Oper Köln - ein Desaster

  • Für alle, die das Trauerspiel noch mal nachvollziehen möchten: Die alte Kölner Oper wurde 1958 (!) abgerissen. Der Architekt Riphahn verwirklichte sich dann selbst mit einem Neubau, der eine schlechte Akustik aufweist und bei dem er zunächst Soffleurkasten und Kantine vergas. Die Bühnentechnik war bereits damals nicht auf dem allerersten Stand und wurde mit der Zeit, wie der gesamte BAu ein einziges Flickwerk. Abriss oder Renovierung? "Wir können es uns nicht leisten, zwei Mal ein Opernhaus abzureißen", so der damalige OB Schramm. Dass die Moritzoper in einer ganz anderen Liga spielte als der Riphahnbau, blieb außer acht. Der Kasten wird saniert - und sprengt alle Kosten. Im Herbst sollte er wiedereröffnet werden, doch dann hieß es kurz vorher: Pustekuchen, wir verschieben um zwei Jahre. Nun, die neueste Schreckensmeldung: Die Kosten explodieren weiter! 460 Millionen Euro!!!!! Dafür hätte man die alte Oper rekonstruieren sollen!


    http://www.rundschau-online.de…lt,15185496,32659138.html


    http://www.ksta.de/koeln/opern…te,15187530,32646650.html


    http://www.ksta.de/themen/der-…er,24595406,31321780.html


    http://www.ksta.de/koeln/sote-…au,15187530,32382586.html

  • Elbphilharmonie, Berliner Flughafen, Stuttgart 21...warum soll ausgerechnet Kölle von den unfähigen Bürokratenhengsten und Geldvernichtern verschont bleiben?


    Gleiches Unrecht für Alle! :cursing:


    Auch ich fasse es nicht, dass Großbauten an vielen Orten immer mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Denn die Verantwortlichen sind doch nicht alle unqualifiziert. Es muss weitere Fehler im System geben, die ich mir nicht erklären kann.


    Herzlichst
    Operus und schade für die Kölner Opernfreunde!

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Hoffentlich bleibt Bonn in Zukunft von solchen Desastern verschont!


    Nachdem sich die Deutsche Post von der Mitfinanzierung der neuen Beethovenhalle Bonn zurückgezogen hat, wurde das Projekt ja nun geknickt.


    Aber die alte Beethovenhalle Bonn wird dafür am gleichen Ort "erneuert" um nicht zu sagen renoviert (weil es das was vorgesehen ist, nicht treffen würde). Ich bin gespannt!


    Dafür haben wir in Bonn die OPER BONN, die Luftlinie ca. 400m entfernt ist und den Opern- und Theaterbetrieb bestreitet und ein vorbildlicher Bau ist.

  • Die alte Kölner Oper von Carl Moritz, die 1958 abgerissen wurde, hatte knapp 1900 Plätze.


    Die Riphahn-Oper umfasst 1346 Plätze.


    Wurde der Riphahn-Bau nicht schon 1956 eröffnet?

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Am 8. Mai 1957 wurde der Kasten eingeweiht mit einer verunglückten Premiere vom Oberon. Da die alte Oper ja nur beschädigt und größter Theaterbau Deutschlands war, dauerte es fast zwei jahre bis sie sie komplett abgerissen war.


    Vielen Dank für die freundliche Aufklärung. Ich wusste nur, dass die Eröffnung in der Spielzeit 1956/57 gewesen sein muss, weil das die einzige Spielzeit war, in der Joachim Herz fest in Köln engagiert war... 8-)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Jo, 15.000 Euro würde ich auch gerne im Monat verdienen, weiterhin alle negativen Stimmen in den Social Media löschen lassen und es sich im Elfenbeinturm recht gemütlich machen. Das ist das wahre Leben! Wen interessiert schon das Publikum... Lieber noch eine Gehaltserhöhung fordern. 18.000 sind wirklich angemessen für den Kunstgenuss, den Köln bietet. Nicht zu vergessen die enorme Spielplanbreite. WOW!


    Ne also wirklich und im Ernst, mir langt es mit der selbsternannten Theaterelite. Weg mit den Subventionen! Und zwar schnell!


    http://www.rundschau-online.de…n-,15184894,33464734.html


    http://www.express.de/koeln/ko…ient-sie-aktuell-23414544

  • Ich frage mich ja immer: Ist ein Kulturforum der geeignete Ort, eine Plattform zu bieten für aggressive Propaganda, die zu einem Kulturabbau aufruft?


    Weg mit den Subventionen wäre da facto gleichbedeutend mit: Weg mit der Kultur. Keine Live-Orchester mehr etc. :no:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Wenn dieser Unfug nicht so gefährlich wäre, würde ich drüber lachen und hinweggehen, ist er aber nicht.


    "Frei" von was denn? Frei von Finanzierung?


    Und dass die Kunst jetzt wegen der Subventionen nicht frei sei, ist doch ein ganz großer Unfug? Denkst du ernsthaft, die Geldgeber knüpfen ihre Subventionsgaben an die Bedingung, dafür die Opern zu zertrümmern?


    Und dass das so mit den Freikarten heute absolut undenkbar ist (ich rede jetzt nicht von Sonderangeboten ermäßigter Karten), weiß ich nun wirklich ganz genau, selbst die Theatermitarbeiter bekommen heute nicht mehr so ohne weiteres Freikarten, sondern höchstens Personalkarten, die mindestens einen Euro kosten, weil reine Freikarten den Theatern von den Rechnungshöfen um die Ohren gehauen werden.


    Und genau so, wie du dort Falschinformationen verbreitest, ist es ein gefährlich falscher Glaube zu denken, dass schon alles gut werde, wenn nur erst keine Subventionen mehr fließen. Dann gibt es keine Chöre und Orchester mehr, die in den dir genehmen Inszenierungen auftreten könnten, dann gibt es keine Theater mehr, weil sie nicht mit Strom versorgt und beheizt werden können - oder wer meinst du zahlt das? Die Bühnentechniker, der Maskenbildner, die Verwaltung ect. - dahin fließen die meisten Subventionen und nicht in die bösen Inszenierungen und aufs Konto des Regisseurs.


    Das Schlimme an den hiesigen Regietheaterdiskussionen ist der Fundamentalismus der Extremisten auf beiden Seiten. Und - sorry, dass ich das so deutlich sagen muss - du bist auf der einen Seite mit Abstand der Schlimmste!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Durch den Subventionskahlschlag wird die Kunst endlich wieder frei atmen können.


    Das ist genauso glaubwürdig wie das mit den 77 Jungfrauen, die im Himmel auf die Selbstmordattentäter warten.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Und genau so, wie du dort Falschinformationen verbreitest, !


    Du kannst es meinetwegen nicht glauben, aber mir zu unterstellen, ich würde "Falschinformationen verbreiten", das nimmst Du bitte zurück! Und zwar zackig! Ich lasse mich hier nicht verleumden.


    Und wenn Deine Unterstellung mir gegenüber nicht schon Grund genug wäre, Dich rauszukegeln hier, so ist es Dein geschmakcloser Vergleich mit den Selbtsmordattentätern gewiss.

  • Du kannst es meinetwegen nicht glauben, aber mir zu unterstellen, ich würde "Falschinformationen verbreiten", das nimmst Du bitte zurück! Und zwar zackig! Ich lasse mich hier nicht verleumden.


    Ich habe doch in der anderen Rubrik detalliert aufgelistet, wie das heute an Theatern geregelt ist und wie sehr die Rechnungsprüfer auf das Thema Freikarten schauen. Und das weiß ich alles aus erster Hand!


    Meine damalige Frage, vor wie vielen Jahren du mit dem "Freikartenverteilen" beauftragt warst, hast du hingegen bis heute nicht beantwortet.


    Wenn du glaubst, das sei heute noch so wie damals, dann irrst du. Wenn du es freilich wider besseren Wissens trotzdem behauptest, dann lügst du, verbreitest also bewusst Falschinformationen.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Und wenn Deine Unterstellung mir gegenüber nicht schon Grund genug wäre, Dich rauszukegeln hier, so ist es Dein geschmakcloser Vergleich mit den Selbtsmordattentätern gewiss.


    Die eine Legende ist genauso glaubwürdig wie die andere - nämlich gar nicht bzw. man muss schon ziemlich naiv sein, das zu glauben.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Gut, dann schalte ich mal meinen Anwalt ein. Lügner lasse ich mich schon mal gar nicht nennen.


    Warum beantwortest du nicht erst einmal endlich meine Frage, wann du selbst für Theater Freikarten unters Volk gebracht hast?

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Und Du? Warum entschuldigst Du Dich nicht einfach? § 186 StGB regelt so etwas sehr schnell!


    Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich öffentlich in einem Forum bekanntgebe, für welche Theater und von welchen Dramaturgen ich die Freikarten erhielt?! Jedenfalls haben sich etliche Taminos hier darüber gefreut.

  • Du glaubst dioch nicht im Ernst, dass ich öffentlich in einem Forum bekanntgebe, für welche Theater und von welchen Dramaturgen ich die Freikarten erhielt?! Jedenfalls haben sich etliche Taminos hier darüber gefreut.


    Ich weiß nur, dass das einige Jahre her sein muss, weil sich in den letzten fünf Jahren die Freikartenregelungen an allen Theatern deutlich(!) verschärft haben. Freikarten konnte man früher positiv in der Auslastung verbuchen, inzwischen gelten Freikarten wie nicht verkaufte Karten - und der Landesrechnungshof will quasi einen 'Nachwies für die Notwendigkeit jeder Freikarte, weshalb selbst an Mitarbeiter kaum noch welche ausgegeben werden.


    Das ist die Wahrheit Stand heute bzw. seit einigen Jahren - darauf habe ich mir erlaubt hinzuweisen, und dafür muss ich mich bestimmt nicht entschuldigen.


    Wenn sich hier jemand entschuldigen sollte, dann bist du es, nämlich bei den vielen Mitarbeitern an subventionierten Theatern, die du mit deiner Forderung nach Subventionswegfall am liebsten "frei" machen würdest - frei von Arbeitsplätze, frei von Lohn und Brot, frei von sozialer Sicherheit, frei von Zukunft.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Lieber Siegfried,


    wir Moderatoren würden uns gerne mit freuen ;) , aber es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Dir und uns: Da uns einige Beiträge aus diesem Thread gemeldet wurden, sind wir angehalten zu reagieren.
    Also pack ich das Schloss aus und sperre diesen Beitrag bis zu einer Stellungnahme bzw. Entscheidung.


    Norbert als Moderator

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler