Musikalische Vorsätze für 2006

  • Liebe Paminas und Taminos,


    manchmal wird es hier ja ein wenig schräg angesehen, wenn man zum Ausdruck bringt, dass man sich gewisse Musik durch intensive Beschäftigung "erarbeitet". Dass das irrsinnig Spaß macht, wird oft vergessen und übersehen.


    Zwar bin ich normalerweise niemand, der sich ganz bewusst ein Hörpensum auferlegt, aber manche Lücke ist doch zu schmerzlich, und so habe ich beschlossen, im Jahr 2006 einiges systematischer zu erschliessen, als ich das sonst mache. Darum soll es u.a. in diesem Thread gehen - ich bin mir sicher, dass auch andere hier ähnlich verfahren.


    Und was läge im Schostakowitsch-Jahr ( :lips: ) 2006 näher, als eine meiner schmerzlichsten Lücken zu schließen: Die Streichquartette des Russen sind - mit wenige Ausnahmen - bisher völlig an mir vorbeigegangen! Also, dieses Jahr soll erstens im Zeichen dieser Werkgruppe stehen. Ich habe mir vorgenommen, im Laufe des Jahres alle 15 Werke intensiver kennen zu lernen, und zwar nicht mit einer Gesamtaufnahme, sondern mit unterschiedlichen Interpreten, damit ich ein breites Spektrum der Sichtweisen mit abdecken kann. Den Anfang machen, weil ich die CD Ende letzten Jahre erstanden habe, die Quartette Nr. 1, 4 und 9 mit dem jungen Jerusalem Quartet auf harmonia mundi, was dann genau weiter folgt, weiß ich noch nicht...



    Ergänzend will ich auch endlich die Streichquartette Benjamin Brittens kennenlernen - hier bietet sich aus meiner Sicht die Aufnahme des Belcea Quartet auf EMI an, die ich aber noch nicht habe. Vielleich hat ja auch jemand hier einen anderen oder ergänzenden Tipp?



    Natürlich kann, wenn man dann schon mal im Streichquartett-Fieber ist, der andere Jubilar des Jahres auch nicht fehlen dürfen: Ich weiß noch nicht, ob ich mich wirklich mit allen Streichquartetten Mozarts vertraut machen will, aber mit einigen und den bekanntesten (soweit ich sie noch nicht richtig kenne) doch wohl. Da steht hier im Regal schon manches, etwa die Haydn-Quartette mit den Kuijken-Quartett sowie dem Alban Berg-Quartett (samt dem "Hofmeister" Quartett und den "Preussischen" Quartetten, das sollte für den Anfang mal reichen (da sind längst nicht alle mit der gebotenen Aufmerksamkeit gehört!)...



    Eventuell dachte ich noch an die neue, recht kontrovers besprochene Einspielung der frühen Quartette mit dem Cuarteto Casals auf harmonia mundi france, aber mal schauen, ob ich nach dem Aufarbeiten der hier vorhandenen Aufnahmen nicht auch genug vom Mozart'schen Streichquartett habe...



    Last: Unbedingt will ich mich mal wieder intensiver mit einigen Orchesterwerken Olivier Messiaens auseinandersetzen. Die "Eclairs" etwa, auch die Turangalila und vor allem "Chronochromie" und "Des canyons aux étoiles". Die Aufnahmen stehen hier - sie sollen in diesem Jahr besonders berücksichtigt werden!


    Was habt ihr Euch für 2006 vorgenommen? An die Tasten! ;-)


    Beste Grüsse,


    C.


    P.S.: Ach ja, und: Das Streichquartetträtsel hat natürlich keinerlei Spuren bei mir hinterlassen :wacky:

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Hallo C.,


    ich hatte es ja im Mozartmusik-Thread schon erwähnt, dass ich mir für das kommende Jahr und die Zeit danach (das Jahr wird wohl nicht ganz reichen) mit Mozarts Werk näher beschäftigen, indem ich mir Monat für Monat eine neue Brilliant-Box der Mozart-Edition zulege. Jetzt im Januar geht es dann los mit den Solokonzerten (ohne Klavierkonzerte).


    Und da ich davon ausgehe, dass ich schnell mit Mozart klarkomme, versuche ich mich auch mit den Schostakowitsch-Streichquartetten sowie den Sinfonien näher zu befassen.
    Zudem ist auch noch viel bei Brahms und Co. zu entdecken.
    Aber ich setze mir da kein Limit, vielleicht geht mir auch im Laufe des Jahres das Geld aus... :wacky:



    Gruß, Peter.

  • Hallo


    Meine guten Vorsätze für 2006:


    -Intensive Beschäftigung mit den Mahler-Sinfonien, so mit Partitur und Interpretationsvergleichen und so weiter, evtl. auch Bruckner, wenn die Zeit langt


    - Kein unnötiger ebay-Kauf!!!


    - Waldstein-Sonate üben, Kammermusik machen


    - Uninteressierte Schüler missionieren (ab Februar Referendar :D)


    - Mozart-Jahr weitestgehend ignorieren und mehr Schostakowitsch und Schumann spielen bzw. hören/ kaufen



    Das wärs eigentlich,


    Gruß, flo

  • Hallo C.,


    mein erster Vorsatz ist es, mein Abi in Musik zu schaffen :D (und die anderen Prüfungen auch...)
    Nun gut, das wirst du sicher nicht gemeint haben. Hat aber auch etwas mit klassischer Musik zu tun.
    Heute kam dann noch die Botschaft, dass ein mögliches Thema nicht nur die Oper sondern auch das Kunstlied sein kann.



    In Sachen Weiterbildung, den Horizont erweitern: Ganz klar Dvorák. Ich denke ich werde mich intensiv mit seinen Streichquartetten auseinandersetzen. 14 sind zwar nicht unglaublich viel, aber irgendwie doch. Die will ich auseinanderhalten und identifizieren können.
    Zudem will ich seine ersten sechs Symphonien auch kennenlernen.


    Und dann noch alles andere, was ich von ihm noch nicht kenne... :rolleyes:


    Nun gut. Um ehrlich zu sein setze ich mich nicht dem 'Zwang' aus mehr von Mozart kennen zu lernen, nur weil es 'sein' Jahr ist.
    Bei allem Respekt, ich mache das was mich interessiert.


    Und dazu gehört dann auch für dieses Jahr die tschechische Musik allgemein - sprich etwas Smetana, Janacek, Martinu und was es noch so gibt.
    Außerdem ein paar Zeitgenossen Dvoráks - anfangen werde ich mit Chabrier.


    Den Rest werde ich dann spontan entscheiden.
    Denn es geht auch weiterhin in die Breite. In Sachen Barock geht es weiter und und und...


    Na ja. Ich hab halt noch einiges zu tun :yes:


    Gruß, Maik

  • Hallo C.,


    ist es wirklich so, dass man hier manchmal beim Outen, sich gewisse Musik durch intensive Beschäftigung zu erarbeiten, schräg angesehen wird? Das wäre aber nicht sehr fein.


    Besonders zwei Dinge habe ich mir vorgenommen:


    - mehr in die Bereiche der Orchestermusik hereinhören, da ich beim Studium der Beiträge in diesem Forum den Verdacht habe, dass es nicht nur in der Kammermusik Hörenswertes gibt :)


    - ein Musikwerk nicht gleich aufgeben, wenn mir eine Stelle oder ein Satz wenig zusagen; dazu tendiere ich leider (besonders in der Klassik, wo mir drei Sätze häufig außerordentlich gefallen, aber das Menuetto oder Scherzo überhaupt nicht und so ein vielleicht großes Werk in mein Regal gelegt wird und dort verstaubt).


    Gruß,


    Uwe

  • Ich habe mir es eigentlich schon lange zum Vorsatz gemacht, keine guten Vorsätze zu fassen... :D
    Aber eine gewisse musikalische Langzeitplanung ist ja was anderes, also:


    -endlich mal die vielen CDs hören, die ich in diversen Räuschen erworben, aber nicht oder nur unzureichend gehört habe. Das Mozart-Jahr kann dabei insofern berücksichtigt werden, als dass ich sowohl Titus, Idomeneo als auch natürlich die Prä-Idomeneo-Opern kaum kenne als auch etliche Aufnahmen der vertrauteren Opern (z.B. Don Giovanni mit Busch, Mitropoulos, Norrington) noch nicht richtig angehört wurden. Ähnliches gilt fürs Schostakowitsch-Jahr, da sich hier meine Kenntnis auf recht wenige Werke beschränkt. Weiterhin einige Opern von Gluck, Händel und Verdi, die bisher hauptsächlich als Staubfänger dienten...


    -gezielter kaufen, nicht mehr so oft von niedrigen Preisen oder bei Ebay hinreißen lassen (dagegen schon in den ersten paar Tagen des Jahres verstoßen... :wacky: )


    -wieder häufiger in die Oper/ins Konzert gehen (bei mir in den letzten 2-3 Jahren aus diversen Gründen fast völlig eingeschlafen...)


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Folgende Vorsätze kamen mir heute unabhängig von diesem Thread in den Kopf:


    Jeden Monat ein wichtiges Mozartbuch lesen (dieser Vorsatz wird nicht realisierbar sein): Mörike, Einstein, Hildesheimer, etc.


    Konzentriert Mozart hören - quer durch sein ganzes Repertoire.


    Die beiden großen Schostakowitsch-Biographien lesen und noch vertrauter mit seinen Sinfonien, der Kammermusik und der Lady Macbeth werden.


    Weitere Literatur besorgen und lesen zu Joseph Haydn, Schubert, Rossini.


    Mal sehen, was daraus wird und was da vielleicht noch dazu kommt.

  • Vorsätze fasse ich schon lange keine mehr, das klappt eh nicht... :D Aber ich kann ja mal aufschreiben, was mich besonders interessiert und soweit möglich in 2006 umgesetzt werden soll.


    An erster und symphonischer Stelle steht Schönberg:



    Dann nimmt die Alte Musik inzwischen einen hohen Stellenwert mit noch viel zu wenig Kenntnis ein, das möchte ich ausbauen und denke da vor allem an Bach, Monteverdi und Purcell - davon besitze ich auch schon einige Aufnahmen. Womit sollte man denn anfangen wenn nicht mit dem Anfang? Wenn der "Freischütz", den ich seit einigen Tagen höre, etwas besser "sitzt" kommt das dazu:



    Das liegt, wenn ich Rienäcker noch richtig im Ohr habe, musikalisch nicht immer so weit auseinander. Allerdings warte ich bei Wagner noch auf Unterstützung eines Alt-, äh, Jung-Vertrauten ;). Bei Verdi geht es mir fast wie Norbert. Allerdings höre ich nicht jeden Tag eine Verdi-Oper sondern kaufe gerade fast jeden Tag eine Verdi-Oper. Nur den gewünschten Maskenball hat mir gestern jemand weggeschnappt, wahrscheinlich ein Tamino.


    Wie jedes Jahr werde ich wieder ausgiebig stöbern in einem meiner Lieblingsbücher :yes: :



    Und zu guter Letzt: noch mehr Sport :] .


    Sophia

  • Zitat

    Original von S.Kirch
    Wenn der "Freischütz", den ich seit einigen Tagen höre, etwas besser "sitzt" kommt das dazu:



    Hallo Sophia,


    eine gute Wahl, um den Fliegenden Holländer kennen zu lernen. Eine Interpretation, bei der es richtig "stürmt und drängt" mit fantastischem Bayreuther Klang.


    Zitat

    Bei Verdi geht es mir fast wie Norbert. Allerdings höre ich nicht jeden Tag eine Verdi-Oper sondern kaufe gerade fast jeden Tag eine Verdi-Oper. Nur den gewünschten Maskenball hat mir gestern jemand weggeschnappt, wahrscheinlich ein Tamino.


    Welcher Maskenball wäre es denn geworden?
    Ach ja, ich kenne "meinen Verdi" inzwischen ganz gut, aber bin momentan immer wieder aufs neue fasziniert.


    Und zum Thema auch noch etwas: Meine Vorsätze sind es ibs., nach längerer Abstinenz mal wieder Konzerte und Opern live zu besuchen. Das ist in den letzten Jahren zeitbedingt erheblich zu kurz gekommen!


    Musikalisch möchte ich Gaetano Donizetti besser kennen lernen. Ich denke, da wird's einige sehr schöne Opern zu entdecken geben...


    Bedauerlich bloß, daß meine CD-Regale inzwischen bös an die Kapazitätsgrenze gestoßen sind. Da neue Regale ein kleines Platzproblem mit sich bringen und ich nich nicht weiß, wie ich es beheben soll, halte ich mich momentan, weise, weise ;) , mit Käufen zurück.


    Dieser Vorsatz wird sich, wie ich mich kenne, allerdings wohl nicht lange aufrecht erhalten lassen... :motz: ;)

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Hallo, C.!


    Bei den Schostakowitsch-Streichquartetten schließe ich mich an!
    Von Schostakowitsch kenne ich noch nahezu gar nichts, möchte aber die Gelegenheit des Schostakowitsch-Jahres nutzen, mich mit seiner Musik vertrauter zu machen. Unbekannterweise mutmaße ich, daß seine Quartette dafür geeignet sind. Die Brilliant-Box wird als Einstieg wohl ausreichen.


    Auch Sibelius ist an mir bisher weitestgehend vorübergegangen. Das soll sich auch ändern; hier weiß ich aber noch nicht, ob ich mich über die Kammermusik, die Symphonien oder die symphonischen Dichtungen annähern werde.


    Bei Bruckner, Mahler und R. Strauss sind es die symphonischen bzw. orchestralen Werke, die ich näher bzw. überhaupt kennenlernen möchte.


    Ein Komponist, von dem ich unbedingt viel mehr kennenlernen möchte, besonders die Kammermusik, ist Luigi Boccherini!


    Aber der Komponist, dem ich am meisten meine Aufmerksamkeit widmen möchte, ist Joseph Haydn. Seine Symphonien habe ich seit kurzem alle, die Streichquartette sollen bald folgen - und wenn ich dann noch nicht genug habe, auch noch die Klaviertrios!


    Mit Monteverdi habe ich letztes Jahr einen ersten Vorstoß in die Zeit vor Bach gewagt. Auch hier möchte ich mich mehr auskennen. Purcell und Biber habe ich mir als nächste vorgenommen.


    Auch von Tschaikowsky und Debussy und Mendelssohn und Franck möchte ich mehr kennenlernen und und und....


    Mal sehen, was sich realisieren läßt...


    Mozart fällt allerdings leider in seinem Jubiläumsjahr etwas unter den Tisch...
    Da heißt es eher: Repertoire halten - vielleicht in der Kammermusik (Klaviertrios) noch etwas erweitern.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • ... meinen Ehrgeiz investiere ich lieber in realistischere, bzw. aussichtsreichere Dinge, als gute Vorsätze.
    Einen sollte ich allerdings mal fassen: Weniger CD's kaufen und die ungehörten Türmchen peu à peu abarbeiten.
    Aber wird ja sowieso nix...


    Gruß :hello:
    D.

  • Gute Vorsätze in eigener notenschreibender Angelegenheit: Cellokonzert 1 fertigstellen (dauert noch ca. 3 Tage), Cellokonzert 2 schreiben, Symphonie (oder wie das Ding am Schluss auch heißen mag) zumindest anfangen.


    Als Zuhörer: Wieder einmal den ganzen Mahler durchgehen (und nicht nur die Lieblingssymphonien) und Webern nochmals studieren. Schostakowitsch, der ohnedies ein Vademecum ist, wieder bewusster wahrnehmen.


    a propos:


    @C. Huth,
    gute Idee mit den Streichquartetten, gespielt von unterschiedlichen Interpreten. Aber darf ich Dir doch das Borodin-Quartett als einen Floh ins Ohr setzen, eventuell als Vergleichseinspielung bei den Quartetten, die Dich am stärksten ansprechen? Wenn Du's hörst, wirst Du wissen, warum.

  • Meine musikalischen Vorsätze für 2006 sehen wie folgt aus:


    1. Den Rummel um Mozart und Schostakowitsch weiträumig umfahren (und nächstes Jahr die zu erwartenden Sonderangebote und Restposten der beiden abräumen... 8) ). Bei Schostakowitsch fällt mir das eh nicht schwer. Seine Streichquartette sind genial und schon lange in der Sammlung, der Rest läßt mich kalt.


    2. Meine begonnenen Erkundungen des Repertoires jenseits von Beethoven, also vor ca. 1790, ausweiten und vertiefen. Das Forum, insbesondere die "unverzichtbaren Aufnahmen" vom Lullisten, sind da fabelhafte Hilfe und Ausgangspunkt zugleich.


    3. Die franz. Klavier- und Kammermusik zwischen grob 1850 und 1950 weiter erkunden.


    4. Chopin in Angriff nehmen. Die erste CD mit Walzern (Jean-Marc Luisada) ist schon eingetroffen.

  • Na, das ist ja fein, manches hier zusammengekommen!


    Da war ich mir heute morgen auch noch nicht so sicher, aber ich wollte auch für mich zum Jahresbeginn mal festhalten, was ich gerne endlich einmal "erarbeiten" (ja, Uwe, der Begriff ist nicht immer gern gesehen) will und mir eben dieses Jahr vornehme (Johannes, ich gebe Dir Recht: Man sollte die Vorsätze gar nicht erst fassen!!). Am Ende des Jahres werde ich in Anbetracht der unvorhergesehenen Entwicklungen wahrscheinlich lachen, was ich alles wollte heute ;)


    Pius, na, dann machen wir die Schostakowitsch-Quartette doch zusammen! ;) Hier und anders, however - das lässt sich doch irgendwie hinbiegen. Und Markus nehmen wir gleich mit ins Boot...;)


    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    @C. Huth,
    gute Idee mit den Streichquartetten, gespielt von unterschiedlichen Interpreten. Aber darf ich Dir doch das Borodin-Quartett als einen Floh ins Ohr setzen, eventuell als Vergleichseinspielung bei den Quartetten, die Dich am stärksten ansprechen? Wenn Du's hörst, wirst Du wissen, warum.


    Du darfst, lieber Edwin, und nachdem ich mich etwas kundig gemacht habe, werde ich am Ende wohl um die Borodins (welche Aufnahme?? Soweit ich sehe, gibt es mehrere) nicht umherkommen. Ich dachte auch an die Emersons, wegen guter Kritiken, aber das Borodin-Quartett wird wohl vorgehen, wie gesagt, wenn ich die Einzeleinspielungen zusammen habe....Jedenfalls stehen Emerson und Borodin auf der Liste der Ensembles, mit denen ich keine Einzeleinspielung kaufen will....


    Beste Grüsse reihum!


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Zitat

    Original von pianoflo
    - Mozart-Jahr weitestgehend ignorieren ...


    Dem würde ich mich anschließen können. ;) Ansonsten keine Vorsätze - einfach weiter machen wie bisher: Hier und dort reinhören und vielleicht interessantes Neuland entdecken, dabei hilflos zusehen, wie die ungeplante Sammlung wächst.


    Gruß, Cosima

  • Hallo Miteinander,


    ich nehme mir lieber nichts vor für dieses Jahr, das wird von alleine turbulent genug werden...



    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Hallo C. Huth,
    ich weiß gar nicht, ob die Borodins mehrere Einspielungen gemacht haben, oder ob Melodija nur die Lizenzrechte nacheinander an mehrere Westfirmen verkauft hat. Ich habe jedenfalls die Einspielung auf EMI.
    Die Emersons sind völlig anders, abgeklärter, kühler, begreifen Schostakowitsch schon eher als einen Exponenten des Klassiker-Museums, den man einmal auf eine neue Weise betrachten muss. Die Borodins - wie steht's weiter oben so perfekt? - die spielen, als ginge es um ihr Leben. Ich habe da immer das Gefühl, dass sie um etwas wissen, das in dieser Musik zwischen den Noten vorhanden ist und das sich anderen Quartetten nicht so mitteilt. Ich weiß, dass es pathetisch klingt, aber wenn die Borodins das Fünfzehnte Quartett, namentlich den Epilog, spielen, steigen mir Tränen in die Augen.


  • Salut,


    dem kann ich mich eigentlich gnadenlos und sorgenvoll anschließen.


    Ich werde mich wegen des Mozart-Kraus-Righini-Arriaga-Linley-Vranicky-Schostakowitsch-Jahres nicht mehr und nicht weniger mit diesen Komponisten beschäftigen, als zuvor. Ich erhoffe mir wenigstens einige seltene Erlebnisse [z.B. Kraus Proserpin in Schwetzingen und Kraus Dido & Aeneas in Stuttgart].


    :hello:


    Ulli

  • Zitat

    Original von pianoflo


    - Uninteressierte Schüler missionieren (ab Februar Referendar :D)



    Das hört sich nach einer Lebensaufgabe an. Na ja bei mir nicht minder, denn Richard Wagner in Musik, Literatur, Politik undsoweiterundsofort soll 2006 im Mittelpunkt stehen.

  • Hallo Norbert,


    die Aufnahme des "Holländers" besitze ich sicher schon 2 Jahre, habe sie aber erst einmal gehört. Das war an dem Tag, als der Holländer Premiere in Moskau hatte - die Inszenierung ist ja eine Kooperation mit der Bayerischen Staatsoper. Dafür habe ich inzwischen auch eine Kartenzusage, entscheide nach den letzten beiden für mich enttäuschenden Inszenierungen von Konwitschny erst kurzfristig, ob ich überhaupt hinfahre. Die Senta wird dort m.W. übrigens auch von Anja Kampe gesungen. Außerdem liegt der Termin am Tag vor dem höchsten Feiertag in Köln ;) .
    Diese Aufnahme hast Du mir gegenüber schon einmal lobend erwähnt, das trägt jetzt Früchte. Ich versuche es heute abend mal...


    Zitat

    Original von Norbert


    Welcher Maskenball wäre es denn geworden?


    Unter einem Dirigenten namens Rizzi. Die Aufnahme wird bei Saturn noch im Katalog gelistet und ich hoffe, daß sie sie noch einmal besorgen können.
    Bei Verdi sah es bis jetzt sehr rahr aus: die Traviata unter Kleiber war die erste Opernaufnahme überhaupt weil jemand meinte, wenn mir Dumas gefällt wäre das bei Verdi ähnlich - so war es dann auch. Irgendwann kam der Otello dazu, das war`s dann bis zur Anschaffung einiger anderer Aufnahmen. Bis jetzt habe ich aber auch nur die Aida davon gehört. (Rigoletto und Boccanegra habe ich jetzt noch und warte auf den Maskenball - mit Falstaff kann ich überhaupt nichts anfangen, den habe ich mal verschenkt. So halten sich auch die CD-Regale in Grenzen ;) .)


    Zitat


    Und zum Thema auch noch etwas: Meine Vorsätze sind es ibs., nach längerer Abstinenz mal wieder Konzerte und Opern live zu besuchen.


    Das ist doch eine feine Sache. Keine Scheibe kann einen reellen Besuch ersetzen (auch wenn jetzt einige vielleicht sagen daß früher alles besser war :stumm: )


    Grüße
    Sophia


    PS an Ulli:
    fährst Du zum "Aeneas nach Karthago" nach Stuttgart?? Ich riskiere es und warte, ob Puhlmann das Stück wieder aufnimmt - keine Premiere mehr des Monsieur K. bis auf weiteres...

  • Hallo,


    es gibt zwei Zyklen des Borodin Quartetts. Der erste (aus den 60ern) gedieh allerdings nur bis zur Nummer 13, da dann zwei der Künstler auswanderten (oder sich vielleicht auch absetzten).

  • Zitat

    Original von C.Huth


    Pius, na, dann machen wir die Schostakowitsch-Quartette doch zusammen! ;) Hier und anders, however - das lässt sich doch irgendwie hinbiegen. Und Markus nehmen wir gleich mit ins Boot...;)
    C.



    Ja, können wir machen, ich hab die Quartette zwar nicht vollständig, aber zum anfangen mit dem Projekt hab ich genügend Stoff vorrätig.

  • Zitat

    Original von S.Kirch
    Hallo Norbert,


    die Aufnahme des "Holländers" besitze ich sicher schon 2 Jahre, habe sie aber erst einmal gehört. Das war an dem Tag, als der Holländer Premiere in Moskau hatte - die Inszenierung ist ja eine Kooperation mit der Bayerischen Staatsoper. Dafür habe ich inzwischen auch eine Kartenzusage, entscheide nach den letzten beiden für mich enttäuschenden Inszenierungen von Konwitschny erst kurzfristig, ob ich überhaupt hinfahre. Die Senta wird dort m.W. übrigens auch von Anja Kampe gesungen. Außerdem liegt der Termin am Tag vor dem höchsten Feiertag in Köln ;) .
    Diese Aufnahme hast Du mir gegenüber schon einmal lobend erwähnt, das trägt jetzt Früchte. Ich versuche es heute abend mal...


    Hallo Sophia,


    bei Anja Kampe würde ich nicht lange überlegen... ;)


    Konwitschny habe ich zweimal in Hamburg kennen gelernt (Freischütz, Lohengrin) und war beide Male recht begeistert, wenngleich sein Inszenierungsstil schon gewöhnungsbedürftig ist.


    Zitat

    Unter einem Dirigenten namens Rizzi. Die Aufnahme wird bei Saturn noch im Katalog gelistet und ich hoffe, daß sie sie noch einmal besorgen können.
    Bei Verdi sah es bis jetzt sehr rahr aus: die Traviata unter Kleiber war die erste Opernaufnahme überhaupt weil jemand meinte, wenn mir Dumas gefällt wäre das bei Verdi ähnlich - so war es dann auch. Irgendwann kam der Otello dazu, das war`s dann bis zur Anschaffung einiger anderer Aufnahmen. Bis jetzt habe ich aber auch nur die Aida davon gehört. (Rigoletto und Boccanegra habe ich jetzt noch und warte auf den Maskenball - mit Falstaff kann ich überhaupt nichts anfangen, den habe ich mal verschenkt. So halten sich auch die CD-Regale in Grenzen ;) .)


    Den Falstaff mag ich ebenfalls nicht. Wahrscheinlich ist es mir zu suspekt, daß in einer Verdi-Oper nicht gestorben wird... ;)


    Bei der Maskenball-Aufnahme mit Carlo Rizzi bin ich persönlich ein wenig gespalten. Sängerisch ist sie gar nicht so übel, aber die Aufnahme klingt sehr steril und vermittelt wenig Atmosphäre. Bergonzi (zweimal aufgenommen mit Solti und Leinsdorf) oder Domingo (auch mindestens zweimal aufgenommen mit Muti und Abbado) wären da wohl die bessere Entscheidung.


    Zitat

    Das ist doch eine feine Sache. Keine Scheibe kann einen reellen Besuch ersetzen (auch wenn jetzt einige vielleicht sagen daß früher alles besser war :stumm: )


    Egal ob Konzert oder Oper: Live entdeckt und erfährt man ein Werk ganz anders als "mittels Konserve". Deswegen vermisse ich schon das Erlebnis eines Konzert- bzw. Opernbesuchs. Aber ich arbeite dran... ;)

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Hallo


    MOZART


    Das Mozartjahr wird auf meine Sammlung wahrscheinlich keinen sehr großen Einfluss haben . zumindest nicht in Sachen Mozart.
    Im Forum werde ich zusammen mit Ulli mich Verstärkt dem Umfeld Mozarts widmen, den sogenannten "Kleinmeistern", die zu Lebzeiten jedoch "Großmeister" waren - teilweise ernstzunehmende Konkurrente Mozarts - und von diesem auch dementsprechend gefürchtet - und angefeindet....


    SCHOSTAKOWITSCH


    Hier wird die Linie weiterverfolgt, seit etwa 3 Jahren sammle ich seine Sinfonien - Korrektur erfolg lediglich in der Hinsicht, daß ich hier keine Naxos-Einspielungen mehr kaufe, sondern pointiertere Aufnahmen.
    Mravinsky wäre ideal- die Tontechnik indes ist es nicht....
    Zudem ein Ausbau derStreichquartette, eine CD hab ich ja bereits..



    OPER


    Ein Zentralthema in diesem Jahr. Ergänzung durch unbekannteren noch nicht bekannten Verdi.Vor allem plane ich Meyerbeer zu erweitern und auch Soler, Lortzing und andere unbekannte Opern. EINE darf auch aus dem 20. Jahrundert sein. Da hab ich noch gar nichts.


    KAMMERMUSIK:


    Geplant sind mindestens 10 CDS für dieses Jahr - wahrscheinlich werden es dann nur 5. Immerhin habe ich schon 5 allein im vergangenen Dezember gekauft -natürlich völlig unbehelligt vom Kammermusikrätsel...



    Unbehelligt von all diesem kaufe ich "unbekanntes 18. Jahrhundert -das ist das Kernstück meiner Sammlung - deshalb fehlt auch HEUTE noch so manches "wichtigere" Wert der Musikliteratur.



    Und last - But not least - werde ich versuchen - einige Pianisten kennenzulerene, die ich mir schon an dieser Stelle vorgenommen habe, aber leider geht dieses Projekt nur schleppen voran. Ich habe inzwischen mindestens 5-10 neue Pianisten in meiner Sammlung, aber das waren hauptsächlich solche, die auf meiner Damaligen "Bußliste" nicht enthalten waren... :yes:


    Persönlich vernachlässigte Pianisten - Eine "Beichte"


    LG


    aus Wien


    Alfred

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard



    Ja, können wir machen, ich hab die Quartette zwar nicht vollständig, aber zum anfangen mit dem Projekt hab ich genügend Stoff vorrätig.


    Na fein! Pius? Ja?


    Und ich will mir mit den Quartetten durchaus Zeit lassen - pressiert es wem?


    Beste Grüsse,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Hallo allerseits!


    Das Mozartjahr werde ich nützen, um mehr Musik von Mozart kennenzulernen, vielleicht bringt es mich ihm ja näher, vielleicht auch nicht, man wird sehen.


    Ansonsten habe ich keine besonderen Vorsätze, ich möchte gerne kontinuierlich meine Kenntnisse erweitern und mich vor allem täglich an klassischer Musik freuen! :]


    Liebe Grüße
    Terpsichore

  • Hallo Norbert,


    Zitat

    Original von Norbert
    Konwitschny habe ich zweimal in Hamburg kennen gelernt (Freischütz, Lohengrin) und war beide Male recht begeistert,


    Da bin ich Deiner Meinung. Bei Konwitschny gilt wirklich: je älter die Inszenierungen sind, desto besser sind sie. Du solltest Deinen Vorsatz für 2006 gleich mal in die Tat umsetzen ;) und Dir eine Karte für den "Wozzeck" in Hamburg gönnen. Das ist m.E. neben dem "Parsifal" (München) die beste Inszenierung von ihm. Vielleicht läßt sich irgendwann die "Daphne" in Essen noch einreihen - und das sage ich als bekennende Strauss-Verächterin.


    Zitat

    Den Falstaff mag ich ebenfalls nicht. Wahrscheinlich ist es mir zu suspekt, daß in einer Verdi-Oper nicht gestorben wird... ;)


    Stirbt denn in allen anderen Opern von Verdi jemand? Beim Falstaff haben wir jedenfalls prominente Unterstützung =) : der große Kaiser sagte anläßlich eines Verdi Jubiläums auch schon mal, daß er mit dem späten Verdi und besonders "Falstaff" wenig anfangen kann.


    Danke für die Empfehlungen zum Maskenball. Vielleicht finde ich eine Möglichkeit, in einige Aufnahmen hineinzuhören. Rizzi ist ebenfalls eine Empfehlung und auf die gebe ich sehr viel.


    Grüße
    Sophia