Christoph Graupner - ein wichtiger Bestandteil der deutschen Musikszene des Spätbarock

  • Hallo Tamino-Forum,


    habe z.Zt. im Player:




    wunderschöne CD von der Nova Stravaganza unter der Leitung von Siegbert Rampe.
    Graupher als Zeitgenosse von J.S.Bach wirkte am Hof des Landgrafen zu Darmstadt.


    Nova Stravaganza ein exellentes Ensemble.... ein richtiger Ohrenschmaus für Klassikfans.Klanglich bleiben
    keine Wünsche offen. Betörende Eleganz und Geschmeidigkeit. CD sehr empfehlenswert.
    Nova Stravaganza wurden 2003 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.


    Gruß aus Spenge
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Hallo Tamino-Forum,


    höre z.Zt. vom Ensemble: Nova Stravaganza




    Christoph Graupner


    Sinfonia GWV 538 D-Dur
    Ouverture GWV 429 Es-Dur
    Konzert für 2 Flöten, 2 Violinen, Viola und B.c. GWV 321 e-Moll
    Ouverture GWV 439 E-Dur
    Sinfonia GWV 578 G-Dur


    _______________________________________________________________________


    Heute möchte ich dem Forum ein neues Ensemble: Nova Stravaganza vorstellen. Berauschend schöne Musikeinspielungen von "Christoph Graupner" herrliche Ohrwürmer für Klassikfans. Z.Zt. besitze ich nur die Graupner-Einspielungen werde mir aber noch die Bacheinspielungen besorgen. Nicht umsonst wurden sie als Newcomber für ihre Graupner-Einspielung mit dem ECHO Klassikpreis 2003 ausgezeichnet.


    Nun zum Ensemble Nova Stravaganza ein paar Erläuterungen:


    Unter dem Namen von Antonio Vivaldis Violinkonzerten op. 4 wurde das Ensemble Nova Stravaganza (vormals La Stravaganza Hamburg) im Jahre 1988 von Siegbert Rampe gegründet. Es residiert seit Jahren im Kölner Raum, seine Mitglieder sind führende Instrumentalisten aus ganz Europa, die unter Rampes Leitung weltweit in unterschiedlichen Formationen vom Quartett bis zum klassischen Sinfonieorchester auftreten. Das Repertoire des Ensembles reicht von der frühbarocken Canzone bis hin zum romantischen Konzert und birgt eine Reihe von Neuentdeckungen bekannter ebenso wie vergessener Komponisten.
    Der internationale Durchbruch gelang Nova Stravaganza 1996 mit einer vielfach ausgezeichneten Gesamteinspielung von J. S. Bachs "Brandenburgischen Konzerten". Es folgten die "Trio Sonatas op. 5" von Händel, das "Musicalische Opfer" von Bach und "Deutsche Kammermusik um Bach". Zuletzt entstanden Ersteinspielungen von Violin- und Floetenkonzerten des Mozart-Zeitgenossen Anton Adam Bachschmid sowie von Orchesterwerken Christoph Graupners.



    Ich möchte besonders auf die exellente Aufnahmetechnik des Jung-Unternehmes hinweisen:
    Musikproduktion Dabringhaus und Grimm in Detmold. (Kürzel: MDG im Internet)


    <a name="C">Musik entsteht im Raum.[/url]Um diesen »Klangrealismus« einzufangen, ist bei den Aufnahmen von MDG eine natürliche Akustik unbedingte Voraussetzung. Mehr noch, für jede Produktion wird speziell in Hinblick auf die Besetzung und den Kompositionsstil der passende Aufnahmeraum ausgesucht. Anschließend wird »vor Ort« die optimale Plazierung der Musiker und Instrumente im Raum erarbeitet. Dieser ideale »Spielplatz« ermöglicht nun nicht nur die akustisch beste Aufnahme, sondern inspiriert durch seine Rückwirkung die Musiker zu einer lebendigen, anregenden Musizierlust und spannender Interpretation. Können Sie sich die Antwort des Musikers vorstellen auf die Frage, ob er lieber in einem trockenen Studio oder in einem Konzertsaal spielt?


    Mit dem Beginn der Schallaufzeichnung hatten sich alle Beteiligten den eingeschränkten Möglichkeiten der Technik unterzuordnen. Bekannt sind die Bilder sich gegen den Schalltrichter reckender Musiker bei den ersten phonografischen Aufnahmen.
    Seit dem Beginn der elektrischen Schallaufzeichnung haben sich in rasanter Entwicklung Peripheriegeräte eingestellt, die dem Toningenieur schier unzählige Mittel zu ‘Klangverbesserung’ an die Hand geben. War es zunächst scheinbar richtig, bei der Schallplattenüberspielung etwa die Höhen anzuheben, damit ihr schärferer Klang die Knister- und Knackgeräusche verdeckte, so führte nicht zuletzt die CD mit ihrer ‘ungestörten’ Wiedergabe zu einem Umdenken in der Aufnahmephilosophie: Weg von Produktionen mit steriler Studioatmosphäre, hin zu Aufnahmen in ausgesuchten Räumen in natürlicher Akustik.


    Die Aufnahme. Ist der ideale Raum vorhanden, entscheidet sich der gute Ton an den Mikrofonen - verschiedene Typen mit speziellen klanglichen Eigenheiten stehen zur Auswahl und wollen mit dem Klang der Instrumente im Raum in Harmonie gebracht werden. Ebenso wichtig für eine natürliche Abbildung ist die Anordnung der Mikrofone, damit etwa die richtigen Nuancen in der solistischen Darstellung oder die Kompensation von Verdeckungseffekten realisierbar werden. Das puristische Ideal »nur zwei Mikrofone« kann selten den komplexen Anforderungen einer Aufnahme mit mehreren Instrumenten gerecht werden. Aber egal wie viele Mikrofone verwendet werden: Stellt sich ein natürlicher Klangeindruck ein, ist die Frage nach dem Zustandekommen des »Lifehaftigen« zweitrangig. Entscheidend ist, es klingt so, als wären nur zwei Mikrofone im Spiel.
    Ohne irgendwelche »Verschlimmbesserer« wie Filter, Limiter, Equalizer, künstlichen Hall etc. zu benutzen, sammeln wir die Mikro-Wellen übertragerlos in einem puristischen Mischpult und geben das mit elektrostatischem Kopfhörer kontrollierte Stereosignal linear und unbegrenzt an den AD-Wandler und zum digitalen Speicher weiter. Dadurch bleiben auch die feinsten Einschwingvorgänge erhalten. Auf der digitalen Ebene wird dann ohne klangmanipulierende Eingriffe mit dem eigenen Editor in unserem Hause das Band zur Herstellung der Compact Disc für den Hörer erstellt, für Ihr hoffentlich großes Hörvergnügen.



    Weiterhin verweise ich auf den Thread:
    Im Schatten Bachs - Hörenswerte Zeitgenossen deutscher Abstammung


    Mein Beitrag dazu: Ein Zeitgenosse von Bach war Christoph Graupner (1683 - 1760)


    Würde mich über weitere Reaktionen zu dem Thema: Christoph Graupner aus dem Forum freuen.
    Er ist wirklich als Geheimtipp zu betrachten - betörend schöne Musik - mit einem hevorragend besetzten
    Ensemble Nova Stravaganza,
    Sehr empfehlenswert sich hier einmal reinzuhören!!!!


    Schöne Grüße aus Spenge
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Christoph Graupner wurde nach dem Tode Johann Kuhnaus 1723 als aussichstsreichster Kandidat für das Amt des Thomaskantors zu Leipzig gehandelt, nachdem Telemann, für den Kuhnau einer alten Leipziger Tradition folgend, sozusagen "den Sessel warmgehalten" hatte, das Amt guten Gewissens ausschlug, nachdem man zu Hamburg sein Gehalt verdoppelt hatte...
    Graupner jedoch bekam in Darmstadt, wo er Hofkapellmeister war, ebenfalls eine erkleckliche Gehaltserhöhnung und dann wurde "weil man kenyen beßeren kriegen konnte" Bach Thomaskantor zu Leipzig, dem weiderum bei dem Gedanken auch nicht ganz wohl wahr, denn er schrieb"daß es mir nun nicht anständig seyn solte, aus einem Capellmeistern zu eynem Cantorem zu werden !"
    Graupner verblieb bis zu seinem Tode im Jahre 1760 in Darmstadt und als einen besonderen Schatz hütet man da bis heute seine sage und schreibe 1200 Kantaten, (Bach schrieb, einschliesslich verschollener Werke, ca. 300!) Die Kanataten-Produktion Graupners endet im Jahr 1754, als er erblindete. Unter den o.g. Werken sind noch große Schätze
    zu heben und ich würde mich freuen.wenn das demnächst auch einmal geschähe. Seit geraumer Zeit jedoch wendet man sich verstärkt seinem Instrumentalschaffen zu. Eine der großen Vorlieben Graupners galt dem Chalumeau, quasi einer Frühform unserer Klarinette. Für dieses Instrument schrieb er sowohl Konzerte und auch Suiten. Stilistsch vereinigen seine Werke sowohl die blockhaftigkeit des deutschen Frühbarock (Rosenmüller, Buxtehude) jedoch in seinen späten Werken öffnen sich die Tore der Frühklassik. Die von Reklov29 schon genannten Eispielungen unter dem engagieren Siegbert Rampe verdienen weiteste
    Verbreitung und man kann nur wünschen, daß die Serie bei MDG fortgesetzt wird. Hoer noch meine Empfehlungen in Sachen Graupner.



    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Hallo,


    Meine Kenntnis Graupners (ich meine hier mehr als das bloße Kennen des Namens) ist nicht älter als etwa 2 Jahre.
    Durch Zufall sah ich die in Reklovs Eröffnungsbeitrag erwähnte und gezeigte Aufnahme unter Siegbert Rampe und da sie mich interessierte , kaufte ichs sie.


    Meine Begeisterung war so groß, daß ich sofort nach weiteren Aufnahmen mit Werken von Graupner Aussachau hielt, und wider Erwarten wurde ich fündig:


    Jene Aufnahme von "Antichi Instrument" für das Label stradivarius ist seither Teil meiner Sammlung.....



    Ritratti a colori
    Concerto a 2 corni e timpani 2 violini viola e cembalo
    Concerto a fagotto 2 violini viola e cembalo
    Concerto a clarino 2 violini viola e cembalo
    Concerto a flauto traverso 2 violini viola e cembalo
    Concerto a 2 clarini e timpani 2 violini viola e cembalo
    autore: GRAUPNER Christoph
    anno di registrazione: 2000
    tipo di registrazione: Digitale

    interprete: ANTICHI STRUMENTI (ensemble)


    data di pubblicazione: 15/01/2002
    etichetta: STRADIVARIUS - Italia
    numero di catalogo: STR 33581



    Da ich bei keinem der ach so beliebten Versender ein Bild gefunden habe, versuchte ich eines vom Hersteller zu bekommen. Dort heisst es auf gut italienisch lakonisch: non disponibile.


    Dazu fällt mit nur ein:
    Professionalitá e una cosa rara in Italia....


    Beste Grüße aus Wien


    Alfred

  • Zitat von BigBerlinBaer:


    Hoer noch meine Empfehlungen in Sachen Graupner.


    vielen Dank für Deinen Hinweis auf weitere Veröffentlichungen von Graupner.
    Kannst Du mir die Internetangaben für diese Werke benennen und wo sie zu beziehen sind.


    Grüße aus Spenge
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Hallo Alfred,


    Dein Zitat: Dort heisst es auf gut italienisch lakonisch: non disponibile

    Weiteres Zitat: Dazu fällt mit nur ein: Professionalitá e una cosa rara in Italia....


    finde ich einfach herrlich und köstlcih paßt so treffend zu der italienischen Mentalität............


    Deiner Aussage zu Folge:
    Jene Aufnahme von "Antichi Instrument" für das Label stradivarius ist seither Teil meiner Sammlung--------


    werde ich einmal nachkommen und mich schlau machen.


    Für Deine Hinweise ebenfalls schönen Dank.


    Grüße aus Spenge
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Von den beiden bei CPO eingespielten Ouverturen liebe ich besonders die beiden mieselsüchtigen moll-Sätze zwischen all dem optimistischen Dur und die Sätze, wo die Flöte in solistischer Manier eine Vogelgezwitscher-Stimmung erzeugen soll. Und vor allem diese unmanierierte Ruhe, die durch "Das Kleine Konzert" unter Hermann Max hervorragend rüberkommt!

  • Hallo,
    Zitat:
    Das Kleine Konzert" unter Hermann Max hervorragend rüberkommt
    ---------------------------------------


    Seine Veröffentlichungen sind absolute Topqualität und überzeugen mich vollends, da er ein Gespür für
    nicht so bekannte Komponisten-Grössen besitzt und sie meisterlich zu interpretieren versteht. Die
    Rheinische Kantorei und das Barockorchester erfüllen ebenfalls diesen Qualitätsanspruch.



    Grüsse
    Volker.

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Eine Art Gesamtaufnahme der Musik für Cembalo von Christoph Graupner hat die kanadische Cembalistin Geneviève Soly unternommen. Sage und schreibe 6 CDs sind bereits erschienen. Da muß eine kanadische Musikerin kommen, um einen der bedeutendsten und produktivsten Generationsgenossen von Bach zu dokumentieren ... ?( - sie hat sich die Noten aus der Bibliothek in Darmstadt besorgt.




    Details hier auf der Website von Analekta


    Der Hass-Nachbau klingt in der Tat kraftvoll und sanglich und passt ausgezeichnet zu dieser Musik. Diese Suiten sind so gehaltvoll, dass ich sie nicht nur denen Händels, sondern auch den 6 Partiten Bachs an die Seite stellen würde.


    Hier etwas mehr zu den Aufnahmen von Graupners Instrumental- und Vokalmusik mit dem von Geneviève Soly gegründeten und geleiteten L'Ensemble des Idees heureuses:




    1. Ach Gott und Herr, cantata for the 3rd Sunday after Trinity
    2. Concerto for bassoon & strings in B flat major
    3. Sonata for violin & harpsichord in G minor, GWV 711
    4. Sonata a quattro in G major, GWV 212
    5. Dido, Königin von Carthago, opera Act 1. Scene 3. Recitativo. Armseelige Königin
    6. Dido, Königin von Carthago, opera Act 1. Scene 3. Aria. Wenn in Kerkers banger Gruft
    7. Dido, Königin von Carthago, opera Act 1. Scene 1. Aria. Die wütende Rache schniedt donnernde Pfeile
    8. Dido, Königin von Carthago, opera Act 1. Scene 8. Aria. Alma tradita
    9. Concerto for recorder & strings in F major



    1. Die Krankheit, so mich drückt, cantata for the 4th Sunday after Trinity
    2. Sonata for harpsichord & violin in G major, GWV 708
    3. Overture for viola d'amore, strings, harpsichord & bassoon in D minor, GWV 426
    4. Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes for Rogat Sunday of 1753, cantata Sprich, mein Herz: Largo e giusto



    1. Lass dein Ohr auf Weisheit acht haben for Whitsunday, 1733, cantata Choral: Wie schön leuchtet der Morgenstern
    2. Machet di Tore weit for the First Sunday of Advent, 1727, cantata
    3. Overture in F Major for Recorder and Strings
    4. Gedenket an den for the First Sunday after Christmas, 1727, cantata
    5. Nun freut euch lieben Christen gmein for the Third Day of Christmas, 1750, cantata for solo bass


    Sehr schade, dass mir letztgenannte CD nicht rechtzeitig genug zum diesjährigen Weihnachtsfest unter die Augen gekommen ist ...

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    ... Jene Aufnahme von "Antichi Strumenti" für das Label Stradivarius ist seither Teil meiner Sammlung ..... Da ich bei keinem der ach so beliebten Versender ein Bild gefunden habe, versuchte ich eines vom Hersteller zu bekommen. Dort heisst es auf gut italienisch lakonisch: non disponibile.


    Non disponibile??? ?(


  • Ich kann noch folgende Aufnahme empfehlen - so weit mir bekannt, eine der ersten, die sich ausschließlich diesem Komponisten widmeten. Wie Telemann und Fasch hat er sehr schöne Stücke für den Klarinettenverwandten Chalumeau komponiert.


  • Zitat

    Original von miguel54
    Eine Art Gesamtaufnahme der Musik für Cembalo von Christoph Graupner hat die kanadische Cembalistin Geneviève Soly unternommen.


    Aber leider auch nur eine "Art", denn aus manchen Suiten spielt sie nur einzelne Sätze.


    Zitat

    Diese Suiten sind so gehaltvoll, dass ich sie nicht nur denen Händels, sondern auch den 6 Partiten Bachs an die Seite stellen würde.


    Da wäre ich etwas vorsichtiger. Bei Bach haben wir doch schon etwas anderes. Graupner hat sicher sehr originelle Einfälle und beherrscht sein Handwerk sicher tadellos, aber m. E. klebt er noch sehr an modischen Vorbildern und bringt es keinesfalls weiter als Fischer oder Händel. Irgendwelche Entwicklungen habe ich jedenfalls nicht entdeckt.
    Trotz und alledem:
    Erstklassiges Cembalorepertoire und wunderbare Einspielungen.

  • Zitat

    Original von miguel54
    Ich gebe ja zu, ich bin da etwas subjektiv, denn manchmal geht mir Bachs Gelehrsamkeit etwas auf den Geist ... :untertauch:


    Man darf es halt nicht gelehrsam spielen. Denk doch mal an die Goldbergvariationen von Frisch oder Dantone.
    Oder – für mich das beste Beispiel – an die Kunst der Fuge von Guillot.


    Ich denke, so kommt man der Musik am nächsten, wenn man nicht die Gelehrsamkeit herauskehrt, sondern in der Umsetzung die Musik darin sucht. Schließlich hat sich Bach ja selbst in dieser Richtung geäußert.
    Wenn sich bei höchster Kniffligkeit davor oder dahinter – ganz wie man will – die pralle Musikalität findet, hat man bei Bach wohl am ehesten den richtigen Ton getroffen.
    Bei Graupner findet man immerhin die Musikalität und auch noch ein bisschen Kniffligkeit. :D

  • So betrachtet muß ich Dir natürlich Recht geben.
    Aber viele Interpreten erstarren (ich übertreibe jetzt!) förmlich vor dem Namen Bach, so scheint es mir, oder es braucht wirklich die allerallerbesten - Bach war ja selbst auch so einer.
    Selbst ein Pierre Hantai ist mir bei Bach etwas zu ehrfürchtig - außer bei seinen Goldbergvariationen, aber die zwei CDs bei Virgin, da ist er steifer als sonst. Wenn Bach leicht und spritzig klingt, und trotzdem die hohe kompositorische Qualität herauskommt, dann ist er "richtig".


    Ich hätte nicht "Bachs Gelehrsamkeit" sagen sollen, sondern die übertriebene Art, mit der die meisten Interpreten das in den Vordergrund stellen.

  • Hallo,


    nach 1 3/4 Jahr wieder wachgeküsst das Thema "Graupner", wunderbar.


    Es gibt wirklich Schmankerl'n an Einspielungen von ihm, als ein Zeigenossen von Bach, erster Anwärter für die Stellung des Thomas-Kantors und noch vor Bach nominiert, sagt schon etwas aus. Die Leipziger hätten ihn gerne vor Bach vorgezogen, aber der Darmstädter Landesfürst ließ ihn nicht ziehen, so daß dann Bach die Anstellung bekam.


    Graupner seine Kompositionen sind in etwa dem französischen Komponier-Stil angelehnt und lassen sich gut verdauen und anhören....


    Grüße
    Volker

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Zitat

    Original von reklov29


    Es gibt wirklich Schmankerl'n an Einspielungen von ihm, als ein Zeigenossen von Bach, erster Anwärter für die Stellung des Thomas-Kantors und noch vor Bach nominiert, sagt schon etwas aus. Die Leipziger hätten ihn gerne vor Bach vorgezogen, aber der Darmstädter Landesfürst ließ ihn nicht ziehen, so daß dann Bach die Anstellung bekam.


    Das war eine abgekartete Sache. Weder Telemann noch Graupner sollten die Stelle bekommen. Um Bach durchzusetzen, gab es eine halbe Intrige im Leipziger Rat, die dann auch erfolgreich durchgezogen wurde.
    Alle hatten etwas davon, denn Graupner und Telemann ließen sich ihre Bezüge erhöhen, und Bach bekam die Stelle.


    Nachzulesen bei Christoph Wolff: Johann Sebastian Bach

  • Guten Abend


    Christoph Graupner war auch ein begnadeter Opernkomponist. Ab 1707 hatte er eine Anstellung als Akkompagnist an der Gänzemarktoper in Hamburg unter Reinhold Keiser inne. Innerhalb von drei Jahren komponierte er in Hamburg die Opern "Dido, Königing von Karhago" (1707 ), "il fido mamico" (1708 ), "Die Krankende Liebe oder Antiochus und Stratonica" (1708 ), "Bellerphon oder Das in die preußische Krone verwandelte Wagengestirn" (1708 ), "Der Fall des großen Richters in Israel, Simson, oder Die abgekühlte Liebes-Rache der Debora" (1709) sowie in Kooperation mit R. Keiser die Oper "Der angenehme Betrug oder Carneval von Venedig" (1707 ).
    Auch am Darmstädter Hof, wohin Graupner 1709 wechselte, setzte er seine Opernprokutionen fort. 1710 entstand die Oper "Berenice und Lucilla", 1711 "Telemach" und 1715/19 diue Opern La costana vince l´inganno" und "Adone". 1719 wurde das Opernhaus aus Geldmangel geschlossen. Graupner hatte aber eine weiterhin fruchtbare Tätigkeit als Orchestermusiker und Kirchenkomponist, sein umfangreiches Werkverzeichnis umfasst u.a. 1400 Kirchenkantaten, 100 Sinfonien, rund 90 Overtüren 44 erhaltene Solokonzerte und ein große Anzahl von Kammermusik jeglicher Art.
    Zu den Opern, werden sie heute noch aufgeführt ?
    Welche Einspielungen gibt es davon ?


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Ob Graupner ein "begnadeter " Opernkomponist war, lässt sich nicht mehr beantworten, da lediglich Teile der Textbücher und die Titel der Dramen überlebten; sich vom Gros der komponierten Musik jedoch keine Spur mehr nachweisen lässt. Die erhaltenen Fragmente aus "Dido" lassen nicht erkennen, ob sich Graupner als Opernkomponist von den Vorbildern Händel, Telemann und Hasse wirklich freimachen konnte.


    Graupner bestimmte vor seinem Tode, daß man SÄMTLICHE Manuskripte dem Feuer zu überantworten habe, woran sich seine Erben, zumindest die geistliche Musik betreffend, sich nicht hielten.

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Guten Morgen


    Zitat

    Original von BigBerlinBear
    Graupner bestimmte vor seinem Tode, daß man SÄMTLICHE Manuskripte dem Feuer zu überantworten habe,


    So schlecht war seine Musik auch wieder nicht :hahahaha: :untertauch:



    Zitat

    woran sich seine Erben, zumindest die geistliche Musik betreffend, sich nicht hielten.


    Hat sich seine Familie nicht juristisch gegen das Ansinnen des Landgrafen von Hessen den musikalischen Nachlaß Grauoners zu vernichten, gewehrt ?
    Wem gehörten damals die Musikwerke einer Hofkapelle, dem Komponist oder dem Landesherrn ?


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Nach Graupners Tod im Jahr 1760
    dürfte sich, bei gründlich gewandeltem Zeitgeschmack, das Interesse an seinem Werk insgesamt in Grenzen gehalten haben.


    Möglicherweise spielt auch eine gewisse Verbitterung des Komponisten, der im Jahr 1754 erblindete, eine Rolle, eine solch radikale Lösung anzustreben.


    Die bei Hofe hinterlegten Werke waren Eigentum des Hofes, aber der Bestand an Weltlicher und Instrumentalmusik dürfte im Besitz ihres Verfassers geblieben sein. Allerdings wurde das wohl immer ganz individuell geregelt; so ging z.b. der Nachlass des Hofkomponisten J.M.Molter beinahe vollständig in den Besitz seiner Familie über, auch von Bachs Werken verblieb nichts im Thomaskantorat oder bei der Stadt. Im Jahr 1751 bot Bachs Witwe dem Rat der Stadt Leipzig Werke ihres verstorbenen Mannes an, die dieser auch "wegen ihrer Bedürfftigkeyt" kaufte und die seitdem verschollen sind.

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Guten Tag



    Über seine musikalische Prägung schrieb Graupner:


    "Der Cantor, Johann Schelle, hatte viele Liebe für mich, und weil er meinen natürlichern Trieb zur Musik vermerckte, gab er mir selbst auf dem Clavier, auch zu einer besseren Art in Singen, noch weitere und gründliche Anleitung. Inmittelst hatte ich bey dem nachherigen Capellmeister in Dresden, Johann David Heinichen, auch den Anfang zur Composition gemacht, worin es mir ziemlich gerieth, indem ich den Vortheil des Singens und Clavier schon vor mir hatte. Da hiernächst Johann Kuhnau, vormals Organist an der Thomaskirche, zum Cantorat befördert wurde, genossen wir beide miteinander, Heinichen und ich, seiner Anweisung so wohl auf dem Clavier, als in der Setzkunst. Weil ich mich auch bey Kuhnau, als Notist, von selben anbot, und eine gute Zeit für ihn schrieb, gab mir solches gewünschte Gelegenheit, viel gutes zu sehen, und wo dies oder jenes zu verstehen ? Durch den täglichen Fleiß gerieht es also nach und nach dahin, daß ich mich weder in Kirchen noch theatralischen Sachen nicht sonderlich zu fürchten hatte; sondern fest ging"


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Guten Tag


    Zitat

    Original von BigBerlinBear
    Christoph Graupner wurde nach dem Tode Johann Kuhnaus 1723 als Graupner verblieb bis zu seinem Tode im Jahre 1760 in Darmstadt und als einen besonderen Schatz hütet man da bis heute seine sage und schreibe 1200 Kantaten, (Bach schrieb, einschliesslich verschollener Werke, ca. 300!) Die Kanataten-Produktion Graupners endet im Jahr 1754, als er erblindete. Unter den o.g. Werken sind noch große Schätze
    zu heben und ich würde mich freuen.wenn das demnächst auch einmal geschähe.


    Einige dieser Schätze wurden 2000 schon gehoben und auf dieser



    CD mit den drei Graupner Kantaten für Bass


    - "Fahre auf die Hölle, und werffet eure Netze aus" (1746)
    - "Jesu edler Hoher Priester" (1720)
    - "Wie wunderbar ist Gottes Güt" (1717)


    mit dem Bass Klaus Mertens und der Accademia Daniel veröffentlicht.
    Bemerkenswert, dass Graupner schon 1717 in der Kantate "Wie wunderbar ist Gottes Güt" -Jahre vor J.S. Bach- eine Oboe d´amore einsetzt.
    Diese herrliche Kantate imponiert auch durch zwei rund zweieinhalb Minuten (!) dauernte Rezitative. :jubel: :jubel:
    Nach dem Anhöhren dieser Kantaten bin in der festen Überzeugung, dass Graupner durchaus einen würdigen Thomaskantor abgegeben hätte, der sich von dem Kantatenschaffen Bachs nicht verstecken bräuchte.


    Zitat

    Seit geraumer Zeit jedoch wendet man sich verstärkt seinem Instrumentalschaffen zu. Eine der großen Vorlieben Graupners galt dem Chalumeau, quasi einer Frühform unserer Klarinette. Für dieses Instrument schrieb er sowohl Konzerte und auch Suiten.


    Hierzu enthält die o.g. CD auch ein Beispiel, es wurde die Suite in B-Dur (ca. 1737-46) für Chalumeau, zwei Violinen und Cembalo aufgenommen. In dieser Suite setzt Graupner nach der Overtüre in den Sätzen Air I, Air II, Air III und Menuett ein Sopran-Chalumeau, das hier oft traurig klingt, ein :jubel: :jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Eine der späteren Graupner-Kantaten ist auch auf dieser vielgelobten und sehr preiswerten CD von 1999 enthalten:




    Deutsche Barockkantaten


    darunter auch: Graupner, Herr, die Wasserströme erheben sich


    Collegium Vocale
    Leitung: Philippe Herreweghe


    Die Kantate stammt, soweit ich mich erinnere, aus den frühen 1750ern (habe CD und Booklet gerade nicht hier). Ein sehr schönes, ausgesprochen tonmalerisch agierendes Werk.



    Viele Grüße


    Bernd

  • Auch die oben von BBB schon genannte CD



    gehört zum Sommerschlussverkaufsangebot von jpc.


    Mit viel Chalumeau, allerdings auch mit Schlick. :D


    NB: Angesichts des Covers fällt mir ein:
    Was ist eigentlich aus dem lustigen Coverbildrätselraten geworden?

  • Summa summarum denke ich, daß Graupner ein gutes Beispiel dafür hergibt, daß man die Komponistenszene einer Epoche eher als eine Riege mehrerer sich als ebenbürtig empfindender und sich gegenseitig schätzender Musiker sehen sollte. Wenn ich mir so vor Augen halte, wer im Spätbarock nur im deutschen Sprachraum so alles geboren wurde zwischen 1660 und 1700, als Generationsgenossen, dann ist das eine sehr beeindruckende Liste, die es nicht verdient hat, auf Bach und Händel reduziert zu werden, wie es manche Musikhistoriker im 19. Jahrhundert gerne taten:


    Johann Joseph Fux (1660-1741)
    Reinhard Keiser (1674-1739)
    Jan Dismas Zelenka (1679-1745)
    Georg Philipp Telemann (1681-1767)
    Johann David Heinichen (1683-1729)
    Christoph Graupner (1683-1767)
    Georg Friedrich Händel (1685-1759)
    Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    Johann Georg Pisendel (1687-1755)
    Silvius Leopold Weiss (1687-1750)
    Johann Friedrich Fasch (1688-1758 )
    Johann Joachim Quantz (1697-1773)
    Johann Adolf Hasse (1699-1783)


    Ich weigere mich inzwischen, da einen zu sehr hervorzuheben - das hätte die gegenseitige Wertschätzung den Herren damals auch nicht erlaubt.


    Sie haben sich ja auch gegenseitig Posten zugeschoben, wie man an der Bewerbung um das Thomaskantorat gut sehen kann. Telemann mit seinen guten Beziehungen zum Darmstädter Hof aus seiner Zeit in Frankfurt am Main mag seine Finger drin gehabt haben, als Graupner Hopfkapellmeister in Darmstadt wurde. Auf Graupner folgte dessen Stellvertreter Johann Samuel Endler (1694-1762), der aber knapp zwei Jahre später starb - für seine Nachfolge war Wilhelm Friedemann Bach im Gespräch, der auch nominiert wurde, die Stelle aber aus ungeklärten Gründen nie antrat.

  • Sollte eventuell nochmal hier erwähnt werden, denn wenn die Sterne günstig stehen, dann kann man vielleicht mit einer CD Produktion bei CPO rechnen.



    Das Boston Early Music Festival wird im Jahr 2009 eine neue große Barockoper auf die Bühne bringen, und diesmal ist Graupner an der Reihe:


    Antiochus und Stratonica



    Musik von Christoph Graupner (1683–1760)
    Libretto by Barthold Feind (1678–1721)


    Paul O’Dette and Stephen Stubbs, Musical Directors
    Gilbert Blin, Stage Director & Set Designer
    Lucy Graham, Choreographer
    Anna Watkins, Costume Designer
    Lenore Doxsee, Lighting Designer
    Abbie H. Katz, Associate Producer




    Die Oper kam 1708 auf die Bühne der Hamburger Gänsemarkt Oper.
    Das Libretto ist zweisprachig, also Deutsch und Italienisch.
    Mit anderen Worten, es wird italienische Da Capo Arien geben.
    Außerdem wurde zusätzlich auf die reichhaltig enthaltene französische Ballettmusik hingewiesen.


    Da darf man sehr gespannt sein.

  • Guten Tag


    Zitat

    Original von Bernhard
    Guten Abend



    Auch am Darmstädter Hof, wohin Graupner 1709 wechselte, setzte er seine Opernprokutionen fort. 1710 entstand die Oper "Berenice und Lucilla", 1711 "Telemach" und 1715/19 diue Opern La costana vince l´inganno" und "Adone". 1719 wurde das Opernhaus aus Geldmangel geschlossen. Graupner hatte aber eine weiterhin fruchtbare Tätigkeit als Orchestermusiker und Kirchenkomponist, sein umfangreiches Werkverzeichnis umfasst u.a. 1400 Kirchenkantaten,
    aus der Kurpfalz


    Zumindest die Darmstädter Kirchenmusik hatte durch die Schließung der Darmstädter Oper noch profitiert, der größte Teil der "Opernsänger" verblieb in der hessischen Residenzstadt und sie bestritten nach 1719 dort mit die Kirchenmusik. Sie wirkten nicht nur solistisch, sondern sangen in einfacher Besetzung auch die Chorpartien. Bis zu seinem Tode 1739 stand Graupner auch der Bassist Gottfried Grünewald als Sänger, Cembalist und Vicekapellmeister bei seinen Kantatenaufführungen zur Seite. Über Graupners Kirchenmusik schrieb 1781 ein Biograf:


    "Er dachte sich die Kirchenmusik so hoch, ehrwürdig und heilig, dass er sie von dem Opern- und Kammerstil himmelweit unterschied, der Fremde, der ihn zum ersten Mal hörte, staunte und wähnte sich in eine andere Welt versetzt zu seyn."


    Leider kennen wir nur wenig von Graupners Opernstil :(


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Zitat

    Antiochus und Stratonica Musik von Christoph Graupner (1683–1760) Libretto by Barthold Feind (1678–1721)


    Um keine falschen Erwartungen zu wecken, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß es sich hierbei um max. 40 Prozent "Originale Graupen" handelt, der "Rest" wird aus anderen Quellen gespeist !

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Guten Morgen


    Zitat

    Original von BigBerlinBear


    Um keine falschen Erwartungen zu wecken, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß es sich hierbei um max. 40 Prozent "Originale Graupen" handelt, der "Rest" wird aus anderen Quellen gespeist !


    Solche "Gemeinschaftsprojekte" waren im Barock ja nicht unüblich.
    Und wer hat übrigens die restlichen 60 Prozent komponiert (Keiser, Händel, Schürmann, Schieferdecker, Mattheson, ?, ?) ?


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard