Cover zum Schießen: Die witzigsten Cover!

  • Lieber seicento,


    ich vermute, Du hast meine Wortwahl basteln mißverstanden - das tut mir leid, ich entschuldige mich.


    LG
    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Oh nein lieber zweiterbass, es ist wirklich reine Tüftelei. Ich habe nichts Abfälliges in deinem Kommentar entdeckt. Im Gegenteil.
    Hier als Beweis eine alte Version der mittleren Strophe aus dem Mohn-Gedicht:


    Er wusste nicht wohindemith
    und gab ihn an Frau Schumann mit,
    auf dass erreg er ihre Huld
    ganz ohne Liszt und Ungeduld.


    Du siehst, ich habe sehr viel an dieser Strophe gebastelt. Die erste Strophe ist vielleicht drei Wochen alt. Die letzte Strophe ging dagegen ziemlich schnell ;) (10 Minuten). Ich hoffe, ich habe damit deine ursprüngliche Frage ein bisschen beantwortet. Ich freue mich riesig, wenn dir die Verse gefallen.
    .... bis heut abend !


  • David Teniers der Jüngere
    (1610-1690)
    Twelfth-night (The King Drinks)
    (~ Rauhnacht)


    Gerrit van Honthorst
    (1592-1656)
    Der fröhliche Spielmann
    (Insgesamt ist das das 4te Cover
    mit diesem Bild, das ich kenne.)



    Wo Wein und Bier durch Kehlen rann,
    es enden in Querelen kann.


    Ist’s Bäuchlein nämlich prall gefüllt,
    wird laut von Fall zu Fall gebrüllt.


    Doch wenn der Spielmann geigt zum Tanze
    zu Harmonie dann neigt das Ganze.


    Drum wähle stets dir eine Schänke
    wo man Musik reicht zum Getränke.

  • Wo ich Bedacht', mich drückt der Schu
    Mann bin ich froh, es ist nicht so.
    Verdienst für Beide, ich* und du
    Sind singend froh, "in dulci jubilo".


    LG
    zweiterbass


    *der Esel nennt sich selbst zuerst

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • lieber zweiterbass,
    toll :jubel: ..... und jetzt zwei Schüttelreime mit 'Bass':


    Zitat von Wikiquote

    Der Männerchor trinkt Bier vom Fass,
    besoffen sind schon vier vom Bass.




    Auf See geriet ein Bass in Not,
    es wurde schrecklich nass im Boot.


    Der Bass wollt´ das nie mehr erleben,
    und übte fleißig abzuheben;


    denn Bässe, die das Fliegen wagen,
    der Seefahrt können sie entsagen.

  • Auf dieser Ebene fällt mir doch ein: "Was war das Lieblingsgemüse von Bach?" Na klar, Wirsing. Siehe den Choral im ersten Teil des Weihnachtsoratoriums (Nr.10?): "Wir singen dir in deinem Heer"!

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)


  • Cellando liefert über Nacht,
    was die Cellistin glücklich macht.
    Und kostenlos nimmt man zurück
    nach hundert Tagen jedes Stück.
    Auf Bögen gibt es auch Rabatt,
    wenn man von dort ein Cello hat.


    (Begrenzt auf uno a persona
    sind Markencelli aus Cremona.)




    Ähnlichkeiten mit real existierenden Online-Versandhändlern von Schuhen sind rein zufällig. ;)


    Hallo Wolfgang, das interessiert mich. Gibt es Schüttelreime auch auf Französisch? Schüttelreime mit italienischen Namen sind sehr schwer. Boccherini war da eine Ausnahme. Spoonerism auf Englisch ist auch was anderes als Schüttelreim.

  • Die obige Petitesse auf Französisch, Meister seicento, habe ich (wahrscheinlich) erfunden. Beschäftigt habe ich mich mit dem Phänomen nicht weiter; ich bin auch kein Romanist. In jedem Fall dürften wegen der vielen Homonyme, also Gleichlautungen, Schüttelreime im Französischen sogar leichter herzustellen sein als im Deutschen. Und die Spoonerisms sind in der Tat wieder etwas anderes.


    :) Wolfgang


  • Jean Raoux (1677–1734):
    Junge Frau beim Lesen eines Briefes

    Dennis Brain, (1921-1957), Hornist
    (verunglückt auf der Rückreise vom Edinburgh Festival.
    Am folgenden Morgen sollte er mit Wolfgang Sawallisch
    das Strauss-Capriccio aufzunehmen (W). Auf seinem Grab-
    stein findet sich eine Passage aus einem Hornkonzert von
    Hindemith, das Brain gewidmet war. Es stammt aus
    dem Satzteil "Deklamation" in dem der Solist blasend
    ein Gedicht aufsagt.) Spiegel 1950


    brain ;)


    Erstaunlich ist doch das Gehirn!
    'nen fremden Text kann es entwirr'n.


  • Johann Joachim Kändler (1706-1775)
    Apoll und die Musen auf dem Parnass
    Meissen, um 1750, (Ausschnitt)


    Du bist zerknirscht? Es hilft - ich schwör’s! -
    wenn man sich sagt: „it could be worse.“


    Dich küsst doch, lieber zweiterbass,
    oft eine Muse vom Parnass;
    und dann kommt mir es manchmal vor,
    als dichten wir schon fast „im Chor“.


    ;) !


  • Karol Homolacs (1874-1962)
    From a Tale. (1912)



    Ich hatte mal in vollem Rausch
    'nen Traum von einem Rollentausch.
    Ich war ein altes Krokodil,
    dem eine Jungfrau sehr gefiel.
    Mein Wunsch, sich bei ihr anzuschmiegen,
    erfüllte sich – doch so im Liegen
    erkannte ich mit einem Schlag:
    ich war der Stein auf dem sie lag.


  • Marie Spartali Stillman (1844-1927)
    Joli Coeur :love:
    nach Dante Gabriel Rossetti (1828-1882)


    Lieber Tobias,

    neben der Hass-Version (wohl nach Robert Haas) gibt es auch eine Herz-Version von Bruckners Nr. 8.
    Ob die Wäscherin Ellen Smith, die Rossetti für das Bild als Model diente, besser zu Bruckner passt, weiß ich nicht.



    Liebe Grüße vom alten Krokodil aus Beitrag 770


  • Carl Larsson 1853-1919
    Brita am Klavier


    teilweise geschüttelt, trotzdem eher anrührend, wie ich hoffe.
    (Für alle Mütter und Väter, deren Kinder auch Musik machen)
    ;)



    Nicht lang ist’s her - ich musizier -
    da kam und hörte zu sie mir.
    Heut' ist das alles anders rum -
    sie spielt und ich bin Publikum.


  • English: [lʊdvɪɡ væn ˈbeɪ.toʊvən]
    German: [ˈluːtvɪç fan ˈbeːt.hoːfən]


    ( oder doch [lʊdvɪɡ væn ˈbɪ.ðoʊvən] ;)
    oder stimmlos [lʊdvɪɡ væn ˈbɪ.θoʊvən] :?: )


    "wiitzig" ist, dass tatsächlich die Silbentrennung "." verschieden ist. Deshalb kommt dieses Cover vielleicht nur uns Mitteleuropäern so komisch vor. Oder wie geht es euch?

  • Des Teufels nächtlich Vorgespiele -
    wer weiß, ob es dem Spohr gefiele.
    Denn sicher gäb’s um’s Copyright
    dann mit dem Teufel ständig Streit.


    James Marshall
    Tartinis Traum (1868) -


    Marià Fortuny (1838-1874)
    Fantasia sobre Faust (1866)
    (Joan Baptista Pujol am Piano)


  • Lieber dr.pingel, dein Beitrag im Psycho-Thread hat mir auch sehr gut gefallen. Ich finde, du hast uns Nischenrepertoirehörer würdig vertreten. Ich hoffe, das nächste Cover hier gefällt dir wieder.



    Jean de Brie
    Stillleben mit goldener Käse-Stanze



    Nur mit 'ner gold'nen Käse-Stanze
    schmeckt Käse importiert aus France.









    (Die Klappen an der Käse-Stanze dienen übrigens zum portionsweisen Auswerfen der einzelnen Käsestücke)


  • Adolph Menzel (1815-1905)
    Rate, wer ist's?


    Dies Stück verbot die Nazibande,
    die Straus wohl einen Bazi nannte.


    'Bazi' = Schüttelvers-technische Freiheit. ;) - Die Bezeichnung würde ich in diesem Zusammenhang als Kompliment ansehen.
    Oscar Straus hatte mit seiner burlesken Operette schon zu Anfang des Jahrhunderts für Unmut in nationalistischen Kreisen gesorgt.