Tamino bei Nacht

  • Heute möchte ich einen Männerchor von Franz Schubert hier einstellen, den ich wahrscheinlich schon mal erwähnt habe, aber er ist so schön, dass ich ihn sicher noch einmal nennen darf:


    Franz Schubert, 4 Gesänge op. 17 D.983 Nr.4 Die Nacht
    Text: Friedrich Wilhelm Krummacher (1796 - 1868)


    Camerata Musica Limburg

    Männerchor des Rundfunkchores Berlin



    Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh'!
    Sehet, wie die klaren Sterne
    Wandeln in des Himmels Auen
    Und auf uns hernieder schauen,
    Schweigend aus der blauen Ferne.


    Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh'!
    Schweigend naht des Lenzes Milde
    Sich der Erde weichem Schooß,
    Kräntzt den Silberquell mit Moos,
    Und mit Blumen die Gefilde.


    Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
    Wenn nicht mehr des Wetters Wogen
    Um den Himmel tobend ziehn,
    Donner krachen, Blitze sprühn,
    Blüht des Friedens stiller Bogen.


    Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
    Wo der Wellen rauh Getümmel
    Schweigt, des Merres Brausen ruht,
    In der sanft bewegten Fluth
    Glänzt der klare blaue Himmel.


    Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
    Nicht zu Salems hohen Thoren,
    Zu der Königestatte Pracht
    Stieg die heil'ge Wundernacht,
    Aus des Urlichts Quell geboren.


    Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
    Engelchöre sangen Lieder
    In des Nachthauchs leisem Wehn
    Und auf Bethlems stille Höhn
    Schwebten Seraphim hernieder.


    Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
    In des Kindes zarter Hülle,
    In der heil'gen Mutter Schooß,
    Auf der Krippe weichem Moos
    Lag des ew'gen Lichtes Fülle.


    In beiden Musikbeispielen werden allerdings nur die ersten beiden Strophen gesungen.


    Gute Nacht


    Willi :rolleyes:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Obwohl es ja kein Nachtlied ist, kam mir heute Abend bei der Chorprobe in der Einstudierung des Chorals aus Bachs Kantate BWV 147 "Herz und Mund und That und Leben" die Idee, dass dieser Choral, ich habe hier stellvertretend die erste Strophe
    (Nr. 6) eingestellt:



    Hier der Text:


    Wohl mir, dass ich Jesum habe,
    O wie feste halt ich ihn,
    Dass er mir mein Herze labe,
    Wenn ich krank und traurig bin.
    Jesum hab ich, der mich liebet
    Und sich mir zu eigen gibet;
    Ach drum lass ich Jesum nicht,
    Wenn mir gleich mein Herze bricht.


    Seit vielen Jahren singen wir diese erste Strophe immer wieder, und in diesem Jahr führen wir am 26. 11. (1. Advent) nach 22 Jahren (immer noch mit dem gleichen Dirigenten) die ganze Kantate wieder auf. Das wird ein sehr musikalisches Wochenende: am Freitag- abend werde ich in Köln ein Beethoven-Chorkonzert erleben mit dem Orchestre des Champs Elysees, dem Collegium Vocale Gent und Philippe Herreweghe: Meeresstille und glücliche Fahrt op. 112, Elegischer Gesang op. 118, Chorfantasie op. 80 und Messe C-dur op. 86, am Samstagabend werde ich in Burgsteinfurt bei den Bagno-Konzerten einen Beethoven-Klavierabend mit Bruno Leonardo Gelber erleben mit vier Beethovenschen "Namens-Sonaten": Sonate Nr. 14 fis-moll op. 27 Nr. 2 "Mondschein", Sonate Nr. 15 D-dur op. 28 "Pastorale", Sonate Nr. 26 op. 81a "Les Adieux" und Sonate Nr. 21 C-dur op. 53 "Waldstein"- ein Bombenprogramm mit vier der berühmtesten Beethoven-Sonaten, gespielt von einem der berühmtesten Beethoven-Pianisten der Gegenwart, von einem, der ein ganz besonders hartes Schicksal erlebt hat. Alle vier Sonaten habe ich schon zum Teil mehrfach in Klavierkonzerten erlebt, aber noch nie alle vier in einem einzigen Konzert.
    Am Sonntagabend schließlich führen wir die Bachkantate auf, nachdem wir am Sonntagvormittag aus Anlass des Totensonntags (Ewigkeitssonntag) mit dem Männerchor meines Stammkirchenchores aus Schuberts "Deutscher Messe" die beiden Sätze "Wohinn soll ich mich wenden" und "Mein Heiland, Herr und Meister" zum Totengedenken beigetragen haben werden. Das machen wir schon seit vielen Jahren, und das ist immer wieder bewegend.


    So, nun aber gute Nacht, denn morgen ist wieder ein strammes Programm, Vormittags Krankengymnastik, nachmittags Besuch bei meiner Frau und abends Kölner Philharmonie, Klavierabend mit Vikingur Olafsson: Bach, Partita BWV 830, Glass: Edtuden Nr. 9, 5, 6, 20, Brahms, Sonate Nr. 3.


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo!


    Heute ein "Gute-Nacht-Stück" von Gorge Bizet. Das Adagietto aus der Arlesienne Suite>:



    Eine schöne Wochenanfang wünscht
    WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Hallo!


    Ich geb´s zu: Keine reine Klassik - aber einfach nur traumhaft schön. Barbara Furtuna mit Christina Pluhar und L´Arpeggiata.



    Gruß und gute N8 wünscht
    WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Die von Woka eingestellte Musik (Maria - Barbara Furtuna) hat einen Vorläufer, nämlich ein Tanzlied: La Carpinese, unglaublich leicht und elegant gesungen vom intalienischen Tenor Marco Beasley (britischer Vater), hervorragend getanzt von einer griechisch-römischen Schönheit.


    Was paßt besser zur Nacht als ein betörender Tanz?


    Suchtmusik !!!


  • Für alle, die das mit der Gitarre nachsingen wollen:


    Die Akkorde sind em, am ,H -


    der Text:


    Pigliate la paletta e vae pi’ ffoco
    E va’ alla casa di lu ‘nnammurato
    E passa duje ore ‘e juoco.


    Si mamma se n’addona ‘e chiste juoco
    Dille ca so’ state falelle de foco,
    E vule di’ e llà, chello che vo’ la femmena fa!


    Luce lu sole quanno è buono tiempo,
    Luce lu pettu tujo, donna galante
    Mpietto li tieni duje pugnali argiento.
    A chi li tocchi bella,


    A chi li tocchi bella, nci fa santo,
    E ti li tocchi je ca so’ l’amante
    E ‘m Paraviso jamme certamente…
    E vule di’ e llà, chello che vo’ la femmena fa



    bedeutet:


    Nimm die Schaufel und belebe das Feuer.
    gehe zu deinem Liebhaber
    verbringe zwei Stunden in den Spielen.


    Wenn deine Mutter für dein Spiel böse wird,
    Sag ihm, dass dein Gesicht wegen des Feuers rot ist.
    Sag ihm, was du willst,
    jede Frau macht was sie will.


    Die Sonne scheint, wenn das Wetter schön ist,
    deine Brüste glänzen, tapfere Frau,
    Ihre Brust beherbergt zwei silberne Dolche.


    Der, der sie berührt, mein Schönes, wird ein Heiliger.
    Und ich berühre sie, wer der Liebhaber ist.
    Wir werden wahrscheinlich in den Himmel gehen.
    Sag ihm, was du willst,
    jede Frau macht was sie will.


    Dank an Google-Übersetzer (via Französisch)

  • Hallo!


    Leider habe ich in youtube nur dieses Video mit unbekannten Interpreten gefunden - das Stück von Alexander Zemlinsky ist herrlich lyrisch:


    Zemlinsky


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Hallo Woka,


    sehr schöne Musik von Zemlinsky.


    Ich möchte heute als Nacht-Musik den Nimrod aus den Enigma-Variationen von Elgar benennen:


    Die letzten Momente der Animation zeigen wohl den verbleibenden Rest einer Materiewolke nach einer Supernova-Explosion - voller Elemente schwerer als Eisen, die Voraussetzung für alles bekannte Leben. "We are stardust" bekommt da eine ganz aktuelle Bedeutung.


  • Da Georg Hann heute auch im Erinnerungsthread und im daraufhin von Stimmenliebhaber neugegründeteten Thread über den Austausch über Höreindrücke eine Rolle spielte, erinnerte ich mich daran, dass er auch in meiner Raucheisen-Box vertreten ist und ich meine auch, u. a. mit
    „Odins Meeresritt“, einer Ballade op. 118 von Carl Loewe:


    Odins Meeresritt op. 118 (Text von Aloys Wilhelm Schreiber)


    Meister Oluf, der Schmied auf Helgoland,
    Verläßt den Amboß um Mitternacht.
    Es heulet der Wind am Meeresstrand,
    Da pocht es an seiner Türe mit Macht:


    "Heraus, heraus, beschlag' mir mein Roß,
    Ich muß noch weit, und der der Tag ist nah!"
    Meister Oluf öffnet der Türe Schloß,
    Und ein stattlicher Reiter steht vor ihm da.


    Schwarz ist sein Panzer, sein Helm und Schild;
    An der Hüfte hängt ihm ein breites Schwert.
    Sein Rappe schüttelt die Mähne gar wild
    Und stampft mit Ungeduld die Erd'!


    "Woher so spät? Wohin so schnell?"
    "In Norderney kehrt' ich gestern ein.
    Mein Pferd ist rasch, die Nacht is hell,
    Vor der Sonne muß ich in Norwegen sein!"


    "Hättet Ihr Flügel, so glaubt' ich's gern!"
    "Mein Rappe, der läuft wohl mit dem Wind.
    Doch bleichet schon da und dort ein Stern,
    Drum her mit dem Eisen und mach' geschwind!"


    Meister Oluf nimmt das Eisen zur Hand,
    Es ist zu klein, da dehnt es sich aus.
    Und wie es wächst um des Hufes Rand,
    Da ergreifen den Meister Bang' und Graus.


    Der Reiter sitzt auf, es klirrt sein Schwert:
    "Nun, Meister Oluf, gute Nacht!
    Wohl hast du beschlagen Odin's Pferd';
    Ich eile hinüber zur blutigen Schlacht."


    Der Rappe schießt fort über Land und Meer,
    Um Odin's Haupt erglänzet ein Licht.
    Zwölf Adler fliegen hinter ihm her;
    Sie fliegen schnell, und erreichen ihn nicht.


    Es ist zwar kein typisches Nachtstück von sanftem Zuschnitt, sondern ein Nachtlied ganz besonderer Art, aber ich glaube, es darf auch mal ein solches sein.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ich komme eben zurück von einem wunderbaren Liederabend, wozu mein Taminofreund WoKa unwissentlich den Anstoß gegeben hat, denn als er von seiner Begeisterung für die "Vier letzten Lieder" TrV 296 (1948) von Richard Strauss und seiner umfangreichen Sammlung erzählte, kam mir die Idee, mich auch etwas mehr um diese wunderbaren Lieder zu kümmern. Aus diesem Anlass weilte ich gestern Abend in de Kölner Philharmonie, wo ich dem Liederabend von Camilla Nylund in der Begleitung von Helmut Deutsch lauschte. Leider war der Besuch nur mäßig, was die Protagonisten wahrlich nicht verdient hatten. Einen etwas ausführlicheren Bericht über den Abend werde ich wohl am Nachmittag fertigen, hier möchte ich nur den letzten Programmpunkt posten:
    Richard Strauss: Vier letzte Lieder TrV 296 (1948)
    Camilla Nylund, Sopran, hier mit der Nationalphilharmonie Warschau, Leiitung Jacek Kasprzyk vom 8. 4. 2016:


    Sie passen irgendwie, wie ich finde, wunderbar in diesen Thread, und hier sind die Texte:


    Frühling ("In dämmrigen Klüften") (Text von Herman Hesse)


    In dämmrigen Grüften
    träumte ich lang
    von deinen Bäumen und blauen Lüften,
    Von deinem Duft und Vogelsang.Nun liegst du erschlossen
    In Gleiß und Zier
    von Licht übergossen
    wie ein Wunder vor mir.Du kennst mich wieder,
    du lockst mich zart,
    es zittert durch all meine Glieder
    deine selige Gegenwart!


    September ("Der Garten trauert") (Text von Hermann Hesse)


    Der Garten trauert,
    kühl sinkt in die Blumen der Regen.
    Der Sommer schauert
    still seinem Ende entgegen.Golden tropft Blatt um Blatt
    nieder vom hohen Akazienbaum.
    Sommer lächelt erstaunt und matt
    In den sterbenden Gartentraum.Lange noch bei den Rosen
    bleibt er stehn, sehnt sich nach Ruh.
    Langsam tut er
    die müdgeword’nen Augen zu.


    Beim Schlafengehen ("Nun der Tag mich müd gemacht") (Text von Joseph von Eichendorff)


    Nun der Tag mich müd gemacht,
    soll mein sehnliches Verlangen
    freundlich die gestirnte Nacht
    wie ein müdes Kind empfangen.Hände laßt von allem Tun
    Stirn vergiß du alles Denken,
    Alle meine Sinne nun
    wollen sich in Schlummer senken.Und die Seele unbewacht
    will in freien Flügen schweben,
    um im Zauberkreis der Nacht
    tief und tausendfach zu leben.


    Im Abendrot ("Wir sind durch Not und Freude gegangen") (Text von Joseph von Eichendorff)


    Wir sind durch Not und Freude
    gegangen Hand in Hand;
    vom Wandern ruhen wir
    nun überm stillen Land.Rings sich die Täler neigen,
    es dunkelt schon die Luft.
    Zwei Lerchen nur noch steigen
    nachträumend in den Duft.Tritt her und laß sie schwirren,
    bald ist es Schlafenszeit.
    Daß wir uns nicht verirren
    in dieser Einsamkeit.O weiter, stiller Friede!
    So tief im Abendrot.
    Wie sind wir wandermüde–
    Ist dies etwa der Tod?


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo!


    Nachdem ich den Auftritt von Joyce di Donato beim Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker genossen habe, habe ich beim Forschen über Einspielungen mit ihr dieses wunderschöne Stück von Reynaldo Hahn entdeckt:



    Noch besser gefällt es mir in dieser Version mit Gitarrenbegleitung. Da es sich um einen Auszug aus einem Dokumentarfilm handelt, muss man sich den Text zu Beginn und am Ende wegdenken.



    Gruß und gute Nacht WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Auch ich möchte diesem Thread heute wieder meine Aufwartung machen und dir, lieber Wolfgang, und allen Lesern dieses Threads ein gutes neues Jahr 2018 wünschen. Grund für meinen heutigen Beitrag ist das heutige Eintreffen dieser CD, die ich mir anlässlich des neuen Threads "Kunstlieder von Beethoven" angeschafft habe:

    Darin fand ich dieses wunderschöne Lied:
    "Das Liedchen von der Ruhe" op. 52 Nr. 3 (Text von Hermann Wilhelm Franz Uelzen 1759 - 1808)
    Stephan Genz, Bariton, Roger Vignoles, Klavier, AD: 1998


    1. Im Arm der Liebe ruht sich's wohl,
    Wohl auch im Schoß der Erde.
    Ob's dort noch oder hier sein soll,
    Wo Ruh' ich finden werde.
    Das forscht mein Geist und sinnt und denkt
    Und fleht zur Vorsicht, die sie schenkt.


    2. Im Arm der Liebe ruht sich's wohl,
    Mir winkt sie, ach! vergebens.
    Bei dir, Elise, find' ich wohl
    Die Ruhe meines Lebens.
    Dich wehrt mir harter Menschen Sinn,
    Und in der Blüte welk' ich hin!


    3. Im Schoß der Erde ruht sich's wohl,
    So still und ungestöret!
    Hier ist das Herz oft kummervoll
    Dort wird's durch nichts beschweret;
    Man schläft so sanft, schläft sich so süß
    Hinüber in das Paradies.


    4. Ach, wo ich noch wohl ruhen soll
    Von jeglicher Beschwerde;
    Im Arm der Liebe ruht sich's wohl,
    Wohl auch im Schoß der Erde!
    Bald muß ich ruhen, wo es sei,
    Das ist dem Müden einerlei.


    Bemerkung: In der Aufnahme fehlt die zweite Strophe.


    Es gibt die Aufnahme natürlich auch bei Youtube mit Dietrich Fischer-Dieskau:


    Interessanterweise singt er die ersten drei Strophen und lässt die letzte weg, In der Tat zwei ganz verschiedene Interpretationen! ^^


    Ich habe am Samstag auch eine andere CD mit Beethoven-Liedern erhalten, mit Dietrich Fischer-Dieskau und Hertha Klust. Ich werde sie morgen nach einem geeigneten Lied für diesen Threaddurchsuchen.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • guten Abend,


    ein schöner Thread mit vielen "traumhaften" Musikstücken. Denen würde ich gerne das Vaga luna von Vincenzo Bellini hinzufügen. Cecilia Bartoli singt, begleitet von Jean-Yves Thibaudet: "Lieblicher Mond, der mit seinem Licht..."


    ... in diesem Sinne beste Grüße von orsini


    „Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.“
    Curt Goetz

  • Hallo!


    Das Stück ist stellenweise etwas intensiv, doch eine hervorragende Musik um runter zu kommen:



    Gruß und gute Nacht
    WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Ich wollte schon die letzten Tage etwas einstellen, doch mussten wir erst unser Mitwirken in der gestrigen Abendmesse auf dem Deutschen Katholikentag anständig hinter uns bringen. Das haben wir nun, und ich habe heute für diesen Thread, in dem ich mich leider in letzter Zeit nicht mehr gemeldet habe, ein Stück mitgebracht, dass ich seit vielen Jahren kenne, doch dieser Tage von einem Pianisten in einer Neuaufnahme bekommen habe. Dieses Stück hat vor vielen Jahren, gespielt von Alfred Brendel, mich während einer Autofahrt wie vom Blitz getroffen und meine tiefe Liebe zu Schuberts Klaviermusik grundgelegt, und ich musste unvermittelt anhalten und das Stück erst zu Ende hören, und ich habe danach noch eine Weile gehalten, bevor ich mich gesammelt hatte und weiterfahren konnte. Es war auch das erste Stück, bei dem ich im Konzertsaal, ebenfalls von Alfred Brendel gespielt, geweint habe, und der zweite Pianist, der mich mit diesem Stück zum Weinen gebracht hat, war Radu Lupu. Heute ist nun ein Dritter hinzugetreten:


    Marc-André Hamelin: Franz Schubert, Impromptu Nr. 1 f-moll D.935


    Die Youtube-Aufnahme ist von einem Livekonzert aus 2016, die CD-Aufnahme vom 12. - 14. Mai 2017, wohl nicht live.


    Liebe Nachtgrüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Mit diesem wunderschönen Lied von Franz Schubert, wünsche ich Euch allen eine "Gute Nacht".

    Lieber Chrissy,


    danke für diesen herrlichen Pavarotti. Ich bin auch Deiner Meinung, daß man dieses Lied kaum besser singen kann. Die bei youtube noch eingestellten Interpretationen (Bocelli, Gigli, Nana Muskouri u.a.) kommen nicht ran, zumal die Nana 1999 nicht mehr ihren glockenhellen Sopran im Angebot hatte (Ich höre Nana Muskouri in volkstümlichen Liedern sehr gerne, sie war für mich weit, weit mehr als eine Schlagersängerin, genau wie Esther Ofarim). Und auch Gigli hatte 1951 nicht mehr seine Vorkriegsausstrahlung.


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Aus Robert Schumanns Kinderszenen op. 15 schätze die letzte Episode "Der Dichter spricht". In dieser Interpretation von Jörg Demus kann man im Film dem Notentext folgen.



    .

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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  • Max Regers (1873-1913) Nachtlied op. 138 höre ich mir manchmal in Endlosschleife an. Der Text stammt aus dem Jahr 1566 von Petrus Herbert. Zum Niederknien schön. Auch in dieser Wiedergabe durch das Ensemble Singer pur sieht man den 5stimmige Satz.



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    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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  • Franz Schubert ist für mich der Komponist der Nacht, denn eine Vielzahl seiner Lieder haben die Nacht zum Thema, Mond und Sterne. Wer diesem Thread aufmerksam folgt, findet Schätze, die von seiner Hand stammen. Dieses Lied fand noch keine Erwähnung. Was die beiden Musiker hier zaubern, ist hohe Kunst.


    Dietrich Fischer Dieskau und Svjatoslav Richter interpretieren Die Sterne D. 939 auf einen Text von Carl Gottfried Ritter von Leitner.



    Die Sterne


    Wie blitzen
    Die Sterne
    So hell durch die Nacht!
    Bin oft schon
    Darüber
    Vom Schlummer erwacht.

    Doch schelt' ich
    Die lichten
    Gebilde d'rum nicht,
    Sie üben
    Im Stillen
    Manch heilsame Pflicht.

    Sie wallen
    Hoch oben
    In Engelgestalt,
    Und leuchten
    Dem Pilger
    Durch Heiden und Wald.

    Sie schweben
    Als Bothen
    Der Liebe umher,
    Und tragen
    Oft Küsse
    Weit über das Meer.

    Sie blicken
    Dem Dulder
    Recht mild in's Gesicht,
    Und säumen
    Die Thränen
    Mit silbernem Licht.

    Sie weisen
    Von Gräbern
    Gar tröstlich und hold
    Uns hinter
    Das Blaue
    Mit Fingern von Gold.

    So sey denn
    Gesegnet
    Du strahlige Schar!
    Und leuchte
    Mir lange
    Noch freundlich und klar.

    Und wenn ich
    Einst liebe,
    Seyd hold dem Verein,
    Und euer
    Geflimmer
    Laßt Segen uns seyn.
    .

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

  • Heute möchte ich wieder ein Lied hier einstellen, das ich vor nicht allzu langer Zeit, bedingt durch einen Lied-Thread hier im Forum, hereinbekommen habe:


    Franz Schubert


    in einer sensationellen Besetzung: auf Youtube und CD:


    Cecilia Bartoli, Mezzosopran, Andras Schiff, Klavier, AD: 5. - 8. 8. 1992, Konzerthaus Wien


    Guarda, che bianca luna, D.688 Nr. 2


    Guarda che bianca luna!
    Guarda che notte azzurra!
    Un'aura non susurra,
    No, non tremola uno stel.


    L'usignuoletto solo
    Va dalla siepe all'orno,
    E sospirando intorno
    Chiama la sua fedel.


    Ella, [che il sente appena],
    Vien di fronda in fronda,
    E par che gli dica,
    No, non piangere, son qui.


    Che gemiti son questi,
    Che, dolci pianti, Irene?
    Tu mai non se sapesti
    Rispondere cosi.


    Deutsch:


    Sieh doch den hellen Mond,
    Sieh doch die blaue Nacht,
    Kein Lüftchen regt sich,
    Kein einziger Halm erzittert.


    Die einsame Nachtigall
    Fliegt von der Hecke zur Esche
    Seufzend hin und her
    Und ruft nach ihrer Liebsten.


    Sie kann sie kaum vernehmen,
    Sie fliegt von Ast zu Ast,
    Es scheint, sie spreche zu ihr:
    Weine nicht, hier bin ich.


    Was sind wohl diese Seufzer,
    Welche zarte Klagen sind es, Irene?
    Niemals warst du imstande,
    Sie mir zu erwidern.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo!


    Heute wieder ein Lied mit den Wünschen für eine gute Nacht an alle Taminos:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Ich habe heute Abend auch Geoffrey Parsons dabei, der häufig mit Thomas Hampson zusammen musiziert hat unter anderem in dieser Aufnahme:


    Rober Schumann: Dichterliebe op. 48


    und hier das gleiche Lied mit Fritz Wunderlich und Hubert Giesen:


    Hier der Text:


    Nr. 14: Allnächtlich im Traume (Heinrich Heine)


    Allnächtlich im Traume seh' ich dich
    Und sehe dich freundlich grüßen,
    Und laut aufweinend stürz' ich mich
    Zu deinen süßen Füßen.


    Du siehst mich an wehmütiglich
    Und schüttelst das blonde Köpfchen;
    Aus deinen Augen schleichen sich
    Die Perlentränentröpfchen.


    Du sagst mir heimlich ein leises Wort
    Und gibst mir den Strauß von Zypressen.
    Ich wache auf, und der Strauß ist fort,
    Und das Wort hab' ich vergessen.


    Angenehme Nachtruhe


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).