Was hört Ihr gerade jetzt ? (Klassik 2018)

  • Bei mir jetzt:


    R. STRAUSS: Sinfonia Domestica, Op. 53
    Fritz Reiner dirigiert das Chicago Symphony Orchestra (Aufnahme: 11/1956). Eine Super-Aufnahme, sowohl technisch als auch künstlerisch!


    LG, Nemorino

  • Bruckner 9


    Bernstein, 1969


    25:03 - 11:35 - 24:37 = ~ 61:27



    Agogisch ausgeknetet als handle es sich um Mahler. Es mag verfehlt sein, so ist es aber doch trotzdem interessant und respektabel. Mehr noch, das ist über weite Strecken, jeweils isoliert betrachtet, sehr geil. Manche Detailentscheidung ist freilich auch fragwürdig.
    Abschließend betrachtet fand ich den ersten Satz am stärksten.

  • 0.99 €, da musste ich zuschlagen, zumal der Titel Das Gänsebuch meine Neugier geweckt hatte, worum es sich handelt. Die Gesänge und Orgelstücke stammen aus zwei Gradualen mit insgesamt 1122 Seiten (!) der Reichsstadt Nürnberg. Entstanden sind die beiden Bände 1507 bzw. 1512. Auf der CD sind 16 Tracks, also nur ein sehr, sehr kleiner Teil der liturgischen Gesänge und Orgelstücke des 15. Jahrhunderts. Die Abbildung aus den kostbaren Pergamentseiten gab der Schrift den Namen. Die Handschrift wird in New York aufbewahrt.
    Das Label Naxos hat es ermöglicht, dass diese selten zu hörende Musik, herausgegeben wurde. Die Interpreten sind Frauen- und Männerstimmen der Schola Hungarica. Der Organist ist Matthias Ank. Die Leitung haben Laszlo Dobszay und Janka Szendrei,

    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
    .

  • Auweia! Bin gerade mit der F-Dur-Messe D. 105 durch. Heilige Maria - die Bulgaren spielen Schubert als wär's schlecht gemachter Bruckner. Die holzen ganz ordentlich durch dieses Werk. Man merkt, dass Schubert - und zumal dessen geistliches Werk - im spätkommunistischen Bulgarien nicht der musikalische Dauerbrenner war. Die Gesangssolisten und ihre Bemühungen erinnern mich eher an großen Belcantoton, da ist wenig Verständnis für den Tonfall, den diese Messen brauchen, die noch ganz im Geiste der Wiener Klassik gehalten sind. Ich glaube, ich breche ab. Ja, ich werfe die Box weg, obwohl ich sie heute erst bekommen habe. Aber das ist mir zu schlecht gemacht. Die G-Dur-Messe möchte ich mir in diesem Stil gar nicht mehr anhören! Der einzige Lichtblick der Box besteht in deren fünfter CD. Auf ihr sind die 'Deutsche Messe' und kleinere Kirchenwerke vom Schubert drauf. Doch just diese CD, die vom RIAS Kammerchor, dem RSO Berlin und Marcus Creed bestritten wird, habe ich schon längst als Einzelscheibe.



    Franz Schubert


    Messe Nr. 1 F-Dur D. 105
    Messe Nr. 2 G-Dur D. 167


    Besparova, Bobeva, Ivanova, Mitroushev, Vassilev, Panteleev, Yanukov
    Bulgarischer Nationalchor
    Philharmonisches Orchester Sofia
    Georgi Robev
    (AD: 1986 - 1988)


    Grüße
    Garaguly

  • Da schau an: hätte ich nicht gedacht, dass die Aufnahmen der Beethoven-Quartette durch das Koeckert-Quartett auf CD erschienen sind. Bei mir die LP mit dem Quartett op. 59,3 C-Dur. Wunderbare alte mono-Aufnahme.

    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • So, die Scheibe kam auch heute neu. Die m-u-s-s jetzt besser sein als das zuvor Gehörte. Aber das dürfte, angesichts der Interpreten, erreichbar sein!



    Camille Saint-Saens


    Klavierkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 17 (1858)
    Klavierkonzert Nr. 2 G-Moll, op. 22 (1868)
    Allegro appassionato cis-Moll, op. 70 für Klavier und Orchester (1884)


    Romain Descharmes, Klavier
    Malmöer Symphonie-Orchester
    Marc Soustrot
    (AD: 8. - 9. Juni 2015)


    Grüße
    Garaguly


  • Nun gut - besser als der bulgarische Schubert ist diese Saint-Saens-Interpretation schon ... aaaaaaber - das ist kein Vergleich zu der Aufnahme mit Collard unter Previn oder Pascal Roges Einspielung unter Dutoit, oder wenn ich an Kantorows Saint-Saens-Dirigate mit der Tapiola Sinfonietta denke, die beim schwedischen BIS-Label erschienen sind ... Nein, da reicht das Tonprodukt aus Malmö nicht heran, auch wenn alles solide gespielt wird. Beim berühmten zweiten Kk habe ich mich schon ein wenig gelangweilt, da wird kein rechter Spannungsbogen aufgebaut. Und dem ersten Konzert fehlt klar die Delikatesse in dieser Interpretation. Bedauerlicherweise habe ich mir gleich alle drei der bei NAXOS erschienenen Scheiben mit den Saint-Saens Klavierkonzerten aus Malmö bestellt! Da war ich wohl zu vorschnell.


    Grüße
    Garaguly

  • Auch diese von ELOQUENCE AUSTRALIA herausgebrachte Doppelscheibe ist heute bei mir eingetrudelt. Ich hoffe, ich habe damit mehr Glück als mit den anderen beiden Neuzugängen dieses Tages. Jetzt erstmal CD 1:



    Wolfgang Amadeus Mozart


    Arien aus den Opern
    Le nozze di Figaro, La clemenza di Tito, Cosi fan tutte*


    Konzertarien KV 255, 77, 577, 505, 82, 23^


    Teresa Berganza, Mezzo-Sopran*^
    London Symphony Orchestra, Sir John Pritchard (AD: 1963)*
    Wiener Kammerorchester, György Fischer (AD: 1984)^


    Grüße
    Garaguly

  • Jetzt 'ne ganze Oper, dieses Mal aus dem Barock.



    Antonio Vivaldi


    Dorilla in Tempe RV 709 (1734)


    Romina Basso, Serena Malfi, Marina de Lisa, Lucia Cirillo, Sonia Prina, Christian Senn
    Coro della Radiotelevisione svizzera
    I Barocchisti
    Diego Fasolis
    (AD: 26. - 29. Juli 2017)


    Grüße
    Garaguly

  • Mein Tag schließt heute mit dieser Scheibe:


    BRAHMS: Sinfonie Nr. 4 e-moll op. 98 & MENDELSSOHN: Ein Sommernachtstraum, Auszüge
    Rudolf Kempe und das Royal Philharmonic Orchestra (AD: 2/1960 & 2/1961, Abbey Road Studio No. 1, London). Kempes Brahms ist eine Wucht!!


    LG, Nemorino

  • Kaum ein Pianist interpretiert diesen Synästheten so, wie es Sofronitsky vermag:



    Da meine Kenntnisse der japanischen Sprache nur von rudimentärer Natur sind, muss ich "interpolieren" :D :
    Alexander Skrjabin
    Klaviersonaten Nr. 3, 5, 8 & 9
    Préludes, Etudes, Poèmes
    LA 08.06.1958


    Viele Grüße
    Novalis

  • Bei mir nach längerer Pause wieder mal große Oper:


    VERDI: Othello (1. Akt)
    Jon Vickers (Otello), Leonie Rysanek (Desdemona), Tito Gobbi (Jago), u.a.
    Chor und Orchester des Opernhauses Rom, Dirigent: Tullio Serafin (Aufnahme: August 1960, Rom).


    LG, Nemorino

  • Aus dieser grandiosen CD jetzt:

    Weber: Aufforderung zum Tanz, Op. 65 (orch. Berlioz), Tschaikowsky: Walzer aus "Streicherserenade" op. 48, Sibelius: Valse triste op. 44
    René Leibowitz mit dem Orchester der Wiener Staatsoper (= Wiener Philharmoniker). Aufnahme: Wien, Juli 1957, STEREO).


    LG, Nemorino

  • Gerade erklang (und hier ist diese Vokabel mal wirklich angebracht!) diese Trompetenplatte bei mir. Was für ein prächtiger, voller Trompetenklang, das Orchester ist bestens bei Laune und die Aufnahmetechnik (ursprünglich eine HUNGAROTON-Aufnahme) hat damals alles gegeben. Das war eine richtig schöne Stunde mit dieser CD. Auch wenn die Werke Kreutzers und Millares' eher leichtesten Zuschnitts sind, wurden auch sie von den Interpreten für voll genommen und überzeugend dargeboten. Die Klassiker Haydns, Hummels und Nerudas sowieso. Das Haydnkonzert höre ich mir jetzt gleich noch einmal an! :yes:


    Joseph Haydn: Trompetenkonzert Es-Dur


    Johann Nepomuk Hummel: Trompetenkonzert E-Dur


    Johann Baptist Georg Neruda: Trompetenkonzert Es-Dur


    Conradin Kreutzer: Variationen G-Dur für die "cromatische Trompette"


    Augustin Millares: Fantasia para tromba As-Dur (1847)


    Edward H. Tarr, Trompete
    Franz-Liszt-Kammerorchester
    Janos Rolla, Ltg.
    (AD: 1989)


    Grüße
    Garaguly

  • Jetzt muss es diese Trompetenscheibe auch noch sein: :whistling:


    Johann Nepomuk Hummel
    Trompetenkonzert Es-Dur


    Joseph Haydn
    Trompetenkonzert Es-Dur


    Giuseppe Torelli
    Trompetenkonzert D-Dur


    Johann Baptist Georg Neruda
    Trompetenkonzert D-Dur


    Alison Balsom, Trompete
    Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
    (AD: 9. - 13. Februar 2008)


    Grüße
    Garaguly

  • Der festliche Trompetenklang stimmte mich weihnachtlich - ja, so schlicht bin ich gestrickt. Lass' irgendwo 'ne Trompete schallen und Garaguly hört die Engelein singen. So, jetzt hier diese Scheibe:



    Musik von
    Hieronymus Praetorius, Jacob Praetorius, Thomas Selle, Heinrich Scheidemann, Christoph Bernhard, Samuel Scheidt, Johann Philipp Förtsch, Matthias Weckmann


    Bremer Barock-Consort
    Manfred Cordes
    (AD: 21. - 25. September 2009)


    Grüße
    Garaguly

  • Heute schon gehört:



    Eine großartige live-CD...


    Da mir neulich "Des Knaben Wunderhorn" mit Michael Gielen so unglaublich gut gefiel, habe ich mir eine zweite Aufnahme des Werkes gegönnt und zwar diese hier:



    Ich bin gespannt...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler