Gitarre - mon amour

  • Da nächste Stück ist seit 40 Jahren eines meiner Favoriten. Geschrieben und gespielt wurde es von dem vollständig unbekannten Gitarristen Davey Murrell, der wohl insgesamt nur 2 Songs veröffentlicht hat, die beide auf der Platte "Guitar Workshop" (1973) enthalten sind.



    wesentlich günstiger bei amazon.uk.


    Der Nachdruck ist auch in Deutschland nicht zuuu teuer:



    bzw.



    Das Stück heißt Kenneth´s Riverbank Song, und die youtube-Version (wohl von einem nicht ganz unbegabten Amateur) gibt eine ganz gute Idee - im Original ist es leichter, beinah schwerelos, fehlerfrei und sehr flüssig gespielt - einfach ein wunderbares Stück sommerlicher Steel-Guitar. Schade, daß es Platte und CD nur noch mit Mühen zu kaufen gibt.


  • Bach auf der Mandoline - wer's mag, gerne. Für mich geht Bach auf der Mandoline völlig an Bach vorbei - ich mag Adaptionen auf andere Instrumente/Klangkörper - aber bei Bach auf der Mandoline sage ich


    "nein, danke".

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Der Klang ist schon gewöhnungsbedürftig, aber ich fand es beeindruckend, was man auf einem so vergleichsweise kleinen Griffbrett alles noch greifen kann. Und trotz aller ungewöhnlicher Klangfarben kann man das Stück immer noch klar als Bach-Komposition erkennen.

  • Das Tatyana´s Guitar Quartett spielt Piazollas Libertango.


    Das Quartett ist besetzt mit Tatyana Ryzhkova, Tatyana Ryzhkova, Tatyana Ryzhkova und Tatyana Ryzhkova.


    Da sieht man mal, welche Illusionen mit Hilfe sorgfältigen Audio- und Video-Editings erzeugt werden können.


    Und das Ergebnis kann sich sowohl hören als auch sehen lassen.


  • Entweder es liegt an der Aufnahmetechnik oder an dem etwas sonderbaren Instrument - der Klang ist nicht überzeugend.

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Ich gebe Dir insofern recht, als es auf einem Klavier abgründiger klingt, die Gitarrenversion hätte es nicht in die innigen Interpretationen geschafft - aber ich finde, man kann die Version durchaus anhören und das Instrument (ich schlage vor: Cellarre) gefällt mir gar nicht so schlecht.

  • Als ich 2014 den Beitrag 12 schrieb, gab es diesen Upload bei youtube noch nicht - hier also nachträglich: das beste Duett der gesamten Gitarrengeschichte:


    Paco de Lucia und Al di Meola: Mediterranean Sundance, das erste Stück der CD Friday Night in San Francisco



    Zur Zeit sehr günstig zu erwerben:


  • Vom 23. - 30.7. 2017 findet wieder ein Gitarrensymposium in Iserlohn statt, das bisher 26.


    http://www.guitarsymposium.de/


    Mit Jorge Caballero kommt wieder mal die Nr. 1 (zum vierten Mal), zudem kommen mit Pepe Romero und Alvaro Pierri zwei weitere Leute aus den Top-20 (meine Zählung). Und auch das restliche Feld ist hochkarätig besetzt.


    Ich freue mich schon !!

  • Eines der Show-Stücke für Violine, geschrieben von Paganini, um seine "Hexerkünste" unter Beweis zu stellen - auf der Gitarre klingt es ein bißchen lieblicher und weniger bedrohlich


    Capriccio 24, gespielt von der chinesischen Gitarristin Su Meng



    Man achte insbesondere auf die Flageolett-Töne an verschiedenen Stellen des Stücks, das ist meisterhaft gespielt.

  • Gerade eben live gehört, noch immer ganz erschlagen von der schier unglaublichen Spielkunst, die wohl zur Zeit einmalig ist - so weit ich weiß, kann dieses Stück sonst niemand (sauber) spielen.


    Jorge Caballero - Antonin Dvorak, Sinfonie aus der Neuen Welt


    , 1. Satz

  • Lieber Chrissy,


    aus meiner Sicht ist Caballero der (inoffizielle) Weltmeister. Keiner ist virtuoser und so musikalisch - es gibt einen Herrn Eliot Fisk, der versucht, der schnellste Finger im Gitarrenzirkus zu sein, aber er überholt sich doch schon mal gern selbst.


    Erstaunlicherweise trat Caballero heute Abend auf dem Iserlohner Gitarrenfestival zuerst auf, danach kam Lukasz Kuropaczewski, ein begnadeter Gitarrist, der aber dann doch wie ein leichter Kreuzer hinter einem Schlachtschiff herfuhr.

  • Konzerte mit Orchester, bei dem die Gitarre im Mittelpunkt steht, gibt es einige (Villa Lobos, Guliani etc.), das bekannteste ist aber zweifellos von Joaquin Rodrigro: Concierto de Aranjuez, mit einem berühmten Adagio im Mittelteil.


    Pepe Romero spielt die Gitarre:



  • Das "Gezirpe" ist dafür zum Teil präziser (mehr Höhen halt) als die Darmsaiten, die ich auch nicht schlecht finde - ich komme mit beidem ganz gut aus. Auf meiner eigenen Gitarre ist allerdings Plastik, wie wohl auch auf den meisten Gitarren der Profis.

  • Eine der eindrücklichsten Melodien, die Händel geschrieben hat, damit also eine der eindrücklichsten Melodien überhaupt, ist die Sarabande aus der Suite d-moll HWV 437.


    Hier wird das an sich für Cembalo gesetzte Werk in einer Transkription für die Bolin-Gitarre (11 Saiten) interpretiert, und zwar als Sammlung von Variationen. Mir gefällt das Werk gut, der Klang der Gitarre ist warm und klar, der Gitarrist Peter Blanchette ein Könner hohen Ranges, das Stück ist also insgesamt ein veritabler Ohrenschmaus.