• Zwei tolle Ausgrabungen, lieber Michael. Der kleine Junge in der Mitte: ein solches Engagement habe ich noch nie gesehen. Auch der afrikanische Chor: das ist ein Cross-over, das man akzeptieren kann.
    An meine Johannespassionen erinnere ich mich immer gerne, diese Fuge und die beiden "Kreuzige" gehören zu den rasantesten Chorwerken bis heute. Die müssen auch gute Chöre verdammt oft üben.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • bis auf das Orchester, das Orchestre de Paris, unter Georg Solti. Dazu Julia Varady und Laszlo Polgar. Eine weitere Referenz!


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  • "Spem in alium", das berühmte 40stimmige Chorstücke tauchte bisher hier in "Musikalische Perlen vor Bach", in "Bellezza" und in "YouFail" auf. Nun habe ich bei YouTube meine neue Referenz entdeckt, die nur in den "Giganten" ihren Platz finden kann. Eine solche Klarheit und eine solche Wucht erreichen nur wenige Ensembles. Einziger kleiner Schönheitsfehler: die Dissonanzen könnten deutlicher sein.


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  • Ich kenne nicht alles von Orff, dennoch meine ich, dass die Trionfi sein absolutes Meisterwerk ist. Von diesen drei Werken (Carmina burana, Catulli carmina, Trionfo di Afrodite) sind die Carmina burana das bekannteste, aber nicht das beste. Das ist meiner Meinung nach Trionfo di Afrodite. Bei diesem Stück verlangt Orff einen großen Chor und ein großes Orchester und viele Solisten; vielleicht scheut man den Aufwand dabei.
    Die Referenzaufnahme, da sind sich alle einig, ist natürlich die von Herbert Kegel. Sowohl die Wucht der Musik als auch die zarten Töne werden souverän gemeistert (etwa die Pianissimi der Soprane in großer Höhe). Überragender Solist ist für mich Eberhard Büchner. Ich verstehe nicht, warum er mit seinem kraftvollen, aber auch leichten Timbre keine Weltkarriere gemacht hat.
    Einen Wermutstropfen gibt es: es ist eine Übersicht abgedruckt, aber nicht die Texte.


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  • Neben der Kegel-Aufnahme gibt es noch die von Franz Welser-Möst und die tschechische von Smetacek. Hier singen zwei meiner Lieblings-Janacek-Sänger, nämlich Ivo Zidek Jenufa, Totenhaus, Osud) und Helena Tattermuschova (mein Lieblings-Füchslein). Zweifellos beides gute Aufnahmen (beide bei YouTube), aber eher Kammer-Aufnahmen verglichen mit der von Kegel. Deren Wucht ist unerreicht.

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