Nutzt ihr "spotify"...?

  • Hallo liebe Taminos,


    ich wollte mal in die Runde fragen, wieviele hier "www.spotify.de" nutzen, und kennen. Millionen von Musikaufnahmen, und hunterttausende klassischer Aufnahmen sind dort in Sekunden verfügbar.


    Ganze Diskografien weltberühmter klassischer Musiker finden sich dort.


    Unverzichtbar für Klassik-Freunde, meiner Meinung nach ;)


    Viele Grüße
    Chris

  • Hallo Classicophil,


    ja, ich nutze spotify mit Begeisterung. Es erleichtert mir auch oft die Kaufentscheidung und hat mich schon vor manchen Fehlkäufen bewahrt.


    Für mich ist spotify inzwischen auch unverzichtbar.


    :hello:


    Jolanthe

  • Das ist vielleicht nur etwas für ausgefuchste PC-Freaks - ich jedenfalls bin froh, mit meinem PC bei Tamino oder auch in anderen Plattformen surfen zu können, eine gute Schreibmaschine zur Verfügung zu haben, was aber Musik angeht, CDs aus dem Regal greifen zu können. Mich kostenpflichtig bei spotify anmelden zu müssen, widerstrebt mir. Es ist sicherlich auch eine Sache des Alters ;)


    :hello:

  • Spotify ist kostenlos (ich glaube, 192 kb/s). Lediglich in der besten Tonqualität (320 kb/s) kostet es m. W. etwas. Wobei ich, ehrlich gesagt, kaum einen Unterschied ausmachen kann. Die Hörbeispiele bei jpc und Amazon sind dagegen eher 32 oder 64 kb/s.

  • Für mich ist Spotify ebenfalls eine unverzichtbare Quelle, die ich einer Empfehleung verdanke. Die Werbung zwischen einzelnen Titeln ist so platziert, dass sie sich bequem herausschneiden lässt. Oder man ignoriert sie einfach. Über die technischen Parameter hat sich schon Joseph geäußert. Immer wieder staune ich, was sich alles findet. Die Suchmaschine ist sehr brauchbar. Warum also immer gleich eine CD kaufen. Wenn man sie sich auf diese Weise anhören kann. Spotify ist nach meiner Auffassung eine sehr zeitgemäße Form, Musik zu hören. Die Plattfarm ist im Ansatz das, was mir theoretisch immer vorschwebt: ein Leben mit Musik - ohne CD's physisch besitzen zu müssen. Ob ich das durchhalten würde, weiß ich allerdings nicht. ;)


    Gruß Rheingold

  • Sagitt meint:


    Gerade mal wieder umgezogen, die Regale biegen sich unter den CD-Massen, die downloads sind unverschämt teuer, wirklich unverschämt, da kommt dann spotify, kostet nichts,wenn man Werbung ertragen kann, Nachts sehr selten.
    IDEAL. Mit einem wirklich guten Kopfhörer allerdings.

  • Also ich könnte mich nicht erinnern, jemals bei Spotify Werbung gehabt zu haben (und ich meine die kostenlose Variante). Das könnte am kostenlosen Add-On "Adblock Plus" liegen, das man für den Mozilla Firefox und andere Browser problemlos herunterladen kann.

  • Unverzichtbar ist Spotify sicherlich nicht. :no: Es ist ganz brauchbar, um vor einem Kauf in Aufnahmen hineinzuhören, ersetzt aber keinesfalls den Erwerb einer CD oder eines Downloads.


    die downloads sind unverschämt teuer, wirklich unverschämt,


    Kann ich überhaupt nicht bestätigen. Downloads sind meistens günstiger als CDs, es sei denn, dass letztere schon etwas älter und für Schleuderpreise bei Amazon Marketplace erhältlich sind. Und auch bei Download-Anbietern wie qobuz oder eclassical gibt es zahlreiche Sonderangebote.

  • Sagitt meint:


    Gerade bei amazon hat sich die Tendenz verstärkt, dass die downloads teurer sind als die CD, dabei gibt es keine Lagerhaltung keinen Versand. Die einzelnen Titel sind oft von 0,89 0,99 auf 1,29 angehoben. Ich finde das unverschämt.

  • Also ich könnte mich nicht erinnern, jemals bei Spotify Werbung gehabt zu haben (und ich meine die kostenlose Variante). Das könnte am kostenlosen Add-On "Adblock Plus" liegen, das man für den Mozilla Firefox und andere Browser problemlos herunterladen kann


    Lieber Joseph, das nehme ich mal als Anregung. Ich habe den Blocker nämlich nicht installiert und werde das umgehend nachholen. Nach meiner Erfahrung schaltet sich die Werbung bei der kostenlosen Variante so alle 20 Minuten ein, ist aber sauber getrennt von der Musik.


    Gruß Rheingold

  • Als Informationsquelle sind all diese Online-Angebote sicher hilfreich, ich nutze am ehesten youtube, denn dort finde ich viele Dinge, die es physisch überhaupt nicht gibt. Aber, wenn mich etwas nachhaltig interessiert, möchte ich doch - soweit verfügbar - einen physischen Tonträger (LP, CD etc) im Hause haben. Das hat natürlich dazu geführt, dass die Sammlung jetzt auf ca 10,000 Tonträger angeschwollen ist, davon ca. 50% Vinyl und 50% CD. Das ist vermutlich mehr als ich noch bis zum Lebensende hören kann. Deshalb wird auch zunehmend reduziert. Und die Neuanschaffungen beschränken sich weitgehend auf neues Repertoire (mit den üblichen Ausnahmen, wenn es ganz verführerische Schnäppchen gibt). Meine liebe Gattin toleriert meine Sammlermanie bisher großzügig und hat mir zu Weihnachten sogar dies Buch geschenkt:



    Das ist die Bibel für alle Vinyl-Nerds, geht zwar nur um Sammler von Rock- und Jazzscheiben, aber letztendlich ist es die gleiche Passion.

  • Hallo!


    Ich nutze Spotify, allerdings eher im Jazz oder Popbereich. Klassik zwar auch, dort aber eher wie viele andere Taminos offenbar auch um später die CD evtl. zu kaufen. Es gibt halt im Internet noch kein Programm, das klassischer Musik in der Darstellung was die differenzierten Titel- und Satzbezeichnungen anbelangt, wirklich gerecht wird. Und solange keine Möglichkeit zur Verfügung steht, unmittelbar auf die Inhalte eines Booklets zurückgreifen zu können, bleibt es in der klassischen Musik bei aller Größe des Angebotes für mich eine Behelfslösung.


    Außerdem liebe ich es, eine schöne CD in Händen zu halten.


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • daß spotify nun doch nicht unbekannt ist, und doch recht eifrig genutzt wird ;)


    Ich finde, daß sich Youtube und spotify ganz gut ergänzen. Auf YT gibt's Dinge, durchaus phantastische Aufnahmen, die es auf CD nicht gibt.


    Dafür ist spotify etwas "systematischer", was Musiker und deren Aufnahmen angeht.


    Die Klangqualität auf spotify ist völllig ausreichend, eine CD braucht es nicht. Wenn man bedenkt, welche Klangqualität gerade manche ältere Aufnahmen haben... wobei es eben mehr darauf ankommt, ob es Musiker verstehen, gute Musik zu machen; dann kann die Aufnahmequlität auch etwas schlechter sein, zumindest was mich angeht.


    Bei manchen Aufnahmen auf spotify hört man, daß Schallplatten digitalisiert wurden; mit professionellen Spitzen-Tonabnehmersystemen, die nichts an Klangqualität zu wünschen übrig lassen. Ähnliche Ergebnisse mit der privaten Heimanlage zu erreichen, dürfte zwar nicht unmöglich, aber schwierig sein.


    Viele Grüße
    Chris

  • Spotify ist kostenlos (ich glaube, 192 kb/s).


    Ich hatte Spotify hier und da schon mal benutzt um in bestimmte Aufnahmen hinein hören zu können (bevor ich mich zum Bestellen entschloss.) Allerdings kam mir die Klangqualität immer recht schwach und dynamikbegrenzt vor, obwohl doch 192KB/s aureichen sollten. (Nur mein Eindruck, es mag ja tatsächlich anders sein.)


    Besonders begeistert hat mich Spotify nie, auch weil die Benutzeroberfläche mir nicht gefällt und noch weniger, weil dort gar nicht die speziellen Klassik-CD´s zu finden sind, die man eigendlich wirklich sucht! Es mag ja für den Pop- oder "Klassikfreud am Rande" ausreichend sein - auch wenn die tausende an CD´s abrufbar haben ... es waren aber selten die CD-Aufnahmen vorhanden, die ich suchte.
    YT gibt da mehr her, wenn man etwas bestimmtes sucht!


    ;) Bei den günstigen CD-Preisen heute, bestelle ich mir die CD lieber und kann mich dann genüsslich selber von der Qualität überzeugen.

  • Ich hatte gerade einen interessanten Email-Austausch mit Robert von Bahr, dem Geschäftsführer von BIS-Records, der auch den Download-Anbieters eClassical betreibt. Wir kamen zufällig auch auf Streaming-Portale zu sprechen, sein Kommentar zu Spotify: Miese Klangqualität und die Bezahlung könne man vergessen, d.h. bei den Plattenfirmen und Künstlern kommt nichts an. Die BIS-CDs würde er daher nach der Veröffentlichung ein Jahr nicht über Spotify anbieten. Er hat das Streaming-Portal Classicsonline HD-LL empfohlen.

  • sein Kommentar zu Spotify: Miese Klangqualität

    Blödsinn. Ich empfehle Wattestäbchen.



    Zitat

    und die Bezahlung könne man vergessen, d.h. bei den Plattenfirmen und Künstlern kommt nichts an.

    Das ist bei allen Streaming-Diensten so.



    Zitat

    Die BIS-CDs würde er daher nach der Veröffentlichung ein Jahr nicht über Spotify anbieten.

    Sicher - er will ja erstmal ein wenig Geld daran verdienen. Ein nachvollziehbarer und verständlicher Wunsch ;-)



    Zitat

    Er hat das Streaming-Portal Classicsonline HD-LL empfohlen

    Finger weg von Classicsonline HD-LL... - es sei denn, man wirft gern sein Geld zum Fenster raus. Große Labels wie Decca, DG, EMI und Sony gibt's dort nicht, damit ist das Portal allein schon wert- und sinnlos.


    Darüberhinaus sind die meisten Aufnahmen dort sehr alt. Und Downloads zum kaufen werden ebenfalls nicht angeboten.


    Bitte also ein wenig informieren, bevor man irgendwelche Meinungen Dritter postet.


    Apropos Geld: spotify kann man auch kostenfrei nutzen. Viele andere Musikstream-Dienste (natürlich auch Classicsonline) hingegen nicht...


    Spotify ist allerdings auch nicht der einzige Anbieter - wenn auch Marktführer.


    Zum Nachlesen:
    http://t3n.de/news/alternativen-spotify-358122/
    (und natürlich google allgemein)

  • Darüberhinaus sind die meisten Aufnahmen dort sehr alt. Und Downloads zum kaufen werden ebenfalls nicht angeboten.

    Bitte erst einmal richtig informieren, bevor solche Aussagen getätigt werden. :!:



    Bitte also ein wenig informieren, bevor man irgendwelche Meinungen … postet.

    Das meine ich auch … :pfeif:

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Ich stehe spotify und ähnlichen Diensten wegen der m.E. sehr dubiosen Behandlung der Künstler-Rechte sehr kritisch gegenüber.
    Außerdem hänge ich zugegebenermaßen sehr an dem haptischen Umgang mit "echten" Tonträgern und sammle diese auch gerne. Ich mag diese Form von Musik-Konsum über streaming-Dienste etc. einfach nicht.
    Wenn ich mich vor einem Kauf informieren will, tu ich dies über die Schnipsel bei amazon oder jpc oder auch bei youtube. Das reicht mir - und dabei wird's auch auf absehbare Zeit bleiben.

  • Geht's noch unfreundlicher?

    "Miese Klangqualität" kann man einfach nicht stehen lassen (und ich hatte mich noch zurückgenommen in meiner Ausdrucksweise).



    Bitte erst einmal richtig informieren, bevor solche Aussagen getätigt werden

    So steht's in aktuellen Testberichten:



    Zitat von "Testbericht"

    Although the search engine will bring up a healthy list of recordings for a work, many are pretty old. Major labels such as Decca, DG, EMI and Sony are absent.
    It doesn't offer downloads for purchase.

    Ganz nebenbei: was hilft einem "CD-Qualität" (und 99,999% der Klassik-Hörer können mp3 >= 256 kBit/s sowieso nicht von CD unterscheiden), wenn man alte Aufnahmen hat, bei denen es bereits an der Quellen-Aufnahmequalität fehlt?



    Wenn ich mich vor einem Kauf informieren will, tu ich dies über die Schnipsel bei amazon oder jpc oder auch bei youtube. Das reicht mir

    Stimmt, zum Informieren reichen mir diese kleinen Schnipsel auch. Man hört auch in den wenigen Sekunden, ob eine Einspielung etwas taugt, oder nicht.

  • Zitat

    So steht's in aktuellen Testberichten:


    Dieser »aktuelle Testbericht« ersetzt keinesfalls den Besuch in dem genannten Portal …
    denn erst dann kann man sich eine glaubhafte Meinung erlauben. :baeh01:

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Dieser »aktuelle Testbericht« ersetzt keinesfalls den Besuch in dem genannten Portal


    Ohne mich ;) Dazu sind Testberichte ja schließlich da. Und wenn ein Kandidat in essentiellen Punkten schon dürftig abschneidet, dann... ;)


    Man orientiert sich bei sowas immer an den Testsiegern, z.B. Preis/Leistungssieger usw.

  • Aha. "Man" läßt also andere für sich denken und entscheiden. :pfeif:

    Nein - entscheiden tut "man" schon noch selber. Nur die lästige und zeitraubende Vergleichsarbeit lasse ich mir gern ein wenig abnehmen (von solchen Leuten bzw. Firmen, die sich auf sowas spezialisiert haben).
    Das selbst Denken/Mitdenken muß man deswegen ja nicht völlig abschalten.


    Aber man kann es natürlich auch anders machen ;)


    Mögliche Alternativen:


    - niemals Testberichte anschauen
    - auf Hörensagen vertrauen
    - auf die Werbung vertrauen
    - keine besonderen Ansprüche an das stellen, wofür man sein Geld ausgibt
    - Würfeln
    - Ein paar Tage selbst investieren in Vergleiche, Analysen
    - usw. usf.



    Wenn Du das beispielsweise bei HiFi-Zeitschriften so machst, hast Du schon verloren.

    Auch bei HiFi Tests kann man davon ausgehen, daß eine Anlage der unteren Mittelklasse schlechter ist als eine der Spitzenklasse.
    Allerdings bei Lautsprechern bevorzuge ich ganz eindeutig das höchstpersönliche Probehören. Viel zu groß sind die möglichen Unterschiede - und Kennlinien sagen meiner Erfahrung nach auch herzlich wenig...


    Viele Grüße.