Léo Delibes - Sylvia

  • Soeben in der Wiener Staatsoper gesehen - ein Traum für Liebhaber romantischen Balletts und ganz klassischen Choreographien. Klingt stellenweise nach Tschaikowsky, manchmal sogar etwas nach Wagner, aber es ist dilettantisch, so etwas zu postulieren. Delibes war offensichtlich ein genialer Komponist. Tschaikowsky soll einmal gesagt haben: "Wenn ich 'Sylvia' früher gehört hätte, hätte ich 'Schwanensee' nicht geschrieben." Die Fanfaren zu Beginn des dritten Aktes wurden in die Titelmusik der amerikanischen Fernsehserie Knight Rider eingebaut.
    Ballettchef Legris hat versucht, die Choreographie von Louis Mérante zu rekonstruieren. Großer Jubel! Im Jänner gibt es noch zwei Vorstellungen. Der Vorverkauf hat schon begonnen.
    https://goo.gl/YxU3Ge
    Siehe auch die Fotos ganz unten zum Anklicken.


    Besprechungen:
    https://goo.gl/Q5vqrr
    https://goo.gl/2Kq9zw
    https://goo.gl/TJKbSB

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Lieber Melot,


    ich kenne "Sylvia" bisher nur mit der wunderbaren Choreographie von Frederick Ashton aus dem Royal Opera House London. Die Wiener Inszenierung sieht wirklich gut aus. Schade, dass wir so weit weg von Wien wohnen. Ich schätze das Wiener Ballettcorps sehr, nachdem ich sie bei einem Besuch in Wien mit "Romeo und Julia" von Prokofjew gesehen habe. "Sylvia" steht etwas im Schatten der bekannteren "Coppelia". Von Delibes schätze ich auch "La Source", wobei dieser zu dem Ballett nur z.T. die Musik geliefert hat. Hier hat auch Ludwig Minkus einen Anteil geliefert (siehe dazu unseren Ballettführer - unter Minkus).
    Vielleicht wird ja diese Inszenierung der "Sylvia" aufgezeichnet.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Die Vorstellung am Samstag, 24. November 2018 kann man via Livestream mitverfolgen:
    https://goo.gl/vXdG7D
    Vielleicht wird die Aufnahme ja auf DVD und BD verewigt, wer weiß. Bei Schwanensee vor ein paar Jahren war es so. Manchmal - allerdings selten - findet man nach so einer Livestream-Vorstellung die Aufzeichnung auch auf Youtube.


    Eine gelungene Aufnahme der Ballettmusik ist diese hier:

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.