Fonoforum im Aufwind?

  • Liebe Taminorier


    Seit den siebzigern las ich Fono-Forum, noch unter der Ära von Ingo Harden, später wechselte der Chefredakteur, aber im wesentlichen blieb die Linie.
    Irgendwann in den späten neunzigern entschloß man sich jedoch zu einer Umstrukturierung und setzte einen neuen Chefredakteur ein, der den Lesern erklären solle, daß nun "neue Zeiten" angebrochen seien, der alte Kurs werde korrigiert.(weniger Rezensionen, neue, IMO hässliche Optik) Ich tat das auch und kaufte daraufhin die Zeitschrift nicht mehr. Bald darauf wurde der Redakteur wieder getauscht, aber ein Fonoforum der alten Schule brachte auch er nicht mehr zustande, waren doch die meisten Kritiker des Magazins ausgetauscht.
    Ich kaufte nun ca alle 4 bis 6 Monate ein oder das andere Exemplar, bis mein Interesse völlig daran erlosch. Neulich in die Hauptbücherei Wien, wo Zeitschriften aufliegen, nahm ich jedoch ein Heft zur Hand und war eigentlich positiv überrascht. Scheinbar wurde die Anzahl der Rezensionen wieder erhöht, und das Niveau auch, oder , bin ich inzwischen schon so anspruchslos geworden ?
    Ein wenig bescheidener sicher, wen man die ätzenden geistvollen Kritiken der HIFI-Sterephonie aus den siebziger Jahren liest ,-)


    Wer von Euch liest die Zeitschrift derzeit, oder seid Ihr Gramophone-Leser ?


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred

  • Hallo Alfred,


    FF habe ich mal vor vielen Jahren in die Finger bekommen und fand sie ganz grauslich, völlig verstaubt und ziemlich altbacken in ihren Auffassungen. Da hab' ich's gelassen.
    Die Nr. 10/2004 habe ich mir im Geschäft angesehen und dachte mir, daß sich einiges getan haben musste, weil sie schon von der Aufmachung her frischer wirkte. Ganz besonders waren diese altbackenen Ansichten aber weitgehend verschwunden, es gab viele Rezensionen. Keine Überheblichkeit des "Ich-schreibe-über-klassiche-Musik" mehr. Dann kam Nr. 11, die den Eindruck bestätigte, und nun warte ich auf Nr. 12. Viele Anregungen durch Rezensionen haben bei mir bereits zu Einkäufen geführt.
    Inzwischen fand ich zwar Aussagen, von denen ich vermute, daß sie mit der schnellen Nadel gestrickt waren und näherer Überprüfung nicht standhalten würden, aber im großen und ganzen ist FF für mich interessant geworden. Ersteinmal werde ich dabeibleiben.


    Gruß
    yarpel

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Wer von Euch liest die Zeitschrift derzeit, oder seid Ihr Gramophone-Leser ?


    Ich lese sogar beides... und noch einige andere Fachzeitschriften mehr. :rolleyes:


    Aber auch ich hatte Phasen, in denen ich mein Abonnement gekündigt hatte, weil ich mich mit der Art, dem Informationsgehalt, den besprochenen CDs etc. überhaupt nicht anfreunden konnte.
    Manchmal war er derart schlimm - dass fast nur Komponisten besprochen wurden, die ich einerseits überhaupt nicht kannte und zu denen einfache, teils auch Fach-Lexika gar keine Auskunft gaben.
    Nichts gegen Randrepertoire oder vergessene Komponisten, aber man muss es nicht noch übertreiben.
    Dazu kam, was ich vor einigen Jahren an anderer Stelle geschrieben hatte: "Lobenswert zumindest, daß einige der "alten" Redakteure nicht mehr für die Kritiken zuständig sind und man inzwischen kein Fremdwörter-Lexikon mehr benötigt, um annähernd nachvollziehen zu können, was denn nun gemeint ist."


    Inzwischen hat sich aber Gregor Willmes, den ich sehr schätze, als neuer Chefredakteur etabliert und das Magazin entspricht im großen und ganzen wieder mehr meinen Vorstellungen.
    Es ist modernen/zeitgemäßer bzw. zeitnaher geworden und bedient gleichzeitig auch den Jazz.
    Auch ist mittlerweile eigentlich immer ausreichend Lesestoff und Informationsgehalt in jeder Ausgabe für mich dabei.


    Abonnenten haben auch über ihre Kd.nr. Zugriff auf die Datenbanken/Features in dem Online-Club von FF.

    Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen. [frei nach George Orwell]

  • Ich lese Fonoforum seit etwa 12 Jahren durchgängig. Die Zeitschrift ist moderner und vielfältiger geworden. Ich möchte auf diese Anregungen nicht verzichten, man wird doch häufig auf Neuerscheinungen aufmerksam, die man sonst nicht entdecken würde oder vielleicht später durch Zufall. Manchmal erschließt sich auch neues Repertoire. Manchmal dauert es allerdings erhebliche Zeit, bis nach einer Neuerscheinung die Besprechung kommt, auch bei exponierten Aufnahmen. Das ärgert mich dann.


    Neu sind die eingehenden Besprechungen von DVD-Video und auch im Jazz-Bereich, der im Ganzen noch dürftig ist, gibt es ab und zu ordentliche Hinweise - die Bewertungen dort sind aber nicht zuverlässig im Gegensatz zum Klassikbereich. Bemerkenswert war die Besprechung der euen Aufnahme von Harnoncourt, Mozart-Requiem. Ein mutiger Verriß allererster Güte, dem kann ich nur aus ganzem Herzen zustimmen. Bei Gramophone dagegen: unter den Empfehlungen des Monats.
    Gramophone lese ich ab und zu. Es ist wesentlich schwerer dort die Spreu vom Weizen zu trennen. Außer den Empfehlungen des Monats sind die Bewertungen - jedenfalls für mich - sehr ähnlich. Oft reicht es mir, auf die Internetseite von Gramophone zu gehen, um zu sehen, was sie für den Monat hervorheben. Vielleicht kann mir ja noch jemand Hinweise geben für eine zielgerichtetere Nutzung von Gramophone.


    Gruß


    Matthias

  • Hallo Alfred,


    ich lese Fono Forum, seitdem ich mich mit der klassischen Musik beschäftige, also seit gut 20 Jahren. Damals war ich froh, einen (damals war mir nicht klar, ob kompetent oder nicht kompetent - aber ich glaube, es war mir auch egal) Helfer zur Hand zu haben, der mich einigermassen sicher durch den Plattenmarkt führte. Interessant fand ich schon immer die Rubrik der "vergleichenden Diskographie", natürlich die Plattenrezensionen, Informationen über Interpreten, Komponisten etc. - für mich als Neuling natürlich unglaublich informativ. Mit der Zeit lernt man dann, die (schreibende) Spreu vom Weizen zu trennen, leider trennte sich dann aber auch der Verlag vom Weizen. Als Konkurrenz tauchten dann viele der ehemaligen bei "Klassik Heute" auf, die ich dann ebenfalls las, blieb aber auch dem FF noch treu - auch wenn ich mich oft geärgert habe. Nachdem KH dann sanft entschlummerte blieb wieder nur FF übrig - zum Glück in verbesserter Gestaltung.
    Klassik Heute gibt's in der Online Version, die ich zwischendurch (der Rezensionen wegen) lese.


    Grüße aus Hamburg
    Uwe

  • Hallo.


    Wie bereits angekündigt habe ich seit Jänner wieder begonnen fonfoforum zu kaufen.
    Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob es dasselbe Niveau hat wie vor 25 oder 30 Jahren, wahrscheinlich ist das gar nicht möglich, es fehlt ja auch das "Rohmaterial" dafür , damit meine ich, genügend hochrangige NeuaufNahmen pro Monat (Dereinst waren das 180-200 pro Monat - lediglich CDs)
    Was aber besonder erfreulich ist, ist die Gratis-CD ein Sampler, der dem Heft beigegeben wird.
    Im Jänner war das eine CD, wo sich das "Orchestre Philharmonique du Luxembourg" akustisch vorstellt.
    "Highligts aus unserer Diskographie" verspricht der Untertiltel. - und das hält er auch.
    Ich widme dieser Zugaben-CD vor allenm deshalb einen Beitrag, weil ich ihr so bitter unrecht getan hab, als ich sie zuerst beäugte. "Gratis-Schund" war noch eher das harmloseste was ich dachte, als ich sie in Händen hielt: Ein eher unbekanntes Orchester, Musik des (teilweise frühen) 20. Jahrhunderts, ein unbekanntes Label, das kann ja nichts heissen.......


    Weit gefehlt: Das Orchestre Philharmonique du Luxembourg erwies sich als ein sehr feurig aufspielender Klangkörper mit französischem Flair (ohne daß ich definieren könnte, warum das so ist), abgebildet von einer vorzüglichen Klangtechnik (die meisten Aufnahmen entstanden zwischen 2000 und 2003)


    Nun, natürlich fand nicht alles mein Gefallen, das ist ja bei dem Programm (in Zusammenhang mit meiner Person) gar nicht möglich.


    Gabriel Pierné, Maurice Ohana sind Namen, die man sich wird merken müssen, ich bin allerdings davon überzeugt, daß diese Werke nur dann wirken, wenn (wie hier ) die Aufnahmetechnik ein räumliches voluminöses und dennoch gut durchhörbares Klangbild zusatndebringt.


    Roussels Sinfonien, vergangenes Jahr gekauft, aber nach kurzem hineinhören auf die Seite gelegt, werden wieder hervorgeholt, auf der CD ist jedoch eine Hörprobe von "Aeneas", komponiert 1935.


    Die weiteren Testhäppchen auf dieseser CD sind von Klaus Huber (geb. 1924), Joseph Guy-Ropartz (1864-1955), Jannis Xenakis (1922-2001), Jean Cras (1879-1932).


    Die besondere Entdeckung dieser CD war für mich jedoch (neben Ohana) das Finale aus dem Nonett von Bohuslav Martinu.


    Hiezu muß gesagt werden, daß ich von Martinu im Rahmen des mir selbst auferlegten Pflichtprogrammes "klassische Moderne" vergangenes Jahr eine Naxos CD mit Streiququartetten gekauft habe, die mich weder verstörten, noch begeistert haben. Das Stück des Oktettes, das übrigens nicht mal in Harenbergs Kammermusik-Führer Erwähnung findet, welches ich gehört habe fand jedoch sofort Anklang bei mir.
    Werd schaun, ob Martinu mal ein Thread wird....


    Beste Grüße aus Wien


    Alfred

  • Die Zeitung Fono Forum lese ich seit etwa 1998 da habe ich sie erst endeckt, zuerst gefiel sie auch recht gut, aber dann kam diese Phase indem man mit einem neuen Layout modern sein wollte. Es war so haarstreubend und unübersichtlich, dass ich auch davon abstand genommen habe. Als diese Phase vorbei war habe ich sie mir wieder gerne gekauft.
    Ich gehöre wohl hier im Forum eher zu den Jüngeren aber ich konnte dieser pseudomodernen Erscheinung auch nichts anfangen, es war einfach lästig.


    Mittlerweile finde ich es recht nett das Sampler beigelegt werden, ich habe oft diese "Werbung" von meinem Klassikhändler geschenkt bekommen (und für jede eibzelne CD bin ich dankbar).


    Der einzige Kritikpunkt: Ab und zu gibt es Kritiker die literarische Ungetüme erschaffen, da habe ich dann nicht das Gefühl "man, der hat die Ahnung..." sondern vielmehr das hier mal wieder jemand zeigen musste was er doch alles kann :rolleyes:
    Ich bin jedenfalls froh, dass so etwas nur noch selten zu finden ist, denn es nervt beim lesen ein Fremdwörterlexikon ständig dabei zuhaben.

  • Hallo,


    die FF stellt seit kurzem ihr komplettes Archiv seit 1956 online zur Verfügung! Abonnenten können jede gefundene pdf-Datei aus den Zeitschriften aller Jahrgänge kostenlos herunterladen. Nicht-Abonnenten müssen eine geringe Gebühr bezahlen. Ich habe mich gerade erst angemeldet, kann also noch nicht sagen inwiefern das funktioniert. Aber die Idee finde ich schon mal toll!


    Gruß, Cosima


    P.S.: Besitzt zufällig jemand die alten Ausgaben zweimal mit S. Richter und einmal mit V. Gergiev auf der Vorderseite und möchte sie unbedingt loswerden? :D

  • Die Redaktion sitzt ganz in der Nähe von Bonn, und so hatte ich schon Gelegenheit, den Chefredakteur persönlich kennen zu lernen. Natürlich muß das Heft auch verkauft werden, aber die Grundlinie ist auch vom persönlichen Eindruck her positiv. Eines der letzten Projekte - die CD-Beilage 11/2005 mit Michael Korstick - finde ich durchaus verdienstvoll, auch weil dem eine Kooperation zugrunde liegt (in dem Fall mit einer Sparkasse), ohne die manches eben nicht möglich wäre. Wenn der Mäzen sich dann noch kleingedruckt im Hintergrund hält... paßt doch.

  • Zitat

    Original von Cosima
    Hallo,


    die FF stellt seit kurzem ihr komplettes Archiv seit 1956 online zur Verfügung! Abonnenten können jede gefundene pdf-Datei aus den Zeitschriften aller Jahrgänge kostenlos herunterladen. Nicht-Abonnenten müssen eine geringe Gebühr bezahlen. Ich habe mich gerade erst angemeldet, kann also noch nicht sagen inwiefern das funktioniert. Aber die Idee finde ich schon mal toll!


    Ich habe mich inzwischen auch registriert, und mich mal ein wenig im Archiv umgetan. Scheint wirklich zu funktionieren. Die Idee finde ich ausgesprochen verdienstvoll- jetzt kann ich meine Jahrgänge FF entsorgen und Platz schaffen- für CD´s :D :D


    Herzliche Grüße,


    Christian

  • Zitat

    Original von Caesar73
    Ich habe mich inzwischen auch registriert, und mich mal ein wenig im Archiv umgetan. Scheint wirklich zu funktionieren. Die Idee finde ich ausgesprochen verdienstvoll-


    Ja, gefällt mir auch ausgesprochen gut. Es macht richtig Spaß, vor allem in den ganz alten Jahrgängen zu stöbern. Mir fiel z.B. auch auf, mit wie viel Sorgfalt und Liebe die alten Rezensionen teilweise geschrieben waren, dagegen sind die von heute nur ein müder Abklatsch.


    Ich habe auch schon einiges runter geladen, eine echte Fundgrube und eine tolle Idee von FF.


    Gruß, Cosima

  • Ich finde die neue Download-Möglichkeit grundsätzlich ebenfalls sehr reizvoll - 50 Jahre ff-Rezensionen durchstöbern zu können lockt mich sehr!
    Allerdings finde ich die Download-Gebühren keineswegs gering, sondern im Gegenteil ziemlich happig!
    Da ich aber wie gesagt diese Offerte sehr reizvoll finde, werde ich mir wohl das Abo zum bald anstehenden Wiegenfeste wünschen...

  • Ich lese FonoForum seit 1990 fast durchgehend. Ja, es hat sich einiges geändert; und ich meine, es berührt auch das inhaltliche wie das literarische Niveau. Gerne lese ich in alten Ausgaben noch die Kritiken eines Peter Cossé, wohl wissend, dass diese Höhepunkte seitdem nicht mehr erreicht wurden. Dies betrifft sowohl seine Kritiken einzelner CDs als auch vergleichende Diskographien, etwa zum zweiten Klavierkonzert von J. Brahms. -


    Sehr gelungen finde ich allerdings den seit Dezember 2007 monatsweise fortgeschriebenen Klassik-Kanon. Im Rahmen dieser Rubrik wird jeden Monat für ein wichtiges Werk eine vergleichende Diskographie veröffentlicht und interessante Einspielungen empfohlen. Manchmal sind das eher wenige (drei war das Minimum), manchmal über zehn.


    Bisher habe ich da immer interessante Anregungen erhalten.


    Interessant finde ich auch immer die am Ende eines Jahres veröffentlichten Empfehlungen der Mitarbeiter des FonoForums zu "bester Einspielung des Jahres", "bester Nachwuchskünstler", "beste Edition", "beste Wiederveröffentlichung einer historischen Aufnahme" usw. usw. Hier wurde ich noch nie enttäuscht.


    Natürlich kann man über einzelne Kritiken verschiedener Meinung sein. Das liegt ja in der Natur der Sache. Ich verstehe aber auch das Dilemma der Redaktion. In Zeiten rückläufiger Umsätze im Klassikmarkt wird wohl auch die Klientel dieses Periodikums eher schrumpfen. Man bemüht sich, neue Publikumsschichten zu erreichen. Ich hoffe, mit Erfolg.


    Ich meine, dass FonoForum (neben dem Tamino Klassikforum) immer noch ein wichtiges Medium zur Information über gute und weniger gute Aufnahmen klassischer Musik ist.

  • Ich habe meine erste Fono Forum irgendwann 1963 gelesen. Damals war sie noch ziemlich dünn.
    Die erste Kritik, an die ich mich erinnern kann, stammte von Joseph Müller Blattau, der sich die Gesamtaufnahme von Beethovens Fidelio unter Lorin Maazel mit Tom Krause Birgit Nilsson, James Mac Cracken, Kurt Böhme u.a. vorgenommen hatte. Obwohl Müller Blattau in der tendenziell positiven Kritik bemängelte, dass Maazel Kurt Böhme (Rocco) etwas durch die Goldarie hetzte, habe ich mir diese Aufnahme gekauft und nie bereut, hauptsächlich wegen der Protagonisten Krause, Böhme und Nilsson.
    So habe ich es seitdem gehalten. Trotz wechselnder Belegschaft bin ich der Zeitschrift treu geblieben, weil es für mich so etwas wie eine Hilfe beim Aussuchen und Anschaffen neuer Aufnahmen war und weil auch überwiegend gute Künstler- bzw. Komponisten-Portraits gebracht wurden.


    Viele Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

    Einmal editiert, zuletzt von William B.A. ()

  • WEnn ich heute ein fonoforum kaufe - und es mit den Heften um 1975/80 vergleiche, dann merkt man natürlich, daß die Qualität damals höher war.
    Dies ist allerdings nur zum geringen Teil der Redaktion von fonoforum anzulasten, das Umfeld in dem sich die Zeitschrift befindet ist rauher geworden, der Klassikmark kleiner, die Zeit schnellebiger, die Konkurrenz - auch wenn die meisten anderen ernszunehmenden Periodika ihr Erscheinen schon eingestellt haben - härter.


    Wenn mir jemand schreibt, er vertraue den Kritiken im Tamino-Klassikforum mehr als jenen im Fonoforum dann schmeichelt mir das zwar - jedoch gibt es für diese Haltung keinen triftigen Grund.
    Zugegebenermaßen sind die Kritiken im Laufe der Jahre milder geworden, richtige Verrisse finden in den Zeitschriften kaum statt, und etliche vermuten, daß dies aus Angst vor dem Verlust von potentiellen Werbekunden geschieht - jedoch die in Internetforen - unseres macht hierin keine Ausnahme - wird auch icht immer objektiv gewertet, es bildet sich - von niemandem gewollt oder begünstigt - stets eine Gruppe, die den Ton angibt - und die Richtung bestimmt. Diese Gruppen neigen im Gegensatz zu Zeitungsredaktionen eher zu übertriebener Kritik, welche Vernichtungsfeldzüge wurden einst hier bei uns gegen Karajan geführt - vor den Augen eines dagegen machtlosen Forenbetreibers und Administrators....


    So gesehen sind Internetforen und Fachzeitschriften - für mich gibt es derzeit nur "fonoforum" und "Neuer Merker" als ernstzunehmende Alternativen Alternative - ein gegenseitiges Korrektiv, bzw eine willkommene Ergänzung.


    Im Forum zu surfen und mitzugestalten ist eine schöne Sache -
    das fonoforum im Bett zu lesen - ebenso.


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Hallo Forianer,


    ich teile die Meinung von Alfred ganz und gar nicht. Als Abonent seit 1968 habe ich nun endgültig die Nase voll und gekündigt. Ingo Harden - was soll das - das waren noch Zeiten. Seine Beiträge über Klaviermusik haben bis heute erste Priorität. Die Chefredaktion hat zigmal gewechselt, ebenso die Rezensenten. Damals wussten die noch was und worüber sie schreiben. Als vor einigen Jahren Schlauköpfe das Layout ändern wollten, gab es einen Sturm der Entrüstung. Man ging schnell wieder davon ab. Mit Thomas Voigt ging eine Ära zu Ende. Aus heutiger Sicht kann man sich dann auch mit Kesting und Kaiser begnügen. Die Kritiken in der Zeit und in der Frankfurter Allgemeine, manchmal auch im Spiegel, sind mir wertvoller. Das was heute in fonoforum angeboten wird, interessiert mich als Klassikhörer nur noch wenig.



    Gruß aus Burgdorf


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Mitten in unserer Diskussion ist Fono Forum ab der März-Ausgabe 2010 im Rezensionsteil weit übersichtlicher und lesefreundlich umgestaltet worden. Für mich eine weitere Verbesserung.
    Auch ich lese und sammle FonoForum seit vielen Jahren. Ich finde die meisten Besprechungen und vor allem die Sternebewertung für die Meinungsbildung sehr förderlich und möchte Fono Forum neben anderen Fachjournalen keinesfalls misssen.
    Natürlich sind Chefredakteure, vom Format eines Ingo Harden oder Thomas Voigt nur schwer zu ersetzen.
    Nachdem, was ich bisher von ihm gelesen habe und was an Neuerungen von ihm eingebracht wurde, glaube ich, dass der Verlag mit dem jungen Chefredakteur Björn Woll wieder einen Glückstreffer gemacht hat. Besonders seine kompetenten Betrachtungen über Stimmphänomene und seine Sängerinterviews stechen heraus.
    Übrigens schreibt Ingo Harden nach wie vor im Fono Forum. In der neuesten Ausgabe bespricht er mit seinem eminenten Kenntnisstand die Einspielung der Schubertschen Klavierwerke mit Gerhard Oppitz sehr positiv und gibt damit eine Entscheidungshilfe für den Kauf dieser nicht gerade billigen Hänssler-Produktion. Ich habe daraufhin die besprochene CD gekauft und bin mit der Interpretation von Gerhard Oppitz mehr als zufrieden.
    Fono Forum bietet also neben Grrundsatzartikeln in übersichtlicher Form vor allem über Neuerscheinungen wichtige Informationen. Deshalb kann ich aus meiner Sicht das regelmäßige Lesen dieser Fachzeitschrift nur empfehlen.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ich oute mich: ich bin Abonnent seit vielen Jahren. :)


    Die Kritiken lese ich mit großem Interesse. Ich vergleiche sie mit dem Forum hier und das eine oder andere, was ich sonst so im Internet finden kann.


    Wenn man die Kritiken aufmerksam liest, kann man meistens herauslesen, was den Autoren gefällt oder mißfällt und kann seine eigenen Schlüsse ziehen.


    Der Klassik-Kanon ist sehr interessant, mir gefallen auch einige der Specials zu diversen Themen (Neue Musik im Januar z.B.), und mir hat der Überblick über die Musik des XX.Jahrhunderts so gut gefallen, dass ich sie als PDF hier auf dem Rechner liegen habe.


    Der Internet-Service, als Abbonent kostenfrei auf sämtliche Hefte aller Zeiten als PDF zugreifen zu können (inklusive Volltextsuche), gefällt mir sehr und wird von mir oft genutzt.

  • Ich bin seit Jahren KEIN Abonnent mehr, aber aus einem völlig eigenartigen Grund. Ich habe harausgefunden, daß ich mich nur dann mit dem Heft eingehend befasse, wenn ich es mir selber vom Kiosk hole (hute gibt es ff - soweit mir bekannt - ausschließlich bei MORAWA in Wien Wollzeile) - kam es mit der Post blieb es indes oft ungelesen liegen. Es war zur Selbverständlichkeit geworden, wogegen ich es am Kiosk immer mit Spannung erwartete.Somit bin ich Stammleser - und STAMMKÄUFER. Der Käufer des Wiener Exemplars bin ICH :hello:


    Zitat

    ich teile die Meinung von Alfred ganz und gar nicht.


    Das kann ich gut nachvollziehen, denn die Rezensenten der Vergangenheit sprachen noch UNSERE Sprache, bzw teilweise jene der Generation VOR mir. Ich würde nicht sagen: Sowas kommt nimmer - indes DERZEIT steht uns sowas nicht zur Verfügung- bzw ist wahrscheinlich von der heutigen Leserschaft gar nicht gefragt.


    Zudem ist es schwierig über Neuerscheinungen zu berichten, wenn es viel zu wenige gibt. Das Meiste sind Wiederveröffentlichungen.


    "Belehrende Artikel" haben indes den Nachteil, daß sie meine Generation mehrheitlich nicht mehr braucht, bzw daß sie von jemandem geschrieben sein sollten, der die Aufnahmen der Vergangenheit sehr gut kennt, mit heutigen Standards vertraut ist und zudem gut formulieren kann. Wann ich über all diese Eigenschaften verfüge, dann verdiene ich mir mein Geld nicht als Redakteur sondern als Musikmanager etc.
    Die jüngere Generation indes braucht meist keine Belehrung - sie geht ihren Weg - zur Not auch ohne Hintergrundwissen. Das "Wissenswerte" entnimmt sie den Charts. und der PR der Tonträgerkonzerne, die sich allmählich zum Informationsmonopol der Tonträgerindustrie entwickelt.


    Und damit letzteres sich nicht völlig bewahrheitet ziehe ich fonfo-forum vor.


    Man kann es einer Zeitschrift nicht zum Vorwurf machen, daß die ehemaligen Redakteure in Pension , oder verstorben sind, das ist nun mal der Lauf der Welt.Jüngere Nachfolger haben naturgemäß einen ihrer Generation angepassten Background und fällen ihre Entscheidungen mit den Eigenschaften ihrer Person heraus, wobei sie die älteren Stammleser erhalten müssen und gleichzeitig neue, junge anlocken,
    Nein ich beneide sie wahrlich nicht


    Tamino indes hat andere Vorzüge -aber auch andere Nachteile.
    Während eine kommerzielle Redaktion wichtige Redakteure, welche momentan vielleicht gelegentlich Identifikationsschwierigkeiten mit der Linie des Blattes haben, dadurch bindet, daß sie letztlich deren Gehalt, oder Honorare bezahlen, fehlt dieser Anreiz bei Internetforen generell, was die Langzeitstabilität negativ beeinflusst, das Medium andrerseits generell flexibler macht.


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Wie stets, wenn ein thread richtig läuft, ist hier schon viel Wichtiges und Richtiges zum Thema gesagt worden: Die inhaltliche Qualität hat, zumal in den letzten fünf oder sechs Jahren, deutlich nachgelassen, ist aber noch ganz ordentlich. Viele der Rezensenten verstehen ihr Handwerk. Dazu ist auch das Erscheinungsbild der Zeit gehorchend modifiziert worden. Und natürlich ist der Einfluss der Industrie gestiegen. Machst du nichts dran. Alles gut soweit.


    Was mir nicht gefällt ist, das Björn Woll, der aktuelle Chefredakteur, eine Lifestyle- und eine YellowPress-komponente ins Blatt hineinschmuggelt. Reportagen wie "Klassische Musik und Wein" haben m.E. in einer Fachzeitschrift nichts verloren, es sei denn, sie will keine mehr sein. Und dass Stars der Branche in unkritischen Interviews gefeiert werden, unter Aussparung oder sehr oberflächlicher Behandlung musikalischer Themen, mag noch angehen. Aber sie lassen sich ja in der Regel nur zum Interview herbei, wenn sie eine neue CD vorzuweisen haben und die soll dann im FonoForum doch, bitte schön, auch rezensiert und nicht nur beworben werden (so geschehen u.a. bei Erwin Schrott, bei Rene Pape, zuletzt bei Chopin-Pianistinnen).
    Diese Dinge finde ich anrüchig. Und als Unterhaltungsblatt ist das FonoForum wohl nicht lebensfähig, oder?

  • Würde Fono Forum noch Irgendjemand vermissen, wenn es verschwinden würde? - NEIN!


    Dieses Blatt ist überteuert, hohl, uninteressant, ärgerlich, substanzlos, anzeigenverseucht.


    Unter Thomas Voigt konnte man FF noch einigermassen ernstnehmen, der Abstieg begann mit Gregor Willmes und setzt sich nun mit Björn Woll fort.


    Die Rezensionen sind flach, nicht erhellend, unkritisch, zu kurz.


    Die Interpretationsvergleiche sind unvollständig, vorhersehbar, langweilig, banal.


    75 % der Artikel und Berichte sind überflüssig (Grillparzer hat zu Recht auf Lifestyle- und Yellow Press-Komponenten hingewiesen).


    FF ist kein ernsthaftes und seriöses Fachmagazin mehr. Diese Zeiten sind endgültig vorbei.



    Agon

  • Zitat

    Würde Fono Forum noch Irgendjemand vermissen, wenn es verschwinden würde? - NEIN!


    Es ist immer toll wenn jemand eine Frage stellt und sie gleichzeitig beantwortet ;)


    Also ICH würde Fono Forrum vermissen !!


    Zitat

    Dieses Blatt ist überteuert, hohl, uninteressant, ärgerlich, substanzlos, anzeigenverseucht.


    ÜBERTEUERT


    Also überteuert ist es mit Sicherheit nicht. Ich ärgere mich immer, wenn jemand der sich ertwas nicht leisten kann - oder auch nicht lesiten WILL, derartige Statements von sich gibt, als wären es absolute Wahrheiten. Die Internetgesellschaft ist gewöhnt alles zum Nulltarif zu bekommen und auch noch Forderungen zu stellen. Ich bin davon überzeugt, daß diese Tendenz mangels Finanzierbarkeit bald der Vergangenheit angehören wird - man wird dann für etwas, das man haben will bezahlen müssen. - wie in der guten alten Zeit-


    HOHL


    In der Tat ist die Substanz nicht mehr so wie einst - allerdings besser als zum Zeitpunkt der Zäsur - ich glaube das war 1997


    UNINTERESSANT


    Das ist eine Frage der Erwartungshaltung. Leider sind die heutigen Interpreten GENERELL weniger interessant als eins Caruso, Karajan oder die Callas. Somit wird es schwieriger Top-Artikel zu bringen.
    Aber die Over -all Performance des Blattes ist gut, oder anders ausgedrückt die paar Euro wert.


    ANZEIGEN


    sind notwendig um das Blatt zu finanzieren . Solch eine Fachzeitung hat eine relativ kleine Auflage und kann sie NUR durch Anzeigen finanzieren.


    Zitat

    Unter Thomas Voigt konnte man FF noch einigermassen ernstnehmen, der Abstieg begann mit Gregor Willmes und setzt sich nun mit Björn Woll fort.



    Ich muß sagen daß die Glanzzeit von Fonoforum unter Ingo Harden war, aber Dr. Sören Meyer-Eller war auch nicht schlecht.


    Aber letztlich macht ein Chefredakteur die Zeitung nicht alleine, er ist vom Team und noch viel mehr vom Zeitgeist abhängig.
    Wenn es kaum brauchbare Neuafnahmen gibt, worüber soll mann dann schreiben, wenn es keine charismatischen Künstler mehr gibt, über wen soll man dann berichten ?


    Wenn die Verkaufsabteilung durchsetzt, daß Kritiken "kuschelweich" zu sein haben, weil sonst die lebenswichtigen Werbekunden wegbrwechen - was soll man da tun ?


    Aber ich habe - auf Anregungen für neue Threads hoffend, in allten Fono-Forum Heften geblättert, und gefunden, daß die Qualität - gemessen an sonstiger Periodica - noch immer gut ist - und die Zeitung - bei aller Kritik - ihr Geld wert ist.


    Lifestyle- und Yellow Press-Komponenten


    Auch ich bin gegen derlei - aber vermutlich ist der Druck von seiten des Besitzers groß, bzw diese Richtung auf den aktuellen zahlenden Abonnentenkreis zugeschnitten....


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Auch ich möchte Fono Forum keinesfalls vermissen. Wenn es diese Zeitschrift, die vor allem im Bereich der Bewertung von Aufnahmen die umfassendsten Beiträge bringt, nicht gäbe, müßte ein ähnlich spezialisiertes Magazin neu aufgelegt werden.
    Selbstverständlich muss auch ein Fachjourrnal mit der Zeit gehen. Deshalb ist die Neugestaltung und Modernisierung eine Anpassung an den Zeitgeist.
    Der junge Chefredakteur Björn Woll hat mich durch eine ganze Reihe sehr kompetent geschriebener Grundsatzbeiträge positiv beeindruckt.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Habe mein Abo nach mehr als 30 Jahren abbestellt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen!!! Im Übrigen kann ich Alfred nur beipflichten, erinnere mich gern der Zeiten wo Namen wir Harden, Höslinger, und Voigt auftauchten.


    LG,Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • An meiner Kritik an FONO FORUM gibt es nichts zu relativieren.


    Sie hat unveränderte Gültigkeit.


    Franks Aussage

    Zitat

    Jeder Euro wäre überflüssig .


    bringt es auf den Punkt.


    Aber, Alfred, wenn Dir Dein Geld nicht zu schade für dieses Blatt ist, bitte...



    Agon

  • Aber, Alfred, wenn Dir Dein Geld nicht zu schade für dieses Blatt ist, bitte...


    Nein mir ist das Geld nicht zu schade.


    Ggen den Betrieb eines Forums mit allen Nebenkosten, Auslandstelefongesprächen, etc - eine Kleinigkeit


    Was bekommt man denn schon für 7.50 Euro ?
    Eine gute Flasche Wein


    Dezidierte Aldikäufer werden jetzt sanft nach hinten wegkippen
    Echte Weinkenner ebenfallls - allerdings aus verschiedenen Gründen... :D


    Aber im Ernst
    Schon allein die Interviews mit Künstlern der Gegenwart, der Klassikkanon, Artikel von namhaften Kritikern wie Jürgen Kesting mach die Zeitschrift für mich interessant.


    SElbstverständlich sind solch einer Zeitschrift auch Grenzen gesetzt. Artikel gegen das Regietheater könnten Leser kosten - während Tamino als Non-Profit -Produkt auf derlei keine Rücksicht zu nehmen braucht - muß der Herausgeber einer Klassikzeitschrift, die verkauft werden soll sehr wohl Nutzen gegen Schaden abwägen.


    Ja - zugegeben die Kritiken der Vergangenheit waren ätzender, griffiger und rücksichtloser - zudem auch oft fundierter. Aber es stellt sich natürlich die Frage wer das heute noch zu schätzen weiß.


    Kritikpunkte gibt es natürlich schon. So finde ich beispielsweise das Layout bei den Schllplattenkritiken unübersichtlich und "dilettantisch" - grade so, wie wenn jemand ein Publishing-PÜRogramm in die Hände bekommt und nun alle Möglichkeitn ausspielt. Querspalten wechseln mit Löngsspaöten Bilder Rragen bis in den Spiegelrand hinaus. MAg sein, daß dies dem Zeitgeist entspricht - schöner wird es dadurch auch nicht.


    Die HIFI-Tests sind eher im PR-Bereich anzusiedeln, allgemein gehalten und in keiner Weise informativ. Man sollte das durch ausgiebeige vergleichende Hörtests erweitern - oder den Bereich aufgeben.....


    Aber das sind eher Nebensächlichkeiten - zudem lediglich meine persönliche Meinung.


    Zur Werbung.
    Es wird hier nicht für Seife oder Zigaretten geworben sondern für Klassik-CDs. Das war schon 1970 so - und war mir oft eine willkommene Informationsquelle.


    Nochmals zum Preis:
    In Österreich ist das ca ein drittel einer Vollpreis-CD....
    Na wenn schon....


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Wir bringen gute Vorschläge, wie Fono Forum verbessert werden könnte. Warum denn nur intern in unserem Tamino-Klassik-Forum? Warum loten wir im direkten Dialog mit Björn Woll nicht aus, ob es gemeinsame Übereinstimmungen gibt, Felder in denen für beide Seiten sinnvole Synergien möglich sein könnten.
    Seit langem publiziere ich Marketing- News für unser Tamino-Forum, liefere Ideen, zeige Wege zur Popularitätssteigerung, Mitgliedergewinnung und -bindung auf, nenne Namen von Taminos, die auf diesen Gebieten Profis sind.
    Leider sind die Reaktionen darauf sehr spärlich. Wahrscheinlich ist die Notwendigkeit für solche imagefördernden und werbenden Maßnahnen nicht genügend erkannt. Oder der Leidensdruck zum Handeln ist noch nicht groß genug. Ich hoffe, dass der Samen, den ich säe, irgend wann aufgeht.
    Dabei lieber Alfred, wäre es einfach: Das Künstlertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft wäre der Marktplatz der Begegnungen. Nur dazu müßtest Du Deine "Schutzburg" Wien verlassen und einfach kommen. Falls dich die Einladung noch nicht erreicht haben sollte, sei diese hiermit ausgesprochen.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Bin rückfällig geworden, wegen Järvis 3. Sinfonie auf DVD.
    Die Abstinenz hat nur 5 Monate gedauert, jetzt bin ich wieder
    Abonnent. So kann es gehen, wenn man zu voreilig ist.
    Das wäre einem "echten" preußischem Beamten wohl
    kaum passiert. Also auf ein Neues im Aufwind.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Wie auch immer, ich lese Fono Forum seit 1963, und wie mit allem im Leben, so ist es auch mit der Potenz, vor allem der sprachlichen, in unseren deutschen Landen und somit auch in Fono Forum. Das hat mich wenig gestört, weil mich das als Lehrer an einer Hauptschule stets viel stärker berührt hat. Doch ist eine Generalliie bei Fono Forum die ganzen Jahrzehnte spübrar geblieben, und deswegen ahbe ich das Abo auch immer beibehalten, auch, weil diese zeischrift für mich immer die erste Anlaufstelle geblieben ist, und in den wirklich wichtigen Dingen sind sich die Kritiker ja auch immer einig gewesen.


    Liebe Grüße


    Willi ^^

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).