Wie verfahrt ihr mit neu gekauften Aufnahmen?

  • Ein eher oberflächlicher Thread: Wie verfährt ihr mit neu gekauften Aufnahmen?


    Ich packe die CDs aus, lese sie in iTunes (das es leider nicht für Linux gibt) ein, füge das CD-Cover hinzu und ändere "Genre: Classical" in die richtige Epoche um (und noch andere kleine Änderungen wie Tippfehler, einheitliche Schreibweise der Komponisten etc.) Dann aktualisiere ich meine iTunes-Bibliothek auf meinem iPhone und höre mir die CD ca. 5- bis 10-mal an (je nachdem, wie sehr sie mir gefällt).

  • Ich mache mir eine Kopie auf dem Computer und dann lege ich die CD ins Auto. Auf der Anlage zu Hause höre ich meist Musik, die ich schon kenne, ins Auto kommt die "zu lernende" Musik. Da ich nicht gerne Auto fahre (schon gar nicht lange Strecken), ist das dann doch ein ungetrübtes Vergnügen. Abgelenkt bin ich durch die Musik nicht, da ich immer entspannt fahre; auch auf der Autobahn nur 100, was dem Tank zugute kommt: man kommt mit der Tankfüllung 100 km weiter. Außerdem ist hier im Ruhrgebiet 100 fast überall vorgeschrieben.

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Ich höre die CD meistens ein bis mehrere Male an. Wenn nicht, lege/stelle ich sie in einen besonderen Bereich (oder wo gerade Platz ist, jedenfalls nicht an ihren späteren Platz im Regal), zusammen mit anderen noch zu hörenden. Wenn ich sie dann nach Wochen aus irgendwelchen Gründen immer noch nicht gehört habe, wird sie doch einsortiert.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ich lade sie mir aus dem Internet herunter und lege sie eigentlich sofort auf meinem NAS in dem entsprechenden Ordner ab. Und natürlich auch cover und booklet.


    Wobei ich meistens die Angaben des Herstellers Übernehme. Ich bin da nicht so pingelig. Ich bin aber auch kein Sammler.


    Und es wird sofort und auch in den nächsten Tagen und Wochen häufiger gehört. Einen digitalen ungehört Stapel gibt es bei mir nicht. Es gibt allerdings einige Alben die ich nur ein paar Mal gehört habe und nicht weiß, ob ich da jemals Spaß dran haben werde.

  • Das Procedere hat sich im Laufe der Jahre geändert


    Ursprünglich wurde die CD zumindest 2 mal gehört. Dann wurde sie in Datenbank eingetragen und in eine Liste wo alle CDs nach Labels geordnet enthalten sind.
    Alles wurde in Jewal Cases umverpackt, die Cover hierzu auf teutrm Druckerpapier gedruckt.


    Ungehörtes wanderte auf einen speziellen Stapel.


    Das ist heute nicht mehr möglich, da der Stapel an ungehörten CDs inzwischen einige hundert CDs umfasst.


    Die riesigen Kaufmengen sind so erklärt: Einerseits machte ich mir Sorgen, daß ich mir in der Pension nicht mehr so viel CD werde leisten können - und habe auf Vorrat gekauft.
    Andrerseits kamen immer mehr Raritäten auf den Markt, deren Lebenszyklus nicht absehbar ist, die ich aber nicht versäumen wollte.


    Die letzten Monate habe ich nichts gekauft, somit hat sich auf meinem jpc Konto eine passable Summe ergeben, die ich allerdings heute zu einem Gutteil aufgebraucht habe. Es läuft derzeit eine Bestellung.
    Ob ich das alles je werde hören können - das steht in den Sternen....


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Das Threadthema ist bei mir schnell abgehandelt. Ich bin kein Sammler, der alles haben muß. Zum Glück für meine Geldbeutel. Aber keine Angst, ich habe andere Hobbys. Das Geld wird nicht mehr.


    Mit neuen Aufnahmen mache ich nur eines: Ich höre mir sie an. Was ich nicht hören will, kaufe ich nicht.



    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Die Bestellung packe ich aus, entsiegle die CD und höre sie mir einmal kurz an, damit ich nicht abspielbare CDs retournieren kann.

    Je nachdem, ob ich beruflich zeitlich eingespannt bin oder Muse habe, kommen die CDs auf einen Stapel der Ungehörten oder höre mir die CD mehrmals an.


    Dann werden die CDs in den Hüllen streng alphabetisch im Regal archiviert. Falls von einem Komponist mehrere Aufnahmen unterschiedlicher Gattungen vorhanden sind, werden sie unter Kammermusik, Kantate, Konzert, Lied, Messe, Oper, Sinfonisches zugeordnet. (Für Johann Sebastian Bach beispielsweise: Goldberg-Variationen, Triosonaten, Kantate "Es erhob sich ein Streit", Brandenburgische Konzerte, Schemelis Lieder, h-Moll Messe)

    Gemischte Programme werden beim Buchstaben des Alphabets dem Instrument zugeteilt. (Guitare, Oboe, Klavier, usw.)


    Boxen mit CDs von Solisten ordne ich dem Instrument zu. Boxen mit Einspielungen eines Dirigenten finden unter des Anfangsbuchstaben des Namens alphabetisch Platz in den Regalen.


    Kopien oder iTunes-Kopien erstelle ich keine. Es ist mir wichtig, die CD in Händen halten zu können. Bei Archivdateien im Computer verliere ich die Übersicht.


    Ja und nach meinem Ableben habe ich meine Sammlung samt Regalen der örtlichen kleinen Bibliothek vermacht. Im ländlichen Raum ist man dankbar für solche "Spenden", weil wenig Geld vorhanden ist. Die zuständige Archivarin hat nach einer Besichtigung des Bestandes zugesagt, ihn zu übernehmen.
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    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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  • Ich höre mir die neue Aufnahme in der Regel kurz nach Erwerb an und sortiere sie dann ein. Gleichzeitig erfolgt der Eintrag in meine Datenbank. Ichhabe beim Einsortieren allerdings große Platzschwierigkeiten, da wird auch schon mal etwas aussortiert zugunsten der neuen. Allerdings hält sich der Neuerwerb stark in Grenzen. Meistens stelle ich fest, dass eijne neue CD schon vorhandener Werke meistens keine Bereicherung darstellt, sondern nur eine Dublette ist, die man sich wahrscheinlich sparen könnte. Eigentlich brauche ich nichts mehr. Seit kurzem habe ich die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker abonniert, da habe ich noch eine Riesenmenge an Konzerten vor mir. Und es kommen ja immer neue hinzu in allerbester Ton- und Bildqualität. Kann ich nur empfehlen.
    :hello:

  • Es gibt, wie man hier lesen kann, vielfältige Möglichkeiten, seine neu erworbenen Medien zu hören und zu verwalten. Mir geht es so wie La Roche: Habe ich etwas gekauft, höre ich es möglichst schnell durch. Ich habe schon oft erlebt, dass es Probleme mit einer oder auch mehreren CDs gab: Falsche Deklarierungen auf dem Etikett oder auch Fehler beim Abspielen, beispielsweise. Die intensive Beschäftigung mit dem Neuerwerb kann dann schon mal etwas dauern. Der Gedanke, dass es mich interessierende Aufnahmen eines Tages nicht mehr geben könnte, ist natürlich real, regt mich aber nicht sonderlich auf. Das hat auch damit zu tun, dass ich nur in den seltensten Fällen bestimmte Interpreten - seien es Sänger (innen), Instrumentalisten, Dirigenten, Orchester - suche und kaufe. Zu den Ausnahmen zähle ich Fritz Wunderlich oder auch Karajan und Böhm.


    Auch hinsichtlich der Archivierung habe ich eine ganz einfache Wahl getroffen: Ich habe mir mit meinem Schreibprogramm - früher OpenOffice, neuerdings Word - für jeden Komponisten Ordner angelegt, in denen ich das Werk, den Namen des Komponisten und nur die nach meiner Meinung wichtigsten Interpreten eintrage. CDs mit mehreren Komponisten werden in eine Art Sammelordner 'Verschiedene' betitelt, aber nach Genre (wie Sinfonik, Konzerte, Gesang, Geistliche Musik etc.) geordnet eingetragen. Das wars.


    Der Platzbedarf ist natürlich auch bei meinen verhältnismäßig wenigen Aufnahmen - ich schätze sie heute mal auf 2500, und liege damit weit unter Haralds ehemaliger Sammlung, dessen Katalog ich hatte - ein Problem. Ich habe, wo es eben möglich war, etliches auf die schmalen Cases umgepackt, kann damit natürlich die Booklets nicht mehr benutzen - die muss ich in den meisten Fallen auch nicht mehr haben. Da später wahrscheinlich alles auf dem Müll landen wird, falls meine 'Enkelschar' nicht doch noch mal umsteigen sollte, woran ich aber selbst nicht mehr so recht glaube, ist es ohnehin Wurscht, was aus dem Papiermüll wird...


    :hello:

  • Ein eher oberflächlicher Thread: Wie verfährt ihr mit neu gekauften Aufnahmen?


    Ich packe die CDs aus, lese sie in iTunes (das es leider nicht für Linux gibt) ein, füge das CD-Cover hinzu und ändere "Genre: Classical" in die richtige Epoche um (und noch andere kleine Änderungen wie Tippfehler, einheitliche Schreibweise der Komponisten etc.) Dann aktualisiere ich meine iTunes-Bibliothek auf meinem iPhone und höre mir die CD ca. 5- bis 10-mal an (je nachdem, wie sehr sie mir gefällt).

    Lieber Timo,


    genauso verfahre ich. Ich kopiere allerdings nicht das Cover mit und belasse die Kategorie ‚classical‘.


    LG Siamak