François-Xavier Roth

  • Natürlich hatte ich immer wieder mal Berichte über François-Xavier Roth gelesen, aber weder kannte ich eine Aufnahme von ihm, noch hatte ich Mitschnitte gehört, noch war ich ihm live begegnet.
    Jetzt ergab sich die erste Gelegenheit, ein Konzert von ihm mit dem Kölner Gürzenichorchester zu hören, dessen Chefdirigent er seit dieser Saison ist.


    Ich bin davon so angetan, dass ich mich entschlossen habe, hier einen Thread zu eröffnen, in dem Informationen über ihn und Eindrücke seiner Konzerten und Aufnahmen mitgeteilt werden können!
    Ich werde demnächst mal ein wenig recherchieren. Aber warum soll ich anderen, die vielleicht schon mehr über ihn sagen können, vorgreifen? Immerhin will ich gerne später ein paar Bemerkungen über meine Eindrücke vom Konzert in Köln machen.
    Wie gesagt: später! Deshalb erst mal nur soviel:


    So sieht er aus:



    Zur Biographie (übernommen von seiner eigenen homepage):
    Im September 2011 übernahm er die Position des Chefdirigenten beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg.
    Gerade in diesen Tagen - also im September 2015 - übernimmt er das Amt des Generalmusikdirektors in Köln.


    Sein Repertoire reicht von der Musik des 17. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und umfasst alle Genres: sinfonische Musik, Opernrepertoire sowie Kammermusik.


    Im Jahr 2003 gründete François-Xavier Roth das innovative Orchester »Les Siècles«, das kontrastreiche und bunte Programme je nach Maßgabe sowohl auf neuen wie auf alten Instrumenten, oftmals innerhalb des gleichen Konzerts, aufführt. Mit »Les Siècles« konzertierte er in Frankreich, Italien, Deutschland, England und Japan. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Uraufführung von »Le sacre du printemps« führte das Orchester dieses Werk 2013 auf historischen Instrumenten im Rahmen einer Tour u. a. bei den BBC Proms und an der Alten Oper Frankfurt auf.


    Zusammen mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg führte François-Xavier Roth Werke von Philippe Manoury, Yann Robin und Georg-Friedrich Haas erstmalig auf und arbeitete mit Komponisten wie Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und Helmut Lachenmann zusammen.


    Aktuelle und bevorstehende Höhepunkte mit diesem Orchester umfassen den kompletten Zyklus der Sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss, der auch sukzessive auf CD eingespielt wird. Er erarbeitet zudem einen der Musik von Pierre Boulez gewidmeten Zyklus.


    Zukünftige Engagements von François-Xavier Roth umfassen sowohl größere Projekte mit dem London Symphony Orchestra und dem BBC Symphony Orchestra als auch Auftritte mit dem Boston Symphony Orchestra, mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Wiener Symphonikern, an der Bayerischen Staatsoper, mit den Bamberger Symphonikern, mit Netherlands Radio, Danish National Radio, NHK Symphony, Gothenburg Symphony und Finnish Radio Symphony Orchestras.


    Einen wesentlichen Aspekt von François-Xavier Roths Arbeit machen großdimensionierte Projekte aus.
    Er ist Dirigent des bahnbrechenden »LSO Panufnik Young Composers Scheme« und gründete zusammen mit dem Festival Berlioz und »Les Siècles« das »Jeune Orchestre Européen Hector Berlioz«, eine Orchesterakademie mit einer eigenen Sammlung von historischen Instrumenten.
    Zusammen mit »Les Siècles« entwickelte François-Xavier Roth mit »Presto!«, eine eigene Fernsehserie für die Sender »France 2«, die wöchentlich über drei Millionen Zuschauer erreicht.


    Im Opern­bereich ist François-Xavier Roth ebenso engagiert. Seine Aufführungen von Am­broise Thomas’ »Mignon« (2010), Jacques Offenbachs »Les Brigands« (2011) und Delibes’ »Lakmé« (2014) an der Opéra-Comique in Paris wurden von der Kritik hoch gelobt.


    2015 wird er mit dem Orchester »Les Siècles« die Oper »Der fliegende Holländer« von Richard Wagner aufführen.


    Eine Kritikerstimme:
    „Unter Roths messerscharfem Dirigat erstrahlen die Interpretationen (...)
    mit rhythmischem Schwung, einer frischen Spielweise, Energie, Humor und Elan.
    Virtuosität und Verve leuchten in jedem Takt."
    Richard Morrison, The Times


    Das Programm des Konzertes, mit dem ich Roth kennen gelernt habe:
    Arnold Schönberg Kammersinfonie für 15 Soloinstrumente op. 9
    Pierre Boulez »Notations« I–IV und VII
    Anton Bruckner Sinfonie Nr. 4 Es-Dur »Romantische« (2. Fassung, 1878/80)
    Gürzenich-Orchester Köln
    François-Xavier Roth Dirigent


    Caruso41

  • Lieber Caruso,


    dann hätten wir ja beinahe im gleichen Konzert gesessen, aber ich musste wegen einer Unpässlichkeit die Segel streichen. Besonders Leid tat es mir um die Vierte Bruckner, und so muss ich mich halt auf den 27. Oktober vertrösten, dann gibt es Hiller, Liszt, Berlioz und Schumann. Ich bin gerne bereit, dann meinen Hörbericht hier einzustellen. Ach so ich vergaß: ich habe das F.X.R.-Dienstagsabo.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • dann hätten wir ja beinahe im gleichen Konzert gesessen,


    Das ist ja lustig, lieber William!


    Aber ein Abo in Köln habe ich nicht.
    Ich hatte eine Sitzung in Köln und eben das Glück, dass dieses Konzert dort am Vorabend stattfand!


    Freue Dich, denn wenn Du ein Abo für die Konzerte hast, wirst Du sicher noch manches schöne Konzert von François-Xavier Roth hören!


    Beste Grüße
    Caruso41

  • Ich gestehe, daß ich von François-Xavier Roth noch keine einzige Aufnahme besitze. Es passier ja oft, daß man auf einen Dirigenten stößt, der einem persönlich nicht oder nur dem Namen nach bekannt ist. Oft, weil derjenige keine Aufnahmen gemacht hat. Ich habe ein wenig gegoogelt und bin auf einige - IMO interessante - Einspielungen mit diesem Dirigenten gestoßen. Allesamt sind sie für mich terra incognita: Der Dirigent Francois-Xavier Roth, das (von ihm gegründete ?) Kammerorchester "Les Siecles" und das Label "Actes Sud" Ich habe eine davon auf meine Einkaufsliste für März gesetzt und stelle sie hier kurz vor: Igor Strawinsky: Der Feuervogel - eine digitale Liveaufnahme aus dem Jahre 2010 welche seit Dezember 2011 im Handel erhältlich ist.

    Das Programm wird durch einige Werke anderer Komponisten komplettiert:
    Glasunow: Auszüge aus Raymonda & Les Saisons op. 67
    Sinding: Danse orientale op. 32 Nr. 5
    Arensky: Nuits egyptiennes; Danse egyptienne; La charmeuse de serpent; Danse des Ghazies
    Grieg: Piece lyrique op. 71 Nr. 3


    Zitat

    Preis der deutschen Schallplattenkritik 2 / 2012: »Auch wer die ›period instruments‹ auf ihrem Weg in die Gegenwart für ausgereizt hält, muss doch zugeben, dass der frische Zugriff des Ensembles Les Siècles unter François-Xavier Roth dem ›Feuervogel‹ neue, gleißende Federn verpasst hat. Auch wer das beliebte Strawinsky-Stück gut zu kennen glaubt, wird neue Flügelschläge entdecken: kurzweilig, farbenreich und spannend.


    Na hoffen wir, daß das stimmt !!
    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

  • Inzwischen war ich am 24. Feburar in einem Konzert mit Francois Xavier Roth und habe im entsprechenden Thread darüber berichtet:


    Konzertbesuche und Bewertung


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).