Ja wer hat denn da Geburtstag?

  • Liebe Taminoianer,


    in diesem Jahr gibt es auch nebst Mozart und Kraus so einige Geburtstage zu feiern.
    Zwei schon etwas betagtere Herren werden in diesem Jahr ihren 300. feiern:


    Baldassare Galuppi (*18.Okt 1706)
    Giovanni Battista Martini (24. April 1706)


    Nicht ganz so runder, aber dennoch denkenswürdiger Geburtstag:


    E.T.A. Hoffmann (*24. Jan 1776)
    oder
    F. Kuhlau (*11. Sept 1786)


    Richtiger Jungspund ist dagegen


    P. Creston (*10.Okt 1906)


    Wird gerade mal 100.


    Aber auch einen 125. gibt es zu feiern, nämlich den von
    Miaskovski (20. April 1881).


    Was haltet ihr davon (inspiriert durch Uwes "Alle reden über dasselbe Musikwerk"-Thread), wenn man sich einen Komponisten aussucht und sich näher mit seinem Werk (so weit es geht) beschäftigt, um dann am Geburtstag einen thread ins Leben zu rufen (wenn er nicht schon existiert), der die anderen ein wenig aufklärt, sei es nun über Biographisches, oder einfach nur pber ein ganz bestimmtes Werk.
    Wie auch immer, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
    Dazu bräuchten wir vielleicht noch ein paar mehr Komponisten.


    Voila: Busoni (1. April 1866) --> könnte knapp werden
    Delibes (21. Feb 1836) --> nachträglich :)
    de Falla (23. Nov 1876)
    Duttilleux (22. Jan 1916)


    Was haltet ihr von dieser Idee? :rolleyes: :wacky:


    LG
    Wulf.


    P.S Habe Bartok erst einmal bewusst ausgelassen, weil ihm die Ehre, die ihm gebührt, ja schon widerfahren ist - auch in Form eigener threads.
    Will Bartok natürlich nicht ausschließen. Also Bartok-Fans vor!

  • Aus meiner Sincht ein interessanter Vorschlag.
    Der Thread über den Komponisten sollte dann aber lediglich in die Breite - nicht aber zu sehr in die Tiefe gehen - weill wir uns ja nicht verbauen wollen- wenn der entsprechende Komponist in den Bliickpunkt gerückt ist -anschliessend - so nicht bereits vorkhandenden - Einzelthreads zu senen Werken zu starten.


    LG


    Alfred

  • Hallo Wulf,


    eine gute Idee, diese Geburtstagsfeiern. Wie Alfred, so werde auch ich am Abend vor dem jeweiligen Geburtstag vorschlafen, um am nächsten Tag ausgeruht mitschreiben zu können.


    Gruß,


    Uwe

  • Seltsamerweise in diesem Thread bisher übersehen: Dmitri Schostakowitsch, geboren am 12. September des alten russischen Kalenders, was den 25. September unserer Zeitrechnung ergibt, und zwar im Jahr 1906.


    Die Thread-Idee halte ich übrigens auch für recht gelungen. Aber warum nicht noch stärker fokussieren? - Nicht allgemein die Musik eines bestimmten Geburtstagskindes,sondern ein ganz bestimmtes seiner Werke, etwa Schostakowitschs 5., in den Mittelpunkt stellen?

  • Zitat

    [i]...warum nicht noch stärker fokussieren? - Nicht allgemein die Musik eines bestimmten Geburtstagskindes,sondern ein ganz bestimmtes seiner Werke, etwa Schostakowitschs 5., in den Mittelpunkt stellen?


    Naja, das widerspricht ein wenig Alfreds Anregung, eher in die Breite, nicht in die Tiefe zu gehen.


    Wie wärs denn, wenn wir im Geburtstagsthread auch ein wenig das Geburtsjahr durchleuchten. Wer war zu dieser Zeit angesagt? Gepflogenheiten dieser Zeit u.s.w.


    Is aber nur n' Vorschlach!


    Grüße
    Gallo

  • Zitat

    Naja, das widerspricht ein wenig Alfreds Anregung, eher in die Breite, nicht in die Tiefe zu gehen.


    Ja, das ist ein Widerspruch.


    Ich finde, es gibt zwei sinnvolle Möglichkeiten: Entweder man geht sehr in die Breite (also Erkundung des Umfelds, der historischen Gegebenheiten, quasi Einbettung des Komponisten in seine Zeit) oder man fokussiert auf ein bestimmtes Werk.


    Ich glaube, dass über die Fokussierung die "Breite" zu erreichen ist. Aber es ist durchaus möglich, dass dazu nicht nur zwei sondern noch wesentlich mehr "Lehrmeinungen" existieren als die von Alfred und mir.

  • So ist es.


    bei einem runden Geburtstag ist es meines Erachtens angebracht, entweder die Lebensumstände sowie Biographie des Komponisten im unten genannten Sinne zu thematisieren oder aber alternativ in die Tiefe gehend ein Werk ("Hauptwerk") bzw. ein Thema, das dem Komponisten selbst besonders viel bedeutet hat.


    Gruß,


    Uwe

  • Gute Idee,


    und wenn dann ein Komponist ausgesucht bzw. gelost wurde, werden Aufgaben verteilt. So beschäftigt sich einer mit dem Leben, ein anderer mit dem zeitlichen Umfeld, andere nehmen sich jeweils ein Werk vor und beleuchten es ein wenig usw.


    Ich bin übrigens dieses Jahr auch schon 20 geworden. :baeh01:



    Gruß, Peter.

  • Guten Abend zusammen!


    Freut mich sehr, daß euch mein Vorschlag gefällt!


    Gleich vorweg: Ich finde Peters Vorschlag einfach spitze. So wohnt dem Ganzen eine ungezwungene Freiheit inne, die mir bei meinen Überlegungen zu diesem thread in ähnlicher Weise durch den Kopf ging.
    Vielleicht sammeln wir zunächst noch ein paar Komponisten - nach Möglichkeit nur solche, zu deren Lebensumständen Quellenmaterial existiert bzw. deren Werke diskographisch zu erwerben sind. Und seien es auch nur 2 oder 3CDs....
    Dann fände ich es toll, wenn einfach jeder mal einen Vorschlag macht, welchem Komponisten er sich gerne widmen würde. Sollten da manche leer ausgehen und manch anderer von zuvielen Mitgliedern genannt werden, können sich die Mitglieder mit Mehrfachbelegung selbst nach einer neuen Wahl umschauen..ich denke da wird man sich schon einig.
    (In der Uni klappts meistens irgendwie auch, selbst bei überfüllten Seminaren mit mehr als 80 Teilnehmern...).
    Dann Peters Idee mit verschiedenen Schwerpunkten.
    Und da würde ich sogar noch einen Schritt weitergehen. Auch hier denke ich kann man das Ganze doch seinen Lauf lassen. So kann sich ein Mitglied nach Wahl eines Komponisten und nach einer kurzen Zeit des Beschnupperns - so hoffe ich - dagen : "Mensch, das interessiert mich, dieses weniger." Und somit legt er sich selbst seinen Schwerpunkt. Die Hürde: Jeder muss schon selber abschätzen könnnen, was er sich dau aufbürdet, bzw. ob er genügend Material findet.
    Damit das ganze nicht endlos dauert, würde ich einen zeitlichen Rahmen vorgeben, innerhalb dessen Wahl des Komponisten und Schwerpunkt getroffen sein sollten.


    Ulli :


    zu Rosetti: Ich besitze das rororo Musik-Handbuch in der Ausgabe von 1986. Es umfaßt zwei Bände, wovon der erste ein allgemeiner ist, der Musiklehre und Musikleben zum Thema hat, während der zweite der Komponisten -und Interpretenteil von A-Z ist.
    Dort findet man unter Rosetti einen Querverweis zu seinem ja eigentlichen Namen: Franz Anton Rössler.
    Und dort steht eben geschrieben, er sei am 26.Okt 1746 in Niemes (Böhmen) geboren....


    @Edwin:


    Du siehst mich verlegen. Wie konnte mir der Shostakowitsch durch die Lappen rutschen? Zu meiner Verteidigung: bei meinen Überlegungen hatte ich ihn immer wieder im Hinterkopf. Wahrscheinlich verdrängt, weil ich das Augenmerk auf unbekanntere Komponisten richtete, denen ich durch diese Idee eine Art Ehrerbietung dabringen wollte.
    Shostakowitsch, wie Bartok, sind ja - und zwar völlig zu Recht - schon mit threads gesegnet.
    Was nicht heißt, daß ich sie ausschließen würde. Ganz im Gegenteil. Hier wird es bestimmt spannend, Themenschwerpunkte zu finden, die bisher im Forum noch nicht so diskutiert wurden a la Shostakowitschs Verhältnis zu anderen russischen Komponisten seiner Zeit (Kabalevsky, Popov etc.) oder ähnliches.
    Ich denke der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.


    Es gibt noch eine ganze Menge Komponisten mit der 6 am Ende, aber Aufnahmen bzw. Quellenmaterial sollte es halt geben.
    Beispiel: Rebikow. Es gibt eine Weihnachts-CD von Naxos, da ist einmal Rebikow drauf. Das wäre in diesem Fall IMO etwas zu dürftig...


    LG
    Wulf


    P.S. Dann nenne ich mal gleich meinen Wunschkandidaten:
    P. Creston. :)

  • Hallo,


    nun, ein Herr Dvorák wurde auch unterschlagen:


    8.9.1841 geboren, also sein 165. :yes:



    An sich finde ich die Idee auch gut, nur weiß ich nicht inwiefern ich Zeit hätte, um teil zu nehmen.


    Lieben Gruß, Maik

  • Zitat

    Original von Wulf
    Ulli :


    zu Rosetti: Ich besitze das rororo Musik-Handbuch in der Ausgabe von 1986. Es umfaßt zwei Bände, wovon der erste ein allgemeiner ist, der Musiklehre und Musikleben zum Thema hat, während der zweite der Komponisten -und Interpretenteil von A-Z ist.
    Dort findet man unter Rosetti einen Querverweis zu seinem ja eigentlichen Namen: Franz Anton Rössler.
    Und dort steht eben geschrieben, er sei am 26.Okt 1746 in Niemes (Böhmen) geboren....


    Eben!


    Und im MGG - Auflage Oktober 1989, mithin auch nicht wesentlich frischer - steht *um 1750. Ich weiß zwar nicht, wie man "um" ein Jahr herum geboren sein kann, ich fasse es aber als ca.-Angabe auf [oft wird auch c1750 angegeben]. Es steht ja leider nirgends, welche Quellen die Autoren benutzten.


    Daher hatte ich mich in diesem Thread für die Angabe "zwischen 1746 und 1750" entschieden.


    Zudem nennt das MGG noch die Schreibweise Rösler und zudem noch die böhmischen Schreibweisen.


    :beatnik:


    Cordialement
    Ulli

  • Heute hat der


    kleine


    Geburtstag!


    Alles Gute!


    Achja - und zur allgemeinen Unterhaltung noch die passende Werbebotschaft.
    Ich fand die einfach so gut :rolleyes:


    Das Leben des sogenannten Entscheiders ist ein unangenehmes. Allzuoft bekommt er Besuch von Menschen, die ihm etwas andienen möchten: Produkte, Texte, Ideen, Vorschläge, Demo-Bänder, Versicherungen, Rabatte und dergleichen mehr. Üblicherweise beginnt das Gespräch seitens des Bittstellers mit den Worten, "Hier, warten Sie, meine Karte", gefolgt von einem mehr oder minder schwungvollen Zücken und Überreichen unklug gestalteter Visitenkarten, auf denen ungelenke Künsteleien zu sehen sind und Worte wie "fon" stehen. Es gibt wohl wenig gelungenere Möglichkeiten hierüber Missbilligung zu äussern als solcherlei erhaltene Visitenkarten ungesehen in den USB-SHREDDER gleiten zu lassen, sich am leisen Surren des Gerätes zu erfreuen und für sein Gegenüber ein freundliches, ja höfliches Lächeln anzuknipsen.


    Quelle: Jochen Reinecke von riesenmaschine.de


    Eignet sich übrigens auch hervorragend für Rechnungen und Mahnungen.


    Zu dem "fon" - der Gag ist misslungen, da ich "fon" seit Erfindung des Faxes logischer finde, denn "Tel." kann [e]-fon oder [e]-fax sein.


    :hello:


    Ulli