Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen - eine Arie und die singenden Virtuosinnen!

  • Nachdem das Thema "5000 Taler" so eine ausgezeichnete Resonanz hatte und interessante Diskussionen auslöste, meine ich, dass wir in dieser Richtung weitermachen sollten. Im Gedankenaustausch können wir bekannte Bravourarien analysieren und die "besten" Interpreten/Interpretinnen suchen. Wie bei den 5000 Talern werden sicherlich die bekannten Größen genannt, aber auch hoch interessante, unbekanntere Sängerinnen vorgestellt. Ich schlage vor, dass wir uns dieses Mal mit der Arie der Königin der Nacht widmen aus Mozarts "Zauberflöte" - Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen.

    Wer meistert die gefürchteten Koloraturen am flüssigsten? Wem gelingen die hohen Spitzentöne am mühelosesten? Wessen Stimme klingt in diesen Höhen noch wohlklingend und wortverständlich? Wer
    beeindruckt durch Ausdruck am meisten?


    Dies sind nur einige Schlüsselfragen, die mir spontan einfallen. Ich halte mich zunächst mit eigenem Urteil zurück, um nichts vorwegzunehmen.


    So, liebe Freunde: Nun lasst die Hölle kochen - aber bitte ganz ohne Rache gegenüber kontroversen Aussagen.


    Herzlichst
    Operus



    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Da kommt eigentlich für mich zu allererst Edita Gruberova in Frage,




    die meines Erachtens aus meiner reichhaltigen Sammlung die musikalischen Klippen dieser Partie mit ihrer herrlichen Stimme souverän umschifft. Mit nicht einmal ganz 24 Jahren debütierte sie 1970 in dieser Rolle an der Wiener Staatsoper und erzielte sicherlich 1974 ihren Durchbruch, als sie die Königin in Glyndebourne snag und im gleichen Jahr in Salzburg unter Herbert von Karajan.
    Die o. a. Aufnahme datiert aus dem Jahre 1983 und enstand an der Bayerischen Staatsoper unter Wolfgang Sawallisch und ist für mich in mancherlei Hinsicht Referenz.


    Wenn du demnächst einen Thread über die Arie "Ach ich fühl's, es ist entschwunden" eröffnest, lieber Hans, werde ich aus gutem Grunde diese Aufnahme wieder bemühen :rolleyes: .


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Edda Moser. Ich habe ein etwas gespaltenes Verhältnis zur "Zauberflöte", aber allein Mosers Königin ist die Anschaffung dieser Aufnahme wert:


    Hier "kocht die Königin vor Wut". So extrem - und dabei ausserordentlich gut gesungen - höre ich das bei keiner anderen Aufnahme.


  • Können wir, wie bei den "5000 Talern", auch hier die Leistungen der genannten Interpretinnen durch YouTube-Clips dokumentieren? Sonst lassen sich die Urteile schwer nachvollziehen, wenn man die Aufnahmen nicht gerade in der eigenen Sammlung hat.

  • Das können wir, lieber Bertarido, kuckst du:



    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Bekanntlich mag ich die "Zauberflöte" nicht besonders, aber die Auftritte der Königin der Nacht gehören zu den Lichtblicken. Ich denke ja jedes Mal: vielleicht schafft sie es diesmal, den selbstgerechten Sarastro um die Ecke zu bringen, werde aber leider immer enttäuscht ;) .


    Das können wir, lieber Bertarido, kuckst du:


    Danke! Die Gruberova gefällt mir ehrlich gesagt nicht besonders, während ich Edda Moser hier wirklich sehr eindrücklich finde.


    Unter den gegenwärtig aktiven Sängerinnen wird vielleicht Diana Damrau am stärksten mit dieser Rolle in Verbindung gebracht, die ich hier auch sehr, sehr gut finde:


  • An Edda Moser führt bei dieser Arie wohl kein Weg vorbei. :hail:


    Die Gruberová finde ich ebenfalls nicht ideal.


    Ansonsten fiele mir gleich noch ein Lucia Popp in der berühmten Klemperer-Aufnahme:




    Von den neuesten Interpretinnen auf jeden Fall nennenswert: Simone Kermes. Findet man bei Spotify, aber wohl nicht bei YouTube.

  • Ich möchte hier auf die polnische Sopranistin Isabella Nawe aufmerksam machen, die von 1971 bis Mitte der 1990er Jahre zum Solistenensemble der Deutschen Staatsoper Berlin gehörte und dort über viele Jahre auch die Königin der Nacht sang.


    Folgende Aufzeichnung ist beim Japan-Gastspiel 1980 entstanden, ab 16:06 singt sie die Arie:



    Ich finde, dass sie die Kälte, Härte und herrische Autorität, welche diese Rolle gerade in dieser Szene braucht, ganz wunderbar vereint.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Auch wenn ich sie als "Königin der Nacht" nie live erlebt habe, (dafür aber viele, viele Male als großartige, wunderbare Gilda),
    möchte ich hier mit dieser Arie die Koloratursopranistin "Isabella Nawe" vorstellen. Sie war viele Jahre Mitglied der Deutschen Staatsoper Berlin.
    1980 gastierte das Ensemble unter der Leitung von Otmar Suitner mit der Oper "Die Zauberflöte" in Japan.
    Ich habe keine Studioaufnahme gefunden, dafür diese Arie hier live (!) gesungen, was ich noch besser und authentischer finde.
    Interessenten wünscht viel Freude
    CHRISSY


    anklicken und auf Min. 16.00 gehen: https://www.youtube.com/watch?v=w86Q0Tun1rY


    Entschuldigung, gerade sehe ich nach meinem Senden, daß mir SLH mit derselben Sache zuvorgekommen ist. Macht hoffentlich nichts.

  • Ich bin, glaube ich, der nächste, der sich mit der Zauberflöte schwer tut, vor allem mit Sarastro und den anderen Priestern. Meine Lieblingsstücke sind die beiden Geharnischten und die Arie der Königin der Nacht. Ich habe alle hier angeklickt und würde mich für Diana Damrau entscheiden. Bei YouTube finden sich übrigens jede Menge Jungen, so ab 14, die das auch singen, jedenfalls es versuchen.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Ich vote für Mimi Coertse, die die Königin der Nacht in den 1950er Jahren europaweit über 500mal gesungen hat und damit den Grundstein ihrer Karriere gelegt hat.

  • Papageno konnte nicht schweigen. Ich dagegen Tamino ähnelnd konnnte es. Und das war gut - denn meine Favoritin der sternflammenden Königin wurde erwartungsgemäß rasch genannt.
    Es ist die fabelhafte Edda Moser. Bei ihr laufen die Koloraturen geschmeidig, die Höhe ist mühelos. Selbst in dieser Lage klingt die Stimme noch gedeckt als ob noch weitere Höhe erreicht werden könnte. Der Ausdruck ist eindrucksvoll. Wortverständlichkeit ist ein (fa)Moser. Sie hält tatsächlich den Höhenweltrekord, denn eine Aufnahme von ihr als Königin der Nacht kreist per Satelit im All. :jubel: Übrigens ich liebe die "Zauberflöte."


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zitat

    Stimmenliebhaber: Ich möchte hier auf die polnische Sopranistin Isabella Nawe aufmerksam machen, die von 1971 bis Mitte der 1990er Jahre zum Solistenensemble der Deutschen Staatsoper Berlin gehörte und dort über viele Jahre auch die Königin der Nacht sang.


    In der Tat sehr beeindruckend, lieber Stimmenliebhaber, wie sie die Arie singt. Aber da du die Yuüoutube-Aufnahme engestellt hast, versehen mit japanischen Untertiteln, und ich des Japanischen nicht mächtg bin, habe ich mal in deinem Besetzungsarchiv gestöbert, um in Erfahrung zu bringen, wer die übrigen Protagonisten sind, bin dort aber auch nicht weitergekommen. Peter Schreier habe ich ja noch erkannt, aber die anderen Hauptdarsteller nicht. Zum Beispiel hat mich der Sarastro sehr beeindruckt. War es Fritz Hübner? Und die zweite Dame gefiel mir durch ihren starken Alt. War es Annelies Burmeister? Könntest du die Namen der Protagonisten vielleicht posten?
    Ich möchte mir in den nächsten Tagen die Aufnahme nämlich ganz zu Gemüte führen, da mir auch Orchester und Maestro Suitner ausgezeichnet gefallen haben.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo, William
    Ich bin zwar nicht angesprochen, aber da ich unter SLH dieselbe Aufnahme reingestellt habe, erlaube ich mir, Dir das betr. Ensemble mitzuteilen:


    Wolfgang Amadeus Mozart
    DIE ZAUBERFLÖTE
    Gastspiel der Deutschen Staatsoper Berlin in Japan (1980)
    Dirigent: Otmar Suitner
    Inszenierung: Erhard Fischer


    Sarastro: Siegfried Vogel
    Tamino: Peter Schreier
    Königin der Nacht: Isabella Nawe
    Pamina: Magdalena Falewicz
    Papageno: Jürgen Freier
    Drei Damen der Königin: Jutta Vulpius, Gisela Schröter, Annelies Burmeister
    Monostatos: Peter Menzel
    Sprecher: Waldemar Wild


    Grüße nach COE
    CHRISSY

  • Zum Beispiel hat mich der Sarastro sehr beeindruckt.

    Das freut mich zu hören. Und den gerade 80 gewordenen Siegfried Vogel sicher auch. :)

    Und die zweite Dame gefiel mir durch ihren starken Alt. War es Annelies Burmeister?

    Nein, die singt die dritte Dame. Die zweite Dame war die wunderbare Gisela Schröter! :rolleyes:


    Die Gesamtbesetzung wurde ja inzwischen bereits teilweise eingestellt. Renate Hoff dürfte die Papagena sein, Hanno Garduhn und Waldemar Wild die Priester sowie Henno Garduhn und Heinz Reeh die Geharnischten.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Papageno konnte nicht schweigen. Ich dagegen Tamino ähnelnd konnnte es. Und das war gut - denn meine Favoritin der sternflammenden Königin wurde erwartungsgemäß rasch genannt.
    Es ist die fabelhafte Edda Moser. Bei ihr laufen die Koloraturen geschmeidig, die Höhe ist mühelos. Selbst in dieser Lage klingt die Stimme noch gedeckt als ob noch weitere Höhe erreicht werden könnte. Der Ausdruck ist eindrucksvoll. Wortverständlichkeit ist ein (fa)Moser. Sie hält tatsächlich den Höhenweltrekord, denn eine Aufnahme von ihr als Königin der Nacht kreist per Satelit im All. :jubel: Übrigens ich liebe die "Zauberflöte."

    Ich auch, lieber Hans! Die Musik ist einfach zum Verlieben - die höre ich sogar von der CD gern. Und Edda Moser ist die klare Nr. 1 auch für mich. Was für ein giftiger Ausdruck und was für eine stimmliche Sicherheit!!! :)


    Schöne Grüße
    Holger

  • Eine schöne Aufgabe hat Freund operus gestellt. Ob man die "Zauberflöte" nun abgöttisch liebt oder nicht, es ist kein Vorbeikommen. Was nun diese Arie angeht, finde ich - wie so oft - die Vollendung bei den historischen Sängern. In der Interpretation hat es nach meiner Beobachtung eine starke Wandlung gegeben. Weg von der Koloraturenschleuder, hin zu mehr Ausdruck und Interpretation. Wie Sarastrao, für den Bertarido so gar nichts übrig hat, hat auch die Königin zwei Seiten. Erna Berger, Rita Streich und Erika Köth sind technisch nicht zu toppen. Allerdings haben die Aufnahmen der Berger und der Köth, die ich bei Youtube fand, auch ihre Grenzen. Der Ton ist nicht optimal. Es gibt viel gelungenere - von beiden.



    Die Köth dürfte die Rolle am häufigsten gesungen haben. Ihr erstes Auftreten fällt auf das Jahr 1950 in Kaiserslautern. Es war ihr Durchbruch. Im Hinblick auf Mozarts bevorstehenden 200. Geburtstag wurde sie 1955 als Königin an die Mailänder Scala verpflichtet. Bei verschiedenen Glegenheiten erzählte sie genüsslich, dass Maria Callas die Rolle, die sie hätte singen sollen, mit der Begründung abgelehnt habe, sie sei zu klein. Damals sang die Köth in Italienisch, was sich auf dem überlieferten Mitschnitt der von Herbert von Karajan dirigierten Premiere sehr gut anhört. Elisabeth Schwarzkopf war übrigens die Pamina, Nicolai Gedda der Tamino, Nicola Zaccaria der Sarastro und Giuseppe Taddei der Papageno. In München will die Köth in drei verschiedenen Inszenierungen die Königin mehr als zweihundertmal :!: gesungen haben.


    Edda Moser schlug 1972 in der hier schon mit Tonbeispiel eingestellten Plattenaufnahme völlig neue Töne an. Sie raste wie wahnsinnig. Eine Frau, die in ihrer tiefen Verletzung zu letzten Mitteln greift. Das war eine neue Sicht, die sich auch im Vortrag ausdrückt. Völlig zurecht erlangte die Aufnahme Kultstatus. Das ging so weit, dass sie an Bord der Raumsonde "Voyager 2" ins All geschossen wurde. Bei aller Euphorie wird gern übersehen, dass bereits zwei Jahre zuvor in der DDR eine "Zauberflöte" auf die Platte kam mit der jungen Ungarin Sylvia Geszty. In ihrer Deutung höre ich - wenn man so will - die Vorläuferin der Moser, die ich inzwischen weniger gern höre als die Geszty.



    Was mal sehr modern war, wird auch scheller altmodisch. Ein bisschen so kommt mit heutzutage - bei allem Respekt - Edda Moser vor.


    Gruß Rheingold

  • An sich würde ich unter den heutigen Sängerinnen Diana Damrau den Vorzug geben.
    Eigentlich bin ich überrascht wie gut der Thread anspringt, denn im Gegensatz zu zwei ähnlich angelegten Threads aus der jüngeren Vergangenheit ist es ja so, daß eigentlich nur wenige diese Arie zufriedenstellend meistern konnten. Vielleicht sehe ich das aber falsch...


    In meiner Jugend wurde ein gewisses Aufsehen um Cristina Deutekom gemacht, die allerdings polarisierte, da sie über eine eigene Gesangstechnik verfügte, die nicht immer schmeichelhaft umschrieben wurde. Andrerseits verhalf ausgerechnet diese Arie ihr zum Durchbruch - sie sang sie an fast allen großen Opernhäusern der Welt und sie sang sie auch auf der Operngesamtaufnahme der Decca aus den 60er unter Solti (die die alte Wiener Aufnahme unter Karl Böhm (1955 STEREO !!!) mit Wilma Lipp in der Rolle der Königin der Nacht ersetzte


    Hier eine Aufnahme mit der Deutekom - aber nicht jener für die Schallplatte:


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

  • Dankeschön, lieber Chrissy und lieber Stimmenliebhaber, für die Aufklärung. Leider scheint es ja von der Aufnahme des Berliner Ensembles wohl keine CD-Box zu geben.


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Rheingold1876 schrieb:

    Zitat

    Was mal sehr modern war, wird auch schneller altmodisch. Ein bisschen so kommt mit heutzutage - bei allem Respekt - Edda Moser vor.


    Aber ist das nicht in Wahrheit sehr oft der Fall: Wilma Lipp, einst DIE Königin der Nacht an der Wiener Staatsoper wurde hier in dem Thread bislang üverhaupt nicht erwähnt. Aber es ist ganz, daß immer wieder neue Sichtweisen von Rollen und Interpretatioenen von Werken enstehen, wei das hält die Klassikszene jung.
    WAAAAS Ausgerechnet Alfred scheibt das, der so am Altergebrachten klebt ???
    Die Antwort ist einfach: Wenn ICH von neuen Sichtweisen spreche, dann meine ich EVOLUTION - und nicht REVOLUTION.....


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Lieber William, nichts zu danken.
    Ich weiß es zwar nicht genau, vermute aber, davon gibt es keine CD oder DVD.
    Du findest aber den Mitschnitt auf Youtube. Gib´ein: Die Zauberflöte, Staatsoper Berlin in Japan.
    Viel Erfolg und Freude daran wünscht
    CHRISSY

  • Dankeschön, lieber Chrissy und lieber Stimmenliebhaber, für die Aufklärung. Leider scheint es ja von der Aufnahme des Berliner Ensembles wohl keine CD-Box zu geben.


    Liebe Grüße


    Willi

    Als (Doppel-) DVD ist das Ganze in Japan im Handel käuflich.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Sie hält tatsächlich den Höhenweltrekord, denn eine Aufnahme von ihr als Königin der Nacht kreist per Satelit im All.


    Der Ausdruck ist eindrucksvoll. Wortverständlichkeit ist ein (fa)Moser. Sie hält tatsächlich den Höhenweltrekord, denn eine Aufnahme von ihr als Königin der Nacht kreist per Satelit im All.


    Auch für mich ist Edda Moser in dieser Arie die Nummer eins, weil sie die Wut der Königin eindrucksvoll verdeutlicht. Eine kleine Anmerkung dazu, wenn auch ein wenig OT: Die Aufnahme soll ja irgendwann einmal fremde Galaxien und eventuell außerirdische Zivilisationen erreichen und den Aliens einen Begriff von der menschlichen Kultur vermitteln. Was die wohl von uns denken mögen, wenn sie in der Lage sind, den Text zu verstehen, möchte ich mir allerdings lieber nicht vorstellen.


    LG


    Mme. Cortese

  • Ich höre Opern nicht so oft, die Arie der Königin der Nacht gefällt mir aber gut, schöne Melodie, Dynamik, höchster Anspruch an die Sängerin.


    Von den hier gehörten Interpretationen gefällt mir Diana Damrau am besten, was vielleicht auch an der guten Tonqualität liegen mag. Ich finde sie sehr verständlich, geschmeidige Stimme, hart, aber nicht überhart. Tonsicher sind die Damen hier natürlich alle (sonst wären sie wohl auch auf Dr. Pingels Heuhaufen zu finden), aber die eine oder andere Interpretin hört sich m.E. schon etwas angestrengt an. Welcher Dirigent hetzt eigentlich die arme Frau Köth so furchtbar? Da kann sich die Schönheit der Melodie gar nicht richtig entfalten.


    Hatte hier eben noch was von der Callas reinsetzen wollen, aber die hat die Arie anscheinend nie gesungen - da ist bei youtube ein "fake" unterwegs.

  • Das freut mich zu hören. Und den gerade 80 gewordenen Siegfried Vogel sicher auch. :)

    Über die Flasche BASSO GRANDIOSO, die er zwar etwas verpätet, aber nicht minder herzlich, von der Gottlob-Frick-Gesellschaft erhielt, freute er sich laut Anruf bei mir sehr. Weiterhin alle guten Wünsche und liebe Grüße für den bedeutenden, persönlich so gewinnenden Bassisten aus Ölbronn-Dürrn - das sich langsam zum Mekka der Bassisten entwickelt.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Fehlen darf bei den großen Interpretinnen der Königin der Nacht auf keinen Fall Ingeborg Hallstein. Neben der etwas leichtgewichtigen Erika Köth mit ihrer lieblichen Jungmädchenstimme eine interessante, gleichwertige Alternative, vor allem an der Bayerischen Staatsoper. Hallstein sang diese Arie mit bis in die Höhen runder, warmer , nie angestrengt und schrill klingender Stimme. Hier kam sie der großen Wilma Lipp am nächsten. Schon früh kündigte sich allerdings die kluge Hinwendung zu den lyrischen Strrauß- Partien an, die dann ihre eigentliche Domäne wurden


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Erna Berger, Rita Streich und Erika Köth sind technisch nicht zu toppen. Allerdings haben die Aufnahmen der Berger und der Köth, die ich bei Youtube fand, auch ihre Grenzen. Der Ton ist nicht optimal. Es gibt viel gelungenere - von beiden.

    Da sind wir mitten beim Vergnügen des Interpretationsvergleichs! :D Alle drei finde ich Top - nicht nur wegen der Stimmvirtuosität!

    zwei Jahre zuvor in der DDR eine "Zauberflöte" auf die Platte kam mit der jungen Ungarin Sylvia Geszty.

    .... sie gefällt mir auch wirklich sehr gut.

    In meiner Jugend wurde ein gewisses Aufsehen um Cristina Deutekom gemacht, die allerdings polarisierte, da sie über eine eigene Kesangstechnik verfügtedie nicht immer schmeichelhaft umschrieben wurde. Andrerseits verhalg ausgerechnet diese Arie uhr zum Durchbruch

    Auch die Deutekom finde ich ausgezeichnet - Diana Damrau gefällt mir natürlich auch! :hello:


    Schöne Grüße
    Holger