Die großen Aufnahmen meines Opernlieblings

  • Nachdem die Threads "Komponistenkette", "Spiel mit den Opernrollen" so gut angenommen werden und zahlreiche interessante Beiträge auslösen, dachte ich, es wäre sicherlich eine schöne Idee, wenn es einen Thread gäbe, wo Taminos die großen Aufnahmen ihres Opernlieblings einstellen können. Genannt werden soll die Sängerin/ der Sänger und dann drei Aufnahmen, die der Schreiber als besonders herausragend von seinem Liebling empfindet. Ich starte einmal und um Euch nicht zu enttäuschen selbstverständlich mit:


    Gottlob Frick:


    Ludwig van Beethoven: "Fidelio", Partie des Rocco, Arie "Hat man nicht auch Gold beineben" (Gesamtaufnahmen unter Wilhelm Furtwängler und Otto Klemperer)



    Richard Wagner: "Götterdämmerung" "Hier sitz' ich zur Wacht" (Gesamtaufnahmen unter Hans Knappertsbusch, Rudolf Kempe und Georg Solti)






    Otto Nicolai: " Die lustigen Weiber von Windsor" Arie "Als Büblein klein an der Mutterbrust" (Gesamtaufnahmen unter Kurt Richter und Robert Heger)





    Alle Tonbeispiele sind bei You Tube zu hören. Gewandtere Taminos als ich sollten bitte die gewählten Klangbeispiele bei ihrem Beitrag einstellen. Vielleicht gibt es sogar einen hilfsbereiten Taminofreund, der meine gewählten Arien einstellen kann.
    Bei einem so universellen Bass, wie es Gottlob Frick war, ist die Auswahl unendlich schwer. Mit schwerem Herzen musste ich auf das gesamte italienische Fach, weitere große Wagnerrollen und, und, und verzichten. Um die Lücken im Wirken des jeweiligen Opernlieblings nicht zu schmerzlich werden zu lassen, dürfen andere User, deren Opernliebling der Genannte ebenfalls ist, weitere drei Aufnahmen einstellen, es sollten jedoch andere Klangbeispiele sein. Alles klar? - dann los: Setzt Euren Opernlieblingen ein Denkmal hier im Tamino-Klassik Forum.
    Herzlichst
    Operus


    Um mich nicht mit Fremden Federn zu schmücken. Unser Taminofreund Stimmenliebhaber hat vor einger Zeit bereits einmal die schönsten Aufnahmen von Gottlob Frick eingestellt. Ich habe die Vorlage gerne aufgenommen und weiter ausgebaut.

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Dann mache ich mal weiter mit Lauritz Melchior:


    Siegfried im "Siegfried" (weite Szenen im Studio):



    Siegmund 1. Akt unter Bruno Walter



    Und ehe ich jetzt einen der vielen Tristane, Tannhäuser oder Lohengrine auswähle, entscheide ich mich als dritte Aufnahme für die 5 Schumann-Duette mit Lotte Lehmann, die hier mit drauf sein müssten:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Einer meiner Lieblingstenöre ist Richard Tucker. Es gäbe bestimmt eine ganze Reihe von Opernaufnahmen von ihm, die es lohnte hier einzustellen, aber ich möchte mich auf drei seiner Besten beschränken. Sie gehören zu den optimalsten Einspielungen dieser Opern:




  • Wen sollte ich als meinen "Opernliebling" (Sigular!!!) wählen?


    Ist es Elisabeth Grümmer? Oder Pilar Lorengar? Oder Victoria de los Angeles? Oder Regine Crespin? Vielleicht Gubdula Janowitz? Oder Catarina Ligendza?
    Oder vielleicht doch ein Bass? Da käme nur Martti Talvela in Frage!
    Oder ein Tenor? Natürlich, das wäre dann wohl Jussi Björling? Oder doch eher Carlo Bergonzi? Vielleicht sogar Jon Vickers? Oder doch auch Lauritz Melchior?


    "Wählst du den einen - verlierst du den andern! Verliert man nicht immer, wenn man gewinnt?"

    Capriccio Schußszene der Gräfin


    Nein, das ist nur ein Spiel für Melomanen mit einer ausgeprägten monogamen Disposition!
    Die habe ich nicht! Gott sei Dank!
    So ein bischen muss doch etwas von Don Giovanni in einem passionierten Melomanen stecken!


    Caruso41

  • Der Mann ist zwar im Forum nicht ganz unumstritten - was ich nachvollziehen kann -, hat aber trotzdem einige beeindruckende Aufnahmen zu verzeichnen.


    Eine Aufnahme für die berühmte "einsame Insel". Hier wurde alles richtig gemacht und bei der Besetzung gibt es keinen Schwachpunkt. (Lediglich ist die Aufnahme klangtechnisch nicht ganz auf der Höhe.)



    Ridderbuschs van Bett ist einfach nur großartig und unterhält aufs Prächtigste. Leider fehlen bei diesem Soundtrack zu einer Fernsehverfilmung die Dialoge.



    Hans Sachs ist bei Ridderbusch in den besten Händen, die Aufnahme ist klanglich sehr gut und hält auch insgesamt ein hohes Niveau. Warum gerade dieser Bayreuth-Mitschnitt etwas im Schatten anderer Aufnahmen steht, ist für mich nicht ganz verständlich.

  • Nein, das ist nur ein Spiel für Melomanen mit einer ausgeprägten monogamen Disposition

    Lieber Caruso,
    genau das ist das schwierige, um wie der Bayer sagen würde hinterfotzige an diesem Thread. Man muss sich für einen Liebling entscheiden. Der polygame Don Giovanni wird endlich zur Räson gebracht. Das "Flattern von Rose zu Rose" ist vorbei. Kein Harem mehr von zig Lieblingen - nein die Konzentration auf und die Treue zu einem, seinem absoluten Liebling ist gefragt. Aber es gibt einen Trost: Jeder Opernfreund kann ja nach und nach immer wieder einen neuen Opernliebling einstellen. Du könntest also in Lauf der Zeit alle Deine Lieblinge einstellen und jedem damit das "Caruso- Lieblings-Siegel" verleihen. Glaube bitte einem langjährigen monogamen Ehemann: 58 Jahre mit seinem absoluten Liebling zusammen zu sein ist das Schönste auf der Welt! Warum nicht auch in der Oper?
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zit. Caruso41: "Nein, das ist nur ein Spiel für Melomanen mit einer ausgeprägten monogamen Disposition! Die habe ich nicht! Gott sei Dank! So ein bißchen muss doch etwas von Don Giovanni in einem passionierten Melomanen stecken!"

    Eine geistvoll-witzige Anmerkung zu diesem Thread. So etwas kann einen Spaziergang auf einem eigentlich fremden Terrain dieses Forums zu einer höchst erfreulichen Sache werden lassen! - (wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf).

  • Ein weiterer Beitrag zum Spiel mit einem meiner Opernlieblinge: George London.



    Mitschnitt einer in Deutsch gesungenen großartigen Aufführung mit London in der Titelrolle. Bis auf leichte Abstriche bei den Leistungen von Kunz (Leporello) und Weber (Komtur) gibt es hier nichts auszusetzen. (Und Böhm war als Dirigent bei live-Aufnahmen sowieso immer besser als im Studio.)




    Rundum gelungene, hochdramatische Aufnahme in guter Monoqualität. Londons Holländer ist von einem erstklassigen Ensemble umgeben: Rysanek als Senta, Greindl als Daland.




    Einzig Kirsten Flagstads ältliche Fricka stört den Gesamteindruck einer überragenden Aufnahme mit Londons beeindruckendem Göttervater im Zentrum. (Svanholms Loge ist ebenfalls Geschmackssache.)

  • Nein, das ist nur ein Spiel für Melomanen mit einer ausgeprägten monogamen Disposition!
    Die habe ich nicht! Gott sei Dank!


    Lieber Caruso, ich bin ganz bei Dir. Wen sollte man da nennen? Und was sind überhaupt "große Aufnahmen" eines "Opernlieblings"? Auch kleine Dinge können uns entzücken, wie ich eben erst in der Berliner Philharmonie beim "Italienischen Liederbuch" von Wolf mit Diana Damrau und Jonas Kaufmann erfuhr. :)


    Ich werde aber sehr aufmerksam mitlesen und grüße die Runde.

  • momentan im Fokus (kann sich rasandl ändern):


    Georg Zeppenfeld, der stimmlich und darstellerisch (dabei unterstützt durch beeindruckende Regie Hans Neuenfels) den schwachen bis trottligen König Heinrich aus der Oper Lohengrin höchst eindrucksvoll gestlatet


    Franz Grundheber als Wozzeck in Kollaboration mit einem mega-fetzigem Orchester.


    da in letzter Zeit mehrere Lear-Aufnahmen (Aribert Reimann) reingezogen, stechen gleichermaßen daraus hervor (dabei mal von DFD abgesehen): Goneril mit Helga Dernesch, Regan mit Colette Lorand und Cordelia mit Julia Varady... nehmen wir einfach mal Julia Varady, weils die "liebe" Tochter ist ...


    leider kein Cover der CD-Box zu posten

  • Jeder Opernfreund kann ja nach und nach immer wieder einen neuen Opernliebling einstellen.

    Lieber "Operus",


    so hatte ich das auch verstanden, sonst hätte ich mich gar nicht für DEN einen Opernliebling entschieden. Genau, was du schreibst, hatte bzw. habe ich vor und werde dabei bleiben. Ich habe nämlich auch viele Operlieblinge und fattere gerne "von Rose zu Rose". :D :hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Zu meinen Lieblingen im Fach des Koloratur-Alt gehört unzweifelhaft Huguette Tourangeau. Heute dreimal hintereinander gehört die Arie aus "L´Assedio di Calais". Einfach bewundernswert und grandios diese Stimme!


    (Das Einstellen des Cuvers klappt leider nur mit genauem drücken auf den Punkt)

  • Halllo,
    große Aufnahmen meiner Opernlieblinge, das ist ein sehr weites Feld.
    Aus der langen Reihe. die ich da aufzählen könnte ( und natürlich gehört Gottlob Frick auf einen der Spitzenplätze) greife ich mal Nicolai Gedda heraus.
    Ich habe ihn kürzlich als Lenskij in einer alten Liveaufnahme gehört. Hervorragend. Was noch:
    - der Palestrina
    - der Arnold Melchthal (Tell von Rossini)
    . der Romeo (Gounod)
    - Tamino
    - Werther
    . die frühen Operettenaufnahmen von Emi
    - der Nadir (Perlenfischer)
    und und und hier könnten noch mindestens 20 Rollen folgen, ich belasse es mal dabei.
    Schöne Grüße
    wega


  • Lieber Caruso, ich bin ganz bei Dir. Wen sollte man da nennen? Und was sind überhaupt "große Aufnahmen" eines "Opernlieblings"? .


    Ganz meine Meinung, lieber Rheingold!


    Die Brücke, die Du, lieber Operus baust, indem Du gleichsam befristete Monogamie zuläßt, hilft mir auch nicht wirklich weiter!
    Viele der von mir genannten "Kandidaten" haben gerade von den Partien, in denen ich sie besonders schätze, keine Aufnahmen hinterlassen - oder technisch indiskutable.
    Von der Grümmer gibt es weder die Fiordiligi noch die Capriccio-Gräfin. Von der Janowitz keine Odabella oder Amelia Grimaldi. Von der Lorengar keine Tatjana und keine Desdemona. Von Talvela keinen Jacopo Fiesco und keinen Philipp ..... und so weiter!


    Mein Problem bei diesem Spiel wäre wohl: mich interessieren bei Opernsängern vor allem die Aufführungen, die ich von ihnen gehört habe. Oper auf LP oder CD sind allenfalls Stütze der Erinnerung, letztlich nicht mehr als ein blasses Surrogat.


    Ich werde den Thread gerne lesen, beitragen eher nicht!


    Caruso41

  • Ganz herzlichen Dank an die Heinzelmännchen, die die erwähnten Aufnahmen von Gottlob Frick ganz exakt gefunden und für mich Internet - Defizitären eingestellt haben. Wunderbar - die kollegiale Hilfsbereitschaft bei uns Taminos funktioniert selbstverständlich und bestens. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und habe die Aufnahmen abgehört. Ingrid verließ sogar ihr Reich die Küche und hörte mit. Trotz zig fachem Hören haben uns die Lieblingsarien wieder begeistert. Es wurde uns also ein Morgenkonzert geschenkt. Operngenuss wird heute wahrscheinlich kulinarische Freuden ersetzen. Ich werde mich bei dieser Wahl kulturell ganz erhaben fühlen - nur der Magen wird knurren. "So isch"s halt na ah wieder". Diese tiefe Äusserung für Entsagung können nur Schwaben verstehen!


    herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Mein lieber Hans,


    mit knurrendem Magen den Tag zu beginnen, das ist normal. Mir geht es auch jeden Morgen so, und das Hungergefühl und die Vorfreude auf meine geliebten Morgenbrötchen mit Honig, das tägliche 6-Minuten-Ei und etwa einen 3/4 Liter Kaffee besiegt die Faulheit und den Wunsch, einfach liegenzubleiben. Das unterscheidet dann wohl den Thüringer vom Schwaben, auch wenns nur Klischee ist.


    Um zu Deinem sehr schönen Thema zu kommen. Du hast mich damit total verwirrt. Mein Opernliebling.... und dann noch seine großen Aufnahmen. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Deutschsprachige Sänger wie Rosvaenge, Traxel, Wunderlich, den jungen Schock, Dermota, Anders, Windgassen, Metternich, Schlusnus, Schöffler, Prey, DFD, Frick, Hann, Böhme usw... (Ich habe noch gar keine Frauen genannt!!) Und dann die Italiener, die Osteuropäer (besonders die tiefen Stimmen), die Amis......


    Ich bin ratlos. Ich bräuchte Tage, um meine Gedanken zu ordnen, und Wochen, sie zu Papier zu bringen. Und wäre ich fertig, dann kämen die Zweifel. Ich höre eben einfach zu viele Sänger zu gerne, weil ich in vielen Dingen nicht so kritisch bin wie manche Melomanen hier. Vielleicht schlägt aber noch der Blitz bei mir ein und ich sage zu mir: Halt La Roche!! Den oder Keinen. Im Moment sind Blitze aber nicht zu erwarten.


    Halt!!! Gestern habe ich Richard Tucker mal wieder gehört. Mann ist der gut!! Aber ist er mein Opernliebling? Kann ein Opernliebling überhaupt einer sein, den man nicht live erlebt hat? Anfang der 90-er habe ich Cheryl Studer live erlebt, noch in Vollbesitz ihrer Stimme (als Kaiserin in Dresden), zusammen mit Botha. Das wären Kandidaten. Die verklärte Erinnerung an die 4 Rosvaenge-Erlebnisse kommen aber sofort wieder hoch. Ich lese erst einmal mit, was die anderen Opernfreunde so schreiben. Vielleicht glätten sich die Gehirnfalten dann wieder und kommen zu klaren Ergebnissen.


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Ich habe - von wenigen Ausnahmen abgesehen eigentlich keinen persönlichen "Opernliebling" - vielleicht ausch deswegen, weil ich "Konservenhörer " bin und mir die (früher meist geschönten) den Geschmack verdorben haben. Ich war meist enttäusch, wenn ich eine dieser Stimmen dann live hörte.
    Kommen wir aber zu einer Stmme, die ich auf Tontröger sehr schätzte: Fritz Wunderlich
    Hier wäre vorzugsweise die Rolle des Tamino in Mozarts Zauberflöte (unter Karl Böhm) und die Rolle des Belmonte in Mozarts "Entführung aus dem Serail" (unter Eugen Jochum) zu erwähnen

    Wunderlich hat auch zahlreiche Einzelaufnahmen von Opernarien in seiner Jugend gemacht, teilweise noch in mono.
    Er war aber mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden und er wollte die Aufnahmen wiederhole. Aus Insiderkreisen habe ich vor langer Zeit die (ungeprüfte) Information erhalten, daß er es gern gesehen hätte, wenn diese alten Aufnahmen zurückgezogen würden und er hat angeblich angeboten die betreffenden Arien UNENTGELTLICH erneut aufzunehmen, ein Ansinnen, dem nicht stattgegeben wurde....


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Ich bin ratlos. Ich bräuchte Tage, um meine Gedanken zu ordnen, und Wochen, sie zu Papier zu bringen. Und wäre ich fertig, dann kämen die Zweifel. Ich höre eben einfach zu viele Sänger zu gerne, weil ich in vielen Dingen nicht so kritisch bin wie manche Melomanen hier. Vielleicht schlägt aber noch der Blitz bei mir ein und ich sage zu mir: Halt La Roche!! Den oder Keinen. Im Moment sind Blitze aber nicht zu erwarten.

    Lieber Ulli,
    es gibt Millionen schöner, wertvoller, begehrenswerter Frauen. Du hast Dich bei dieser riesigen Auswahl für Deine Hannelore entschieden und mit dieser Entscheidung das große Los gezogen.
    Genau so ist es mit Deinen Opernlieblingen. Ein Tipp: Augen zu Bilder austeigen lassen, im Geist Melodien hören und schon hat Dir Dein Unbewußtes das Ergebnis geschenkt.


    Herzlichst
    Hans

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Du hast Dich bei dieser riesigen Auswahl für Deine Hannelore entschieden und mit dieser Entscheidung das große Los gezogen.


    Lieber Hans,


    daran habe ich eigentlich selten gezweifelt. Wie sonst könnte man es (2018) 50 Jahre miteinander aushalten!!??


    es gibt Millionen schöner, wertvoller, begehrenswerter Frauen.

    und auch damit bist Du im Recht! Dieser Satz war Anlaß, vorher zu probieren und erst mit 27 zu entscheiden, welche davon für mich geschaffen wurde (nicht andersrum).


    Beim Gesang ist das viel schwerer. Hier zu entscheiden ist ein Bauchgefühl, vermischt mit Subjektivität. Die Entscheidung für eine Frau wird bestimmt durch das Herz und den optischen Eindruck und noch ein paar Kleinigkeiten. Diese Entscheidung sollte bei uns altmodischen Nachkriegsliebhabern ja schließlich ewig halten. Die Meinung über einen Sänger kann man ändern, die über die Ehefrau nicht.


    Trotzdem ist das ein schöner individueller Thread. Ich komme noch.


    Herzlichst Uli

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.



  • Besonders hervorzuheben sind hier das Riesenpaar Greindl und Frick im "Rheingold". Hier betreten zwei Naturgewalten die Bühne, die die Erde wahrhaft erbeben lassen!




    Greindl als Hans Sachs ist der Star dieser Aufnahme. Er bewältigt scheinbar mühelos Knappertsbuschs gedehnt Tempi und liefert ein hervorragendes Rollenporträt des mitunter recht grantigen Schusterpoeten. Da kann der Rest der Besetzung - meiner Meinung nach - nicht immer mithalten.




    Leider nur ein Querschnitt, den es momentan nur als Download gibt. Greindl gibt hier einen hervorragenden Kezal. (mit Anny Schlemm, Walther Ludwig, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Fritz Lehmann)


  • In dieser unterschätzten "Zauberflöte" singt Pape einen noblen Sarastro. Eine Rolle, in der ich ihn auch live an der Staatsoper Berlin erleben durfte.




    Pape als grandioser König Heinrich. Neben dem äußerst gelungenem ersten Akt fallen die Akte zwei und drei etwas ab, was wohl an Barenboims schwankendem Dirigat liegt. Ebenfalls beeindruckend sind Peter Seiffert (Lohengrin) und Roman Trekel (Heerrufer).




    König Marke ist eine der Glanzrollen Rene Papes. (Leider hat er mit Domingos Tristan keine Idealbesetzung an seiner Seite.)

  • Lieber Cartmann,
    schön, dass Du diesen Themenbereich so aktiv mitprägst und das mit einer gelungenen Auswahl von Bässen. Nun fehlt nur noch der neue internationale Star Günther Groissböck. Ich überlasse ihn gerne Dir, zumal ich keine Bilder einstellen kann.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!



  • Als Lohengrin für mich unerreicht. Auf der gezeigten CD sind auch Auszüge eines Konzerts mit 73 Jahren (!) in Stereo enthalten. Darauf ist bei YT verlinkt.




    Genauso als Duca di Mantova. Hier noch deutlich jünger, 49.


    Beide Male auf Russisch, aber das klappt erstaunlich gut.

  • Sagte ich, ich habe keine Lieblingsstimmen ? Doch ich hatte sie - aber irgendwie hab ich das meiste vergessen.
    Die Callas, Inbegriff der Sangeskunst für viele - ich mochte sie nicht wirklich, die Stimme war meiner Meinung nach hässlich. MEIN Favorit war Joan Sutherland, die Königin des Schöngesangs. Ich mochte auch das Dirigat von Richard Bonynge


    Die Krönung stellt IMO die Regimentstochter dar......


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Janacek, Charles Mackerras, Elisabeth Söderström.
    1. Jenufa
    2. Katja Kabanowa
    3. Die Sache Makropulos

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)