der sucht anheim gefallen - welche komponisten machen euch süchtig?

  • hallo, gefragt ist hier bewußt nicht nach den 'lieblings'komponisten oder denen, die man regelmäßig oder immer wieder hört, sondern (vielleicht auch gerade) nach denen, die man sich weniger häufig 'zu gemüte führt', aber dann von einer regelrechten sucht gepackt wird und für tage oder gar wochen nichts anderes mehr als diesen komponisten oder dieses werk hören möchte.


    so geht es mir beispielsweise bei puccini und wagner ... wie ist das bei euch?


    :hello:

  • Prinzipiell gibt es bei mir Suchtkomponisten, von denen aber einige mit meinen Lieblingskomponisten identisch sind. Soll heißen: Präsent sind sie immer, aber von Zeit zu Zeit höre ich dann ausschließlich ihre Musik.
    Sucht-Komponisten, die nicht zu meinen Lieblingskomponisten gehören, sind:


    Debussy
    Orff
    Schönberg
    Schreker
    Strawinskij



    Sucht-Komponisten, die zu meinen Lieblingskomponisten gehören, sind:


    Bartók
    Bruckner
    Mahler
    Messiaen
    Schostakowitsch

  • Hallo,


    die Sucht nach einem Musikstück, einem Komponisten, einem Stil u.s.w. empfinde ich überhaupt nicht mehr.


    das war mal so mit Wagner,


    aber seit vielen Jahren kann ich auf jedes Werk, auf jeden Komponisten verzichten. Nur - ich will das nicht!


    Wenn Sucht, dann bin ich süchtig nach ausgedehnter akustischer Stille, bis es wieder Zeit wird für ein Musikstück; aber dann nur vom Besten...


    Uwe

  • Hallo zusammen,


    bei mir gibt es immer Phasen,da höre ich ausschließlich einen Komponisten vielleicht 1-2 Wochen lang.Dann ebbt das ab und ich lechze wieder nach anderer Musik.
    Diesem Wechselbad ausgesetzt sind und waren schon (Reihenfolge ist keine Wertung)
    Bach,Händel,Vivaldi,Mozart,Beethoven,Schubert,Schumann,Brahms,
    Wagner,Tschaikowsky,Dvorak,Smetana,Verdi,Puccini,Rossini,Donizetti.
    Sollte ich einen vergessen haben,gibts Nachschlag und eine Entschuldigung.

  • Hallo Jörg,


    mir fallen da zwei Komponisten ein, bei denen ich solche Suchtzustände schon druchgemacht habe.


    Da wäre zum einen Tschaikowsky.


    Vor Monaten war es die Phase mit seinem Violinkonzert. Es gab so einige Leihgaben von Peter - sehr vielseitig und somit nie langweilig. Ob nun mit Perlman oder Heifetz, es war immer ein herrliches Erleben...


    Seit einem Konzertbesuch habe ich nun immer wieder Tage, an denen ich von Tschaikowskys Vierter Symphonie nicht genug kriegen kann...Das ist/war regelrechte Sucht! Wann war es? Vor zwei Tagen müsste es gewesen sein. Dreimal ein kompletter Durchlauf, zweimal die letzten beiden Sätze wiederholt, zweimal den kompletten Vierten Satz wiederholt (extra, versteht sich) und dann noch fünf- oder sechsmal die letzten anderthalb Minuten des letzten Satzes gehört...
    DAS war Sucht - die war kaum zu bändigen...
    Danach muss ich mir allerdings ne Woche (oder auch mehr, manchmal auch nur Tage) Ruhe gönnen. Da will und kann ich die Symphonie dann nicht mehr hören, weil ich sie mir nicht aushören will.



    Der andere Komponist wäre Rachmaninoff.


    Da wäre einmal sein 2.Klavierkonzert.
    Als Peter mir die CD mit Cliburn geliehen hat (Die will ich unbedingt auch haben!!!), konnte ich einfach nicht genug bekommen. Besonders vom Dritten Satz.
    Diese Phase hatte ich auch mit seinem 1.Klavierkonzert und Lugansky.


    Eine weitere Suchtphase hatte ich mit Rachmaninoff bei den Symphonischen Tänzen. Die liefen auch eine gewisse Zeit bei mir täglich und machmal auch zweimal am Tag...



    Ansonsten bin ich immer von Dvorák abhängig, aber das wisst ihr ja :wacky:
    Es vergeht so ziemlich kein einziger Tag, an dem ich nicht wenigstens ein Werk von ihm gehört habe. Ausnahmen kommen natürlich vor...



    Liebe Grüße, Maik

  • Eine Sucht, auch im übertragenen im Sinne des Wortes kann ich bei mir in Sachen Komponist jedenfalls nicht feststellen.
    Vielleicht ist das so, weil ich mich davor bewahren möchte, mich "abzuhören", was mir einst bei Mozart und Beethoven passiert ist - unglaublich aber wahr. Ich habe deren Musik daraufhin jahrelang nur in kleinsten Dosen - wenn überhaupt - gehört.


    Was hingegen schon stattfindet, sind kurze , auf einen Kompopnisten focussierte Phasen. Zuletzt ist mir das mit Ries und Rosetti passiert, ebenso einst mit Raff.
    Wenn die Phase jedoch abgeklungen ist, bin ich wieder der alte....


    Wer da meint ich sässe von früh bis spät am Mozart-Kopfhörer, der irrt.


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred

  • Bach - den heb ich mir meistens auch fürs Wochenende auf.
    In mir keimt die Vermutung, dass er für mich der größte von allen ist (auch wenn mir Amadé der liebste von allen ist). Bach war abgrundtief "fortschrittlich". Bach ist Wahnsinn!

  • Bach war wirklich der Schlimmste von allen.
    Wie kann man nur eine so abartig gute Musik
    am laufenden Band produzieren und damit Millionen
    Menschen bis an ihr Lebensende an sich binden.
    Eine Frechheit.


    Und man denkt, dass man immer mehr von ihm
    versteht, wird aber zum Glück mit diesem Prozess
    nicht an ein Ende kommen.

  • An erster Stelle steht da bei mir Bach, hauptsächlich Musik für Orgel, Klavier/Cembalo oder andere Solo-Instrumente, gleichrangig mit Beethovens Klaviermusik und Streichquartetten und Debussys Klaviermusik.


    Dann das Klavierwerk von Brahms und Schumann und die Symphonien von Brahms, Mahler und Bruckner.


    Bei Chopin habe ich so Phasen, in denen ich viel von ihm höre und dann wieder gar nichts hören kann, aber süchtigmachend ist er für mich auf jeden Fall.


    P. S.
    Ach ja, und Wagner!

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

    Einmal editiert, zuletzt von Melot1967 ()

  • Lieber Jörg,


    Mozart kann ich Tag und Nacht hören, aber bin ich dann süchtig? Nein.
    Insoweit ich das bin, bezieht sich das eher auf Musik seiner Epoche, ungeachtet der Komponist.
    Aber unter dieser Sucht leide ich bereits mein ganzes Leben.


    LG, Paul

  • Hallo Jörg,


    man hat schonmal bestimmte Phasen, die auf einen bestimmten Komponisten fixiert sind und man beschäftigt sich sehr intensiv mit diesem Meister.
    Die Unterscheidung von Edwin finde ich daher gut dies nicht direkt am Lieblingskomponisten fest zu machen.


    Eine lange Hörphase hatte ich 2004-2005 mit Samuel Barber und seinen Werken, dann Aaron Copland und Leonard Bernstein. Auch Hindemith ist ein großer Favorit für lange Beschäftigung und Strawinsky´s Ballette LeSacre, Petruschka und Feuervogel sind ohnehin "suchtgefährdend".


    :]Schostakowitsch und Bartok, meine Lieblingskomponisten wirken bei mir immer, auch wenn ich mal nicht so gut aufgelegt bin und zu den Klassikern Beethoven und Brahms kehre ich immer wieder zurück !


    :]Ach ja, zwei Komponisten fallen mir noch ein, die hier im Forum bei einigen nicht so geschätzt werden: Richard Strauß und Ottorino Respighi mit allen sinf.Dichtungen kommen bei mir auch oft für lange Hörsitzungen in Frage.
    Feste Romane ist für mich die absolute Suchtkomposition :yes: !

  • Hallo!!!


    Bei mir gibts da einige:


    ROSSINI
    DONIZETTI machen mich unendlich süchtig


    Mozart
    Bellini
    Haydn
    Händel machen mich auch noch süchtig, aber nicht so sehr, wie die oberen.


    ab und zu noch:
    Verdi
    Beethoven
    Vivaldi
    Gluck
    Telemann
    Puccini


    LG joschi