unterschied von Messe Te deum requiem

  • Also, um es kurz zu sagen.


    Eine Messe ist die Vertonung der sonntäglich katholischen Liturgie. Sie kann also beim wöchentlichen Gottesdienst ausgeführt werden. Ich habe in Wien z.B. mal im Gottesdienst eine der Brucknermessen gehört (was natürlich auch der Grund des Besuchs des Gotteshauses war).
    Ein Requiem ist eine Totenmesse, wird also bei einem Sterbegottesdienst aufgeführt, habe ich aber noch nie erlebt. Einige bekannte Requiems (Brahms, Verdi) sind auch eher für den Konzertsaal geschrieben.
    Te Deum ist eine Art Lobgesang auf den Herrn und meist deutlich kürzer als eine Messe oder ein Requiem.
    Dann gibt es noch das Stabat Mater, das ist eine Art Klagegesang der Mutter Jesu beim Anblick ihres gekreuzigten Sohnes.


    Diese Informationen bitte nicht auf die Goldwaage legen, ich bin weder katholisch, noch sind das meine bevorzugten Musikkategorien, aber die berühmtesten Werke dieser Art kenne ich natürlich.

  • Das kann man übrigens alles, inklusive Text/Übersetzung und liturgischer Funktion und Geschichte problemlos bei wikipedia o.ä. nachlesen. :angel:


    Ein Requiem ist eine Totenmesse, heißt offiziell auch "missa pro defunctis", der alternative Name stammt aus der jahrtausendealten Tradition einen Text nach seinem Beginn zu bezeichnen. Hier findet man die Geschichte und auch die Abweichungen zu "normalen" Messen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Requiem


    Te Deum, Magnificat, Salve Regina, Vesperpsalmen usw. sind normalerweise kürzer, weil sie nur für spezielle Gelegenheiten passen und ggf. mit anderer Musik kombiniert wurden.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ergänzend zu lutras Ausführungen:


    Das "gewöhnliche Messeordinarium" erhielt seine heute gültige Form etwa im 15. Jahrhundert und besteht aus den (ursprünglich disparaten) Teilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei. Dieser katholische Hauptgottesdienst wird jeden Sonntag abgehalten, ist aber nicht unbedingt auf jenen Tag beschränkt.


    Die "Missa pro Defunctis" ist eine Sonderform der Messe und wird nach dem ersten Wort des Textes oft als "Requiem" bezeichnet. Die endgültige Ausformung erfolgte noch später als im Falle der "gewöhnlichen" Messe. Die klassische (mittlerweile t.w. wieder veränderte) Abfolge lautet: Introitus, Kyrie, Graduale, Tractus, Offertorium, Sanctus, Agnus Dei, Communio. Der Text ist vom normalen Ordinarium verschieden, mit Ausnahme von Kyrie, Sanctus und (partiell) Agnus Dei.


    Ein Te Deum ist keine Messe; der Text vollkommen eigenständig. Mit dem Te Deum endet die Matutin an vielen Feiertagen. Faktisch wird dieser Lobgesang zu verschiedenen festlichen Gelegenheiten angestimmt und ist mittlerweile nicht mehr nur auf die katholische Kirche begrenzt (wo es jedoch das "liturgische Heim" hat).