Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik 2017)

  • Mahlzeit allerseits. Gestern wieder den ganzen Tag verpennt, und so richtig wach bin ich jetzt auch noch nicht. Naja, vielleicht hilft das :


    [timg]https://images-eu.ssl-images-a…/51Wk8FY1dAL._SS300.jpg;l[/timg]


    Johannes Brahms
    Symphonie Nr 2 D-dur op 73


    Gewandhausorchester Leipzig
    Herbert Blomstedt


    Der Mutter die mich nie geboren, habe ich heute Nacht geschworen,
    ich werde ihr eine Krankheit schenken, und sie danach im Fluss versenken.
    Rammstein

  • so, nach Brahms Zweiter und einem 4-fachen Espresso (Tchibo Cafissimo sei Dank) bin ich etwas munterer.
    Jetzt müsste nur noch die Sonne scheinen ... aber vielleicht hilft ja auch eine weitere Zweite :



    Anton Bruckner
    Symphonie Nr 2 c-moll


    Royal Concertgebouw Orchestra
    Bernard Haitink

    Der Mutter die mich nie geboren, habe ich heute Nacht geschworen,
    ich werde ihr eine Krankheit schenken, und sie danach im Fluss versenken.
    Rammstein

  • Diese La Traviata ging eben zu Ende ....


    hier


    ...hier bewies es sich wieder, Live ist Live!


    Nun meine dritte allseits bekannte für heute .....


    hier


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Die Aufnahme habe ich neu (!) für 8,67 € + Porto auf dem Marktplatz erstanden:



    und höre sie erstmals.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Klangvoll:

    Alexander Skrjabin
    Sinfonie Nr.3 op. 43 "Le Divin Poème"
    Radio-Symphonie-Orchester Berlin
    Dirigent: Vladimir Ashkenazy

    Das ist in der Tat eine "göttliche" Musik, mit großem Orchester und sehr energiegeladen. Skrjabin wollte die Welt durch seine Kunst erlösen. Die Welt ist immer noch unerlöst, aber seine Musik bietet immerhin etwas Trost. Eine sehr gute Aufnahme aus dem Jahre 1990, ich brauche keine andere.
    :hello:

  • Hallo!


    Es ist beeindruckend, auf welche Aufnahmen man mit dem Streaming Dienst von amazon zugreifen kann. Die Vier letzten Lieder in der Interpretation von Barbara Bonney muss ich mir dennoch irgendwann kaufen. Eine der eher seltenen Aufnahmen mit Klavierbegleitung.



    ...und jetzt gleich hinterher:



    und jetzt noch Sylvia Sass



    Bei der Gelegenheit habe ich erkannt, dass man nicht jede Einspielung der Vier letzten Lieder haben muss!


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Eine sehr gute Aufnahme aus dem Jahre 1990, ich brauche keine andere.


    Genau so sehe ich das auch. DA reicht eine GA ... die Ashkenazy-GA ist erste Sahne.


    Ausserdem gehört Scriabin mit seinen Sinfonien ohnehin bei mir nicht an der Spitze des Lieblingsrepertoires.
    Auf die Sinfonie Nr.1 ( :wacko: mit den solisten) kann ich im Prinzip ganz verzichten ... nicht meine Klangwelt ...

  • "Feiern" wie die Wolkenkuckucke vom sozialistischen Studentenbund will ich den hundertsten Jahrestag der unglorreichen Oktoberrevolution im November (kein Wiederspruch, man muss sich nur mit dem kalenderwesen auskennen) nicht, aber warum nicht Mrawinski hören?


  • "Feiern" wie die Wolkenkuckucke vom sozialistischen Studentenbund will ich den hundertsten Jahrestag der unglorreichen Oktoberrevolution im November (kein Wiederspruch, man muss sich nur mit dem kalenderwesen auskennen) nicht, aber warum nicht Mrawinski hören?


    Wüsste auch ehrlich gesagt nicht, was es da zu feiern gäbe. Der Beginn der Errichtung einer Diktatur, die von Anfang an dem menschlichen Leben keinen Wert beigemessen hat. Zu Lenin und Stalin muss man in diesem Zusammenhang hier wohl nichts sagen, aber selbst als das als Folge dieser Revolution entstandene Regime schon in die Agonie taumelte, zeigte sich noch seine ihm innewohnende Unmenschlichkeit. Sowjetsoldaten erhielten 1980 in Afghanistan Fischkonserven aus dem Jahr 1956 "zu fressen", wurden unter falschen Angaben in Frachtflugzeuge gesteckt, die dann plötzlich zum Entsetzen aller "Passagiere" in Kabul oder Bagram landeten, erhielten mottenzerfressene Feldblusen aus dem Zweiten Weltkrieg ausgegeben. Tausende junge Wehrpflichtige der Sowjetarmee wurden 1986 als Liquidatoren nach Tschernobyl direkt an den havarierten Reaktor geschickt ... mit nichts als einem normalen Arbeitsanzug und einem Mundschutz ausgestattet ... mancher von denen wurde da innerhalb von Stunden radioaktiv geröstet. Und auf dem Roten Platz jeden 7. November Paraden unter haushohem Leninportrait abhalten, während all' dieser Dreck (und noch viel mehr davon) passiert. Ja, Herrgott nochmal. Wie vernagelt muss man eigentlich sein, um da noch was "feiern" zu wollen? Wie hieß es in der Hymne so schön: Partija Lenina, sila narodnaja (Partei Lenins, Festung des Volkes ... oder so ähnlich ... wofür und von wem nicht alles das "Volk" schon missbraucht wurde)
    Wer meint, sowas feiern zu müssen, ist eh' disqualifiziert.


    Sorry, Johannes, du weißt, dass das nicht gegen dich ging. Aber deine "Wolkenkuckucke" haben mich gleich in Rage versetzt.


    Zur Abkühlung lasse ich dies erklingen:



    Felix Mendelssohn-Bartholdy


    Symphonie Nr. 4 A-Dur, op. 90 "Italienische"
    Symphonie Nr. 5 d-Moll, op. 107 "Reformationssymphonie"


    Chamber Orchestra of Europe
    Yannick Nezet-Seguin
    (AD: 2016)


    Grüße
    Garaguly


  • Robert Schumann
    Symphonie Nr. 3 "Rheinische"


    New Japan Philharmonic
    Takashi Asahina
    Aufnahme: 1995









    Anders als die Zweite und die Vierte höre ich die Dritte von Schumann selten, was gewiss ein Versäumnis ist, wie diese hochkarätige Einspielung hier beweist. Asahina zeigt sich hier einmal wieder voll in der Furtwängler-Tradition: ein dunkler, sehr "deutscher" Klang mit gleißenden Blechbläsern und einer grandiosen Tempogestaltung mit herrlichen Rubati. Heroisch strahlender habe ich den Kopfsatz schwerlich je gehört. Wer einen umständlichen Japan-Import vermeiden will: In verlustfreiem flac-Format zu beziehen u. a. bei concertport.com.

  • guten Morgen allerseits. Nach einer durchzockten Nacht bin ich munterer als nach 40 Stunden Matratze.
    Und zu Beginn wird's erst mal wieder historisch :



    Anton Bruckner
    Symphonie Nr 9 d-moll


    Bayerisches Staatsorchester
    Hans Knappertsbusch

    Der Mutter die mich nie geboren, habe ich heute Nacht geschworen,
    ich werde ihr eine Krankheit schenken, und sie danach im Fluss versenken.
    Rammstein

  • Aram Khachaturian:


    Ode in Gedenken an Vladimir Ilyich Lenin (1948)


    Armenian Philharmonic Orchestra,


    Loris Tjeknavorian, Ltg.


    (ASV, 1994; Yerevan, Armenien)



    Khachaturian schrieb dazu:


    "Ich erinnere mich an das Gefühl tiefster Traurigkeit, das ich in den rauhen Wintertagen des Jahres 1924 empfand, als ich langsam durch die von Leuchtfeuern erhellten Straßen Moskaus schritt. Zahllose Gruppen von tieftraurigen Menschen strömten, so wie ich, auf die Säulenhalle zu. Jedesmal, wenn ich mir die Menschen anschaulich machte, dachte ich, daß ich versuchen sollte diese Gefühle musikalisch auszudrücken. Ich komponierte diese Musik mit vollkommener Hingabe."

  • Mal wieder an der Reihe:



    Beethoven, L.v. (1770-1827)
    Symphony No 3 E Flat Major Op 55 »Eroica«


    Wiener Philharmoniker,
    Christian Thielemann


    Aufnahme von 2012

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • Rudolf Schock, Wie eiskalt ist dies Händchen (Che gelida manina) aus 1946, mit dem Radio-Symphonieorchester Berlin unter Felix Lederer.



    Er singt diese Arie für meine Vorstellungen nahezu ideal.


  • Jetzt habe ich mir wirklich zweimal hintereinander die Dritte Sinfonie von Aram Khachaturian in dieser Aufnahme "gegeben":



    Irgendetwas daran/darin spricht mich zutiefst an. Die Aufnahme dürfte wohl unerreicht sein, insbesondere klangtechnisch. Glushchenko holt alles an Pathetik, Kraft und Saft heraus was drinsteckt. Besonders die achtzehn Trompeten und die Orgel kommen bestens zur Geltung. Umwerfend.

  • jpc zeigt zu dieser Aufnahme von Schumanns "Peri" eine Rezension aus dem FonoForum von 1997, in der von solider und achtbarer Ausführung die Rede ist. Das finde ich seltsam. Bei mir steht die Aufnahme deutlicher höher im Kurs. Mir gefällt auch jetzt gerade wieder das Orchesterspiel ganz ausgezeichnet und die Sängerriege ist ja schon bedeutend. Und schlecht drauf waren die bei der Aufnahmesitzung definitiv nicht. Also hier nun weiter im ersten Teil dieses Werkes:



    Robert Schumann


    Das Paradies und die Peri, op. 50
    (Nach "Lalla Rookh" von Thomas Moore, Deutsch von Emil Flechsig)


    Magdalena Hajossyova, Marga Schiml, Erberhard Büchner, Hermann Christian Polster, Klaus König, Christian Vogel, Siegfried Jerusalem, Carola Nossek
    Rundfunkchor Leipzig
    Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig
    Wolf-Dieter Hauschild
    (AD: November und Dezember 1981)


    Grüße
    Garaguly

  • nachdem ich den größten Teil des Tages mehr oder weniger mit U-Musik verbracht habe,
    greife ich jetzt doch noch einmal in die Klassik-Kiste :



    Serge Prokofiev
    Klavierkonzert Nr 2 g-moll op 16
    Klavierkonzert Nr 3 C-dur op 26


    Yefim Bronfman, Klavier
    Israel Philharmonic Orchestra
    Zubin Mehta

    Der Mutter die mich nie geboren, habe ich heute Nacht geschworen,
    ich werde ihr eine Krankheit schenken, und sie danach im Fluss versenken.
    Rammstein

  • Für mich eine der schönsten Aufnahme von D 956:




    Heimbach 2000:
    Schubert, Franz (1797-1828)
    String Quintett D 956


    Christian Tetzlaff, Isabelle Faust, Violinen;
    Tatjana Masurenko, Viola;
    Boris Pergamenschikow, Gustav Rivinius, Cello

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)