Kurt Moll - Zum Glück kein Cellist geworden...

  • Hallo werte Taminos und Taminas,


    dieser Thread soll Kurt Moll gewidmet sein.




    Geboren in Buir bei Köln im April des Jahres 1938, spielte der junge Kurt Moll mit dem Gedanken Cellist zu werden. Entschied sich jedoch dagegen und studierte an der Hochschule für Musik in Köln Gesang und privat bei Emmy Müller in Krefeld.
    Zusätzlich zum Cello lernte er noch Gitarre.
    Seine Sängerkarriere begann als er 20 war an der Kölner Oper. Folgende Stationen waren Aachen, Städtische Theater Mainz und dann als erster Bassist in Wuppertal.
    1967 war sein Debüt in Bayreuth und 1970 feierte er seinen internationalen Durchbruch bei den Salzburger Festspielen (als Sarastro - Zauberflöte). Wenn ich richtig informiert bin, dann bekam Kurt Moll 1970 einen fünfjahresvertrag an der hamburgischen Staatsoper.
    Es folgten Auftritte in der Mailänder Scala (1972 - Osmin - Entführung aus dem Serail) und in den USA (1974 - Gurnemanz - Parsifal).
    1979 arbeitete er erstmals in New York an der Metropolitan Opera (Rocco - Fidelio).


    Sein Repertoire beinhaltet besonders die großen Basspartien bei Mozart, aber auch bei Wagner.
    Zudem war er als Kammermusiker tätig und hier ist besonders seine Interpretation der Winterreise von Schubert zusammen mit Cord Garben bekannt.


    Platten-Aufnahmen fertigte er u.a. mit H.v.Karajan, Karl Böhm und auch Wolfgang Sawallisch an. Letzterer war von Beginn an ein Förderer des deutschen Bassisten.


    Kurt Moll ist neben Dietrich Fischer-Dieskau der Opernsänger, von dem ich bisher am meisten gehört habe (nicht musikalisch, sondern generell - also auch gelesen oder dergleichen).
    Besitzen tue ich nur eine Aufnahme mit ihm. Es ist der Fidelio von Beethoven unter Halász, wo Moll den Rocco vertritt.



    Welche Einspielungen habt ihr von ihm, was ihr besonders schätzt?
    Hat ihn vielleicht sogar jemand einmal live erleben können?



    Gruß, Maik

  • Da fällt mir vor allem sein Osmin in der Böhm-Entführung ein. Für mich eine der ganz wenigen Interpretationen für die Ewigkeit in den letzten vier Jahrzehnten auf dem Opernsektor (was hätten wir im Deutschen eigentlich für "stellar performance"?).


    Es ist eigentlich die ganze Produktion musikalisch sehr gelungen. Der einzige Haken daran ist die Tatsache, dass sie eine der etwas unglücklichen Versuche war, den Text von Schauspielern sprechen zu lassen, was mir persönlich nicht sehr behagt.

  • Hallo,


    da Kurt Moll ja über viele Jahre hinweg Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper war (das Engagement hast Du in Deiner Aufzählung vergessen, Maik!) und auch danach noch regelmäßig dort auftrat (und gelegentlich immer noch auftritt), habe ich ihn in fast all seinen "Paraderollen" live auf der Bühne sehen können und dürfen:


    - Rocco (Fidelio)
    - Osmin (Entführung)
    - Sarastro (Zauberflöte)
    - Ochs (Rosenkavalier)
    - Landgraf (Tannhäuser)
    - Daland (Holländer)
    - Hunding (Walküre)
    - Gurnemanz (Parsifal)


    An CDs/DVDs mit ihm habe ich (aus dem Gedächtnis):


    - Fidelio (Philips/Haitink, Naxos/Halasz)
    - Entführung (DG/Böhm, in der Tat eine "stellar performance", Theophilus, eine Interpretation für die Ewigkeit!)
    - Zauberflöte (EMI/Sawallisch, Decca/Solti)
    - Rosenkavalier (DG/Kleiber)
    - Holländer (EMI/Karajan)
    - Walküre (RCA/Janowski, EMI/Sawallisch)
    - Parsifal (Arts/Kubelik)
    - Meistersinger (EMI/Karajan, EMI/Sawallisch)
    - Tristan (Bayreuth 1975 live, Kleiber)
    - Zar und Zimmermann (EMI/Fricke)


    Live ist die Stimme eigentlich fast noch schöner als auf Platten oder CDs. Im großen Raum eines Opernhauses kommt die dunkel strömende, wirklich balsamische Qualität dieser außergewöhnlich schön timbrierten Baßstimme noch besser zur Geltung, weil man sie körperlich spüren kann. Zwar sind mittlerweile feinere und auch etwas gröbere Risse in der ansonsten fein schimmernden Politur der Stimme zu hören (er ist ja auch schon 67 Jahre alt) und auch die Atemstütze läßt ein wenig nach, aber die Stimme ist nach bald 50 Jahren Karriere (das den heutigen Nachwuchssängern ins Stammbuch!!!!) im Kern immer noch intakt. Er hat eben den Versuchungen des Marktes widerstanden, Rollen zu singen, die nicht im Bereich seiner Möglichkeiten liegen (etwa den Hagen oder den Sachs, auch wenn Moll die Monologe in einem Recital zum Niederknien gut vorträgt oder das große italienische Fach, für das seine Stimme im Kern doch zu "weich" ist). Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten!


    Grüße


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Zitat

    da Kurt Moll ja über viele Jahre hinweg Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper war (...) und auch danach noch regelmäßig dort auftrat (...), habe ich ihn in fast all seinen "Paraderollen" live auf der Bühne sehen können und dürfen:


    Beneidenswert...

  • Hallo Theophilus,


    Moll war/ist einer der wenigen großen Sänger mit Weltgeltung, die sich noch nach Hamburg verirr(t)en. Ansonsten herrscht hier diesbezüglich meist das überall zu hörende Mittelmaß vor (die Ensemblesänger sind allerdings teilweise sehr gut!). Wenn ich im "Wagnerforum" lese, wer regelmäßig z.B. in München singt, kommen eher bei mir die Neidgefühle auf... ;(


    Grüße


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Zitat

    Wenn ich richtig informiert bin, dann bekam Kurt Moll 1970 einen fünfjahresvertrag an der hamburgischen Staatsoper.


    Hallo Maik,


    natürlich bin ich noch nicht als Fünfjähriger in die Oper gelaufen und kann daher aus eigener Anschauung nichts zu Molls Auftritten als Ensemblesänger in Hamburg sagen (obwohl ich ihn einmal in einem Ausschnitt aus der Uraufführung von Maurizio Kagels "Staatstheater" von 1974 gesehen habe). Soweit ich weiß, hat sich Moll nach 1975 nicht mehr fest an ein Haus gebunden. Er blieb der Hamburgischen Staatsoper jedoch durch einen umfangreichen Gastvertrag erhalten (er hat auch noch bis vor ein paar Jahren in Hamburg gewohnt), den er in allerdings erheblich reduziertem Maße immer noch erfüllt (in dieser Saison singt er noch den Daland und den van Bett). Im Rahmen dieses Gastvertrages habe ich ihn in den o.g. Rollen in Hamburg gesehen.


    Grüße


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Hallo Maik,


    Kurt Moll habe ich einige Male auf der Bühne gesehen, bestimmt 4x in München als Gurnemanz und einmal in Hamburg als Ochs (allerdings nur die ersten beiden Akte). Außerdem bin ich ihm mal am Bühneneingang der Bay. Staatsoper begegnet wo er ewig mit einem Kollegen plauschte und mit seiner Rübezahlgestalt den Zugang versperrte ;). Das Foto daß Du hier postest ist sicher schon ein paar Jährchen alt, mein letzter Eindruck war, daß er schwer alt geworden ist und physisch abgebaut hat ;(, aber so ist das nun mal...


    War Moll nicht auch mal Professor an der Kölner Musikhochschule? Er hat so aus dem Gedächtnis damals am Bühneneingang davon gesprochen, auch davon daß ihm das langsam zuviel wird und er die Dozententätigkeit daher an den Nagel hängt resp. gehangen hat.


    Grüße
    Sophia

  • hm, das ist vielleicht noch interessant (ich gönne mir gerade mal eine Steuerpapiersortierpause :motz: )


    Am 13.11. überträgt WDR3 von den Tagen der alten Musik Herne "Die schöne Galathée" und im Anschluß, ab 21.30 sind Kurt Moll und Maite Beaumont im Gespräch zum Thema "Wo kommt der Sängernachwuchs her?" So ein ähnliches Thema wurde vor einigen Wochen bereits im DLF behandelt mit Interviews von Professoren u.a. der Kölner MHS. Ich höre den Brummbären schon alleine gerne reden, deswegen werde ich an dem Tag wohl vor dem Lautsprecher sitzen.


    Grüße
    Sophia

  • Junge Sänger können von Kurt Moll vieles lernen, vor allem, sich seiner Grenzen bewußt zu sein. Sicherlich ist auch an Moll die Anfrage ergangen, eine Partie wie Hans Sachs nicht nur ausschnittsweise auf CD zu singen, sondern auch auf der Bühne zu verkörpern. Er hat jedoch stets gewußt, daß er kein hoher Baß oder gar Bariton ist/war. Bei allem, was man Positives über Moll aussagen kann, ist es hoffentlich kein Sakrileg anzumerken, daß seine Domäne nicht in der Höhe lag (um es einmal vorsichtig auszudrücken). Als König Heinrich quälte er sich oftmals mit der hohen Tessitura der Partie, und als Pogner begann er immer dann richtig gut zu werden, wenn er das f bei "Eva, mein einzig Kind" hinter sich hatte.


    Genau wie Talvela wußte auch Moll, daß zum Timbre seiner Stimme bestimmte Rollen weniger paßten, und - wie er selber sagte - ging der "Kelch" Hagen so gerade mal eben an ihm vorüber. Er hatte sich vor vielen Jahren überreden lassen, im Pariser Solti-Ring den Hagen zu singen. Nachdem der Ring jedoch nach Peter Steins Rheingold und Grübers Walküre abgesetzt worden war, wurde Moll ausbezahlt - für einen nicht gesungenen Hagen, der seiner Stimme evtl. geschadet hätte.


    An Moll kann man m.E. auch sehen, wie man selber seine Hörvorstellungen nach und nach anpaßt. Ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten mit Molls Ochs, den ich (nach Weber oder Edelmann) als zu wenig wienerisch empfand. Ist es also bloße Gewöhnung, daß Moll meiner Meinung nach durchaus in die Reihe großer Ochs-Sänger und -Darsteller gehört, oder ist er tatsächlich idiomatischer geworden? Mich würde hierzu einmal die Ansicht eines Wieners interessieren, die zu diesem Stück doch eine besondere Beziehung haben, die man an Nordlicht einfach nicht besitzt.


    Wenn ich Molls Höhenprobleme genannt habe, kommt es mir nun fast wie Beckmesserei vor, denn ich verdanke ihm eine zum Glück sehr große Anzahl von großartigen Abenden, vor allem als Gurnemanz. Seine große Kollegialität wurde von Sängern wie Nicolai Ghiaurov sehr geschätzt, der sich glücklich fühlte, wenn er mit Moll als Großinquisitor ein wahrhaftes Baßduell ausfechten konnte. Zwar erinnere ich mich, daß Moll in Hamburg auch selbst einmal Filippo gesungen hatte, doch gehörte es wohl zu der für ihn so typischen Selbsteinschätzung, daß es Partien gab, in denen er besser war, und wiederum Sänger, die als Filippo eindrucksvoller waren.


    Auch wenn Moll in München unter Schaaf/Gergiev ein beeindruckender Pimen war, möchte ich doch seinen auf deutsch gesungenen Boris nicht missen, auch wenn ihm die hohe Tessitura der Partie recht schwer fiel.


    Sein Alter und seine Rückenprobleme lassen an ein Ende seiner Karriere denken. Ich wünsche dem Sängernachwuchs viele Lehrer, wie Moll einer ist.


    Sune

  • Zitat

    Original von sune_manninen
    Junge Sänger können von Kurt Moll vieles lernen, vor allem, sich seiner Grenzen bewußt zu sein. Sicherlich ist auch an Moll die Anfrage ergangen, eine Partie wie Hans Sachs nicht nur ausschnittsweise auf CD zu singen, sondern auch auf der Bühne zu verkörpern. Er hat jedoch stets gewußt, daß er kein hoher Baß oder gar Bariton ist/war. Bei allem, was man Positives über Moll aussagen kann, ist es hoffentlich kein Sakrileg anzumerken, daß seine Domäne nicht in der Höhe lag (um es einmal vorsichtig auszudrücken). Als König Heinrich quälte er sich oftmals mit der hohen Tessitura der Partie, und als Pogner begann er immer dann richtig gut zu werden, wenn er das f bei "Eva, mein einzig Kind" hinter sich hatte.


    Hallo Sune,


    das hast Du schön ge- und beschrieben.


    Den König Heinrich hätte er in der Tat nicht unbedingt singen, geschweige denn auf CD verewigen müssen.



    (Die Aufnahme ist imo ohnehin ibs. bei den männlichen Rollen nicht wirklich gelungen)


    Vom Hans Sachs gibt es immerhin den "Flieder Monolog", den Kurt Moll auf einer Arien-CD 1981 aufnahm (mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Kurt Eichhorn). Ich muß gestehen, trotz Vorbehalte in den Höhen, hätte ich mir Moll schon als Sachs gewünscht.


    Karl Ridderbusch hat imo -trotz ebenfalls vorhandener Höhenprobleme- gezeigt, daß ein veritabler Baß einen sehr beeindruckenden Hans Sachs singen kann.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Zitat

    Original von Norbert
    Ich muß gestehen, trotz Vorbehalte in den Höhen, hätte ich mir Moll schon als Sachs gewünscht.
    Karl Ridderbusch hat imo -trotz ebenfalls vorhandener Höhenprobleme- gezeigt, daß ein veritabler Baß einen sehr beeindruckenden Hans Sachs singen kann.


    Hallo Norbert!


    Karl Ridderbusch habe ich in Bayreuth und auch in Kiel einige Male als Sachs gehört und bin der Meinung, daß seine Stimme - obwohl auch er eher "echter" Baß - höher gelagert war als die Molls. Das Problem beim Sachs liegt darin, daß sich im Verlaufe des sowieso recht langen und für den Sachs anstrengenden 3. Aktes die Tessitura nach und nach immer höher schraubt : von der anfänglichen Baßlage bis hin zur Baritonlage der Festwiese.
    Die Monologe zu singen (zumal auf CD) ist eine Sache, die ganze Partie jedoch auf der Bühne zu bewältigen, eine andere. Ich denke, Moll konnte seine Stimme schon am besten einschätzen, und das unterscheidet ihn von einigen/vielen seiner Kollegen.


    Schöne Grüße an die Nähe von Hamburg


    Sune

  • Hallo Sune,


    okay, überzeugt ;) .


    Ridderbuschs Baß wird wohl tatsächlich höher gelegen haben als der von Kurt Moll.


    Natürlich kann man von einer Arie nicht auf die gesamte Rolle schließen, aber ich denke trotz allem, daß Kurt Moll ein respektabler Sachs gewesen wäre, der stimmlich mehr zu bieten gehabt hätte als manch "Schmalspurbesetzung".


    Da war halt bei mir mehr der Wunsch Vater des Gedanken ;) .


    Unterm Strich ist es in der Tat sehr ehrenwert, daß Moll seine Grenzen erkannte und mancher Verlockung widerstand. Gäbe es doch nur mehr Sänger seines Kalibers...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Hallo Giselher,


    da ich in Hamburg noch jene Zeit mitbekommen habe, um die Du mich vielleicht beneiden wirst (nämlich die gesamten 70er), dafür hast Du dann noch ein paar Jährchen wenn ich schon Gehwagen schiebe =), noch ein paar Rollen, in denen Moll damals aufgetreten ist und in denen ich ihn auch gesehen habe - einige Partien stammen allerdings wohl (auch) aus späteren Jahren:


    WOZZECK: 1. Handwerksbursche
    DER GESTIEFELTE KATER (Günther Bialas): König
    LUCIA DI LAMMERMOOR: Raimondo (sowohl in der Premiere mit Sutherland/Domingo als auch mit Scotto/Pavarotti)
    DON QUICHOTTE: Titelpartie
    NOZZE DI FIGARO: Bartolo
    GIOVANNI: Komtur
    COSI: Alfonso (deutsch und italienisch)
    BORIS GODUNOW: Pimen (in der Premiere neben Talvelas Boris) und dann als Zweitbesetzung der Titelrolle - damals auf deutsch
    LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR: Falstaff
    PALESTRINA: Papst, Madruscht und einen der verstorbenen Meister (alle 3 Rollen am gleichen Abend)
    LA BOHEME: Colline
    MOSES UND ARON: ich glaube als Ephraimit und Stammesältester
    VERKAUFTE BRAUT: Kezal
    SALOME: 1. Soldat
    SCHWEIGSAME FRAU: Morosus
    EUGEN ONEGIN: Gremin (deutsch und russisch)
    RIGOLETTO: Sparafucile
    FORZA: Guardian
    CARLOS: Großinquisitor und Philipp (zu letzterem ist Sune völlig recht zu geben)
    AIDA: König und Ramphis
    OTELLO: Lodovico
    FALSTAFF: Pistola
    in allen Wagner Partien, die er hier gesungen hat, also in allen Opern ab Holländer (bis auf Götterdämmerung, dafür im Rheingold sowohl Fasolt als auch Fafner)
    FREISCHÜTZ: Kaspar und Eremit (da lag ihm letzterer nicht nur wegen der Tessitura erheblich besser).


    Eine lange Liste (zu der noch der Peneios in der DAPHNE an der BSO kommt, und einiges hatte ich selbst nicht mehr im Kopf sondern nur noch in der "Buchführung"


    Liebe Grüße
    Hartmut

  • Hallo Hartmut,


    das geht wahrscheinlich fast jeder Opernzuschauergeneration so, daß sie die vorige um ihre Erlebnisse beneidet (Ende der 80er bis Mitte der 90er gab es ja noch ein paar weltberühmte Sänger, die ich zum Glück mitbekommen habe: Kollo, Tomowa-Sintow, Jones, Ludwig, Rysanek, Salminnen...). Damals gab es wohl in Hamburg noch genug Geld, um sich die Stars leisten zu können.


    Von den Rollen Molls her schätze ich mal, daß Du zeitlich vor allem seine Übergangszeit vom Ensemblesänger zum Weltstar seit Mitte der 70er Jahre mitbekommen hast (der "Palestrina" kann ja eigentlich nur auf Everdings Betreiben hin auf den Spielplan gesetzt worden sein). Ich kann mich an einen Bericht vom Anfang der 70er Jahre erinnern, in dem von der Premiere des "Staatstheaters" von Maurizio Kagel berichtet wurde. Moll erzählte mal in einem Interview sehr süffisant von den Dingen, die er da, nicht nur als Sänger, zu machen hatte.


    Grüße


    GiselherHH


    P.S.: Soweit ich weiß, hat Liebermann in seiner Zeit doch einige "Opernfilme" drehen lassen (u.a. einen "Wozzeck" mit Toni Blankenheim). Weißt Du, wo die geblieben sind? Die wären doch gerade in der heutigen Zeit wie geschaffen für die Veröffentlichung auf DVD...

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Hallo Giselher,


    der "Palestrina" (Inszenierung Horres) hatte 79 Premiere, also schon unter Dohnanyi. Das ja ziemlich selten gespielte Stück lief damals ziemlich zeitgleich auch in München an, wo Moll ebenfalls als Madruscht und Papst auftrat, dort meines Wissens auch in der Premiere, während er in Hamburg in diesem Fall Harald Stamm den Vortritt lassen musste.


    Die Opernfilme aus der Liebermann-Zeit, immerhin 13 Stück, scheinen irgendwie in der Versenkung verschwunden zu sein, möglicherweise aus rechtlichen Gründen, ich weiß es nicht. Man findet sie auch bisher nicht bei Wiederholungen auf Eins Festival etc.


    Gruß
    Hartmut


    PS.: "Staatstheater" hab ich auch noch gesehen, habe aber außer an das köstlich parodistische große "Ensemble" im Kostüm keinerlei Erinnerung mehr daran.

  • Hallo zusammen,


    Kurt Moll ist einer meiner Lieblingssänger. Mit der Ihm zu Verfügung stehenden immensen Stimmfülle (die man wie generell bei großen Sängern einmal live gehört haben muss um Sie wirklich schätzen zu wissen), dem edlen Timbre ( in Biographien wird oft betont, dass der Ihm eigene Tonfall vielmehr kultiviert erarbeitet als naturgegeben sei) und der großartigen Gesangstechnik (man achte nur auf das perfekte Legato) stand er zu seiner großen Zeit ziemlich einsam da und ich sehe da auch aktuell keinen annährend gleichwertigen Nachfolger. (bei echten Bässen scheint es mir allgemein am düstersten Auszusehen, wenn man den Nachwuchs betrachtet!)


    Sicher war Moll ein Bass mit immenser Höhe , wie sie z.b. Frick zur Verfügung stand.
    Dafür in Stimmfärbung wie auch in seiner Bühnenpräsenz wie geschaffen für die Rollen des von Ihm selbst als seriösen Bassfaches bezeichnet Repertoires, allem voran sicher der Gurnemanz und der Sarastro. Auch kleinere Rollen wie den Don Fernando oder den Eremiten waren mit Ihm ein Ereignis.
    In den letzten 3 Jahrzehnten fällt mir da keine ähnlich gelagerte sängerische Erscheinung ein. Franz Crass ist sicher ein ähnlich gearteter famoser Sänger gewesen, hat aber ja wesentlich früher seinen Höhepunkt erlebt, bezeichnender Weise aber in ähnlichen Rollen.


    Nie ganz überzeugt hat mich Moll als Hunding, gemessen an seinen großartigen Leistungen in anderen Rollen. Sicher von Temperament und Timbre auch nicht dazu prädestiniert, hat er ja auch klugerweise auf den Hunding verzichtet.
    Nicht zu unterschätzen sind seine Leistungen auch in Sachen Schubertlied und einigen Oratorieneinspielungen.


    Vielleicht sei noch anzumerken: Moll ist aus meiner Sicht mit seinen Einspielungen nicht glücklich für die Nachwelt erhalten, was nicht so sehr meint, dass er da nicht gut gesungen hat sondern eher, dass er aus meiner Sicht selten in insgesamt gut gelungenen Gesamtaufnahmen mitgewirkt hat.


    Gruß
    Sascha

  • Zitat

    Original von Antracis
    Sicher war Moll ein Bass mit immenser Höhe , wie sie z.b. Frick zur Verfügung stand...
    Franz Crass ist sicher ein ähnlich gearteter famoser Sänger gewesen, hat aber ja wesentlich früher seinen Höhepunkt erlebt...
    ...hat er (Moll) ja auch klugerweise auf den Hunding verzichtet.
    Sascha


    Pardon, Sascha, daß ich bei aller Wertschätzung für den von mir sehr verehrten Kurt Moll bei Deiner Aussage "Bass mit immenser Höhe" mein nicht ganz unbeckmesserisches Veto einlegen möchte. Sooft ich Moll hörte (und ich hörte ihn oft), die Höhe (ein Baß muß ein sicheres f haben) war nie Molls Stärke, schon gar nicht immens. Und mit dem Hunding, auf den er klugerweise verzichtete, meinst Du sicherlich Hagen.


    Bei Crass lagen die Dinge anders. Anders als Moll war Crass ein hoher Bass, also jemand, der auch Holländer oder Barak sang (Partien, die für Moll zu hoch lagen). Ich denke auch nicht, daß er seinen Höhepunkt früher erlebt hat, sondern aufgrund einer Erkrankung (sein Gehör wurde schwächer) seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte. Aber Danke für die Erwähnung dieses großartigen Sängers, dessen Celloklang m.E. sehr dem von Moll verwandt war.


    Mit der Bitte um Entschuldigung für meinen Widerspruch


    Sune

  • Auch ich halte Moll für einen großartigen Sänger! Habe mir als kleiner Junge einmal in Bayreuth ein Autogramm ergattert(er war zur Festspielzeit dort zu Gast und gab eine Autogrammstunde) und ich erzählte im sofort stolz das ich im Dresdner Kreuzchor singe worauf mir Moll mit seiner wirklich bassalen Stimme (war wohl damals ganz geschockt das der nicht nur so tief singen sondern auch so tief sprechen kann,erzählte mir mein Opa ;) ) "Dann viel Glück, Herr Kollege!!!" antwortete... Ein nettes bleibenes Erlebnis...


    Zudem kann ich nur für die Holländeraufnahme mit ihm als Daland werben, die ist klasse! Habe auf Cd's kaum einen besseren gehört außer Frick!!


    mfg Richard

  • Hallo Sune


    Zitat

    Pardon, Sascha, daß ich bei aller Wertschätzung für den von mir sehr verehrten Kurt Moll bei Deiner Aussage "Bass mit immenser Höhe" mein nicht ganz unbeckmesserisches Veto einlegen möchte. Sooft ich Moll hörte (und ich hörte ihn oft), die Höhe (ein Baß muß ein sicheres f haben) war nie Molls Stärke, schon gar nicht immens. Und mit dem Hunding, auf den er klugerweise verzichtete, meinst Du sicherlich Hagen.


    Kein Problem, ich nehme Deinen Widerspruch gerne auf.
    Aber das kommt davon, wenn man ein Post schnell so nebenbei tippt, wie ich es leider bei der Stellungnahme zu Moll tun mußte. Habe leider wenig Zeit aktuell, wollte diesen großartigen Sänger allerdings trotzdem nicht unkommentiert lassen.


    In der Tat sollte es eigentlich heißen:


    Sicher war Moll kein Bass mit immenser Höhe , wie sie z.b. Frick zur Verfügung stand... :rolleyes:


    Dann ergibt der Satz auch mehr Sinn, da ich Frick gerade als Beispiel eines "echten" Basses gegenüberstellen wollte, dem trotzdem eine sehr sichere Höhe zu Verfügung stand. ( mir ist auch aufgefallen, dass er (also Frick) beim "Rocco" einige Spitzentöne wundervoll sicher singt, die z.B. Crass in der Partie in der Böhm-Aufnahme in einer tieferen Variante singt )
    Und natürlich meinte ich den Hagen bei Moll, wie gesagt, leider etwas im Stress gewesen. :)


    Das mit dem Gehörproblem bei Crass ist interessant, in der Tat hat es mich immer verwundert, dass Crass doch irgendwie nicht die Karriere gemacht zu haben scheint, die seinen Anlagen entspricht bzw. die einige einzelne Leistungen die ich von Ihm kenne würden erwarten lassen, wie z.B. der Sarastro unter Böhm, der Gurnemanz unter Boulez oder Don Fernando im Fidelio.


    Gruß
    Sascha

  • Hallo zusammen,


    gestern abend konnten wir auf Bayern Alpha eine 1983er Aufführung der Zauberflöte unter W.Sawallisch sehen.Da lieferte Kurt Moll wieder einmal den Beweis,welch prächtiger Bassist er ist.Sein Sarastro war mehr als beeindruckend.Da ich den Künstler in derselben Rolle und derselben Inszenierung(Everding) auch schon live im Münchener Nationaltheater erlebt habe,war das Weihnachtsgeschenk besonders gelungen.Auch das Wiedersehen mit Lucia Popp,die leider nicht mehr unter uns weilt,war ein denkwürdiger Anlaß und dem Hl.Abend angemessen.

  • Nochmal etwas zu zwei Punkten:


    Moll und König Heinrich:
    Ich denke, er selbst und auch die Dirigenten, welche die Rolle mit Ihm aufgeführt bzw. eingespielt haben waren da in einem ziemlichen Zwiespalt. In der Tat kein Bass mit großer Höhe und die Tessitura der Rolle fordert davon viel. Andererseits passt Moll von Timbre, Ausstrahlung und seinem distinguierten Gesangsstil sehr gut auf die Partie.
    Ich habe mir gerade nochmal die Aufnahme mit Abbado angehört und kann nicht sagen, dass Moll dort immensen Höhenproblemen unterliegt oder gar Problemen mit der Intonation. Nur geht (was schlimm genug ist) Fülle und der besondere Stimmcharakter dort größtenteils verloren. Als ich dann im Vergleich Gottlob Frick hörte, war das besonders eklatant auszumachen, der fühlt sich "da oben" pudelwohl, während bei Moll doch immer ein bischen Anstrengung durchschimmert.
    Moll ist halt ein tiefer, "seriöser" Bass. Lehrreich hinsichtlich dessen ist es, das Schubertlied "Der Tod und das Mädchen" mit Ihm zu hören. Er quält sich heftig durch den ersten Teil, aber welche Fülle und balsamische Klangqualität bekommt dann der "Tod".


    Moll und seine Glanzpartien auf CD.


    Ich wollte diesen Punkt mal aufgreifen.
    In welchen Aufnahmen seht ihr seine Glanzrollen (zu denen wird man bei engerer Auswahl zumindest den Gurnemanz, König Marke, den Osmin und den Sarastro zählen müssen, vielleicht auch noch den Ochs.) am besten eingefangen ?
    Meist gibt es einige Aufnahmen zur Auswahl, indes in vielen Fällen ist auch die Gesamtqualität der einzelnen Aufnahmen leider eher umstritten.


    Gruß
    Sascha

  • Zitat

    Original von Antracis
    Nochmal etwas zu zwei Punkten:


    Moll und König Heinrich:
    Ich habe mir gerade nochmal die Aufnahme mit Abbado angehört und kann nicht sagen, dass Moll dort immensen Höhenproblemen unterliegt oder gar Problemen mit der Intonation.


    Dann höre Dir mal ganz explizit die Stelle "Elsa, verteidige Dich vor dem Gericht" nach Elsas "Einsam in trüben Tagen" an. Wenn da keine Höhenprobleme vorhanden sind, dann gibt's wahrscheinlich gar keine. ;) Eine Singstimme ist erst ab "dem Gericht" zu vernehmen.


    Ein Nnebenkriegsschauplatz, ich weiß...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Von all den vielen guten Sangesleistungen, die ich bisher von Kurt Moll gehört habe, ist definitiv die beste



    Kurt Moll liefert hier eine Lehrstunde an Textverständlichkeit und Rollengestaltung. Vom Sprechgesang bis hin zu fast heldenbaritonaler Strahlkraft reichen die Facetten der prächtigen Baßstimme. Er verkörpert einen sehr respektvollen und warmherzigen Gurnemanz und schafft es, meinen bisherigen Favoriten dieser Rolle, Hans Sotin, zu übertreffen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Für alle, die es bislang noch nicht gehört haben:


    "Eine Institution tritt ab: Kammersänger Kurt Moll hat seinen Entschluss bekannt gegeben, sich nach einer langen Karriere von 47 Jahren von der Opernbühne zurückzuziehen. Nach einem Sturz kurz vor der „Holländer“-Premiere im Februar hatte der 1938 in Buir bei Köln geborene Bassist bereits mehrfach Aufführungen im Nationaltheater abgesagt. Seit 1973 war Kurt Moll durch einen Gastvertrag an die Bayerische Staatsoper gebunden. Dort sang er alle großen Rollen seines Fachs. 1979 wurde der Künstler zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Moll ist auch Träger des Bayerischen Maximiliansordens."


    AZ (München) vom 13.07.2006


    Schade, Schade. Aber mit 68 darf man nach so langer und erfolgreicher Laufbahn auch in den Ruhestand treten. Vielleicht macht er ja noch ein paar Liederabende...


    Grüße


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Besetzungsänderung Tannhäuser


    In der Festspiel-Vorstellung Tannhäuser am 27. Juli 2006 übernimmt Jan-Hendrik Rootering die Partie des Landgrafen Herrmann anstelle von Kurt Moll.


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    Habs grade gelesen, sehr schade! Hab mich sehr darauf gefreut diesen großen Sänger einmal live zu sehen.


    Mfg

  • Nun hatte ich doch das Vergnügen ihn bei seinem letzten Auftritt zu sehen.
    Kurt Moll beendete gestern Abend bei der Meistersingeraufführung in München seine Karriere und sang noch einmal zum Abschied die Partie des Nachwächters!


    Dementsprechend wurde er auch nach dem 2.Akt gigantisch gefeiert,eine tolle Geste und ein berührender Moment.

  • Dann waren wir gestern bei der gleichen Veranstaltung... :] Insgesamt eine sehr solide Aufführung, leider ohne Hans Sachs. Pieczonka und Eike Wilm Schulte glänzend, Seiffert ein robuster Stolzing, der mir durchaus zusagte, aber Geschmacksangelegenheit ist, Salminen inzwischen schon überaltert (mit Moll in der Partie kein Vergleich), Rootering leider Gottes ein glatter Ausfall. Und Molls Abschied in seiner Münchner Debütrolle war ja in der Tat sehr passend. Sir Peter überreichte ihm zum Abschied eine Meistersingerkette, das Haus tobte vor Begeisterung (da muß Frau Gruberova dreimal kommen, um in der Addition derartige Jubelstürme zu empfangen!)

  • Ja die Würdigung für Moll war klasse!
    Ansonsten sind wir uns einige!
    Eike Wilm Schulte für mich der Glanzpunkt des Abends aber auch Seiffert hat mir sehr gut gefallen!
    Auch Salminen hat mir persönlich gut gefallen, obwohl er im Parsifal noch besser war!!! Ansonsten eine Runde sache außer der Schlußansprache des Sachs..Die Spitzentöne des Sachs immer einen Ton zu tief :(

  • Hallo,


    ich möchte am Rand auch noch die Aufnahmen bei CPO mit den Loewe Balladen erwähnen. Sein Partner ist hier kongenial Cord Garben. Diese beiden Aufnahmen sind meine Lieblings - CDs der Reihe. Obwohl ich ja sonst mehr Tenöre höre ;-) :rolleyes:


    Gruß
    Berndt

  • Falls jemand Lust auf einen Ausflug nach Köln hat: der Liederabend von Kurt Moll ist bis jetzt nicht abgesagt worden. Inzwischen wurde das Programm für sein Konzert am 22.11.06 bekannt gegeben:


    Wolfgang Amadeus Mozart


    * Io ti lascio, o cara, addio KV 621a



    Franz Schubert


    * Sechs Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine aus dem Schwanengesang


    Der Atlas
    Ihr Bild
    Das Fischermädchen
    Die Stadt
    Am Meer
    Der Doppelgänger



    Dmitrij Schostakowitsch


    * Sechs Romanzen nach englischen Dichtungen op. 62


    An seinen Sohn
    (Text: Walter Raleigh)
    O säh ich auf der Heide dort
    (Text: Robert Burns)
    Macphersons Abschied
    (Text: Robert Burns)
    Jenny
    (Text: Robert Burns)
    Sonett 66
    (Text: William Shakespeare)
    Königlicher Feldzug
    (Englisches Kinderlied)


    Robert Schumann


    * Liederkreis Op. 39
    Zwölf Lieder nach Gedichten von Joseph von Eichendorff


    In der Fremde
    Intermezzo
    Waldesgespräch
    Die Stille
    Mondnacht
    Schöne Fremde
    Auf einer Burg
    In der Fremde
    Wehmut
    Zwielicht
    Im Walde
    Frühlingsnacht


    Eine seltsame Mischung, wie ich finde, aber das wird an dem Abend schon klarer werden.


    Sophia