Das müssen Sie gelesen haben!!!

  • Unser neues Mitglied "hastetöne" führt sich mit klugen Beiträgen über Rausch, Trauma und Sucht hervorragend in unserer Gemeinschaft ein. Ich hatte zwar kein Trauma, aber eine geradezu euphorisierende Begeisterung, als ich heute in "Der neue Merker" 02/ 2018 "Reflexionen über das zähe Leben der Oper" las. Das sollten wir alle gelesen haben! Johannes Schenke - im Forum bekannt und geschätzt als Sixtus - schreibt eine herrlich ironische, humorvolle und doch tiefgehende Analyse der heutigen Opernszene. Lesen mit Lust, Schmunzeln, Nachdenken, Zustimmung und Kopfschütteln lösen diese Betrachtungen aus. Vorlagen und viel Futter für unsere Diskussionen hier im Forum. Frag nach bei Sixtus heißt ein Thread hier im Forum. Ich nehme es wörtlich und frage Dich lieber Hannes. Bist Du so nett und würdest diesen Artikel hier komplett mit allen Bildern im Forum einstellen oder einstellen lassen. (Alfred ermöglicht alles, wenn es uns und seinem Forum dient). Die Freigabe von Frau Dr. Sieglinde Pfabigan, der Chefredakteurin des Neuen Merker, sollten wir auch bekommen, weil sie uns Taminos und dem Forum verbunden ist. Also müsste rasch zumindest ein Link zum Artikel gesetzt werden können. Aber das ist nur das halbe Erlebnis und nicht der volle Genuss. Der Artikel sollte komplett in gelungener Ganzheit eingestellt werden. Lieber Sixtus, mit diesem "Preislied" hättest Du den Sängerwettstreit haushoch gewonnen. Bilden wir uns alle selbst ein Urteil: Das sollten wir -nein das müssen wir alle gelesen haben.


    Herzlichst
    Operus
    Übrigens könnte dieser Titel, wenn wir die Betrachtung von Sixtus kommentiert und in der Diskusson ausgebeint haben, weitergeführt werden, wenn ein Tamino ein Leseerlebnis hat, bei dem er sagt: Das müssen Sie gelesen haben.

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ach wie schön sind Spotanreaktionen. Bitte noch um etwas Geduld. Sobald der Bericht eingestellt ist können wir am konkreten Beispiel diskutieren. Es ist jedoch ein bewährter Marketingtrick, schon vor Erscheinen des Artikels ( Films) Neugierde zu schaffen. Sollte mir dies mit meinem Trailer gelungen sein? Dann gönnt dem alten Fuchs die Freude.
    Herzlichst
    Operus

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  • Lieber Hans Heukenkamp,


    jedesmal, wenn ich von dir ein Post lese, bemerke ich immer wieder deine Signatur, nämlich einen Satz der türkisch- oder kurdischstämmigen Bundestagsabgeordneten A. Özuguz. Da sich dessen Sinn einfach mir nicht erschliessen wollte, habe ich mal ca. 20 Min. recherchiert und dann festgestellt, dass man dazu eine kleine Geschichte kennen muss, um es überhaupt zu verstehen.


    Dann wurde ich böse, weil der Satz völlig aus dem Kontext gerissen ist, meine Zeit also völlig vertan war.. Oder hab ich`s einfach doch nicht verstanden ? Ich weiss, dass man sowas in PN schreiben sollte (= privaten Nachrichten). Bitte ggf. um Entschuldigung.


    Freundlichst,
    D.


  • Dieses Mal scheint der "Neue Merker" wieder ein Schatzkästlein für interessierte Opernfreunde zu sein. Schon wieder kann ich appellieren: Das müssen Sie gelesen haben. Elena Habermann, die ewige Komparsin von 1964 -1991 ständig mit auf der geheiligten Bühne der Wiener Staatsoper blickt aus dem Blickwinkel einer Statistin auf "600 mal Wallmann Tosca" zurück . In den 600 Vorstellungen sangen 84 verschiedene Cavaradossis, 72 Toscas und 62 Scarpias. Selbstverständlich, wie es sich für Wien gebührt, sind darunter die meisten Großen dieser denkwürdigen Zeit. Erzählt werden auch herrliche Anekdoten, z. B. wie sich einmal der Cavaradossi gesungen von Nicola Matinucci sich selbst auf der Seitenbühne erwürgen musste, weil das Schießkommando nicht aufgetreten ist. Ebenso der tragisch-komische Vorfall, als die Perücke der großen Galina Wischnewskaja Feuer fing und die Sängerin als lebende Fackel auf der Bühne stand. Gott sei Dank endete dieser Vorfall folgenlos, dank des Einsatzes der Feuerwehr und der couragierten Hilfe mutiger Kollegen. Äusserst interessant auch, wie die maßstabsetzende Inszenierung von Margarethe Wallmann im Lauf der Jahrzehnte an den Pubilkumsgeschmack und den Zeitgeist angepasst wurde. Dennoch blieb es die Wallmann "Tosca" und aus der Sicht von Elena Habermann - klein aber oho - , die heute äußerst erfolgreich den Merker Kunstsalon managt, eine 60 Jahre jung gebliebene Inszenierung.
    Liebe Taminos, wieder braucht ihr ein wenig Geduld, bis auch dieser Artikel für uns freigegeben und zum Lesen eingestellt ist. Aber wie heißt es so schön, "Geduld bringt Rosen."


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Liebe Taminos, wieder braucht ihr ein wenig Geduld, bis auch dieser Artikel für uns freigegeben und zum Lesen eingestellt ist. Aber wie heißt es so schön, "Geduld bringt Rosen."

    Ja, lieber Hans, und auch ich warte darauf. Deine beiden "Vorankündigungen" machen neugierig!!!


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Ich lasse bereits alle Beziehungen nach Wien spielen, um endlich liefern zu können. Bis Montag wird dies allerdings dauern. Bitte entzieht mir Euer Wohlwollen deshalb nicht.
    Vorfreude ist die schönste Freude und nachher wird der Genuss um so köstlicher. :hello: :hail: Hoffentlich?


    Herzllichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Operus,
    ich habe Sieglinde Pfabigan mein placet signalisiert, den Artikel freizugeben. Ihre Reaktion war positiv. Der Text samt Fotos kann also den Forumlesern zum Fraße vorgeworfen werden. Das technische Verfahren des Einstellens überlasse ich jedoch den Kundigen. Noch besser wäre es aber, die Interessierten würden sich diesmal den Merker selber zulegen.
    Noch einige Bemerkungen zur Entstehung des Textes:
    Ich war mit Frau Pfabigan im Anschluss an das letzte Frick-Treffen in Karlsruhe in der Götterdämmerung. Dort entstand die Idee, den aktuellen Zustand der Opernlandschaft zum Thema eines Leitartikels zu machen. Ich habe mir daran die Zähne ausgebissen und gemerkt, welche inneren Widerstände ich überwinden muss, mich in die Haltung moderner Regisseure zu versetzen, um ihre Arbeit zu persiflieren. Mails gingen hin und her, der Text wurde mehrfach geändert und gekürzt. (Die Fotos sind ohnehin immer von der Redaktion.)
    Das Resultat war schließlich, dass unter dem fertigen Artikel hinter meinem Namen noch stand: & Red. Das Ganze, das jetzt hier hochgejubelt wird, war also im Grunde im Ergebnis ein Kompromiss. Wenn es trotzdem Anklang findet, soll es mir recht sein.
    Herzliche Grüße von Sixtus


    Und jetzt kann ich mich endlich meinem eigenen Thread widmen und meine Versprechungen einlösen!

  • Das Resultat war schließlich, dass unter dem fertigen Artikel hinter meinem Namen noch stand: & Red. Das Ganze, das jetzt hier hochgejubelt wird, war also im Grunde im Ergebnis ein Kompromiss. Wenn es trotzdem Anklang findet, soll es mir recht sein.

    Lieber Sixtus,


    die besten und weisesten Entscheidungen sind meistens ein gelungener Kompromiss. Hochgejubelt wird von mir überhaupt nichts, das hast Du und Dein Artikel nicht nötig. Unsere Leser werden sich selbst ihr Urteil bilden. Auch Bezüge auf Wagners "Meistersinger" so a la: "Euch macht ihr' s leicht mir macht ihr's schwer gebt ihr mir Armen zu viel Ehr" sind für mich nicht zutreffend, weil der Artikel ist so gut, dass es wirklich nur heißen kann: Das müssen Sie lesen!!!


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Dann wurde ich böse, weil der Satz völlig aus dem Kontext gerissen ist, meine Zeit also völlig vertan war.. Oder hab ich`s einfach doch nicht verstanden ?


    Lieber Damiro,
    der Halbsatz birgt soviel ironisches Potential, daß ich, ein hübsches Motto für das Klassikforum suchend, unmöglich daran vorbei konnte. Die Frau Staatsministerin mag es mir nachsehen, wenn ich den Zusammenhang ihrer Äußerungen nicht korrekt erfaßt haben sollte.
    Mit bestem Guß!

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Auch ich bin schon sehr gespannt. Dank an Operus, Sixtus und auch Frau Pflabigan. Ich werde mich außerdem bemühen, den "Neuen Merker", den ich bisher noch in keiner hiesigen Zeitschriftenhandlung finden konnte, zu bekommen, für mich die einzig glaubwürdige Musikzeitschrift.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Zitat

    GW
    für mich die einzig glaubwürdige Musikzeitschrift.

    :hahahaha::hahahaha::hahahaha:


    Schade für dich das du noch keine gute Musikzeitschrift gelesen hast!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hallo, Hans Heukenkamp,


    nun habe ich mich etwas mehr mit der Vorgeschichte des von dir verwendeten Zitats beschäftigt und muss Frau Özoguz doch eine gewisse Ungeschicklichkeit ihrer Worte bescheinigen, die selbst für mich als Nicht - Philologen ein hohes Potential an ironischer Deutung/ Wirkung besitzen. ;) Andererseits jedoch lehnt sie sich mit ihren Projekten ziemlich weit aus dem Fenster, was für ihre Ziele, nämlich das Kommunalwahlrecht für nicht- deutsche Ausländer zu erreichen aber auch notwendig ist. Wir wissen alle, dass die Diskussion über dieses Recht auch parteiübergreifend ist und vorsichtiger, aber notwendiger Behandlung bedarf. Auch wissen wir, dass Herr Gauland die Dame in einen bestimmtes, ländliches Gebiet bei Hamburg (?) eingeladen und sie aufgefordert hat, dort deutsche Kultur im Detail kennenzulernen. Hinterhältig von dem alten Fuchs...


    Da hat sie nun nicht gekniffen und war tatsächlich dort, hat uns das bekannte Zitat geliefert, mehr oder weniger verwurstet. Von der schnöden Politik abgesehen, hat sie schon Courage und Standvermögen, oder ?


    Und offensichtlich braucht sie für Spott nicht zu sorgen... :rolleyes:


    Im Guten,
    und Nachtgruss,
    D.

  • "Der Teufel hol´s!"
    Lieber Rheingold, ich trage für diese Prozedur keine Verantwortung. Ich habe nur meinen Text auf Wunsch von Operus zur Veröffentlichung im Forum freigegeben. Aber "welche Pfade fand er?" Da bin ich selber noch am Suchen.
    Aber dank Alfred werden wir ihn schon finden.
    In diesem Sinne: "Fanget an!"
    Mit bangen Grüßen - Sixtus

  • "Der Teufel hol´s!"
    Lieber Rheingold, ich trage für diese Prozedur keine Verantwortung. Ich habe nur meinen Text auf Wunsch von Operus zur Veröffentlichung im Forum freigegeben. Aber "welche Pfade fand er?" Da bin ich selber noch am Suchen.
    Aber dank Alfred werden wir ihn schon finden.
    In diesem Sinne: "Fanget an!"
    Mit bangen Grüßen - Sixtus

    Ja. mein lieber Sixtus, ich sitze selbst schon auf Kohlen, nachdem ich die Spannung aufgebaut und den Erwartungsdruck geschaffen habe. Gestern Abend ging der zweite Artikel der Serie "Das müssen Sie gelesen haben" von Frau Dr. Elena Habermann über die 600. Auführung der Wallmann "Tosca" zu Alfred nach Wien. Der erste Artikel ist vom Autor Sixtus zur Veröffentlichung freigegeben. Alfred sollte bitte nur das O. K. von Frau Dr. Pfabigan einholen, das dürfte jedoch kein Problem darstellen. Obwohl Wien eine wunderschöne Stadt mit unendlichen, weiten Wegen ist und alle Beteiligten viel beschäftigte Promis in der Opernwelt sind, dürfte es sich meiner Schätzung nach, nur noch um Stunden handeln, bis wir den erwarteten Lesestoff verschlingen und dann hoffentlich ausgiebig über die Inhalte diskutieren können.


    Herzlichst
    Operus,
    der schon wie ein Rennpferd (Bild ist geschmeichelt bei meinem Gewicht) mit den Hufen scharrt, um endlich loslegen zu können. :D

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • So - und nun ist er da, der erste Artikel. Es hat ein wenig gedauert, da ich mir zuerst ein Exemplar des "Neuen Merker" besorgen musste, den es vorzugsweise im Stadtzentrum Wiens (bei MORAWA,Wien Wollzeile) gibt
    Dann habe ich den gesamten Text händisch abgetippt......... :(:stumm:


    Text von Johannes Schenke ("Sixtus") - erschienen im "Neuen Merker"
    mit freundlicher Genehmigung des Autors und Frau Dr. Sieglinde Pfabigan




    *) im Tamino Klassikforum als "Sixtus" bekannt


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Sehr lesenswert, aber es gibt auch ein Buch darüber: "Der Ring im Lichte des Strafrechts". Eine Sache macht mir Kopfzerbrechen, weil ich mithilfe einer literarkritischen Analyse glaube, dass der erste größere Absatz von Alfred stammt. Beweis: dieser Absatz enthält die klassische Alfredsche Rechtschreibung, die anderen Teile nicht.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Diesmal umgehe ich die Alfredsche Rechtschreibung -die in Wirklichkeit auf dauerndes Vertippen zurückzuführen ist, imdem ich einfach mit viel MÜhe den Text aus dem PDF Dokument extrahierte (Ich kenne mich mit dem Programm nicht aus und benutze World)


    Wieder geht mein Dank an den Neuen Merker und die Autorin , Dr. Elena Habermann für die Freigabe des Tesxtes




    mfg aus Wien
    Alfred

  • Lieber Alfred,


    Vergelts Gott, dass Du in mühseliger Kleinarbeit, die Texte beider Artikel abgetippt, extrahiert und entsprechend den Copyright-Regeln lese- und Tamino-gerecht aufbereitet hast :jubel: :jubel: :jubel: . Danke im Namen aller Nutzer für diese Fleissarbeit. Nun bleibt nur zu hoffen, dass die Artikel fleissig gelesen und diskutiert werden.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!


  • Das wirft ein bezeichnendes Licht auf diesen oft hochgejubelten Ex-Staatsoperndirektor.

  • Nur schade, dass bei beiden Artikeln aus Beachtung der Urheberechte keine Bilder eingestellt werden konnten. Sie waren besonders beim "Tosca" Artikel das Salz in der Suppe. Es lohnt sich, den Neuen Merker 2/18 im Original zu lesen.
    Hezrlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Alfred, natürlich weiß ich, dass du in Rechtschreibung fit bist und dich nur vertippst. Denke aber immer daran, dass Dr. Pingel noch Professor werden will, und zwar mit einer Arbeit "Sprachliche Idiosynkrasien und echte Fehler bei Alfred Schmidt".
    Noch eins: in meiner Wiener Zeit lief der "Don Carlos" in einer Inszenierung von Margarete Wallmann, die damals, glaube ich, schon hundert war. Die Inszenierung war von 1750. Wir Stehplatzleute vom 5. Rang haben uns schlapp gelacht.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Und wie sieht das beim dr. pingel aus .......


    Zitat

    Die Inszenierung war von 1750


    :hahahaha::hahahaha::hahahaha:


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Lieber Alfred,


    vielen Dank für das Einstellen der beiden lesenswerten Artikel. Da hat ja Johannes Schenke den Regisseuren des "German trash" wieder einige Anregungen geliefert, wie man verschiedene Opern weiter verunstalten könnte. Nee, nee, lieber Johannes, wie kann man nur!?
    Das zweite Beispiel zeigt zwar, wie durch bestimmte menschliche Unzulänglichkeiten Pannen entstehen können, die vom Publikum aber durchaus hinzunehmen sind, aber auch wie durch bewusste Streichungen und Veränderungen in Bild und Kostüm eine wunderbare Inszenierung verschandelt und öder gemacht werden kann.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Lieber Alfred,
    wer hätte ahnen können, dass du diese Arbeit auf dich nimmst. Ich hoffe, wir verneigen uns gemeinsam vor dem erschöpften Tamino-Chef! Die Schuld trifft allein Operus, dem deshalb auch alle in der Eile unterlaufenen Tippfehler zugerechnet werden dürfen.
    Jetzt, wo die beiden Texte endlich auf dem Boden der Realität gelandet sind, lässt sicher auch die Spannung wieder nach, und die Kommentare dürfen gesenkten Hauptes entgegengenommen werden. Vorher werde ich hoffentlich einen erquickenden Schlaf finden, um sie gestärkt entgegenzunehmen.
    Herzliche Grüße und gute Nacht! Sixtus

  • Die morgendliche Erholungspause hat bei mir eine Erinnerung wachgerufen, die ziemlich heftig zum Text der Jubiläums-Tosca passt:
    Bei der am Beginn beschriebenen Premiere dieser Produktion im Jahre 1958 dämmerte mir bei den Namen der Protagonisten: Das hast du doch miterlebt! Und richtig: Bei meiner ersten Wien-Reise (ich war 21) geriet ich unverhofft an die Schlange der Stehplatz-Aspiranten an der Staatsoper. Das Plakat verhieß Tosca unter Karajan, mit Tebaldi, Gobbi und (statt Di Stefano) G.Zampieri. Die Premiere war es nicht, aber es muss eine der folgenden Vorstellungen der Premierenserie gewesen sein.
    Ich stellte mich kurz entschlossen dazu. Irgendwann gegen Mittag verteilte jemand Nummernkarten, damit man mal für kurze Zeit die Schlange verlassen und sich dann wieder einreihen konnte. Ich lief zu meinem Hotel, zog mich operngerecht um und eilte, mit Proviant versehen, zurück. Gegen 18 Uhr war Einlass. Jeder bekam nur eine Karte, aber für ein kleines Trinkgeld (5 Schillinge?)
    Beim Treppensteigen wurden wir regelmäßig ermahnt: Bitte nicht drängen! Und beim Wettlauf um die besten Stehplätze wurde ich als Neuling chancenlos überrannt. Aber irgendwie fand ich einen Platz mit passabler Sicht zur Bühne, den ich mit einem einigermaßen sauberen Taschentuch sicherte, wie alle.
    Die Vorstellung war (in diffuser Erinnerung nach 60 Jahren!) grandios. Die Tebaldi bekam nach ihrer Arie drei Minuten Ovationen. Gobbi war zum Fürchten gut. Am Schluss stand das Haus Kopf.
    Diese Tosca hat mir lange die Nachfolgerinnen verleidet, bis in Stuttgart ein Doppelgastspiel geboten wurde: TEBALDI - und G.London! Sowas erlebt man nicht alle Tage - ich habe es immerhin zweimal erlebt.
    Das musste ich doch loswerden!
    Herzliche Grüße von Sixtus

  • Lieber Alfred,
    wer hätte ahnen können, dass du diese Arbeit auf dich nimmst. Ich hoffe, wir verneigen uns gemeinsam vor dem erschöpften Tamino-Chef! Die Schuld trifft allein Operus, dem deshalb auch alle in der Eile unterlaufenen Tippfehler zugerechnet werden dürfen.
    Jetzt, wo die beiden Texte endlich auf dem Boden der Realität gelandet sind, lässt sicher auch die Spannung wieder nach, und die Kommentare dürfen gesenkten Hauptes entgegengenommen werden. Vorher werde ich hoffentlich einen erquickenden Schlaf finden, um sie gestärkt entgegenzunehmen.
    Herzliche Grüße und gute Nacht! Sixtus

    Nach Rücksprache mit meinen Anwälten kann ich mit Sicherheit darauf hinweisen, dass ich für Inhalt, Stil und Richtigkeit der von mir gelieferten Artikel in keiner Weise verantwortlich bin. Auch besteht für mich keinerlei Haftung für irgendwelche Schädigungen, die der Leser sich durch das Lesen der im Thread "Das müssen Sie lesen" eingestellten Beiträge zuzieht. Jeder Leser liest auf eigenes Risiko. Hier ist die Rechtslage völlig gesichert. Allerdings gaben mir meine Rechtsberater die Empfehlung, den Titel mit, "Das müssen Sie lesen", nicht so apodiktisch zu formulieren.
    Lieber Johannes, diese Rechtsauskunft wird obwohl sie zunächst nur telefonisch gegeben wurde, schätzungsweise 200 bis 300 € kosten. Ist das zu verantworten?
    Herzlichst
    Hans

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!