Teodor Currentzis, Exzentriker aus Griechenland


  • Teodor Currentzis, geboren am 24. Februar 1972 in Athen, ist ein griechischer Dirigent.


    Bereits mit 15 Jahren begann er 1987 ein Dirigierstudium in Athen. Zwischen 1994 und 1999 studierte er am Sankt Petersburger Konservatorium bei Ilja Musin, der auch der Lehrer von Gergiev, Sinaisky, Temirkanov und Bychkov gewesen war.


    2004-2010 amtierte er als Chefdirigent am Staatlichen Akademischen Opern- und Ballett-Theater Nowosibirsk, dem größten Opernhaus in Sibirien. Er gründete in dieser Zeit das Ensemble MusicAeterna und den Neuen Sibirischen Sänger-Kammerchor.


    Seit 2011 ist Currentzis Musikdirektor des Opernhauses in Perm. Ebenfalls 2011 wurde er zum Ersten Ständigen Gastdirigenten des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg ernannt.


    Bisher machte er sich vor allen Dingen als Interpret von Mozart einen Namen. Daneben spielte er auch Werke von Purcell, Rameau, Tschaikowsky, Stravinsky und Schostakowitsch ein.



  • Für mich war Currentzis eine der größten Bereicherungen des Musiklebens der letzten Jahre und ein Beweis dafür, dass auch bei scheinbar zu Tode gespielten Werken des Standard-Repertoires noch atemberaubende Neuinterpretationen möglich sind. Seine Aufnahme des Mozart-Requiems hat mich vom ersten bis zum letzten Takt elektrisiert. Und auch die kürzlich erschienene Aufnahme des Tschaikowski-Violinkonzerts mit Patricia Kopatchinskaja ist ein Hammer.

  • Zuerst war ich skeptisch, aber Currentzis' "Figaro" ist wirklich ganz außergewöhnlich. Gefällt mir wirklich sehr gut. "Exzentrisch" trifft es wohl. Als hörte man diese Oper vollkommen neu. Das macht ältere Referenzaufnahmen nicht überflüssig, aber fügt doch eine völlig neue Facette hinzu.


    Weiß jemand, wann endlich sein "Don Giovanni" erscheint? Man findet dazu kaum etwas Konkretes.

  • Ich habe gestern in der ZDF-Aspekte-Sendung einen Beitrag aus Perm über Currentzis gesehen und war, was die Musik angeht (Don Giovanni), durchaus begeistert. Die Bilder aus dieser Opern-Inszenierung dazu ließen mich kalt, seine Interview-Äußerungen ebenfalls.


    :hello:


  • Was gab Currentzis denn so von sich, wenn ich fragen darf?


    Ich bin mir relativ sicher, dass dieser Beitrag mit dem am letzten Freitag bei Aspekte im ZDF gesendeten Beitrag identisch ist:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Danke sehr! Ich glaube, meine seinerzeit gewählt Threadüberschrift traf es wirklich: Der Mann ist schon sehr exzentrisch.


    Das musikalische Ergebnis, das dabei herauskommt, überzeugt aber und wirkt nicht einmal so, als würde es krankhaft versuchen, anders als üblich zu klingen.


    Bald tritt er ja in Wien auf und dirigiert u. a. Schostakowitschs "Leningrader" Symphonie. Ob die Wiener Symphoniker dazu im altehrwürdigen Konzerthaus auch herumhüpfen sollen? :pfeif:

  • Am Sonntag lief ein Beitrag auf arte, der ihn mit seinem Orchester und der Geigerin Patricia Kopatschinskaja vorstellte, und zwar mit dem Violinkonzert von Mendelssohn. Naturgemäß war da die Geigerin die führende Kraft, aber das gesamte Ergebnis war doch sehr überzeugend, vor allem, wenn man einem viel gespielten Stück neue Aspekte abgewinnen will.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Gerade las ich die an mich gerichtete Frage der von mir sehr geschätzten Majestät Joseph II.: "Was gab den Currentzis so von sich?"
    Stimmenliebhaber hat meine Antwort im Grunde schon durch die Einstellung des Aspekte-Videos (was ich wahrscheinlich nicht hingekriegt hätte) vorweg genommen.
    Zu ergänzen bliebe nur noch, dass ich Currentzis Ideen und Vorstellungen über Opern-Inszenierungen nicht teilen kann. Seine hochgestochenen Antworten auf die Interview-Fragen machen ihn mir suspekt.
    Die musikalischen Eindrücke aus der Permafrost-Gegend waren, wie ich schon äußerte, durchaus begeisternd.


    :hello:

  • Zu ergänzen bliebe nur noch, dass ich Currentzis Ideen und Vorstellungen über Opern-Inszenierungen nicht teilen kann.


    Ja, er hat schon sehr extreme Vorstellungen, bei denen ich ihm auch nicht folgen kann, lieber musikwanderer. Er will am liebsten das Orchester in seiner bisherigen traditionellen Formation auflösen. Die Musiker wandern auf dem Podium herum. Sie sind in ständiger Bewegung. Der Dirigent ist eine Art Tanzmeister. Das wurde auch bildlich vorgeführt. Currentzis trug dabei eine Art Clownsschuhe mit großen schwarzen Bommeln. Ist das die neue Dienstkleidung? Sehen würde ich das schon mal wollen. Ich kann mir vorstellen, dass er damit hier in Europa auf viel Interesse stösst. Solche Konzerte wären bestimmt so etwas wie der letzte Schrei. Und was er auf der Opernbühne will, dagegen sind Bieto und Konwitschny brave Musterknaben.


    Man wird sehen und hören. Im Moment kann er ja wohl in Perm machen, was er will. In Perm! Wer war schon mal in Perm? Ich erinnere mich sehr dunkel. Er hat Narrenfreiheit. In Moskau würde er dafür am Ende noch eingesperrt.


    Seine bisherigen Mozart-Einpielungen sind schon rasant. Ich weiß nur nicht, ob das nicht auch ein anderer Dirigent so könnte, wenn er sich denn dazu entschlösse, alles über den Haufen zu werfen. Mein Eindruck ist, er fängt am Ende an und nicht am Anfang. Ich sehe keine Entwicklung wie bei Harnoncourt, der auch extrem sein konnte - aber immer seine Wurzeln hatte. Currentzis war auf einmal da. Als sei er vom Himmel gefallen. Ich bin sehr gespannt, was aus ihm wird.


    Gruß Rheingold

  • Im Moment kann er ja wohl in Perm machen, was er will. In Perm! Wer war schon mal in Perm?


    Perm ist die östlichste Millionenstadt Europas und seine Oper zählt neben dem Bolschoi- und Mariinski-Theater und dem von Nowosibirsk zu den bedeutendsten Häusern von Russland und zwar schon vor Currentzis.


    John Doe
    :hello:

  • Perm ist die östlichste Millionenstadt Europas und seine Oper zählt neben dem Bolschoi- und Mariiinski-Theater und dem von Nowosibirsk zu den bedeutendsten Häusern von Russland und zwar schon vor Currentzis.


    Das ist mir wohl bekannt. Ich war in Perm, in Nowosibirsk und etlichen anderen großen Städten Russlands und bin sogar tagelang mit der Eisenbahn unterwegs gewesen. Besuche der jeweiligen Opernhäuser gehörten natürlich dazu. Die Erinnerungen möchte ich nicht missen. Mich erstaunt, dass Perm zur Pilgerstätte des Theaters wird, das hierzulande Regietheater heißt. Ich bin wirklich gespannt, wie das auf Dauer ankommt bei Publikum und Machthabern. Currentzis und Perm, schräger geht es wirklich nicht. Man könnte sich diebisch freuen oder froh sein, dass Russland endlich die Freiheit der Kunst für sich entdeckt hat. Nicht zu früh! Man wird sehen. Ich betrachte die Entwicklung mit Interesse und sehr viel Sympathie, weil ich der festen Überzeugung bin, dass Künstler wie Currentzis so zeitgemäß wie nötig sind. Auch wenn mir persönlich vieles nicht gefällt. Darum geht es nicht, kann es nicht gehen. Mir scheint allerdings, dass Currentzis auch deshalb so berühmt geworden ist, weil er in Perm wirkt. Das ist wie ein Bonus.


    Die russischen Städte, mit Ausnahme von Teilen Moskaus und Petersburgs liegen mir nicht. Die Architektur ist sehr imperial, nach meinem Empfinden unmenschlich. Nirgendwo ein Plätzchen, wo man sich privat verkriechen könnte. Alles groß und offiziell. Alles Demonstrationen der Macht. Wie Schneißen, auf denen Flugzeuge landen könnten, zerschneiden Prospekte die Zentren. Man läuft und läuft und läuft. Grün gibt es viel. Die Wohnviertel türmen sich in den Himmel. Der Verfall ist allgenwärtig. Ich fand, dass diese Städte keine Patina ansetzen. Sie verrotten. Ich möchte nie mehr nach Perm oder Nowosibirsk. Das ist ein ganz individuelles Urteil und keine Grundsatzkritik. Die steht mir nicht zu. Und schließlich kann sich ja in den zurückliegenden Jahren alles zum Positiven gewendet haben.


    Gruß Rheingold

  • Mich erstaunt, dass Perm zur Pilgerstätte des Theaters wird, das hierzulande Regietheater heißt. Ich bin wirklich gespannt, wie das auf Dauer ankommt bei Publikum und Machthabern.


    Chrennikow ist 2007 verstorben. Wer soll Currentzis also gefährlich werden? :hahahaha:


    Avantgarde hat in Russland durchaus Tradition. Ich denke da nur an den Russichen Verband proletarischer Musiker RAPM, der solange die Assoziation für zeitgenösische Musik ASM bekämpfte, bis beide Verbände par ordre du Mufti aufgelöst und durch den neu gegründeten sowjetischen Komponistenverband ersetzt wurden, womit dann auch die Musik sozialistisch realistisch wurde.


    John Doe






    Chrennikow ist 2007 verstorben und davor war er schon ca. 25 Jahre im Ruhestand. Von dem her sehe ich also

  • Sagitt meint:


    Auch wieder Un-erhört; aber es gab JUBEL, ich war dabei:
    http://www.arte.tv/guide/de/05…endelssohns-violinkonzert


    Wieder einmal eine Aufnahme, zu der ich sage, es gibt eine Zeit vor Currentzis und eine Zeit danach. Die beiden Künstler geben eine solch existenzielle Wiedergabe des Mendelssohnkonzertes, dass alle anderen Aufnahmen daran gemessen werden müssen. Die Mendelssohn´sche Heiterkeit wird durchbrochen. Im dritten Satz förmlich ein Hexensabbat. Ich weiß gar nicht, ob das dem Komponisten gerecht wird? Aber es ist so hinreißend musiziert, dass man sich dieser Faszination nicht entziehen kann :hail:

  • Das musikalische Ergebnis, das dabei herauskommt, überzeugt aber und wirkt nicht einmal so, als würde es krankhaft versuchen, anders als üblich zu klingen.


    Das 3SAT-VIDEO aus Beitrag 6 habe ich mir angesehen. :) Kann nichts verwerfliches feststellen!
    Ich finde, dass Currentzis ein interessanter Musiker ist, der mit verstaubten Dingen mal aufräumt. Mit den stehenden Musikern war ein Experiment, das sich nicht ständig wiederholen wird und kann ... da macht kein Orchester auf die Dauer mit.
    Ob das in der Opernwelt angemessen ist sei dahin gestellt - es interessiert mich nicht so sehr - sah aber interessanter aus, als so manches was ich bisher im Theater Bonn an klassichen Operninzenierungen sehen musste (und dann froh war das die 2-3 Stunden rum waren :untertauch: ... bei Wagner war das der Fall :P8| ).


    :!: Ich denke mal, wenn die Klassik auch für die Zukunft für alle interessant bleiben soll (gilt nicht für Tamino-Experten) : Solche Musiker braucht das Land!


    Wie man in diesem Thread sieht, holt er aus einigen klassischen Mainstream-Werken noch richtig etwas revolutionäres heraus ... warum nicht!

  • Wiener Konzerthaus
    Saisoneröffnung: MusicAeterna / Currentzis

    Montag, 12. September 2016, 19.30 – ca. 21.40 Uhr
    Großer Saal



    INTERPRETEN
    MusicAeterna
    Robin Johannsen, Sopran
    Teodor Currentzis, Dirigent


    PROGRAMM
    Jean-Philippe Rameau
    Cinquième Concert (2. Satz: La Cupis. Rondement) (1741))
    Ouverture zu «Zaïs» (1748)
    Temple sacré (Arie der Aricie aus «Hippolyte et Aricie») (1733)
    Air des Esprits Infernaux (Zoroastre)
    Prélude (Les Boréades)
    Ouverture zu «Zoroastre»
    Les Sauvages (Les Indes galantes) (1735)
    Amour, lance tes traits (Arie aus «Platée»)
    Air tendre en rondeau
    Air pour les esclaves africains (Les Indes galantes) (1735)
    Contredanse en Rondeau (Les Boréades)
    ***
    Musette et Tambourin
    Ouverture zu «Naïs» (1749)
    Régnez, plaisirs, régnez (Arie aus «Dardanus»)
    La poule g-moll (Nouvelles suites de pieces de clavecin Nr. 12) (1728) ca.)
    La timide. Première rondeau a-moll (Cinq pièces pour clavecins seul, extraites de Pièces de clavecin en concerts Nr. 3) (1741))
    Premier rigaudon (Naïs)
    Deuxième rigaudon (Naïs)
    Premier tambourin pour les Peuples de différentes nations (Dardanus)
    Deuxième tambourin pour les Peuples de différentes nations (Dardanus)
    Entrée de Polymnie (Les Boréades)
    Ballet des Fleurs – Orage (Les Indes galantes)
    Tristes apprêts, pâles flambeaux (Arie der Télaïre aus «Castor et Pollux») (1737))
    -----------------------------------------
    Zugabe:
    Jean-Philippe Rameau
    Aux langueurs d'Apollon (Arie aus «Platée»)
    Danse du Grand Calumet de Paix (Les Indes galantes)
    Ballet des Fleurs – Orage (Les Indes galantes)



    Wiener Konzerthaus, 12. September 2016, gegen 21.50 Uhr: Das tobende Publikum hatte sich gerade eine dritte Zugabe erklatscht. Man könnte auch sagen: Am Ende war das ganze Haus außer Rand und Band. Wobei: Eigentlich schon bei der Pause. Was war geschehen? Betrachtet man das Programm, dann wird man sich ungläubig wundern: Auszüge aus verschiedenen Werken von Jean-Philippe Rameau (1683—1764). Von Tragédie lyrique über Pastorale héroïque bis hin zu Opéra-ballet. Gewiss: Rameau war vielleicht der bedeutendste französische Komponist unter Ludwig XV. (1715—1774), wurde noch in seinem Todesjahr zum Chevalier de l‘Ordre de Saint-Michel und somit in den Adelsstand erhoben. Gleichwohl geriert Rameau spätestens nach dem Ende des Ancien Régime in Vergessenheit.


    Dass die Saisoneröffnung 2016/17 im Wiener Konzerthaus dennoch zu einem der spektakulärsten Konzert geriet, derer ich mich entsinnen kann, lag zu einem ganz erheblichen Teil auch an den Ausführenden. Teodor Currentzis und sein Ensemble MusicAeterna. Der in Athen geborene Currentzis avancierte in den letzten Jahren zu einer der interessantesten Figuren in der Klassikwelt, „wie ein Harnoncourt auf Speed“ (Salzburger Nachrichten). Dass er ein Exzentriker ist, merkt man bereits optisch. Passend, dass sein Orchester in der sibirischen Provinz das Licht der Welt erblickte. Bis 2011 war er Erster Dirigent des Opernhauses von Nowosibirsk, seit 2011 steht er dem Opernhaus von Perm als Musikdirektor vor. Provinziell klang es indes ganz und gar nicht.


    Was die Inszenierung anbelangte, zog Currentzis alle Register. Bereits die geschickte Beleuchtung schuf eine einzigartige Atmosphäre. Bei kammermusikalischen Abschnitten wurde durch dezente Reduzierung auf die Notenständer die Illusion eines Salons Mitte des 18. Jahrhunderts erzielt. Das Ensemble agierte stets kongenial. Alles, was stehen kann, erhob sich bei den rasanteren Abschnitten. Künstlerisch ist die MusicAeterna über jeden Zweifel erhaben. Eine Präzision und Feurigkeit, wie man sie nur selten vernimmt. Geradezu rauschhaft folgten die russischen Musiker ihrem Chef, der „durchgeknallter Bandleader und eleganter Ballettmeister, […] Hofnarr, Springteufel und Rattenfänger, Messias, Kumpel und Musikverliebter“ (Der Standard), „Klangerkunder wie Showmensch, intellektueller Dandy wie eitler Geck“ (Tiroler Tageszeitung) in Personalunion ist. Da jeder Einsatz perfekt saß, darf man eine ganz intensive Probenarbeit annehmen. Der Höhepunkt war vielleicht zum Ende der der ersten Hälfte, als die Musiker unter immensem Applaus und Bravo-Rufen trommelnd und fiedelnd in die Pause zogen, einer nach dem anderen aus dem Konzertsaal hinaus. Während der Zugaben schnallte sich Currentzis zuletzt gar selbst die große Trommel um und fungierte als eine Art „Rattenfänger für Rameau“ (Die Presse). Begleitet wurden Dirigent und Orchester von der Sopranistin Robin Johannsen, die durch schönes Timbre und empfindsame Darstellung punkten konnte, sich im Verlaufe des Abends noch einmal gewaltig steigerte und zuletzt sogar das Ensemble dirigieren durfte.


    Man darf ohne Einschränkung festhalten, dass man an diesem Abend für den noch heute zumindest außerhalb Frankreichs unterrepräsentierten Rameau eine Lanze gebrochen hat. Gleichsam mit einem Schlag trat dieser spannende Komponist und Protagonist des Rokoko nun wieder ganz nachdrücklich ins musikalische Bewusstsein der Zuhörerschaft, die übrigens durchaus auch jüngere Besucher umfasste. Womöglich ist es Currentzis und seiner Truppe möglich, sich aufgrund ihrer unkonventionellen Herangehensweise neue Hörergruppen zu erschließen.


    Ist das noch E-Musik, fragen die Salzburger Nachrichten und bejahen dies dann vehement in Bezug auf Currentzis: „[E]r ist ein E-Musiker, wie Ekstatiker, Exzentriker, Emotionalist, Egozentriker.“ Das große Plädoyer für den Komponisten Rameau spricht zumindest für sich. Die Inszenierung des Ganzen dürfte manch alteingesessenen Abonnenten verstören. Auf eine Art ist Currentzis der neue Karajan fürs 21. Jahrhundert: ein Superstar unter den Dirigenten. Egal, ob man ihn nun für einen Heilsbringer oder Scharlatan erachtet: der Konzertabend war ein nachdrückliches Erlebnis. Zumindest das Wiener Publikum schien sich ganz eindeutig entschieden zu haben. Interessierte seien auf den 6. Oktober 2016 verwiesen, wenn Ö1 um 10.05 Uhr das Konzert übertragen wird.


    Es sei noch der Hinweis auf die bereits 2014 erschienene CD „Rameau — The Sound of Light“ verwiesen, die sich ebenfalls des großen Franzosen annimmt und in großen Teilen dasselbe Programm beinhaltet:


  • http://plus.faz.net/faz-plus/f…7478d4b6756df09b2?GEPC=s9
    MONTAG, 20.08.2018
    F.A.Z. - FEUILLETON
    Dem Knaben gleich, der Disteln köpft
    Teodor Currentzis und musicAeterna lassen in Salzburg ihre Wut aufs Bürgerliche an Beethovens Symphonien aus
    Salzburg, 19. August


    Als abgelebt und ausgebrannt denunzieren die Gegner des Bürgerlichen, vor allem des Bildungsbürgerlichen, die Welt der sogenannten klassischen Musik. Ihre Rituale seien so erstarrt wie ihr Repertoire, das sich in dauernden Wiederholungen erschöpfe und die Kraft zur Innovation verloren habe. Das ergraute Publikum mit seinen Abonnements-Erbsesseln benutze die Konzerte nur noch, um seine ökonomische Vorherrschaft symbolisch zu bekräftigen


    http://plus.faz.net/faz-plus/f…7478d4b6756df09b2?GEPC=s9


    Verlinkung ist OK. Vollzitat indes nicht.
    LG Moderaton MOD 001

  • Bei den BBC Proms spielten Currentzis und sein Orchester bereits die 2. und 5. Symphonie. Ich kenne den Mitschnitt. Dieser hat mich leider auch nicht überzeugt. Der Kritik aus der F.A.Z. ist wenig hinzuzufügen. Beethoven ist nicht das Ding dieses Dirigenten, der sonst zuweilen ganz spannende Ergebnisse erzielt.

  • Lieber Accuphan,


    vielen Dank für die Einstellung dieser Kritik. Ich habe mich mal auf Youtube umgesehen und dies gefunden:


    t_YBqqMXvtU


    Jeder Interessierte möge sich mal ein (akustisches) Bild davon machen.


    Liebe Grüße


    Willi ?(?(


    Ach ja, hier der ebenfalls in der Kritik erwähnte Paavo Järvi mit dem gleichen Stück:


    RBlQSyHV92Y


    Alles Klar??
    :D:D

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ich habe gerade nachgeschaut und festgestellt, dass ich in der neuen Saison Teodor Currentzis gleich zweimal auf dem Programm stehen habe, am 30. März 2019 mit seinem russischen Chor und Orchester und Verdis Requiem und am 20. Juni 2019 mit Schostakowitschs Sinfonie Nr. 7, und ich hoffe inständig, dass ich dann etwas anderes berichten kann.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • PERM-anent zu schnell hatten wir schon bei der "Neuentdeckung" von Bach. Das ist kein Qualitätsmerkmal per se.
    Schluss: Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist nur ein kleiner Weg!
    Schluss 2: Gewusel ist keine Kunst.
    P.S. Kann mir mal jemand die Pantomime erklären?

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Finde ich fürchterlich, dieses Gehetze. Ich habe es letztens in Dortmund erlebt, als Ingo Metzmacher Beethovens 5. im Vorprogramm zu Bernd Alois Zimmermanns "Ekklesiastischer Aktion" hatte. Metzmachter versuchte wohl auch, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, was dem Werk in keiner Weise gut tut. Da bleibe ich dann doch lieber bei vertrauter Exzellenz, siehe unten.
    Liebe Grüße vom Thomas :hello:





    Und natürlich der großartige Karl Böhm:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Gegen ein hohes Tempo habe ich nichts einzuwenden, die Aufnahmen von Norrington (die ersten mit den London Classical Players) finde ich ganz vorzüglich, und auch der sehr schnelle Beethoven-Zyklus von Chailly mit dem Gewandhausorchester ist grandios. Manche der Symphonien, etwa die Eroica, mag ich zu langsam gar nicht mehr hören. Aber bei den genannten Aufnahmen verstehen Dirigenten und Orchester ihr Handwerk, was bei Currentzis und seinem Permer Orchester zumindest hier nicht der Fall zu sein scheint. Schade, ich bin bekanntlich ein großer Anhänger von Currentzis, dem wir in den letzten Jahren einige maßstäbliche Neuinterpretationen verdanken.


    Bei Böhms Beethoven schlafe ich hingegen schnell mal ein. :thumbdown:

  • Bei Böhms Beethoven schlafe ich hingegen schnell mal ein. :thumbdown:


    Das ist achade für Dich, gleichzeitig aber auch entlarvend:
    Der geneigt Leser weiß hier woran er ist, und wie er Deine Rezensionen zu bewerten hat.
    Ich würd, wenn, jemans sowas schreibt, seinem Urteil keine Bedeutung mehr beimessen
    uns seinen Empfehlungen großräumig ausweichen.
    Ähnliches finden wir im oben zitierten Artikel, der Currentzis
    qusi als Gegner der bürgerlichen Gesellschaft brandmarkt,
    Ob das nun in letzter Konsequenz so ist, ist hierbei nur Nebensache
    die entsprechende Grupp ist sensibilisiert und wird ein waches Auge auf ihn haben
    und ihn dann akzeptieren oder verwerfen.


    Zum langsamen oder schnellen Beethoven:
    Ich zieh ihn eher gemäßigt vor,
    Norrington erklärt jedoch schlüssig in eine der unzähligen Beihrfte,
    warum er die Eroica scnell dirigiert:
    Es gehe hier um einen Helden,
    und helden schreiten an sich nicht feierlich gravitätisch,
    sondern bewegen sich schnell
    Lediglich Heldendenkmäler seien erstarrte
    Werke zu denen man mit Bewunderung aufsehe-
    Immerhin - der Mann hat Geist und Überzeugungen
    man muß nicht immer einer Meinung mit ihm sein.
    Heute steht er, seiner Antivibrato-Manie wegen
    dich ein wenig im Abseits,
    aber er hatte Gelegenheit zahlreiche Aufnahmen zu machen
    von denen ich dann doch etliche besitze....


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Ich möchte zunächst mal die hochkompetente Rezension von Jan Brachmann würdigen! So sollten Kritiken sein: sachlich fundiert, mit klug gewählten Konkretionen, klar explizierten Kriterien und informativen Vergleichen! Und vor allem mit Leidenschaft und einem unmissverständlichen Urteil!


    Für mich ist es ein Vergnügen, solche Rezensionen zu lesen!


    Was den Rezensierten angeht, so habe ich bisher zwei Konzerte und eine Opernaufführung von ihm gehört.
    Alle drei Abende waren - auf unterschiedliche Weise - desaströs. Über seinen TITUS letztes Jahr in Salzburg hatte ich mich ja schon hier im Forum ausgelassen:
    Steht die Integrität von Operntexten zur Disposition?
    Auf die Konzerte will ich nicht im Detail eingehen. Es waren ein Konzert mit Mozart und Beethoven (VII) in Hannover und ein All-Mozart-Abend. Beide Konzerte haben bei großen Teilen des Publikums laut jubelnde Begeisterung ausgelöst - aber wirklich nicht bei mir! Brutal und laut fand ich das Meiste. Unser Freund Amfortas würde wohl sagen: 'durchgeknallt' und 'fetzig'! Extreme dynamische Unterschiede. Verhetzte Tempi und dann wieder verschleppte, die fast zu Stillstand kamen. Schroffe Akzente, grelle Kontraste! Und das Ganze ausziseliert und seelenlos. Die Zugabe von George Enescu klang nicht anders als zuvor Mozart und Beethoven!


    Ich werde in Zukuunft jedenfalls erst mal einen Bogen um den Mann machen


    Caruso41

  • Brutal und laut fand ich das Meiste. Extreme dynamische Unterschiede. Verhetzte Tempi und dann wieder verschleppte, die fast zu Stillstand kamen. Schroffe Akzente, grelle Kontraste! Und das Ganze ausziseliert und seelenlos. Die Zugabe von George Enescu klang nicht anders als zuvor Mozart und Beethoven!

    Lieber Caruso,


    ich habe zwar noch kein Konzert von Teodor Currentzis besucht, aber Du bringst seine "Interpretationsweise" auf den Punkt.
    Die wenigen Takte, die Thomas Pape von Beethovens Fünfter hier eingestellt hat, haben mir schon genügt, um seine Konzerte und Aufnahmen weiträumig zu umfahren. Für mich ist da ein eitler Selbstdarsteller am Werk, der Beethovens Musik dazu mißbraucht, um sich zu produzieren.


    "Beethovens Geist war so unerschöpflich, daß selbst die beste Darstellung noch lückenhaft bleiben muß" (Artur Schnabel).

    Bei Currentzis bleibt Beethovens Geist aber auf der Strecke, jedenfalls ist er nur noch, wenn überhaupt, in Spurenelementen vorzufinden. Beethovens Welt stellt ein Universum dar, in dem sich die vielfachen, oft gegensätzlichsten Empfindungen und Anschauungen mit gleicher Daseinsberechtigung vorfinden. Ein kompetenter Beethoven-Interpret hat auch den kleinsten Versuch zu unterlassen, etwas von der eigenen, meinetwegen noch so glanzvollen Persönlichkeit in seine Darstellung einfließen zu lassen. Die Persönlichkeit des Dirigenten kann und darf sich nur im Grad der Erkenntnis äußern, die er der Partitur entgegenbringt.
    Doch hier kann von einer Darstellung Beethovenscher Musik gar keine Rede sein. Wo bleibt hier die Unterscheidung zwischen vergänglichen und ewigen, zwischen mehr emotionalen und mehr intellektuellen Werten, wenn jemand wie dieser "Interpret" quasi mit Überschallgeschwindigkeit über sämtliche Partiturangaben rücksichtslos hinwegfegt?


    Berühmte Dirigenten der Vergangenheit, ich nenne beispielhaft Toscanini, Leibowitz und Scherchen, haben sich in ihren Auslegungen weitgehend an Beethovens Metronomangaben gehalten, was zu oft überraschenden Resultaten geführt hat. Gleichzeitig haben sie versucht, sich penibel an die Vorschriften der Partitur zu halten und in jedem Takt ihren Respekt vor dem Komponisten und seinem Werk zu bezeugen. Bei Currentzis hat man hingegen den Eindruck, daß er sich vorgenommen hat, es eben mal ganz anders zu machen als alle seine Vorgänger, ohne auch nur im geringsten auf die Intentionen des Komponisten Rücksicht zu nehmen. Das ist für mich keine Kunst, sondern Scharlatanerie.

    Finde ich fürchterlich, dieses Gehetze.

    Lieber Thomas,


    es ist in der Tat fürchterlich, aber mindestens ebenso schrecklich finde ich, daß das Orchester wie eine dörfliche Feuerwehrkapelle spielt! Man hat den Eindruck, da hört keiner auf den anderen, jeder spielt vor sich hin, wie es ihm gerade gefällt, vor allem im D-Zug-Tempo, weil das scheinbar das einzige ist, was den Dirigenten ernsthaft zu interessieren scheint.


    LG, Nemorino



  • Unser Freund Amfortas würde wohl sagen: 'durchgeknallt' und 'fetzig'! Extreme dynamische Unterschiede. Verhetzte Tempi und dann wieder verschleppte, die fast zu Stillstand kamen. Schroffe Akzente, grelle Kontraste! Und das Ganze ausziseliert und seelenlos.

    :D :D :D :D


    Gegen schroffe Akzente und grelle Kontraste wäre im Allgemeinen bei Beethoven Mucke erstemal nix einzuwenden. Menno, das macht doch auch geilen Reiz aus, wenn man sich tolle Radio-Mitschnitte von z.B. op.131 (Ebene v. 30.06.11; Quatuor Diotima v. 2012 aus Paris) oder op. 130/133 (Artemis v. 2017 aus Schwetzingen) reinzieht.


    Habs geschafft mir Sinfonie Nr. 2 mit MusicAeterna unter Currentzis vom 28.07.18 aus Brexit-Town zu gönnen. Es frustrierte die oft starre Umsetzung der Tempi im Vergleich zu z.B. NBC-Symphony Orchestra Toscanni 09.11.49, den Wienern unter Norrington vom 02.02.96 oder Deutscher Kammerphilharmonie unter Järvi. Die kommen da vergleichsweise viel flexibler rüber, was dann auch Details fetziger ausformt, dabei ohne sentimentales Abschmieren.


    Zugunsten des Currentzis-Mitschnitts spricht wenigstens, dass er Themen stärker zu ihren quasi Recht verhilft als z.B. bei Gardiner und teilweise Scherchen. Bei Gardiners Beethovenaufnahmen drängt sich Eindruck auf, als würden die Themen zugunsten der Gewalt des Formverlaufs fies niedergeplättet bzw. die Chose schnurrt sich dienstbar der Herrschaft des Ganzen eines Satzes öde ab und dadurch erheblicher Spannungsverlust zur Folge. Das nervt einen beim Reinziehn.

    Gegen ein hohes Tempo habe ich nichts einzuwenden,

    ich auch nicht bei Beethoven

    Bei Böhms Beethoven schlafe ich hingegen schnell mal ein. :thumbdown:

    Ja, so isses, verursacht in meinem Falle nämliche palliative Wirkung :sleeping: :sleeping: :sleeping: , während Fidelio-Mitschnitte unter Böhm wiederum mir höchst beeindruckend rüberkommen.

  • Ich habe aus der von Friedemann Leipold geschriebenen Rezension einige Abschnitte ausgesucht und hier zitiert:

    Zitat

    Friedemann Leipold: Beethovens Hell-Dunkel-Dramaturgie reizt Currentzis durch extreme Schwarz-Weiß-Kontraste wirkungsvoll aus. Dazwischen gibt es wenig – die Defizite seines Konzepts, das ganz auf Struktur und Rhythmus setzt, zeigen sich vor allem im gesanglichen Adagio. Da wirkt der vollkommen vibratolose Streicherklang arg mager und ausgedörrt, ein Eindruck, der durch den eher spröden Klang der alten Holzblasinstrumente verstärkt wird. Gerade im Adagio wird erkennbar, dass der Ansatz von Currentzis manchmal auf Kosten der lyrischen Intensität geht. Und zumindest die Hornisten überfordert Currentzis durch seine irrwitzigen Tempi in schwindelerregenden Passagen hörbar.


    …Currentzis ist ein exaltierter Tänzer am Pult, der seine Leute ohne Taktstock animiert.


    …Aber der kompromisslos radikale Zugriff von Currentzis packt einen unmittelbar, lässt niemanden kalt. Und solche Angriffe auf unser Ohr sind zwingend notwendig als Korrektiv zum philharmonischen Wohlfühlsound, wie er vor allem und gerade in Salzburg bei den Wiener Klassikern jahrzehntelang kultiviert wurde.


    Zum ersten Abschnitt, das Adagio betreffend, nennt Leipold Ross und Reiter, wenn es so ist, wie er sagt. Das Adagio ist ein zentraler Satz in der Neunten und zeigt, dass Beethoven einer der Großmeister des lyrischen Ausdrucks war, wie viele seiner langsamen Sätze in den Klaviersonaten, aber auch in den Symphonien Nr. 1, 2, 3, 4 und 5, natürlich auch die vielen übrigen lyrischen Sequenzen in den anderen Sätze, auch der anderen Symphonien, denken wir nur an das Trio in der Eroica.
    Der "magere und ausgedörrte" Streicherklang mag nicht nur dem fehlenden Vibrato, sondern mindestens genauso der minimalistisschen Besetzung geschuldet sein.
    Viele andere Dirigenten haben, wenn sie die frühen Symphonien Beethovens in kleineren Besetzungen spielen ließen, spätestens in der Siebten und Neunten doch erheblich aufgerüstet, so z. B. auch Paavo Järvi in seiner Gesamtaufnahme aus 2009/2010.
    Riccardo Chailly hat sogar, wenn ich das richtig erinnere, nach entsprechendem Quellenstudium spätestens ab der Eroica die Besetzung erheblich vergrößert. Er nannte, um bei der Neunten zu bleiben, das Adagio "einen der größten Sätze der Musikgeschichte.
    Zum zweiten Abschnitt muss sich der Renzensent fragen lassen, ob er schon mal Andriss Nelsons oder Leonard Bernstein beim Dirigieren zugesehen hat, für die Dirigieren auch körperliche Schwerarbeit ist bzw. war. Auch der soeben genannte Riccardo Chailly ist ein extrovertierter Dirigent reinsten Wassers.
    Zum dritten Abschnitt ist zu sagen, dass mich das Dirigat Currentzis im eingestellten Beispiel nicht begeistert hat, zumal das akustisch ein dumpfer Brei war, die Instrumente selbst in diesem kurzen Abschnitt oft nicht beieinander waren und ich in dieser Aufführung keinerleit Notwendigkeit gesehen habe. Vielleicht hätten die Musiker doch besser sitzen sollen. Dann ziehe ich doch diesen "Wohlfühlsound" vor:
    ADmV0EH6DXY


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Was mich an diesem Thread stört ist, daß Accuphan eine negative Kritik über einen Dirigenten hier reinkopiert hat, den er offenbar nicht mag und sich bis jetzt auch noch nichts selbst dazu geschrieben hat. Wahrscheinlich war er auch nicht live in dem Konzert. Hätte zum Beispiel Gerhard im Opernbereich so einen Thread eröffnet, hätte es schon zurecht Kritik gegeben.