin. Langweilig wid es wohl niemandem gewesen sein angesichts der sich ständig abwechselnden Bankette, Turniere, Theaterstücke etc. Höhepunkt aber war die Komödie La pellegrina mit den prächtigen musikalischen Intermedien.



    La Pellegrina, Huelgas Ensemble unter Paul van Nevel




    Aber auch noch früher gabt es Prunkmusiken, wenn auch ohne Gebrauch von Instrumenten, z.B. die 40-stimmige Motette Spem in alium von Thomas Tallis.



    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Mit Bibers "Missa Christi resurgentis" liegt nun die letzte seiner 8 überlieferten Messen auf Tonträger vor, hier dargeboten von "The Engish Concert" unter seinem neuen Leiter, dem Violinisten Andrew Manze:



    im Jahre 1673 für den prunkliebenden Fürst-Erzbischof von Salzburg entstanden, erklang sie wahrscheinlich zum ersten Mal Ostern 1674 im Dom der Stadt. Die Messe ist für 2 vierstimmige Chöre geschrieben, die durch einen zusätzlichen Bass verstärkt werden.Biber liebt ungewöhnliche Kombinationen sowohl in der Satztechnik wie auch im Klanglichen. Auffallend sind hier die Partien für 3 Bass-Stimmen, wobei mich hier jedoch die Wahl der Solisten mit durchaus knödeligen Opern-Organen ein wenig befremdet. Die Frauenstimmen sind ihnen sowohl klanglich wie auch vom Ausdruck her um Welten überlegen.


    Diese Messe leidet, wie die anderen großbesetzten Vokalwerke, ich denke hier an die "Missa Bruxellensis" z.b. darunter, daß bei aller Pracht und Klangentfaltung und der schier unendlich zu nennenden Kombinations-Phantasie des Komponisten ein auffälliger Mangel an Einprägsamen, Wiedererkennbarem, herrscht. Mag sein, daß das ein Teil des Preises bei derart großen Besetzungen ist, der Tribut, den der komponist zu zahlen hat. Daß es bei Biber auch "anders" geht, beweisen seine "Rosenkranz-Sonaten", die ich schon nach dem ersten Hören quasi "mitpfeifen" konnte ! :D Ergänzt wird die Messe durch Trompetensstücke Bibers und Schmelzers und Auszügen aus den Fidicinium sacro-profanum (1682) Für alle "Biberomanen" ist diese auch klanglich überzeugend gestaltete SACD ein absolutes Muss.

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • immer wieder großartig bzw. unvergleichlich:


    das finale der 2. symphonie von gustav mahler
    das finale der gurrelieder von schönberg
    das ende des poéme de l'extase von skrjabin


    die krönungsszene aus boris godunow von mussorgsky ...


    und natürlich auch die chöre aus dem parsifal ... zwar weniger festlich, aber so unendlich weihevoll :jubel:

  • hallo


    Verdi Requiem: Tuba mirum spargens sonum inklusive vorhergehendem Aufbau in den Blechbläsern, einfach nur g**l zu singen und zu hören, Basseinsatz in fff


    Im Lohengrin gibt es auch eine ganze Menge sehr festlicher Aufmärsche mit viel Gedöns


    Gruß, flo

  • Hallo pianoflo,


    dann müßtest du auch das Tuba mirum aus dem Requiem von Berlioz mögen. Das ist nämlich ganz ähnlich gestrickt, nur 10 Mal gewaltiger. Das Berlioz-Requiem (1837 aufgeführt) ist deutlich vor dem von Verdi (1874 aufgeführt) entstanden. Und Berlioz hat diese Stelle aus aus dem Resurrexit seiner frühen Messe solennelle (1824) übernommen. Überhaupt finden sich dieser Messe etliche Ideen, die Berlioz später wieder verwendet hat.


    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Hallo salisburgensis,


    Treffer versenkt, ja die Stelle im Berlioz Requiem mit den vier Fernorchestern gefällt mir ebenfalls sehr, hatte leider noch nicht die Gelegenheit, da mitzusingen, weil es eher selten (jedenfalls im semiprofessionellen Bereich) aufgeführt wird, wegen der großen Besetzung wohl...


    Gruß, flo

  • Hi flo,


    ja, soviel Blech kann sich kaum einer leisten. Wenn du mal eine Möglichkeit findest, das mitzusingen, dann sag mir bitte Bescheid. Ich bin auch begierig drauf...


    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Hallo


    alles klar, falls ich irgendwann mal da mitmachen dürfte, lass ich was hören, aber relativ unwahrscheinlich, trotz der bekanntlich größenwahnsinnigen Würzburger Chorleiter (Verdi Requiem, H-Moll-Messe, Matthäus-Passion, Missa Solemnis etc., darunter geht nix)


    gruß, flo

  • Zitat

    nun, beim bombast darf die 'ouverture solenne' 1812 von tschaikowsky nicht fehlen ....


    Hallo Klinsor,


    wenn die nicht fehlen darf, darf aber auch Khatchaturians Gayaneh, Masquerade und Spartacus nicht fehlen - eher Bombast als Pomp oder Fest. Manchmal liebe ich "Haudrauf"- Musik.


    Grüsse
    Walter

  • stimmt .. und a propos bombast ...


    lauter als in der 3. symphonie von khatchturian gehts wohl kaum zu ... insg. gut 15 minuten von (25) fortefortissimo für riesenorchester, 10 oder 15 zusatztrompeten und orgel ..... da steht man kurz vom kollaps (allerdings auch wegen des musikalischen 'nicht'-wertes)... aber spaß machts schon :D

  • Hallo Klingsor,


    ich habe gerade im "Orgel-Thread" die Frage nach Khatchaturians Sinfonie Nr.3 für Orgel und Orchester eingestellt.
    Ja, dieses Werk schätze ich auch sehr !!!
    :hello: Welche Aufnahme hast Du von der Sinfonie Nr.3 ????


    Ich habe die Aufnahme mit Khatchaturian himself und der Moskauer PH auf Eurodisc (LP).
    Auf CD kenne ich keine gute Aufnahme, diese finde ich äußerst schlecht im Vergleich zur Khatchaturian - Aufnahme:
    Symphonien Nr. 1 & 3
    Armenisches PO, Tjeknavorian
    ASV

  • hallo, wolfgang, ich habe zwei aufnahmen:


    die genannte chandos-aufnahme (ich glaube unter golovachov oder so ähnlich; habe das hier im büro nicht im kopf) . hier ist die klangqualität natürlich sehr gut


    und eine alte russische auf kassettte. ich glaube, es könnte eine swetlanow oder kondraschin-aufnhame sein...beide schätze ich ja außerordentlich .. und ich habe so in erinnerung, daß die aufnahme interpretatorisch die bessere ist ... nicht jedoch der klang ...


    :hello:

  • hallo, bombastische chorwerke gibt es bei


    william walton (1902-83)


    sein coronation te deum und das oratorim belshazzar's feast borden geradezu über ... :yes:
    aber auch das gloria ist nicht übel ...

  • nicht vergessen zu erwähnen möchte ich die zahreichen (krönungs)märsche der briten,
    als da seien


    die werke von elgar, walton, howells, ireland sowie die festlichen chor-gelegenheitswerke von vaughan williams, holst etc ...


    bombast pur und nur zu empfehlen! :D

  • Hier hab ich noch eine CD mit purer zeremonieller Musik - einfach perfekt:





    IMPERIAL FANFARES
    The Art of Trumpet


    über eine Stunde nur Pauken und Trompeten.



    Geboten werden diverse Fanfaren und ähnliche Stücke für den kaiserlichen Hof in Wien ( 17. & 18 Jahrhundert )
    dann zeremonielle Musik vom französischen Hof ( ebenfalls 17. & 18. Jahrhundert )
    dann zeremonielle Musik vom Salzburger Hof und schließlich auch einige zeitgenössische Fanfaren, die aber durchaus anhörbar sind. Das Hauptgewicht liegt aber auf dem barocken Repertoire.


    Für mich eine wirklich fast perfekte CD - denn ich liebe zeremonielle Musik über alles :D:D:D

  • Mir fällt da Sergej Prokofjews Festkantate zum 20. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ein. Die Worte sind von Marx, Engels, Lenin und Stalin.
    Letzteres hat dazu geführt, dass das Werk erst posthum (bezügl. Stalin und Prokofjew, beide starben bekanntlich am selben Tag) uraufgeführt wurde - Genosse Stalin war nicht ganz sicher, ob seine Worte auch richtig vertont worden sind.
    Die Musik - ein Wahnsinn: Riesiger Chor, riesiges Orchester, dazu Blechbläsergruppe, Akkordeongruppe und Geräuschinstrumente. Klanglich Wuchtig, gewaltig, aber teilweise auch brutal in der Härte des Klanges.
    Gibt's derzeit in einer um die politisch anstößigen Teile gekürzten Aufnahme unter Kondraschin (ausgerechnet!) bei Melodija.
    Soviel ich weiß, hat Gergiev das Werk einmal ungekürzt aufgeführt, aber nicht eingespielt. Ein Jammer...!