Currentzis - die Stuttgart Ära

  • Im September ist es soweit, die Ära Currentzis mit dem SWR Symphonieorchester beginnt. Das Programm der ersten Saison hat es wahrlich in sich, Schostakowitsch bis zu Abwinken und auch ansonsten nur Kracher. Und mit Antoine Tamestit, Anna Vinnitskaya, Sergey Khachatryan, Janine Jansen und Mari Kodama ist auch die Solistenriege bestens bestückt. Neben Currentzis (4x) schwingen den Stab: Eliahu Inbal, Michael Sanderling, Pablo Heras-Casado, Christoph Eschenbach (2x), Kent Nagano.



    Currentzis selbst gibt vier Konzerte, praktisch nur Lieblingswerke von mir:


    21.9.2018
    GUSTAV MAHLER
    Sinfonie Nr. 3 d-Moll für Alt, Frauenchor, Knabenchor und Orchester
    Gerhild Romberger, Alt
    Damen des MDR Rundfunkchors (* Damen der Wiener Singakademie)
    Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart (* Wiener Sängerknaben)
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Teodor Currentzis


    14.12.2018
    ALFRED SCHNITTKE
    Konzert für Viola und Orchester
    PETER TSCHAIKOWSKY
    Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
    Antoine Tamestit, Viola
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Teodor Currentzis


    22.02.2018
    GEORGE CRUMB
    Ancient Voices of Children
    GUSTAV MAHLER
    Sinfonie Nr. 4 G-Dur für Sopran und Orchester
    Christina Gansch, Sopran
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Teodor Currentzis


    28.06.2018
    DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
    Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 (Leningrader)
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Teodor Currentzis


    Das weitere Programm:


    9.11.2018
    LUDWIG VAN BEETHOVEN
    Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 (Tripelkonzert)
    DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
    Sinfonie Nr. 11 g-Moll op. 103 (Das Jahr 1905)
    Ludwig Trio
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Eliahu Inbal


    25.01.2019
    SERGEJ PROKOFJEW
    Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16
    DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
    Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93
    Anna Vinnitskaya, Klavier
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Michael Sanderling


    22.03.2019
    JOHANNES BRAHMS
    "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen", Motette für vierstimmigen gemischten Chor a cappella op. 74 Nr. 1
    JOHANNES BRAHMS
    Schicksalslied für gemischten Chor und Orchester op. 54
    DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
    Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47
    SWR Vokalensemble
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Pablo Heras-Casado


    12.04.2019
    DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
    Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77
    HECTOR BERLIOZ
    Symphonie fantastique op. 14
    Sergey Khachatryan, Violine
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Christoph Eschenbach


    10.05.2019
    CARL MARIA VON WEBER
    Ouvertüre zur Oper "Der Freischütz"
    JEAN SIBELIUS
    Violinkonzert d-Moll op. 47
    ANTONIN DVORAK
    Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 (Aus der Neuen Welt)
    Janine Jansen, Violine
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Christoph Eschenbach


    19.07.2019
    ARNOLD SCHÖNBERG
    Klavierkonzert op. 42
    ANTON BRUCKNER
    Sinfonie Nr. 6 A-Dur
    Mari Kodama, Klavier
    SWR Symphonieorchester
    Dirigent: Kent Nagano

  • Viele Permer wissen, warum sie den Weggang von Currentzis nicht beweinen. Woher ich das weiß? Ich habe drei Jahre in Perm gelebt und habe jetzt noch Bekannte dort. In Stuttgart wird er sich wohl einen Anzug kaufen müssen.


    Fast in jedem Konzert Schostakowitsch? Sehr einseitig das Programm. Na, Mut hat er. Die braucht jetzt auch das Stuttgarter Publikum. Aber Stuttgart hat ja noch andere Orchester. Abwarten, was passiert.


    Strauss, Mendelssohn, Schumann, Mozart u.a. Namen kennt Currentzis offensichtlich nicht.


    Herzlichst La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Currentzis weiss ja, dass die Leute neugierig sein werden und das es russisch klingen muss. Aber provoziert auch mit dem Weglassen von Bee., Bra., Moz. und Hay. ein bissle (nun ja, die haben wir schon gelegentlich gehört...) Ausserdem ist auch Debussy 100.stes TJahr.


    Hallo lutgra, hast du Zeit, heute abend mit zu kommen :hello: ? --> näheres im "Vorfreude" Thread.


    MlG
    Damiro

  • Um ehrlich zu sein, sehe ich nicht, was an dieser Programmgestaltung provokant sein sollte.


    Mahlers Dritte und Vierte, Tschaikowskis Fünfte, Schostakowitschs Siebte, Zehnte und Elfte, Dvoráks Neunte, Berlioz' Symphonie fantastique – das sind ja eigentlich Werke des Standardrepertoires.


    Die Stuttgarter sind zu beneiden! Lauter Werke, die ich mir live antun würde. Currentzis mag umstritten sein, aber zumindest überrascht er immer wieder (zumeist positiv).

  • Danke für deinen Link,


    MSchenk,


    ich habe gerade reingehört bzw. gesehen. Ja, es ist unsere wunderbare Liederhalle. Neugier wg. Currentzis, ob er einen Smoking anhatte (wie ein Forianer hier kürzlich schon fragte/ empfahl). Bruckner, mit dem ich nicht viel am Hut habe, der mein Inneres aber am Bändel hat...


    Damiro, welcher höhere Einflüsse jederzeit einräumt :yes:

  • Lieber Lutz,


    deine o. a. Konzerttermine mit Teodor Currentzis u. a. haben mich eben in meine Saisonplanung 2018/19 (hauptsächlich in Köln) schauen lassen:


    Am 30. 3. 2019 habe ich Teodor Currentzis mit seiner Musica Aeterna mit dem Verdi Requiem auf dem Programm;


    Am 20. 6. 2019 habe ich ihn mit dem SWR Sinfonie-Orchester und Schostakowitsch 7 dabei, und


    Am 16. 5. 2019 habe ich noch dazu Kent Nagano mit dem Concerto Köln und Tanja- Ariane Baumgartner mit den Wesendonck-Liedern und Bruckners Dritter (in der Urfassung) auf dem Programm.


    Meine komplette Saisonplanung werde ich in den nächsten Tagen vorstellen. Auf Currentzis freue ich mich schon, egal ob er Perm nun verlässt oder nicht, und zu Nagano möchte ich noch bemerken, dass ich ihn vor 16 jahren kennlernte, weil er mit eben dieser Dritten Bruckner für Günter Wand einsprang beim SHMF, da dieser bekanntlich am Valentinstag 2002 verstorben war.


    @ Damiro:


    Lieber Damiro, vielleicht hebt sich Currentzis ja die Wiener Klassiker einschließlich des zugereisten Hamburger Romantikers Johannes Brahms für spätere Zeiten auf, wenn er (Currentzis) reifer geworden ist. :D:D


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Im September ist es soweit, die Ära Currentzis mit dem SWR Symphonieorchester beginnt. [...] Currentzis selbst gibt vier Konzerte, [...]

    Mit dem Schnittke/Tschaikowski-Programm und der "Leningrader" werden Currentzis und das SWR SO in der kommenden Saison auch zwei Konzerte in der Elbphilharmonie bestreiten. Zudem wird er dort zusammen mit musicAeterna Verdis Messa da Requiem, eine konzertante La traviata, sowie Philippe Hersants Choroper Tristia und mit dem Mahler Chamber Orchestra Brahms Deutsches Requiem op.45 aufführen. - Macht nach Adam Riese fünf Konzerte ...