Wünsche an Klassiklabel

  • Wünsche an Klassiklabel?
    Ich wünsche mir, dass die meisten davon eingehen. Wer mich kennt der weiß warum. Nuff said.
    LG,Hosenrolle1


    Lass doch den Leuten ihren Spass und die Freude an dem was sie hören möchten! ;)
    Es ist nicht jeder auf HIP programmiert so wie du, ich bin mittlerweile aber auch ziemlich süchtig danach! :D


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Wer sich für das Werk interessiert ... der hat es schon ...


    So ist es. Wer noch die Möglichkeit hat Platten zu hören, kann die LP auch vergleichsweise preiswert erstehen. Bei discogs sind diverse angeboten, von deutschen Anbieter so um € 10. Die Aufnahme wurde übrigens ursprünglich bei einem schwedischen Label veröffentlicht und dann von DG übernommen. Das schwedische Label war übrigens mit einem anderen Musikensemble etwas erfolgreicher als mit Pettersson/Comissiona: ABBA. :D

  • Wünsche an Klassiklabel?
    Ich wünsche mir, dass die meisten davon eingehen. Wer mich kennt der weiß warum. Nuff said.
    LG,Hosenrolle1


    Nur weil man selber HIP als das allein selig machende A und O ansieht (ich nehme mal an, es spielt darauf an), was das Gros der Klassikhörer offenbar nicht tut (siehe etwa hier im Forum), sollte die überwiegende Mehrheit also auf (Neu-)Aufnahmen verzichten? Schon ein klein wenig egozentrisch. ;) Ich wünsche den HIP-Labels ja auch nicht den Untergang, nur weil ich diesen Zugang nicht als einziges gelten lasse (aber durchaus auch mal gern höre).

  • Und nochmal Wagners "Meistersinger":


    Münchner Opernfestspiele 1979


    Richard Wagner
    DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG


    Inszenierung: August Everding
    Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose


    Hans Sachs: Dietrich Fischer-Dieskau
    Veit Pogner: Kurt Moll
    Kunz Vogelgesang: Friedrich Lenz
    Konrad Nachtigall: Raimund Grumbach
    Sixtus Beckmesser: Hans Günter Nöcker
    Fritz Kothner: Karl Helm
    Balthasar Zorn: Georg Paskuda
    Ulrich Eißlinger: Hermann Sapell
    Augustin Moser: David Thaw
    Hermann Ortel: Heinz Imdahl
    Hans Schwarz: Keith Engen
    Hans Foltz: Karl-Christian Kohn
    Walther von Stolzing: René Kollo
    David: Peter Schreier
    Eva: Julia Varady
    Magdalene: Cornelia Wulkopf
    Ein Nachtwächter: Nikolaus Hillebrand


    Chor der Bayerischen Staatsoper
    Bayerisches Staatsorchester
    Musikalische Leitung: WOLFGANG SAWALLISCH


    Nationaltheater München, 8. Juli 1979 (Premiere)


    Bisher wurden von dieser Gesamtaufnahmen nur drei Auszüge (darunter der Flieder- und der Wahnmonolog) veröffentlicht:



    Wieso uns der Rest bis heute vorenthalten wird, ist eine gute Frage, handelt es sich doch um eine der interessantesten Aufnahmen dieser Oper überhaupt, die noch dazu klanglich überzeugt. Als Highlight darf der Sachs von Fischer-Dieskau gelten, der diese Produktion mit seiner Mitwirkung adelt und hier sogar besser ist als in der Studioeinspielung unter Jochum. Ich habe mir kürzlich die großen Monologe und die gesamte Festwiese angehört und muss sagen, dass ich wirklich sehr beeindruckt war. Fischer-Dieskau steht die Partie nicht nur bis zuletzt durch, ihm gelingt auch eine ungemein differenzierte Gestaltung. Im Schlussmonolog ist er der leibhaftige deutsche Nationalpoet schlechthin. Seine große Erfahrung mit dem Kunstlied kommt ihm hier fraglos zugute. Eine solch ausgefeilte Diktion ist fast beispiellos. Da verzeiht man es auch, dass ihm eben die Tiefe eines echten Bassbaritons abgeht und er wohl der intellektuellste Sachs aller Zeiten ist. Die restliche Besetzung ist ebenfalls von erster Güte (Moll, Nöcker, Kollo, Schreier, Varady). Alle Mitwirkenden verschmolzen an diesem Abend zu einer Einheit. Famos die Chor- und Orchesterseite unter der Stabführung des Generalmusikdirektors Sawallisch. Wie im Abspann erwähnt wird, fand sich zu dieser Premiere u. a. der damalige Bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß ein.

  • Das habe ich nicht geschrieben. Es war nirgends die Rede von den Hörern, nur von den Labels, denen ich den Bankrott (und auch sonst ein paar nette Sachen) wünsche.

    Wenn Du bestimmten, aber nicht genannten Labels "den Bankrott (und auch sonst ein paar nette Sachen)" wünscht, dann triffst Du damit natürlich auch den Hörer - insofern hat Joseph II. schon den Nagel auf den Kopf getroffen...


    :hello:

  • Bisher wurden von dieser Gesamtaufnahmen nur drei Auszüge (darunter der Flieder- und der Wahnmonolog) veröffentlicht:
    Wieso uns der Rest bis heute vorenthalten wird, ist eine gute Frage, ...


    Es gibt einen inoffiziellen Mitschnitt trüber Qualität, aber selbst der ist hörenswert. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn es eine offizielle Aufnahme dieser Aufführung gäbe.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Ein Wunsch, der vermutlich unerfüllt bleiben wird:


    Orfeo möchte doch bitte eines Tages eine der fünf Aufnahmen des "Rings des Nibelungen" aus Bayreuth unter James Levine herausbringen, wo dieser die Vorstellungen zwischen 1994 und 1998 leitete (Inszenierung: Alfred Kirchner). Nach einem (fast) kompletten Durchhören kann ich bereits jetzt konstatieren, dass das eine der besten Interpretationen war. Sängerisch und auch orchestral seinen Met-"Ringen" überlegen.


    (Aufgrund der "Causa Levine" wird das natürlich nicht passieren, was ärgerlich sondergleichen ist.)