Ave Maria - Vertonungen

  • Hallo, mal wieder so ein "katholisches" Thema...


    Wollen wir uns doch mal mit den tausenden Vertonungen des Ave Maria-Gebets beschäftigen. Aber gleich vorweg: wir wollen beim Originaltext bleiben. Das "berühmte" Ave Maria Schuberts mit seinem ekelhaften Text hat damit nämlich nichts zu tun.
    Das Ave Maria der Desdemona in Verdis Otello ist allerdings in italienischer Übersetzung wesentlich näher dran am Originaltext, es ist lediglich etwas erweitert. Auch in einigen anderen Opern gibt es Ave Marias, die mehr oder weniger nahe am Original sind, wollen wir uns doch aber zunächst mal auf die für sakrale Zwecke bestimmten Vertonungen konzentrieren.


    Egal, ob auf Latein oder in andere Sprachen übersetzt, da dürfte doch aus jeder Epoche für jeden Geschmack in jedem Kompositionsstil was dabei sein!


    Hier also der Text:


    Ave Maria, gratia plena, Dominus tecum.
    Benedticta tu in mulieribus et benedictus fructus ventris tui, Jesus.
    Sancta Maria, mater Dei, ora pro nobis paccatoribus,
    nunc et in hora mortis nostrae. Amen


    Gegrüßest seist Du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
    Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
    Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
    jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.



    Wäre doch gelacht, wenn wir da nicht in kürzester Zeit Dutzende Kompositionen zusammentragen - aber bitte nicht nur aufzählen sondern auch kurz was dazu schreiben!
    Das "schönste" Ave Maria zu küren wäre die eine Seite, die andere, durch den Lauf der Geschichte kompositionstechnisch bedeutsamste Kompositionen vorzustellen.

  • Mein Lieblings "Ave Maria" ist von Karl May. Korrekt, von dem Winnetou-Karl May. Der war ja ein alter Sachse, von aufbrausendem Gemüt und bisweilen mit dem Gesetz in Konflikt. Sein "Ave Maria" ist ein schöner, schlichter Chorsatz. Ich meine, die Dresdner hätten es mal auf Platte gesungen.


    LG :angel:
    M

  • Ich kenne glaube ich gar kein Ave Maria (mit fällt nur Ave maris stella aus Montverdis vesper ein), aber nur als Erläuterung zu dem schönen Schubertlied dieses Namens. Das stammt aus einen zeitgenössischen Roman von Walter Scott (u.a. der Autor von Waverley, Sujetlieferant für etliche schottische Schaueropern) und dort anscheinend aus einer "damsel in distress"-Szene, wie im Text ja deutlich wird. Die vermutlich in Ihrer Tugen (oder ihrem Erbe oder was immer) bedrohte Jungfrau wendet sich flehentlich an die Jungfrau Maria.


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Na dann muß ich halt ein bisschen Holz ins Feuer legen.


    Giuseppe Verdi: Quattro Pezzi Sacri:
    I.: Ave Maria - für vierstimmigen gemischten Chor a capella (1889)


    Das Ave Maria aus den Quattro Pezzi Sacri (vier geistlichen Stücken) ist eine seltsame Angelegenheit. Verdi sah es nämlich nur als "Kompositionsübung" an. Da gab es die Musikantenzeitung "Gazetta musicale" in der ein gewisser Crescentini eine seltsame Tonleiter veröffebtlichte: C-Des-E-Fis-Gis-Ais-H-C. Diese nicht Dur/Moll-Tonale Tonleitergrundlage benutze Verdi also für sein Ave Maria, was recht ungewohnte und reizvolle Klänge zur Foilge hat.


    Kann vielleicht ein Sachverständiger noch etwas zu derartigen musikalischen Rätselaufgaben/Rätseltonleitern sagen?


    Man greife vielleicht zur Aufnahme von Giulini (Sony, Ernst-Senff-Chor, 1991) oder der bekannten Gardiner-Aufnahme (Philips)


  • was für ein Zufall,
    ich plane eine CD-Aufnahme mit zahlreichen Ave-Marias...


    die Stücke könnte ich jetzt aufzählen, aber kaum was dazu sagen...


    eins der auffallendsten ist von Robert Stolz..

    Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
    (frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

  • Hallo liebe TaminoanerInnen


    Ein sehr schönes, aber leider auch ebenso kurzes Ave Maria hatte der Spanier
    Francisco Guerrero ( 1528 - 1599 ) im Jahr 1555 veröffentlicht. Ein homophones Meisterstück der spanischen Renaissance.


    Eine schöne Aufnahme ist vom spanischen Ensemble Musica Ficta unter ihrem Leiter Raul Mallavibarrena eingespielt worden.



    Herzliche Grüsse


    romeo&julia

  • Hallo liebe TaminoanerInnen


    Eine ebenfalls wunderbare Mottete aus Spanien stammt von
    Alonso Lobo ( 1555 – 1617 ), sehr wahrscheinlich ein Schüler von Francisco Guerrero.


    Die Motette, 1602 veröffentlciht, wurde von Lobo selbst zum Druck vorbereitet. Diese Sammlung von verschiedenen Motetten war derart erfolgreich, dass man noch heute Ausgaben selbst in der Sixtinischen Kapelle in Rom und in Coimbra (Portugal) findet.
    Die Motette „Ave Maria“ ist der Höhepunkt dieser Motettenausgabe aus dem Jahre 1602, die einzige achtstimmige Komposition, welche die anderen als technische Glanzleistung überstrahlt.


    Eine schöne Aufnahme stammt von dem bekannten englischen Ensemble The Tallis Scholars



    Herzliche Grüsse


    romeo&julia

  • Hallo liebe TaminoanerInnen


    Vor kurzem kam uns das Ave Maria von Johann Joseph Fux ( 1660 – 1741 ) in die Hände.
    Das Advents-Offertorium „Ave Maria“, das im „Gradus ad Parnassum“ unmittelbar nach dem „Ad te, Domine levavi“ ein Beispiel dafür liefert, wie man kontrapunktische Subjekte gegen die Noten des Chorals komponiert. Der Choral den Fux möglicherweise selbst verfasst hat, ist zunächst „choraliter“ und dann kontrapunktisch zu hören, wobei die tiefen Stimmen von Instrumenten gespielt werden.
    Mit über 400 Titeln nimmt die Kirchenmusik das Zentrum im Schaffen des Johann Joseph Fux ein.


    Zu finden ist sein Ave Maria auf folgender Einspielung von cpo



    Geistliche Musik
    mit Armonico Tributo Austria, Domkantorei Graz, Grazer Choralschola, Lorenz Duftschmid


    Herzliche Grüsse


    romeo&julia

  • in einem ein wenig "brucknerlastigen" Forum sollte die Motette "Ave Maria" von Bruckner nicht unerwähnt bleiben.
    Sein "Ave Maria" ist sehr inspiriert, stellt eine plausible, durchdachte Musikalisierung dieses Textes dar und ist von einer seltsamen Vollkommeheit. Von der Satztechnik ist es eine glückliche Verbindung aus polyphonen Elementen und Alterationsharmonik.


    Das gilt für alle seine Motetten, die m.E. die mit Abstand qualitätsvollsten Mottenkompositionen sind, die bisher verfaßt wurden. Leider werden sie nicht so oft aufgeführt, da sie aufgrund der großen Intervalle sehr intonationssichere Chöre verlangen - das ist nichts für Laienchöre.


    Zwei zufriedenstellende Tonaufnahmen seien erwähnt, die der Chapelle Royale unter Leitung von Philip Herreweghe (Harmonia Mundi France)
    und die des niederländischen Kammerchores unter Leitung von Uwe Gronostay (Globe), beide sind noch erhältlich.


    Gruß


    Andreas

  • Zitat

    Original von Michael Becker
    Mein Lieblings "Ave Maria" ist von Karl May. Korrekt, von dem Winnetou-Karl May. Der war ja ein alter Sachse, von aufbrausendem Gemüt und bisweilen mit dem Gesetz in Konflikt. Sein "Ave Maria" ist ein schöner, schlichter Chorsatz. Ich meine, die Dresdner hätten es mal auf Platte gesungen.


    Hallo Michael,


    Meinst Du das Lied, daß gesungen wird als Winnetou tödlich verwundet ist? Wenn ja, ich wußte gar nicht daß es eine Musik bekommen hat. Denn qua Text ist es sehr rührend (wie übrigens viele Gedichte Mays).


    LG, Paul


  • Lieber Paul,


    das Ave Maria von Karl May hat einen deutschen Text. Die erste Stophe lautet so:


    Es will das Licht des Tages scheiden;
    es tritt die stille Nacht herein.
    Ach könnte doch des Herzens Leiden
    so wie der Tag vergangen sein!
    Ich leg mein Flehen dir zu Füßen;
    o, trag’s empor zu Gottes Thron,
    und lass, Madonna, lass dich grüßen
    mit des Gebetes frommem Ton:
    Ave Maria!


    Auf folgender Seite gibt es diese Strophe - neben einem zweiten Lied von Karl May namens Vergiss mich nicht - zu hören, in einer Bearbeitung für Stimme und Gitarrenbegleitung: "http://www.holger-saarmann.de/texte_karl_may.htm
    Im Original ist das Stück ein vierstimmiger Chorsatz, aber diese Bearbeitung kann durchaus einen Eindruck vermitteln, wie es klingt. Ich bin mir ziemlich sicher, lieber Paul, dass dir das Stück gefallen wird.



    herzliche Grüße,
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Spontan fällt mir ein recht unbekanntes "Ave Maria" ein: von Franz Biebl.


    Es ist für Männerchor geschrieben worden und wurde durch das bekannte Ensemble "Chanticleer" so richtig bekannt.
    Das Stück ist in keinster Weise dramatisch, sondern es fließt eher ruhig, Strophenartig dahin. Wer Männerchor-Musik mag, sollte es sich unbedingt einmal anhören.

  • Guten Abend zusammen,


    in meiner Schellack-Sammlung befindet sich ein Ave Maria, das ausweislich des Labels aus "Die Loreley" von Mendelsohn stammt. Die Platte muß aus 1927 stammen, Ursula van Diemen singt Chorleiter ist Siegfried Ochs.


    Auf anderem Tonträger ist mir dieses Ave Maria noch nicht untergekommen, gesucht habe ich bereits danach, zumal dieses Stück wirklich schön ist.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ich fand nur eine Aufnahme mit Ochs und Ursula van Diemen, und da war das Ave Maria "offenbar" von Mozart.
    Google mal "Ursula van Diemen". Da findest Du bei Schellackplatten zu verkaufen: lorelei, ave maria-laudate domini (sic) (mozart)
    Wird da nicht lorelei gesungen? Jedenfalls sah ich nirgendwo mendelssohn.


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von Santoliquido
    Guten Abend zusammen,


    in meiner Schellack-Sammlung befindet sich ein Ave Maria, das ausweislich des Labels aus "Die Loreley" von Mendelsohn stammt.


    Die Loreley ist ein Opernfragment (op. 98 ) von Mendelssohn. Das Ave Maria gehört zu den wenigen Teilen davon, die fertig geworden sind.



    herzliche Grüße,
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Zitat

    Original von musicophil
    Ich fand nur eine Aufnahme mit Ochs und Ursula van Diemen, und da war das Ave Maria "offenbar" von Mozart.
    Google mal "Ursula van Diemen". Da findest Du bei Schellackplatten zu verkaufen: lorelei, ave maria-laudate domini (sic) (mozart)
    Wird da nicht lorelei gesungen? Jedenfalls sah ich nirgendwo mendelssohn.


    LG, Paul


    Hallo Paul,
    Du hast sicherlich die angesprochene Schellackplatte gefunden. Auf einer der beiden Seiten singt die van Diemen das "Laudate Dominum" (was wohl hauptsächlich für den Verkaufserfolg der Electrola-Platte verantwortlich war). Die andere Seite ist eben jenes "Ave Maria" von Mendelsohn.


    Thomas, danke für den Hinweis. Das war mir nicht bekannt.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Verdi hat allerdings abgesehen vom Desdemona-Ave Maria und jenem aus den Quattro pezzi sacri noch ein drittes Ave Maria (für Mezzosopran und Orchester) geschrieben, das meiner Meinung nach von allen dreien das schönste ist. Und das am wenigsten bekannte.


    Ein weiteres hübsches Ave Maria ist von Ferruccio Busoni, für Bariton und Orchester.

  • In unserer Gegend ist das vierstimmige Ave Maria von Arcadelt recht verbreitet, wir singen auch manchmal das (ebenfalls vierstimmige) von Liszt, aber das ist nicht a cappella, wenn ich mich recht erinnere, sondern mit Klavier.
    Viel schöner als diese beiden finde ich jedoch die bereits erwähnte Motette "Ave Maria" von Bruckner, das ist einfach ein Gänsehaut-Stück - das es in sich hat. Mal sehen, wann wir uns mal dort dranwagen...

  • Zitat

    Original von Mezzo
    In unserer Gegend ist das vierstimmige Ave Maria von Arcadelt recht verbreitet, wir singen auch manchmal das (ebenfalls vierstimmige) von Liszt, aber das ist nicht a cappella, wenn ich mich recht erinnere, sondern mit Klavier.
    Viel schöner als diese beiden finde ich jedoch die bereits erwähnte Motette "Ave Maria" von Bruckner, das ist einfach ein Gänsehaut-Stück - das es in sich hat. Mal sehen, wann wir uns mal dort dranwagen...


    Hallo Kathi,welche dieser genannten Stücke sind auf Tonträger zu empfehlen? :hello:

  • Zitat

    Original von Mezzo..wir singen auch manchmal das (ebenfalls vierstimmige) von Liszt, aber das ist nicht a cappella, wenn ich mich recht erinnere, sondern mit Klavier.


    Wir haben das Ave Maria von List ebenfalls fest im Repertoire und singen es übrigens acapella. Das Stück begeistert vor allem durch seine fast zerbrechliche Struktur. Der Chor muss weite Passagen im piano und pianissimo singen, und das ist nicht nur verdammt schwer sondern auch wie ich immer wieder an der Publikums-Reaktion feststellen durfte, auch ungeheuer wirkungsvoll. Ich kann es also sehr empfehlen :)


    Zitat


    Viel schöner als diese beiden finde ich jedoch die bereits erwähnte Motette "Ave Maria" von Bruckner, das ist einfach ein Gänsehaut-Stück - das es in sich hat. Mal sehen, wann wir uns mal dort dranwagen...


    Das Ave Maria von Bruckner ist natürlich ein Knaller! Ich hoffe ihr seid mit guten Sopranen ausgestattet, denn die dürfen bis in die höchste Höhen, und dass satt :)



    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Eigentlich haben wir keinen einzigen richtigen Sopran :D Meine Schwester und ich singen im Sopran, sind aber beide eigentlich Mezzo. Aber a2 sollte ja für einen Mezzo leicht drin sein. Ich habe das Stück auch schon mit mehreren Chören gesungen, nur eben noch nie in unserem kleinen Ensemble :) Das wäre dann größtenteils solistisch besetzt.
    Natürlich hat auch das Ave Maria von Liszt seinen Reiz, da gebe ich dir Recht. Genau, zerbrechlich ist das richtige Wort - nicht so herausposaunend wie das von Bruckner ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Siegfried
    Hallo Kathi,welche dieser genannten Stücke sind auf Tonträger zu empfehlen?


    Dahingehend kann ich leider gar keine Empfehlungen machen, da ich nur selten Musik höre und auch nicht viele CDs besitze. Ich glaube, um zuhause noch ausgiebig Musik zu hören, singe ich einfach selbst zu viel - in 7 Chören, allerdings klingt das schlimmer, als es ist, denn viele davon treten nur projektmäßig auf und proben daher nicht regelmäßig. Aber dennoch ist dann die Stille zuhause manchmal ganz schön :D
    Aber es gibt hier bestimmt einige, die dir Aufnahmen empfehlen können :)

  • Zitat

    Original von Mezzo
    Eigentlich haben wir keinen einzigen richtigen Sopran :D Meine Schwester und ich singen im Sopran, sind aber beide eigentlich Mezzo. Aber a2 sollte ja für einen Mezzo leicht drin sein.


    Naja, unterschätze den Ton nicht. Bei sämtlichen Aufnahmen die ich kenne ist die Stelle des "..Jesus" der Moment der Wahrheit ;)


    Zitat


    Natürlich hat auch das Ave Maria von Liszt seinen Reiz, da gebe ich dir Recht. Genau, zerbrechlich ist das richtige Wort - nicht so herausposaunend wie das von Bruckner.


    ..und das finde ich insofern bemerkenswert, als dass es kaum vergleichbare Werke gibt, gerade bei der geistlicher Literatur. Mir fällt zumindest keines ein..



    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Zitat

    Original von Chorknabe


    Naja, unterschätze den Ton nicht. Bei sämtlichen Aufnahmen die ich kenne ist die Stelle des "..Jesus" der Moment der Wahrheit ;)


    Heikel ist sie natürlich, keine Frage ;) Aber es gibt ja auch Werke, wo der Sopran höher singen muss. Das a2 hab ich durchaus - jetzt muss ich "nur" noch daran arbeiten, dass es auch schön klingt :D Dummerweise ist das halt für einen Chorsopran keine Routine, da die meisten Stücke tiefer liegen. Aber Übung ist alles ;)

  • Zitat

    Original von Mezzo
    Heikel ist sie natürlich, keine Frage ;) Aber es gibt ja auch Werke, wo der Sopran höher singen muss.


    Ich glaube der Ton ist da so brisant, weil vorher nichts annähernd so hoch ist im Stück. Und dann auch noch auf den u-Vokal..ganz gemein :) Zumindest für mich sind hohe Töne auf u immer ein Grauß :)



    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Zitat

    Original von Chorknabe
    Und dann auch noch auf den u-Vokal..ganz gemein :) Zumindest für mich sind hohe Töne auf u immer ein Grauß :)


    Heee =) Ich hatte nie Mühe mit dem u-Vokal. Aber schweigen wir lieber über den i-Vokal. Da war meine Lehrerin manchmal verzweifelt. ;(


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von Chorknabe


    Ich glaube der Ton ist da so brisant, weil vorher nichts annähernd so hoch ist im Stück. Und dann auch noch auf den u-Vokal..ganz gemein :) Zumindest für mich sind hohe Töne auf u immer ein Grauß :)


    Stimmt, die Höhe ist eher für den Vokal "a" prädestiniert. Oft klingen ja v.a. in großer Höhe sowieso alle Vokale nach "a", man nimmt sie oft nur als "e", "i", "o", "u" usw. wahr, weil die Konsonanten und der Zusammenhang helfen. Ich glaube, da gab es sogar mal eine Studie.

  • Ich kenne zwei Vertonungen - beide nicht mein Geschmack:


    Yuri Kasparov (*1955): Ave Maria, für 12 Solisten, Violine, Orgel und Vibraphon.
    Ist schon ewig her, dass ich das gehört habe. Ich erinnere mich nur an eine sehr moderne Komposition und dass es gar nicht mein Geschmack war.


    Knut Nystedt (*1915): Ave Maria, für Violine und Chor.
    Wenn ich mich auch hier richtig erinnere, summt der Chor nur mit, artikuliert also nichts konkretes. Und die Violine singt das Solo. Sehr sanfte Komposition. Hat sich mir aber nicht erschlossen.

  • Zitat

    Original von Mezzo
    Stimmt, die Höhe ist eher für den Vokal "a" prädestiniert. Oft klingen ja v.a. in großer Höhe sowieso alle Vokale nach "a", man nimmt sie oft nur als "e", "i", "o", "u" usw. wahr, weil die Konsonanten und der Zusammenhang helfen.


    Eigentlich ein Thema fürn neuen Thread. Für den Vokal "o" braucht man nur, so wurde mich gelernt, mit den Lippen (und Mund natürlich mitspielend) einen perfekten Kreis zu formen.


    LG, Paul