Auf den Spuren von Beethoven? - Franz Schubert: Sinfonie Nr. 9 C-Dur, D 944 "Die Große"

  • Und da scheint Karajans Aufnahme von 1968 (DG) ja geradezu das idealtypische Beispiel zu sein. Ich habe diese lange Zeit nicht gekannt, erst neulich zum ersten Mal gehört - und war völlig hingerissen von diesem Zugang. Jedenfalls erscheint mir Böhms Schubert-Stil doch ein bedeutend anderer zu sein als jener Karajans, speziell in den DG-Aufnahmen.


    Lieber Josef,


    es freut mich zu dieser sehr polarisierenden Karajan - Aufnahme (DG) auch mal ein paar positive Worte zu lesen, wo doch sonst alle auf diese HAmmeraufnahme schimpfen.


    Ich habe mir gestern Abend, als Vorgeschmack auf die Dresder Aufnahme (DG), wieder einmal Teile aus der lange von mir geschätzten Berliner Aufnahme mit Böhm (DG) angehört. Gerade im packenden Finale dreht Böhm richtig auf, lässt die glänzenden Blechbläser strahlen und lässt auch den Pauken ihren Platz. Mein Eindruck war: So unheimlioch weit ist er von karajan gar nicht entfernt.
    Wenn Norbert nun meint, das er in Dresden "noch einen drauf setzt", dann kann das nur positiv sein.
    :hello: Empfehlung auch an Dich, lieber Josef.


    Ich denke, für Dich lieber Holger wird die Böhm-Aufnahme mit den BPH (DG) der goldene Mittelweg, bezüglich Deiner inzwischen bekannten wienerischen Schubert-Auffassung sein.
    Ich habe diese gut klingende CD-Version aus der ELOQUENCE- Serie, die durch das Remastering in AMSI gewonnen haben dürfte.
    An Willi der Hinweis, auch Böhm spielt nicht alle Wdh :thumbup:
    Die Spielzeiten = 14:27 - 13:53 - 11:18 - 11:29


    *** Auch die Unvollendete ist eine ganz grosse Böhm- Aufnahme, der das Werk tempomässig so ganz uns gar nicht verschgleppt:
    11:32 - 11:30
    Schon deshalb ist die CD auch ein sehr wichtiger Bestandteil in meiner Sammlung !




    DG, P1966 (8.), P1963 (9.), ADD


    Das sind die Aufnahmedaten, die auf dieser CD angegeben sind !

  • Zitat

    teleton: es freut mich zu dieser sehr polarisierenden Karajan - Aufnahme (DG) auch mal ein paar positive Worte zu lesen, wo doch sonst alle auf diese HAmmeraufnahme schimpfen.


    Wenn du diese meinst, lieber Wolfgang, die er in den 60er Jahren aufgenommen hat:

    die ich Gott weiß wie lange schon, in dieser Ausgabe habe, oder auch diese:

    die ich noch in der Original-EMI-Ausgabe habe,
    dann gehöre ich bestimmt nicht zu "allen". Ich habe auch m. E. schon zu der alten Berliner Aufnahme vor Jahren schon etwas im Forum geschrieben. Das Einzige, was ich an der 1968er Aufnahme zu bemängln habe, ist jegliche Abwesenheit von Wiederholungen.
    In der 1977er Aufnahme ist das nicht so. Da ist zumindest das Scherzo komplett (14:12 zu 10:03). Mitreißend sind beide Aufnahmen.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Gerade im packenden Finale dreht Böhm richtig auf, lässt die glänzenden Blechbläser strahlen und lässt auch den Pauken ihren Platz.

    Ich habe gerade noch einmal Böhm in Dresden mit Abbado und dem Orchestra Mozart verglichen. Bis auf den Kopfsatz, wo Böhm deutlich langsamer ist, haben Böhm und Abbado fast dasselbe Tempo. Ulrich Schreiber in seiner Kritik hat offenbar das Richtige getroffen, das kann ich einmal mehr gut nachvollziehen. Das Spiel der Staatskapelle Dresden ist altmodisch vom Orchesterklang her und - in der Fußballsprache gesprochen - 2. Liga gegen das Orchestra Mozart, dass in der Spitzenklasse der 1. Liga spielt. Bei Abbado hört man die Erfahrung mit HIP, das ist Orchesterspiel auf modernstem Stand. Ich bin nun alles andere als ein HIP-Fanatiker, aber hier macht sich das positiv bemerkbar im deutlichen Gewinn an dynamischer Diffferenzierung (schon zu Beginn des Kopfsatzes, da ist Abbado wirklich aufregend!), an der rhetorischen Qualität der Bläser usw. Dagegen wirken die Dresdener schlicht hausbacken. Abbados Klangideal ist bekanntlich eine Ansammlung von hoch begabten Solisten, die sich wie bei einem Streichquartett zu einem gleichberechtigten Spiel zusammenfinden. Und gerade im Finale zeigt sich, dass die knallenden Pauken bei Böhm kontraproduktiv sind. Obwohl Böhm fast dasselbe macht wie Abbado, kommt einfach keine dramatische Spannung auf und kein Vorwärtsdrang, was einen bei Abbado so fesselt, weil bei Böhm die Pauken wie Bleigewichte die Dynamik festheften und quasi ersticken. Die Paukenknallerei und das lärmende Blech führt dazu, dass die Vertikale überbetont wird und die musikalische Entwicklung in der Horizontale nicht vom Fleck kommt. Es ist schlicht die falsche Dynamik, welche hier entfaltet wird. Auch aufnahmetechnisch ist die Abbado-Aufnahme natürlich der mit Böhm deutlich überlegen. :)

    Ich denke, für Dich lieber Holger wird die Böhm-Aufnahme mit den BPH (DG) der goldene Mittelweg, bezüglich Deiner inzwischen bekannten wienerischen Schubert-Auffassung sein.

    Ob meine Schubert-Auffassung so wienerisch ist, weiß ich nicht. Abbado ist ja nun wirklich kein Weichzeichner in Sachen Schubert - bei der sehr jugendlich-frischen ersten Aufnahme nicht und bei der zweiten auch nicht. :hello:


    Schöne Grüße
    Holger

  • Je länger dieser Thread wird, umso deutlicher wird m. E., was für eine schier unüberschaubare Vielzahl an sehr guten bis herausragenden Aufnahmen dieses Werkes es gibt. Es fällt ja schon schwer, auch nur eine Top 10 zu benennen.


    Eine Aufnahme, auf die ich indes immer wieder zurückkomme und die mich persönlich am meisten überzeugt, ist jene von Hans Knappertsbusch mit den Wiener Philharmonikern, entstanden am 27. Oktober 1957 im Musikverein. Erst kürzlich kam ich beim Studieren einer Rezension zu Maazels Schubert-Zyklus wieder auf sie zurück, als der Rezensent Ralph Moore schrieb: "I have always favoured Szell and Barbirolli until I recently discovered the live performance by Knappertsbusch with the VPO in 1957. That has become my new favourite, although all three are very fine."


    In keiner anderen mir bekannten Aufnahme (und das sind mittlerweile wohl mindestens zwei Dutzend) erinnern mich die vier Sforzato-Schläge in der Finalcoda so stark an das Klopfen des steinernen Gastes in Mozarts "Don Giovanni". Hier kann man nachvollziehen, weshalb Knappertsbuschs Agogik so berühmt wurde. Mittels Ritenuto nimmt er hier das Tempo ganz stark zurück. Der Effekt spricht für sich. Die Wiener Philharmoniker klangen selten engagierter als bei dieser Vorstellung.


    Es ist völlig unverständlich, wieso diese Aufnahme seit ihrem erstmaligen offiziellen Erscheinen auf CD im Jahre 1992 bei der DG (150 Jahre Wiener Philharmoniker) so schwer erhältlich ist. Offenbar hat Universal kein Interesse daran. Um der Wahrheit genüge zu tun, erfolgte zwar eine Neuauflage bei Altus, doch kommt man an diese nur über einen Japan-Import bei Amazon. Wäre die Aufnahme in Stereo, hätte sie vermutlich einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad. Der Klang ist trotzdem sehr brauchbar.



    Hier noch die Spielzeiten: 13:51 - 13:58 - 10:45 - 13:47


  • Ich habe gerade noch einmal Böhm in Dresden mit Abbado und dem Orchestra Mozart verglichen. Bis auf den Kopfsatz, wo Böhm deutlich langsamer ist, haben Böhm und Abbado fast dasselbe Tempo. Ulrich Schreiber in seiner Kritik hat offenbar das Richtige getroffen, das kann ich einmal mehr gut nachvollziehen. Das Spiel der Staatskapelle Dresden ist altmodisch vom Orchesterklang her und - in der Fußballsprache gesprochen - 2. Liga gegen das Orchestra Mozart, dass in der Spitzenklasse der 1. Liga spielt. Bei Abbado hört man die Erfahrung mit HIP, das ist Orchesterspiel auf modernstem Stand. Ich bin nun alles andere als ein HIP-Fanatiker, aber hier macht sich das positiv bemerkbar im deutlichen Gewinn an dynamischer Diffferenzierung (schon zu Beginn des Kopfsatzes, da ist Abbado wirklich aufregend!), an der rhetorischen Qualität der Bläser usw. Dagegen wirken die Dresdener schlicht hausbacken. Abbados Klangideal ist bekanntlich eine Ansammlung von hoch begabten Solisten, die sich wie bei einem Streichquartett zu einem gleichberechtigten Spiel zusammenfinden. Und gerade im Finale zeigt sich, dass die knallenden Pauken bei Böhm kontraproduktiv sind. Obwohl Böhm fast dasselbe macht wie Abbado, kommt einfach keine dramatische Spannung auf und kein Vorwärtsdrang, was einen bei Abbado so fesselt, weil bei Böhm die Pauken wie Bleigewichte die Dynamik festheften und quasi ersticken. Die Paukenknallerei und das lärmende Blech führt dazu, dass die Vertikale überbetont wird und die musikalische Entwicklung in der Horizontale nicht vom Fleck kommt. Es ist schlicht die falsche Dynamik, welche hier entfaltet wird. Auch aufnahmetechnisch ist die Abbado-Aufnahme natürlich der mit Böhm deutlich überlegen. :)

    Das wird alles richtig sein, was Du schreibst, lieber Holger. Auch habe ich leider Abbado nicht in meiner Sammlung, kann mich aber sehr gut an mein erstes Hören der späten Böhm-Aufnahme erinnern: selten war ich von dem Werk so gefesselt wie von dieser Live-Aufnahme. Sie ist eine meiner drei Favoriten. Die beiden anderen sind die Aufnahme mit Wilhelm Furtwängler und die mit Hans Knappertsbusch, die Joseph II gerade erwähnte. Das zeigt freilich meine Hörpräferenzen; die neueste Aufnahme in meinen Beständen dürfte die frühe Studio-Aufnahme mit Günter Wand sein. Und da fehlt mir offen gestanden das Herzblut, mit dem die drei anderen zu Werke gehen. Weiteres aus dem Bestand müsste ich mal wieder hören, etwa Kertez, Stein, Münchinger Walter, Suitner oder Menuhin...mal schau'n, was sich da sonst noch so angesammelt hat (leider kein Horenstein).


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Sagte ich gerade "Leider keinen Horenstein"? Das muss ich zurücknehmen; sein Neffe Misha hat auf seinem yt-Kanal eine Aufnahme aus dem Jahr 1969 mit dem Göteborg Orchestra. Hier ist sie:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Das wird alles richtig sein, was Du schreibst, lieber Holger. Auch habe ich leider Abbado nicht in meiner Sammlung, kann mich aber sehr gut an mein erstes Hören der späten Böhm-Aufnahme erinnern: selten war ich von dem Werk so gefesselt wie von dieser Live-Aufnahme. Sie ist eine meiner drei Favoriten. Die beiden anderen sind die Aufnahme mit Wilhelm Furtwängler und die mit Hans Knappertsbusch, die Joseph II gerade erwähnte. Das zeigt freilich meine Hörpräferenzen; die neueste Aufnahme in meinen Beständen dürfte die frühe Studio-Aufnahme mit Günter Wand sein. Und da fehlt mir offen gestanden das Herzblut, mit dem die drei anderen zu Werke gehen. Weiteres aus dem Bestand müsste ich mal wieder hören, etwa Kertez, Stein, Münchinger Walter, Suitner oder Menuhin...mal schau'n, was sich da sonst noch so angesammelt hat (leider kein Horenstein).

    Lieber Thomas,


    es ist ja so, dass es meistens eine erste Aufnahme gibt, von der man geprägt wird oder eine, die man schon früh als seine eigene Referenz im Kopf etabliert. Und wenn man da etwas vermisst, wird dann die Aufnahme, bei der man das bislang vergeblich Gesuchte schließlich findet, zum Aha-Erlebnis. Ich bin ja - das ist kein Geheimnis - was meine Schwerpunkte beim Hören angeht sehr "Klavier lastig". Von den Schubert-Symphonien habe ich nur die "Unvollendete" länger in meinem Kopf gespeichert, die anderen Symphonien haben eigentlich kaum eine Rolle gespielt, was meine Vorlieben angeht. Die Furtwängler-Aufnahme habe ich auch nicht, nur reingehört. Die hat mich gleich angezogen, obwohl der erste Satz schon sehr langsam genommen ist. Aber Furtwängler war eben ein Genie. Es gibt keinen Mitschnitt, den ich von ihm habe, der mich nicht ungemein beeindruckt hätte. Insofern werde ich mir Furtwängler, Horenstein, Knappertsbusch noch zu Gemüte führen. Die frühere Abbado-Aufnahme hat mich auf die 9. aufmerksam gemacht, aber der Funke übergesprungen ist erst durch die späte. Es kommt selten vor, dass ich eine Aufnahme, die ich als Download bekommen habe, als Original-CD mir dann noch anschaffe. Hier habe ich es gemacht. Klanglich ist die Original-CD tatsächlich noch besser - und man hat natürlich das Booklet. Ansonsten habe ich immer gerne die klassischen Aufnahmen als Maßstab - und das ist Böhm auf jeden Fall! Ich habe wohl nur die falsche Aufnahme von ihm zuerst gehört. :D :hello:


    Liebe Grüße
    Holger

  • Hallo zusammen, eine kleine Bemerkung von meiner Seite, denn ich habe ja eh keine Ahnung, wie man hier wohl meint! :D


    Schuberts Große C dur ohne Wiederholungen ist in meinen Ohren pervers und ein Sakrileg an Schubert.
    Die Karajan Aufnahme ist bei allem Wohlwollen kein Schubert sondern, welch ein lärmen sonder gleichen, Fazit...ab in die Tonne!


    Als ich noch nicht im Forum angemeldet war habe ich mich dann immer schon hier nach gerichtet und mir die Aufnahmen rausgesucht die somit für mich in Frage kamen, 90% der Aufnahmen habe ich dann erworben .....


    ......die schönste, beste, liebste, war dann diese vollendet gut und keine Sekunde langweilig!


    Auch bin ich der Meinung dass es ja nicht einfach nur Wiederholungen sind sondern es ist ja immerwieder ein neuer und anderer Zugang, bis zum Schluss das Gebäude errichtet ist und wir es in strahlender Schönheit erblicken !


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ich habe gerade nachgeschaut, lieber Fiesco, sie ist ja gebraucht erst ab 18 Euro zu haben. Eine Alternative wäre hier kostenlos anzuhören:



    Der Anfang klingt schon sehr vielversprechend, und die Spielzeiten signalisieren schon, dass auch Jeffray Tate zu den gewissenhaften Dirigenten gehörte, der den Schubert-Liebhabern keine einzige Note dieser grandiosen Symphonie vorenthielt. Ich werde sie mir dieser Tage mal komplett anhören und dann berichten. Sie scheint ja genau auf meiner Linie zu liegen wie übrigens auch die des in dieser Hinsicht m. E. völlig unterschätzten Riccardo Muti:


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Sagte ich gerade "Leider keinen Horenstein"? Das muss ich zurücknehmen; sein Neffe Misha hat auf seinem yt-Kanal eine Aufnahme aus dem Jahr 1969 mit dem Göteborg Orchestra. Hier ist sie:

    Die Einleitung gefällt mir schon sehr gut, lieber Thomas, dass ist wirklich fließender Schubert, romantisch beseelt und ohne jegliche pompösen Gewaltakte, so wie es sich für Schubert finde ich gehört! :hello:


    Schöne Grüße
    Holger

  • sie ist ja gebraucht erst ab 18 Euro zu haben


    Es gibt sie auch deutlich günstiger, in dieser Ausgabe:

    und zwar bei Amazon für sagenhafte 3,53 € (gebraucht, gut) + Portokosten.
    Die Aufnahme wurde noch zu DDR-Zeiten produziert (1986), von VEB Deutsche Schallplatten, in Kooperation mit der EMI. Ursprünglich erschien sie im Westen in obiger Aufmachung.


  • Es gibt sie auch deutlich günstiger, in dieser Ausgabe:

    und zwar bei Amazon für sagenhafte 3,53 € (gebraucht, gut) + Portokosten.
    Die Aufnahme wurde noch zu DDR-Zeiten produziert (1986), von VEB Deutsche Schallplatten, in Kooperation mit der EMI. Ursprünglich erschien sie im Westen in obiger Aufmachung.


    Ist aber vom Klang nicht ganz so gut wie die neu aufgelegte von Berlin Classics!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ist aber vom Klang nicht ganz so gut wie die neu aufgelegte von Berlin Classics!


    Das kann ich nicht beurteilen, ich besitze die EMI-Ausgabe seit über 20 Jahren und kann am Klang nichts bemängeln.

    Schuberts Große C dur ohne Wiederholungen ist in meinen Ohren pervers und ein Sakrileg an Schubert.


    Ist das nicht ein zu hartes Urteil? Damit brichst Du den Stab über eine ganze Reihe der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, die ja sicher nicht nur wegen der knappen Kapazitäten der LP Kürzungen vorgenommen haben. Dieser Grund ist ja auch spätestens mit der Einführung von Digitaltechnik und CD weggefallen.

    Auch bin ich der Meinung dass es ja nicht einfach nur Wiederholungen sind sondern es ist ja immerwieder ein neuer und anderer Zugang, bis zum Schluss das Gebäude errichtet ist und wir es in strahlender Schönheit erblicken !


    Ohne die Intentionen des Komponisten grundsätzlich infrage zu stellen, finde ich, daß Schubert hier des Guten doch ein bißchen Zuviel getan hat! Eine Etage weniger hätte es wohl auch getan.
    Ich habe mir heute früh die Tate-Aufnahme aus Dresden in voller Länge angehört. Zweifellos eine großartige Interpretation, aber für mich doch ein wenig langatmig. Das Scherzo mit 15.14 Min. ist schon eine kleine Herausforderung für den Hörer. Schließlich sehnt man das Ende herbei ....
    Manche Wiederholungsvorschrift - so mein Empfinden - wurde nur gemacht, um dem damaligen Hörer, der ja nicht die Möglichkeit hatte, seine Eindrücke via Tonträger zu vertiefen, die Themen richtig einzuprägen.
    Ich persönlich ziehe Aufnahmen, die nicht sämtliche Wiederholungen bringen, vor, des Gesamteindrucks wegen. Persönlich bleibt mein absoluter Favorit immer noch diese:

    Josef Krips und das LSO (1958, Stereo). Für mich die insgesamt schlüssigste meiner ca. 15 Aufnahmen des Werks. Dramatisch, klar in allen Details, mit wunderbarem Fluß und dem gewissen "wienerischen" Klang, der dem Ganzen die Krone aufsetzt. Und eine noch heute staunenswerte Klangtechnik, die sich hinter mancher Digitalaufnahme nicht zu verstecken braucht.


  • Ist aber vom Klang nicht ganz so gut wie die neu aufgelegte von Berlin Classics!


    LG Fiesco

    Ich bin mal gespannt: in der Bucht habe ich die Aufnahme gerade als Eterna-CD erstanden. Was mir dabei auffällt: Tate dirigiert da dieselben Dresdner, die als Orchester bei der Böhm-Aufnahme als 2. Liga tituliert wurden (was ich persönlich so nicht bestätigen würde). Tate selbst habe ich bislang immer als Dirigenten der ruhigen Tempi kennengelernt, sowohl live in Köln als Operndirigent als auch auf Tonträger (hier vor allem die bezaubenrde Einspielung der Mozart-Sinfonien). Langweilig finde ich seine Dirigate eher nicht. Insofern bin ich gespannt, was er aus der großen Schubert-Sinfonie gemacht hat.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Langweilig finde ich seine Dirigate eher nicht.


    Hallo, Thomas,


    da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Mit "langatmig" habe ich nicht Tates Dirigat gemeint, sondern die vielen Wiederholungen, die mir Schuberts "himmlische Länge" doch ein wenig getrübt hat. Die Interpretation als solche ist völlig in Ordnung.


    Die Staatskapelle spielt für meinen Geschmack auf dieser Aufnahme großartig, den von Ulrich Schreiber bemängelten Böhm-Mitschnitt von 1980 kenne ich persönlich nicht. Vielleicht lag das wenig inspirierte Orchesterspiel auch an den Live-Bedingungen, wer weiß!


    Übrigens, ich hatte im Chopin-Thread Dir die Spielzeiten von Andas DGG-Aufnahme der Préludes genannt. Da keine Reaktion erfolgt ist, vermute ich, daß Du meinen Beitrag gar nicht gesehen hast. :)


    LG, Nemorino

  • Lieber Nemorino,

    Übrigens, ich hatte im Chopin-Thread Dir die Spielzeiten von Andas DGG-Aufnahme der Préludes genannt. Da keine Reaktion erfolgt ist, vermute ich, daß Du meinen Beitrag gar nicht gesehen hast. :)

    danke, da werde ich direkt mal nachschauen.


    Eine weitere Aufnahme habe ich noch in meiner Sammlung aufgetan, die mit Carl Schuricht und dem Stuttgarter RSO aus dem Jahr 1960. Sie ist auch bei yt zu finden:



    Seht mir bitte nach, dass ich auf das Einhalten von Wiederholungen kein gesteigertes Ohrenmerk richte: für mich zählen Gesamteindruck und Wirkung der Aufnahme. Leider hat Schuricht ein Gutteil seiner Aufnahmen für Concert Hall gemacht, ein verdienstvolles Plattenclub-Label, dessen Fundus leider nicht so digitalisiert wurde wie es gut und richtig gewesen wäre. Diese Aufnahme ist unter dem DENON-Label erneut veröffentlicht worden. Bei mir natürlich die LP.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Zitat

    Nemorino: Es gibt sie auch deutlich günstiger, in dieser Ausgabe:

    und zwar bei Amazon für sagenhafte 3,53 € (gebraucht, gut) + Portokost


    Lieber Nemorino, ich habe sie inzwischen sogar für sagenhafte 1,68 € (gebraucht, sehr gut) + Portokokosten bestellt.


    Zitat

    Nemorino: Ich habe mir heute früh die Tate-Aufnahme aus Dresden in voller Länge angehört. Zweifellos eine großartige Interpretation, aber für mich doch ein wenig langatmig. Das Scherzo mit 15.14 Min. ist schon eine kleine Herausforderung für den Hörer. Schließlich sehnt man das Ende herbei ....


    Ich denke da grundsätzlich anders und bin der Meinung, dass der, der Schubert etwas näher kennt, begriffen hat, dass er, zumindest in seinen Meisterwerken, und dazu zähle ich diese Symphonie, keine Note zuviel komponiert hat. So überragend war Schubert, und so überragend ist seine "Große".
    Wenn ich in einem Schubert-Konzert sitze, und der Protagonist auf der Bühne verzichtet auf die Wiederholungen, dann stelle ich am Ende des Konzertes fest, dass mir etwas gefehlt hat, so zuletzt geschehen z. B. im Mai und Juli 2008, als ich in Brendels letzten Solokonzerten in Köln und beim SHMF in Flensburg gesessen hatte und er jeweils nach der Pause Schuberts große B-dur-Sonate D.960 gespielt hatte. Brendel verzichtete ja stets mit voller Absicht auf die Wiederholung im Kopfsatz. Das kannst du demnächst hier im entsprechenden Thread lesen, wenn ich nach der letzttn (fünften) Badura-Skoda-Aufnahme die vier Brendel-Aufnahmen besprechen werde.
    Wenn ich dagegen in einem Schubert-konzert sitze, wo der Protagonist die Wiederholungszeichen beachtet, dann bedauere ich am Ende, dass es schon vorbei ist. Voraussetzung ist natürlich, dass die Interpretation entsprechendes Niveau hat, und das war z. B. bei Brendel (ohne WH:) und bei Leonskaja bzw. Uchida (mit Wh.) zweifellos der Fall.


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).


  • :!: Wo wir gerade im Thread der grossen Schlaplattenaufnahmen der Analogära bei Swetlanow´s unfassbar grossen Aufnahmen sind, sei auch auf diese Swetlanow-Aufnahmen der Sinfonien Nr. 8 und 9 hingewiesen. Wenn der Preis mal Zivil wird = 8o must have !!!!
    Man beachte auch die Spilezeiten der Sätze 3 und 4 ohne Wdh - :thumbup:
    ;) Auch Swetlanow hat neben so vielen anderen Dirigenten erkannt, dass es sonst zu "himmlisch lang" wird.


    :hello: Jedem sei doch unbenommen seine Aufnahmen so zu hören, wie es beliebt: Willi und Co mit, die Anderen ohne Wdh.

  • Ich bin mal gespannt: in der Bucht habe ich die Aufnahme gerade als Eterna-CD erstanden. Was mir dabei auffällt: Tate dirigiert da dieselben Dresdner, die als Orchester bei der Böhm-Aufnahme als 2. Liga tituliert wurden (was ich persönlich so nicht bestätigen würde). Tate selbst habe ich bislang immer als Dirigenten der ruhigen Tempi kennengelernt, sowohl live in Köln als Operndirigent als auch auf Tonträger (hier vor allem die bezaubenrde Einspielung der Mozart-Sinfonien). Langweilig finde ich seine Dirigate eher nicht. Insofern bin ich gespannt, was er aus der großen Schubert-Sinfonie gemacht hat.

    Die Aufnahme gibt es hier, lieber Thomas:



    Sie gefällt mir sehr gut: flüssig, mit der gewissen entspannten Leichtigkeit, poetisch und mit schöner Detailarbeit. Vielleicht hat ja auch einfach die Chemie zwischen Böhm und dem Orchester nicht gestimmt oder er hat sie nicht in der so gar nicht Böhm-typischen Art spielen lassen, wie sie es am besten können, wie es bei Tate offensichtlich der Fall war.


    Schöne Grüße
    Holger


  • Da wirst Du dann aber vielleicht enttäuscht sein, lieber Wolfgang. Ich bin ja ansonsten auch ein Szell-Fan, auch wenn mir seine 9. zu wenig Schubert-idiomatisch ist. Szell hat diese ungarische Präzision und rhythmische Kraft, die doch sehr "modern" antimonumentalisch ist. Das ist so gar nicht schwerfällig "deutsch" - sondern hat eher etwas mit Bela Bartok zu tun!


    Enttäuscht war ich nicht, denn mir gefiel die Wucht der Blechbläser und Pauken, die Du in Beitrag 479 bemängelt hast.
    *** Aber ansonsten kann ich nachvollziehen, was Du mit "teutonisch" meintest. Nach einem megalangweiligen Anfang, der nihcts interessantes mehr verspricht kommt Böhm vom Tempo her in den Sätzen 1 und 2 nicht vom Fleck, nur in den dramatische Passagen wird durch die kontrastreiche Wucht, gegenüber den lahmen Zwischen Passagen einigermassen interessant (Norbert ? Das nennst Du jugendliche Frische oder so ?) ; die Sätze 3 und 4 sind deutlich gespannter, ohne mich vollends zu erreichen. Da nützen die punchigen Pauken und Bläser auch nichts mehr. Es sind auch nur die Paukenstellen ab f präsent, die leisen im 2.Satz sind nur mit Konzentration im Hintergrund wahrnehmbar.
    Das Finale fand ich dann in dieser Aufnahme noch am Besten ( ;) Wenigsten das ! Und da kann ich Norbert wieder verstehen !), die mit einem wuchtigen Finalschluss endet mit einem saftigen Paukenschlag zum Schluss.
    Wenn ich dagegen die ansonste sehr gute Kertesz-Aufnahme (Decca) vergleiche - ganz anders: Die endet am Schluss mit einem (abtörnenden) Decrescendo !??!


    :huh: Die orchestrale Spielkulur llies aber bei der Dresdener Aufnahme deutlich zu wünschen übrig - ganz bestimmt im Vergleich zu Böhms Berliner Aufnahme (DG). Und die Klangtechnik klingt auch recht harsch und zu mittenbetont (so ganz das Gegenteil einer Breitwandaufnahme).
    :!: Als Fazit für mich klar: Die ausgewogene Böhm-Aufnahme mit den Berliner PH (DG) ist in jeder Beziehung vorzuziehen. Wie ich schon in Beitrag 481 erwähnte, hat die auch ihre packenden Momente und langweilt mich trotzdem nicht, so wie bei vielen Passagen der Dresder Aufnahme.


    :no: Die Dresdener Böhm - Aufnahme wird nicht in meine Sammlung übernommen ! ;) Was soll man damit, wenn man Karajan-Szell-Bernstein hat :baeh01:



    DG, 1979 LIVE, ADD

  • :huh: Die orchestrale Spielkulur llies aber bei der Dresdener Aufnahme deutlich zu wünschen übrig - ganz bestimmt im Vergleich zu Böhms Berliner Aufnahme (DG). Und die Klangtechnik klingt auch recht harsch und zu mittenbetont (so ganz das Gegenteil einer Breitwandaufnahme).
    :!: Als Fazit für mich klar: Die ausgewogene Böhm-Aufnahme mit den Berliner PH (DG) ist in jeder Beziehung vorzuziehen.

    Du bestätigst es noch einmal, lieber Wolfgang: Ich habe die falsche Böhm-Aufnahme gekauft! :hello:


    Schöne Grüße
    Holger


  • Heute habe die Abbado-Aufnahme endlich mit meiner AVM-Anlage gehört: Ich bin wunschlos glücklich - nicht nur von der Interpretation, sondern auch der hervorragenden (!) Aufnahmetechnik. Das ist wunderbar präsent und die räumliche Abbildung ist so gut, so, als säße man in der ersten Reihe im Konzertsaal. Die Streicher klingen seidig, warm und natürlich, die Bläser haben Schmelz und Farbe. Es gibt feine und feinste dynamische Abstufungen. Es scheint, dass die Besetzung des Orchesters eher in Richtung Kammersymphonie geht, so dass der Dynamikumfang nicht ganz so groß, dafür aber die Durchsichtigkeit und Balance um so besser ist. Das "Problem" verstehe ich - das ist der große Hallanteil, so dass die Pauken nicht pulvertrocken klingen. Dafür, dass bei mir auch die Pauken-Bässe trotzdem nie undurchsichtig oder dumpf klingen, gibt es aber einen Grund, und der ist die Qualität meiner Endstufe: AVM Evolution M4 Class A-Monoblocks. Die Elektronik enthält modernste Operationsverstärker und eine gigantische Bestückung mit Elkos. Das bedeutet, dass die Endstufen extrem "schnell" sind, d.h. quasi das Trägheitsmoment ausschalten: ein ungemein frisches und quicklebendiges, federleichtes und impulsives Klangbild. (Der technische Begriff, mit dem die Schnelligkeit einer Endstufe gemessen wird ist die "Anstiegszeit" - und da sind die AVM-Monos eben absolut Top.) Nur zur Veranschaulichung: Für die Impulsschnelligkeit sind nicht zuletzt die Elkos verantwortlich. Ein "normaler" Vollverstärker verfügt über eine Elkobatterie von 20000 bis 30000 Pikofarat Siebkapazität, das ist schon sehr gut. Bei mir habe ich 90000 Pikofarat pro Kanal (!), also zusammen 180000. Klar, wenn die Elektronik und auch die Lautsprecher nur ein bisschen behäbig sind, wird es bei dieser Aufnahme im Bass mulmig oder dumpf. Wir haben hier also eine schöne Aufnahme zum Testen der Qualitäten einer Anlage. :D


    Schöne Grüße
    Holger

  • Ich möchte jetzt doch beginnen, lieber Joseph, meine Bringschuld einzulösen und habe mir eben den Kopfsatz vorgenommen, auch unter dem Aspekt des Tempos. Klanglich ist die Aufnahme in der Tat nicht schlecht, hell im Ton, kraftvoll in den Steigerungen. Doch als flott habe ich sie nicht empfunden, und da ich meine hier ebenfalls (von Fieso) ins Spiel gebrachte Aufnahme von Tate mit den Dresdner im Auto liegen gelassen habe, bin ich eben ans regal gegangen, wi ja kein Mangel an Aufnahmen dieser Sinfonie herrscht. Ich habe dann die Aufnahme von Muti und den Wiener Philharmonikern zur Hand genommen die irgendwo zwischen 1987 und 1993 im Musikvereinssaal entstanden ist:

    Und siehe da, Muti war noch etwas langsamer im einleitenden Andante. Der Klang war natürlich noch um zwei Klassen besser, aber Mutis Aufnahme war im Ganzen, zumindest, was den Kopfsatz angeht, keineswegs langsamer.
    Zum Vergleich sind hier einmal die in Rede stehenden Zeiten:


    Krips 1972, gesamt: 14:04-13:35-09:32-12:42 --- 50:03 min.;
    Muti 1993, gesamt.: 16:39-15:09-14:04-15:11 --- 61:03 min.;


    Krips: Kopfsatz:
    Andante: 3:38
    Expositi.: 3:02
    Muti: Kopfsatz:
    Andante: 3:53
    Expositi.: 2:52
    Ex-Wh..: 2:52
    Wenn man davon ausgeht, dass Krips (wie Muti) eine Wiederholung der Exposition im gleichen Tempo spielen würde wie die Exposition selber, dann käme er im Kopfsatz auf eine Gesamtzeit von 14:04 + 3:02 = 17:06 min. und wäre damit doch langsamer als Muti.
    Während sicherlich der interpreatorische Gesamteindruck Geschmacksache sein dürfte, gefällt mir gerade besser der größere temporale Kontrast bei Mutis Interpretation zwsichen der Andante-Einleitung und dem Allegro in der Exposition. Dennoch ist die Krips-Aufnahme sicherlich eine Bereicherung in meiner Sammlung, allerdings darf ich das auch mit Fug und Recht von der vorhin schon erwähnten Aufnahme Jeffrey Tates mit der Staatskapelle Dresden sagen. Sie gehört m. e. zu den ganz großen Aufnahmen.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Eine neue Einspielung der "Großen" steht ins Haus:


    Franz Schubert (1797-1828)
    Symphonie Nr. 9 C-Dur "Die Große"

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons
    Label: BRKlassik, DDD/LA, 2018


    Neulich ist diese - so denke ich ich - Einspielung im Fernsehen auf BR gesendet worden.
    Ich kam erst gestern dazu, sie zu sehen/hören:
    eine lebendige und packende Einspielung, dramatisch und ausdrucksstark.


    Ich habe nun schon etliche sehr gute Einspielungen dieser herrlichen Sinfonie, deshalb möchte ich nicht noch eine. Aber wer eine neue Aufnahme sucht, ist hier sicher gut bedient.


    Freundliche Grüße von der südlichen Nordsee, Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“