Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Wiederaufnahme Il Trittico

  • Gestern abend habe ich meiner Meinung nach die schönste Oper Puccinis ( nach La Boheme ) Il trittico gesehen. Obwohl ich gestehen muss das ich Il Tabarro ausgelassen hab da dort noch mehr gebrüllt wird als in einer Wagner Oper . Gianni Schicci war eine sehr schöne Inszenierung mit sehr guten Sängern, hätte Herr Kober das Stück nur nicht zur Chefsache gemacht. Er dirigierte wie immer sehr laut und ist meiner Meinung nach eine reine Fehlbesetúng als GMD. Außer laut zu dirigieren kann er gar nichts, Brigitta Kehle wahr eine sehr gute und hübsche Lauretta kommt aber nicht an Anke Krabbe heran. Sehr gut war auch der Rinuccio von dem gut aussehenden und genauso singenden Ioan Hotea. Auch Bruno Ballmelli war ein kömodiantischer und gut singender Gianni Schicci. Der Rest des Ensembles bestand aus Sängern der Rheinoper. Noch besser aber war der zweite Teil Suor Angelica,. Ganz hervorragend darstellerisch bewegend und sängerisch exellent war Sylvia Hamvasi. Die Stimme des Abends hatte aber die Fürstin gesungen von Helena Zubanovich. Die würd ich gern mal häufiger an der Rheinoper hören. Sie hatte zwar nur einen kurzen Auftritt aber aus dem hatte sie das Beste gemacht und war sogar noch besser als Rene Morloc die die Fürstin sonst immer spielt. Das nicht so zahlreich vorhandene Publikum war nach beiden Teilen restlos begeistert . Den größten Fehler hat aber leider wieder mal Herr Kober gemacht indem er meinte nach Suor Angelica beim Schlussapplauss auf die Bühne zu kommen. Etliche Zuschauer gingen deshalb auch mit mir nach Suor Angelica.

  • Lieber Rodolfo,


    ich teile deine Einschätzung vollkommen: der Tabarro ist mir zu neoveristisch, Gianni Schicchi ist eine sehr lebendige, schöne Oper, die in Anke Krabbe die beste Laretta hat, die ich je gesehen und gehört habe. Suor Angelica ist Puccinis beste Oper, wie ich finde (und er fand es auch) und wird in Düsseldorf gut musiziert. Noch besser war sie damals in Dortmund besetzt mit der Nachwuchssopranistin des Jahre Swetlana Ignatovich als Angelica und Grit Gnauck als Fürstin.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)