Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2016)

  • Heute Abend werde ich das Stück live zu hören bekommen, quasi zur Vorbereitung erklingt bei mir gerade also der Klassiker:



    Johann Sebastian Bach - Goldberg-Variationen, BWV 988
    Glenn Gould


    Was ich zu hören bekam (vom Pianoduo Tal & Groethuysen), war unerwarteterweise die Fassung für zwei Klaviere (BWV 988, bearbeitet von Rheinberger, bearbeitet von Reger, bearbeitet von T&G). Das klang durchaus interessant, wenn auch mit reichlich romantischem Klangspeck auf den Rippen. Jetzt höre ich dann zum Abgleich also nochmal das Original.

  • Höre zur Zeit eine CD aus der 8 Silberlinge umfassenden HÄNSSLER-Box "Mendelssohn Piano Works - Klavierwerke". Sieben dieser CD's werden bestritten von der Pianistin Dana Protopopescu, die sich darauf der Musik für's Soloklavier widmet. Die achte und letzte Scheibe ist den beiden Klaviertrios gewidmet - und genau die erklingen hier gerade. Es gibt bei den Werbepartnern keine Coverbildchen mehr zu dieser Box. HÄNSSLER brachte sie 2008 heraus, die Aufnahmen stammen aus der Mitte der 90er Jahre.


    Felix Mendelssohn-Bartholdy


    Klaviertrio Nr. 1 d-Moll, op. 49
    Klaviertrio Nr. 2 c-Moll, op. 66


    Fortepianotrio Florestan
    (AD: 1997)


    Grüße
    Garaguly

  • Heute war Klaviermusik angesagt:


    [timg]http://ecx.images-amazon.com/i…L.jpg;n;300;300;*;Richter[/timg]


    Peter Tschaikowsky Große Sonate G-Dur op. 37
    Sergej Prokofjew Sonate Nr. 7 B-Dur op. 83


    Swjatoslaw Richter, Klavier


    Tschaikowsky schrieb die "große" Klaviersonate, nachdem er seine durch die übereilte Heirat ausgelöste seelische Krise überwunden hatte. Insofern überwiegen die freudigen Stimmungen dieses Werkes mit sinfonischen Ausmaßen. Dazu die im Jahre 1942 entstandene "Kriegs"-Sonate von Prokofjew, mit dem Stalinpreis ausgezeichnet. Ein hochdramatisches Stück mit scharfen Konturen. Den Ansprüchen beider Werke wird Richter, wer hätte daran Zweifel, völlig gerecht.


    :hello:

  • Resultat würde mich sehr interessieren. Vielleicht brauche ich auch eine Zweitaufnahme.


    Lieber Reinhard,


    höre gerade zum zweiten Mal hintereinander diese CD, die auch du in deiner Sammlung hast. Um es kurz zu machen: die von mir gestern gehörte Aufnahme der Nemtanu-Schwestern schlägt die der Chun-Schwestern (scheint ein Schwestern-Ding zu sein, diese Werke aufzunehmen). Allerdings schlägt die eine die andere Einspielung nicht um Längen, sondern eher hauchdünn. Die Nemtanus pflegen einen etwas dunkler, erdiger klingenden Geigenton, der mir persönlich besser gefällt. Zudem stellen die beiden das Volksliedhafte dieser Miniaturen ein wenig stärker heraus. Abgesehen davon aber, ist auch die Chun-Aufnahme hervorragend, überhaupt nicht trocken oder unterkühlt, sondern sehr lebendig - wenn auch mit kleinen Einschränkungen, die sehr atmosphärischer Natur sind. Die Chuns haben die Reihenfolge der 44 Duos verändert. Die Nemtanus spielen sie in der Anordung Bartoks. Das Verändern der Reihenfolge ist aber - so kann man dem sehr guten Booklettext der Chun-Aufnahme entnehmen - vom Komponisten grundsätzlich autorisiert worden.



    Bela Bartok


    44 Duos für 2 Violinen, Sz. 98 (1931)


    Angela & Jennifer Chun, Violinen
    (AD: Mai 2009)


    Grüße
    Garaguly


  • Nach erstmaligem Hineinhören in diese "gemischte" Weinberg-Kammermusik-Aufnahme würde ich den Streichquartetten klar den Vorzug geben - mir fehlt hier momentan einfach der Zugang. Zudem scheint es einen Schnittfehler (?) in Track 1 - 0:33 zu geben?


    mfg aus Wien
    Alfred

  • guten Nachmittag allerseits. Und wieder haben wir Wochenende ...



    Carl Nielsen
    Symphonie Nr 6


    National Symphony Orchestra of Ireland
    Adrian Leaper

    Der Mutter die mich nie geboren, habe ich heute Nacht geschworen,
    ich werde ihr eine Krankheit schenken, und sie danach im Fluss versenken.
    Rammstein

  • Jetzt die Rokoko-Variationen in etwas anderer Besetzung:



    Tschaikovsky, Pjotr Iljitsch (1840-1893)
    Rokoko-Variationen op 33

    Swedish Chamber Orchestra,
    Muhai Tang


    Maxim Rysanov, Viola


    Überzeugende Darbietung … und hört sich gar nicht entfremdet an … :thumbsup:

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Hallo!


    Das Wochenende beginne ich mit der CD "Wayfaring Stranger" von Andreas Scholl, einer Sammlung englischsprachiger Volkslieder. Begleitet wird er von einem Kammermusikensemble, ergänzt um Laute und Harfe.



    Ich kann dem Gesang des Countertenors zunehmend mehr abgewinnen, nachdem man mich früher mit dieser Stimmlage in die Flucht schlagen konnte.


    Dazu beigetragen hat sicherlich dieses Stück "In stiller Nacht", das er gemeinsam mit Idan Reichel, einem israelischen Komponisten und Musiker, eingespielt hat:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • nun höre ich



    Ralph Vaughan Williams
    Symphonie Nr 5


    London Philharmonic Orchestra
    Bernard Haitink

    Der Mutter die mich nie geboren, habe ich heute Nacht geschworen,
    ich werde ihr eine Krankheit schenken, und sie danach im Fluss versenken.
    Rammstein

  • Diesen Komponisten höre ich auch eher selten. In der letzten Stunde war es mal wieder soweit.



    Cesar Franck


    Symphonie d-Moll
    Symphonische Variationen für Klavier und Orchester


    Paul Crossley, Klavier
    Wiener Philharmoniker
    Carlo Maria Giulini
    (AD: 11. - 14. Juni 1993)


    Grüße
    Garaguly

  • Schoenbergs erstes Streichquartett hat mir kürzlich (wider Erwarten bzw. Erinnern) ganz ausgezeichnet gefallen. Ob sich dieser Eindruck mit seinem Nachfolger festigen wird, das bin ich gerade dabei zu überprüfen:



    Arnold Schoenberg
    Streichquartett Nr. 2, op. 10


    Lasalle Quartett


  • Den Abend beschliesse ich mit einigen konzertanten Sinfonien von Johann Christian Bach aus dieser Sammlung. Interessanterweise ist es die einzige Gesamtaufname von Johann Christian Bachs "Sinfonie concertante" Ich hatte vor Jahrzehnten begonnen, die Einzelveröffentlichungen zu kaufen, habe aber die Serie nur bis Folge 2 erworben. Als ich fortsetzen wollte, waren die meisten Folgen schon gestrichen. Erst vor einigen Monaten habe ich indes gesehen, dass nun die gesamte Serie kostengünstig in einer Box zu haben ist - und habe zugegriffen.......

    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

  • Brasilianische Gitarrenmusik gezupft von Flavio Apro zum Frühstück.
    Joao Pernambuco (1883-1947): Sons de Carillhoes
    Alberto Nepomuceno (1864-1920): Aria aus der Suite Antiga
    Ernesto Nazareth (1863-1934): Odeon
    Garoto (Anibal Sardinha) (1915-1955): Desvairada; Espereanca
    Paulo Bellinati *1950: Modinha
    Rafael Altro *1973: Homenagem
    Leo Brouwer *1939: Sonata del Caminante
    Luis Carlos Barbieri *1963: A Santa Ceia Segundo Athayde
    Egberto Gismonti *1947: Danca das Cabecas

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .


  • Johannes Brahms gespielt von Glenn Gould. Auf dieser Doppel-CD höre ich

    Balladen op. 10; Rhapsodien op. 79; Intermezzi op. 76, 79, 116-119


    Geht das gut? Ja, sehr wohl. Der Amerikaner lässt uns tief in die Seele des norddeutschen Wahlwieners blicken, weil er nicht analytisch trocken diese Musik interpretiert.

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

  • Starte musikalisch mit einem Griff in diese Box:




    Robert Schumann
    Klavierkonzert a-Moll, op. 54
    Arabeske, op. 18


    Franz Schubert/Franz Liszt
    Der Erlkönig, Die Forelle


    Edvard Grieg
    Aus dem Karneval, op. 19/3
    Ich liebe dich, op. 43/1


    Franz Liszt
    Soirées de Vienne: Valse caprice Nr. 6, S. 427/6



    Yevgeny Kissin, Klavier
    Wiener Philharmoniker
    Carlo Maria Giulini
    (AD: Mai & Oktober 1992)


    Grüße
    Garaguly

  • Neue Bekanntschaft mit Franck:



    Franck, Cesar (1822-1890)
    Piano Quintet F minor


    Fine Arts Quartet


    Christina Ortiz, Piano

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Wieder aus der Giulini-Box von SONY:




    Johann Sebastian Bach


    Messe h-Moll, BWV 232


    Ruth Ziesak, Roberta Alexander, Jard van Nes
    Keith Lewis, David Wilson-Johnson
    Chor & Symphonieorchester des BR
    Carlo Maria Giulini


    (AD: 2. Juni 1994, LIVE)


    Grüße
    Garaguly

  • Große Musik:



    Gustav Mahler
    Sinfonie Nr. 9 D-Dur


    Berliner Philharmoniker
    Dirigent: Herbert von Karajan


    Diese Live-Aufnahme aus dem Jahre 1982 ist für mich nach wie vor eine der gültigsten. Sehr bewegend das Finale, wo die Streicher einen faszinierenden Klangteppich ausbreiten, auch sonst werden die z.T. derben und kecken Passagen ausgezeichnet wiedergegeben und der Spannungsbogen vom Beginn bis zum Schluss reißt niemals ab. Die Berliner Philharmoniker spielen hier auf einem Niveau, das man heute leider schmerzlich vermisst.
    :hello:

  • Nach dem Faure griff ich in die nächste Pianistenbox und hörte dies:



    Peter Tschaikowsky


    Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll, op. 23


    Aldo Ciccolini, Klavier
    Orchestre National de la Radiodiffusion Francaise
    Constantin Silvestri
    (AD: 1957)


    Grüße
    Garaguly

  • Im Anschluss an den Tschaikowsky ließ ich wieder einen Franzosen ins Rennen gehen:



    Camille Saint-Saens

    Cellokonzert Nr. 1 a-Moll, op. 33


    Jean Fournier, Cello
    Orchestre des Concerts Lamoureux
    Jean Martinon
    (AD: 1961)


    Grüße
    Garaguly


  • Zum Abschluß des Tages kommt Steibelt in den Player. Hyperion gelingt es immer wieder wirklich kaum Bekanntes auszugraben, das bei den Mitbewerbern noch nicht gelistet ist. Dabei sind die meisten Konzerte sogar ausgesprochen klangschön. Bin gespannt ob die fehlenden Klavierkonzerte auch irgendwann erscheinen......

    mfg aus Wien
    Alfred